7.305km/ 04.11.2016

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Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren Bilder: der Neustart nach dem langem Urlaub, jeden Tag 20 Kilometer zum Job hin und nach der Schicht wieder 20 Kilometer zurück. Endlich – und – es tut gut !

Mittwoch: erstmal einrollen lassen. Lief aber schon gut, habe aber auch nicht DAS Tempo anvisiert. Leider war´s feucht frisch, Regenzeug war also Pflicht. Die gepimpte Regenhose kam zum Zuge, ich denke ich war gut sichtbar. Über so Kleinigkeiten, gute Ideen, da freue ich mich.

Donnerstag: und wieder frisch, fromm & fröhlich morgens auf´s Rad, keine Nachwirkungen. Fast gleiches Wetter wie am Vortag, nur einen Tacken wärmer. Nachmittags gab´s deshalb auch nur die einfach Radmütze unter´m Helm und sogar Kurzfingerhandschuhe.
Mein „größtes Problem“ war die 2 Stunden Fahrtzeit für den Winterpokal voll zu bekommen. Trotz leicht verlängerter Strecke mußte noch eine Runde über den Spielplatz herhalten.

Freitag: zum glück deutlich trockener, also mal ohne Regenhose. Frisch war´s aber trotzdem.

Test: am Morgen kam dann mal wieder das neue Handlebar-Pack zum zuge. Gut angefüllt mit Wechselwäsche und anderem Kleinkram hielt sie dem Test stand. Es hätte noch was reingepasst, aber dann hätte ich anfangen müssen besser zu sortieren und zu stopfen. Aber sonst…

dsc07841-handlebar-pack

crazy Fahrten: hatte wir doch neulich unterwegs auf der Haldentour für die „Helden“ der Kaffeebude. Mein Einfall die Nummer mit der Hald Großes Holz einmal die Woche anzugehen wurde umgesetzt. Um das ganze jetzt nicht so namenlos im Raum stehen zu lassen, gab ich dem Kind mal den Titel The Beast – Halde Großes Holz/ Steckenbeschreibung nebst Bilder.

Ich würde das Intro zum heutigen Tagesabschluss mal so beschreiben. Nach der ja noch erholsamen Hochfahrt am Dienstag wusste was auf mich zukommt. Nicht zu vergessen, ich hatte die ganze Woche schon Programm gemacht.
Da waren eben die beiden Touren, von denen ich mich zwar stets gut erholt hatte, aber mit den täglichen Fahrten zeigten schon so ein paar Erscheinungen. Ein gesegneter Apetit und so einen gewissen Respekt eben vor dem was da kommen würde.

Dennoch, noch locker eingerollt am Haldenfuß entlang…

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…ging es zum Startplatz. Dem Parkplatz als Zugang zur Halde Großes Holz wurde zärtlich eine Positionerung vorgenommen. Ich erwischte mich dabei, wie ich nochmal ein Bild von der Schautafel machte. Nicht ablenken, rauf soll´s gehen !

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Gut, also wieder ein letzte Bild vom Bike mit der Rampe im Hintergrund…

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…noch schnell die Startzeit festgehalten und dann los.

dsc07847-start-time

Nicht das wir uns jetzt falsch verstehen, ich bin kein reiner Begfahrer. Klar wird ja auch schwer hier in der Ecke. Aber mit meiner Übersetzungskapazität von gerade mal 36 Zahn auf dem kleinsten Kettenblatt und maximal 28 Zähne auf der Kassette sieht das schon rein von der Technik nicht nach einer Klettermaschiene aus.
Für mich stand im Vordergrund eine sinnvolle Abwechselung von der Alltagsstrecke zu bekommen und so praktischerweise noch Fahrtzeit für den Winterpokal zu generieren.

Ja ich geb´s zu, die Nummer war hart und trieb meine Pumpe in einen Bereich der so kurz vor dem Vernuftsausstieg war. Die Kraft in den Beinen war nicht so maßgeblich, aber die Lunge saugte die doch recht frische Luft in dem Tempo ein, daß sich im Umkreis von 5 Metern um mich herum ein Vakuum ergab.

Schon an der ersten Rampe, also vor dem ersten Turn von The Beast, muß man alles geben. Groß ansprinten kann man gar nicht. Recht fix muß man vom großen Kettenblatt auf das Kleine und landet schneller im totalen Berggang, als man denken kann. Dann gibt die Übersetzung bei mir nix mehr her und ich krabbelte im Schrittempo, unter 5km/h, die erste Steigung hoch. Beim Bildermachen auf dem Abstieg bin d aein paar Meters gelaufen. Selbst das ist schwer.

Erschwerend kommt zur Zeit dazu, das eine gute Portion Laub auf dem Asphalt liegt. Ist das Laub und der Untergrund feucht, fängt das Hinterrad an chancenlos durchzurutschen. Hat man einen Vordermann vor sich, dem das passiert, muß man genauso absteigen, wie eben der Vordermann. Ausweichen wird aufgrund der Schieflage, die Rampe hat locker geschätzt einen zweistellgen Steigungs-Bereich, kaum möglich.

Nach einer größeren Rechtskurve zum Luftschnappen ist das schon unerbitterlich die nächste Rampe vor einem. Jetzt bloß nicht absteigen, die Beine werden unendlich dick und schwer, es würde eine lange Pause. Schwitzend bei dem Wetter wo am Berg zu stehen, ist nicht das angenehmste. Also weiter die Kurbel drehen lassen. Bis zum nächsten Turn, etwas enger geschnitten aber machbar.
…wenn man noch genug Luft hat und eigentlich nicht lieber das Bike den Hang runter schmeißen würde…

Das Herz rast, hört nicht auf unendlich viel von einem Sauerstoff-Blutgemisch in die Beine zu pumpen. Man zieht rum und sieht schon fast soetwas wie eine Erleichterung vor sich. Fakt ist die Steigung fällt in einen einstelligen Bereich, doch leider sieht man den Horizont nicht sofort. Sauerstoffmangel im Hirn mit den angegliederten Augen oder es ist es tatsächlich so ? Es wird flacher, also sagt man sich: „das schaffst du nochn du Arsch.

Tatsächlich sieht man dann nach ein paar Metern „Land“ und es beginnt so leicht, alleinen der Begriff „leicht“ im Kleinhirn stößt Endophine aus, zu werden, das man merkt, man könnte sich ja mal wieder in den Sattel setzten. Das ist dann auch eine gute Idee.

Sitzend werden andere Muskelpartien angesprochen, die Übersäuerung ist gebannt. Nach etwa 500 Metern sinkt der Puls auf unter 100, ein Wahnwitz wie erholsam das ist. Tatsächlich wird es flach, man wechselt wieder auf das große Kettenblatt und bekommt ein Tempi jenseits der 15km/h. Gut um ein Viertel umrundet man noch den rechts liegenden Gipfel. Gedanken an einen weitere mögliche Steigung verschwinden. Man muß sie nicht mal bewusst ausblenden, schätze mal das erledigt das Unterbewusstsein.

Dann geht´s noch einmal ran an die Kartoffeln. Die letzte Steigung ist „nur“ lang und zieht eher fast harmlos hoch. Erst gegen Endes, ausnahmsweise, als nicht wie am Start, wird´s nochmal ein wenig mehr. Man hat den Gipfel aber schon in Griffweite.  Glücksgefühle ? Man schnappt nur nach Luft und geht ein paar Meters, bevor man realsiert, ja ich bin oben und zwar OHNE abzusteigen.

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Erstes Bild in Richtung Lanstrop

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Beweisfoto

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So lang können unter 8 Minuten sein ??? Scheiße…

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Noch mal ein Pic zum Posen, nein, nur um noch einen Grund zu haben nicht schon wieder auf´s Bike zu steigen. Ganz ehrlich, runterfahren ist langweillig. Zumal nur so auf Streckenasphalt. Und frisch wird´s dabei bestimmt auch noch. Also schnell die Jacke dicht gemacht, das Windstopperhalstuch unter die Helmschnalle fixiert und runter rollen lassen.

Beim runterrollen habe ich dann auf den ersten drei Rampenpunkten angehalten und die Bilder für die Streckenbeschreibung gemacht. Da kamen dann bei mir auch immer wieder so Momente wo ich kräftig nach Luft schnappen mußte und auch mal in die Hocke gegangen bin. Nach ein paarmal durchatmen, ein paar guten Schlücken aus der Wasserpulle und einem vorsorglichen spanischen Mandel-Nuggat-Riegel, trat dann aber Ruhe ein.

Der Rest der Heimfahrt wurde weniger ambitioniert gemacht. Den Nebelhügel sparte ich mir und nutzte die No Grip Area

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…welche zumindest am Ende ihrem Nahmen alle Ehre machte. Der feuchte Lehmboden wird vom Hinterrad weggeschabt. Ja so war das heute, ganz schön crazy. Überhaupt, der Rest der Bilder wie gewohnt <klick>.

Ach ja, wenn das mit meinem Bewegungsplan so am Wochenende klappt, ist für Montag der nächste Aufstige geplant. Montag, weil ich nächsten Freitag, als einen Tag vor der Channel Challenge so eine Nummer nicht haben muß.

Bikeklamotten: ja mein Lieblingsshirt geht in die letzte Runde. CRAFT hat das so nicht mehr im Programm, nur noch ohne langen Hals. Gerade dieses Detail liebe ich so. Das BeActive Extrem wird durch das BeActive Extrem Evolution ersetzt, was mit Sicherheit vergleichbar ist. Aber eben ohne diese Praktische „Halstuch“. Eines konnte ich noch bei Bike24.de in XXL erstehen.

Da ich auf dem Job aber aktuell das morgens Getragene nicht so gut getrocknet bekomme, nehme ich also aktuell ein weiteres frisches mit. Bedeutet zwei Shirts am Tag, bei nur vier im Sortiment…
…mehr waschen. Jetzt muß ich mal schauen ob ich noch wo welche finde. Blöd, denn eigentlich wollte ich mir noch welche holen.

…und sonst ?/ Newticker: könnte man auch unter der von Bikesnob laufenden Kathegorie „Gierige Räder“ laufen lassen, würde ich dann als gierige Bikes betitteln. Heute in der Frühe entdeckt via Radforum.de

Konstructive Cycles Berlin

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