The Cure – Forest/ Stand der Dinge 1.3

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The Cure – Forest/ look after…: so nach der letzten Suchanfrage bzgl. eines Beachracers in Rahmenhöhe 56, bin ich dann heut emal nach Münster zu Fahrrad XXL Hürtner. Allerdings mit dem Smarty, denn groß Bock auf Stress und Mistregenwetter hatte ich nicht.

Den XXL-Laden kannte ich, war auch schon mal drin, bin aber auch einige Male daran vorbei gefahren. Der bisherige Emailkontakt via Anfrage kann ich als durchaus positiv bewerten. Und so wollte ich dann auch mal schauen, wie das so „in echt“ ist. Denn bis zu diesem Punkt fällt in aller Regel ja oft die Floskel „alles kein Problem und machbar„.

Die Hinfahrt zunächst via BAB brach ich auf halben Weg ab, weil mir das auf der A1 irgendwie zu blöd war. In Ascheberg bin ich dann also „runter“ und quasi zunächst quer, dann aber direkt der B54 folgend zum Standort gekommen. Ich kann also sagen, die Hinfahrt war dann doch gut.

Den ersten aber gelassenen Schocker hatte ich, das dort Samstag wohl stets Großauflauf für Kunden ist und heute eben auch noch ein Aktionstag eingeläutet war. Was für einer ? Keine Ahnung. Hat mich ja auch nicht interessiert, denn ich ja hatte ein Thema für diesen Tag.

Irgendwie taten mir dann auch die Mitarbeiter leid, bei dem Stress mit lauter unwissenden Kunden noch um den letzten Euro verhandeln zu müssen und die nächsten sechs Kunden stehen schon in der Warteschlange.

Ich also schön brav an der Kasse und Info gemeldet, artig nach dem guten Herren als Kontaktperson erkundet und eine Kurzauassage gemacht, worum es ging. Gut der Kollege war noch nicht da, käme heute später, weil eben Spätschicht. Das war für mich kein Problem, Zeit hatte ich und könnte ja auch schon stöbern.
Wenn ich aber mal hinten in die Kinderradecke gehen würde, könnte ich ja mal schauen ob das Rad dort eventeull schon bereit stehen würde„, diese Aussage kam dann noch hinterhergeschoben.

Alles kein ding, ich also ab in die Kinderradecke und einen für einen kurzen Augenblick freistehenden älteren Herren gegriffen und ihn angsprochen. Der wusste auch sofort mit dem begriff Beachracer was anzufangen und erzählte bereitwillig seine eigenen kleinen Geschichte dazu.
Natürlich standen in der Kinderradecke eben nicht nur die Kinderfahrräder, sondern in einer weiteren etwas versteckten Ecke, die reservierten Bikes. Und somit auch der Beachracer !

Goil dachte ich und erkundigte mich noch nach der korrekten Rahmenhöhe und wie es mit Testfahrt ausschaute. „Im Laden selbst kein Ding, für draußen dann bitte einen Ausweis an der Kasse abgeben„, war dann die Antwort.

Nach der ersten Sitzprobe und einem anrollen griff ich mir nochmal einen Mitarbeiter zwecks Werkzeug für Sattelerhöhung. Ich merkte schon das die Jungs dort unter argem Stress waren, war aber im Gegenzug auch von der Mühe beeindruckt, die man sich gab ruhig zu bleiben. Gut Sattel besser eingestellt, Testfahrt auf der Indoorstrecke.

Gleich gemerkt, der Lenker ist die Pest, funktioniert für mich überhaupt nicht. Die Bremsgriffhaltung ist quasi völlig dahin, gut für echte Beachracer ist ja kein Thema. Aber Unterlenkerhaltung ist ja wiederum nicht meine Haltung, war sie noch nie und wird sie auch nie werden. Letztendlich ist das ja auch der Grund gewesen, warum ich damals am Stahl Renner gleich einen netten MAVIC Ochsenlenker montiert hatte. Überrascht war ich dann noch, wie gut die TRP Spyre ihren Dienst taten, also zumindest auf der Indoorbahn bei geruhsamen Tempo.

Letztendlich waren die TRP Spyre mein erster Kontakt im DasRad Dortmund auf einem Stevens Gavere testgefahren. Dort machten sie auf mich einen eher nur passablen Eindruck. Aber eventuell würde das nur an den eher fetten Schlappen auf dem Beachracer liegen und/oder an der Teststrecke. Egal erstmal ein paar Runden einrollen, dann wurde nochmal der Sattel nachgestellt und ich gab meinen Ausweis an der Kasse ab. Raus zum Smarty, die Fleecjacke gegen meine Windstopperweste getauscht und den Helm auf die Murmel gesetzt. Losrollen.

Das Schalten ansich war ja kein Ding und mir schon bekannt, aber diese Lenkerhaltung… . Rollen tat der Beachracer gut, klar auf Asphalt noch mit mäßig Speed geht das noch. Aber schon beim rumlenken in der Ausfahrt kam mir da was unwillig-bockig vor. Also weiter mal in Richtung Süd ausgefahren und mal ein bisschen Tempo machen. Klar ist Reifen von 2.1 vorne und 2.35 hinten laden nicht gerade zum beschleunigen ein. Haftung ja, Eigenfederverhalten auch, aber Speed machen und dann noch auf Strecke ? Wohl eher nicht. Aber Reifen tauschen ist ja kein Ding und steht von mir schon gar nicht mehr auf der Agenda. Einen Schlenker in einen Seitenstraße gönnte ich mir noch. Doch auch da dieses eher unwillige umlenken, gerade auf einer größeren und menschenleeren Kreuzung. Das ist nicht das Manöver was der Beachracer so mag.
An dem Punkt wurde mir auch klar warum. Denn bei dem Vorbau, nochmal nachgemessen, der mich aus meiner gewohnte Geometrie um gute 4cm, also eine Welt, herausbrachte. Also gut Vorbau müßte auch ein kürzerer her.

Letzter Testpunkt war dann bei mir, wie gut käme man mit der Einfachkurbel zurecht. 38 Zähne sind ja jetzt für ein Bike nach meinen Einsatzwünschen nicht so der Burner. Da könnte ruhig eine Kompaktkurbel daher. So einen wie die Miche Primato Evo Max Cross mit einer 46/36 Übersetzung.
Beim jetzigen Testfahren selbst war ich schon erstaunt wie gut das klappte. Klar denkt man sich einen gerade Strand, wahrscheinlich auch ein gute Brise und dann noch die fetten Schlappen, dann passt das schon. Aber das ist  ja nicht meine Wunschkonfiguration. Ich würde bei den Reifen auf Continental MountainKing CX 32-622, alterantiv Continental CycloXKing Race Sport 32-622 gehen. Und für die Straße/ Langstrecke kämen sogar nur Continental Grand Prix 4-Season 25 optional 28-622 in Frage. Da würde eine 38T Kettenblattkombi komplett „über“ sein.

Gut nach der Testfahrt ging es wieder rein in den Laden, es zog sich auch zu, Regen war im Anmarsch. Der Kollege war noch nicht da, also inspekzierte ich nochmal gründlich das Bike. Alles top verarbeitet, sauber verlegt…
…aber was war das ?! Hatte ich mich gerade über die außen und über das Oberrohr geführte Seilzüge gefreut, hat man wohl im Mittelbereich die Zughüllen, die sonst in einem schönen passenden weiß akkurat verlaufen, durch einfachste schwarze und leider nicht passgenaue Plastikschläuche kleinster Dimension gefertigt. Und jene rutschten gut einen Zentimeter hin oder her.

Wenn man sich jetzt das Gesamtbild des Bikes anschaut, chic gemacht, Naben an der Rädern und der Lenker in diesem überaus klasse Kogablau eloxiert, die weißen Zughüllen, das Gesamtparket und dann das ? Nun gut, da hat man dann wohl gespart. Ist halt schade und fällt dann beim genauen betrachten auf.

Ich habe dann nach dem Eintreffen des Kollegen ein wenig mit ihm geplauscht und ihn ein zwei Punkte gefragt, ja auch unter anderem das mit den „geschlampten“ Zughüllen. Die Frage nach einer Zweifachkurbel wurde in der Werkstatt direkt mit einem Techniker besprochen, auch das Thema der hyraulischen Stopper.

Das ist dann auch der Punkt, wo ich schon auf der Hinfahrt drüber nachdachte. Denn mein Stammschrauber Fahrrad Wilmes hat mir schon einen groben Kostenrahmen rüberwachsen lassen. Hab´s jetzt noch nicht genau zusammengerechnet, wobei der Arbeitswert auch noch nicht erfasst war, aber da kommt dann noch gut was drauf. Alleine die Geschichte mit den Bremsen ist kein Sonderposten. Und Hr. Wilmes hat mir auch noch einen grobe technische Aussicht auf das 2016er Modell gesteckt. Da wäre dann echt zu überlegen…

Und so hocke ich gerade mal wieder nach einem kleinen geschlürften Espresso zu Hause rum, habe immer noch keinen The Cure – Forest Touren-Renner. Scheiß Leben.

Letztendlich war die Fahrt nach Münster interessant, aber wirklich gebracht hat sie nur ein Paar Ortlieb Back Roller City Q die gerade im Angebot waren.

Und nur wenige Zeit später, habe ich schon wieder Neuigkeiten zum Thema <klick>.

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