8.005km/ 25.11.2016

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vorab, eventuell sogar als Warnung, eingeschoben, der Versuch diesen Beitrag zu teilen und somit lesbar-kürzer oder überschaubarer zu machen, ist kläglich gescheitert. Also nehmt es so wie es ist – danke.

Bike nachgedacht: mein Gott so lange ist das schon her !? Ich fahre jetzt seid…

2008

 

…durchgängig, damals noch mit dem Volotec, das jetzt aber mehr als 36.004 Kilometer runter hat und somit mal gegen das CAADX ausgetauscht wurde ( weil dann doch so langsam ein paar Makel auftauchten, die da eben nicht mehr so einfach zu handeln sind ).

Das wurde mir just nach einem Artikel von Aller Wege bewusst. Das sind mal satte 8 Jahre. Acht Jahre bei jedem Wetter raus und auf´s Rad um damit hauptsächlich zum Job hin und eben auch wieder zurück zu kommen.
Natürlich gab´s auch noch die eine oder andere „Umleitung“, Erkundung oder auch mal hier und da eine Tour. Letztere eher wenig, auch wenn da die Tage schonmal der Verdacht aufkam, daß ich im grunde neben dem Radeln kein normales Leben ( gut normal ist das schon nicht mehr, aber was ist schon normal oder noch besser gefragt, ist „normal“ besser oder gut ? ) mehr führe.

Natürlich sieht meine „Kleiderkammer“ entsprechend aus. Neben den Klamotten ist aber auch ein wenig Logistik drumherum immer hilfreich. Meine Bikes haben eine eigenen Schuppen/ Fitnessgarage zum unterstellen, Werkzeug und Pflegemittel inklusive. „Rein zufällig“ habe ich einen frostsicheren Außenwasseranschluss mit kurzem Schlauch. Um mal eben den groben Dreck weg zu machen. Natürlich draußen auf der Terrasse oder eben auf dem Stückchen Rasen.

Auch auf dem Job, wo´s ja täglich hingeht, passt das ganz gut. Die Katzenwäsche mit Waschlappen und Deo reichen, es geht ja eher gemächlich hin. Wechselwäsche ist dank neuer wasserdichter Ortlieb Taschen auch kein Ding. Ein zweiter Spind war auch noch frei.

Dennoch, je kälter und mistiger es wird, deso länger braucht man um sich an zu ziehen oder eben auszuziehen und alles sach & fachgerecht wegzuräumen. Und die Technik muß natürlich auch stimmen. Mit irgendeiner Schlörre oder wie auch oft im „Fachkreisen“ als Bahnhofsschlampe bezeichnet, die technisch eher grenzwertig ist macht das auch seltener Spaß.
Gedigene & solide Mittelklasse ist da im Einsatz, was aber auch für viele Normalbürgen, zumindest preislich, schon fast abgehoben erscheinen mag.

Ja und ich ich habe sogar Spikereifen. Das sind Fahrradreifen mit denen man sogar im Winter auf Glatteis fahren kann. Ist immer wieder ein Erlebniss. Vor allem wenn man dann in die ungläubigen Augen der PKW-Lenker schauen kann – wenn man sie überholt weil sie keinen Meter mehr vorwärts kommen.

Momente der Freude

Aber es macht soviel Spaß, selbst im Dunkeln. Erst letzte Woche Freitag bin ich im Extremwetterwechsel am Kanal nach Hause gefahren. Los und alles furztrocken. Dann mal ein paar Regentropfen, dann aber wieder trocken. Der Wind bließ aber schon von gut hinten und das Tempo lag so bei 25-30km/h, ohne große Anstrengung. In Höhe Marina Rünthe ging´s dann los.

Der Wind zog, oder besser schob derart an, daß ich anfing mir Sorgen zu machen. Die Reichweite meines Scheinwerfers ist auch nicht unendlich. Dann dieses Rauschen vom Wind an der Baummeile die ich passierte und sie zu meiner linken Seite lag. Unheimlich ! Und dann öffneten sich die Schleusen. Satte fette Regentropfen so dick wie Bindfäden ergossen sich scheinbar unaufhörlich aus dem Himmel.

Ich hatte Problem zu sehen, weil´s so dicht war, also Tempo runter. Und wer´s nun glaubt oder nicht, innerlich war ich furztrocken. Gutes Regenzeug ist eben Gold wert.

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Bikebilder/ Sport & Alltag: so die Woche begann schon wieder am…

Samstag: es war dann bei Tageslicht doch nochmal eine gründlichere Bikepflege nötig.

Sonntag: der Tag den ich mal als Opening bezeichnen würde. Denn die letzte Woche war zwar vom Radlen her intensiv, ein Versuch war es ja mal wert, dafür kamen aber alle – und ich betone alle – anderen köperlichen Betätigungen zu kurz. Und so werde ich ab heute mal wieder die Sache mit dem Alternativtraining angehen. Gleich nach dem Frühstück auf jeden Fall etwas Menthaltraining, also was für´n Rücken und so. Auch wenn ich gerade sehe es regnte draußen. *grübel wie mach ich das ?*
Später wird´s dann wohl einen kurze Laufeinheit werden, Winterwetter hin oder her. Bin mal gespannt wie das dann so läuft. Ob´s dann hinterher noch für eine kleinere nachgereichte körperliche Ertüchtigung reicht, wird sich zeigen.

*wenige gute Stunden später*

So, von wegen Winterwetter, stürmisch war´s und der heftige böenhafte Wind hat den bösen, bösen Regen weggeblasen. Stellenweise lugte die Sonne auf´s Heftigste am Himmel, nur leicht abgeschirmt von der einen oder anderen Wolke oder kleineren Wolkenfront. Ein Blick auf mein „Traningsareal“…

dsc07914-nice-scene

Just zum Start des Menthaltraining war´s trocken. Blätter harken, ansich völlig sinnlos bei dem Starkwind, habe ich dann aber trotzdem mal gemacht und dann ging´s schlüpfend in die Laufschuhe.
Training draußen im Winter ist für mich so selbstverständlich wie Zähneputzen. Ich kann gar nicht anders und überlege dann immer, wie ich das trotz vermeintlichem Mistwetter doch hinbekomme. Wobei heute konnte man nicht von wirklichem Winterwetter reden. Das Thermometer zeigte mal gute +10c° und mehr, die Sonne kam immer wieder durch und selbst der Wind war nicht kalt. Gut, hätte mich jetzt auch gewundert, denn Wind von Süden kann im Grunde gar nicht kalt sein. Aus Osten oder Norden ja, aber so…
Jedenfalls gab´s hinter noch eine kleine „Abhängeinheit“.

Und somit ist für heute mal gut. Den Rest vom Sonntag chillen, ausruhen und dann morgen wieder losstarten. Wobei, wenn morgen früh so ein Wind ist und ich zum Job radel, das wird schon was…
Dennoch der Sonntag wurd mal eben für ein zwei Handgriffe genutzt.

Bikeklamotten/ Reflexmaterial: in meinem Fach hatte ich noch einen Streifen der Kleiber Singal-Flicken gefunden. Und da ich ja am Donnertagmorgem mal meine GORE Regen-Helm-Cover nutzen mußte sah ich dieses serienmäßige Reflexstreifchen. Einfach nur süß. Geht ja mal gar nicht. Wie kann man denn nur glauben, daß s ein Ministreifen angeleuchtet nennenswerte Lichtreflexe wiedergeben kann, also auf Disatz gesehen ?

dsc07915-reflex-helmcover

Den Unterschied sieht man recht gut. Oben ist dieser winzige Streifen, darunter der auch nur 2,5cm breite Streifen. Nach dieser Aktion wurde dann alles wieder in den Schrank geräumt…

dsc07916-reflex-cabinetund siehe da…

Die erst im letzten Jahr erworbene LED Lenser SEO 7R fiel mir in die Hände. Gut, denn für potentielle Flickaktionen habe ich schon seit Tagen eine andere, wenn auch deutlich kleinere Kopflampe in meiner Hüfttasche. Die nimmt dort aber auch gut Platz weg und stört mehr als das sie nutzt. Mit der LED Lenser SEO 7R auf dem Helm geklipst kann sie eben die andere ersetzten. Da fällt mir doch glatt ein, ich könnte mal einen Testbericht vorbereiten.
Überhaupt Testbericht, für die beiden neuen Ortliebtaschen könnte man ja auch schonmal testberichtmäßig vortippen.

So bekommt man den Sonntag auch rum. Ach gott, da hab ich noch einen Entwurf gefunden, von einer Streckenbeschreibung, Cappenberg Gerlingsbach/ Kiliansbach die mach ich jetzt erstmal fertig.

Montag: es ist mal fast durchgängig trocken und beim Radeln sogar komplett. Wär hätte das gedacht. Warm ist es auch geworden. Morgens eine gute Portion Gegenwind, Nachmittags dann wieder am Kanal entlangfliegen.
Am frühen Abend ein Festmahl zur Volljährigkeit meines Sohnes. Es dauerte eine Weile bis das durchgesunken war. Dann war die nötige Bettschwere erreicht, jetzt wird noch die Funzel für morgen an den Saft gehängt und dann die Zahnbürste in den Rachen geschoben.

Dienstag: …morgen war es noch wärmer. Das Thermometer zeigte satte 13,5c° in der Frühe. Der Wind ging so. Dennoch wunderte ich mich, daß ich über 50 Minuten für die Jobanfahrt gebraucht hatte.
Nachmittags ging´s dann über eine leicht verlängerte Anfahrt nach Hause. Fahrzeit generieren und eine frisch gemachte Straße inzspizieren. Taugt der Randstreifen was ? Urteil: ansich schon, hätte man nur nicht Wegbegrenzungen so dösig blöd 20cm von der Fahrbahmarkierung hin weg montiert.

Die Rechnung mit der Fahrtzeit ging nicht ganz auf, auch wenn ich noch die letzten 2 Kilometer hab nur rollen lassen. Eine Runde über die Spielplätze mußte noch her. Bingo, Zweistunden und ein paar Kaputte. Hinterher ging´s noch auf die Terrasse, was für die Muckies tun.

Mittwoch: langsam wird das echt anstrengend mit dem Winterpokal. Jeden Tag wieder ne´neue Umleitung rauspicken, damit ich auf 2h Fahrtzeit komme. Und dann reicht´s doch nicht und ich muß das CAADX noch mal wieder über die „Spielpätze“ rollen lassen. Heute in der Frühe bin ich mal wieder einem kapitalen Doppelplattfuß entrollen. Was hab ich gefiebert, daß da nix passiert ist. Aber ich hatte mächtig Glück.

Denn als ich nach der Schicht den Streckenabschnitt nochmal bei Tageslicht inspizierte sah ich die Megaglassplitter. Da hatte einer wohl ein Art Gurkenglas auf die Fahrtbahn donnern lassen. Glasscherben lagen überall und in jeder Größenordnung. Da hatte ich wohl mehr als nur Glück. Hab dann alles in die Seite gekickt, Strecke wieder frei.

„Zum Glück“ war ich heute nochmal Laufen und habe hinterher wieder ein paar Klimmzüge gemacht. Warm war´s heute, aber noch annehmbar.

Morgen werd ich nach der Schicht mal eine Streckenerkundung machen und sehen wie weit man auf der anderen Kanalseite rollen kann. Rein von der Streckenkarte her werd ich dann wohl an der Lippe weiter rollen.

Donnerstag: in der frühe mal einen Großteil der Strecke am Kanal zurück gelegt. War einfach zu schön. Nachmittags dann die Streckenerkundung gemacht.

Die Nummer lohnt sich mal so gar nicht. Ab Waltrop wieder zurück sind´s gefühlt gerade mal 10 Minuten, dann steht man am Kraftwerkszaun und kommt nicht weiter. An der Brücke vorher kann man nur via Treppe die Kanalseite wechseln, ist also auch keine Option. Kurz vor der Eisenbahnbrücke geht´s aber links ab durch´n Miniindustriegbiet und dann eben eine aber recht guten Fuß-Radwegkombi. Ab da steht man man in windeseile wieder kurz vor Lünen.

Resumé: kann man sich beruhigt knicken.

volle tausend Kilometer:

Freitag: mächtig frisch gewoden ist es. Klar bei einer guten Ostbrise lag das Thermometer am Tacho gerade mal bei 1,6c°. Auf der Heimfahrt hatte ich dann eben jene Wind die meiste Zeit von vorne, also traf ich eine Streckenwahl…

…die Kuhbachtrasse sollte es sein. Und so trottete ich diesen Weg entlang, nicht ganz so motiviert drehte ich die Kurbel recht gemächlich und rollte so vor mich dahin. Praktischerweise bekam ich so auch die zwei Stunden voll, die man eben so braucht.

Zu Hause angekommen wurde dann sogleich das CAADX einer kürzeren Pflegeeinheit unterzogen und so für die nächsten Fahrten wieder instand gesetzt. Das darf man schon mal machen wenn ein Bike seine 8.005 Kilometer voll gemacht hat.

Zum Abschluss schlüpfte ich nochmal in wärmere Trainingsklamotten und begab mich für eine Trainingseiheit auf die Terrasse. Unter sternenklarem Himmel wurde dann noch etwas „geturnt“, dann ging´s ab in die Dusche, den „Wanst wieder vollgeschlagen“, dabei Blödsinn auf YT geschaut und jetzt den Tagesabschluss mit Tippen verbringen. So langsam werde ich müde. Das Wochenende steht unaufhaltsam vor der Tür…

4 Antworten to “8.005km/ 25.11.2016”

  1. 🔆Sigrid🔆aktiv60plus🔆 Says:

    Das ist ja ein halber Roman geworden, Alex! Ja, und ganz am Anfang steht’s schon und frage ich mich, gibt’s noch ein Leben neben dem Rad fahren, pflegen, aufhübschen, sicher machen, Equipment kaufen, Blogs anderer Biker lesen ❓❓ ❓ Ich radle ja nun fast ausschließlich zusammen mit meinem Mann oder Freundinnen, weil es Spaß macht, ein gemeinsames Hobby zu haben, z.B. Radtouren. Teilt denn jemand in deiner Familie deine „Leidenschaft“?

    Da ich dir „folge“, lese ich deine Beiträge – wie jetzt – mit dem Macbook auf’m Sofa während ich irgendwas im TV glotze und auch noch nebenher einen Artikel in der SZ lese – sehr interessant – „Das Internet der Dinge birgt Risiken, die niemand ernsthaft kontrolliert“ Erschreckend, was ich da lese. Werde mich morgen ausführlicher damit beschäftigen.

    Wünsche dir ein schönes Wochenende! Mit oder ohne Rad 😊

    • alex Says:

      …ja wie iech schon schrieb, ich hatte einen Versuch unternommen den Beitrag zu teilen, aber dafür war´s dann schon wieder zu spät.

      Ja und zum Thema „Leidenschaft“, was Du wohlwissend vorsoglich mal in Gänsefüßchen gesetzt hast, schrieb ich schon die Tage.

      Die Kurzvariante diese verlinkten Textes ist, ich schreibe nur soviel über´s Radeln, radle aber tatsächlich eigentlich nur zum Job hin und eben wieder zurück.
      Und nein, es teilt keiner aus der Family mit mir. Schade eigentlich. Aber nun gut, solen sie dan auch mit mir zum Job radlen ? *lach*

      • 🔆Sigrid🔆aktiv60plus🔆 Says:

        Hallo Alex, tatsächlich hört es sich wirklich viel mehr an, wenn ich deinen Blog verfolge, aber natürlich ist jeder „Blog“ ja auch nur ein Ausschnitt unseres Lebens. Für mich hört es sich aber tatsächlich so an als ob sich alles bei dir um’s Rad dreht und du trainierst ja auch sonst viel – Stichwort: Terrasse!
        Da bin ich froh, dass wir zwei beide (grins) zwar nicht grade Leistungssport betreiben, aber wenn wir unsere Touren machen, dann fahren wir schon auch zwischen 40 und 60 km und auch alles ohne „Motor“! Die Mischung aus Bewegung, Spaß am Radeln, Natur, neue Gegenden erkunden finde ich genial beim Rad fahren. Wandern gefällt mir zwar auch sehr gut, aber nicht hier, eher in bergigen Gegenden wie Allgäu, Bayern, Schwarzwald usw. Und natürlich ist es schön, wenn das dem Partner auch gefällt. Ist bei uns glücklicherweise so. Dann gibt’s kein Stress wegen Urlaubsplänen und so…..

  2. alex Says:

    …naja viel Sport, Stichwort Terrasse, mache ich ja auch nicht. Nur hakt regelmäßig. Und das Trauning auf der Terrasse dauert sogar inkl. kleiner Päusschen etwas mehr als 30 Minuten maximal 45 Minuten. Und das ist ja auch nicht die Welt. Außerdem gibt es Tage genug, da komm ich zu nix…

    Aber über „nix“ könnte ich ja auch nicht gut schreiben. Und so würde ich wieder anfangen zu „denken“. Und über´s „Denken“ schreibe ich schon lange nicht mehr. Vielleicht wäre hier auch ein „schade“ angebracht.

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