44.601km/ 02.04.2021/ Die wahre Emscherquellen Tour

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Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Bike- & Biketouren Bilder: so, das ich angekommen bin und das im doppelten Sinne, hab ich Euch schon im Liveticker wissen lassen.

Grundsätzlich könnte das auch unter dem Titel laufen, die Tour die nicht so lief, wie gedacht, aber das wäre auch zu negativ dargestellt. Denn das Einzige was wirklich anders war als gedacht, war das Wetter.  Und so begann die sportliche Aufgabenstellung zunächst mal mit einer gewissen Trägheit, ja durchaus auch mit einer Portion Unmotiviertheit.

Es half ja aber alles nix, den Tag sinnlos da zu Hause rum hockend zu verbringen war nicht mein Ding, nach ein paar Schritten um die Burg herum wurde in die Kleiderkammer gegriffen und angekleidet und dann mal los. Natürlich nicht ohne am CAADX als Fahrgerät noch das eine oder andere unterzubringen. In erster Linie – Trinkwasser.

Da machte sich, übrigens auch wider auf der gesamten Tour, der WOHO Saddle Bag Stabiliszer als Trinkflaschenaufnahme hervorragend.
Dort hatte ich zwei 0,7l Pfandflaschen deponiert, im Topeak Frontloader (Lenkertasche) noch eine 1l Nalgene Trinkflasche und am Unterrohr des Fahrradrahmens die übliche 1l Griff- & Trinkflasche für während er Fahrt sowie eine weitere 1l Pfandflasche. Es zeigte sich das alles bestens funktionierte und auch die Trinkmenge überaus ausreichend war. Denn die 1l Nalgene Trinkflasche in der Lenkertasche hatte ich nicht angerührt.

Mein Kopfnavi hatte aber mit dem bestand an „Kartenmaterial“ so ein wenig Mühe. Die Marschrichtung war ja klar, aber irgendwie wollte ich mal wider durch das Zentrum von Unna fahren. Dort gibt es dann eine Brücke über den „Ring“, welche dann in einer fürs Radfahren recht netten Strecke östlich an Billmerich vorbei endet.
Wer sich dann auf Strava, dem load-up Trainings- & Streckenprotal die ersten Kilometer meiner Fahrt ansieht, wird sich denken:„was fährt der da im Zick-Zack rum?“ *lach*

Mir war das aber mehr oder weniger egal, das Ziel war die Strecke oder so. Das Wetter war so, sagen wir mal. Sonne war eher verhalten überraschte mich dann aber doch mit dem Erreichen der Sesekeradroute. Ein erster Stop um etwas zu lüften mußte sein.

(alles an Bild- & Filmmaterial von der Tour gibt’s im entsprechenden Album <klick)

Nach dieser ersten sehr kurzen Entkleidungspause ging es dann weiter. Irgendwie klappte das dann mit dem Kopfnavi und ich durchfuhr Unna. Kurz dahinter wurde es dann recht hügelig, ein zwei nette Steigungen waren zu meistern und on top ging es dann einmal quer über einen groben Wirtschaftsweg, welcher aber mehr ein Nutzweg über die Felder ist. Danach hatte ich dann aber vorläufig die heftigsten Steigungen hinter mich gebracht, wieder etwas Luft holen und an der Trinkpulle nuckeln war angesagt.

Mein Weg führte geplant an Haus Operdicke vorbei, auch um mal zu schauen wie der Weg so ist. Könnte ja brauchbar sein. Die von mir ausgesuchte Wegführung ging so sag ich mal, die Straße war wohl eher weniger befahren, was wohl aber eher am Feiertag lag.

Mit einem weiteren Trink- u. Orientierungsstop an einem Kriegsopfer Denkmal ging es dann zum anvisierten Kreisverkehr und ab dort hatte ich dann recht fix den Hixterwald mit seinem südlichen Rand im Blick. Ab da ging es dann also los.
Einen Zugang via einem gut brauchbaren Trampelpfad fand ich fix. Jener führte auch recht schnell zu einem Stück der Emscher. Aber von Quelle noch keine Spur.

Auch die zur Hilfestellung aufgerufe Google-Karte sagte aus, schon gut richtig, aber eben noch nicht ganz zu 100%.
Demnach sollte die wahre Emscherquelle am Waldrand liegen.

Die zwei einheimischen Daddies samt derer Jungs, spielend an der Emscher wussten aber als Auskunftsquelle nix. Ja ich hatte sogar den Eindruck, daß sie nicht mal wussten, daß dort die Emscher fließt. Fand ich irgendwie – befremdlich.

Also wieder auf und einem weiteren Trampelpfad gefolgt, Marschrichtung südlicher Waldrand. Dort traf ich dann auf ein paar Hindernisse in Form von umgestürzten Bäumen, die aber zunächst noch umgangen werden konnten, oder den Bock drüber heben. Kennt man ja, ist also kein Problem.

Nach ein paar Turnübungen hatte ich’s dann aber. Eine mehr oder weniger große Pfütze passte mit dem überein, was Googlemaps ausrief.

Irgendwie war ich ein wenig viel verwundert. Denn weder ein Wegweiser noch ein Schild selbst an diesem Standort waren aus zu machen.

Ich nahm das dann so hin…

…schoss die Bilder und drehte einen kurzen Film (der natürlich auch im Tagestouren-Album hinterlegt ist) und zog dann wieder zum ersten vermeintlich richtigen Emscherquellen Ort zurück.

Dort sah das dann schon so aus. Ein wenig mehr Wasser nebst Action, also nettes Geplätscher und überhaupt…

…der Geländeverlauf mitsamt dem Baumbestand hatte was. Abhängen? Ja warum nicht, wenn auch wohl kaum über Nacht. Oder gerade doch über Nacht? Aber das waren eh nur grobe Planbeispiele.

Da ich schon gut unterwegs war, stand mal langsam eine Pause an. Dazu erkundete ich das Waldareal, blieb immer wieder wo kurz stehen, beobachtete die Laufwege möglicher Spaziergänger, die Umgebung, schaute mich nach Sitzmöglichkeiten um und ob es da wo ein lauschiges Plätzchen gäbe.
Man will ja gerne pausieren, eventuell dann auch ein anderes Mal abhängen, aber bitte nicht ganz so auffällig.

Ich kurvte also so rum, fand noch eine wirklich gut gemacht Bushcrafter Hütte (Bild), wie sie ja öfters von Jugendlichen gemacht werden. Aber da drin war nix zum sizten und zum stehen war sie auch zu niedrig.

Letztendlich fand ich eine erst kürzlich frei gemachte Lichtung, einen Holzstapel als Sitzgelegenheiten und Sichtschutz. Passte soweit, also Pause machen, was futtern und einen kleinen schnellen Espresso. Da muß ich aber ehrlich sagen, der ist mir offensichtlich etwas dünnlich geraten. Aber egal, frisch gestärkt auf zur Rückfahrt.

Eigentlich sollte es nicht unbedingt den gleichen Weg zurück gehen. Die Strecke über Haus Operdicke fand ich jetzt nicht so knallig. Straße kann ja jeder, aber via Holzwickede wollte ich eigentlich auch nicht. Kennt man zu genüge, Abwechslung wäre mal nett.

Aber weiter südlich den Hang runter war auch nicht mein Plan. Denn merke, wo es runter ging, muß man auch wieder hoch. Und von hoch hatte ich schon genug und auch noch ein paar Meters vor der Brust.
Der Emscheradroute wollte ich dann aber auch nicht so folgen. Ist zwar nett und hat man schon lange nicht mehr gemacht, ist aber auch dann viel urbanes Gefilde mit dabei. Und meine Stimmung war nicht danach.

Und so bin ich dann mal einfach losgesollt, erste Marschrichtung doch Holzwickede am Emscherquellhof vorbei. Da sich mir keine weiteren Alternativen auftaten wurd´s dann doch abermals Holzwickede über bekannte Westrecken. Dann aber doch nicht so ganz.

Denn also ich auf dem kurze Stück Landstraße landete, verpasste ich die eigentlich angedachten Ausfahrt und dann fiel mir ein: „da war doch ein Schild mit einer Ortschaft drauf, schlau doch nochmal genauer hin. Und wenn nur für demnächst.“ Und so bin ich dann die Kluse entlang gefahren.

Das ist jene Art von Landstraße wo eigentlich nicht viel Verkehr ist. Aber sie hat keinerlei Randstreifen, den man als Radfahrer nutzen könnte, wenn Verkehr ist. Und weil dort weniger Verkehr ist, sind die Blechbüchsenlenker auch gerne mal schneller unterwegs, als das so sinnig ist. Ich fühle mich da als Radfahrer nie so wirklich wohl bei. Dieses mal aber hatte ich ein Ziel vor Augen und das war ja nicht in so weiter Ferne.

Die Beschilderung war dann auch fix gefunden, es sollte dort nach Altendorf bzw. Dellwig runter gehen. Doch meine Aufmerksamkeit fiel auf das Radroutenschild mit dem Hinweis Bismarckturm. Und der sollte kaum 1km weiter sein.

Hatte ich erst nicht kürzlich vom Job her aus Frömern kommend diesen Bismarckturm erspäht und kurz vorher einen Abbiegung in eine weitere bekannte Ortschaft?

Ganz ehrlich, für mich ist sowas immer fatal. Man kennt viel und findet dann immer wieder eine neue Strecke die man dann doch nicht kennt, will die aber ausprobieren. Naja und das wurde dann auch gemacht, denn 1km ist ja nicht die Welt.

Kurz vor der Bundesstraße 233 ging dann über eine kleine Parkmöglichkeit ein Stichweg und Trampelpfad ab.
Mann was für ein Kack, jetzt hab ich den Bismarckturm noch nicht erreicht, finde diesen offensichtlich zur nicht ganz als optimal empfunden Landstraße entlang führenden Weg und entdecke schon wieder was neues. Denn kurz nach der Parkmöglichkeit war ein Hinweisschild auf eine Naturwaldwiese (oder so, weiß das jetzt gar nicht mehr genau, hab auch vergessen ein Bild von dem Schild zu machen).

Und so nahm ich auf einer Bank dort platz und beobachtete das Schauspiel. Immer wieder gingen Spaziergänger/ Wanderer an mir vorbei und zwar direkt ins Tal runter auf eine dort liegenden Wald zu. Ja und wer mich halt kennt…

Hab ich einfach mal ein paar vermeintlich Ortskundige angesprochen und mich nach den möglichen Wegverläufen erkundet. „Ja geht runter, entweder westlich am Wald vorbei oder aber auch mitten durch. Aber mit dem Rad… .“
Das genügte mir Info. Natürlich nicht mehr aktuell, aber für demnächst. Ich pausierte noch ein wenig, die Sonne kam ja gerade eben raus und fuhr dann zum Bismarckturm.

Kurz den Besuch abgestattet, wird ja auch vom dem einen oder anderen ortskundigen Radforum-User als Tagesziel gerne aufgesucht und dann heiter weiter.

Und damit wurde der letzte bekannte Suchtreffer, also die neulich vom Job her – Kessbüren – aufgesucht und durchfahren. Ab da ging es quasi nur über bekannte Wegstrecken heim zur Burg. Weil das aber auch ewig und drei Zeiten bekannte Strecken waren, zog es sich etwas. Vielleicht war ich aber auch inzwischen zu unmotiviert, denn ich hatte ja mein Tagesziel lange hinter mich gelassen?

Natürlich hab ich dem CAADX hinterher eine gründlichere Pflege zukommen lassen. Wurd ja auch mal Zeit nach dem Winterpokal.

…und sonst?: ja, mit oder quasi kurz vor Ankunft auf der heimischen Burg mußte ich dann leider feststellen, daß wohl der Verlauf dieser Woche irgendwie verlustreich war.

Seit dem Feststellungszeitpunkt ist mein kleiner netter Kompas weg, den ich an meiner Handytasche habe. Am Donnerstag mußte ich feststellen, daß mal wieder ein Nasenputztuch, ebenfalls kurz vor Ankunft, verloren gegangen war. Mit dem schon verlorenen Rücklicht wird das langsam spuky.

…und sonst II?/ WordPress: ich will jetzt nicht schon wieder meckern, aber leider klappt das gruppieren von Bildern im neuen Blockeditor zur Zeit mal gar nicht. Warum das so ist, kann man nur mutmaßen? Es wird wohl immer noch an der Technik im Background gebastelt. Mir stellt sich aber ernsthaft die Frage, warum tut man sich das bei einem (fast) kostenlosen Modell an?

Ja und das war dann die Tour zur wahren Emscherquelle. Hätte das Wetter mehr mitgespielt, wäre ich wohl auch in die Falle mit weiteren Erkundungen getappt. Von daher hatte ich also Glück. Ob und-oder wann ich die anderen Sachen mal erkunde steht natürlich auf einem anderen Blatt. Man wird sehen.

Habt einen noch einen netten Sonntag, Ostern sowieso und bleibt bitte gesund. Ach ja, wenn das Wetter heute mitspielt, da könnte ich mir eine Radtour vorstellen. *grins*

Eine Antwort to “44.601km/ 02.04.2021/ Die wahre Emscherquellen Tour”

  1. coffeenewstom Says:

    Man könnte meinen, dass Bismarck Bauunternehmer war. Alleine hier in Bayern kenne ich ein gutes Duzend davon: Würzburg, Augsburg, Bad Kissingen, Hof, Coburg, Ansbach, am Starnberger See, Lichtenfels, Weißenburg, Mittenberg, Lauf und Fürth. Insgesamt sollen es 240 gewesen sein, von denen 173 noch stehen, 146 davon in Deutschland – sagt Wikipedia. Ich finde, dass jeder einen haben sollte…

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