Entschuldigung…

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…ein Erklärungsversuch und eventuell noch eine Überraschung ?

PKW vs. Bike: ja ich war böse, oder eventuell doch nicht ?

Also es tat sich an, das ich in den letzten drei Wochen innerstädtisch in einer wirklich fetten Ruhrpottmetropole unterwegs war, beruflich und mit dem Auto.

Ich erkläre kurz den Background. Damit gehöre ich zu denen, die mal eben kurz wo reinspringen müssen, etwas abgeben und etwas mitnehmen. Jene fallen normalerweise unter die Bezeichnung Kurzzeitparker, wobei das auch laut dem Ordnungsamt nicht ganz richtig ist, denn alles was unter 3 Minuten liegt gilt nur als anhalten. Das kommt bei uns in der Regel zeitlich voll hin.

Doch weder parken noch anhalten ist auf Gehwegen oder auf Radwegen/ Radfahrspuren ist erlaubt. Klar Behinderung andere Verkehrsteilnehmer jedweder Art. Natürlich ist auch beim öffnen der Fahrzeugtür auf andere Verkehrsteilnehmer Rücksicht zu nehmen und der Öffnungsvorgang ansich auch nur erlaubt, sodenn keine Gefährdungslage entstehen könnte.

Diese rechtlichen Grundlagen gelten natürlich auch für das abbiegen. Nun möchte ich schon fast behaupten, das ich diese Regeln, und das auch dank der mehr als reichlichen praktischen Erfahrung, innerlich soetwas von verankert habe, daß ich unter den Kolleginnen/ Kollegen schon ein wenig schräg angeschaut werde.
( Kommt ja noch on top hinzu, daß ich mich auch tatsächlich an Geschwindigskeitvorgaben halte und das äußerst strikt. Selbst in der Fußgängerzone, die wir ja für´s be- u. entladen befahren dürfen, rolle ich quasi im Standgas und mit angedrückter Kupplung daher.
Dabei wurde mir schon x-mal die Vorfahrt genommen, von Radfahrern und regelmäßig werden ich auch von jenen überholt. Über die Gefährlichkeit will ich mir hier nicht auslassen. )

Ich bin also selber Radler und wollte das nicht haben wollen, also passe ich auch auf, das ich nach diesen Vorgaben selbst handle. Ist nicht immer einfach, glaubt mir.

Soviel zum Vorgeplänkel, ja ich weiß, es ist ätzend.

Der Grund ist nun aber, es gab heute einen Vorfall, so möchte ich das mal benennen, der mich wieder zum nachdenken gebracht hat. Wenn etwas vorfällt, dann denke ich immer drüber nach um auch für mich herauszukristalisieren, wo lag der Fehler, mein Fehler.

Und so dachte ich heute ein ganze Zeit lang, ja ich habe einen Fehler gemacht. Ja es ist so und es ist dumm gelaufen, hätte besser sein können.

Also ich befahre die Saarlandstraße aus Westen kommend und muß auf die Märkische Straße Fahrtrichtung Süd rechts abbiegen. Die Ampel zeigte für mich grün, also lenkte ich aufmerksam in den Kreuzungsbereich ein, wohl wissend, das ich erst eine Zeit vorab einen Radfahrer überholt hatte, der wiederum vorab in seiner radfahrerrischen Tätigkeit behindert wurde weil direkt nach dem Kreuzungsbereich Ruhrallee/ Saarlandstraße zwei Fahrzeuge „mustergültig“ auf dem Radweg des Gehweges standen.

Doch jenen Radfahrer hatte ich schon gut hinter mir gelassen und konnte ihn weder aus dem Spiegelblick noch dem Schulterblick beim Einleiten des Abbiegevorgangs klar ausmachen. Es stand für mich fest, er war noch zu weit weg. Ich betone das NOCH.

Aber ich nahm einen jungen Mann, etwa Mitte 20 wahr, der die Märkische Straße zu Fuß überquerte. Klar die Fußgängerampel war ja grün, warum also nicht ? Da er aber mehr als offensichtlich auf seine Mobilphone starrte und sich dabei auch Zeit ließ, ja sogar auf dem Fußgängerweg/ Mittelstreifen kurz verharrte, hatte ich den Eindruck die Wechsellichtanlage ( amtsdeutsch ) sei für ihn bereits auf rot gesprungen, rollte ich zaghaft los, aber immer noch kein Radfahrer von rechts vorbeifahrend im Blickfeld.

Doch dann blickte der Fußgänger kurz auf und marschierte langsam los. Irgendwie habe ich das kommen sehen, konnte also mit genügend Abstand zu ihm anhalten, doch DA war dann der Radfahrer schon rechts an mir vorbei, hielt auf Augenhöhe und begann wild zu gestikulieren und soetwas wie „Radweg freihalten“ zu schimpfen.

Klar die Situation wär blöd, er mußte wohl ob seines doch zügigen Tempos und meines Querstandes einen mächtigen (Not)schlenker machen und war erzürnd. Ich verstand sein Anliegen, pflichtete ihm durch Kopfnicken bei und war selbst ein wenig viel wütend über diese blödes Situation aber auch erstaunt wo kam der jetzt her ?

Also dachte ich nach.

Heraus kam dabei, klar es ist ganz blöd gelaufen und rausreden ist irgendwie nicht, aber wenn nun dieser Junge man mit seinem Mobil mal einfach auf die Straße geschaut hätte, nicht so unzügig die Straße überquert hätte, mit einem kurzen Innehalten auf dem Fußgängerweg/ Mittelstreifen, sondern ganz normal rüber gegangen wäre, hätte ich dort gestanden, wo jeder Radfahrer problemlos durchgekommen wäre. So stand ich dann aber irgendwie mit der Haube im Kreuzungsbereich. Klar der Fußgänger noch gute 2-3 Meter von der Haube entfernt, nur der Radfahrer hatte nun ein Problem.

Gut also Entschuldigung an diesem Punkt von mir an den Radfahrer und zwar dafür, das ich keine hellseherischen Fähigkeiten habe die in dieser Situation nötig gewesen wären.

– kurze Pause –

Und jetzt die Überraschung. Jetzt mal zur tatsächlichen Situation heute vor Ort. Ich habe mir das bei einer weiteren Passage noch mal angschaut. Dieser Radweg der eben eine „Überleitung“ im Kreuzungbereich SaarlandstraßeMärkische Straße auf der Seite des Stadewäldchens ist wird über die Saarlandstraße als Schutzstreifen bzw. Radfahrbahn geführt bis auf wenige Meter eben nach dem Kreuzungebreich Ruhrallee/ Saarlandstraße. Dort als auch kurz vor dem Kreuzungsbereich zu Märksichen Straße ist es dann eine Gehweg-Radfahrkombi.

Das schließt für mich aus, das der gute Mann sich rechts auf der Fahrbahn an mir vorbei gequetscht hatte. Er mußte also die offizielle Gehweg-Radfahrkombi genutzt haben.

Jetzt fuhr also abermals auf diesen für tückisch erscheinenden Kreuzungbereich zu und siehe da…

verkehrssituation

…die angeordnete Radwegbenutzungspflicht ist kurz vor dem Kreuzungsbereich aufgehoben ! Und zwar, weil dort in den letzten Tagen eine Baustelle war ( wo dann auch die Rechtsabbiegerspur für Kraftfahrzeuge gesperrt war ).

Der gute Mann ist also, aufgrund meiner nun bescheidenen Analyse, volles Rohr vom Radspurstreifen auf den eigentlich nicht mehr für Fahrräder zugelassen Gehweg gebrettert und kam so natürlich genau da her, wo ich ihn nicht erwarten konnte. Er hätte eigentlich die Fahbahn benutzen müssen, und hätte dann einen Rechtsabbieger ( leider meine Wenigkeit ) nicht rechts überholen dürfen.
Und das schon nicht, weil kein ausreichender Sicherheitsabstand/ 1,5 Meter gewährleistet war.

Die Sitauation die also dort aufgetreten ist, ist nicht mir alleinig anzulasten, sorry.

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