Neues Land/ 43.434km/ 27.02.2021

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Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biktouren/ Bike- & Biktouren Bilder: inzwischen (also am frühen Samstagabend) bin ich frisch geduscht, rasiert und was auch sonst noch so länger werden kann beigeschnitten und natürlich hab ich auch schon wieder eine triple-X-Portion vegane Lasagne, nach einem Rezept meiner Jüngsten, dem Erdboden gleich gemacht. Irgendwoher muß ja der Brennstoff kommen. *grins*

Ansonsten, ja irgendwie hätte das Wetter besser sein können. Vor allem wäre es gut gewesen, wenn das Thermometer mal länger über die 5c° geklettert wäre. Denn genau das war schon auf den ersten nicht mal 5 Kilometern Thema.

Das Tagesziel war, mal in die Nähe der Haard zu kommen. Am frühen Morgen am Küchenstammplatz trieb der Espresso doppio die Hirnzellen voran. Es gab nur eine Richtung und die war unweigerlich auf – raus – eingestellt.
Zunächst wühlt mein Unterbewusstsein irgendwas mit Marschrichtung Osten. Einfach los rollen, irgendwo eine nette Sitzgelegenheit, Aussicht, ein Süppchen machen, noch einen Kleinen und dann wider Heimfahrt. Doch dann schwenkte mein Unterbewusstsein auf Bewusstsein um und ich studierte Kartenmaterial. Bis zum potentiellen Aussichtsturm an den Lippeauen sollten es gerade mal 35 Kilometer sein. Mit etwas Wegsuchen sollte das in etwa zwei Stunden Hinweg sein. Ist man erstmal dort, kommt man auch wieder gut nach Hause. Soweit so gut.

Letztendlich hab ich dann die Brockens ans Bike geheftet und mich in Schale geschwungen. Die Kleiderwahl war alles andere als einfach. Welches Shirt, Radtrikot drüber oder nicht, welche Mütze oder doch noch die Sturmhaube? Draußen im Burggarten hatte es gerade mal was mit 5c°. Alles andere als Gemütlich für eine längere Erkundungstour.

Und so waren dann auf den ersten 5 Kilometern ein paar Stops auf dem Programm. Immer wieder zog ich Kleidung an, oder aus, wechselte ein Mütze gegen eine andere, bis ich es dann irgendwann hatte. So rollte ich mit wachsender Motivation bis hinter Lünen um mich dort dann weiter an der Lippe entlang fallen zu lassen.

1 sonnenfrage_ergebnis

(<klick> zum Tagesalbum)

Erste Sonnenstrahlen wärmten und färbten das Licht bunter. Ich kam über die bekannten Wegstrecken bis nach Bork, von wo aus ich dann das Tor in das neue Land erreichte.
Mit dem Kumpel aus dem Claim sind wir schon mal bis dorthin gefahren. Damals sind wir dann aber rauf zum Dortmund-Ems-Kanal. Dieses mal sollte es unter die Trogbrücken hindurch gehen. Wenn man sich das mal innerlich vor Augen hält, dann ist das schon imposant. Denn über einen liegen mal eben ein paar wieviel Qubiktonnen Wasser auf?

Kurz davor hatte ich noch eine nette Hütte erspäht. Nett, aber leider komplett unzugänglich. Denn am Ufer der Lippe weiden Schafe, es ist also alles eingezäunt und damit wohl auch Privatbesitz. Schade, wäre ein guter Unterschlupf bei schlecht Wetter.

Jedenfalls ging es danach recht gut weiter. Der Weg war über die Radroutenschilder gut zu finden und so hatte ich keine Probleme. Die Karte Recklinghausen, Halterner Stausee, Südliches Münsterland hatte ich natürlich stets zur Hand. Und so stand ich nach etwas mehr als einer Stunde schon am ersten Aussichtsturm.

Nach diesem ersten überaus befriedigen Stop ging es ein gutes Stück weiter in Richtung Westen. An der nächsten Aussichtsplattform angekommen.
Interessantes Teil, denn diese Platform soll irgendwann mal von den angepflanzten Bäumen getragen werden. Dafür hat man gezielt Verstrebungen an die Brückenkonstruktion angebracht, dann die Bäume daran gepflanzt. Diese verwachsen nun im Laufe der Zeit mit der Konstruktion. Ursprünglich gab es wohl mal mehr Stützen, inzwischen hat man diese aber wohl schon teilweise durch Hilfsstützen ersetzt. Denn, wie man auf dem Bild hier (oder im Album) sehen kann, die Bäume verwachsen schon und können so eine Stützfunktion übernehmen.

Ab da ging es dann zur Brücke rüber wo es eigentlich man eigentlich nach Ahsen überwechseln könnte. Kann man aber nicht, die Brücke ist wohl baufällig und sowas von verrammelt. Am vorab am Parkplatz angetroffene Eingeborene wusste da auch nicht wirklich was von einer Alternative. Und so bin ich nach einer weiteren kurzen Schleife zum umsehen einfach zurück gefahren.
Man verspürte schon einen gewissen Apetit und so tat eine Pause dann mal not.

Da ich an der Bank-Tisch-Kombi schon vorher vorbei gefahren bin und es dort relativ windstill war, es aber auch einen Müllbox gab, bot sich das an. Frisch gestärkt, was sich später als überaus wertvoll erweisen sollte, ging es weiter.

Noch ein Bild von der Schönheit des Mischwaldes. Es dufte nach Tannen.

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Mein Plan war dann via Olfen und dann wohl Selm mich nach Hause fallen zu lassen. Radroutenschilder gab es ja und bis hierhin passte das ja auch bestens. Doch ich hatte nicht mehr meine Radroutenschilder Erfahrungen aus vergangenen Zeiten im Hinterstübchen.

Olfen war gut erreicht, dann ging es los. Jetzt muß ich aber noch einschieben, daß ich sowas wie einen innerlichen Kompas mitlaufen habe. Wie ich zu dieser Gabe komme, keine Ahnung?

Wenn man aber so seine eigentliche Richtung weiß oder vor dem inneren Auge hat, die Radroutenbeschilderung einen aber das x-te mal irgendwie…

Ach komm, lassen wir das. Olfen ist nett ja, aber wenn man bei einer einfachen Durchquerung von gefühlt 3km plötzlich nich eine 1 vor der Drei stehen hat, dann wird es unspaßig.

Ja ich weiß, da verläuft die Stever und es gibt da auch eine Aussichtsplattform, aber so toll ist das dann auch nicht.

Es half aber alles nix, großen nerv mir selbst eine brauchbare Strecke mit Googlemaps oder meiner Karte zusammen zu stricken, hatte ich auch nicht.
Zumal die Entfernung nach Lüdinghausen laut den Ausschilderungen kürzer sein sollte, als nach Selm, was weiter südlich und damit eigentlich auf meinem Weg hätte kürzer sein sollen.

Ich entschied mich leicht angenervt für Lüdinghausen, was aber auch nicht der Knallerplan war. Die Wegführung, aber wisst Ihr was, vergessen wir den Part einfach. Jedenfalls purzelten die zuvor zugeführten Energievorräte nur so von mir – elendig. *lach*

Ich kam nach ein paar üblen Bodenwellen südlich von Lüdinghausen aus, überquerte dort die Stever (glaube ich) und kam so recht direkt nach Nordkirchen. Dort wurde eine bekannte Tanke angesteuert um mir ein wenig Brennstoff in Form von zwei Schokoriegeln ein zu holen und dann ging es relativ entspannt weiter gen heimischer Burg.

Apropos Burg und so, fahre ich an der Spatzenhütte vorbei komme ich zu einer bekannten Kurve mit Bank. Dort entdecke ich, daß der kleine Hügel hinter der Bank wohl mal eine Turmhügelburg war.

Ich bin da ja jetzt schon nein paar viele Male her, aber das ist mir bis gestern nie aufgefallen. Kann jetzt aber auch sein, daß das Schild noch gar nicht so lange da steht.

Weiter im Text, also der Rückreiseführer, Sonnenuntergang am Horizont.

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Resume: zunächst mal, man oder eben Frau, beachte bei den Daten die verbrannten Kalorien.

kalorien

Dann zum Streckenverlauf, also der Hinfahrt selbst. Ja war dann, ein wenig besseres Wetter und einer gewissen Überwindung an Ziellosigkeit gekoppelt mit mehr Motivation, doch nett. Erstaunlich fand ich, daß ich schon so fix am ersten Aussichtsturm stand. Die Streckenführung dorthin via der Radroutenschilder war quasi selbsterklärend.

Die Gegend an der Lippe hat mir mit ihrem im Rücken liegenden Mischwald aber auch den Lippestränden sowie Ufern sehr gefallen. An den vier Stellen wo ich war, wo man dann auch recht nah an die Lippe konnte Aren auch die äußeren Umstände zufriedenstellend gut bis sehr gut.
Das am ersten Aussichtsturm ein Wauwau sein Häufchen am Strand hinterlassen hat kann man verschmerzen. Ist ja Natur und wird seinen Weg finden. Reste von Feuerstellen hab ich nur an der letzten Stelle, an der gesperrten Brücke nach Ahsen rüber gefunden. Bedauerlich, ist aber so üblich.

Ob da jetzt mal länger pausieren könnte, müßte man noch rausknobeln. Der Baumbestand gäbe schon hier und da was her, Pause machen war soweit kein Problem (zumal man ja seinen Müll entweder in bereit stehende Mülleimer entsorgen kann, oder jaja auch wieder mit zurückführen kann). Aber all die positiven Eindrücke helfen nix…

…leider ist der Abschnitt bis rüber zur gesperrten Brücke nach Ahsen eher kurz. Und ja, man kommt dort nicht rüber, auch zu Fuß nicht. Das Teil ist schon an den Zufahrten mit den üblichen Nettigkeiten abgesperrt, aber auch auf der Brücke selbst gibt es noch zusätzliche gut verzurrte mannshohe Absperrzäune. Die konnte ich von der letzten Uferstelle zweifelsfrei sehen.

Mit dieser abgeriegelten Brücke ist dann aber die einzige wirklich nahe Querung der Lippe ausgeschlossen. Eine andere muß erst noch gefunden werden. Studium des Kartenmaterials ist also nötig.


Da das Hinterland also nördlich in Richtung Stever mit seinem Waldgebiet auch ganz interessant zu sein scheint, könnte man sich dort in Richtung Hullern halten. Damit käme man dann zwar wider ein gutes weites Stück nördlich (Umweg) könnte aber durch nettes Waldgebiet entschädigen. So kämmen dann wieder über Flaesheim runter ins Zielgebiet.

Was es an Strecke südlich gäbe, wäre noch zu erkunden.

Morgengruß: und so wünsche ich mal wieder einen überaus angenehmen Tag und bleibt bitte gesund!

2 Antworten to “Neues Land/ 43.434km/ 27.02.2021”

  1. Schöner Start in die Woche… Neues Land/ 43.434km/ 27.02.2021 – Warum ich Rad fahre Says:

    […] Neues Land/ 43.434km/ 27.02.2021 […]

  2. coffeenewstom Says:

    Solche Tisch/Bank- beziehungsweise Tisch/Stuhl-Kombinationen habe ich auch bei mir im nahen Westpark entdecklt. Wenn die Cafés und Biergärten geschlossen haben, dann geht es mit Brotzeit oder Kaffee und Kuchen halt in den Park. Geht (fast) genauso gut.

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