23.045km/ 19.05.2018

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Bikealltag/ The Cure – Forest/ volle tausend Kilometer/ Tour 100+/ Biketouren/ Bikebilder/ Biketouren Bilder: und wie angekündigt, wir waren zu zweit unterwegs. Aber irgendwie ist das ausgeufert. Und so sind wir heute nach…

  • 06:29:00 h Fahrzeit gute…
  • 127,33 km gemütlich abgespult und dabei noch…
  • 566 hm abgerockt

Jetzt könnte man ja behaupten, hat er nur gemacht um wider die Statistik gerade zu rücken. Denn wenn ich ja letzte Woche die 200 Wochenkilometer zum Job nicht machen konnte… . Ist aber nicht so. Dann könnte man sagen, nach den 200 Kilometern plus fängt er an abzudrehen. Ist aber auch nicht so, denn diesmal hat sich diese Gesamtlänge eher spontan ergeben. Wie bitte ? Mal spontan eben fast 128 mit dem Rad, Ja ist aber so und warum erzähl ich dann gleich.
Zur These einer Fahrradfahrsucht nehm ich jetzt keine Stellung. *rümpf die Nase*

Also wie alles begann. Eigentlich dachte ich wir fahren mal hoch zur Lieblingsbank mit Aussicht. Das liegt irgendwo hinter Unna, geht recht nett über Land, dann ein, zweimal tief Luft geholt und eine mächtige Rampe hoch. Die letzten Meters dorthin ist man fast dem Herrgott oder eben der Erleuchtung nahe. Dann aber sieht man schon die Bank mit Aussicht und jeder vorab verdammte erklommene Höhenmeter ist es wert.

Gut und weil der Kumpel mitgekommen ist und ich auch nicht nach der Nummer einfach nur wider zurück fahren wollte, er ebenso noch für ein paar Kilometer zu haben war, hatte ich ursprünglich nur knapp 88 Kilometer angedachten. Das sollte sich dann Pfingstsamstag-Tour nennen und mehr oder weniger zwei bekannte Routen mit einander verknüpfen.

Nachdem ich dann die Samstagszeitung durch hatte, die Café con Lech getrunken war wurde gepackt. 3,5l Wasser in die entsprechenden Behältnisse…

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…die gestern aus dem Aldi mitgenommen Nussecken verstaut und noch zwei dicke Brote als Wegzehrung gemacht. Dann raus und alles am Bike unter gebracht. Zunächst dachte ich, die Zeit läuft mir weg. Doch als ich alles fertig hatte, war noch gut Zeit über. Also wurde noch geschmeidig der Rasen auf dem Grünstreifen gemäht, bevor dann der Kumpel aus dem Claim eintraf.

Und so rollten wir nach der Begrüßung los. Gut fand ich, er konnte für mich noch eine schmackhafte Routenvariation aufschlüsseln. Aufschlüsseln bedeutet, er hatte mal vor einger Zeit einen Straßennahmen in´s Rennen geworfen, ich hatte daraufhin noch vor kurzem mal Online-Kartenmaterial bemüht, konnte aber auch trotz vorhandener Ortskenntnis nicht so einfach ein passendes Bild in meinem Hirn-Navi aufbauen.

Denn wenn ich so Aktionen plane oder mache, dann gibt es in meinem Hirn-Navi immer irgendwie ein paar passende Bilder dazu. Als wir dann also so gestern da her fuhren, schlüsselte sich das für mich auf. Und als ich dann noch einen Straßennamen links ab erspähte, den ich noch vom Job her kannte, aber schon Jahre her ist, da wusste ich plötzlich was Sache war.

War auf jeden Fall mal schön und gab uns dann noch die eine oder andere nette Streckenkombination für das erreichen des ersten Tageszieles – der Bank mit Aussicht !

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Oben an der Bank angekommen holte ich die Nussecken raus und wir plauschten so ein wenig. Das Thema mit der Kollegin und der Tour am Montag konnte wir genauso klären, wie den potentiell weiteren Verlauf dieses Tages. Denn hier schlug ich eine nette Ausschweifung dieser ja schon nicht gerade kleinen gedachte Tour vor. Beide beschlossen wir, schaun wir ma´ wie das so läuft und wie wir drauf sind.

Nach ein paar guten und erholsamen Minuten bließ ich wider an. Denn eine Attacke hatte ich auf den Kumpel noch vor. Was kann man auf der Karte im Zoom ab Kilometer 25 bis Kiloemeter 29,8 gut sehen. Ich habe mir gedacht, da muß es doch einen brauchbare Streckenführung wieder östlich rüber zum Alten Hellweg runter geben.
Also ab den Hirschberg runter bis an die Landstraße heran, rechts rum und dann lafka geben. Nein, an der Einmündung angekommen sah diese Landstraße nett aus. Nicht gerade breit, die Frequenz der Kraftfahrzeuge schien sich auch in Grenzen zu halten. Half ja alles nix – Angriff. Übrigens, auch diesen Streckenabschnitt hatte ich ja bei Outdooractive schon zu Hause gespeichert und mir dann, noch auf der Bank sitzend, kurz eingeprägt.

Diese schmale Landstraße ist von der Oberflächenbeschaffenheit her mehr im besseren Bereich. Schlaglöcher ansich hatte ich so nicht wahr genommen und auch die sonst gerne üblichen Absenkungen am Wegesrand konnte ich so nicht ausmachen. Doch das mit dem Ausmachen war auch so ein Ding. Denn es ging erstmal schnurr stracks gut bergab. Das letzte mal habe ich bei 45km/h Topseed auf den Tacho geschaut…, apropos *kurzer Schwenk*

Ich lass das Bild mal so groß denn…

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…es zeigt meinen Bryton mit einem Topspeed den ich gefahren sein soll. Ich tippe das hier nochmal aus, nicht das einer denkt…

65.535km/h !

Na ! Noch Fragen ? Den Wert erspähte ich beim eher gelangweilten durzappen am Bryton irgendwo später auf der Tour. Zunächst dachte ich, ich hätte was an den Augen, das wäre eine Spiegelung oder dergleichen. Doch kurz vor Ahlen rief ich dann den Maximalspeed-Wert nochmal auf und ließ, zur Sicherheit, auch mal den Kumpel drauf linsen. Wie das jetzt zustande gekommen ist, fragt mich nicht ?

Wieder zur Tour und dem aktuellen Streckenabschnitt. Ich geb das ja zu, ich bin nicht der Speedfreak und brauch das nicht. Mit dem Bike wo runter knallen jenseits von Gut & Böse, die Strecke und deren Beschaffenheit, und da kann ja einiges sein wie zum Beispiel Schlaglöcher im Format eines Vulkankraters, ja hatte ich alles schon, nicht kennen, das muß ich nicht haben.
Auch sind Kurven auf engen Landstraßen immer so ein Thema bei mir im Kopp. Wie schneidet der Vollpfosten aus dem Gegenverkehr die Kurve ? Und at last, man darf das nie vergessen, zwischen mir und allen potentiell Hindernissen ist maximal der Helm, sonst eher nur Stoff. Und in meinem Leben hab ich noch etwas vor. Der Gedanke das sie mich da wo vom Asphalt kärchern gehört nicht zu meinem Plan.

Gut, es ging also recht flux runter, dann um eine mäßig einsehbare Kurve und dann auch gleich wieder bergan. Die ersten Meters bekam ich noch gut weg, doch dann wollte der Umwerfer an der Kurbel verdammt nochmal nicht die Kette auf das kleine Kettenblatt lupfen. Ich rief dem Kumpel meinen Ausstieg in eine Zufahrt auf der linken Seite noch zu, welche ich dann auch gerade noch so abstrampeln konnte. Mist dachte ich !

Den Rest der Kuppe dann eher im Vollpumpmodus genommen und mir die Frage gestellt, warum ist der Kumpel da vorne auf seinem Bike so entspannt ? Klar ich habe nicht wirklich die Bergübersetzung, aber wann bekomm ich soetwas auch mal unter die Räder ? Irgendwann aber erreichten wir die Linksabeinfahrt die ich mir eingeprägt hatte, ich rief dem Kumpel abermals zu und wir schwenkten aus.

Auf der Onlinekarte konnte ich so nicht sicher ausmachen ob der Weg geradeaus auch wirklich ( für die Öffentlichkeit/ denn am Hof Bimberg ist das nicht so, das steht man dann vor einem Gatter mit dem Hinweis – Privatgrund ) befahrbar ist.
Hier schaffte aber eine ortskundige Hundegängerin Abhilfe, auch wenn sie und zusicherte, dass der Weg ehe sehr grob sei. Dieses Versprechen passte auch soweit, also tasteten wir uns mehr oder weniger vorsichtig den Weg entlang. Dieser Abschnitt ist mal eine echte Gravelroad vom feinsten !

Resume für diesen dann bis zur alten B1 erkundeten Abschnitt, ja ist befahrbar, man müßt nur ( nochmal ) mit Grobstollenreifen dort hin, oder gleich mal einen erweiterte bis sehr erweiterte Gebietserkundung einberaumen. Soweit also dazu.

Über den nun an Strecke folgenden Rest verliere ich jetzt keine großen Worte, habe sich ja ohnehin schon ein paar mehr angesammelt. Wir rollten so vor uns hin und irgendwo im letzten Drittel des Unna Alter Bahndamm beschloss ich meine Schnitten rein zu hauen, es wurde ja gut wärmer und noch wärmer sollten jene nicht werden…

 

…als wir auch noch beschlossen im Welver beim Griechen des Vertrauens eine süffisante Currywurst-Pommes-Mayo als recht brutalen Brennstoff uns noch ein zu verlaiben, war mit groß Essen fassen auch erstmal Schluss. Natürlich lag das letzte Mahl etwas im Magen, aber es ging so. Und weil wir so gut drauf waren haben wir dann auch die full-range gemacht. Also am Channel angekommen, wieder rüber nach Ahlen, von dort dann rüber nach Drensteinfurt und at last über Herbern wider zurück.

In Drenstfurt wurde zunächst der Wasservorrat aufgefrischt, dann selbstredend rüber zum Eishaus. Ich muß ganz ehrlich sagen, auf dem Weg nach Drensteinfurt wurde für mich recht klar, verdammt war das warm geworden !
Denn wenn man wider so auf dem Bock hockt und fährt, hat man den sehr gut kühlenden Fahrtwind. Der war mal wider eher von der frischen Art, man merkte also die über 20c° so nicht. Am schwarz geklinkertem REWE Getränkemarkt schlug aber dann mein Kreislauf zu und verlangte nach extensiven Flüssigkeitsnachschub. Das hinhocken auf den auch den Tag über aufgeheizten Asphaltboden war da auch wenig hilfreich und so war ich froh als der Kumpel mit den Vorräten aus dem Getränkemarkt kam. Wir füllten schnell nach, ich tauschte noch den Pfand um und dann eben rüber zum bekannten Ziel.

Nach dieser letzten entspannten Pause wurde also die letzte Etappe angegangen.

Erstbefahrung: und so will ich mich denn dem zweiten neuen Teil an Streckenerkundung widmen. An der uns gut bekannten Pausenhütte hinter Drenstfurt links raus Richtung Herbern ist soweit kein Kunststück. Lässt sich gut fahren, mäßiger Verkehr und viel bäuerliche Landschaft. Bis kurz vor Herbern bin ich ja schon mal gefahren und wusste von daher, daß diese Streckenführung etwas wirr ist. Hier galt dann also für mich, rechtzeitig den Zweig direkt nach Herbern rein ab zu passen.
Hilfreich war hier die App von Outdooractive. Einmal die Route von mir unter dem Profil aufgerufen mußte ich zwei oder dreimal, nur so zur Sicherheit, den jeweils aktuellen Standort ermitteln lassen, der Rest war Spielerei. Denn wieder im Kopf-Naiv eingeprägt würde es in Herbern selbst kurz vor der Kirche oder eben direkt nach der Kirche rechts rein gehen. Da kurz vor der Kirche eine entsprechende Beschilderung war, gab es auch hier kein Problem. Lustigerweise führt diese Route direkt an einem Doc vom Job vorbei. Ja auch solche infos sind dann für mein Kopf-Navi hilfreich. Und so kamen wir halt am Schloss Herbern alias Schloss Westerwinkel  an.

Mir gefiel dieses Areal sogar besser als das in Nordkirchen. Es ist natürlich kleiner, aber ich finde genau deshalb wird es mir wohl besser gefallen. Die Grünflächen sehen nicht so synthetisch aus, auch wenn man weiß das es beabsichtigt ist. Die letzte Etappe dann raus aus dem Schlossgelände, ja die hatte auch was für sich.

Viel breiter und in weiten Abschnitten auch eher grob geschotterter Waldweg. Dafür aber auch sehr ruhig und wirkte irgendwie abgelegen. Auch hier könnt ich mir nochmal eine Breitreifenstollen-Fahrt vorstellen. ( An der Stelle hab ich auch gerade eben beschlossen die gefahrene Strecke nochmal eins zu eins in Outdooractive zusammen zu basteln. )

Ja und so kamen wir immer näher an bekannten Heimatboden heran, hier und da zuckte es nochmal in mir, wo sind wir, war ich hier nicht schon mal und zu guter letzt konnte ich noch eine brauchbare Strecke bis kurz vor Stockum im Navi-Hirn hochziehen. Schöne Landschaften durchrollt, nett geplauscht aber auch was an Strecke weg gemacht. Da durfte es dann auch die eine oder andere Pause mehr sein und zum Abschluss noch ein Erfrischungsgetränk auf der heimischen Burg-Terrasse.

 

At last, noch der Blick in Fotoalbum des Tages gefällig, dann bitte hier <klick>.

 

Noch ein zwei Worte zum Abschluss. Ja natürlich bin ich irgendwie seit der 200er Tour anders drauf. Es ist mir selbst aufgefallen als wir plötzlich am Ende des Alten Bahndamm Unna waren. Früher war diese fast letzte Straßenetappe gefühlt immer ewig lang. Dann saßen wir da bei der ersten Butterbrotpause und ich dachte: mensch ist das alles schon hinter uns ?
Irgendwie verschieben sich da Grenzen in der Wahrnehmung. Natürlich ist man länger unterwegs und so manch einer wird sich fragen wie geht’s deinem Hintern oder sonst so. Aber wenn man dann aus der Dusche raus ist, was gefuttert hat, dann werden irgendwann die Augenlider schwach und man schläft einfach nur seelig. Ja, es sind schöne Tage !

Und einen hab ich noch – das CAADX hat mit dieser Tour die 23.000 Kilometer Marke durchfahren !

 

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