42.896km/ 03.02.2021

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Bikealltag/ The Cure – Forest/ Winterfahrten/ Bike „Abflüge“/ Stürze/ Bike-& Biketouren Bilder: Anpfiff für den Monat Februar und so wie’s ausschaut, behält der Winter noch ein wenig seine Position.

Montag: nach dem das Wochenende mit dem Umzug geschmeidiger gelaufen ist als angenommen und die super entspannte Rückfahrt am Sonntag auch bei viel Sonne abgehandelt wurde, sah die Welt am Montagmorgen irgendwie dunkel aus.
Was mich gleich stutzig machte war, daß es wohl über Nacht Niederschlag gab und es kalt war, aber draußen auf den Wegen vor der Burg eher unauffällig schien.

Am Wochenende hatte ich noch die frisch erworbenen Continental Contact Spike 240 Winter wieder originalverpackt, also mit der Banderole in einen Karton gesteckt und zum Rücksenden bereits verfrachtet. Neben der Tatsache das jene nicht nur geschmeidig schwer sind, die 240 Spikes in nur zwei Reihen angeordnet sind (wo ich mich dann gefragt habe, was zum Geier soll der Mist???), nein es stand auch noch drauf – Made in China. Lange Rede kaum Sinn, mit dieser Spikeanordnung muß in der Entwicklung was schief gelaufen sein.
Ich hatte mich dann doch wieder für die bisherigen 45NRTH Xerxes entschieden, mir da dann aber auch nur einen kommen lassen. Der Vordere ist ja noch gut. Leider gab´s die Ausführung auch nur noch in Drahtreifen, was wieder ein paar Mehrgramm mit sich bringen wird. Natürlich wäre ein 45NRTH Gravdal sinniger gewesen, aber dazu fand ich dann keiner brauchbare Angaben. Soviel also dazu. Und nun zum eigentlichen Tagesgeschehen am Montag

…drei Frikadellen weiter.

Was ein Ritt in der Frühe. Schon am ersten Kreisverkehr hat es mich gelegt. Zum Glück war ich a. auf dem benutzungspflichtigem Radweg (wie immer an der Stelle) und b. schon im Kriechtempo unterwegs. Ich wollte mal die Lage sondieren wie fix die Kraftfahrzeuge so durch rauschen und so das Risiko für mich minimieren.

Blöde Sache aber wenn ein paar Millimeter dicker Eispanzer auf der Strecke ist. Ich setze also die Füße ab und schon rutscht das Hinterrad weg. Da ist ja (leider) zur Zeit noch ein normaler Grobstollen Reifen drauf, weil es den hinteren Spikereifen ja in Mitleidenschaft gezogen hatte.

War aber alles halb so schlimm. Den Vorgang als solches kann man sich vorstellen als wenn man sich zunächst flotter hinkniet und sich dann auf eine Seite rollen lässt.
Eine Autofahrerin hatte das zudem gesehen, umgehend angehalten und sich durch die geöffnete Beifahrerscheibe nach dem Wohlergehen erkundet.

Aber auch am Kanal waren die Strecken nicht so lustig. Der feine Sandschlamm war von gefrorenem Wasser durchzogen. Ich hab mich dann für das bessere Nordufer entschieden.

Der letzte Hammer war die Holzbrücke kurz vor Job. Wohlwissend um diese Stelle bin ich da schon vorher abgestiegen, eine Hand fest am Geländer und in der anderen das CAADX. Das schlingerte im Schiebebetrieb ganz schön auf dem gefrorenem Holz.

Mann o Mann, was ein Ritt.

Meet & greet: bevor ich mir den unausgegorenen Schwachsinn von Wegführung angetan habe, gab’s mal wieder ein spontanes Treffen mit dem Husky Mann. Wir hielten beide an, grüßten und plauschten so ein wenig über, wie sagt man doch, Gott und die Welt.

Für die Rückfahrt wählte ich das südliche Kanalufer. Man muß ja ma‘ schauen ob das Tor doch nicht geöffnet ist. Zu meinem Erstaunen hatte man eine neue Hafenzufahrt, jetzt aber Obacht, nur mittels Beschilderung für Fußgänger angelegt.

Da wenig los war bin ich da aber trotzdem lang, letztendlich ist es ja immer noch eine offizielle Radroute.

Folgt man also dem Weg „umschifft“ man die Fitnessbude mit dem gesperrten Parkplatz, landet aber im Yachthafen Rünthe. Dort wird nochmals per Ausschilderung darauf hingewiesen, daß Radfahren untersagt ist, was mich aber…

Ach komm lassen wir das. Armes Deutschland. Jedenfalls bin ich so am inneren Zaun des Yachthafen entlang und hab mir dann ein offenes Tor gesucht. Ich bin aber ziemlich sicher, daß jene früh bis sehr früh morgens verrammelt sind. Das man da also durchkommen würde, bezweifle ich. Alternativen?! Ach ja, ich vergaß!

Ja da wäre die Streckenführung nördlich am Beversee vorbei, nur…
…da wird zur Zeit Holz gemacht, die ohnehin schon eher erdähnlichen Wegstrecken sind also durch entsprecheden Gerätschaften in Mitleidenschaft gezogen und werden auch sonst durch Nass von oben eher weich sein.

Dienstag: der zweite Tag, heute ma‘ nix mit eiskalt, zumindest nicht von den Temperaturen her. Dafür bin ich eiskalt am Randstreifen meiner Rennbahn  entlang und ebenso eiskalt durch die Brückenbaustelle. Die Baustelle ist eigentlich per Schild Tabu für Radfahrer aber…

…diese Strecke wird gestreut, was man wie sich ja gestern zeigte, auf den Neben- u. Alternativstrecken so gar nicht der Fall war und wohl so auch bleiben wird. Und so darf man eigentlich entspreched ausweichen.

Jedenfalls kam ich sogar recht gut von Fleck, bin mir nicht mal sicher, ob ich die 1 Winterpokal-Stunde voll bekommen habe.

Entscheidung des Tages, ich behalte die Conti Spikereifen doch, denn bei Bike24.de gab es nur noch einen 45NRTH Xerxes und den auch nur in der Drahtausführung. Der wird dann als Ersatz auf die lange Bank geschoben. Und so hab ich mir neben dem 45NRTH Reifen auch eine Endura Hose (zum wasch-wechseln) bestellt.

Nun warten wir mal auf die Lieferung und hoffen aber auch auf besseres Wetter. Denn mit diesen Zeilen hat es immer wieder Schauerregen. Fänd ich jetzt für eine Heimfahrt nicht ganz so prickelnd.

Ansonsten ist man vom Job mal wieder nim Sauerland unterwegs. Sehnsüchte werden befeuert, hoffentlich wird es bald wärmer.

Die Heimreise fand dann doch in eher entspannt statt, aber auch um mal mit dem noch am Vorderrad vorhanden 45NRTH Xerxes zu spielen. Denn bei der Abfahrt bemerkte, nein hörte ich deutlich wie die Spikes am Asphalt ihre Geräusche machten. Da ich ja am Vortag den Luftdruck der besseren Haftung für die Spikes bei vermeintlichen Eislage nach unten korrigiert hatte, machten sie eben Lärm. Das Fahrverhalten war zwar unbedenklich, aber ich beschloss halt, die Rückfahrt ma zu nutzen.
Zwischen Preußenhafen und Seepark Lünen unter einer Brücke pumpte ich also erstmal Luft nach. Das machte sich auch sofort bemerkbar, schien mir dann aber im weiteren Verlauf der Heimreise noch nicht so passend zu sein. Also gab es an der Kuhbachtrasse in einem Unterstand nochmal was mit der Luftpumpe drauf.

(Restbilder im neuen Februar Radtouren-Bilder Album)

Fiel doch oben im Geschreibsel der Begriff Armes Deutschland, so komm ich nicht umher doch mal was dazu zu sagen. Das Radwege außerhalb von Ortschaften zwar angelegt und als benutzungspflichtig ausgeschildert werden dürfen, ist ja schon normal. Das aber eben genau jene angeordneten Radwege auch noch beidseitig benutzbar sind, also fährt in eine Richtung entgegen der Fahrtrichtung, ist schon ein weiterer Hohn. Irgendwo in den Tiefen der Gerichtsbarkeit gibt es dazu sogar ein Urteil, daß dies nur in absolute Ausnahmefällen zulässig sei.
Das es aber auf Radwegen außerhalb geschlossener Ortschaften keine Streu- & Räumpflicht gibt, hatte mir ja seinerzeit sogar eine zuständige SPD Politikerin mitgeteilt.

Jetzt kann sich ja jeder selbst ein Bild davon machen, wie man das sehen kann. Aber als Radfahrer ist man bestenfalls ein Mensch dritter Klasse. Denn auch bei der Streupflicht innerorts gibt’s eine Reihenfolge. Und darf man mal raten an welcher Stelle Radwege stehen?

Genau – an letzter Stelle.

Soviel ist also die Unversehrtheit eines Radfahrers wert! Das dies dann noch den unterschiedlichen Instanzen zusätzlich zum Opfer fällt, habe ich heute früh noch am Preußenhafen mitgeteilt bekommen. An einer Kurve war das schon arg glatt, aber auf dem Holzsteg kurz danach wurde gestreut. Ich hab dann also angehalten und kurz bemerkt, daß da an der Ecke auch ma´ was gut wäre.
Der gute Mann zuckte nur mit den Schultern, der arme Schlucker konnte nur herausbringen, daß die Ecke nicht in der Zuständigkeit läge und er es deshalb nicht machen dürfe. Ja was soll man dazu sagen? Iss doch, man möge mir das verzeihen, Kacke. Aber so ist das eben. Man versteckt sich hinter den Vorschriften und gut ist. Dazu noch ein Bild von einem anderen benutzungspflichtigem Radweg.

Gut, für die Freunde des gepflegten Cyclocross (Rennradfahren im Tiefschlamm) bestimmt eine Augenweide, aber der Weg ist nicht mal befestigt. Es sei denn, daß irgendwo geschrieben steht, daß Schlammlöcher befestigte Wege sind.

Auf dem Weg nach Hause bin noch bei Fahrrad Wilmes vorbei. Also ehmalig Fahrrad Wilmes, denn aktuell ist da wohl AT-Cycles drin. Einen Laden von denen hatte ich ja schon in Dülmen ausfindig gemacht, übrigens sind dort drei oder inzwischen vier Radläden in einem Bereich von acht mal fünf Kilometern. Also in Dülmen. Oder, wie an der Perlenkette gezogen. Egal…

Somit denke ich hat sich Fahrrad Wilmes zurück gezogen und neuer Wind ist in den Ausstellungsraum geweht. Sieht natürlich alles super chic aus, ist aber ach eher nix für mich. Ja so war dann eben die Rückfahrt.

Mittwoch: die Mitte der Woche ist erreicht, der Sommer hält Einzug. Draußen vor der Tür hatte es selbst im ländlich offenen Abschnitt noch satte 8c°+.
Die Frage dabei war nicht, was ziehen wir noch an, sondern was ziehen wir noch aus? Luxusproblem.

Das Radtrikot als zweite Lage wurde gar nicht erst angezogen. Genauso die Dreiviertel-U-Buxe. Auch das letzte wenn auch sehr dünne Paar Handschuhe verschwand nur präventiv in der Jackentasche. Die beiden Unterarmreißverschlüsse wurden auch schon teilweise geöffnet. Und aufpassen, trotzdem nicht zu schnell fahren, damit man nicht beginnt zu fiebern.

Erstbefahrung: die Heimreise wurde mal wieder intuitiv-spontan angegangen. Hauptthema war zunächst mal das Wetter, denn jenes sollte ja auf Regen in guter Menge stehen.
Als Strecke wurde mal wider Sesekeradroute und Kuhbachtrasse abgerufen um dann doch wieder in die Richtung der erst am Sonntag erkundeten Strecke zu „fallen“. Dabei habe ich dann aber doch noch eine weitere mögliche, wenn auch kurze andere Streckenführung auf dem Motorola vorab ausgekundschaftet. Die Ausfahrt zu dieser neuen Strecke habe ich erst gestern erspäht, also muß man doch mal schauen…

Zu meiner Überraschung ist an einer T-Kreuzung eine nette Sitzgelegenheit samt Wetterschutz aufgestellt. Gespendet wie dort beschildert steht, ich denke von einem nahen Ureinwohner.

Nach dieser Entdeckung dieser Nettigkeit bin ich dann dem Rest der Strecke (<klick> A1 Waldverbindung zum Galgenberg/ heute aber wie bis jetzt eigentlich immer entgegengesetzt) gefahren.

Insgesamt hatte ich heute auf der Rückfahrt mit dem Wetter mal gut Glück. Der Wind kam nur von hinten und auch die diversen Niederschläge hielten sich eher zurück. Erinnern kann ich mich nur eine längere Sprühregenphase.

Mobilphone: leider konnte ich aber diverse Licht- u. Landschaftsszenen nicht fotografisch einfangen. Denn nachdem ja mein Motorola irgendwie spinnt, schaltet es sich immer mal wieder gerne beim oder kurz nach dem Bildermachen von selbst aus.
Seltsam ist, ich kann es wieder einschalten und der Akku hat noch gute 40%+ an Saft. Was das ist, weiß ich noch nicht? Man wird mal wider sehen, eventuell bekomm ich wo Infos. Ansonsten…

…habt einen schönen Tag und bleibt gesund!

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