13:14 Uhr oder so…/ 07.11.2015

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Bikealltag: so da bin ich wieder. Inzwischen konnte ich mich heute Vormittag auf der Terrasse etwas locker machen und auch eine gute Brise luft schnappen. Klar bei knapp 20c° ist das schon angenehm.

Zum Mittag gab es Spaghetti mit Tomatensoße – haugemacht a la Papa. Etwas Magarine, dann eine ganze Zwiebel, kleingeschnitten anschmoren lassen. Eine Dose gewürfelte Tomaten, eine Tube Tomatenmark, Sahne, Wasser nach Bedarf, damit die Konsistenz stimmt, halt nicht zu dünn aber nicht zu pappig, Salz, Pfeffer, Oregano und Basilikum. Alles schön bei mittlerer Hitze anziehen lassen, dann nur bei Restwärme dümpeln lassen unter gelegentlichem Umrührer. Aber auch nicht zu viel, Naschgefahr…

So jetzt ist der Bauch wieder voll und hat zu tun. Normalerweise sollte man an der Stelle sich einen guten Espresso machen, noch ein Stückchen Leckerli mit dabei und dann abschlürfen. Nur befürchte ich, das ich dann heute nicht so richtig in´s Bettchen komme.

Zum neuen Job. Wo fange ich an zu erzählen. Ich hole mal nicht so weit aus ( was ein netter Versuch ist, was ebenfalls jedem hier klar sein wird… ).
Bis jetzt habe ich meine Arbeitskraft im Laufe meiner beruflichen Laufbahn stets durchgängig an den Mann oder eben an eine passende Firma gebracht. Es gab im Grunde nur einen sehr kurzen Brückenzeitraum zwischen einer Sommerzeitarbeitstätigkeit bis zum staatlichen Dienstantritt ( übrigens eine hoch interessante Zeit für mich, wenn auch gute 20 Monate lang/ *noch eine nette Geschichte dazu ), wo ich zwar beim damaligen Arbeitsamt vorstellig wurde, jene aber abwinkten mit der eher lapidaren Worten: „für die zweieinhalb Monate lohne sich das nicht mehr.

Ja das waren damals noch Zeiten.

In den vorletzten Job bin ich auch recht direkt gerutscht. Auch da kannte man mich wie den besagten bunten Hund. Letztendlich hatte ich mir in unendlichen Schichten alles angeeignet, was für die Abwickelung notwendig war. ( Ein wenig aus dieser Vorzeit habe ich dann hier niedergeschrieben, weshalb ich dann auch hier schreibtechnisch pausieren mußte. )

Also als ich dann den vorletzten Job verlassen mußte, weil es trotz etlicher fetter Rechnungen schaffte, das eingenommene Geld am anderen Ende erfolgreich verschreddern zu lassen, war ich mal wieder froh, einen Job zu haben, wo am ersten das Geld auf dem Konto ist und Weihnachts- sowie Urlaubsgeld gezahlt wurde.

Das war dann so ungefähr wie bezahlter Urlaub für mich. Leider schaffte ich es auch dort, also jetzt, wieder mich irgendwie empor zu arbeiten. Doch auch hier ist irgendwann Ende der Fahnenstange.

Und so ergab es sich, das aus einer launig-spontanen Äußerung eine neue Chance ergeben hatte. Eine gute bis sehr gute, wie ich bis jetzt denke.

Der neue Job startet ab dem ersten März 2016 und hat an mich die logistische Aufgabenstellung, neben dem Job selbst, dorthin zu kommen.

In der ersten Zeit wird das so sein, daß ich mit dem Zug fahren werde. Mit dem Auto wäre es kompletter Blödsinn. Kern-Innerstädtische Parkplatzsuche ist auch mit einem Smarty kein Zuckerschlecken. Der Bahnhof ist aber fußmarschige bequeme 10 Minuten entfernt.

Von meinem Häusschen aus muß ich dann nur noch in den hier ortseigenen Bahnhof kommen. Da wird dann etwas Radfahren oder eben Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel anstehen. Unterbringung am HBF des Radelgefährt´s geht via Radstation.

Dort habe ich schon den Kontakt hergestellt, habe genaue Kosten und weiß auch, mein „Bock“ ist dann in sicheren Händen. Finde ich dann mal top !

Für das Zugticket habe ich auch schon eine Preisansage, werde da aber nochmal genauer alles vor Ort abrufen.

Gut der Gedanke, die erste Zeit mit dem Zug zu bewälltigen, auch wenn es mir schwer fallen wird, gefällt mir nicht so ganz. Mein erster Hintergedanke ist aber auch, ich werde dann mal öfters die Laufschuhe schnüren, zumindest aber Distanzen & Laufzeit erhöhen.

Natürlich werde ich aber auch An- u. Abfahrten mit dem Radel in´s Auge fassen. Sobald ich die Situation am neuen Job gepeilt habe, also vom Job her selbst, aber auch von den Möglichkeiten wie Radunterbringung, Frischmachen & Umkleiden/ Spind sowie Schnittchen machen, wird wieder der Radlerlust gefröhnt.

Jetzt hat die Sache aber einen kleinen, positven wie negativen Harken: 10 Mehrkilometer zur jetzigen direkten Distanz. Bedeutet nüchtern betrachtet 30 Kilometer eine Strecke.

Wenn ich das jetzt mal quantitativ hochrechne, wären das satte 60 Kilometer am Tag, 300 Kilometer in der Woche und bei groben 21 Arbeitstagen im Monat 1.260 Kilometer ! Ups !

Gut die Rechnung bei 30 Urlaubstagen auf´s Jahr hinaus gesehen würde dann bei 13.320 Kilometer pro Jahr. Toll nicht !?

Aber ganz ehrlich, das ist mal nett, eine Woche durch zu fahren, aber immer ? Nö, sage ich jetzt schon. Denn bei den Strecken die da sind, kalkulliere ich mal grob für den Tag 3 Stunden Fahrzeit. Ma(n)n hat ja auch noch andere Hobbies.

Und so ist mein Gedanke, erstmal langsam los starten und dann mal maximal auf drei Tage die Woche ausweiten. Das wären dann immer noch 180 Kilometer in der Woche zu aktuell nur 160 Kilometer.
Ideal wäre ja, wenn man den „Bock“ mit in den Zug nehmen könnte und nur eine Heimfahrt mit machen könnte. Morgens schön entspannt hin und Nachmittags noch entspannter zurück. Oder umgedreht. Aber auch das müßte ich mal abchecken, wie da so die Bahn tickt.

Und so muß ich mir überhaupt Gedanken machen wo kann ich am besten wie möglichst zahlreiche Streckenkilometer am unkompliziertesten zurücklegen. Und so sind aus meinem Kopfarchiv, man kennt und hat da ja auch schon einiges gefahren, für´s erste jene zwei machbare Strecken entsprungen…

…“es ist ein Ross entsprungen…“ sorry ich konnte jetzt nicht anders. Am unkompliziertesten bedeutet zunächst mal, nicht den fettesten Verkehrsstrecken, schöne lange und direkte Achsen, am besten mit 1,2 Meter breiten Randstreifen und Asphalt. Wassergebundene Oberflächen, woraus ja die meisten Radrouten bestehen, sind zwar schön zu fahren, bei Schlechtwetter aber die Pest.

Eineinhalb Stunden im Oberflächendreck wühlen saut nicht nur garantiert ein „vom Arsch über den Nacken, durch´s Gesicht, an der Brust wieder runter bis zu den Eieren“ ( sorry für zwei offenherzige Äußerungen ) ein, sondern senkt auch das Tempo und hebt somit wiederum die Fahrzeit. Und das ist nicht das vorrangige Ziel.

Ich vergesse dabei durchaus nicht, das es bei deratigen Fahrumfängen zu erheblichen Einschränkungen im Privatleben aber auch in der Gesundheit kommen kann. Ein ausgeglichenes Training ist da wertvoller.

Naja und so werde ich dann mal schauen, in wie weit diese beiden Strecken taugen. Leider ist ja der RS1 noch lange nicht fertig.

*Die nette Geschichte: ich habe den Job als Zivildienstleistender geliebt. Bin da ganz offen dran gegangen. Eigentlich war ich als Schreiner für eine Behindertenwerkstatt dort in der Schreinerei vorgesehen. Doch eine kleinere Außenstelle brauchte einen Ersatzmann, da mein Vorgänger aufhörte.
Die Tätigkeit dort sollte eigentlich nur diverse Fahrdiensttätigkeiten umfassen. Also Material holen, fertige Werkstücke wieder wegbringen, einmal die Woche eine Gruppe zum Sport bringen, dort ein wenig mit betreuen und wieder zurückfahren.

Tja ich verstand mich aber mit den Leuten dort so gut, das ich zunächst auch nun bei der Gruppenbetreuung mitmachte. Und da dann der eine oder andere Gruppenleiter erkrankte und ich eh da war, beaufsichtigte ich eben auch die unterschiedlichen Gruppen.

War eine tolle Zeit, habe da viel gelernt, menschlich meine ich. Und unbeliebt war ich da gerade auch nicht. Einige haben das ganz offen ausgesprochen, daß sie besser mit mir zurecht kamen, als mit ihren offiziellen Betreuen.

Übrigens habe ich als einer von zwei Zivildienstleistender in der BRD noch die lange Dientszeit von 20 Monaten abgerissen, konnte aber auch nicht das höhere Entlassungsgeld in Empfang nehmen. Da liefen derzeit zwei Verfahren, die zum einen die Anpassung der Zivildienstzeit an den Wehrdienst betraf, als auch die Höhe des Entlassungsgeldes an die Dienstzeit gekoppelt wurde. Der andere, den ich übrigens nie kennen lernte und meinereiner lagen aber in beiden Fällen mit den Stichtagen so blöd, das keines auf uns zutraf.

Aber weil mir das so gut gefiel, überlegten wir uns ernsthaft auf Gleichstellung zu klagen, was eine mögliche Verpflichtung anbelangte. Das hätte dann vom Grundprinzip her so ausgeschaut. Wir waren als Zivildienstleistende in einem Zivildienstbetreuungsbund organisiert. Wie der sich jetzt noch genau nannte, müßte ich mal nachschauen.

Jedenfalls verstanden wir uns auch dort sehr gut. Ich als Vetrauensmann, den es ja auch wegen der Gleichstellung zwischen den Dienstleistenden gab, hatte ich dann noch mal einen besseren Draht.

Gut da mir der Job gut zusagte und mich auch interessierte, ich eine abgeschlossenen Berufsausbildung hatte, wäre der Weg einer Zusatzausbildung als Betreuer eine Möglichkeit gewesen.

Jetzt gab es aber einen Kniff bei der Sache. Man hätte mich übernommen, wenn ich eine Ausbildung gehabt hätte. Die kostete aber Geld, ws ich nicht hatte. Das Arbeitsamt wäre dann eine Möglichkeit gewesen. Die hätten dann aber nur die Ausbildung bezahlt, wenn ich eine Stelle gehabt hätte. Ja klasse.

Und so kamen wir, also mein Zivildienstbetreuer und ein Kollege von ihm, auf den Gedanken, die Gleichstellung einzuklagen. Ich wäre somit kein Zeitsoldat gewesen, sondern ein Zeitzivildienstleistender. Die Klage hätte, nach ersten Vorauskünften, noch nicht mal eine schlechte Chance gehabt. Der Harken wäre aber gewesen, die Dauer dieser Aktion. Ich wäre wahrscheinlich erst ein gutes Jahrzehnt später eingestellt gewesen.

Irgendwie gefiel die Aktion allen Eingeweihten, doch die Dauer…

So jetzt hab´s ich aber für heute. 1.492 Wörter hier, 2.179 im vorherigen Beitrag und heute morgen auch nur schon 995 Wörter.

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