Radwegproblematik/ Gefährliche Radwege

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…und sonst ?/ Newsletter/ „Vor Ort“/ Radwegbenutzungspflicht/ Zustände Radwege: ich gebe mal jenen Artikel, wieder aus der Samstagszeitung, die ich ja eh nur Samstags lese, wobei klar sein dürfte, das es anders auch nicht möglich ist, also mit Samstagszeitung zB. Montags lesen, nein ich lese unter der Woche keine Zeitung, also nur Samstags, so jetzt aber genug davon…, vor:

Gefährliche Radwege/ Druckausgabe Westfälischer Anzeiger Hamm Nr. 92, Samstag 20.04.2013

Hammer Verkehrspolitiker diskutierten über sichere und klimafreundliche Mobilität

Rund 35 Interessierte nutzten Mittwochabend im technischen Rathaus die Chance, mit Vertretern der fünf Ratsfraktionen über ihre Vorstellungen über einen zukünftige Verkehrspolitik in Hamm zu diskutierten. Das Forum für Umwelt und gerechte Entwickelung ( Fuge ) hatte eingeladen, um für einen klimafreundliche Mobilität in Hamm zu werben. Besonders das Thema Radwege löste bei vielen Zuhören viele Emotionen aus.

Carsten Gniot (Stadtplanungsamt) stellte zu Beginn der Veranstaltung die Ziele der Stadt zur Senkung der Kohlendioxidemmissionen vor, die von allen Ratsfraktionen beschlossen worden. Wie dies erreicht werden kann, ist unter den Parteien aber umstritten, wie bei der Diskussion deutlich wurde.

Moderiert von Rainer Wilkers blieben die Ratsherren bei Thema Reduzierung des Autoverkehrs noch unter sich. Während Dennis Kocker (SPD) die Meinung vertrat, die Stärkung der Stadtbezirke würde automatisch den Autoverkehr in der Stadt reduzieren, widersprach ihm Jörg Holsträter (CDU). Das Einkaufen in großen Zentren sei nun mal ein Trend. Zudem würden rund 60 Prozent aller Fahrten für alltägliche Besorgungen genutzt. Bei diesen Fahrten gäbe es nur wenig zu reduzieren. Für Reinhard Merschhaus (Grüne) hat das Radfahren in Hamm eine zu geringe Wertigkeit, was er am Beispiel der nicht geräumten Radwege im Winter festmachte. Für Ingo Müller (FDP) ließe sich dieses Problem nur durch die unpopuläre Erhöhung der Gebühren lösen.

Wie wichtig die Radwege den Menschen in Hamm sind, wurde bei zahlreichen Anhörungen der Zuhörer deutlich. Besonders emotional wurde es bei der Sicherheitsfrage. Immer wieder wurden gefährliche Situationen auf zu engen Radwegen oder Fahrbahnen mit Autoverkehr geschildert. Dr. Karl Faulenbach (Fuge) forderte bei der Wegführung, den Radverkehr gegenüber dem Autoverkehr zu bevorzugen. Eine Mobilität für alle, forderte Roland Koslowski (Die Linke). Nicht jeder könne auf das Rad umsteigen. Er plädierte für die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs.“

So und nun mein Kommentar dazu. Ist ja alles super schön, daß man sich über derartige Dinge auch mal einen Kopf macht. Schöner wäre es gewesen, die Zugängigkeit zu so einer „Veranstaltung“ vorher einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu geben um zumindest zuhören zu können. Nur zuhören halte ich schon für ausreichend, denn Erfahrungsgemäß würde eine Diskussion in der breite eher in einem Tumult enden, mal abgesehen von der Qualität.
Ebenfalls recht gut kann man die politischen Positionen der einzelnen Parteienmitgliedern erkennen. Und genau da mache ich dann auch meine „Einwendung“ fest. Meine Lieben Herren und irgendwann ja auch mal Damen, es geht nicht um die Vertretung irgendwelcher parteipolitischen Richtungen mit deren Gewichtungen, sondern es geht in erster Linie um Umweltschutz. Damit einher geht eine Steigerung der Lebensqualität im kurzfristigen aber auch im langfristigen Zeitrahmen. Über eine Sinnhaftigkeit zu diskutieren macht eben keinen Sinn, denn auch wenn andere Städte und Gemeinden da nicht mitmachen, sollte man erstmal bei sich vor der Tür kehr aus machen.
Der proklamatische Titel, wie immer man auch darauf gekommen ist, kommt für mich jedenfalls in dem zitierten Zeitungsartikel kaum zur Geltung. Kurz um ich muß sagen, ich glaube nur sehr bedingt, daß sich einer der Teilnehmer mal wirklich versucht hat objektiv mit der Radwegssythematik- u. Problematik auseinander zu setzten.
Wobei man aber auch entlastend sagen darf, aufgrund der Vielzahl an Regelungen und Gesetzeslagen es selbst bei Neueinrichtungen von Radwegverkehrsführungen immer wieder noch zu fatalen/ echt haarigen Fehlentscheidungen kommt. Ganz zu schweigen von dem „ganzen alten Kram“.

Ich frage mich also nun, was will man wirklich und was ist man dafür bereit zu „zahlen“ ? Meine gedankliche Vorgabe ist jene, daß wenn ich eine Verbesserung der Lebensqualität in Bezug auf eine geringere Umweltbelastung haben will, ich umdenken muß. dabe ist mir klar, daß das zunächst „gefühlte“ Einbußen mit sich bringt und ich zumeist alleine dastehe. Langfristig aber stehe ich auf der „Gewinnerseite“.
Wenn jetzt also die Stadt Hamm als Gesamtfraktion parteiübergreifend eine klimafreundliche Mobilität mit der erweiterten Senkung der Kohlendioxidemmissionen „mitspielen“ will, dann kann das nur ein Pro für Öffentliche Verkehrsmittel und den Radverkehr sein, und nicht etwa einem Trend folgend. * Das dafür zum Teil radikale Einschnitte und Umdenkweisen notwendig sind, auch mit dem Betrachtungspunkt der Verkehrssicherheit aller Teilnehmer.

Was ich von der Sache mit der Sicherheit von Radwegen halte, kann ja nun jeder hier unter der Rubrik Radwegbenutzngspflicht nachlesen. Und da steht bei weitem noch nicht alles drin, was ich schreiben könnte. Denn ich habe da noch was im Hinterkopf, was dann aber mit etwas mehr Arbeit zu tun hätte. Einer faktischen Auflistung von Schwachpunkten aus dem realen Alltag. Wobei ich da noch nicht mal lange suchen müßte.

*Lieber Herr Jörg Holsträter, wenn wir immer nur einem Trend folgen, nehmen wir aktiv keinen Einfluss auf das Geschehen. Das wird auch auf einen Veränderung zum positiven Hin zutreffen, was ja wohl die Grundlage der Diskussion war, jedenfalls so wie ich es verstanden habe.
Anbei möchte ich noch erwähnen, das man gerade eben jenem Trend dem Einkaufen in großen Zentren, nicht zwangsläufig folgen muß. Zumal durch diese Zentren ja auch die Problematik der langen Fahrtwege entstehen wenn sie verstärkt & mehrfach vorhanden sind. Eine Zentralisierung hat auch immer eine Ballung von Problematiken mit sich gebracht. Um hier nur mal das innerstädtische Parkplatzproblem anzuführen. Man sollte also mal wieder den Mut aufbringen, dezentral zu sein, den kleinen und mittelständigen Einzelhandel zu stärken und so auch Menschen, vorrangig alleinstehende Ältere oder Erwerbslosen die Möglichkeit bieten, am Leben noch teilzuhaben und diese nicht auszugrenzen.
Es geht also nicht, um es mal politisch ganz grob zu sagen, um die Stärkung des ohnehin schon sehr kapitalstarken Großhandels und deren Unternehmen, sondern auch um den kleinen Wähler um die Ecke. Ein Miteinander, ein soziales ist gefordert, gerade in Zeiten wo es an Krisen nicht gerade mangelt.

So da kann man mal drüber nachdenke.

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