26.709km/ 05.11.2018/ 2.828 Kalorien

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Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Bike & Biketouren Bilder: und wider ein Bericht von einer Tour, gefahren am heutigen Tage. Die „Übung“ war einfach die, den ersten Resturlaubstag zu Hause und dann noch womöglich inaktiv zu verbringen widerspricht meinem natürlich Bewegungsdrang.

Gerüchten nach zu folge, sollte dies auch als Attacke für den Winterpokal gedacht sein. Aber nur dem Gerücht nach. Ansonsten: kein Statement !

Also wie war das noch ? Der erste Ansatz so früh wie normal auf zu stehen klappte mal so gar nicht. Ich war zwar schon gut früh wach, so gegen 03:30, aber das war mir dann doch zu früh. Da die Nacht mal wider eher unruhig war, die Knochen halt, hab ich mich selbstverständlich noch mal gut weggelegt. Das muß dann so gut gewesen sein, daß ich sogar den Wecker nicht gehört habe. Denn mein Moto zeigte mir später einen „ausstehenden Weckruf“ an. In meiner gesamten Laufbahn des wecken lassen durch einen Wecker kann ich mir eventuell an zweimal erinnern, daß das vorgekommen ist. Meist war aber der Wecker kaputt.

Letztendlich bin ich dann doch aus den Federn gekrochen und habe mir mein „Frühstück“ gemacht. Doppelter Espresso und zwei von den IKEA Wickingern ( Marzipan-Biskuit-Rollen/ aber ehr in klein ). Dann wurden die ganzen Klamotten gepackt, noch schnell zwei Sandwiches produziert, halt für unterwegs und dann das CAADX bestückt. Vorab habe ich mich natürlich noch selbst angekleidet. Und das sogar recht gut, weil es draußen extrem feucht war und mit nur 5c° auch nicht gerade muckelig warm.

Dann rollte ich los und dies schon bei Tageslicht. Ich kroch erstmal in Richtung Channel hoch, denn auf Seitenstreifen und motorisierte Blechkutschen hatte ich keinen Bock. Gekrochen weil ich eher langsam unterwegs war. Warum war mir erstmal, entschuldig diese Ausdrucksweise, scheiß egal. Denn wichtig für mich war, überhaupt unterwegs zu sein. Die Gefahr den Urlaubstag mehr oder weniger nur abgammelnd zu Hause rum zu bekommen, war mir zu groß und dafür war er mir auch zu schade.

Ich rollte also so vor mich dahin, brauchte wider meine obligate halbe Stunde bis ich auf Temperatur war und zückte dann sogleich die Mobilcam, noch an der Lippebrücke zu Werne.

Jenes Städtchen hatte ich dann fix passiert und ich kroch ( immer noch) dann die einzige gute Steigung hinter Werne zum Wanderweg hoch. Ganz viel Nebel im Umland. Im Berggang versteht sich. Zeit spielte ja zunächst keine große Rolle, wobei…

…den Tag über ich immer wieder mal durch kalkulierte ob das passen würde. Denn die House-Lap II war mit gut 100km eine feste Größe. Daraus würde sich eine Nettofahrzeit von etwas 5h ergeben. Pausen und Fotostops nicht mit eingerechnet. Da ich aber des späten nachmittags, genau genommen um 18:10 einen Termin hatte, den ich nicht verpassen wollte-durfte, wurde halt kalkuliert.

Bis nach Nordkirchen hoch zog es sich schon mächtig. Ich war wohl doch zu nüchtern gestartet und beschloss den ersten Sandwich-Stop an der Spatzenhütte zu machen. Selbst wenn es zugig sein sollte, könnte ich mich dort unterstellen. Sitzkissen hatte ich bei, konnte also nix passieren. Der Plan ging auf, nach knapp eineinhalb Stunden Fahrzeit war ich am Ort der Nahrungsmittezufuhr.

Erstbefahrung: aber bis zum ersten Pausenstop tackterte wider mein Hirnnavi eine neue Zufahrtvariante für den Hirschwald raus. Ich gebe dem „Schauspiel“ den Titel Südliche Zufahrt zum Hirschwald.

Mit dem ersten Sandwich im Bauch und etwas mehr Asphalt Strecke rollte es auch gleich wider besser. Bis nach Lüdinghausen brauchte ich nur etwas mehr als eine habe Stunde. Der Speed kam aber wohl auch davon, weil man so ein Bild vor Augen hat. Die leckere Torte oder gar Kuchen, den Café…

Und so orderte ich auch ein Stück Mendelssohn Torte und eine Lattemacciato. Inzwischen lugte auch die Sonne am Horizont empor, ich genoss die Leckereien und entspannte mich in der wohlig warme Gastronomie. Doch ganz so lange hängen bleiben wollte ich dann auch nicht.

Nachdem der Kalorienhaushalt auf Vordermann gebracht wurde schlug ich Fahrtrichtung Ost ein. Genau genommen gegen den Wind. Da ich aber am Morgen nochmal den Wetterfrosch aller Parameter befragte wusste ich, da ist maximal nur eine Brise. Zunächst fuhr ich auch gut los, doch dann…
…es wurde wieder zäher. Meine Muskeln machte irgendwie „dicht“. An dem Punkt wusste ich, so irre langen Touren werde ich wohl dieses Jahr kaum noch machen. Und ob ich am heutigen Tage die 100 überhaupt schaffen würde, das hing nun nicht mehr alleine von der Zeit ab.

13:05 Uhr Ascheberg hinter sich gelassen, kurz vor Drensteinfurt, die nächste Pause an einer gut bekannten und schöne Hütte für das letzte Sandwich.

Gefühlt lief es nun auf der einen Seite besser, auf der anderen Seite merke ich aber immer noch wie die Muskeln anders & eingeschränkt funktionieren. Ein wenig Mathematik…

Die Hütte ist kurz vor Drensteinfurt, grob hatte ich 60km auf dem Tacho. Da es kurz nach 13:00 Uhr war rechnete ich bis zu den vollen 100, welche die House-Lap II hat, theoretisch 2h Fahrzeit. Praktisch dürfte das, auf Grund der körperlichen Konstitution, eher gegen 2,5 bis nahe an die 3h gehen. Da wäre ich dann wo bei 16:00 Uhr. Ohne größere Pause, wo ich aber sicher noch zwei kleinere machen würde. Schon der Vernunft wegen.

Der Termin ist um 18:30, wenn ich also um 17:30 auf den Hof rolle genügt mir das. Konnte also aufgehen, so dachte ich. Also noch ein paar Riegel bereit gelegt, kräftig an der Pulle genuckeln und dann mal wieder los. Doch bevor ich mich von der Hütte vom Acker gemacht habe, wurde noch der Kleinmist in den vorhandenen Mülleimer verfrachtet.
Am vorletzten kurzen Halt mußte ich Kleidung ablegen, es war schlichweg zu warm geworden.

Dann die letzte Pause, vor allem um zu trinken, am Ortsausgang Ahlen. Und wider an einer bekannten Pausenstelle. Auf den letzten Metern hatte ich den Angaben des Byrton nicht mehr getraut. Sollte ich ab dort in ca. 1h auf dem Burghof stehen ?
Also wurde mal Freundchen Google befragt und auch er sagt was von „nur“ 17km. Prinzip Hoffnung, denn ich sage mal, ich war etwa auf 75-80% durch.

Was noch ? In Drensteinfurt hatte ich noch eine nette Abkürzung in’s Zentrum gefunden und ein bisschen Bike-Porn darf auch mal sein.

So nach der Tour wurden recht schnell die ersten der verbrannten 2.829 Kalorien zugeführt. Erster Handgriff, ein Megabecher Wasser, gepimt mit einem isotonsichen Sportpulver und etwas Maltodextrin. Nach der Dusche verschwand noch mal eben schnell ein Wiener Schnitzel im Mund und auf dem Weg zur Physio hat sich plötzlich noch eine Tafel Ritter Sport in Luft aufgelöst. Ich weiß auch nicht wo die geblieben ist, ehrlich ? Nach der Physio gab es dann das reguläre Mittag-Abendbrot. Klöse, Gulasch und eine Prise Rotkohl. Als Getränk wurde gereicht, der Pint an alkoholfreiem Radler. Mahlzeit.

Die Daten zur Tour sowie die gefahrene Strecke kann man bei Strava abrufen, die-alle Bilder sind wie immer in einem Google-Album geparkt. Nach der Nummer dürfte Kar sein, alt werd eich heute nicht. Ich hoffe nur das ich eine etwas ruhigere Nacht haben werde als die letzte.

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