Out of america/ X14 – Nichtirrtum/ 36.437km/ 16.04.2020

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Bikealltag/ Urlaub/ The Cure – Forest/ Outdoor/ Biketouren/ Bike- & Biketouren Bilder: nach dem ja gestern die angedachte Tour nicht statt fand, ging es heute hohen Gemutes an die Sache. Grundlage war die X14- Versuch & Irrtum Tour, wo ich ja eine gute Aussage zur Alstedder Mark bekam. Das war zunächst das Tagesziel. Die Hinfahrt machte ich wie die Rückfahrt von dieser ersten Erkundungstour. Dachte ich.

Denn kaum stand ich am nördlichen Ende von Cappenberg und schwenkte gerade auf den straßenbegleitenden Radweg um, erspähte das geübte Auge intuitiv eine potentielle weiter Wegführung mit Richtung West. Da sollte doch was gehen.
Also mal fix auf den Wirtschaftsweg eingebogen und los. Das war mal wider etwas Abenteuer pur. Der Weg schwang sich in Richtung Süd-west und zog sich von Meter zu Meter zu. War die Wegführung zu Anfang noch gemäßigt guter Qualität war dann irgendwann nur noch ein Trampelpfad über. Bis dahin galt es dann schon über den einen oder anderen umgestürzten Baum zu steigen oder ihn fußläufig zu umgehen. Während ich da so her tigerte ahnte ich schon, der Weg wird wohl kaum noch irgendwann zum westlich verlaufenden Hauptweg führen (da die Kartenaufzeichnug aber was anderes besagt, sollte ich da nochma´ nachschauen *grins* Am besten von der anderen Seite).

Dem war ja auch so, also ein letzter Versuch in dem Waldstück, dann aber doch umdrehen und zurück. Trotzdem herrliche Bilder und Eindrücke.

(Restbild- & Filmmaterial im Tagesalbum)

Nachdem ich mich dann wider zur Zufahrt durchgekämpft *lach* hatte, bin ich doch in den schmalen Trampelpfad eingebogen, den ich zwar auf der Hinfahrt gesehen hatte, aber dann doch nicht gefahren bin. Und das war dann auch der Weg den ich auf der Karte Dortmund und Umgebung vorher ausmachen konnte.

Jener Weg war zwar schnell wider besserer Qualität und führte auch schnurr straks in die Richtung des oben liegenden Hauptweges, doch kurz bevor ich da ankam…

…kam eine kleinere Schlucht und ein zwar fast trockener Wasserlauf in dem zwei fette Betonröhren steckten um jenen überqueren zu können. Unschön, diese Beitonröhen schauten zur Hälfte aus dem Erdreich. Gut gedacht, aber leider so nur mit Kletterpartie zu überwinden. In Sichtweite oben am Berg hatte ich aber schon das Wanderheim. Aber nachdem ich die kleine Schlucht mit den Betonröhren überwunden hatte, mußte ich auf der anderen Seite wider hoch. Der von mir linke gewählte Weg entpuppte sich nicht als die bessere Wahl. Immer wider mußte ich absteigen um über Schnittholz zu steigen.

Für einen mehr oder weniger offiziellen Wanderweg in der Nähe eines Wanderheims fand ich das schon ungewöhnlich. Was spricht denn dagegen das geschnittene Holz zumindest gleich auf die Seite zu legen? Wenn sich da ein Wanderer lang macht, wär das schon übel. Egal, ich kenn das ja…
…und gut für mich war, sieht der Weg so aus, ist da nicht viel Betrieb.

Überhaupt Betrieb auf den Wegen.

Oben auf dem Hauptweg angekommen war es deutlich leerer als bei der Erstbefahrung. Allerdings, zumindest eine laufenden Vater traf ich und ich meine auch den einen Radfahrer hatte ich schon gesehen. Demnächst duzt man sich.

Jedenfalls war der Weg dort oben angekommen kein großer Trick dann durch Selm-Bork zu fahren um endlich am Pausenplatz an zu kommen. Ich hielt an, erkannte sofort die rechts liegende kleine Schotterfläche und machte mich dann auf in das am Hang liegende Waldstück mit bester Lage. Hanglage mit Südseite, was will man mehr? Ich tastet mich vor und suchte mir eine Stelle nicht zu nah am Hauptweg, ein paar passende Bäume für die Hängematte und eigentlich auch eine Stelle um sich einen Espresso zu kochen.

Die Hängematte wurde aufgehängt, die Birne und die Banane gefuttert, dabei sitzend in der Hängematte. Der dicke Baum der vor mir quer lag hatte ich eigentlich als Kochstelle ausgemacht. Doch das ganze trocknen Laub ringsrum gefiel mir nicht. Zumal, eigentlich bräuchte ich keinen Espresso. Groggy war ich nicht, eher top fit, wäre also nur für schön gewesen.

Nach der kleine Stärkung streifte ich etwas im Areal rum und ließ meine Blicke schweifen. Espresso für nett könnte man sich schon gönnen. Die im Wald platzierte Holzbank nebst Tisch wäre ein guter Ort dafür. Doch das war mir zu nah am Hauptweg und dann dort auch die Hängematte aufhängen? Nö!

Da aber ein Wasserlauf durch das Gelände führt, war dort ein fetter Baumstumpf im Boden. Eine ideale Fläche für die Espresso-Aktion. Das CAADX und die Hängematte wurden von der ersten Stelle rüber geholt und erneut aufgehängt. Der Espresso brutzelte alsbald durch die Macchina, ich ließ ihn mit einer Brüssler Waffel aus dem Discounter die Kehle runter laufen. Dabei schaute ich mich um.

Innerlich fragte ich mich, ob ich nicht mit dem Lager noch ein paar Meters weiter nach hinten rücken könnte? Der Wasserlauf an dem ich ja fast in Griffweite lag plätschert so nett vor sich hin und ich entdeckte eine weiter besser Hängemöglichkeit. Nochmal gut eineinhalb Meter weiter hinten, zudem in einer leichten Senke. Der letzte Umzug, der allerdings auch ein paar tricky Handgriffe bei der Aufhängung der Hängematte bedurfte. Dann passte das Set-Up und ich sank in die Hängematte.

Dabei stellte ich feste die Kombination Espresso XXL und Hängematte am Mittag sind ideal. Die Pumpe läuft gut, Gefahr in der Hängematte einzunicken bestand nicht. Ein paar Belichtungen wurden mit dem Mobil durchgeführt. Und ich machte sogar einen Gang zu der im Wald stehenden Holzsitzgruppe. Erstaunlicher Weise konnte man schon von dort mein Lager nicht mehr sehen. Nur der Fahrradhelm war mit seinem Weiß bei genauerem Hinsehen aus zu machen.

Ich hab jetzt keine Ahnung wie lange ich da in der Hängematte gelungert habe. Die Karte für die nächsten Tagesziele wurde auch nochmal gründlich studiert, aber so 30-45 Minuten werden es schon gewesen sein. Eine klasse Zeit. Bestens relaxed ging es dann aber wider los.

Alles wurde zusammen gekramt, ich schob das Fahrgerät den Hang wider ein Stück hoch um auf den Trampelpafd zu gelangen der vom Hauptweg zunächst ein Stück hoch in das Gelände führt. Warum sollte ich mich durch Gebüsche quengeln? Am Hauptweg wider angekommen nahm ich Fahrt auf und bog dann aber doch rechts runter in Richtung Lippe.

Das Haus Dahl lag ja noch so da und wollte erkundet werden. Direkt bis dahin kam man aber nicht. Und so machte ich den Schwenk nach Osten über einen Bauernhof (?). Dort traf ich einen netten Herren der mir wegfindungstechnsich auf die Sprünge half. Ich erkundete mich nach dem Weg von letztes mal an der Lippe entlang und erfuhr, das dort kleine Tier – Nutrias – den Weg untergraben haben und er eigentlich deshalb gesperrt sei. Aber dank seiner Erklärung kam ich an jenem Wald vorbei, wo ich nicht die Querung gefunden hatte, die ich gesucht hatte. Das ich sie nicht gesehen hatte ist mir allerdings ein Rätsel. Denn die Zufahrt ist gute 2 Meter breit. Aber ich meine, ich hätte das nur als Zufahrt zum Hofgelände ausgemacht und sei deshalb dort nicht eingebogen. Auch egal, jetzt ist das gespeichert.

Den Weg aus Bork raus fand ich auch bestens, auch den kompletten Weg von jenem Hof weg. Da gibt´s ja auch den Weg an den Gleisen entlang bis zu… . Ach lassen wir das.

Der nächste Punkt war die alte Schleuse an der Lippe. Mit einem zusätzlichen Blick in das Kartenmaterial konnte ich die Zufahrt ausmachen. Aber der noch kurz vorher konsultierte Bauer am Trecker verneinte die Frage nach einer Schleuse. „Da iss nix, da ist gleich Schluss“, waren seine Worte. Gut dachte ich, bis zum schon sichtbaren Gatter kann man ja mal fahren.
Doch da war ein Zugang drin, also fuhr ich hindurch und kaum 200m von Bauern mit seinem Traktor aber offensichtlich keiner Ortskenntnis entfernt fand ich die Reste der Schleuse. Sackgasse war da aber trotzdem. Leider auch ein lauschiges Plätzchen, mit geeignetem Baumwerk dazu noch erhöht. So zu sagen auf Schleusenoberkante. Aber auch da war dann Weiterfahrt angesagt. Die Uhr ging inzwischen arg voran und ich wollte noch vor dem Abendbrot auf der Burg eintreffen.

Der Weg zur Alstedder Mark entpuppte sich als kein großer Trick. Landschaftlich recht nett gemacht in weiten Teilen übers offene Feld und dann eben am Waldrand entlang. In den Wald, oder besser gesagt auf das Gelände kommt man so gar nicht. Ist komplett eingezäunt weil dort eine Polizeischule ist und ich meine was mit Arbeitsschutz. Schade eigentlich.
Und so war dann der Anstieg zur Straße von einem kleinen weiteren Bachlauf hoch schon das Highlight. Es gibt noch einen zweiten auch fahrtechnisch reizvoll ausschauende Weg. Doch die beiden jungen Damen meinten, macht keinen Sinn da dort so viele umgestürzte Bäume lägen. Egal, vielleicht ein anders mal.

Ich hab mir dann zum Abschluss noch eine Kombination aus Cappenberger Wald und Wanderweg gegönnt. Dabei mußte ich feststellen, daß diese eigentlich sonst so reizvollen Wegführungen schon fast langweilig geworden sind. Kein gutes Zeichen, denn dann werden wohl demnächst weitere Neuerkundungen anstehen. *lach*

Habt einen schönen Tag und bleibt gesund!

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