Winterfahrten Basics III Tips

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Bike Worst Case & Tipps/ Winterfahrten/ Winterfahrten Basics/ Bikeklamotten: so ich habe ja über die Zeit hinweg hier schon zwei Artikel getippt. Der erste Winterfahrten Basics I ist im Grunde genommen nur eine Auflistung meiner Garderobe
Der zweite Winterfahrten II zeigt im wesentlich wie das Zwiebelprinzip funktioniert und ab welchen Temperaturen ich was trage.

Hier möchte ich noch den ein oder anderen Tipp mitgeben.

Kalte Hände & Füße: es ist kalt und meistens hat man ja als erstes kalte Pfoten und Füße. Aus nun vier Jahren Winterfahrten kann ich sagen, es liegt meist nicht nur an den „miesen“ Handschuhen oder den zu dünnen Socken. Denn egal wie dick die sind und wieviel sie gekostet haben, irgendwann wird jeder mal klamme Hände bekommen.

Das ganze drumherum spielt eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Denn die Hände und Füße sind am weitesten vom eigentlich wärmsten Körperzentrum entfernt. Wird es dort kalt, also im Zentrum, wird eben Wärme benötigt. Der Körper reguliert alles andere nach und nach runter. Und das tut er eben genau dort, wo es am wenigsten gebraucht wird.

Kleidet man sich als durchweg ordentlich, dem Einsatz entsprechend, ist die Gefahr eher gering, daß man kalte Füße und Hände bekommt.

Der andere Punkt ist, Hände und Füße werden ja kaum beim Radeln bewegt. Füße mehr, Hände eher ganz wenig. Bringt man also hin und wieder etwas Bewegung in diese Körperpartien, werden sie wieder besser durchblutet und so auch wärmer. Ich schwinge zB. manchmal beim warten an der Ampel meine Arme damit sie wieder durchblutet werden. Sieht zwar blöd aus, etwa wie eine flügelschlagende Ente, hilft aber bestens.

Ein ebenfalls weitere Punkt in der Sache ist, es zieht wo rein ! Ja man höre und staune, Zugluft, am besten noch in Kombination mit Feuchtigkeit, ist in ihrer Wirkung nicht zu unterschätzen. Bei meinen gut 200 Euro teuren Winterschuhen samt den Super Merinowollsocken, auch keine Billigprodukte aus dem Discounter, bekam ich mal kalte Füße.
Nach einigen Fahrten erspähte ich einen Schlitz zwischen Schuhschaft und der Hose beim treten. Der Schlitz ist also nur beim anwinkeln des Beines da, steht man ist alles dicht.

Ich behebe diesen Schwachpunkt ( bei entsprechender Witterung ) durch „Garmaschen“ aus meiner ersten Goretex Regenhose geschnitten. Die war eh in einigen Partien fettich und so habe ich einfach die Beine unten um ca. 20-25 cm abgschnitten und nutze sie eben als Garmaschen.

Und at last von meinen Tips in Sachen Hände & Füße betrifft hauptsächlich die Hände.
Muß man mal die Handschuhe ausziehen oder auch noch nicht anziehen, wie ich zB. um meinen Schuppen noch gescheit aufschließen zu können, klemme ich mir die Handschuhe unter die Achseln.

Dort bleiben sie schön warm oder werden auch wieder aufgewärmt, sollten sie mal im Falle von notwendigen Reparaturen, länger ausgezogen werden müssen.
Was auch gut geht, die Handschuhe in den Hosenbund unter die Jacke stecken. Das geht natürlich auch mit Kleidungstücken wie Mützen oder Gesichtsmasken.

Notwendige Reparaturen: kommen immer dann, wenn man sie gar nicht gebrauchen kann. Fast am Ende einer Tour, der Saft iss schon mächtig alle, da ereilt einen ein echt fieser Plattfuß. Klar ist, das notwedige Werkzeug sollte man dabei haben.

Aber wo reparieren ? Einfach da wo man gerade ist ? Womöglich am Straßenrand, im Regen, wenn es dunkel ist und zieht wie Azte ? Warum soll man sich das antuen.

Wenn alles gut ist, kennt man die Ecke wo man so ist. Wenn nicht sucht man sich ein Plätzchen wo die äußeren miesen Umstände einem so wenig wie möglich anhaben können. Was kann das ein ? Eine einfache Mauer im Windschatten, eine Bushaltestelle, ein Unterstand andere Art, eine offenen Garage oder ein Innenhof.

Alles ist besser als sich auf dem Randstreifen den Ar**h abfahren zu lassen und/ oder Werkzeug zu verlieren.

Zur Not kann man ja auch mal wo anklopfen und fragen. Ich habe zB. mal in einer Garage meinen Reifen geflickt, welcher als Unterstand für Mülleimer diente. Nachdem ich die Situation erklärt hatte, zeigte man durchaus Verständniss. Wichtig & selbstverständlich ist, man hinterlässt alles wieder so wie es war – sauber.

Dunkel und reparieren: ja auch das ist Thema ! Kurz vorher hatte ich es ja schon erwähnt, Dunkelheit macht sich nicht so gut, wenn man eine Panne hat. Hier kommt der Vorteil vom Akkulampen am Bike zum Zuge. Die Lampe abnehmen und damit leuchten.

Noch besser ist, eine zum Teil ja schon günstig zu bekommende LED-Stirnleuchte, die man sich aufsetzten kann. Dann braucht man die Akkuleuchte auch nicht beim werkeln festhalten. Ma(n)n braucht ja doch meist beide Hände.
Ich hatte mir seinerzeit mal eine Mammut/ Lucido T-Peak für kleines Geld geschossen. Auch wenn man sie kaum braucht, wenn man sie braucht, ist sie Gold wert. ( Geholt hatte ich aber eigentlich nur zum Laufen. )

Sicherheit: ich hatte es ja ebenfalls schon oben erwähnt, Sicherheit geht immer vor. Also lieber ein ruhiges Plätzchen suchen und dort schrauben als irgendwelche Stunts auf der vielbefahreren Landstraße.

Licht & Sicht: …kam ja als Argument auch schon zum Zuge. Das eine den Umständen angepasste Lichtanlage montiert und stets einsatzbereit ist, brauche ich kaum erwähnen.
Akkulicht hat da einen Vorteil. Weniger mögliche Defektstellen durch lose Kabel/ Kontakte. Aber was ist wenn die Akkus leer sind ?

Ist mir bisher noch nie so krass passiert, daß ich komplett im Dunkeln stand. Meine B & M IXON IQ Premium hat eine Reduzierleistung auf die oberhalb der gesetzlichen 10 LUX liegt, 15 LUX um genau zu gehen. Neigt sich also der Akku dem Ende engegen, stellt sie sich um und läuft so locker noch eineinhalb bis zwei Stunden.
Das 15 Lux nicht gerade so prikelnd sind, wird schnell klar, wenn man sich ausßerorts bewegt, womöglich in unbekannten Terrain. Eine Kreuzung nicht rechtzeitig erkannt, das Schild verpasst und schwups schon sitzt man länger als gewollt auf dem Rad.

Eine Abhilfe sind hier Resreveakkus. Die sollte man zumindest etwas kältegeschützt mit sich führen. Denn wenn man frisch gelade Akkus eine länger Zeit, also über eine Woche zum Beispiel mit sich schleppt, entladen sie sich. Das hatte ich die Tage mal, auch wenn sie wieder gut für einen Stunde Saft gaben, erstaunt war ich trotzdem.

Und wieder die Tage habe ich einen Brusttasche für kleines Geld geschnappt. Bei einem Optiker im Schaufenster entdecke ich eine ortlieb-ähnliche Tasche die ich nun mit den Reserveakkus befüllt über die Schulter getragen mehr oder weniger in der Achsehöle hängt.

BeutelDSC02747

Der Platz hatte sich ja schon anderweitig bewährt, warum also diesmal nicht ?

So hier mache ich erstmal Schluss. Das man fit und gesund sein sollte, einen vollen Akku am Mobil hat und eventuell noch ein wenig was zum trinken, ja auch im Winter und futtern mit dabei brauche ich ja kaum zu sagen.

Also viel Spaß beim Biken – auch im Winter.

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