Stimmts ? / Lightweight is the rigth way

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Bike nachgedacht: meine Mom hat mir eine älteren Artikel ( weshalb ich auch leider keine genauere Quellenanangabe dieser durchaus kompetenten, wenn auch wie in diesem Falle etwas der Zeit hinterher, Beispiel Stahl- zu Alurahmen und interessanten Wochenzeitung zur Hand habe – man möge mir das verzeihen ) aus der ZEIT zugespielt, den ich hier mal niedertippe. Unter dem Titel…

„Stimmt´s ?

verbessert sich die Leistung beim Radfahren, wenn man ein drei Kilogramm leichteres Fahrrad kauft oder wenn man drei Kilogramm abspeckt ?

Passionierte Radfahrer sind häufig von der Idee, daß ein leichteres Rad sie schneller macht. Da werden auch noch an den Bremsgriffen ein paar Gram eingespart, indem man teure Kabonfasern verwendet. Im Radsportverband hat der Leichtbau-Wahn den Weltverband UCI veranlasst, ein Mindestgewicht von 6,8 Kilo festzulegen – ein grenzenloses Wettrüsten würde Sportler benachteiligen, die sich die neusten Hightech-Räder nicht leisten können.

Denn Gewicht zu reduzieren kostet Geld. Dem Freizeitsportler bieten sich da viele Möglichkeiten, sein Erspartes in Negativ-Kilos zu investieren. Alu statt Stahl, möglichst viel Kunststoff – drei Kilo weniger können so durchaus einen vierstelligen betrag kosten. Währen ein paar Wochen Diät nicht mindestens genauso wirksam ?

Wie das Gewicht die Fahrleistung beeinflusst, hängt stark davon ab, ob man bergauf, bergab oder in der Ebene radelt: Abwärts ist zusätzliches Gewicht sogar eher von Vorteil – es setzt dem bremsenden Luftwiederstand mehr entgegen ( ZEIT Nr. 35/ 09 ). In der Ebene ist der Luftwiederstand der Hauptbremser. Er hängt aber von der Angriffsfläche ab, die Rad und Radler dem Wind bieten. Ein leichteres Rad reduziert den Luftwiederstand nicht, verlorene Körpermasse dagegen verspricht aufgrund einer schmaleren Silhouette ein paar Sekunden Zeitgewinn.

Wirklich relevant wird das Gewicht beim – langsamen – Bergauffahren. Der Luftwiederstand spielt kaum eine Rolle, dafür zieht uns ständig eine Kraft bergab, die bei gegebener Steigung proportional zu Masse ist. >> Schiefe Ebene << lautet das Stichwort aus dem Physikunterricht. Und diese Kraft errechnet sich aus der Steigung und der Masse des Gesamtsystems (Fahrer plus Rad) – wo die Kilos sitzen, ist dabei völlig egal.

Auf wie viel Zeitersparnis kann der Radfahrer hoffen, wenn er abspeckt oder sich ein leichteres Rad zulegt ? Auf wenig. Die Sportwissenschaftler Asker Jeukendrup und James Martini haben 2001 in der Zeitschrift Sport Medicine alle möglichen Maßnahmen zur Leistungssteigerung in mathematischen Grundmodellen durchgerechnet. Grundlage war ein 40 Kilometer langer, weitgehend ebener Zeitfahr-Kurs. Ein drei Kilogramm leichteres Rad sparte dabei je nach dem Trainingszustand des Fahrers zwischen 5 und 13 Sekunden ein. Drei Kilo weniger auf den Hüften brauchten aufgrund des reduzierten Luftwiderstands mehr Ersparnis, 19 bis 25 Sekunden. Am Berg errechneten die Forscher größere Einsparungen: Auf einer 20-Kilometer-Stecke mit drei Prozent Steigung brachten drei Kilo weniger zwischen 29 und 94 Sekunden Zeitgewinn – und zwar egal, wo das Gewicht reduziert wurde.“

…kamen dann jene Zeilen raus/ Zitat/ Abschrift Ende

Während ich hier so zwischen einer halbwegs machbaren Sitzgelegenheit und der Stufenbettlager für meinen Rücken-Aua umher-switche hat man ja Zeit sich mit derartigen Fragen zu beschäftigen.

Natürlich gibt es unendlich viele Sichtweise zu diesem Tehma. Von mir aus sei es jedem gegönnt, der die Kohle hat sich jene „Kohle-Bauteile“ zu gönnen die einem Bamarktbomber versagt bleiben. Dabei lasse ich auch mal das eine oder andere Wohlstandskilo am Fahrer selbst außen vor. Muß ja auch nicht jeder aussehen wie ( ein ohnehin zu hinterfragender ) Leistungssportler.
Natürlich wirkt das schon ein wenig befremdend, wenn der Luftwiederstand, wie oben im Artikel beschrieben, die größte Hemmschwelle ist.

Ich selber sehe die Sache gelassener und das schon alleine aus finanziellen Gründen. Sinnvoll und gut anlegtes Geld und entsprechende Kilos am Rad sind einzig und alleine eine eigenständige Überlegung.

Ein solider Rahmen mit entsprechender Langzeithaltbarkeit und womöglich auch Langzeitgarantie ( wie es ja einige Hersteller bieten ) darf dann auch mal ein paar Gramm mehr haben.
Bei der Routierenden Masse & Trägheitsmoment, also alles was da an den Rädern dreht, sollte man schon überlegen – meiner Meinung nach. Denn das bremst schon um so erheblicher, so denn die Kilos entsprechend massiger sind.

Einem Gewichtshyp werde ich eher nicht nachrennen, weil das auch oft technisch und rein physikalisch nicht den ultimativen Sinn macht.

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