8.401km/ 19.03.2010/ haifischzähne

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ja ich muß sagen, ich habe total gepennt.

nach mehr als 8.000km die kette wechseln und die hintere kasette – das war einfach mal nötig. die gänge fluppten nicht mehr so wie sie sollten, hie un do harkte es schon mal. aber was hätte ich vor dem winter oder gar mittendrin – und das bei dem nun endlich beendet winter ! – alles noch machen sollen ?

wär auch irgendwie blöd gewesen. teuer geld und dann feuchtigkeit, schnee, matsch, schneematsch und salz wären für eine neue bestückung auch nicht gut gewesen. aber genauso blöd war es, nicht dran zu denken, daß auch die vorderen kettenblätter dann fettich sein könnten !
aber irgendwie habe ich schon dran gedacht nur… ich habe es irgendwie verpennt. die letzten tage waren lang un dso dachte ich zunächst nur an eine erneuerung der kasette nebst kette. es war mir schon klar das gerade das mittlere lieblingskettenblatt runter muß, aber gleich alles in einem schwung ? außerdem bestelle ich dann ja gleich drei neue, eins weil´s ferttich iss – die zahnugen sehen aus wie haifischzähne und die kette rutscht nur so durch – wenn man richtig auf drehmoment macht – und das kleinste und das größte kettenblatt, weil mir da persönlich die übersetztungen nicht passen.
jedenfalls habe ich mich seid meinen ersten gedankenzügen dazu zu einer 28 – 36/38 – 42 übersetzung durchgerungen. bestellt habe ich mehr oder weniger notgedrungen erstmal die 28 – 36 -42 kombi und werd dann mal schauen wie´s passt. wenn ich dann noch not verspühre werd ich das 38 kettenblatt nachordern.

nun mal etwas zur tour.

es begann nicht alles unter den besten vorzeichen. es war windig und tropfte teilweise recht gut. so mußte ich dann eine kurze regenhose, und jacke samt abtrennbaren ärmel mit einpacken. so hatte ich mir das nicht vorgestellt. gestern schien die sonne bei munteren 18c°.

ich bin zunächst mal wie gewohnt den weg zum job gefahren. kurz vorher, also bevor ich an der fa. vorbeigefahre wär, konnte ich es mir aber nicht klemmen, mal einen kleinen schwenker zu machen und rechts quasi vor den gleisen entlang zu fahren. ich wollte schon immer mal wissen, wo´s da lang geht. ( jetzt fällt mir gerade so spontan noch ein weg ein den ich checken wollte – mist vergessen ! ) der radweg endet dann am bahnhof des netten städtchens. da war dann eine unterführung wie für radfahrer gebaut, aber ganz klar als „nur für fußgänger“ ausgeschildert. da fragt man sich doch… .
naja jedenfalls bin ich dann von dort aus an einer leckeren pommesschmiede vorbei wieder auf die hauptstraße und die dann einfach so entlang. das hat den vorteil, man kann sich quasi net verfahren, es ging ganz leicht bergab, gerade sehr schätzenswert auf der ersten zielanvisierung weil kontinuierlicher gegenwind. diese lange straße endet irgendwann auf einer anderen großen hauptachse der man dann wieder rechts abbiegend folgt.

man taucht sozusagen langsam aber sicher in das großstadtleben ein, mit all seinen vorteilen und nachteilen. zu den nachteilen gehört dann der zunehmende automobilverkehr und die straßenbahn mit ihren netten gleisen. die vorteile sind, die straßen sind zumindest teilweise recht breit und im gutem zustand, es gibt abschnittweise sogar ordentliche radwege, jene welche die sich von den fußgängerwegen deutlich abheben und auch nicht plötzlich im nirgendwo enden. ich würde sagen, man kann damit leben, auch wenn´s net optimal ist.

die erste zielanvisierung liegt dann auch gleich auf dieser hauptachse, praktisch auf halben weg vom ortseingang zur ortsmitte. nach etwa 20km strecke und gut 1 stunde fahrzeit bin ich dann dort angekommen. angesichts des ganzen gegenwindes und der plakerei ein guter schnitt. das freshup ging schnell von recht schnell, etwas warten und schauen was es so schönes dort im laden gibt.

die weiterfahrt jedenfalls war dann erstmal von einer kleinen überraschung, ganz oben schon erwähnt, gezeichnet: kettenblatt fettich.
egal; ich bin dann halt auf dem großen kettenblatt, was ja von daher kein problem war, da ich nun maximal seitenwind zumeist aber rückenwind haben würde, und dem kleinsten weiter gefahren. die strecke führt zunächst kurz stadteinwärts, dann scharf rechts. dort bis zum ende, links und wieder in richtung des neuen fa. sitzes. kurz davor wiederum ging es rechts ab in einen kleinen waldweg rein, der sich als radweg entpuppte. dieser führt dann an eine halde ran. die habe ich mir aber erstmal geklemmt, aufgrund meiner eingeschränkten schaltkomponenten. aber ich habe ein paar gute waldwege, buschwerk und vermeintliche routen erspäht. 😉 wie praktisch, daß diese halde genau auf der rückseite der fa. liegt, feierabend, tür auf und spaß haben.

fakt: es muß ein MTB her mit richtig federweg.

leider leider musste ich an dieser stelle so lamgsam vermerken, daß meine radunterhose nicht so richtig sitzten wollte. es ging noch – ich also weiter. diesem weg bin ich dann weiter gefolgt. er geht in einen langen radweg über den ich schnurrstraxs mit 30km/h durchflogen habe. dieser endet wiederum, genau an der stelle wo es zum hafen geht. dort waren die brücken- bahnarbeiten soweit fortgeschritten, daß man wieder am ufer entlang kanal aufwärts fahren konnte. am strandbad habe ich mir noch eine kleinen trink & snackpause ( apfel ) gegönnt, etwas wasser gelassen und munter weiter. es ging also mit hohem tempo soweit, bis ich leider rechts ab musste. der weg am kanal war versperrt. ich also rechts gefolgt zur nächsten straße, von dort wieder links über eine bahnschrankenanlage.

meine jetztige zielanvisierung war die halde treffen, welche an der linken seite auftauchen würde. dem weg folgend, bemerkte ich, daß ich diese strecke kenne. halt nur von der anderen seite und im zusammenhang mit meinem job. dann war es soweit, die halde großes holz lag tatsächlich links von mir und ein kleiner weg führt direkt dort hin. bis dahin hatte ich wieder in gut einer stunde 20km zurückgelegt. ein passabler schnitt finde ich. sie, also die halde glänzt durch 148m höhe über NN. vor dem erklimmen habe ich aber die kleidung gelichtet. die sonne schien und es war schön muckelig warm. noch ein trunk aus der pulle, noch einen kleinen snack in form eines riegels und dann los.
so leicht wie ich es mir aber vorstellte ging´s dann doch nicht. genau der erste anstieg war dertig steil, wenn auch asphaltiert, das es mich in die knie gezwungen hatte – oder besser gesagt von den pedalen. es lag einfach an der falschen wegwahl. ich hatte vorher die schautafel studiert und konnte nicht genau eruieren, welcher der beiden wege mehr links lagen. egal ein paar meterchen geschoben und oben wieder aufgesessen. ich bin dann noch etwas um die hald rumgefahren, bevor ich den nächsten aufstieg in angriff nahm. ich wollte einfach nur mal schauen wo´s da so lang geht.
rechts und links enddeckte ich aber querfeldeinspuren. da waren doch nicht etwa…, jaja es waren mit sicherheit ein paar radler der fullsuspension division dort unterwegs gewesen. oder sagen wir besser, von oben – berg ab.
ein bischen neid machte sich bei mir breit.
ich bin dann aber tapfer hoch, so mit knapp 10km/h und immer wieder geschaut wo die fährten so hingingen. ob angekommen, wo der sitzt eines hobbyfunkervereins war mit hütte und grillkamin draußen schaute ich noch etwas in die landschaft, dann ging´s wieder bergab. ich hatte schon im hinterkopf wo es weiter lang gehen müsste. entlang des betriebsgeländes müsste es wieder richtung kanal gehen. pustekuchen. ich muß mal schauen wo ich da so rumgeirrt bin. ich kam überall hin, nur nicht dort wo ich hin wollte. diesem umstand habe ich auch zu verdanken, daß ich in dieser stunde nur knapp 10km gemacht habe.

am beversee angekommen verspührte ich noch den drang nicht dirket am kanal entlang zu fahren. sondern hinter der marina weg runter zum see und dann von dort aus dann in richtung einer winterausweichstrecke zu radeln. gesagt getan, einfach nur abspulen. als ich auf die winterausgleichstrecke stieß hielt ich mich wieder links richtung kanal, habe noch einen abstecher in´s gelände/ auf eine kleinere haldenfläche gemacht. von dort, weiter mit der nun deutlich zwickenden buxe, richtung heimat.

65,77km in 3:33:56min.

ich muß sagen, rien konditionell hätte ich zwar noch mal ein päuschen gemacht, eventuell sogar ein längeres, vor allen dingen noch mal nährstoffe nachgeschoben – eine banane hatte ich ja noch – und bestimmt noch ein stündchen dranhängen können, eventuell auch zwei, was ich ja auch so vorhatte. aber diese buxe…

-schnitt

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Eine Antwort to “8.401km/ 19.03.2010/ haifischzähne”

  1. eine geschichte « tausendkilometer Says:

    […] der werkstatt. kurz teile anbauen, kasse machen, noch ein smalltalk, dann die überraschung mit den haifischzähnen, gleich noch neue kettenblätter bestellt und dann tour machen, ach ja und fünf euro für die […]

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