Ideale Biketaschen… ( 28.10.2016 )

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…so wie ich mir das vorstelle. Oder, die gibt es sowieso nicht.

Bike & Pack: zum Thema Bike & Pack habe ich ja nicht wenige Beiträge verfasst. Grundsätzlich könnte man ja auch den einfacheren Weg gehen, sich einen Gepäckträger dranbauen und Satteltaschen dran machen. Hab ich alles da und sogar eine wasserdichte Satteltaschen. Doch das ist, wie auch die Einstiegszeilen vermuten lassen, eben nicht immer der beste Weg.

Hier mal ein Überblick was ich mein Eigen nenne:

Das Thema wurde erst neulich bei Crossboxsports angerissen und so hier nun meine Zeilen zum Thema.

Gestartet ist der echte Bedarf erst im Jahre 2006/ 2007 wo ich begonnen hatte zunächst nur an einzelnen Tagen, dann aber immer öfters mit dem Rad zum Job zu fahren. Aufgabenstellung war, frisches Zeug auf´m Bike zur Fa. mitführen zu können, nebst noch ein paar Stullen.

Part 1.: da der alte Arbeitsgaul einen Gepäckträger hatte, griff ich zunächst zur simpelsten Lösung die sich mir bot. Der Ortlieb Packsack hatte mehr als ein gutes Volumen und konnte recht einfach auf dem Gepäckträger mittels zweiter Spanngurte, ebenfalls aus dem Outdoor-Bereich sicher fixiert werden.
Sah zwar nicht chic aus, war aber eben zweckmäßig und so gurkte ich dann ein ganze zeitlang durch die Gegend.

Part 2.: ab 2008 zog das das neue Gefährt, das Volotec, in den Stall und es ergab sich eine neue Aufgabenstellung. Kein Gepäckträger bedeutet gleichzeitig keine Montage des Ortlieb Packsack wie bisher. Mist !
Die ersten Experimente gingen dann in die Richtung, daß jener Packsack quer am Lenker wieder mit den Zurrgurten befestigt wurde. Klappte auch ganz gut, war zwar etwas sperrig, auch von der Handhabung her, brachte aber auch den Nachteil mit sich, das bei nennenswerter Beladung das Gesamtkonstrukt ungünstig auf die dahinter verlaufenden Leitungen Druck ausübte. Also schaute ich mich mal wieder um…

Part 3.: jetzt kamen paraell zwei Neuanschaffungen zum Zuge. Als da wären der Ortlieb Saddle-Bag mit immerhin guten 2,7 Liter Volumen und der aus gleichem Hause stammende Ortlieb Hip-Bag, mit ebenfalls fast 6 Liter Volumen.

Hier war ich so restlos von begeistert, denn jeder für sich konnte meinen Tagebdarf alleine fassen. Nur wenn man mal mehr mitnehmen wollte-mußte, wie zB. ne´ frische Bux für´n Job oder noch mal ne´ Jacke extra auf Tour, wurden beide im Kombi gefahren.

Das Volumen reicht also allemal für ne´ solide Sommer oder auch mal Herbsttour. Kleine Luftpumpe rein, Flickzeug, ein bisschen Futter und die schon erwähnte Jacke. Klar letzter sollte keine dicke Jacke sein, also Softshell eher nicht, eben dünne Wind- oder Regenjacke.

Über den Saddle-Bag kann ich nix schlechtes sagen. Über die Lichtbefestigung hatte ich mir bei Zeiten den Kopf gemacht ( Beitrag dazu ) und eine zweite Halterung hatte ich mir auch besorgt. So konnte ich den Saddle-Bag mal eben schnell auch an den Stahl Renner pflanzen.
Einziger Nachteil ist, was man aber ihm nicht wirklich anrechnen kann, da er dafür ansich nicht gemacht ist, wenn´s mal steiler im Gelände bergab geht, ist der Platz hinter´m Sattel mit´m Arsch runter zu kommen, eingeschränkt.

Der Hip-Bag war auch gut beliebt bei mir, eben weil er diesen Nachteil nicht bot. Und ja, ich geb´s da offen zu, was Hüftragetaschen angeht, da bin ich nie ganz von los gekommen. So hat man das Wichtigste stets am Mann. Vom Mobilphone bis hin zum bei mir stets obligaten Taschentuch zum Naseschnäuben.

Die erste Hüfttasche, übrigens von eineml damals gerade aufkommenden Outdoorlabel, hatte ich zum Laufen eingekauft. Jene war aber deutlich zu klein. Klar Windjacke, Taschentücher und das Mobil passten rein, dann noch die Geldbörese, dann war aber Schluss mit Lustig.
Der Hip-Bag punkte da natürlich mit seinen fast 6 Liter Volumen. Auch da brachte ich es fertig die Tagesration im täglichen Pendel zum Job hin mitzuführen. Neben dem Volumen begeisterte mich vor allem der gute Sitz der Hüfttasche, wozu dann auch die Zurrlösungen gehören. Ist das Teil mal nicht ganz voll, zurrt man ihn einfach zusammen.

Mit der zeit der Nutzung taten sich dann aber zwei kleinere, ich sage mal, Unfeinheiten heraus. Der wasserdichte Reißverschluss zickte hin und wieder rum, was dann wohl auch Grund dafür sein wird, das die neuen Modelle eine Rolllösung haben. Der zweite Punkt ist, auch wenn der Rücken nicht ganz bedeckt ist, aber gerade um die Nierengend herum kann es schon gut warm werden. Im Sommer taucht das „Problem“ zwar eher auf, aber gerade im Winter ist das noch weniger optimal.
Denn wenn man erstmal eine verschwitzte Nierengegend hat, dann wird es schwer die wieder trocken und warm zu bekommen. Das war dann auch so ein Grund warum er immer öfters im Klamottenschrank verblieb.

Nichts deso trotz, neben der Reflektorlösung, welche ich hauptsächlich für Laufen mal anbrachte, ergab sich auch bei ihm eine Möglichkeit der Lichtbefestigung.

Part 4.: also aufgrund des eigentlich größeren Volumens wurde wieder in die Kasse gegriffen und der Ortlieb Seatpost-Bag angeschafft. Soweit so gut, doch leider zeigte sich dann, ungeachtet bekannter und bester Produkqualität als auch Handhabung das jener wohl ein kleines Volumenproblem im direkten Vergleich zu seinem Vorgänger hat. Aber seht selbst…

DSC02985Ortlieb

DSC02986Ortlieb

Also gleich gesagt, ungeachte aller wieder positiven Dinge die mit dieser Neuanschaffung zusammenhängen, da nochmal die gut 70 Euro wieder investiert zu haben ohne dabei einen wirklich nennenwerten Vorteil zu haben, fand ich schon ein wenig enttäuschend.Geschätzt handelt es ich um eine Plusvolumen von gerade mal 0,5 Liter. Wobei die systhembedingte bessere Packbarkeit das auch nur vortäuschen könnte. Auf ein Auslitern habe ich dann verzichtet.

Die Korrespodenz mit Ortlieb war zwar wieder erstklassig. Aber außer der Aussage, daß das aufgrund unterschiedlicher Messmethoden so sei, kein weiteres Wort.

Gut, jener Seatpost-Bag hat eine clevere Befestigungslösung die recht gut funktioniert und auch der Verschluss ist anders gelöst. Hier muß ich aber sagen, daß ich mit dem Steckschnallenverschluss des Saddle-Bag besser zurecht gekommen bin. Der wirkt auf mich schon etwas vertrauenserweckender. Auch der Seatpost-Bag wurde mit einer Lichtlösungs versehen.

Part 5.: die beiden Ortlieb Kompressionsacke mit Ventil wurden unterschiedlich genutzt. Beides sind eigentlch keine echten Biketaschen. Es sei denn man ist so etwas krank im Kopf wie ich.

Die erste, vom Volumen 12 Liter her kleinere Anschaffung sollte am CAADX zwischen vor dem Lenker einen Platz finden. Passte dann auch ganz gut. Hier und da muß man aber aufpassen wie man was wo reinpackt, denn sonst kann die Ladung oder eben die Zurrgurte verrutschen. Dafür war diese Lsöung aber deutlich kostengünstiger als alle andere Lösungen die zur Zeit auf dem Markt kamen bzw. schon sind und für eine deratige Montage vorgesehen sind.

Der zweite mit 22 Litern wurde als Testopjekt für dann potentiell zu umgehende neuste Lösung gedacht. Leider klappte das dann nicht ganz so wie ich mir das dachte. Auch diese Lösung sollte ein Ersatz für die Neuerscheinungen sein. „Mal sehen ob das klappt„, war das Motto.

Part 6.: die Ortlieb Umhängetasche: ja hierzu gibt´s nicht viel zu erzählen. Kaufen, Klamotten rein und losgurken. Richtig wasserdicht wird die Tasche nicht sein, dafür hat sie aber eine guten Sitz, via eines zusätzlichen schmalen Hüftgurtes. Natürlich liegt jene Tasche auch immer irgendwie auf dem Rücken. Da sie aber auch nicht über irgendwelche Ablüftpolster oder Netzteile wie bei Rücksäcken üblich verfügt, kann es da schonmal warm werden. Aber für die entspannte Fahrt zum Büro oder zum Bahnhof reicht das alle mal.

Wie die Tasche ausschaut und wie ich für bessere Sichtbarkeit gesorgt habe, kann man hier in dem Beitrag sehen.

Part 7.: die letzte Neuanschaffung ist ein Megateil, auch vom Investitionsvolmen her. Der Ortlieb Seat-Pack hat ein Volumen von bis zu satten 16 Litern.  Ich hab das Teil nicht all zu lange und auch erst mit ihm ein, zwei Fahrten gemacht.

Das Modell greift genau da an, wo bisher nur noch hochpresigere Marktmitstreiter wie Revelate Design aus dem Ausland Boden gut machen konnten. Ein Modell aus dem hause Ortlieb mußte quasi her.

Neben den größten Volumen bietet der Seat-Pack auch bekannte Produkteckpunkte. Erstklassige Qualität und Wasserdichtigkeit. Gerade am letzten Punkt können nicht alle anderen Fremdprodukte mithalten. Ein klarer Minuspunkt in meinen Augen. Denn nichts ist wirklich ekelhafter als in einer Pause oder nach der Tour in feuchte oder gar nasse Klamotten schlüpfen zu müssen. Ein No-Go sozusagen.

Aber das Handling ansich ist nicht ganz so einfach. Schon die Montage am Bike verlangt nach einem gewissen Geschick. Ist das Teil aber erstmal montiert, wird das wohl kaum irgendwie runterfallen.

Der nächste Punkt ist, und genau da kommt jetzt witzigerweise ein Punkt zum Zuge, der bisher eher als Nachteil aufgefallen ist, das Packvolumen, also das was man reintun will, oder besser muß, kann gar nicht groß genug sein. Ist der Seat-Pack nicht voll genug, bleibt soviel von der Leerhülle über, daß man das nicht mehr gescheit verzurrt bekommt. Auch will die Beladung überlegt sein. Das genutzte Volumen sollte möglichst press verfüllt sein, denn sonst kann er, wie auch in meinen Versuch, in sich „abknicken“.

Viel mehr will ich an dem Punkt jetzt aber auch noch nicht tippen. Denn dazu ist er für mich noch zu neu. Fakt ist, jener ist was für echte Randonneure.

Part 8.: ich kann´s nicht lassen, aber als nächstes steht dann wohl noch die Lenkerlösung an, der Handlebar-Pack. Das ist dann wie mit Frauen und Schuhen…

Soviel also erstmal dazu…


Einen echten Bikerucksack habe ich nicht und würde ihn auch nur haben wollen, wenn ich mal ein echtes Mountainbike hätte und dann damit auch längere Touren machen würde.
Aber selbst wenn, dann wäre das mit Sicherheit keine einfache Wahl für mich. Denn wie man oben sieht, neige ich zu wasserdichten Lösungen. Und da gibt es entweder nur Regenhüllen, die mich nicht so wirklich überzeugen oder eben wieder einen Rucksack von Ortlieb.

Letztere sind was Wasserdichtgkeit anbelangt mit Sicherheit nicht in Frage zu stellen, aber nachdem ich mir die Modelle immer mal wieder in diversen Läden anschaue, die Tragesystheme sind nicht ganz so der Burner, um es mal so zu sagen.

Vor ein paar vielen Jahren machte mal ERGON einen Ansatz einen echten wasserdichten Rucksack samt einem brauchbaren Tragesysthem auf den Markt zu bringen. Nur leider, ich habe das jetzt nicht mehr ganz so im Kopf, ist das Modell dann doch nicht bis zur Marktreife gebracht worden, oder nur kurzzeitig auf dem Markt gewesen. Den hätte ich mir geholt.

Grundsätzlich ist gerade das Tragesysthem maßgebend. Denn jenes entscheidet nicht nur über einen passgenauen Sitz, sondern auch auch über eine optimale Belüftung beim Tragen und damit wiederum maßgeblich über den Tragekomfort.
Gerade der letztere Punkt hatte mich damals zum Erwerb des Hip-Bag annimiert. Denn jener liegt ja eben nicht am ganzen Rücken an, sondern eben nur auf den Hüften.

Resumé: ja wie man so sieht, die Auswahl ist groß, DIE ideale Biketasche gibt es nicht immer, denn die Einsatzanforderungen sind dann irgendwie immer zu unterschiedlich. Natürlich spielt auch der persönliche Geschmack oder eben auch der Geldbeutel eine entscheidende Rolle.
Ich hoffe jedenfalls das ich mit diesem „kleine“ Getippe Interessenten weiterhelfen kann. Wenn nicht, fragen.

3 Antworten to “Ideale Biketaschen… ( 28.10.2016 )”

  1. 🔆Sigrid🔆 Says:

    Super Bericht über die vielen Möglichkeiten der Gepäckbeförderung an einem Rad. Wir haben vier Taschen der Art : Roller Bag – also für hinten zum Anbringen und „aufwickeln“ absolut wasserdicht, unverwüstlich und immer zu gebrauchen auf Radtouren für alles, was man so braucht. Die waren teuer, haben wir aber jetzt schon 8 Jahre und ist überhaupt nichts dran.
    Außerdem habe ich eine hübsche Lenkertasche Marke Klick-fix, die ich dann einfach über der Schulter mit mir rumtragen kann, wenn wir irgendwo in der Stadt bummeln gehen. Auch sehr praktisch.

    LG, Sigrid

    • alex Says:

      Ja hallo Sigrid, ja so echte Fahrradtaschen sind für eine entspannte Tour echt super. Über so eine Lenkertasche hab ich auch schon öfters nachgedacht. Kann mich aber rein vom Styl her nicht damit abfinden, das da so ein Ding fest am Lenker verbaut ist. Ja ich weiß, hört sich total bescheuert an, iss aber so.

      • 🔆Sigrid🔆 Says:

        Abnehmbar und zwar jederzeit, genau das schätze ich an einer Lenkertasche. Aber du fährst „anders“ Rad als wir. Wir machen schöne, gemütliche Radtouren, kehren zwischendurch ein. In meiner Lenkertasche habe ich immer Geldbeutel, Spiegel, Lippenstift UND meine Kamera!!!
        Unverzichtbar für eine Frau. Übrigens hat mein Herzblatt ebenfalls eine Lenkertasche. Dort verstaut er meistens einen Powerpack für unser Handy, weil wir oft navigieren auf Routen.
        So hat halt jeder seine Prioritäten! LG, Sigrid

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