April – vorgezogen !

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Bikealltag/ Sport & Alltag: ganz ehrlich, die Idee bei den Wetteraussichten eine entspannt aber längere Runde zu einer näheren Halde zu gehen, dafür muß man schon was am Würfel haben !

Dennoch, so wie im Morgengruß schon angedeutet, ich habe die Nummer nicht nur angegangen, sondern auch zu ende gebracht. Zu ende gebracht, nun ja, weil es eben ja wohl kaum mehr anders ging. Aber nun mal vorne.

Der Vormittag gestaltet sich nach dem Frühstück mit dem Verbringen des angewehten Sturmlaub zur örtlichen Mülldeponie und dem Einkauf eines Kasten Wasser. Jenes wurde mit der motorisierten Familienkutsche erledigt, war also eher der gemütliche Teil. Praktischerweise konnte ich im Anschluss noch den Termin für meine physiotherapeutische Behandlung anschließen. Großes Umziehen entfiel damit, konnte alles in ordentlicher Bürgerkluft erledigt werden.
Wieder hier an der Burg angekommen den Kopf in die Kleiderkammer gesteckt und ein paar potentiell gute und somit wärmere Lagen ausgewählt. Noch was für die Brennstoffversorgung eingepackt, sowie zwei Getränkeflaschen startklar gemacht und ab ging die Post. Das Wetter schaute noch recht mild aus. Wind war da, was klar war und auch der eine oder andere kleinere Schauer zog übers Land. Grundsätzlich aber kein Wetter, wo man den Hund vor die Tür jagt. Und wer geht bei so einem Dreckswetter raus ?

 

Ja klar, ich.

 

Nach ein paar längeren Minuten war ich warm gelaufen, es machte mir also nicht aus. Natürlich wusste ich, daß mit dem Ziel der Halde Radbod der erste und somit gemütliche Teil der Strecke vorzugsweise mit dem Thema Rückenwind verbunden war. Juckte mich aber kaum, denn den Rückweg den würde ich schon hinbekommen. Und so zockelte ich meines Weges. Nach dem Verlassen des nahen Claims recht direkt rüber, via eines Bauernhofes, in Richtung Channel den parallel bis zur ersten Brücke, dort die Treppen hoch, Kanalseite gewechselt und dann recht straight weiter gen osten.
Dort wieder einen Linksschwenker ( wo mir dann dieser recht seitlich gewachsene Baum im Bild auffiel ) wider zu Fuß an der örtlichen Entsorgungsstelle vorbei, diesmal aber auf der anderen Seite des Zaunes. Diese Route wurde gewählte, damit ich näher an der Lippe laufen könnte. Da gibt’s ja so eine nette Aussichtsplattform. Doch ich bemerkte recht schnell, an den Außenseiten der Mülldeponie und im nahen Umland, jede Menge herbeigeflogener Plastikmüll. Ob die das wohl wissen ? Und, ob sie das regelmäßig weg machen ? Ich versuchte mich nicht all zu lange mit dieser unschönen Landschaftsgestaltung zu befassen.

Am Fuße zur Hald Radbod angekommen gabelte sich der Weg. Links am Haldenfuß entlang, dort wo man die umgestürzten Baum zersägt hatte oder doch erst rechts rum, quasi an der Lippeaussichtsplattform vorbei ?

Die Wahl fiel auf rechts rum. Denn die Wege am Haldenfuß dürften potentiell sehr matschig sein. Und schon vor dem Haldenaufstieg die Schuhe durchtränken war nicht mein Plan. In der Höhe der Aussichtsplattform angekommen war mir nach einer kurzen Pause. Aber die Plattform bietet weder Regenschutz noch eine Sitzgelegenheit. Schade, aber sich auf die Treppenstufen zu setzten, schien mir nicht der beste Plan. Also zog ich noch ein Stück weiter. Kurz vor meinem Haldenaufstieg ist ja eine offizielle Sitzecke ( wo ich ja die Tage auch schon Müll aufgesammelt hatte ).

Also fix meine Eigenkonstruktion aus Bläschenfolie und einem entsprechenden Stückchen wärmereflektierender Notfalldecke ( muß ich auch nochmal was neues in etwas größer basteln ) aus meiner Hüfttasche gezerrt und auf die örtliche Sitzbank gelegt. Das war natürlich nicht so irre gemütlich, reichte aber, für einen kleinen Snack, bestehen aus einer Birne und einem Riegel Nussschokolade, aus. Der untere Rücken holte wider etwas Luft und ich erklomm die Halde auf einem Querweg.
Jener ist recht steil und unter diesen Bedingungen mit einem Bike wohl kaum zu machen. Selbst grobstolligere Reifen würden da wohl kaum Halt finden. Zu Fuß ging es aber. Meine Blicke schwenkten immer wieder rechts oder links in den dichte Baumwuchs. Stellen für eine Hängemattenaktion ? Eher kaum. Ein letzter Schwenk und ich stand  an der letzten Rampe mit direktem Blick auf das Haldenzeichen.

Oben angekommen kurz frisch gemacht, ein Schluck aus der Pulle, mal wider und dann fix mit laufender Mobilcam rauf auf´s Haldenzeichen. Oben nur einen kleinen Schwenk gemacht, dann wider runter. Gemütlichkeit sieht anders aus. Jedenfalls stand ich nach kaum mehr als einer Stunde oben auf dem Haldenzeichen. Nicht schlecht dachte ich.

Ich drehte noch eine Expeditionsrunde über das Haldenplateau, schaute mir den einen oder anderen Trampelpfad an, die aber alle ins Nichts führten. Auch hier leider immer wider wilder Müll. Zum Glück nicht so viel. Jetzt zog es mich aber wider langsam runter. Der Nässegrad nahm zu und so schlug ich mich etwas quer rüber über die Halde, bis ich dann am finalen Hauptweg nach unten stand.

( Das komplette Bild- u. Filmmaterial von diesem Wanderausflug sind wider in einem Album <klick> platziert. )

Unten angekommen traute ich meinen Augen kaum. Man hatte da etwas mehr an Kleinholz gemacht, als ich das zunächst realisieren konnte. Da fehlten soviel Bäume, das ich den Eingang zum Haldenfuß-Rundweg erst gar nicht erkannte. Dann stellte ich aber auch leider noch zu meinem Leidwesen fest, die Holzfäller hatten wohl mit entsprechenden Gerätschaften die schon ohnehin nicht ganz so feinfühligen Wege noch mal grober umgepflügt. Bestes CX & MTB Terrain. Aber zu Fuß ? Und so tastet ich mich zumeist mit dem Schuhwerk am Rand und auf dem dortigen Grün entlang. Halt bis um den Haldenfuß herum.

Test: …als ich da so vor mich hinwartschelte stellte ich leider auch wider fest, die SealSkinz sind dann doch nicht so trocken wie angepriesen. Beim Biken hatte sich das ja schon gezeigt.

Da schob ich es zunächst darauf das Wasser von oben in die Socken laufen könnte. Dann entdeckte ich, daß es offensichtlich Löcher in den Socken gab. Das waren dann meine ersten Paar Socken die überhaupt Löcher bekommen haben. Und was habe ich mit was weiß ich nicht für günstigen Socken schon alles gemacht. Zuletzt entdeckte ich einen Videobeitrag, wo der Tester davon sprach, daß wenn man viel schwitzt, die Membran das nicht gebacken bekommt.

Auf diese Letzte These setzte ich jetzt. Denn bei meinen bisherigen Läufen vernahm ich eigentlich keine Feuchtigkeit von innen. Es konnte also gut sein, daß ich beim Radfahren mehr schwitze, beim wandern aber wohl nicht. Nun, hab ich mich auch darin getäuscht. Schade eigentlich.

Zurück zum eigentlichen Thema: …die Laufrunde zog ich also nun am westlichen Teil des Haldenfußes rum. Zum Glück war ich gut in Bewegung und somit stellte die Feuchtigkeit & Nässe noch nicht das Problem da. Aber, noch war ich ja gut windgeschützt. Ich bog dann rüber zur neuen Kanalbrücke und suchte nochmal für eine kurze Sitzpause den Windschutz unter der Brücke auf. Gut – Windschutz war das jetzt nicht so direkt, es reichte aber für eine Moment. Dann zog ich einfach straff meinen Rückweg durch.

Im Kopf tackerte es zwar noch ein paar mal, ob denn da nicht doch wo mehr Windschatten sein könnte, aber echte Ergebnisse brachte das nicht. Ja und wie das eben so ist, dieser letzte Teil direkt am Channel entlang war, man entschuldige die Ausdrucksweise, dann mal sowas von scheiße. Der Regen bließ in der gleichen Konstante wie der Wind direkt von vorne. Ich zog wider meine Kordeln an der Kapuze dicht und legte einen guten Schritt ein. So hielt ich den Körper warm, stemmte mich ein wenig mehr gegen den Wind und würde gut was an Strecke machen. Dachte ich.

Im ersten Viertel hab ich es geschafft nicht die Kopf zu heben um zu schauen wie weit ich schon war. *lach* Doch dann sah ich die Kanalbrücke noch verdammt weit vor mir. Also wider Kopf runter und weiter. Irgendwann stand ich dann aber doch am Fuße der Brücke, erklomm jene über die Treppe und stand dann ein letztes mal übel im Wind. Oben auf der Kanalbrücke weht das immer unangenehmer als sonst. Ich kann mich da noch an eine Radfahrt erinnern wo ich da rüber wollte.

Der Wind war so stark, daß er mich umzublasen drohte. Das dumme war nur, weil es so stürmte konnte ich damals nicht vom Bike runter. Und so stand ich damals dort oben auf der Brücke, konnte weder fahren noch vom Fahrrad absteigen. Ich überlegte eine ganz Zeit lang: „wie stellst du das jetzt an junge ?
Letztendlich habe ich das Bike einfach zwischen meine gespreizten Bein gelegt und konnte so über das nun liegende Bike abkletten. Die vorbeifahrenden Autofahrer müssen wohl nur gedacht haben: „jetzt guck dir den mal an, wie stramm der iss.

Genug der alten Anekdoten. Unten an der Brücke angekommen ging es dann aber wider. Jetzt hoffte ich nur auf eine Grünphase an der Fußgängerampel. Die hatte ich natürlich nicht, kam aber so gut an, das die Wartephase nicht all zu lang war. Bingo ! In der Burg angekommen, schnell aus den nassen und auch inzwischen recht klammen Klamotten raus, mit einem Gästehandtuch die erste Abtrocknung vorgenommen, alles zusammen gerafft, die Elektronik gestoppt und gesichert, dann ab in die heiße Dusche. Vorher die schnelle Maschinenwäsche angesshmissen.

Ja war schon „nett“ ich hab’s geschafft, rein körperlich fühlte ich mich gut, zumindest nach der heißen Dusche. Für die gut 12,2km hab ich auf den Kopf genau 3h gebraucht. Die aber nur wirklich extrem kurzen Pausen schon abgezogen. Kann man mit leben.

Und ja, natürlich als ich dann nach dem Mittagessen auf dem Sofa saß, da schien die Sonne und es sah so aus, also ob Regen nie Thema war. Shit happens.

 

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