12.729 km/ 30.04.2017

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Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Heimattouren/ Biketouren Bilder: also es tat sich an das der kleine Alex mal wieder in die alte Heimat geradelt ist. Und eigentlich wollte ich gar nicht groß drüber berichten.

Uneigentlich aber…, ja wie das so ist als Bike- u. Bloggerjunky, geht gar nicht anders. Bloggen ist auch allemal besser, als blöd vor der Glotze hängen. Aber warum wollte ich eigentlich nicht bloggen ? Naja, ganz einfach, ich habe mir gerade die Bilder runtergeladen, das sind schon mal gut 20-30 Bilder. Die muß ich jetzt erstmal sichten und dann entsprechend betiteln. Welche ich dann hier hochlade und welche im Flicker-Account muß auch noch entschieden werden.

Dann steckt hinter jedem Bild auch eine Gesichte, die will ja auch irgendwie erzählt werden. Und so grob sind das neben der eigentlichen Radtour, mindestens drei Geschichten. Viel Text also dazu.

Und so fange ich mal am Ende an. Der Moment wo ich ankam, die Burg betrat, alles abgeladen hatte und dann eben dem CAADX wieder eine kleinere Pflegeeinheit verabreichte. Da war ja viel Staub auf der Piste und so mußte mal was öliges an die Kette.

Jetzt – Schwenk rüber – zum Start der Heimtatour. Die letzte Heimattour war, ja schon lange her, im Januar. Warum das jetzt im Februar nicht klappte kann ich nicht mehr sagen, *grübel kurz* ich glaube ich war körperlich nicht ganz so gesund, im März jedenfalls war meine Mom etwas arg indisponiert, sodaß ich dann, außnahmsweise mal mit einer Bürgerblechbüchse ausrückte.

Der zweite Aspekt der diesmal noch so im Raum stand war, in den letzten Tagen war ich nicht sonderlich viel mit dem Rad unterwegs. Vierzehn Tage vor dem Urlaub war ich krank, konnte mich dann in der Woche vor dem Urlaub zwar wieder gut einrollen, aber dann war eben Urlaub.
Leider bin ich im Urlaub nicht gut zu Fuß gewesen, Lauftraining geht ja immer noch nicht, Radfahren auf Fuerteventura wär zwar schön gewesen, hätte aber etwas Vorplanung abverlangt. Groß vorgeplant hatte ich aber vor allem nicht, weil wir ja doch nur eher kurz da waren. Nach dem Urlaub hielten sich meine Radfahrten auch eher im Normalbereich, sodaß…

Hinfahrt: …dies Radtour dann die erste längere Strecke am Stück war. Natürlich gehe ich solche Unternehmungen immer recht entspannt an, gute 65-70 Kilometer vor der Brust sind jetzt für einen ansich geübten Radler keine Megadistanz, sollten aber doch schon bedacht geradelt werden. Also nicht gleich super ambitioniert losschießen um dann irgendwo auf der Hälfte der Strecke ganz übelst verrecken. Das CAADX noch beladen und dann rausgezerrt, ja es selbst war schon etwas unruhig…

Zum Glück konnte ich ein passables Reisetempo hinbekommen und machte auch meine kleinen Päuschen. Das mit dem Trinken klappte eigentlich ganz gut, wieder uneigentlich hatte ich in den drei Stunden aber nicht mal einen Liter Wasser runtergespühlt. Zu wenig – eindeutig. Der Fehler lag an den Temperaturen. Morgens beim losfahren noch etwas gut unter 10c°, dann im Verlauf des Tages knapp über.

Aber so richtig warm wurde es dann nicht, denn der Wind bließ aus Nord-West und war eher kühl ( und so kommt es dann dazu, daß man denkt man schwitzt nicht so viel, hat ergo auch nicht den Durst ). Selbst in der Sonne war lange stehen nicht so super angenehm, man suchte also immer guten Windschatten. Und so fand die erste Pause, nach ca. 1,5h Fahrtzeit, an jener Bushaltestelle ( auf der Mengeder Schulstraße, kurz hinter dem Kreisverkehr ) statt, die ich schon gut kannte…

Man kann dort in Sonnenrichtung sitzten, viel los ist da noch nie gewesen, man hat Windschutz und so gab´s, auf dem mitgeführten Sitzkissen eine schnelle Birne und zwei Kekse. Reicht für ein bisschen Refill und mal Luft holen. Dann wieder los.

Üblicherweise bevorzuge ich auf den Heimattouren eine etwas mehr AngebotsstreifenVvariante der Strecke. Angebotsstreifen sind breite Randstreifen, die hauptsächlich an den großen Achsen, ergo Straßen zu finden sind. Dort kann man in der Regel gut Meters machen, ohne dabei irgendwie ein größeres Risiko einzugehen. Etwa ab Höhe DO-Mengede schwenke ich dann aber meist rüber auf die Emscherradroute.

Leider ist die Emscherradroute nach DO-Mengede ortseingangsseitig Ickern und dort hindurch immer noch extremst lückenhaft. Lückenhaft halt, weil immer wieder Abschnitte der offziellen Radroute wegen Bautätigkeiten gesperrt sind. Das wird wohl auch noch länger dauern, es nervt einfach nur, einen weiteren Kommentar dazu erspare ich mir aber jetzt, sodaß man die Umleitung der Emscherradroute immer noch offiziell ausgeschildert hat.

Ich lasse dann in der Regel die offizielle Route oder deren Umleitung rechts liegen, also wirklich rechts, nicht eben links lioegen lassen, und flitze mal eben über die Recklinghauser Straße, mit direktem Übergang in die Heerstraße. Dann noch einmal Schwenk rechts rum, rüber über den Kanal, dann wieder Schwenk links und man ist dann aber wirklich wieder auf der offiziellen Emscherradroute.

Diese Streckenvariante führt zwar über Straße, aber jene ist recht gut von der Oberfläche her, es gibt einen fast durchgängigen Schutzstreifen. Auch der Verkehr ist eher mäßig. Wenn also ganz gut läuft, stehe ich in knapp 1,5h+ auf der Kanalbrücke. Dann habe ich aber schon gut Lack machen können. Das war gestern nicht Programm.

Ab Henrichenburg ist dann aber die Emscherradroute gut zu gebrauchen. Man kann also recht bedenkenlos via Abschnitt 7. & 8. den rollen lassen…

…bis kurz vor dem ZOOM Gelsenkirchen. Die Wegbeschaffenheit ist zwar nur wassergebundene Oberfläche, bei entsprechendem Niederschlag sieht man also schnell entsprechend verdreckt aus, juckt mich aber weniger. Was etwas mehr nervig werden kann, sind die diversen Bodenunebenheiten.
Meine Conti 4-Seasons in schon 28er Baubreite sind da, ja so kann man es sagen, die Mindestwahl. Breiter wäre besser beziehungsweise komfortabler. Ansonsten, etwas mehr schauen, oder langsamer angehen.

Also ab ZOOM geht´s dann auf die auch von mir geliebte GE ZOOM – BO Jahrhunderthalle. Dank inzwischen durchgängiger asphaltierter Oberflächenbeschaffenheit hat man es nicht mehr ganz so schwer. Denn kurz hinter dem Zoo geht es recht kontinuierlich bergan. Nicht viel, aber eben so viel, das wenn man schon mehr als zweieinhalb Stunden gegen den Wind geschuftet hat, so einem nochmal ein paar Körner mehr aus den Beinen saugen kann. Nervt dann auch. Das Ziel quasi vor Augen, die heiße Dusche, das leckere Essen…

…kann echt hart sein.

Vergessen wir potentielle Plackerein, man rollt da also seicht-leicht hoch und dann an Holgers Erzbahnbude

…ein letztes mal die Richtung nach Essen zu ändern. Auch die alte Bahntrasse GE Ückendorf – Zeche Zollverein ist durchgängig asphaltiert. Weniger Meters weiter war dann für mich Ausstieg und eben die Dusche nebst folgendem Mahl in netter Gesellschaft angesagt.

Nach dem leckeren Mahl, selbstverständlich von Muttern persönlich zubereitet wurde noch Esspresso geschlürft gequatscht und ein, zwei Tricks am Mac erläutert. Gestern ging´s dann mal wieder in die Schauburg Buer um sich den Film Ein Dorf sieht schwarz anzuschauen.

Zum Kino selbst, auch wenn ich schonmal die eine oder andere Zeile dazu verloren habe, es ist ein echtes altes Kino und es steht, sodenn ich richtig informiert bin, unter Denkmalschutz. Denn man hatte damals, als man es renovieren wollte, die alten Jugendstielbausubstanzen freigelegt. Das Kino durfte dann natürlich nicht so renoviert werden wie wohl vorgesehen und wird damit auch in Zukunft, zumindest was die bauliche Substanz anbelangt, eine sichere Zukunft haben. Mal ein Bild von der großen Halle mit der großen Lichtkuppel…

…das Innere des großen Kinosaals, den man überigens erst vor kurzem, ich meine Ende 2015, neu bestuhlt hatte. Ja man sitzt sehr bequem, hat viel Fußraum und es ist einfach nur schön.

Eine Jugenstillampe an der Seite des großes Kinosaals

Kurzresumé zum vorgeführten Film: ein netter Film, gute schauspielerische Leistungen und natürlich eine gute Story die auch glaubhaft rübergebracht wird. Vier von fünf Sternen.

Ja, aber auch neben dem schönen Kino ist auch die Filmauswahl auch mal etwas anders als der Mainstream, der Service gut und auch bei den Preisen kann man sich durchaus den Meggiganten stellen.

Draußen vorm Kino hatte man, dank gefühlt jahrzehnterlanger Bauarbeiten, ein typischen Hobby der Stadtoberen, inzwischen wieder ein brauchbares Stadtbild geschaffen. Unterhalb dieses Gebäudevorbau, sichtbar auf am rechten Bildrand, war früher eine meiner Stammeisdielen.

War, denn seit ich aus good-old Gelsenkrichen weggezogen bin, haben, nicht ganz merkwürdigerweise wird behauptet, alle Eisdielen die ich regelmäßig aufsuchte, im Grunde habe ich TÄGLICH Eis gegessen, geschlossen.

Nun gut, ja da fließt durchaus eine Träne über meine Wangen, ein Blick in die andere Richtung. Dank niedergehender Sonne fotografisch etwas reizvoller.

Natürlich sind solche Radtouren in die alte Heimat auch immer ein stückweit Ausflüge in meine Vergangenheit. Viel hat sich auf der einen Seite nicht verändert, was vor allem auf meine unzähligen dann auch immer wiederkehrenden persönlichen Geschichten zutrifft, aber das eine oder andere ist auch nicht mehr so wie „früher“. Wehmut oder das Alter ?

Es gibt immer ein paar Gesichter mitsamt ein paar Namen, wo man irgendwie doch gerne wissen würde, was die so treiben ? Irgendwann werde ich mal eine Heimattour machen um all die Orte aufzusuchen, wo wir so waren.

Genug der alten Geschichten, der Beitrag wird ohnehin wieder viel zu lang. Wieder vom Kino zurück gab´s dann außnahmsweise noch eine leckere Pizza Hawai…

Außnahmsweise weil ich sonst noch den Rest der hausgemachten Suppe niedermache, die eine oder andere Schnitte Brot dazu. Radfahren macht hungerig und am nächsten Tag geht´s ja immer wieder noch zurück.

Rückfahrt: irgendwie wollte ich nicht so richtig aus den Federn. Man schläft halt so gut zu Hause. Aber da ich meine Mom schon in der Küche werkeln hörte, entschloss ich mich dann doch aufzustehen. Nach ein paar ordentlichen Schlücken des Café con Leché, dazu zwei Pralinen gab´s Frühstück. Klar, wie bei Muttern halt, mit alles und davon eben viel. Ich muß immer aufpassen das ich nach dem Frühstück überhaupt noch bewegungsfähig bin. Jedenfalls kann ich mich an die eine oder andere Rückfahrt erinnern, wo ich erstmal ein paar gute Kilometer brauchte.

Leider war es sehr warm geworden und nochmehr leider – der verdammte Wind hatte gedreht ! 18c° schon bei der Abfahrt gingen ja noch, der immer noch kühle Wind relativierte das. Aber das mit der Windrichtung war jetzt schon weniger schön. Von Nord-West auf Süd-Süd-Ost bedeutet meiner Erafhung nach, je mehr der Wind aus Richtung Süd kommt, um so böiger aber mindestens kräftiger wird er sein. Dieses mal war er sogar beides. Also durchbeißen, aber große zeitliche Erfolge standen eh nicht auf meinem Plan. Denn die erste Verschnaufspause gab´s schon am Hafen Herne.

Dort hatte ich schon am Vortag angehalten, bin dann aber, ob des Zeitplans, schnell wieder weiter. War einfach nur schön da mal so zu sitzten, in der Sonne, mit dem Wind und dem Blick auf das Wasser. Dann ging´s aber weiter.

War ein ganz schönes Gestrampel gegen den Wind, hier und da mal kurz angehalten um einen guten Schluck aus der Pulle zu nehmen. Nach groß Pause machen war mir aber erstmal nicht, auch weil die meisten der Pausenpunkte gut besucht waren. Bei dem Wetter war auch entsprechend viel los auf der Piste.

Und so kam es, das ich auch das ich mit der Route etwas spielte. Iss ja auch langweillig immer den gleichen Weg zu fahren. Und entdeckte ich das Café im Hof Emschertal.

Also gleich mal meine neugiergige Nase rumgefahren und an eine Fensterscheibe gedrückt.

Reingehen oder auf der Terrasse sitzten wollte ich jetzt nicht, sah aber schon extremst gemütlich draußen aus, wird also ein anderes mal nachgeholt. Ich wollte einfach ein paar Meter weiter…

…meine Pause machen. Dort trudelte auch ein Doppelpärchen, mutmaßender Weise älter als ich, ein und man kam in eine durchaus anregendes wenn auch kurzes Gespräch. Danach raffte ich mich auf und rollte weiter.

Da viel los war beschloss ich meine letzte Pause nicht am Preußenhafen zu machen, sondern unweit davon entfernt im Hofcafe Freisenau. Jenes hatte ich ja irgendwann mal ausgemacht und nun war der Zeitpunkt günstig mal reinzuschauen.

kurzer Blick auf die Karte

Herren-Radlergedeck

Blick vom windgeschützten Sitzplatz aus

Das Schild

Ja war lecker, vor allem der Kuchen, ich hatte Apfelkuchen mit Sahne, die übrigens per Löffel, also ohne Waage, aufgeschaufelt wird. Ich konnte die gute Frau so gerade noch davon abhalten noch einen fetten Löffel drauf zu tun. Wenn der Bauch so pappen voll ist, lässt sich nicht gut radeln.
Nach langer-kurzer Pause ging´s dann über die Kuhbachtrasse gen Burg, wo ich dann auch irgendwann eintraf. Ich war trotz des ganzen Gegenwindes doch gut frisch, wohl auch weil ich genug Pausen machte.

Und weil´s eben so nett war, konnte ich wieder zwei neue Versorgungspunkte in die Liste aufnehmen.

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Eine Antwort to “12.729 km/ 30.04.2017”

  1. paradalis Says:

    Oh … so schöne Impressionen!! Und jetzt hätte ich gern Apfelkuchen mit Sahne! 🙂

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