Die Zeit irgendwo im Nirgendwo/ 11.12.2015

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Bikealltag: …der eigentlich immer noch so kein rechter Bikealltag ist.

Wie schrieb ich doch die Tage noch, Besserung ist in Sicht, nur die nüchterne Erkenntniss, auch wenn ich Erkenntniss nicht so einfach sagen mag, lässt mich wohl noch etwas in der Warteschleife.
Denn an jenem Abend, oder auch jener Nacht der vorhergegangene Zeilen, ereilte mich mal wieder eine Hustenattcke vom feinsten.

Klar gerade so wenn man am wegdösen ist geht´s los. Eine Attacke jagt die nächste, hat man sich von dieser gerade so erholt, geht´s wieder los. Und dann keinen Hustestiller in der Hütte ! Teufel nochmal, wenn man meine echt wenigen Medikamente schon leer macht…

Natürlich helfen auch keine vielbeschworenen Hausmittel. Heiße Milch mit Hönig oder warmer Tee, nix. Nach zweieinhalb Stunde habe ich das letzte mal bewusst auf die Uhr geschaut, dann muß ich doch wegeratzt sein.

Diese Hustenattacken sind echt heavy. Vor Jahren hatte ich mal Keuchhusten, als Erwachsener. Man hustet sich vorzugweise die Seele und oder auch schon mal den Margeninhalt aus dem Leib. Im Brustzwergfellbereich habe ich davon noch heute soetwas, was Frauen wohl als Schwangerschaftsrisse bekannt sein sollte. An der Oberfläche sichtbare dunkelrote Aderläufe unterhalb der Haut.

Die Lösung: ich bin nicht krank – sondern schwanger ( gewesen )!

*lach*

Gut lassen wir die Scherze. Mit derartigen Kleingkeiten kann ich leben. Ab gestern Abend hatte wir dann aber gleich zwei Hustenstiller am Start. Der erste davon war „nett“, der zweite, den meine Holde dann besorgt hatte, nahm die Sache dann in Angriff. Ich konnte also mal wieder eine Nacht recht passabel durchpennen.

Wobei das mit dem weniger Schlaf nicht mal so schlimm war ( dagegen gibt´s ja ne´n leckeren doppelten Espresso am Morgen ) schlimmer war das Husten ansich. Es nervt nicht nur ungemein, sondern zieht auch den restlichen Körper in Mitleidenschaft.
Die am Husten beteillgten Muskelpartien zeigten schon soetwas wie Ermüdungserscheinungen oder Überanstrengungserscheinungen. Fand ich dann nicht so lustig.

Vor allem, weil man dann ja auch tagsüber wider fit genug ist, um zum Job anzurücken.

So, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo ich wenigstens einigermaßen den Übergang zur Blogthematik schaffen könnte.

Es ist einfach nur soetwas von ätzend mit dem Auto zum Job fahren zu müssen ! Nicht das Fahren ansich ist das Ding, die anderen.

Kein Tag vergeht wo man nicht schon nach der ersten Ampel genötigt wird. Ja ich halte mich vorzugsweise an die vorgschriebene Geschwindigkeit. Warum sollte ich auch schneller fahren ? Um dann ein paar Meter früher an der nächsten Ampel zu stehen ? Man wird auch schon genötigt & beträngt zu dichtes Auffahren, was im Smarty dann ja immer anfängt daramtisch zu werden, wenn man vom Hintermann das Nummernschild nicht mehr lesen kann, weil er so dicht auffährt. Den Mittelspiegel habe ich bei deratigen Fahrten konstant abgeblendet.

Heute wurde ich bei Regenwetter nach dem letzten Ortsausgang erst genötigt, dann gefährlich mitsamt Überscheitung der zulässigen Geschwindigkeit, überholt und dann noch geschitten. Der ist mit Volldampf auf regenasser Fahrbahn bei Gegenverkehr erst über die durchgezogene Mittellinie gefahren, also im Überholverbot, dann über die beginnende Sperrfläche die anschließend zu einer Linksabbiegerspur wird um dann noch kurz wieder vor mir einzuscheren. Ja geht´s noch ?!

Dann ist da noch das Ding mit der Fahrzeit. Mit dem Rad brauche ich entspannt sagen wir mal irgendwo zwischen knapp an die 40 bis maximal 50 Minuten plus bei schlecht Wetter, also Gegenwind. Morgens mit dem Auto in der Rush Hour brauch ich mindestens 35 Minuten, wenn´s gut läuft. Nachmittags zurück habe ich aber eine Fahrzeit zwischen 40 und 50 Minuten.

Da muß man sich doch echt fragen…

Wobei man jetzt noch sagen kann, das die Strecke mit dem Automobil sogar noch kürzer ist, wenn auch nicht viel.

Ja und jetzt hocke ich hier wieder in der Küche und tippe.

Wo soll ich weiter machen ? Naja, die Woche war eben nicht lecker und das nicht nur vom gesundheitlichen her. Der Job brachte es so mit sich, das ich eine Runde zu fahren hatte die Vormittags noch ganz o.k. ist, dann aber vom Standort in eine andere Methropole rüber geht. Gute 45 Minuten BAB oneway, versteht sich. Da hatte ich wohl diese Woche noch Glück. Keine Staus, wohl auch wegen dem recht guten Wetter Nachmittags.

Soweit so gut. Von dort aus ging es dann wieder fast zurück, wo dann eine kurze Tätigkeit aber erst zu einem fixen Termin zu erledigen ist. Man kommt dort also an und steht wie Ötzken-Doof da rum, nix passiert mehr und man weiß auch das nie etwas mehr passieren wird, aber es könnte ja noch was kommen und darum wartet man dort blöd rum. Und genau diese 20 bis 30 Miunten fehlen einem dann hintendran um vor der ganz großen Mega Rush Houer wieder rein fahren zu müssen und kurze Zeit später wieder raus.

Wenn es dann endlich soweit ist, greift man schnell alles ab, macht noch eine weitere Station, dann ab zum Standort, einen Treffpunkt und dann ab in die Mega Rush Houer.

Man kurvt möglichst sinnbefreit durch die Gegend. Alle die Vollpfosten die schon morgens meinten sie seien der King of the Road hetzen von Lücke zu Lücke und von Ampel zu Ampel, anstatt sich dem Verkehrsfluss logisch anzupassen.

Es zieht sich unendlich lange. Am Ankuftsort warten sie schon auf Dich. Blöde Sprüche sind natürlich auch noch zur Hand. Wenn sie wüssten was sie damals mit soetwas auf´n Bau hätten auslösen können…

Kollege, jetzt hör mir mal genau zu, bevor ich dir gleich gewalltig was auf die Fr**se kloppe, damit dein jämmerlichen Kleinhirn das noch tief eingebrannt hat, wenn du nach der Gesichts-Op und auf der Station aus dem Koma wieder erwachst und nur hoffst, das deine Zunge nicht so dolle wie ein sabberende Lappen aus dem derangierten Maul hängt… “

Ja da erwachen die düsternsten Phantasien. Machen wir für das geneigte Publikum hier einen sauberen Schnitt.

Es ist schon unmöglich was Leute von sich geben können, vor allem wenn sie davon nicht die geringste Ahnung haben.

Ja wir sind alle erwachsen und können auch mit deratigen scheinbaren unbedeutenden Situationen, die aber im denkenden und durchaus auch mal emotionalem Hintergrund so einiges auslösen, umgehen.

Ich für meinen Fall, und jetzt kommt der Übergang zum Thema, radel einfach nur nach Hause.

Blöd ist jetzt nur, ja Ihr ahnt es schon, diese Woche ging das igendwie nicht. Und das ist dann auch genau das, was mich an meinem aktuellen Zustand so stört. Man bekommt die Birne einfach nicht frei. Irgendwann geht einem einfach alles und jeder auf den Zeiger.
( Falling Down hatte ich ja diese Woche auch schon mal erwähnt. )

Ja, das ist jetzt der Zeitpunkt wo ich verstehen kann, wie sich „normale“ Menschen fühlen am Ende der Woche. Sie sind „auf“, wie man so schön sagt.
Sie sind so weichgenudelt von den alltäglichen Kleinigkeiten, das es nur noch für eine seichte Brise Hartz IV-TV reicht, für die Falsche Bier oder auch zwei, drei, vier…

Ich bevorzuge da die einfache Heimfahrt am Kanal entlang, oder einen der unzähligen anderen Strecken die ich so kenne. Kommt es mal ganz dicke und ich habe Lust, dann kann das auch mal länger werden. So knapp über 100 Kilometer am Tag können das dann werden. Hätte ich diese Woche jeden Tag machen können.

Radfahren, ja Bewegung ansich, ist meine Medizin. Und im diesem Sinne mache ich mal langsam hier Schluss, mein Ziel für morgen ist nach dem Frühstück ein „Menthaltraining“ zu machen und hinterher reicht es, eventuell auch vom Wetter her, noch für ein bisschen Laub harken oder auch mal wieder wenigstens etwas Fahrrad putzen. Auch wenn da eigentlich nix dran ist, aber nur so, für schön.

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