11.378km/05.03.2017

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Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Erstbefahrung/ Biketouren Bilder: also der Gedanke mal wieder zur Emscherquelle zu fahren, den hatte ich dann doch heute umgesetzt. Der Basisgedanke war, die Dorf Anfahrt via Kessbüren – Emscherquelle mal im Navigehirn zu verfestigen, aber auch mal zu schauen, wie das denn so ist, wenn man jene Strecke von hier aus fährt. Nebeneffekt sollte-könnte sein, die eine oder andere Sache mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Der Tourstart war nicht der einfachste. Schritt Nr. 1. sich vom Frühstückstisch aufzuraffen und auf´s Bike zu setzten hatte ich recht passabel hinbekommen. Das Losrollen war dann schon etwas schwerer. Es war arg windig mit viel Sonne. Also wurde erstmal wieder wo Kleidung abgelegt und das erste Bild gemacht.

DSC08379 tourstart.JPG

Bis zum zweiten kurzen Halt war mir auch total klar, wohin diese Nummer gehen wird: Geplacker vom feinsten, hauptsächlich gegen den Wind und dann ja wohl auch gegen die Berge. Irgendwie erinnerte mich das dann an Don Quichotte.

DSC08381 second stop.JPG

Wieder weiter gekurbelt wurde der erste länger Stop mit einwerfen eines Marsriegels absolviert. Hier war auch klar warum ich den einen oder anderen Abstecher zum schauen mache werde, bzw. doch ein Foto mehr machen würde, als sonst. Ganz einfach, so kann man gut ein kleines Päuschen einlegen.
Jedenfalls ging es dann auch ab diesem Pausenpunkt direkt an´s erste Eingemachte. Bis Kessbüren hoch kroch ich auf dem kleinsten zum Glück frisch montierten 34er Miche Kettenblatt die Steigungen, Bege und Rampen hoch.

Also, ab da ging´s dann aber erst richtig los. Ich ließ es aber langsam angehen *hahaha*, schnell wäre ja eh nicht gegangen. Denn der Wind bließ als ob es kein Morgen mehr gäbe. In der „Spitze“ waren es noch gerade mal 10km/h. Natürlich mit der entsprechenden Steigung. Um genau zu gehen, kurz hinter Kessbüren.

Im grunde müßte man sich, also ich, fragen warum tut an sich das an ? Ganz ehrlich ? Keine Ahnung. Ich glaube als Radler das Ziel vor Augen schaltet man entweder komplett ab und nimmt es so wie es ist oder…
…die ganze Harten Jungs beißen sich daran sogar noch fest, bekommen Schaum vor´m Mund und blutunterlaufene Augen. Aber keine Angst, ich gehöre eher zur ersteren Gruppe. Also glaube ich…

Jedenfalls ging es dann mal wider etwas auf Walderkundung.

DSC08387 nebenwald.JPG

Hinter Unna oder eben Kessbüren, kurz bevor es auf Billmerich zugeht führt der Weg ja paraell an einem Wald entlang. In diesem Wald ist eine, ich sage mal, Strecke, die aber eher selten von Leuten allgemein frequentiert wird. Bis zur Abzweigung nach Kessbüren, oder so wie heute, von Kessbüren kommend, habe ich dann mal diese Waldstercke unter die Räder genommen. Lässt sich schön fahren, ist sehr ruhig und vor allem windgeschützt ! Überhaupt windgeschützt, im Wald kann das ja so schön sein…

Mehr oder weniger am Ende dieser Erkundung wurde dann unter die Lupe genommen, was ich schon bei der letzten Fahrt daher entdeckte. Da waren ein paar Jungs im Wald, gut sichtbar, jedenfalls für mich, mit Schaufeln „bewaffnet“ und hatten Spaß.

Die haben sich da ein wahre Paradies für geneigte MTB´ler gezaubert. Rampen, Anlieger, und und und. Die Anlage wird durch die Topografie mit mittigem Bachlauf unterstützt. Tja, die sind clever und sparen sich die Fahrten nach Winterberg.

Dann ging´s doch weiter nach Billmerich rein, hindurch und an der anderen Seite gleich wieder hoch. Das war zwar nicht mein ursprünglicher Plan, aber als ich da so stand, fiel mir ein, da ist doch ein Wald mit einer Route drin. Hatte ich bei der ersten Streckenfindung gesehen, aber bisher nie ausprobiert.

DSC08390 wald.JPG

Viel mehr als Trampelpfad ist da aber zur Zeit nicht. Ich mutmaße mal, am Ende dieser Route lag sehr viel Querholz. Da wird also wohl kaum Verkehr sein. Und wo eben kein Verkehr, da auch kein Trampelpfad.
Danach ging es dann aber zumindest gefühlt recht flott. Wohl auch, weil die echten fiesen Rampen weg waren und ein Ziel schon fast haptisch vor Augen. Seltsames Wortspiel.

Endlich am Ziel angekommen – und ich konnte mich auch dazu durchringen überhaupt bis dahin zu krubeln. Denn, um ganz ehrlich zu sein, schon an dem Punkt wo ich den MTB´ler Traum sichtete, dachte ich so im stillen für mich: „bis hier hast´e ja alles erkundet, kannst´e ja auch umdrehen.

DSC08391 emscherquell top.JPG

Also kurz Foto gemacht, wieder einen fetten Schluck aus der Pulle, etwas durchgeatmet und dann ab in´s Dorf. Mir war nach Cappuccino & Kuchen, sprich Kallorien. Man macht sich ja keine Vorstellungen davon wie tot Holzwickede sein kann. Drei geschlossene Bäckereien, zwei oder drei Griechen und eine Dönerbude. Letzere waren zwar offen, aber danach war mir nicht. Sah auch alles nicht sehr einladent aus.

Erst der letzte Versuch war erfolgreich, quasi kurz vor´m Flughafen. Dafür hatten sie ein sehr leckere Kuchenauswahl, der Cappuccino war recht groß und man konnte drinnen hocken, sein Gefährt stets im Blick. Also war dann erstmal Päuschen mit Kaffe & Kuchen angesagt.

Die Rückfahrt war dann etwas entspannter, ja sogar langweilig. Es ging zum einen super fix, klar den Wind fast immer im Rücken und auch die Anzahl der Steigungen hielt sich in Grenzen. Und so gönnte ich mir noch eine letzte Erkundungsfahrt ( Dorf Anfahrt Emscherquelle via Mühlhausen/ Kessbüren ).
Hinter Kessbüren, also auf der Rückfahrt hatte ich schon vor der letzten Nutzung dieser Strecke einen Wald samt Radrouten ausgemacht. Die Routen sollte in Richtung Mühlhausen führen und sowohl am Waldrand entlang, also eigentlich auch durch den Wald möglich sein.

Gut so direkt durch den Wald bin ich dann doch nicht mehr, sah einfach wieder alles zu weit wegführend aus und es lag auch wieder jede Menge Holz da rum. Und in Sackgassen rumeiern, darauf hatte ich dann doch keine große Lust mehr. Den einzigen Versuch den ich unternahm, der endete dann auch gleich in der Schleife, also wieder alles zurück zum Hauptweg.
Jetzt auf der Karte sehe ich aber gerade, recht direkt unter der A44 führte noch ein Weg mehr in Richtung Ost. Der dürfte, jedenfalls nach der Karte, in´s Bimbergtal mit dem Lünerner Bach führen. Schaut so auf der Karte gut aus, also nächtes mal…

Bis dahin bin ich aber erstmal recht easy gen Heimat gerollt und habe mir noch einen Sonnen-Tankstop gegönnt. Wenn sich aber die Wolken vor die Sonne stellen wurd´s durch den Wind nicht mehr ganz so gemütlich.

Also dann doch nach hause Rollen, schonmal langsam den Abspann im Kopf zusammenbauen und hoffen das bis vor die Haustür der „Brennstoff“ noch reicht. Gut Kleingeld, zwei Riegel aber auch Wasser hatte ich noch mit. Aber mir war mehr so nach halben Schwein am Stück: „nein brauchen sie nicht einpacken, das futtere ich so auf der Hand !

Resumé: ne´war schon teilweise echt kacke. Da wären wohl einige „ausgestiegen“, hätten ihr Rad in den Graben geworfen und sich heulend daneben gesetzt. Ich fand´s aber trotzdem irgendwie klasse. Das erste, die Route überhaupt mal so zu fahren, dann aber auch gerade wegen dem Wetter. Ich mag das ja wenn die Natur so ihr Lied spielt, es mal mächtig pfeift, man sich dann in den Wald verkriechen kann oder Sonne mit den Wolken um den Logenplatz kämpft.
Natürlich muß man auch ein Händchen dafür haben, sich seine Körner einteilen und auch mal langsam gehen lassen, sonst wird das nix. Wenn man auf dem Zahnfleisch krauchend nur noch den letzten Meter schafft, dann hat das auch nix.

Und ich habe viel gesehen und ausprobiert. Ja, ich habe nicht jeden Abstecher und Ausprobierer dokumentiert. Das würde sonst einfach ausufern. Das hat natürlich echt Spaß gemacht, einfach mal rollen lassen und sehen was da so kommt oder wo man landet. Mit anderen im Schlepptau bin ich da immer vorsichtiger. Wenn Mitfahrer eventuell schon am Ende sind und man landet dann noch in einer Sachgasse…, kommt nicht so gut.

Und natürlich die verbaute Technik. Ich glaube das ich mit dem kleinen 34 Zahn Kettenblatt deutlich besser beraten bin, also mit einer Megastudie/ CAADX Übersetzungsfrage… über welche Kassette könnte in welcher Kombi am besten passen. Ich muß jetzt nur die Trimmfunktion des Umwerfers nutzen, die Kettenblätter stehen wohl irgendwie minimal anders.
Und an den Umwerfer muß ich auch mal ran. Die obere Begrenzungschraube nachjustieren. Denn als ich hier schon fast vor der Haustür mal wieder die Kette vom Kleinsten auf das größte Kettenblatt wuchtete, landete sie auf dem rechten Kurbelarm. Ging aber nochmal gut, hatte sich dann mit ein paar Zähnen wieder gefangen.

Ihr seht, auch bei dem Aprilwetter kann man Spaß haben. Auf der Rückfaht kamen mir übrigen zwei Radtouren entgegen, haufenweise Spaziergänger die wohl das Mittagessen verdauen wollten und auch ja…
…ich bin einer Radsportveranstaltung genau entgegen gefahren. Aber keine Ahnung was die Irren bei DEM Wind in so hügeligem Terrain da machen ?

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