Kritische Gleisbereich Hafenstraße

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„Vor Ort“/ Radwegbenutzungspflicht/ Zustände Radwege: mal wieder etwas Gemecker! Anlass ist mal wieder ein Artikel in der Druckausgabe des Westfälischen Anzeigers Hamm vom 28.05.2016, also heute.
Ma(n)n könnte auch sagen: und täglich grüßt das Murmeltier!

Kurz zusammengefasst: eine Familie ( deren Namen ich hier nicht online einstellen möchte ) dessen Sohn an der sehr kritischen mit einem Erwachsendreirad gestürzt ist, kämpft um Schmerzensgeld. Nicht nur das die entsprechenden Instanzen äußerst zäh sich mit der Sache befassen, nein auch hat diese Familie bis jetzt keinen entsprechenden rechtlichen Zuspruch bekommen. Anders gesagt, sie gehen leer aus.

Nun gut, ich will mich jetzt auch nicht ganz in die entsprechende Materie einlesen, sehe das aber als Mensch anders. Denn…

…diese von Radlern zu überquernde Gleisanlage war schon mehrfach im Fokus der Presse. Jetzt in der hier vorliegenden Druckausgabe wird von zwei Stürzen pro Woche geredet.
Eine Zahl die ja nicht ganz ohne ist und zwar genau auch deshalb, weil sie ganz klar aufzeigt, es handelt sich hier nicht um Einzelfälle, die dann da eventuell noch unter der Rubrik ungünstige Verstrickung mehrerer Begleitumstände zu sehen wäre.

Auch mein Sohn hatte sich vor ein paar Jahren dort derat „gemault“ das ein Besuch in der Arzt/Ambulanz (?) notwendig war. Aufgeschlage Knie und massive Schürfwunden an den Schienenbeinen sowie Händen, mit denen man sich ja intuitiv abfängt. Die Narben an den Schienenbeinen sind noch heute sichtbar.

Als Mensch muß man da doch sagen, da wurden mit Sicherhet ein paar Millionen in die neue Straßenführung Hafenstraße ab BAB Zubringer A1/ Dortumunder Straße, inkl. Ausbau von Kreisverkehr, etlicher Lärmschutzmaßnamen gesteckt, alles für die florierende Wirtschaft hier vor Ort, ja gut auch zu Recht, aber für eine ordentliche und vor allem gefahrlose Radverkehrsführung hat es bis heute nicht gereicht ?!

Ja diese kritische Bemerkung muß man sich als Mensch auch mal anhören müssen-dürfen.

( Dabei lasse ich jetzt mal die wahrscheinlich gut gedachten, aber leider in ihren zusammenhängenden Ausführungen der kombnierten Fuß-Radwegkombi, auf der ganzen Neuanlage der Hafenstraße eher bedauerlich Ausführungen außen vor. Man ist damals in der Planungsphase mal wieder dem alten Bild gefolgt, das ein Radfahrer kein Fahrzeug führt, sondern eher ein Fußgänger ist. Und das in Zeiten durchaus flotter Radfahrer, ich selbst fahre täglich und von daher ist ein Tempo zwischen 20-25km/h kein Thema, die E-Bikes nicht berücksichtigt.
Auch das Plädoyer für ausschließlich eine Radfahrspur fahrbahngebunden vergessen wir mal nun. Also wieder zum Thema… )

Hier die wirklich kritische Gleisüberquerung auf der Hafenstraße in Hamm in Onlinekartenform und in der Schriftform meinerseits.

Von Westen her kommend geht es, egal wo gefahren, also auf der Straße oder erlaubterweise auf dem Gehweg, in einem sehr flachen Winkel über die erste Schinenführung.

Wer hier die Nerven verliert den Fahrradlenker verreist, weil mal wieder von ungeduldigen und unwissenden PKW-Hengsten Fahrzeugführen abgedrängt wird oder die Straße feucht/ nass ist und in die Gleise kommt, muß unweigerlich stürzen.

Die immer wieder getroffen Aussage, daß es dort einen Radweg gibt, ist in ihrer Gänze schlichtweg falsch!

Aus der östlichen Fahrtrichtung Innenstadt auswärts gibt gar keine entsprechende Beschilderung ( Verkehrszeichen 237, 240 oder eben 241 ) die eine Radwegbenutzung verpflichtend anweisen. Wie auch ? Denn die baulichen Voraussetzungen für einen Radweg sind ja gar nicht vorhanden. In diese Fahrtrichtung existiert legedlich soetwas wie ein Trampelpfad. Punkt!

Aus der westlichen Fahrtrichtung, also in Richtung Innenstadt sind die Zeichen 237, 240 und 241 ebenfalls nicht vorhanden.

Hier existiert nur die Beschilderung 239 mit dem Zusatzzeichen 1022-10 (Radfahrer frei). Die vorab angeordnete Radwegbenutzung ab Werkszufahrt/ Querstraße rechts einbiegend endet unvermittelt und bietet keine geordnete Zufahrt in der regulären Fahrzeugverkehr. Mal so ganz nebenbei eingefügt…

Dieser Fußweg, freigeben für die Radnutzung, was ja nur eine Empfehlung ist und tatsächlich nicht bindend, ist gerade mal 2m breit und besteht aus Wachbetonplatten im größeren Format. Die Oberfläche dieses Abschnittes ist aber aufgrund der Wurzeln alles andere als eben und stellt schon alleine eine Gefahrenquelle dar. Übrigens auch für Fußgänger, Stichwort Stolpergefahr.

Ist man aber nun als Radler gegwillt  tatsächlich dieser Empfehlung nachzukommen, hat man aufgrund der nun geschätzten 2m Raumbreite ( 2,5 Meter wären Vorschrift ) keine Chance den Winkel zur querende Gleisanlage zu verändern, indem man von weiter links ansetzt und quasi quer nach rechts die Gleisanlage überquert. So ergäbe sich ein deutlich steilerer und daher bessere Winkel.

Diese Fahrtechnik ist auschießlich auf der Straße machbar. Selbstredent natürlich nur unter Berücksichtigung des fahrenden Verkehrs.

Und nun ? Zwei Stürze pro Woche, ein paar Urteile, natürlich auch kein Schmerzengeld für die Opfer…
Ebenso natürlich habe ich noch im Hinterkopf, daß das schon des öfteren hier in der Presse war, ja sogar eine Begehung stattfand.

Aufgrund der Örtlichkeiten, die ja nun auf der Fahrt zum HBF auch täglich hinnehmen muß, frage ich mich nun aber, wann wird da mal was passieren ? Aber auch was kann da überhaupt geändert werden ?

Die Gleise werden wohl kaum verlegt werden. Eine beidseitige Radfahrspur könnte man und wie herführen ? Mir graut es, denn ich könnte mir sogar vorstellen…

Armes Deutschland, armes Dörfchen hier.

 

( Ach guck an, was man so alles im I-Net findet… )

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