44.680km/ Ostersonntagstour oder…

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…wie komme ich an ein gutes Stück Frankfurter Kranz!?

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Bike- & Biketouren Bilder/ Outdoor: die im Titel genannte Frage wusste ich natürlich vorzüglich zu beantworten.

Und die Antwort war gut bekannt und nannten sich Café Twin. Oder wie wir Interna es nennen, Café Kreisverkehr (Strecke dorthin). So grob sind das ab Burg 43km bis nach Herzfeld und mit etwas Rückweg käme man(n) dann auf die 80km am Tag. In einem gemächlichen Tempo ist das durchaus zu schaffen. Wenn da nur nicht wieder das Wetter so wäre.

Aber gerade mit Hinblick auf den Folgetag (also heute), wo es noch kälter sein soll und vor allem mit Niederschlag zu rechnen sei, gab es nur noch diesen Tag. Also mal wider in angepasste Kleidung geschlüpft und ab die Post.

Die Reise ging wie üblich am Channel entlang, dann an einer gut bekannten Aussichteshütte  an den östlichen Lippeauen vorbei, wo ich aber auf dem Hinweg erstmal keinen Stop gemacht hatte.
Lippborg war schnell durchflogen und überhaupt lief die Hinfahrt stellenweise super passabel. Hinter Lippborg wurde ein nächster Fotostop gemacht, die alte Mühle schien mir in schwarz-weiß brauchbar (das andere Bild ist am Kanalende aufgenommen).

(natürlich gibt es auch von dieser Tour wieder ein separates Album <klick>)

Kurz hinter Lippborg entdeckte ich zufällig die Böckenbergkappelle (Bilder im Album), aber auch nur, weil ich mal länger an der zu überquerenden Straße nach rechts geschaut hatte. Ganz nettes Plätzchen, wenn es nicht direkt an der Alten Beckumer Straße liegen würde. Gestern war da aber sehr wenig motorisierter Verkehr. Jedenfalls gab es eine größere Anzahl an Sitzbänken und Tische.
Wieder ein in paar Kilometer weiter entdeckte ich noch die Agatha Kapelle. Diese bemrkte ich weil eine Gruppe an Leute in die Richtung gegangen waren. An dieser Kapelle war es deutlich ruhiger, weil mehr abseits.

Ja und kurz danach konnte ich auch schon die Kirchturmspitze der Wallfahrtsbasilika St. Ida, zurgehörig zu Herzfeld sehen. Das Café Twin hatte geöffnet, uff, ich konnte also ein gutes Stück Frankfurter Kranz mitnehmen. Das wurde auf meine Bitte hin zwischen zwei Packdeckeln eingepackt, so konnte ich es an den elastischen Gurten auf der „Arschrakete“ sicher transportieren (Bild).

3 Café Twin_ergebnis

Dann ging es ab zum Pausepunkt. Zunächst mal bog ich eine zu früh rechts ab, was mich aber umgehend irritierte. Aber der Kopfkompass funktionierte bestens und ich stieß ganz fix auf die eigentliche Strecke, der ich dann aber doch nicht…
…folgte. Der Grund war mal wider recht einfach. Zum einen fand ich eine super breiten Radweg vor mir und jener sollte genau in die Richtung führen, wo mein Pausenpunkt an der Ahse ganz in der Nähe sein würde. Und so bin aus Neugierde diesem Weg mal gefolgt.

Tatsächlich zeigte sich, daß diese Wahl gar nicht mal so verkehrt war. Denn bis Oestighausen kommt man so fast im Flug, Rennradstrecke halt. Gut, dafür landschaftlich nicht ganz so nett wie die Radroute welche etwas weiter nord-östlich verläuft.
Aber die gefühlt kürzere Fahrzeit war mir ganz recht, ich wollte ja langsam Mittag machen, eine Kleinen trinken und dazu des Stückchen Torte verspeisen. Und so trudelte ich an der Pausenhütte ein.

Da es aber eine gut frische Brise von vorne hatte, zog ich dann erstmal alle Register um warm zu bleiben. Die Weihnachtsjacke wurde unter die Radjacke gepackt, die Radfahrahndschuhe warm bleibend in den Hosenbund gesteckt, die fingerlosen Fleec-Handschuhe über gestreift und eine weitere Merinomütze über die Radmütze gestülpt.

Nächster Handgriff, Trinkpulle. Dort wurde ein großer Schluck raus getrunken und dann wurde der Spiritusbrenner in Gang gesetzt.
Doch bevor es eine Tüte Reis von Onkel gab, wurde in dem Toaks-Topf Wasser angewärmt. Denn merke, warmes Wasser kann man bei den frischen Temperaturen besser trinken. Und so wurde dann abermals was in den Laib nachgekippt.

Dann erst stand das Reis warm machen an. Tüte auf, zuvor hatte ich ja schon warmes Wasser im kleinen Topf und unter beständigem Rühren das Curry-Reis fertig machen. Erstaunlich find ich ja immer wieder, man rührt und rührt, es tut sich nix und dann auf einmal quillt der Reis auf und ist dann fertig zum Verzehr. Ich hab mir da aber noch drei kleine Mettwürsten mit rein geschnitten und natürlich gab es auch einen gute Scheibe Brot dazu.

Mit dem warmen Topf in der Hand und im Windschutz der Rückwand verschnabulierte ich das Mahl und schaute in die Landschaft. So richtig was zu sehen gab es da nicht, außer eher grau in grau. Als ich aufgefuttert hatte wurde der Brenner abermals in Gang gesetzt und der Kleine gekocht. Das Stückchen Frankfurter Kranz dazu und gut war. Tagesziel erreicht.

Lange bin ich aber nicht wirklich mehr sitzen geblieben, dann so irre gemütlich war es ja nun nicht. Die nur 5c° und der immer wider um die Ecke pustende Wind ließen so langsam die Füße und Fingerspitzen frisch werden. Also alles strategisch zusammen packen und zum richtigen Zeitpunkt die noch wärmende Jacke ausziehen.

Dieser Moment und einen gute Zeit danach ist dann immer sehr – erheiternd. Auch das ich vorab schon rumgelaufen bin, mit den Armen gerudert und gewedelt hatte, brachte da nicht wirklich den Wärmschub. Und so bin ich ganz fix aufs CAADX gestiegen und in einem Gang kleiner gut strampelnd los. Ein paar Meter weiter wurde…

…die Kapuze von der Jacke noch über den Helm gezogen…

…und noch etwas weiter fiel mir ein, ich hab da ja noch die Überziehandschuhe mit dabei.

In Hiltrop angekommen war es dann soweit, ich war wieder auf Temperatur. Und so rollte ich dann gen Burg. An der Aussichteshütte gab es nochmals eine kleinen Stop. Mußte mich umschauen, hatte da was gesehen.  😉

Naja und so war dann dieser Tag auch mal wieder vorbei. Ein paar mehr Kilometer auf dem Konto, ein Stückchen Frankfurter Kranz intus wurde abermals alles aus- u. abgeladen, kurz gereinigt, die Waschmaschine mit einer Expresswäsche bemüht und geduscht. Passt doch.

Habt noch einen schönen Tag und bleibt gesund!

 

Eine Antwort to “44.680km/ Ostersonntagstour oder…”

  1. coffeenewstom Says:

    Klingt nach einem gelungenen Oster-Ausflug!

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