Eigentlichkeintagurlaub 1.

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Bikealltag/ Urlaub: der erste Tag nach der Arbeitswoche ist der aktuelle Samstag. Und weil´s ein Samstag ist, kann dieser Wochenendtag ja kein Urlaub sein. Deshalb der Titel Eigentlichkeintagurlaub.

Jo, aktuell steht der Zeiger auf 16:09 und der Tag ist so gut wie gelaufen. Nicht gelaufen in dem Sinne, das jetzt nix mehr geht, nein ich habe eine Reihe an Dingen erledigen können, die so auf meinem „Fahrplan“ standen.

Nach dem samstagfrühmrogendlichen Frühstück samt Samstagszeitung gab es noch ein richtiges Frühstück hinterher. Irgendwas an Brennstoff sollte man sich ja zuführen. Bei mir war das ein hausgemachtes Sandwich mit einer Scheibe Brot, Tomaten drauf, noch eine wenig jungen Gauda oben aufgelegt und dann die Rührei drüber. Als Beilage zierten zwei geviertelte Gewürzgurken den Rand des Tellers. So frisch gestärkt konnte ich an den…

….Frühsport gehen. Frühsport ist ja bei Sohn Ding von Beweglichkeit, Dehnung und Training der eher sonst unüblichen Muskelgruppen. Jene fällt dann im neudeutschen gerne unter den Begriff Core. Neu, chic oder nicht, mir doch egal.
Vorab hab ich aber erstmal wider das Rechen vor dem Burggelände geschwungen. Die Nachbarschaft hält sich da ja gerne vornehmen zurück, also hab ich das als Warm-Up genutzt. Die etwas mehr als halbe Stunde bot auch der Sonne genug Zeit, die hießige Temperatur auf wenigstens über 10c° ansteigen zu lassen.

Ja kann, selbst gut gekleidet, so ein Frühsport draußen, in vielen Übungen auf dem Boden ausgeführt, auch mal etwas frischer. Dabei ist es jetzt nicht so, daß ich nackt auf dem kalten Boden liege, nein schon vor sehr vielen Jahren hab ich mir extra dafür eine recht große ( ca. 2,2 x 1,6m ) Siebdruckplatte besorgt, die ich dann erstmal auf die mit sibirischer Lärche gearbeitete Burgterrasse lege. Das regelt erstmal Feuchtigkeit von unten ab, ermöglicht aber auch so gewisse Übungen in gleitender Ausführung zu machen. Für die liegenden Übungen hab ich natürlich noch ein Gymnastikmatte, die ich dann wärmedämmend unter legen kann. Gut geraten bei auf dem Rücken liegenden Übungen. Soweit so gut zum Drumherum.

Beim Frühsport selbst muß ich sagen, ja war zäh und bestimmte Übungen mußte ich auch erstmal auslassen. Gerade die Übungen wo ich auf einem Bein stehend auf eine Art Wackelbalken stehe, waren nur bedingt möglich. Das macht im Moment meine Hüfte, Beine oder alles was da so dranhängt nicht mit. Ich werde instabil, die Hüfte rutscht in den Pfannen, was nicht nur unangenehm ist, sondern auch deutliche Geräusche verursacht. Unschön, ist aber eben so.
Ich hoffe das hier die nächsten Physioeinheiten ein wenig Abhilfe schaffen. Mit ihr, also der handhabenden Physiotherapeutin werde ich sowieso noch reden. Nichts deso trotz, genug rumgejammert, hinter fühlte ich mich wenigstens etwas besser, was wohl auch einfach daran lag, etwas getan zu haben.

Und wie das dann eben so ist, ich mache also Frühsport und sehe dann so Dinge wie – den Rasen. Die Trockenheit in der Jahresmitte hatte das Wachstum doch arg eingeschränkt. Ich kann mich nur daran erinnern, den Rasen das letzte mal im Frühjahr geschnitten zu haben.
Die letzten Tage waren da ja milder und zumindest über nacht auch feuchter, also hat der Rasen wohl beschlossen wieder das Wachstum aufzunehmen. Schneiden war also angesagt, was ja bei unser gigantischen Rasenfläche, grob 3 x 4m, davon aber noch die Ecke vom Strandkorb abgezogen, kein großer Sache ist. War also schnell erledigt und schaut nun wider gut aus. Der deutsche Rasen…

…was hab ich schon in die Rasenfläche hier investiert.

Danach war da noch das Glasvordach von unserer Haustür.  Auch da hatte sich und den letzten Wochen, oder doch wohl eher Monaten etwas an Dreck angesammelt. Also wurde der Putzeimer aus der Ecke gezerrt, die Flitsche aus dem Vorhausschuppen geholt und dann alles wider fein gemacht.

Die Zeit ronn so dahin und die holde Gattin sollte alsbald mit der motorisierten Kutsche ankommen. Es ward also Essenzeitig, doch so ohne Futter auf dem Tisch wäre das Gesicht wohl lang. Da meine beiden noch im Hauser verweilenden Kids einen anderen „Fahrplan“ hatten, hat sich Vattern an den Herd gestellt und mal geschwind den Kochlöffeln geschwungen.
Nix großes, der Klassiker. Spaghetti mit hausgemachter Tomatensoße war meine Idee. Das wurde dann auch so umgesetzt. Leider griff ich die XXL-Spaghettipackung und den eher kleineren Topf. Ungünstige Kombination, denn zum einem köchelte immer wider Wasser über den Rand und zum anderen verdunstete das kochende Wasser zu schnell, womit denn ein paar mehr Spaghetti am Boden festkochten. Gut, war halt Topfschruppen angesagt.

Jetzt muß ich sagen, das war das erste mal das mir die Tomatensoße so nicht ganz so lecker gelungen ist. Bei den ersten Abschmeckungen erschien sie mir etwas fad, konnte aber auch nicht klar ausmachen was fehlte. Salz, Pfeffer, Oregano und Basilikum waren drin. In ausreichender Menge ? Also nachwürzen, was aber auch nix ungewöhnliches ist. Im Verlauf des Kochens würze ich immer wider mal nach. Warte bis sich die Beigaben unter der Hitze langsam vermengen und so entfalten, denn wird nachgewürzt und der letzte Hauch perfektioniert. Nur heute nicht. War aber trotzdem genießbar.

Hinterher gab´s noch einen zünftigen Bitternio, einen Espresso und Schoki als Absacker. Die Küche wurde wider klar Schiff gemacht und mich dann dem vorläufig letzten Tagewerk zu widmen. Nicht das ich nicht noch was in Petto hätte, aber von den mußhandwerklichen Sachen eben das letzte. Die Silkonbremse des Toilettendeckels im OG hatte sich, grundlos, verabschiedet. Ich habe da zwar eine Vermutung, aber grundlos eben.

Da war aber noch glücklicherweise einen defekten WC-Deckel komplett im Vorhausschuppen deponiert hatten, konnte ich dort die Silikonbremsen ausbauen und in den vorhandenen einsetzten. Et voila – auch das funktioniert wieder. Den restlichen alten Rotz in die Mülltonne gesteckt und gut war.

Nun sitze ich draußen auf der Burgterrasse und tippe jene Zeilen. Immer wider, auch den Tag über schon, war das eine oder andere Vöglein hier.

Unsere beiden Hausamseln, die Braune und die Schwarze in den frühen Stunden. Meine Holde entdeckte dann ein Rotkehlchen was aus dem laufenden Brunnen trank, ich für meinen Fall habe aber noch eine Meise gesehen. Die arbeitete sich langsam aus der Strandkorbecke über den Strandkorb selbst bis hin zum Grün. Doch die kleinen Pipmätze sind ja scheuer und meine reine Anwesenheit war wohl wider zu viel. Schade eigentlich, denn von mir haben sie nix zu befürchten.

Mein nächster Plan wäre, noch ein Crosstraining durch zu ziehen. Auch da hatte ich die Woche schon zweimal angesetzt, sollte also dranbleiben. Wird mir auch gelingen, denn so langsam ist das Mittagmahl verdaut. At last hab ich noch eine alte Edelstahlthermoskanne in der Fitness-Garage liegen. Da habe ich die Idee, jene als Hobo-Kocher umzumodeln. Aber Edelstahl lässt sich verdammt mistig sägen, zumal von Hand.

Warum wird man sich fragen ? Einfach mal nur so, weil ma(n)n Bock drauf hat.

20:00: Ich habe dann noch das Crosstranig gemacht. Der blödeste Plan war, sich vorher die Hände ein zu cremen, weil sie so trocken waren. Eine gescheite Griffhaltung bei Klimmzügen war nur sehr bescheiden möglich. Selbst Hände waschen oder mit Sterillium abreiben half nix. Was hab ich mich geärgert !

Aber nun gut, anschließend habe die Hängematte rausgeholt. Da hab ich mir meine Gymnastikmatte reingepackt…

IMG_20181020_181210816

…und bis gerade drin gelegen. Erstaunlich wie lange ich da gelegen habe ( nebenbei im Mobil gesurft ). Erst recht spät, als es schon dunkel war, bin ich dann rein. Habe auf die Uhr geschaut, mußte ja noch duschen und wenn ich noch länger draußen geblieben wäre, hätte ich mir auch einen Schlafsack holen können…

…und gleich draußen schlafen.

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