24.703km/ 20.12.2012

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Bikealltag Stahl Renner: am Montag war es ja noch wieder recht warm und so brennte es in mir – ich konnte nicht anders, als mit dem Stahl Renner zum Job zu fahren. Es war herrlich, einfach nur gehen lassen. Doch nach dem Umziehen schaute ich nochmal auf´s Rad und sah zu meiner Verwunderung eine kleinere Blase von Irgendwas am Hinteren Laufrad. Es sah so aus, als ob ein Teil des Schlauches sich seinen Weg nach Außen gebannt hatte.

Kurz „vor Schicht“, am Dienstag, hatte ich dann Gewissheit. Nicht nur daß das Hinterrad platt war, sondern, nach dem Schlauchwechsel, sich auch der frische Schlauch bei nur mäßigem Druck an der gleichen Stelle verselbstständigte. Ich packte also den Stahl Renner in´s Auto, schaffte es nach Hause und lud dort das Volotec ein. Für viel mehr war auch keine Zeit.

Ganz offensichtlich ist der Continental SuperSport Plus  nach einer Lauflseitung von „nur“ 3.177km nicht mehr in der Lage seiner angedachten Aufgabe nachzukommen. Im schon fotografisch festgehalten Bereich, der abgenutzten Lauffläche, sind auch die Flanken weich.

Ganz blöd ist jetzt natürlich nur, versuch mal den Reifen jetzt irgendwo her zu bekommen. Bei Amazon haben sie die Reifen in Faltversion zwar im Set vorrätig, aber nur in Kombination mit 2stk. Schläuchen und drei Reifenhebern, also im Set. Klar ist dann natürlich, daß auch der Preis, trotzt guter Angebots-Warenkombination,  höher ist, als einfach nur 2stk. Continental SuperSport Plus. Denn mal ganz ehrlich, passende Rennradschläuche habe ich genug und Reifenheber brauch ich auch keine mehr, zumindest keine von Continental. Denn die sind nicht so der Burner.

Weder Bike24.de, BMO noch Amazon haben zwei Stück „Schlappen“ in Faltversion für mich parat. Wobei mich BMO am meisten reizen würde, denn dort wär´s meine erste Bestellung und sie haben auch noch Kettenblattschrauben und eine gedichtete Singlespeedkassette, die ich dann gleich mitordern könnte.
Nun gut, ist auch nicht ganz die Session für Rennradreifen.

Gut genug „Rumgejammer“ aus der Sparte, wird sich auch noch lösen das „Problem“.

Bikealltag Volotec: so nachdem der obrige Part erstmal offizielle abgearbeitet ist – das Volotec wurde dann auch wieder sinnvoll eingesetzt. Das gute an der ganzen Sache, das Wetter und vor allen Dingen die Temperaturen schlugen wieder gehörig gegen 0c°, was den Einsatz eines spikebereiften Bikes durchaus als sinnvoll erscheinen lässt. Während meine Holde gestern im Auto zum Job geeiert ist, bin ich ganz entspannt dahergeradelt.

Im grunde genommen bin ich jeden Tag nach Feierabend noch etwas extra gefahren, was sich auch in der Trainingsverwaltung wiederspiegelt.

Am Mittwoch mal wieder die Seseke soweit entlang gefahren wie nur ging. Das „wie nur ging“ kann man dabei wörtlich nehmen, denn in einem Bauabschnitt war dann mit fahren nix mehr.
Die dortige Senke, hauptsächlich bestehend aus Lehmboden bwz. losem Erdreich, waren derat aufgeweicht, das ein Fahren nicht mehr zu denken war. Die Laufräder, ach was, der ganze Rahmen war in windeseile voll mit lehmhaltigen Erdreich. Die Räder blockierten total, das ohnehin schon beachtliche Nettogewicht des Rades verdoppelte sich gefühlt. Ich mußte also absteigen und den Bock über das Erdreich schieben. Stellenweise ging auch das nicht mehr, also hatte ich so gut es ging den Rotz runter gemacht und das Bike geschultert. Aber selbst meine Füße verschwanden teilweise knöcheltief im Lehm, die Garmaschen klappten an den Zehen vom Lehm hoch und auch eine gewisse Sogwirkung – nein ich gebe den Schuh nicht mehr her – seitens des Untergrunds, war mehr als deutlich spührbar.

Nun steht dieser arme Irre mitten in dem Lehmmatschloch mit dem geschulterten Bike und versucht vorwärts zu kommen. Dieses Vorwärtskommen geht ja soweit ganz gut, solange es leicht abschüssig oder eben ist. Doch aus der Senke raus, war dann definitiv Schluss mit Lustig. Die Aufgabe eine etwa 50 Grad Steigung auf wegrutschendem Lehmboden nebst Bike zurückzulegen, war echt der Hammer. Höhenunterschied geschätzte 3m – sehr harte Meter. Denn immer wieder musste ich einen Fuß nach dem anderen im Lehm solange wegrutschen lassen, bis einigermaßen fester Grund dadrunter war. Das Bike hatte ich inzwischen quer vor mich gestellt, um es so als einen Art Anker zu benutzten. Bis zur sicheren Oberkante vergingen bestimmt 10 Minuten.

Oben wartete noch etwas lcokerer Abraum auf mich, was dann aber nur noch Makulatur war. Ich sah zu, daß ich soviel wie möglich des Lehmerdreichs vom Bike runter bekam, damit dieses nicht noch mit dem losen Abraum potentielle Schäden verursachen würde, inbesonderes am Schaltwerk. Denn da hatte ich die Woche erst das Schaltauge gewechselt.

Als ich wieder festen Boden unter dem Füßen hatte, sah ich aus wie Sau, an Radfahren war erst wieder zu denken, als ich auch mein Schuhwerk soweit bereiningt hatte, denn die Pampe klebte überall. Die Klickies konnte ich fortan vergessen, die waren dicht bis dorthinaus und der Rest klebte trotz Grobreinigung unterm den Schuhen.

Und so fuhr ich ohne Klickverbindung nach Hause, was zwar machbar ist, aber ansich, wenn man erstmal Klieckpedale gewöhnt ist, nicht so „lecker“ ist. Egal, zu Hause angekommen war erstmal Schlauchreinigung und Nachölen soweit es ging angesagt.

Am letzten Arbeitstag bin ich dann wieder ganz normal meine Rennbahn zum Job hin, habe dann Mittags inrgendwann, noch das letzte Steinchen aus dem rechten Klickpedal geholt und nach Feierabend bin ich dann mal los.

Crazy Fahrten: man muß sich das mal vorstellen, es ist ansich Winter, gut auch wenn das Thermometer hier nur maximal 5c° zeigte, doch bei Dunkelheit wohl eher so an die 2c° anlagen. Dazu noch der recht frische Süd-Ost-Ost Wind, der dann für mich weite Teile, 20-25km der Rückrunde prall von vorne kam. Natürlich auch genau dann, wenn das Land offen ist, also kein Windschutz weit und breit und man schon gut über 45km bei der Rückfahrt runter hat.

Gedanklich habe ich die Sache so angegangen. Erstmal bis vor der Haustür vorbei dann mindestens bis zum Stadtzentrum. Von dort bis zum nächsten Wendepunkt der Schleuse, was auch nochmal ganz gut ging. Naseputzen und der große Schluck aus der Pulle hatten nochmal Schub gegeben. Mit den Füßen war es aber so, daß sie nichtmehr so richtig warm waren.

– Kleiner Einschub hier: kalte Füße ist ja ansich seltsam, denn in all den Jahren davor waren es eher die Hände die kalt waren. Die erfreuten sich aber in diesem Jahr recht guter Temperatur, nur die Füße wollen nicht so.

Egal also weiter, zum letzten und auch Tageszielwendepunkt der Autobahnbrücke. Der Wind drückte von vorne, meine Füße und auch die Beine wurden langsam doch schon recht kühl. Weiter, weiter, bis zur nächsten Brücke, dann ist´s nicht mehr weit. Irgendwann konnte ich das neue Kraftwerk schon sehen, was wieder Schub brachte, schneller in kleinem Gang kurbeln immer weiter. Irgendwann stand ich dann unter dieser verdammten Brücke, putzte mir nochmal die Nase und nahm wieder einen kräftigen Schluck aus der Pulle.

Der Rest der Rückfahrt war schon fast ein Genuss. Rückenwind der endlich mal wieder Fahrt und höhere Gänge erlaubte. Die letzten groben 8km legte ich auf zivilisierten Wegen zurück. Dann das Bike ab in den Schuppen, die Klamotten ausgezogen und in die Maschiene gesteckt und ab unter die heiße Dusche.

Das tat dann mal wieder richtig gut. Eine leckere Nudelpfanne, mit Tomate, Käse, Sahne und Basilikum füllten meine Speicher für´s erste wieder auf. Als Nachtisch reichte ich mir noch zwei Stückchen Kalte Schnauze.

Ich kann nicht leugnen, das es streckenweise verdammt kacke war, aber irgendwie dann doch nicht. Letztendlich habe ich es geschafft. Die Trägheit nach dem Futtern und dieses merkwürde leicht überanstrengete Gefühl in den Beinen, vor allen Dingen später auf dem Sofa, verschwanden dann aber mit einer ordentlichen Portion Schlaf.

Hier die Tagesleistung im ganzen ( wenn man nur Wert auf die Rückrunde legt, möge man ca. 1h Fahrzeit und 20 Kilometer abziehen) :

Heute morgen dann ganz entspannt erstmal eine Pfanne Rührei und eine Tomate gefrühstückt, etwas im I-Net gelesen und zum Abschluss etwas Menthaltraining gemacht. Dann hat mir der Weihnachtsmann, ich also, noch ein paar neue Laufschuhe verpasst.

Heute ist mein erster Urlaustag und ich denke, auch wenn ich nicht mehr viel Biken werden, eher Laufen, verständlicherweise, die Kilometerleistung aus 2011 mit 8.334km könnte ich aufgrund der aktuellen 8.295 Kilometer toppen.

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