Dermizax 1.3

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Bikeklamotten/ Dermizax: lesen macht schlau und schafft somit Infos ran. Bei dem schon im zweiten Beitrag erwähnten Infolink von Begzeit bin ich dann mal in die Fragen und Amerkungen gegangen. Ich „arbeite“ mal die Kernpunkte entsprechend fett und farbig untermalt heraus. Im letzten Zitat setzte ich mal gezielt einen Absatz, um den Unterschied von Dermizax zu Gore noch heraus zu stellen. Folgendes im Zitat:

Hallo zusammen

Gemäß eigener Erfahrung sind die Dermizax-Jacken unschlagbar in Sachen Atmungsaktivität und Tragekomfort (Stretch). ALLERDINGS, sind die Jacken nicht als Alltagsjacken geeignet. Die Membrane ist anfällig bezüglich Schweiss und löst sich bei häufigem Gebrauch und durchschnittlicher Pflege (alle paar Monate in die Waschmaschine) regelrecht auf. Kann sie nur als Bergsportjacke ohne alltäglichen Gebrauch empfehlen und rate dringend die Jacke nach jeder Tour zu waschen (Maschinenwaschen beeinträchtigt im Gegensatz zu Goretex die Funktionalität nicht)
…“

Soweit so gut, ein Problem wird benannt, ich selber schiele da ein wenig auf meine Löffler Regenhose rüber, aber es kommt auch dann eine recht umfassend und somit kompetent erscheinende Rückantwort, hier ebenfalls im Zitat:

Servus Fabian,

das von dir beschriebene Problem ist kein gänzlich unbekanntes. Allerdings ist eine sichtbar aufgelöste Membran ein deutliches Anzeichen dafür, dass es sich bei deinem Modell nicht um eine 3 lagige Konstruktion handelt, darin ist die eigentliche Membran nämlich fest zwischen die schützenden Außenschichten laminiert und somit nicht sichtbar. Eine entsprechende 3 lagige Ausführung ist auch, ähnlich wie GoretexPro-Laminate, bedenkenlos alltagstauglich und widersteht auch großen Belastungen durch Umhängetaschen etc. Eine sichtbar aufgelöste Membran auf der Innenseite hingegen bedeutet, dass die Jacke 2- oder 2,5 lagig aufgebaut wurde. Dadurch ist die Membran tatsächlich wenig geschützt und dem häufigen Alltagsgebrauch nicht gewachsen, das gilt auch für andere Membranen. Richtig ist, dass Gore durch die mikroporöse Struktur noch etwas anfälliger ist, da sich feine Salzkristalle regelrecht in den Poren festsetzen und die von innen heraus aufreiben können.

Dermizax ist als porenlose Membran weniger anfällig, sollte aber dennoch regelmäßig gewaschen werden (alle 10-15 Nutzungstage sind ein guter Richtwert). Zusammengefasst kann man sagen, dass unabhängig von der eingebauten Membran, eine Jacke für den häufigen Alltagsgebrauch immer 3 lagig aufgebaut sein sollte.

Bela vom Bergzeit-Team

Meine Hochachtung an das Bergzeit-Team das hier souverän mit einer fragenden Problemstellung umgeht und auch eine für mich scheinbar passende Antwort bereit hält. Schade jetzt, das Bergzeit da keine passende Radsportjacke ( ? ) für mich im Sortiment. Hab jedenfalls gleichmal einen Kommentar abgesetzt mit ein paar Fragestellungen zur Waschpflege.

Die Rückantwort ließ nicht lange auf sich warten, kann man also auch direkt dort <klick> nachlesen.

Mein Resumé: häufiger waschen hilft die Funktion aller Membran aufrecht zu halten. Weiter rüber zu…

Peakperformance: hier schaut es zunächst mal so aus, das die Wassersäule mit 20.000mm benannt wird. Wasserdampfdurchlässigkeit wird leider nicht benannt. Mal sehen ob ich da noch was finde ? Aber, es gibt wie bei Gore auch hier drei wohl unterschiedliche Materialien. Jene führe ich also auch mal hier im Zitat auf:

  • Dermizax®: Dermizax®: Die hauchdünne Membrane ist extrem wasser- und winddicht und zugleich weich, geschmeidig und dehnbar. Schweißdampf entweicht leicht durch die intermolekularen Öffnungen, mit dem Ergebnis einer hervorragenden Atmungsaktivität.
  • Dermizax® EV: Dermizax® EV:Diese Produkte sind besonders widerstandsfähig sowie wasserdicht und winddicht und wurden entworfen, um unter extremen Sturmbedingungen einen unschlagbaren Schutz zu bieten. Das Material ist weich, leicht und pflegeleicht.
  • Dermizax® MP:Dermizax® MP: Diese Kollektion wurde mit einer mikroporösen Membrane entworfen und verspricht extreme Feuchtigkeitsdurchlässigkeit sowie vollständige Wasserdichtigkeit für ein trockenes und komfortables Gefühl bei Hochleistungsanwendungen.

Schöne Sache so Infos, doch leider vermisse ich klare Werte, sprich also Zahlen. Und, so wie ich schon die Tage beim Stöbern bemerkt habe, auch die Hersteller oder verarbeitende Label des Dermizax hüllen sich da oft in Schweigen. Zum teil wird sogar nur von einer „speziellen Membran aus Japan“ geredet. Warum auch immer ?
Ich finde gerade an diesem Punkt sollte man keine falsche Bescheidenheit gegenüber dem omnipräsenten Membran-Label haben.

Jetzt kommt dann via Suchmaschine der Dermizax-Artikel vom Wikipedia zum Zuge. Da dieser Artikel zur Löschung vorgeschlagen wird, werde ich auch hier ein paar Fakten rauskopieren die mir aktuell wichtig erscheinen.

Funktionsweise: die PU-Membran hat einen hydrophilen (= wasserliebenden) Charakter. Somit entsteht ein variables Atmungsaktivitätskonzept: Fängt der Träger an zu schwitzen, entsteht in der Jacke eine höhere Luftfeuchtigkeit. Der Konzentrationsunterschied zur Umgebung sorgt dafür, dass die Wassermoleküle durch die hydrophilen Bausteine nach außen transportiert werden. Je mehr der Träger schwitzt (also je höher der Konzentrationsunterschied zur Umgebung ist und je extremer die körperliche Aktivität), desto schneller werden Wasserdampf und Hitze aus der Jacke transportiert und desto besser funktioniert dieses Prinzip. Diese Variabilität in der Atmungsaktivität von Dermizax macht sich ebenso im Wärmerückhalt der Jacke positiv bemerkbar: Ist es kalt und man schwitzt nicht, geht keinerlei Wärme verloren, da keine Poren in der Dermizax-Membran vorhanden sind.

Die nonporöse Struktur der dermizax Membran verhindert auch das Verstopfen z. B. bei Verschmutzung oder Kontakt mit Salzwasser. Auch die Pflege von Produkten mit Dermizax gestaltet sich im Vergleich zu anderen z.B. PTFE-Membranen einfach: sie können mit normalem Waschmittel gewaschen werden. Die Funktionalität bleibt unverändert.

Ein C6-basiertes „Durable-Water-Repellent“-Verfahren (DWR) wird bei allen Dermizax Membranen angewendet. Es kommt ohne Perfluoroctansulfonat (PFOS) und Perfluoroctansäure (PFOA) aus, die als umweltschädlich eingestuft werden. Ein besonderes gedrehtes Garn ermöglicht die Stretchfähigkeit der Dermizax Membran.

Das hört sich mal alles recht fein an. Weiterhin gibt´s hier ein paar detaillierte Infos zu den unterschiedlichen Arten von Dermizax, also da wären, wieder im Zitat:

Dermizax EV (2001): Verglichen mit dem Basismodell verfügt Dermizax® EV über verbesserte Atmungsaktivitäts- und Kondensationswerte. Wasserdichte: 20.000 mm Wasser oder mehr. Atmungsaktivität: min. 20.000 bis zu 55.000g/m² pro 24 Stunden. (Die Atmungsaktivität hängt vom Außenstoff und der textilen Verarbeitung ab.)

Dermizax® DT (2001): Dermizax® DT („DryTechnology“) ist ein 2.5 Lagen wasserdichtes atmungsaktives (WPB) Gewebe für den Einsatz in Produkten ohne Futter. Aufgrund der speziellen Verarbeitung ist kein Futter notwendig. Das macht die Membran sehr leicht und packbar. Wasserdichte: 20.000 mm Wasser oder mehr. Atmungsaktivität: min. 16.000 bis zu 30.000g/m² pro 24 Stunden. (Die Atmungsaktivität hängt vom Außenstoff und der textilen Verarbeitung ab.)

Dermizax® NX (2010): Dermizax® NX wurde mit größeren Lücken zwischen den Membranmolekülen ausgestattet. So kann Wasserdampf noch effizienter nach außen gelangen, was eine erhöhte Atmungsaktivität darstellt. Ein spezielles gedrehtes Garn bringt mehr Stretchfähigkeit (200 % Stretch) mit sich. Darüber hinaus konnte der Produktionsprozess der neuen PU Membran verbessert werden, sodass weniger Kohlendioxid an die Umwelt abgestoßen wird. Wasserdichte: 20.000 mm Wasser oder mehr. Atmungsaktivität: min. 30.000 bis zu 55.000g/m² pro 24 Stunden. (Die Atmungsaktivität hängt vom Außenstoff und der textilen Verarbeitung ab.)

Hört sich doch schonmal wieder alles gut an, der Übersichtlichkeiten wegen noch mal in Kurzform.

  • Dermizax EV: Wassersäule 20.000mm bei 20.000 bis zu 55.000g/m² pro 24h
  • Dermizax DT: Wassersäule 20.000mm bei 16.000 bis zu 30.000g/m² pro 24h
  • Dermizax NX: Wassersäule 20.000mm bei 30.000 bis zu 55.000g/m² pro 24 h

So und nun mal weiter gestöbert. Hier habe ich über Bergans eine Waschanleitung gefunden. Außerdem gefunden habe ich sogar die offizielle Seite von Toray, dem Erfinder von Dermizax, wo man dann aber englischsprachig oder eben japanisch, nicht ganz so meins, stöbern kann.


So, und jetzt spiele ich ja mit dem Gedanken mir dann doch noch jene Protective Luis Regenjacke bei Amazon zu holen. Da sind jetzt knapp 100 Euro. Klar viel Geld, zumal ja mein MacBook eigentlich auch bald in neu sein sollte, aber ein Schnäppchen zum Orginalpreis.
Leider gibt´s diese Jacke auch so nicht mehr orignal bei Protective zu bekommen. Und noch on-top, dort ist sie sowohl in XL als auch in XXL zu bekommen. Die richtige Größe bei Angeboten zu finden ist ja auch immer so ein Ding.

Vor dem Hintergrund also für fast schmales Geld eine gute Jacke zum radeln einzuholen, aber auch die Einfachheit in der Pflege, halt ohne große Hampellein. Mal eben in die Wachmaschiene kloppen, kein nachimprägnieren, kein über lange Zeit zuschwitzen/ Salzablagerungen in den Poren der Membran, die ja nicht vorhandenen ist. Alles Dinge die mich ein wenig bei Gore & Co. nerven.

Zur Größenfrage ( XL oder XXL ) werde ich mal Protective via Kontaktformular wie folgt…

Hallo Protective Team, durch Zufall habe ich noch eine Protective Luis Regenjacke wo im Angebot gefunden. Also jene aus dem Dermizax Material. Da ich noch keinerlei Erfahrungen mit diesem scheinbaren Wundermaterial habe, würde ich da mal gerne zugreifen.

Es handelt sich um das Modell „Luis“. Die Jacke wird mit sportlich geschnitten beschrieben und ist noch in XL als auch in XXL zu haben.

Ich selber bin 1,88cm groß und mit 87kg eher sportlich kräftig gebaut habe zudem noch einen eher langen Oberkörper.
Zu was für eine Größe würden Sie mir raten, auch unter der Berücksichtung, das noch Funktionsunterwäsche, für die ganz kalten Tage, drunter getragen wird ?

…angeschrieben. Jetzt bin ich natürlich auf die Rückantwort gespannt.

Muß mal Kassensturz machen…

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