4.350km/ 05.06.2016

by

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren Bilder/ Biketouren/ Heimattouren/ Bike und Pack: so unter dem Motto einfach mal Mensch sein und raus, startete meine nun gelaufene Heimattour.

Die neue Ortlieb-Kombi sollte ihren ersten großen Test haben. Viel muß man ja bei solchen Temperaturen nicht mitnehmen. Ich hatte deshalb die 1 Liter Wasserflasche, das ganze Toolzeugs, die neue (lange) Luftpumpe, ein frisches T-Shirt und noch etwas Wechselwäsche für untendrunter, sowie ein paar Kekse eingefüllt.
Reinpassen tut alles, und da ist natürlich auch noch „Luft“. Nur wie man auf dem Startbild schon sehen kann, an der Unterseite ist ein ungünstiger Druckpunkt. Und zwar genau dort, wo der letzte Gurt von unten unter die auch im Saddle-Bag einmontierte Kunststoffplatte greift.

DSC07226 top

Für die Hinfahrt hat das noch gereicht. Aber auf der Rückfahrt „kollabierte“ diese innenliegende Kunststoffkonstruktion.

Sie brach zwar nicht durch, aber der Druck, auch durch die eher ungünstig weiter hinten innen platzierte 1 Liter Wasserflasche wirkte, sackte der ganze Sack im hinteren Bereich ab. Und das bis auf den Hinterreifen.

Durch umladen, also wieder Wasserflasche ganz nach vorne und erneutes festzurren konnte ich das dann aber beheben.
Ich werde die Sache aber nochmal in meinem Kopf sacken lassen. Mir schwebt einen Verstärkung der Innenkonstruktion vor.

Gut die Hinfahrt selbst. Warm, sehr warm und zwar schon beim rauskommen auf der Terrasse hatte es locker was ü. 20c°. Stellenweise war es zwar noch leicht bedeckt, dafür war es aber ein wenig viel schwühl. Ich mag hohe Luftfeuchte nicht. Punkt.

Zum Glück wehte eine leichte Ostbrise, was dann bedeutet ich kam mit Rückenwind gut vorwärts. Nach dem passieren der Rennbahn und mit Ortseingang hatte ich einen guten 27km/h Schnitt bereits intus.

Das das nicht zu halten war, war klar aber für mich auch nicht wirklich maßgeblich. Gutes, zügiges und vor allem fließendes Vorankommen, das heißt ohne große Umleitungen, das war mein Plan. Ganz nebenbei, einfach rollen lassen und Mensch sein.
Irgendwann erreichte ich den eine Etappen-Ortsengang und beschloss im Schatten einer Bushaltestelle mal ein ordentliches Trinkpäuschen zu machen.

DSC07227 toppause

Neben der Trinkpause, wo ich den Rest der fast 1 Liter fassenden Pulle am Rahmen entleerte, brachte ich den Sattel auch in einen leicht höhere Streckenposition. Sind dann zwar nur ein paar viele Milimeter, aber das leicht gestrecktere Bein kann so die Kraft besser auf die Kurbel wirken lassen. Und so rollte ich dann weiter…

Erstbefahrungen: und weil ich eben gut dran war und auch motiviert, wohl aber eher neugierig bis dort hinaus, mußte ich natürlich die auf der letzten Heimattour entdeckte „Smart Umleitung“ testen.

Die war dann auch genauso wie ich mir das dachte. Unten am Fuß der BAB entlang, eine schöne breite Asphaltqualität, ließ die Meterchens nur so purzeln. Bis…

DSC07228 erstebfahrung

…ja bis man etwa in Höhe der linksseitiegen Siedlung kommt. Dort endet dann der breite gute Weg und man hat nur noch einen Trampelpfad vor sich. Gestern war er noch nicht ganz so zugewuchert, aber schon arg beideseitig eingeschränkt. Zum Glück blieb mir Kontakt mit Brennesseln erspart.

Auch nach dieser neuen Streckenpassage ging es frölich weiter die Kurbel drehend gen alte Heimat. Und dort kam ich dann auch mit sauber unter 3 Stunden an. Genau 2:41h für etwas leicht über 67 Kilometer. Kann man mit leben, zumal es recht stressfrei war.

DSC07232 finish

Vor meinem alten Wohnsitz verbrachte ich noch gute 10 Minuten im Schatten bei der seichten Ostbrise und schüttete mir noch den Rest der 2 Liter Wasser in den Hals. Geschafft.

Die Rückfahrt war dann vom Start weg etwas anders. Ich hatte noch im alten Wohnsitz so leichte Schwierigkeiten in Schwung zu kommen. Klar lecker gefrühstückt, war mir mehr so nach einem Seebad mit Füße im Wasser, das ganz dann noch bitte im Schatten. Irgendwann mal mittags noch ne´Wurst auf´n Grill und gut wäre gewesen…
Mein Kreislauf stellte sich aber eben auch genau auf diese Vorgehensweise ein. Und so waren die ersten Meter in einer eher hohen Trittrequenz für mich auch die beste Medizin. Aber man merkte auch gleich, es war wieder sehr warm. Selbst der Tacho zeigte locker 27c° an und so zog es mich mal wieder in die schattigeren Abschnitte.

Aber groß Tempo bolzen, wie am Vortag, war eh nicht drin. Alles war voll. Menschen über Menschen, jeder kramte wohl seine olle Schlörre aus´m Keller und pedalierte her wo es nur ging. Jedes Überholmanöver wollte gut überlegt sein. Lang gerade Streckenabschnitte im Auge behalten und erst dran vorbei, wenn wirklich kein Gegenverkehr mehr zu sehen war.

Der einen oder andere hatte es natürlich wieder eilliger, fuhr dann aber ein Stück weiter dann eh wieder vor mir bzw. der vorab überholten Gruppe her. Iss halt wie im richtgen Leben, oder wie beim Autofahren. Einer von diesen Zeitgenossen konnte wohl so gerade eben noch in einer engen Kurven die Kollision mit dem Gegenverkehr verhindern. Beide war not amused und von mir hät´s auch noch fast ne´n Spruch gegeben. Aber ich dachte mir nur meinen tTeil und zog weiter…

Via Emscherradweg, der echt stellenweise einfach zu schmal um große Überholmanöver zu machen, rollte ich bestimmt eine gute halbe Stunde hinter diversen Gruppen her.
Zum Überholen setzte ich nur an, wenn a. wirklich alles frei war und b. wenn die Gruppe so langsam war, daß selbst der kühlende Fahrtwind ausblieb.

Irgendwo auf dem Emscherradweg, kurz bevor ich wieder durch die Brandheide wollte, hatte ich dann eine Erscheinung. Jemand mit dem ich schon ein paar Touren gemacht hatte schoss förmlich an mir vorbei. Leider reichte weder die Zeit noch die Gelegenheit dazu ihn zu grüßen. Letztendlich hatte er mich wohl auch nicht so wahrgenommen.

An der Zufahrt zur Brandheide stand ein netter Auflieger, wo ich dann paussierte. Schatten durch herrliche hohen alten Baumbestand und jede menge Wind. So mutt datt!
Natürlich kontaktierte ich dann auch den Bekannten via dieser neuzeitlichen „Quasselsoftwäär“. Er war dann aber schon an dem von mir lange vorher passierten Stadthafen und ich eben an meinem Brakepoint. Schade.

DSC07234 pause

Also zog ich weiter, durch die Brandheide…

DSC07235 top

…ein schönes, wenn auch nicht all zu großes Waldstück, zumindest nicht all zu groß, wenn man mit dem Radel unterwegs ist. Wege kreuz und quer, der eine oder andere auch mal trampelpfadiger.

DSC07236 top

Und auf dem Weg durch diesen schönen Wald, der heute auch deshalb schön war, weil er jede Menge Schatten bot, habe ich dann noch jene Pausenhütte entdeckt.

DSC07237 top treff

Wo sie genauer liegt habe ich mal hier in die Treff- u. Pausenpunktliste eingepflegt. Ich hatte ja erst kurz vorher Pause gemacht.

Als ich dann in Henrichenburg von der Emscherradroute runter bin, entschloss ich mich den größten Teil der erstlichen Heimfahrt via Straße zu machen. Da rollte es einfach besser, weil eben keine Emscherradrouten-Baustellen und glatter Asphalt auch so seinen Reiz hat. Mit der Taktik konnte ich auch wieder gut Meters weg machen und die Fahrtzeit unter dem Strich würde sich, zumal bei der Wärme-Hitze, nicht unnötig in die Länge ziehen.

Den kühlenden Fahrtwind brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Und alsbald erreichte ich altes bekannten Terrain, naja auch der Rest ist ja nicht wirklich unbekannt. Aber eben kurz vor meiner letzten Dienststelle zückte ich nochmal die Digicam…

DSC07241 top

Den vorläufig letzten Pausenstop machte ich wieder mit einem Eis in der Hand hockend, wie ein Penner, unter der Eisenbahnbrücke auf dem Weg vom Preußenhafen zum Seebad Lünen.
Es war inzwischen so heiß, daß das Eis selbst unter der schattigen Brücke kurz nach dem entkleiden der Verpackung begann wegzuschmelzen. Einfach so. Gut ein Viertel, wenn nicht sogar mehr, tropfte auf den Boden.

Der Wasservorrat wurde umgeschichtet, also die am Rahmen befindlichen Pullen mit dem Wasser aus dem Saddle-Bag befüllt und dann ging es wieder weiter. Wie am Vortag, schnell auf die Rennbahn und gut iss.

Einen kurzen und nicht geplanten Stop legte ich aber dann doch noch ein. Linksseitig war ein Klassikertreffen im Gange und da mußte ich dann doch nochmal einne Runde drehen. Aber seht selbst…

DSC07242 oldtimer

DSC07247 oldtimer

DSC07248 oldtimer

DSC07249 oldtimer

…da iss jetzt aber mehr drin als serienmäßig…

DSC07251 oldtimer

DSC07253 oldtimer

Genau diesen kleinen blauen Flitzer hatte ich mal vor mir. Also als ich in einem Auto fuhr. Ich konnte sie nicht einholen, schaffte es nur ein Stückchen dran zu bleiben. Die Knutschkugel macht auf gerader Strecke mal locker ü. 170km/h. Natürlich bei einem entsprechenden Sound.

Noch mehr Fotos von den nicht immer ganz so orginalen, dennoch aber coolen alten Blechkisten, natürlich auch von der Tour selbst, gibt´s wieder bei Flicker.

Hitzefahrten +20c°: … und zwar weit mehr als nur 20c°! Ich habe heute locker 1 Liter Flüssigkeit in Form von Wasser pro Stunde in den Körper fließen lassen. Immer die Tachouhr im Auge, alles 15 Minuten drei-vier kräftige Schlücke.
Ganz wichtig war auch, lockere Fahrt machen, in etwa bei einer guten aber eben noch entspannter Anstrengung. So hat man eine gute Balance zwischen Anstrengung und Fahrtwind.

Zwei weitere Punkte sind, die richtige Kleidung. Nix was vollschwitzt und den Körper noch aufheizt, also den anfallenden Schweiß möglichst effektiv wieder verdunsten lässt. Und Kleidung die etwas lockerer sitzt aber auch Körperpartien gut abedeckt um sie gegen all zu heftige Sonneneinstrahlung zu schützen ist auch nicht verkehrt.

Pause machen und mal etwas futtern ist auch nicht verkehrt.

So, das waren die paar Worte die mir zu meinem Wochenende eingefallen sind.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: