Bryton 330 E – Test 1.0

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Bikealltag/ The Cure – Forest/ Bike-Navigation/ Test/ Bryton: und wieder beginnt ein Text mit dem viel sagenden Wort – so.

Vorgeplänkel

Die Tage wurde mit dem Neuerweb mächtig rumgefummelt. Immer wieder mal so zwischendurch, halt wenn man wieder Ruhe hatte, Bock oder eben neue Infos aus dem von mir initiierten Radforum-Thread Bryton Rider durchgesickert waren. Und nun kommen wir zum…

…so ! Denn letzten Sonntag war dann mal wieder ein Test und zwar in Form von einem kurzen Echteinsatz angesagt. Quasi termlinch vor der familiären Aktion. Motto: „ich geh nochmal mit dem Hund raus.“ Hiernei sollte man wissen, wir haben gar keinen Hund. Erstes Resumé: gefühlt ist man einen Megaschritt weiter.

Inzwischen, um genau zu gehen Samstag, ist es mir gelungen den Bryton 330 an´s häusliche WLAN anzubinden und auch die richtige aktuelle Bryton Seite zwecks Onlinesynchronisation zu finden. Letzteres natürlich wieder mit Hilfe aus dem Radforum.

Denn Bryton, und das schieb ich jetzt gleich mal so ungeschönt ein, ist was Support und dann eben Handhabung der Geräte anbelangt, nicht ganz so vorne mit dabei. Das trifft dann leider auch die beiden online stehenden Pages zu. Ich hatte zunächst, weil unwissend, die nicht mehr aktuelle BrytonSport Seite ausgewählt und mich dort umgeschaut, sowie die eine oder andere Spielerei probiert.

Das ist natürlich ganz großer Mist und in den heutigen Zeiten eher unverständlich. Wenn doch eine Plattform nicht mehr aktuell ist, hinterlässt man entweder einen Verweis auf die aktuelle Plattform, richtet wahlweise eine automatische Umleitung ein, oder nimmt das Ding ganz vom Netz.

Gut, also mit Hilfe von flori, der mir auch dieses Gerät empfohlen hat und dann noch eben Scorpi, beides Raforum Members of, wurde mir eine Grundkonfiguration und erste Handhabung des Bryton 330 ermöglicht. Plan B stand dann eben, wenn auch recht spontan, an.

Nach dem üblichen „Frühstück“ und dem Frühsport dachte ich, ob der Wetterlage nicht daran größere Strecken abzutasten. Hatte da noch der zweie im Hinterstübchen, entschied mich dann dazu, einfach mal den Kanal abzuknastern. Irgendwo hier im direkten Claim angestartet, dann bis zum Ende hoch und at last wieder zurück.

02.07.2017/ erstes Roll-Out

Doch es fiel mir dann noch ein, das ich praktischerweise diese Testfahrt mit einer kurzen Streckenpflege auf meiner Rennbahn verknüpfen könnte. Denn da wuchert auf einem Abschnitt recht stacheliges Zeug satt über die Leitplanken. Jenes lässt dann den Angebotsstreifen arg schrumpfen und das schon bei Tageslicht. Und so ziehe ich da zweimal im Jahr eine kurze seichte Klar-Schiff-Aktion durch. Übirgens an der Stelle sei auch mal gesagt, der eine oder andere tägliche Radfahrer hat mir dafür auch schon direkt gedankt.

Zum Test selbst. Natürlich ist für mich das Gerät noch recht neue und gerade die Bedienung via nur drei Tasten noch nicht ganz so geläufig. Mein bisheriger Sigma ALTI 14.12 Tacho ist ja kein Neuland mehr und lässt sich intuitiv bedienen. Der Vergleich hinkt aber dann doch, denn der Sigma bietet ja nur einen anderen, eben kleineren technischen Umfang.
Der einzige Rettungsanker, und das kann man wirklich so sagen, ist die beiliegende Kurzanleitung. Die griff ich mir, schaute nochmal intensiv drauf und entschloss mich dann, jene mitzuführen. Also raus, den Bryton an´s CAADX gepappt, noch ein wenig die Sachen verstaut…

…und los !

Der Start des Bryton und der Radfahrfunktion ging mir schon recht flüssig von der Hand. Leider zog es sich dann zu, Nieselregen setzte bei der Aufräumaktion ein, ich war entsprechend durchgeweicht. Aber der Bryton lief wie gehabt.

Nach dem dann der Nieselregen auch wieder verzogen war hatte ich aber keine große Lust mehr den angedachten Part abzugrasen. Und so wurde ein wenig was hier aus dem Kopf zusammensgestrickt. Dabei ging es kreuz und quer und auch immer wieder mal durch waldige Abschnitte.

Und da muß man ganz klar sagen, hat der Bryton wohl ein Problem. Denn sowohl der Speed als auch die Strecke fallen dann deutlich ab. Je mehr Baumbestand, deso offensichtlich schlechter der GPS Empfang, ergo die Werte nach unten fallen. Das von einem Gerät das als geeignetes für den MTB Fahrer empfohlen wird ?

Jetzt ist wieder aber der Tip seitens tadzio aus dem entsprechenden Radforum gekommen, daß es da einen Bryton Kombisensor für Geschwindigkeit und Trittfrequenz ( ca. 50 Okken/ iss aber leider zur Zeit aus bei Bike.24.de ) gibt.

Jetzt werde ich die Tage mal ein paar mir bekannte Strecken auf das Teil ziehen und dann mal schauen wie genau man das abfahren kann.

Erstes Resumé

Ja läuft. Im Einzelnen…

  • ganz großes Leckerlie ist der Import aller Daten via WLAN an die Bryton Active, von wo aus denn die Daten auch ebenso automatisch an Strava weiter gereicht werden
  • positiv überrascht dann doch das erste Handling mit nur drei Tasten an die man sich aber erstmal gewöhnen muß
  • der Bryton ist was eine Ansicht während der Fahrt angeht, groß genug
  • mit dem Übermitteln der Daten wird auch Kartenmaterial generiert ( auf den jeweiligen Trainingsverwaltungen )
  •  weniger gut bis extrem mager ist das Handling auf Bryton Active. Es gibt nur eine einzige standard Kartenansicht. Keinerlei Kartenauswahl ( selbst Strava hat 3stk. ), womit dann auch Trampel- u. Wanderpfade komplett entfallen, was widerum die Planung via Bryton Activ fast unmöglich macht. Denn wer will schon immer Hauptstraße fahren ?

  • Daten lassen sich nicht bearbeiten ( Wahl von unterschiedlichen Bikes zB. )
  • Support & Gebrauchsanleitung sind allgemein sehr dünn, selbst auf YT gibt es keine seitens Bryton geführte Videos. Einzige Trostpflaster sind auf der Startseite von Bryton Active die Bryton-Anleitungen – die dann aber eben doch auf YT führen. Entwarung an dem Punkt

Leider hab ich auch noch nicht herausbekommen, wie ich das gespeicherte Kartenmaterial vom Bryton direkt runter bekomme und zB. bei Bikemap.net einpflegen könnte ?
( Werd da gleichmal einen Versuch starten. *wenig später* Leider kein Erfolg, da die Daten der Fahrten in einem unbekannten Format – fit –  hinterlegt sind. )

Erste Hanhabungs-Tips

  • Gerät erstmal, wie auch empfohlen, und ja, ich hab´s überlesen, mindestens 4h aufladen
  • aufspielen von GPX-Daten – GPX-Kartenmaterial vom entsprechender Quelle exportiert – den Bryton per USB an den Rechner angeschlossen – dann unter Extrafiles reingeschoben – fertig

Kurzes erstes Nachwort

Jo passt soweit, für mich schonmal einen Gute Lösung. Leider wird der Bryton nicht den Sigma 14.12 ganz ersetzten können, da er a. zumindest keine Außentemperatur anzeigt und b. das Einpflegen in die IBC Trainingsverwaltung wohl nur via Strava und auch auch dann nur im Winterpokal läuft.
In der IBC Trainingsverwaltung habe ich aber bisher alle wesentlichen Daten gesammelt und auch schön fein nach Bikes sowie deren Bereifung sortiert. So kann ich recht leicht sagen, welcher Reifen auf welchem Bike wieviel gelaufen hat. Das erleichtert für ich eine Beurteilung der Laufleistung, sprich Qualität der Reifen.

Womit ich dann auch zum vorläufigen Ende komme, ja der Bryton funktioniert, aber es hängt auch an der jeweiligen Trainings- bzw. Onlinekartenprotalen.

  • Im IBC geht gar nix mit Karte, dafür eine Menge an Trainingsverwaltung
  • Strava biete da zumindest in der No-Payment Auführung trainingsmäßig nicht so viel, was ja klar ist und auch dieser Vergleich hinkt, kann aber auch in Sachen Kartenmaterial nur geringe Auswahl bieten. Was gar Planung von Routen anbelangt ist da ganz Ebbe
  • Bikemap bietet alles was die Kartenplaung angeht, hat aber noch keine Trainingsverwaltung
  • Bryton Active… naja, wäre eine anfängliche über einen sehr kurzen Zeitraum betrachtete und somit noch faire Berurteilung

Damit ist der erste Testpart gelaufen. Im Verlauf der Folgewoche wurde dann nochhier und etwas rumgespielt. Mal sehen ob das noch zum virtuellen Papier bringe.

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2 Antworten to “Bryton 330 E – Test 1.0”

  1. Toto Habschned Says:

    Was die Probleme mit der Geschwindigkeit in GPS Löchern (Wald, etc.) angeht tröste dich, das ist auch bei meinen Edge 810 nicht spürbar besser. Wenn ich durch ein Waldstück nagele, dann kann ich zusehen wie die Geschwindigkeitsanzeige da einbricht…obwohl sich an meinem Speed nichts ändert. Einzige Lösung ist da wirklich ein separater Geschwindigkeitsmesser, in meinem Falle würde der von Garmin mittels Gummi direkt an der Nabe befestigt.Damit bekommt man den Speed dann unabhängig vom GPS Empfang.

    Mit der Genauigkeit der Routen bei eher schlechtem GPS Signal sieht’s beim Garmin aber dann doch etwas besser aus. Nicht so, dass ich sagen würde er funktioniert fehlerlos, aber die Abweichungen zwischen geladenem Track und meiner Position auf der Karte sind minimal.

    Bikemap:
    Bikemap verarbeitet KML und GPX, das .fit Format kannst du leider nicht direkt importieren. Da du allerdings die Touren automatisch zu Strava schickst, kannst du den Track dort als GPX exportieren und so auf Bikemap schieben. Schön hampelig, aber geht 😀

    • alex Says:

      Hi Penguin,

      also die Sache mit dem Kartenexport hatte ich bei Strava noch nicht gefunden. Könnte sein, daß es nur im Premiumaccount funktioniert ?

      Mit dem Rest kann ich leben, denke ich. Mir ging´s ja vor allem darum, die Daten, rubbel die Katz, mal eben online aufzuspielen. Und das klappt bestens. Ich stehe vor der Burg, stoppe die Fahrt, „drücke“ dann direkt ab und wenn ich das Tor abgeschlossen habe und der Bock angelehnt steht, ist die Nummer schon durch.

      Jetzt muß ich doch mal noch nach Strava rüber, den Export suchen…

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