in der lange Zeit des…

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…Radfahrens zum Job, war es gestern das erste mal, daß ich tatsächlich eine Fahrt abbrechen und umkehren musste.

Also: ich musste wie immer das zweite mal Abends zum Job hinfahren. Ich mich nach einem heißen Tag und schon zwei Fahrten hinter mir, mich wieder auf´s Rad geschwungen und losgeradelt. Das ich nass werden würde wär mir eigentlich schon fast klar, denn der Himmel war in Richtung Osten schon gut dunkel. Es störte mich aber nicht besonders, da bei mehr als 20c° Radfahren in regennassen Klamotten kein Problem iss. Gut man iss nass bis auf den schlüppi.
Aber angekommen, wäscht man sich, frottiert sich trocken und legt eine Spur Deo auf – und gut iss. Die Klamotten hängt ma(n)n auf und werden mit Sicherheit schnell trocken.

Also ich fuhr los der Himmel schon gut grau bis tiefdunkel. Nach etwa 8 min. Fahrzeit nahm ich sowas wie eine Blitz am rechten äußeren Horizont wahr. Weiter tat sich aber nix.
Ich also weiter in der Hoffnung wird nur eine Lichttäuschung gewesen sein, oder eben nur ein Blitz und mehr kommt nicht. Nach 15 min. wurde es immer dunkler und der Wind nahm spührbar zu. Das ich nass werden würde war mehr als sicher und das es auch eher eintreffen würde als gedacht.
Beim vorletzten einbiegen auf einen Radweg, begann ich mir dann doch Sorgen zu machen. Der Himmel begann sich in´s Schwarze zuzuziehen und es blitze wieder, diesmal sogar mit Donner, wenn auch noch weit weg. Was dann kam, hatte ich so aber noch nie gesehen.
Der letzte Linkschwenker vor dem Umdrehen offenbarte mir einen Blick auf einen geraden Anstieg zu einer Brücke. Über der Brücke blitze es heftigst und es wehte mir eine Böe entgegen, daß ich schon fast Mühe hatte den leichten Anstieg zu erklimmen. Doch der Wind bließ nun auch noch seitlich loses Erdreich von den abgemähten Feldern ringsrum über die Fahrbahn, daß ich dachte ich sei in einem Wüstensturm.
Umkehren !
Und das schnellst möglich, denn das was DA kommt war definitiv überhaupt nicht gut und so noch nie dagewesen in meiner Karriere als Radfahrer zum Job.

Der Rückenwind – auch was Rückensturm – transportierte mich mit über 40km/h auf dem Rad nach hause. Ich schaffte es noch rechtszeitig, vom Regen nicht getroffen etwas schweißnass in das rettenden Heim.

Ich fahre nun seid 2006 regelmäßig mit dem Rad zum Job. Aber so eine Wetterkapriole habe ich noch nie erlebt. Ich hatte alles. Ich bin bei Kyrill mit dem Rad nach Hause, gut notgedrungen, musste dabei quasie die Straßenmitte anpeilen um nicht seitlich im Graben zu landen. Ich hatte Eisregen und Eisschichten auf der Straße von mehr als 5cm Stärke. Bei minus 18c° bin ich mit dem Rad zum Job und auch wieder zurück. Erst letzten Samstag habe ich die Karmariders Tour bei über 40c° mitgerollt – aber sowas hatte ich noch nie.

Es war eben das erste mal.

Gut ich werde älter *grins*, aber bei Gewitter hört der Spaß auf. Hoffe mal nur, daß es nicht noch öfters vorkommt.

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2 Antworten to “in der lange Zeit des…”

  1. skriptum Says:

    Oh ne, oh ne! Da wäre ich dermaßen in Panik geraten (wegen des Gewitters), dass ich vielleicht sogar bewegungsunfähig einfach stehen geblieben wäre.

    Gut, dass Du es unverletzt überstanden hast, lieber gokui! Ich bin froh!

  2. gokui Says:

    danke für deine wünsche, aber ich schätze auch bei dir hätte eine fluchtreaktion eingesetzt. zumindest aber eine duck weg reaktion ( unterstellen bei der brücke ).

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