18.907km/ 23.12.2017

by

Bikealltag/ The Cure – Forest/ „Plattfüße“/ Bikebilder: dieser Bericht startet mit dem…

Sonntag: nach einem längeren und entspanntem Frühstück wurde erstmal am CAADX vorne ein aufgefrischter Schlauch eingezogen sowie das noch ursprünglich Felgenband gegen einen Neukauf ( hatte ich schon auf „Lager“ ) getauscht. Die Woche gab es am Vorderrad immer wieder seichte fast nicht merkliche Luftverluste. War aber für den Bikealltag mit nachpumpen zu handeln.
Ich dachte zwar, daß dort noch ein Piksfremdkörper drin gesessen haben könnte, wie halt am Hinterrad, dem war aber nicht so. Ein Flicken war einfach nicht richtig dicht, hab ihn dann ersetzt.

Ansonsten habe ich mich dem sonntäglichen Training gewidmet, dabei draußen noch etwas Laub bei Seite geharkt und das CAADX noch ein wenig mit dem Putzlappen verwöhnt. Dann kam der…

Montag: zunächstmal das Morgenritual abgeschlossen und dann nichts ahnend einen Blick durch die Haustür geworfen. Ach Gottchen ! Draußen lag dieses ekelhafte weiße Zeug, was allgemein unter dem Begriff Schnee bekannt ist.
Kleiner Unterschied zu der schönen Assoziation Schnee ist aber, hier im Pott hat Schnee nix schönes. Jedenfalls nicht lange oder eher nur sehr kurze Zeit. Denn, entweder wird dieser Schnee ob der schnell ansteigenden Außentemperatur nur noch zu einer dicken grau-weißen Schmiersuppe, die Streudienste geben mittels Salz dem weißen Puder den Gnadenschuss, oder beides zusammen. Treffen diese Möglichkeiten nicht ein, wird die Sache dann meist haarig. Teuflisch glatt und für Radfahrer, selbst jene mit Spikes, „freuen sich immer ungemein“ darauf in den Eisrillen, Schlaglöchern oder auch gerne in vereisten Fußstapfen ihr körperliches Wohlbefinden auf die Probe zu stellen.

Nein, mal ganz ehrlich. So richtiger Schnee ist wirklich schön. Vor allem dort wo er dann auch mal liegen bleibt. Wie zum Beispiel bei Gabi ( ich denke die Guste ist so getauft, wenn nicht, man möge es mir verzeihen ) in den Bergen. Also so richtige Berge, nicht das was sich hier Sauerland nennt. Ich muß mich kurz fassen, meine Zubettgehzeit rückt unaufhaltsam näher.

Ich dann also raus und den anderen Laufradsatz mit den Conti Nordic Spike und den jeweils 240 Spikes, zu ebenfalls je fast 1kg schweren aber montierten Reifen auf das CAADX geprickelt und dann los. Wenn ich mit jenen Reifen fahre, dann sind die ersten Meters immer recht – gewöhnungsbedürftig. Man weiß es kann verdammt glatt sein, man kennt all jene oben schon genannten Leckerli und kurbelt erstmal los. Ich geb´s zu, bin da eher Schisser und geh selbst mit den Nagelreifen jede verdammte Kurve arg slow motion an.

Doch heute lief es da ganz gut. Der Randstreifen meiner Rennbahn war teilweise schon aufgetaut, bedeutet das die Streuwagen ausnahmsweise mal gut reingehauen haben. Klar hier und da lag noch dicke graue Plörre rum und nicht jeden Abschnitt hab ich auf dem Randstreifen gefahren. Es gibt ja auch noch die Straße.

An der Stelle will ich auch mal ein Lob an all jene PKW Lenker aussprechen, die da geduldigste hinter mir her fahren wenn’s mal eng ist oder eben Gegenverkehr überholen nicht erlaubt. Ich kann mich da an keinen Winter erinnern, wo es da mal eng gewesen wäre. Klasse Mädels & Jungs !

Heute lief das aber doch recht gut, ich hatte sogar streckenweise guten Speed drauf und das ohne nennenswerten Rückenwind. Ja, ich rollte sogar mit unter einer Stunde auf den Hof des Brötchengebers. Mehr wollte ich auch nicht machen, denn ich sollte ja am heutigen Tag via A44 bis nach Lippstadt hochfahren. Da war jede Minuten kostbar, also schnell rein, Kette kurz trocken gewischt, umgezogen & frisch gemacht und dann los.

Kleiner Schönheitsfehler bei Winterfahrten: ma(n)n verbraucht unheimlich viele Kalorien. Ich weiß jetzt nicht mehr genau was ich in mich den ganzen Tag über reingestopft habe, wenig war’s aber nicht. Inklusive des Burgers am Morgen. Mahlzeit !

Nachmittags sah die Sache aber schon wieder ganz anders aus. Schnee war Schnee von gestern, der Randstreifen teilweise furztrocken und die 240 Spikes machten einen Höllenlärm auf dem Asphalt. Schnell noch was für die Muckies gemacht, diesmal aber drinnen im heimischen Wohnzimmer. Es nieselte ganz leicht draußen, da hatte ich dann auch keinen Bock drauf. Dann unter die Dusche gehüpft, wieder Futter nachgelegt und dabei schon das MacBook Air angekurbelt.

Dienstag: von Schnee noch weniger die Spur, wie schon am vorherigen Nachmittag. Also wieder mit normalen Cyclocross Reifen zum Job.

Dort gab‘ s dann, leider gute 40 Minuten zu spät, noch eine „leckere Überraschung“. Stress pur, aber da kann man eben nix machen.

Mit ein paar Anrufen könnte aber etwas Luft geschaffen werden.

Zum Glück ging die Runde dann, und dazu noch mit einer guten Portion „Luft“, über das Megadorf. Dort dann ab in‘ s Sportkaufhaus, zwei ELITE Iceberg Thermoflaschen in isoliert, eingeholt.

IMG_20171219_163325182.jpg

Nach der Nummer brauchte ich was für die arme Radlerseele. Irgendwie muß ich das ja rechtfertigen. 😂

Die Heimfahrt war dann aber recht undramatisch, insofern keine neuen Meldungen dazu. Sehen wir was die nächsten Tage so bringen. Für morgen sowie für den lausigen Rest der Woche, wird’s auf jeden Fall mal stets ein sehr später Feierabend sein. Dafür werde ich aber zumindest die nächsten beiden Tage später beim Brötchengeber aufschlagen. Die Zeit davor werde ich wohl mehr oder weniger auf dem Radel verbringen.

Mittwoch: wurde dann mal schon in den Morgenstunden ein recht entspannter Tag. Gewiss dessen das meine Anwesenheit am Job nicht die Dringlichkeit hatte, drehte ich mich zunächst nochmal kurz um. Dann ging’s wieder in die Küche zum üblichen Espresso double und Kekskram. Auch hier wurden noch ein paar Minuten länger tot gekloppt, als sonst üblich. Dann aber doch ab aufs CAADX und in Richtung Brötchengeber.

Bei der Strecke entschied ich mich kurzfristig etwas um, fuhr dann aber den Rest wie gedacht. Für die Winterpokalteams ist da wider etwas zusammen gekommen und ich hatte eine super entspannte Anfahrt. Leider oft mit gutem Nieselregen, machte aber soweit nix aus. Nur warm war es. Und so zog ich die zweite U-Buxe schon im ersten Viertel der Strecke aus.

Nachmittags dachte ich, fahre doch die gleiche Strecke wieder zurück. Doch irgendwie durchschoss mich ein Geistesblitz…
…und ich entschloss mich weite Streckenteile des Wanderwegs zu fahren. Dem CAADX war das eh egal. Wozu ich das Bike noch am Vortag nach dem einrollen auf den heimischen Hof kurz gesäubert hatte, war mir ein Rätsel. Also konnte ich das bisschen Dreckscmodder auf dem Wanderweg noch mit aufnehmen. Ganz nebenbei ist mir eingefallen erstellt doch mal ein Segment bei Strava. Das hab ich dann Modder finest getauft.

( Segmente sind Zeit und Streckenabschnitte von Leuten bei Strava erstellt, wo sich dann andere Strava-Members virtuell vergleichen können. Iss natürlich rechte guter Quatsch, da wird auch viel getrürkt – ähm, darf man das heute so noch sagen ?
Egal, iss auf jeden Fall mal nur so eine Redensart und gerade von mir nicht diskrimierend gemeint.

Ich dreh die Sache mit diesen Segmenten einfach mal um und will so mehr auf bestimmte Streckenabschnitt aufmerksam machen. Bis jetzt sind das halt Abschnitt wo man kaum oder nur sehr schwer vorwärts kommt. Auch heute hatte es wieder ganz was feines. )

Die ganze Feuchtgkeit hatte den ohnehin schon eher bescheidenen Weg noch zusätzlich aufgeweicht. Auch wurde ich den Eindruck nicht los, das der eine oder andere Trecker, oder ähnliches, da schonma´ durchgefahren war. Felgentiefer Schlamm, Modder halt, machten die Sache richtig spaßig. Nett iss dann noch, das es ständig bergan geht. Laut Strava im Spitzenwert an die 12%. Aber war schön, so durch den dunklen Wald zu fahren, den Boden fest im Blick, sich ein wenig abackern auf dem Bike, den Atem spüren und dann irgendwann da oben anzukommen. Mal sehen wo’s mich morgen so hertreibt ? Morgens werd ich auf jeden Fall was entspannt längeres zaubern. Nachmittags ist nochmal Training ( Abhängen ) auf der Terrasse angesagt. Da wird’s also keine Extrawurst geben, nur schnelle Heimfahrt.

Donnerstag: noch zwei Arbeitstage vor der Brust. Erstmal „Frühstück“ und dann…

…ab auf die Piste. Diesmal wählte ich eine neue Kombi der gestrigen Strecke. Zu bemerken wäre…

…kacke ne‘ war das warm ! Kaum losgerollt entledigte ich mich dem noch zusätzlichen T-Shirt. Wieder kurz weiter gefahren war dann noch die dünne Helmmütze und die Unterziehhandschuhe dran. Zusätzlich zu der Höllentemperatur von 8c° bließ es auch noch von vorne. Fand ich jetzt alles nicht so prickelnd.

Am Vormittag könnte ich noch schnell bei Das Rad Dortmund reinschauen und den Ortlieb Trinkschlauch für 16,90 Euro bestellen. Haben sie natürlich nicht vorrätig und man verwies mich auf den eine Haustür weiter liegenden Trekking-Store. Da bemerkte ich nur: „die werden den auch nicht im Laden haben.“ Und so wurde bereitwillig meine Kundendatei aufgerufen und alles eingeleitet. Nachricht kommt, wenn im Hause.

Rückfahrt nur kurz und direkt, keine Extras halt. Gut, noch eine Runde um den Block um die 1h Fahrzeit voll zu machen. Dafür Training auf der Terrasse. Dabei war’s mir wieder viel zu warm. Habe also die ganze Wasserpulle vom Rad ausgesüppelt. Kann doch nicht sein. Der Wetterfrosch kündigt für morgen wieder 6c° schon in der Frühe an. Hab mir also andere U-Wäsche parat gelegt, dann fix geduscht, noch die Urlaubsplanung für unsere Gruppe aktualisiert und mir dann den Teller mit Reis an Sojasoße, eine Kombi die ich aus meiner Kindheit kenne und immer noch mag, mit Camembert Käse als Beilage in den Schlund gekloppt. Mein aktuelles Problem ist, mein Gewicht zu halten. Klar bei dem Drive…

Freitag: mal nicht mehr im Bett liegen geblieben, nur das übliche Frühstück und dann ab zum Job. Wird ein verdammt langer Tag, Hoffentlich geht jener geschmeidig über die Bühne. Schon gestern waren die ersten offensichtlichen Vernunftausfälle bei den Kraftfahrzeugkutschern zu bemerken. Eine Mutter nahm mir in der 30ziger Zone die Vorfahrt, klar das Schild kann man auch nicht bei 50km/h sehen, ein anderer hat mich beim Rechtsabbieger geschnitten. Dabei hat er mich schon auf gerader Strecke und Radstreifen von weitem sehen müssen. Aber wie gesagt, Vernuftausfall.

Gut, die Hinfahrt war recht locker, ich hatte mir schon die einfache Unterwäsche rausgelegt und es lief gut. Kein Regen, kein großer Wind aber auch keine Kälte. Schon in der Frühe zeigte das Thermometer fast 8c°. Viel zu warm, ich ließ langsam gehen. Bei Schloss Schwansbell angekommen beschloss ich dieses zu umfahren. Blöd nur, hatte ich schon mal vor Jahren probiert, geht aber gar nicht. Und so stand ich dann vor dem Nebengebäude…

IMG_20171222_065039974.jpg

…holte kurz Luft, stieg vom Bike, schnaubte mir die Nase und beschloss noch schnell dieses Bild zu machen.

Der Tag verlief außergewöhnlich gut, jedenfalls anders als ich mir das dachte. Es schien mir so, alsdann schon viele im Urlaub waren. Nur mäßiger Verkehr auf den Straßen ich kam also gut und somit recht stressfrei durch. Nun gut, die späte Fahrt ins Megadorf rein, die blieb mir nicht erspart.
Aber auch da kam ich recht fix wieder raus, natürlich bin ich aber auch die bessere Strecke gefahren. Also nicht jene, die alle nehmen müssen um via B236 auf die A2 zu rollen. Aber diese Strecke, also die Bessere, nehme ich sowieso ab einer gewissen Uhrzeit im Standard. Den Hyp tue ich mir nicht an.

Und so kam es, daß ich eigentlich auch recht entspannt nach Hause radeln konnte. Nicht aber ohne nochmal an einer bestens bekannten Kanalbrücke eine Fotoidee umzusetzen.

IMG_20171222_175358831.jpg

Samstag: nach der gelaufenen Woche stand mal eine gründlichere Putzaktion an. Der Bock hatte die Woche ganz schön gelitten. Zweimal habe ich schon so den Wasserschlauch nach dem Heimrollen genutzt und auch stets der Kette etwas Aufmerksamkeit geschenkt. Die Tage wo ich morges in der Firma mit einem Papiertuch den groben Dreck weggemacht habe, noch nicht mitgezählt. Doch vor dem Losfahren am letzten Tag mußte einfach noch etwas Motorex Wet Portect behandelt. Irgendwie schien sie mir arg bräunlich von der Farbe her und das mit der Beweglichkeit hatte auch nicht mehr so funktioniert.

Jedenfalls wurde nach dem anrühren der Weinschaumcremé, die ich stets und nun schon seit Jahrezehnten zu Weihnachten genieße…

…dann dem CAADX eine Grundreinigung geschenkt, die es nötig hatte. Doch wie war das noch mit der Aufmerksamkeit ? Auch ein Rotkehlchen lugte von der Birdbox zu mir rüber. Normalerweise muß man sich ja das recht unwillig anhörende Gekeife unserer Hausamsel anhören, die war aber wohl nicht da. Und so freute ich mich schon ein wenig, daß auch mal die kleinen Vöglein das Vertrauen hatten mir einen Blick zu gönnen.

IMG_20171223_132524789.jpg

Ja, und jetzt ist wieder alles fein, die Radklamotten schon gewaschen, aktuell laufen nich die Regenhose sowie Regenjacke in der Maschine. Auch die müssen mal dran glauben.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.


%d Bloggern gefällt das: