19.216km/ 06.01.2018

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Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren Bilder: mal wieder ab von den schon gelaufenen Beiträgen diese Jahr. Der…

Mittwoch: …startete recht unfein. Das es kein schönes Wetter draußen geben würde ist um diese Jahreszeit normal. Doch wenn ich in der Küche am Stammplatz hocke und der Wind pfeift derart um das Haus, daß er selbst im eher windgeschützten Garten zu hören ist… .

Nicht nett ! Der Hammer kam dann als ich mich gerade ankleiden wollte. Also den Rest der Radfahrsachen, nicht das jemand denkt, ich würde nackt durch‘ s Haus rennen. Deutlich hörbar kam ein Gewitter. Es blitzte und donnerte schlagartig. Es donnerte so, daß unsere Haustür im Schloss klapperte. DAS hatte ich noch nie.

Also wurde kurzentschlossen zur motorisierten Blechbüchse gegriffen, denn da hört der Spaß auf.

Donnerstag: ein neuen Tag, das Wetter hatte sich weitgehendst beruhigt. Wind war aber noch genug da. Ich verstehe auch nicht was der alternative Wetterfrosch unter seichte Böen aus Süd-west versteht. Wenn ich im relativ kleinen Gang mit knapp über 18km/h daherkrieche, dann sind das nicht nur seichte Böen. War mir aber auch egal, hauptsache Radfahren. Und ja, die eine Stunde Fahrzeit war so auch kein Problem.

Auf der Heimfahrt sah die Sache schon wieder ganz anders aus. Ich rollte recht manierlich daher und dachte noch so:“wie bekomme ich jetzt die eine Stunde Fahrzeit noch voll ?„, da roll ich doch so auf einen Rechtsabhang zu, der nur in den Nichterntezeiten auf einem Trampelpfad zu fahren bzw. zu begehen ist. Deep-wet-green hab ich dann das Teil genannt.

Heute war da nicht sehr viel zum machen, also in Sachen durchgängige Fahrbarkeit. Selbst im kleinsten Gang versackten die Stollenreifen in der Wise. Auch Versuche etwas abseits des Trampelpfades zu fahren scheiterten. Tja, so braucht man halt etwas länger…

…und die Stunde Fahrzeit war voll. Hätte man mal gut einen Continental Mud KingProTection ausprobieren können. Ist nur 1,8″ breit, also 47-622, könnte also noch passen.

Freitag: letzter Aufruf für diese Woche. Erstmal im Standard wieder zum Job hin und es war wie in letzter Zeit schon oft, die Wetterfrösche irren sich gewaltig oder wollen nicht die Wahrheit sagen. Die Temperaturen sind nicht gefallen, tagsüber hatte wir hier über 9c° !

Und so kam mir dann auch die passende Heimfahrt in Kopf wo ich dann auch gleich mal wieder mächtig am Dreck geschnuppert hatte. Kurze Bemerkung nur dazu: wieso zum Teufel hatte ich dem CAADX noch vor der Abfahrt eine kleine Trockenreinigung verpasst ?
Das war sowas von sinnlos ! Denn keine 15 Minuten später sah das Bike „schlimmer“ als vorher. Kein Wunder bei den Strecken…

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So insgesamt bin ich eine mir gute bekannte Strecke gefahren. Bin da halt schon länger nicht mehr her, eine Passage die dort hinführt geht auch zur Zeit nicht, man muß eine Umleitung fahren und so kam dann die heute gemachte Strecke zum Zuge, die einen weiteren Harken auf der Karte macht.

Natürlich hätte ich auch den eine oder anderen dreckigen Abschnitt weglassen können. Aber gerade den zweiten, denn davor hatte ich schon einen, der aber noch etwas milder war, den konnte ich nicht auslassen. Parallel dazu führt eine Asphaltpiste. Die geht aber stetig bergan und außerdem bläst dort ganz gerne der Wind von vorne. Da kann ich mich dann auch gleich durch die Pampe wühlen, hab dann aber noch Spaß dabei !

Ansonsten etwas durch den Wald, die Aussicht genießen…

…dann an Scharnhorst vorbei auf den Naturlehrpfad gewechselt und von dort aus eben nach Südkamen rüber. Normalerweise wechsel ich dann ja auf den Alten Bahndamm Stockum-Werne-Unna, aber da ist ja zur Zeit mächtig Baustelle. Ist alles verrammelt bis dorthinaus, da hat man sich echt Mühe gegeben. Man kennt die Pappenheimer wohl die einfach Bauzäune auf die Seite schieben und Schilder ignorieren. Ich hoffe nur, daß das schnell im Frühjahr fertig macht wird.

Also musste ich mir was einfallen lassen. Und wie man ja am Streckenverlauf bei Stava sehen kann, ich bin dann mal meine ganz alte Arbeitsstrecke gefahren. Geht erst ein bisschen stadtauswärts, dann auf Landstraße mit noch brauchbarem Randstreifen bis…

…mir dann noch eine ebenfalls alte mir bekannte Abzweigung einfiel. Ab Kilometer 28 geht’s einmal quer runter zum Haus Reck. Da war natürlich schon alles stockduster. Aber mit dem richtgen Licht…

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…rockt das schon. Die Strecke dort ist ein wahres Schlaglochparadies. Ich denke aber die Traupaare werden so zum Haus Reck gelotst das sie davon nix mitbekommen. Denn wenn sie sonst den Weg nehmen würden den ich rausgefahren bin, dann würde bei der Braut so ziemlich alles verrutscht sein.

Ich fand aber gerade diesen letzten alten Arbeitsweg mal wieder richtig schön zu fahren. Was war ich damals stolz als ich schon regelmäßig die knapp 13 Kilometer einfach geradelt bin. Wobei regelmäßig noch lange nicht täglich bedeutet. Heute lache ich mich darüber kaputt.

Biketouren: ja und wie das Leben nun mal so ist, ich hoffe die Wetterfrösche sind sich für morgen sicherer als heute, der Kumpel aus dem Claim wird hier so gegen zehn eintrudeln und dann geht’s hoch zur Aussichtsbank.

Samstag: um 08:00 Uhr mWeckerte der Bimmel…, ääähhhmm, bimmelte der Wecker, Samstagsmorgenritual mit Café con Leche & Samstagszeitung blättern folgte. Als Frühstück gab´s noch eine Pfanne Rührei mit Tomate und zwei Gewürzgurken dabei, dann war schon umziehen angesagt.

Bis der Kumpel hier verrollte konnte ich mit dem trocknen Pinsel und Zahnbürste noch den einen oder anderen Krümmel am Bike wegmachen. Dann klopfte es schon am Burgtor. Und los ging die Reise. Komplett entspannt rollten wir auf bekannten und auch eher stillen Wegstrecken daher. Nach knapp etwas mehr als einer Stunde standen wir an der Bank hinter Unna nach Mühlhausen und es gab den ersten wenn auch kurzen Zwischenstop.

 

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Ab dort ging dann der Einstieg in das Bimbergtal/ Lünerner Bach. Es war wunderbar zu durchfahren, wenngleich man auch sagen muß…

…das Wetter hatte dort mit all den Niederschlägen in den letzten Wochen ganze Arbeit geleistet. Je weiter man in das Tal hineinfährt, des grober, aufgerissener und letztendlich schlammverspühlter wird der Weg. Forstfahrzeuge gaben dann dem Ganzen noch ein I-Tüpfelchen. Ich für meinen Fall habe da ja nix anderes erwartet und der Kumpel aus dem Dorf ist da auch hart im nehmen. Er kennt ja einen Großteil meiner Strecken. Ganz unwirklich, oder anders gesagt, nicht fahrbar oder nur im Ansatz, war dann die Steigung hoch zum Wendepunkt kurz nach der Kurve. Ich kam vielleicht 20 Meter weit.
Der Kumpel hatte da etwas mehr Glück mit der gewählten Spur und zog noch ein gute Stück an mir vorbei. Was mich jetzt ein wenig fuchste, er hatte nichtmal grobstellige Bereifung !

Aber Absteigen mußte er dann trotzdem ! *hihihi* Erst im letzten Drittel der Rampe konnte man wieder aufs Bike steigen und gen Bank trampeln. Dort wurde dann Position bezogen, Teechen getrunken, geplauscht, die Aussicht genossen und „Beweisbilder von der Leistung“ gemacht.

Wir saßen eine gute Weile dort, bis ich dann doch wieder den Rückweg einläutet. Was bei der schönen geselligen Pause gefehlt hat, war die eigentlich angekündigte seichte Sonne. Davon war leider nix zu sehen. Aber, wir wollen ja nicht klagen, es war fast windstill und vor allem trocken.

Der Rückweg geht dann, von da hoch oben am Berg, immer recht fix runter. Bei Gut Borgmühl packte mich nochmal kurz die Erkundungslust und der Kumpel zog mit. Iss jetzt nicht der Burner, man war mal dort, ist da also hergefahren, aber eine Erleuchtung sieht definitiv anders aus.

Aber ! die nächste Erkundung stand an. Rollen wir so über die Bahngleise, die heimische Burg quasi schon in Griffweite, halt südlich der Halde Sundernrücken, war mir schon letzten und aktuell heute auf dem Hinweg eine Straßenbautätigkeit aufgefallen.

Erstbefahrung/ Biketrassen/ neu entdeckt: neugierig wie wir halt sind, nahmen wir uns mal die Freiheit raus… . Unweit von uns kamen schon Spaziergänger entgegen. Vor zwei oder drei Jahren hatte man einen Bahnübergang geschlossen. Von Osten her führt hinter der Halde ein Weg zu jenem Bahnübergang. Oder sollte ich sagen, Ex-bahnübergang ? Egal, der zukünftig neue Weg schließt genau da an und so kann man praktischer weise wider zur Halde rüber kommt.

Leider ist man aber am logischen Ende dieser Strecke, eine reguläre Straßenzuführung ( so ab Kilometer 49 ) mächtig was am buddeln. Keine Ahnung was, auf jeden Fall mal mächtig. Nun standen wir da, hatten kurz vorab beschlossen den heimischen Drehspießgrill des Vertrauens – a la Turka – aufzusuchen. Umdrehen war also nicht die Option. Männer und Essen, da gibt es keinen Halt mehr.

Die Basisidee einfach durchfahren schien zwar logisch und ob des schon geschnupperten Dreckschlamm an diesem Tag kein sonderlich erwähnenswertes Hindernis.

Ja Pustekuchen ! Zwei drei Meter konnte man einrollen, dann war nix mehr zu machen. Die Reifen waren derart schnell mit der Lehmtonpampe zugeklebt, das man nur noch schieben konnte. Und jetzt kommt es ! Selbst schieben war nach nur wenigen Radumdrehungen keine Option mehr. Es klebte förmlich alles zu. Klar, auch die Schuhe wurden von Schritt zu Schritt immer schwerer und man fühlte sich an jenen Taucher aus der Frühzeit erinnert. Also jenen die mit Bleischuhen und Bleigürtel zum Meeresgrund hinabtauchten.

Ich schulte kurzerhand mein CAADX und auch der Kumpel hatte keine andere Chance. Doch was dann ? Einfach so weiterfahren war auch nicht möglich. Die Lehmpaste klebte so an den Rädern das jeder für sich versuchte das Zeug irgendwie wieder los zu werden. Ich hatte dann noch die Aufgabenstellung meine Schuhe von unten frei zu machen. Denn die komplette Sohle war mit einer mindestens 1cm dicken Schicht zugekleistert. Die Kleats waren gar nicht mehr zu sehen.

Ich suchte mir einen noch zu gebrauchenden kleinen Ast, hockte mich an die Seite auf den Randstein und popelte langsam den Siff raus. Schuh für Schuh, immer wieder mal ausgeklopft und dann das CAADX noch grob fahrfertig gemacht. Adler ! war das ein Erlebnis. Sowas hatte ich definitiv in all den vielen Jahren Radfahren noch nicht. Und ich kenne ein paar ganz üble Dreckstrecken, gerade zu dieser Jahreszeit. Das aber der Dreck so an den Klamotten oder am Fahrrad hängen bleibt…
…das hatte wohl noch keiner von uns beiden. Ne, war aber auch mal lustig, wenn man sich mit soetwas beschäftigen muß.

Der Rest der Fahrt war dann aber wieder relaxed. Schön nach a la Turka gefahren, so ein Leckerli verzehrt, noch ein wenig sacken lassen und dann trennten sich unsere Wege. War ein schöner Tag, wenngleich…

…so ein wenig Sonne hätte schon sein dürfen.

Natürlich war dann diesmal wieder eine gründlichere Reinigung des Fahrgerätes fällig. Auch wenn es unsinnig erscheint. Auf dem Stück Wise, wo ich das CAADX immer mit dem Wasserschlauch abspritze, muß inzwischen gut 2cm mehr Erdreich sein. Zumindest aber nach der heutigen Aktion.

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