20.395km/ 09.02.2018

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Bikealltag/ The Cure – Forest/ Bikebilder/ Biketouren Bilder: hatte ich eigentlich schon mal was von meiner Fahrradwoche und dem Leben so nebenher erzählt ? Der…

Montag: …Abend ist somit der Punkt an dem ich beginne. Natürlich startet der Tag, nach einer übrigens sehr geruhsamen Nacht, mit einem ebenso guten Espresso und zwei Keksen. Draußen ist es kalt. Sehr kalt, wie kalt sagte mir dann der Blick auf das Außenthermometer. Knapp an die 2c°. Aber was noch viel wichtiger also diese Info war, es war weitgehendste trocken. Also schön warm angezogen und raus in Richtung Fitness-Garage. Der Blick schweift in geübter Manier über die Straße vor dem Haus.
Das Laternenlicht spiegelt sich nicht in der Oberfläche. Dennoch setzte ich einen Fuß prüfend auf die Fahrbahnoberfläche und versuche eine Art gleitende Bewegung zu machen. Furztrocken ist der Asphalt, kein Eis zu sehen und auch keines zu spüren.

Also auf in die Fitness-Garage und das CAADX mit den Cyclocrossreifen bestiegen. Die klotzschweren Spikereifen bleiben wo sie sind. Es rollt gut. Ab einem Punkt X beschließe ich dennoch hoch zum Kanal zu fahren. Dort ist kein Asphalt, der wassergebundene Boden somit noch sicherer. Spart mir auch eine Holzbrücke. Auf jenen muß sich Eis bilden. Drüber fahren geht meist besser, als drüber laufen. Letzteres wird dann oft zum Eiertanz. Beim Fahren muß man nur die Nerven bewahren und den Lenker gerade halten. Ein Bild von der letzten Brücke, die kurz vor dem „Stall“, am Tage aufgenommen.

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Morgens sind jene Brücken komplett mit einer feinen Schicht an Glitzer überzogen. Ein sehr sicheres Zeichen für Eisbildung.

Erstbefahrungen: nachmittags war das Wetter viel zu gut um nur einfach so nach Hause zu fahren. Also wurde der Plan umgesetzt eine erste neue Streckenerkundung anzugehen. Es ging kurz vor Lünen via den Lippeauen hoch nach Cappenberg. Doch diesmal mehr aus nord-west angefahren. Quasi quer durch den Wald, was mir die bisherigen, immer mit irgendwas was mir nicht passte gespickten Strecken sparen sollte. Hier erstmal die Strecke im Ganzen.

 

Den Weg hatte ich recht gut gefunden. Auf dem Bild wo der Schlagbaum ist, gibt es noch eine Stichweg, der dann aber zum Hauptweg führt. Den werd ich nächstes mal ausprobieren. Denn auf einem Hauptweg war eigentlich noch alles gesperrt. Wegen Baumräumarbeiten halt.

Übrigens, viele der Hauptwege im Cappenberegrwald sind wahre Grobstreckenparadise. Die Querung die ich heute gefahren habe, hatte mehr was von: „wir haben da noch Bauschutt über. Komm, wir machen daraus einen Waldweg.“ Natürlich war die Oberfläche feucht und in weiten Teilen noch mit Moos überwachsen. Eine besondere „interessante“ Mischung. Aber was beschwer ich mich denn ? Letztendlich bin ich da hergefahren, hatte es mir ausgesucht und auch gefunden.

Nächstes mal noch den noch unbekannten Stichweg fahren und dann mal schauen…

…ich hatte da wo auf einer Karte noch eine potentielle Strecke zur Waldschule wo virtuell erspäht. Ich kann’s halt nicht lassen. Der Blick von der Borker Straße aus verhieß aber zunächst mal nix Gutes. Durch die schweren Waldmaschienen werd ich da wohl nur mit einer Kettenraupe durchkommen.

Nach einer kurzen Orientierungsphase rollte ich dann aber recht fix Kohuesholz Eingang. Dort zog dann schon die feuchte Kälte aus dem Wald langsam in meine Glieder. Also fix angehalten, die 3/4 U-Buxe aus dem Gepäck gezerrt und ebenso fix jene noch unter die Regenhose, über die warme lange U-Bux gezogen. Dann erstmal Strecke machen und sich wieder warm fahren. Ging dann auch ganz gut. Jedenfalls habe ich am ersten Tag der Woche schon wieder gute 55 Kilometer plus auf dem Tacho stehen. Fängt ja schon gut an…

Morgen soll es ja wieder kalt werden, aber trocken. Like! Ich wage mal den langen Blick in die Woche und der Wetterfrosch reflektiert meine Neugierde, es bleibt kalt aber trocken.

Dienstag: wieder das Tagesstarterfrühstück aus den üblichen Leckerli. Dann ab raus in die Fitness-Garage und ab zum Job. Es rollt mit seichtem Rückenwind, auf den fetten Spikereifen, ja diesen Tag mal „mit Nägel“, recht manierlich.

Nachmittags schaut die Sache schon wieder anders aus. Ich gebe mir größte Mühe nicht zu fluchen, nicht drüber nachzudenken und am besten erst gar nicht auf den Tacho zu schauen. Es rollt zäh. Sowas von zäh, als wenn die jemand Pattex zwischen die Reifen und dem Untergrund geschmiert hat.
Das beste ist, ich frage mich wozu mache ich diesen Stunt überhaupt ? Denn das Thema fällt wohl unter die Überschrift: die drei Fragezeichen. Ja gut, auf den beiden Brücken, von denen ich aber wider nur eine überfahren hatte, da war es glatt. Aber der olle Rest der Strecke ? Nix ! Jetzt, so kurz vor dem Pennen gehen, spiele ich mit dem Gedanken, die Lage am Donnerstag wider neu zu checken. Sollten sich die Verhältnisse am Untergrund als trocken herausstellen, werden wohl wieder die Cyclocross-Laufräder drauf gemacht. Scheiß drauf – ehrlich !

Ach ja zu morgen, dem…

Mittwoch: …da wird nix mit Radfahren. Die Holde hat mir sogar eine Blechkutsche organisiert, wir haben einen Termin am Nachmittag. Jener wäre, mit dem Radeln für ich nur stressig zu erreichen. Nächste Aktion also wieder am…

Donnerstag: nach dem Espresso sollte die Welt wieder etwas mehr in Ordnung sein. Schauen wir mal wie die Straßenverhältnisse so draußen sind. Draußen hatte es von der Temperatur nochmal angezogen. Auf dem frühmorgendlichen Tacho gefror die Anzeige bei -7,7c°!!! Wenn ich jetzt so grob den Durchschnittspeed peile ( ca. 18km/h und mit den Angaben kurz schließe ), dann dürfte das im realen Leben so um die -20c° !!! grob sein. Zeit dann doch mal die Facemask aus der Ecke zu holen.

Ganz ehrlich, trotz der dicken Daunenfausthandschuhe habe ich gut einen halbe Stunde gebraucht, um überhaupt auf soetwas zu kommen, wo man von Temperatur reden könnte. In der Firma angekommen, ganz flux umgezogen, wurde auch umgehend eine Dose Makrele als Brennstoff in den Schlund geworfen. Das „alte Problem“, das ich bei diesen Temperaturen gar nicht soviel fressen kann wie ich verbrenne, war ja schon am Vortag aufgetreten.

Da hatte ich mir bei einem kurzen Stop schnell eine kleine Portion chinesischer Nudel vom China-Imbiss einverlaibt. Danach dachte ich nur „ja und jetzt ?“ Sättigungsgefühl ? Schon mal wo gehört, aber real gespürt, wohl eher nicht.

Gut, nachmittags schien die Sonne und zumindest bei der Abfahrt standen kurzfristig fast 4c° an. Natürlich nicht arg lange. Denn je mehr sich die Sonnen gen Horizont neigte, des mehr war ich froh doch das zweite Langarmshirt angezogen zu haben. Aber am Seebad Lünen war der See schon zugefroren.

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Ich tuckerte mehr oder weniger gemütlich an der Seseke entlang. Vor Kamen schlug ich mich dann aber wieder rüber und entschloss mich noch zu einem kleinen Waldausflug. Ich weiß, hört sich blöd an, aber wer kam eigentlich auf die ebenso blöde Idee, mal wieder jenes Waldstück zu fahren, das schon unter normalen Umständen fast grenzwertig ist ?

Nach dem Sturm lag dort, neben der ohnehin schon derben Bodenfeuchtigkeit, der eine oder andere „Ast“ rum.

So ganz nebenbei frag ich mich jetzt aber, wer wird die dort mal wann weg machen ? Ist ja keine stark frequentierte Wanderroute. Egal, noch ein wenig kurz den Ausblick genießen…

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…dann aber doch wider gut ankurbeln um warm zu werden. Denn die Füße wurden langsam kühl. Unangenehm. Für morgen soll es ja ähnlich werden, vor allem trocken. Bedeutet für mich, daß ich wieder auf Spikereifen verzichten kann. Aber morgen ist auch nur normale Fahrt angesagt, da ich für nachmittags noch eine Trainingseinheit ins Auge gefasst habe. Also…

Freitag: erstmal letzter Aufruf für dies Woche. Schnell noch den Espresso genippt, am Keks gebissen und dann ab raus ! Da ist es wieder recht frisch, aber ma(n)n ist besser gerüstet als am Vortag. Noch ein Zusatz T-Shirt drunter und ein zweites paar Baumwollsocken in den Schuhen. Das fühlt sich alles recht gut an, auch wenn man wider eine Weile braucht um warm zu werden.
Die doch kalte Luft die man einatmet muß erstmal erwärmt werden. Blöderweise findet das im Körperzentrum statt. Die dort verweilenden Organe müssen aber auch beheizt werden. Der Körper stellt also auf maximale Heizleistung um. Er lässt die Pumpe laufen und das mal schneller, denn so etwas braucht viel Energie. Bis dann mal alles so richtig temperiert läuft, dauert das halt. Ungünstigerweise zieht der Körper dann noch das warme Blut aus den entfernten Regionen wie Zehen, Finger, Füße und Hände ab. Darum hat man eben kalte Füße & Pfoten. Heute früh ging das aber, eben weil ich gut gerüstet war und auch weil es, im Gegensatz zu gestern, verhältnismäßig warm war. Es war nur gute -3,7c°, also 3c° mehr als gestern. Geht doch !

Nachmittags ging es zunächst recht straight nach Hause. Einziger Unterschied war, ich fuhr mal auf der anderen Kanalseite. Die Sonne schien mal wieder, es waren sogar Plusgrade auf dem Tacho. Langer Schatten vor dem Rad…

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…und plötzlich stand ich an der anderen Seite wo ich die Tage schonmal von der anderen Seite war. Das „neue Kanalstück“ sieht richtig lecker aus. Blöd iss nur, man kommt nicht dran. Von der Westseite her, also von da wo ich heute angefahren bin, hat man die Tore sogar zugeschweißt !

Gut, ich bin dann ab da noch etwas kreuz & quer, hatte eigentlich keinen Bock über die Erich-Ollenhauer-Straße, aber irgendwie führte dann doch kein Weg daran vorbei.

Resume der Woche: ja irgendwie gut gelaufen. Trotz das es wirklich knackig kalt war, es war trocken. Und so bin ich nur einen Tag auf den Spikereifen gefahren. Blöd ist, die Woche war auch irgendwie anstrengend für mich. Im Job fahre ich jetzt schon die zweite, oder ist es schon die dritte Woche ?, die gleiche Runde ab. Sauerland ist schön, ich mag auch Wuppertal, aber immer das gleiche ? Zudem gibt diese Runde nicht so irre viel laufende Bewegung her. Was sich dann natürlich wieder auf mein „Alter“ auswirkt.

Zur Zeit zwickt es ganz schön und mehr als ein paar hundert Meter gehen ist schon mistig. Leider hab ich nur am Montag Abwechslung, dann aber wieder vier Tage diesen Turn. Ganz blöd iss, ich hatte diese Woche auch keinen Physiotermin. Da wollte ich eigentlich schon etwas weiter sein. Mit dem was ich so mache oder was ich weiß, trete ich da zur Zeit auf der Stelle. Aber nun gut, kann man eben nix machen. Nächsten Mittwoch ist wieder Termin.

Jedenfalls strengt das dann auch an. Es nervt auch irgendwie. Jetzt werd ich noch Korrekturlesen und dann ab in die Federn, wider gut auspennen und Kraft schöpfen. Ein schönes Wochenende noch !

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