B1 einmal hin u. einmal zurück

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bitte !

erstmal in nüchternen Zahlen:
total 90,48 km gefahren in / 3:42:48h macht 24,40km/ h Schnitt
Ziel erreicht nach 45km in 1:38:00h/27,55km/h Schnitt
Tachostand ende der Tour bei 4.333km
2.5l Wasser
1 Dose Makrele
1 Banane
2 Riegel

Tja heute war es soweit. nach einem normalen Frühstück, erstmal schauen was so los ist, hab ich mir gedacht ich fahr mal mit dem Rad nach Soest.

Ich hatte erstmal mein Bike begutachtet. Mir überlegt was nimmst du mit und wo verstaust du es. Als erstes habe ich meine 2l Wasserflasche unter meinen Saddleback geklebt. Denn eins war sicher, Wasser würde ich auf jeden Fall brauchen und zwar viel. Eine Dose Makrelen, eine Banane, drei Riegel waren die feste Nahrung. 10 euro im Portemonai der Notgroschen, das Mobil und von meiner Jeantexjacke nur das äußere Westenteil als Notregenschutz falls die Temperaturen deutlich runter gehen würden.

Entgegen meinen ursprünglichen Plänen habe ich die Streckenführung geändert. Ich bin icht über K und dann über U nach W gefahren, sondern über ein kleines Dorf. Das hatte den zwei Vorteile. Erstens war der Weg kürzer und da ich ja nun doch nicht so genau wusste wie das Wetter wird und zweitens, daß der Weg von K nach U nicht unbedingt für eine schnelle Tour so super ist. Die Straßen sind zwar gut ausgebaut vom Asphalt her, aber gerade ein Teilstück winkliger Landstraße wo man mit dem Bike locker 30km/h und mehr erreicht, ist recht schmal. Entsprechend wird dort natürlich auch von den anderen Verkehrsteilnehmern geheizt. Außerdem landet man über diesen Weg dirket in U wo man dann erstam durchs Zentrum muß, von Ampel zu Ampel, zu Ampel…

Ich denke Ihr versteht schon. 

Aus dem Dorf raus gibt es die erste wirkliche Prüfung. Gute 1.000m Bergauf mit satter Steigung. Nach knapp 20km und 45min. Fahrzeit auch der erste Zeitpunkt mal eine kleine Trinkpause einzulegen. Dann geht´s aber links ab dirket auf die B1. Von dort aus immer lange, lange, lange geradeaus. Verfahren ausgeschlossen.

Das ist dann auch der Punkt zu verraten warum ich das eigentlich mache. Nun, vom Job her hatte ich vor kurzem das „Vergnügen“ bei herlichstem Wetter genau diese Strecke zu fahren. Schön Fenster auf und rollen lassen, dabei immer ein Blick in die Landschaft, mit ihren wechselnden Farbespielen. Die Strecke ist sehr gut ausgebaut, hat fast immer eine breiten Randstreifen, geht nur geradeaus mit sagen wir mal leichten Steigungen aber eben auch leichten Senkungen. Eine musterstrecke zum biken wenn´s auf Kilometer gehen soll.

Und so bin ich dann los. Die Hinfahrt war ein leichtes. Stellenweise ganze Abschnitte mit deutlich über 30km/h abgespult. Hin und wieder auch 40km/h ohne Probleme. Im ortseingang von W habe ich dann die erste Pause gemacht. Ich muß sagen, ich glaube der Sattel ist doch nicht so das Ding für große Touren oder es lag an der nicht vorhanden Bikehose. Es könnte aber auch ganz einfach sein, daß ich die letzten Tage wenig mit dem Rad unterwegs war und mein Sitzfleisch entsprechend etwas verweichlicht. Angst um die männliche Zeugungsfähigkeit ? Keine Spur.

Die kleine Pause half, dann ging´s weiter. Die passage an W vorbei ist etwas nervig. Es gibt von der Seite der B1 auß drei Ortszufahrten die jeweils beampelt sind. Natürlich war es so, daß wenn ich komme die Ampel auf rot springt. Aber nach der letzten Ortseinfahrt war auch der Spuk vorbei. Die Dörfchen waren schnell geschafft und eh ich mich versah war ich am Ziel. Wie gesagt nach gute 1:38:00 und 45 kilometer. Das kam mir schon etwas komisch-optimistisch vor – so schnell ??? Hatte ich doch soviel Rückenwind ? Die Steigungen mit den Senkungen alleine können es nicht gewesen sein ? Letztendlich hatte ich doch gute 5 Stunden für die Tour grob geplant.

Naja erstmal angekommen ab ins Zentrum, ein wenig umgeschaut und dann ein Päuschen am örtlichen Kirchplatz gemacht. Das Zenrum von S ist Altstadt und urchaus sehenswert. Ich kannte es vom Job her schon ein wenig. Gefuttert getrunken, noch ein bisschen geschaut und dann Langeweile. also wieder zurück.

Schon in der Ortsausfahrt erahnte ich böses. Der Wind blies, wenn auch warm, dirket von vorne. Und an ein Tempo jenseits der 20/ 22km/h zu denken schien unwahrscheinlich. Naja, sicher würde der Wind doch wenigstens etwas nachlassen oder doch drehen und die langen Steigungen mit den Senkungen würden mir auch zu Tempo verhelfen.

Ich mach es kurz und schmerzlos: die Rückfahrt war nicht so prickelnd. Der Wind drehte nicht, er lies nicht nach und auch an den Steigungen mit den folgenden Senkungen war es kaum schneller als 27km/h. Warum auch ? Wehmütige Gedanken an die Hinfahrt verkniff ich mir. Und ! zu guter letzt, es zog sich zu. Wolken kamen auf.

Bei Kilometer 60 war wieder ein Trinkstop angesagt. Der Schweiß rinn mir nur so über die Stirn. Wenigstens brauchte ich keine Sonnenbrile mehr. Also weg mit dem Ding. Nebenbei versuchte ich zu eroieren welche weiteren Zwischenstops ich machen könnte um Essbares in form von schnell zur Verfügung stehenden Kalorien zu bekommen. Beim denken hab ich mir schnell den ersten Riegel eingeschoben. Dann weiter, es wird schon, auch wenn ma(n)n die Beine schon so ein bischen merkt.

Die Erleuchtung kam, als ich an den Backshop dachte der nun auf der anderen Seite vom Ortseingang W liegt. Frisches Brot aus dem holzbefeuerten Ofen, dafür war der Backshop bekannt. Bei etwa Kilometer 78 war es dann soweit. Ich bog nun rechts von der B1 ab und roch schon das leckere Brot. Der Backshop stellte sich als Café, Brot u- Kuchenverkauf heraus, außerdem gab es noch frischen geräucherten Fisch. Ein einfaches trockenes Vollkornbrötchen aber… – nein sowas gab es nicht. Ich nutze die Zeit um nochmal ein Päuschen einzulegen, schob mir noch einen Riegel rein, trank Wasser, welches nun auch pünklich begann von oben sich zu ergießen. Regen – bingo ! Ich konnte also nun pausieren und den Schauer abwarten. Ich denke mal nach gut 10- 15 Minuten war es dann soweit.

Es hörte auf zu Regnen und ich zog weiter. Da waren noch ein paar lange Steigungen, der Gegenwind aber das Dorf schon fast in Sichtweite. Das gute vom Dorf aus ist´s net mehr weit nach Hause und es liegt, wenn man die Fahrtrichtung betrachtet, seitlich vom Wind !

Endgeil, ein zwei Dorfabfahrten war es dann soweit. Den langen 1.000m „Berg“ gebremst mit gut 30km/h + runter. Schließlich war die Straße noch nass und unten lagen ein zwei Kurven die ich dann doch nicht mit 35km/h oder mehr nehmen wollte. Also schön gepflegt durch Dorf, dann noch ein wenig Landstraße, eine kurze Pipipause und alles bei Seitenwind. Herrlich. Das Tempo lag nun auch wieder konstant bei über 23km/h, stellenweise 30km/h.

Die letzte kurze Trinkpause habe ich an einem ortsbekannten Harley Davidson und BUELL Händler. Ich bin da schon so oft vorbei gefahren, hatte aber nie Zeit mal einen Blick zu machen. Motoräder sind ja auch nicht so mein Ding, aber so Bikes wie BUELL oder Ducatti, da schaut man schon mal gerne.

Der Rest der Tour verging wie im Flug. Die paar Kilometer. Zu Hause angekommen waren die Beine schon etwas mehr zu spühren, auch die Schultern, Arme und Hände von der ständigen gleichen Haltung. Dennoch, zuhause angekommen…

geht es hier gleich <klick> weiter.

2 Antworten to “B1 einmal hin u. einmal zurück”

  1. skriptum Says:

    Oh, Himmel! Nach den ersten fünf Prozent der Strecke hätte ich spätestens schlapp gemacht. Alle Achtung; DAS war ja ein Ritt! ;o)

  2. gokui Says:

    das glaube ich nicht ! die ersten fünf prozent waren noch sehr schön. kein eggenwind, flaches land, radwege oder breite randstreifen und dann ein nettes kleines dörfchen.
    bei prozent sechs, der ersten langen steigung bis zur bundesstraße rauf, da würde ich sagen, da könnte so mancher abkacken – oder eben absteigen.

    im grunde genommen gibt es nichst schöneres als radfahren – nach dem gehen/ spazieren gehen/ laufen. das fahrrad ist eines der effizentesten beförderungsmittel überhaupt.
    vorausgesetzt, man oder frau muß es erst nicht umständlich aus dem kellergewölbe loseisen, reifen aufpumpen etc..

    es gibt heute sehr gute leichet alu- fahrräder, mit unplattbaren reifen, auch wenn die hin und wieder mal platt machen, aber eben nicht alle nase lang. dann sind da gangschaltungen dran, die selbst die größte steigung wie eine abfahrt erscheinen lassen.
    und wenn man heute so ein rad regelmäßig nutzt, tut man was für die gesundheit, physicsch und menthal, für sein portemonaie, für die umwelt, für den straßenverkehr… .

    ja es ist ein versuch dich nach deiner attacke zu bekehren.

    auf auf ! du musst ja keine 90 km am tag fahren. alles was an kurzstrecke bis 5km für den anfang, später auch 8 oder 10km zu fahren ist, hat man fast immer nur vorteile, gerade in der stadt. parkplatzsuche ? kenn ich nicht. gut der große einkauf wird entweder gesplittet, oder dann mal mit dem auto gemacht.

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