Venner Moor Part II Finale/ 45.375km / 02.05.2021

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Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Bike- & Biketouren Bilder: gut, nach dem Urlaub hat mich Arbeitsalltag wieder, der Hyp beginnt auf ein Neues. Doch bis dahin noch ein paar Zeilen zur gelaufenen Expeditionsausfahrt.

Der erste Teil war noch leichtsinnig-gut-gelaunt-motiviert. Wie war doch jetzt gleich noch das Wetter? Es brauchte seinen Zeit bis ich mich zurecht gekleidet hatte. Um exakt zu sagen, bis am Bahnhof Mersch.

Dort tauchte dann auch die Frage auf:„was treibt man da überhaupt?“ Denn die Reifen des ja auch gut beladenen CAADX schienen am Asphalt zu kleben und dies auch, obwohl ich mit den neuen schnelleren Reifen unterwegs war.
Lag es also an der Form, am Gegenwind, der mich ja den Tag über immer ständig begleiten würde, oder doch irgendwo an der Technik? Man dachte nach, dann aber wieder doch nicht. Und wie ich da so am Bahnhof Mersch saß, hörte irgendwann das Denken ganz auf. Unter dem Strich befand ich, geht doch…
…zumindest so wenn man wo nett in der Sonne hockt. Oder eben nicht trampeln muß.

Jedenfalls hatte ich keinen Regen, kam zwar nicht ganz so flott voran wie am Freitag, aber das sollte mich bis dort nicht stören. Letztendlich gönnte ich mir noch eine kleinen Abstecher in einen Waldpfad, an dem ich bisher immer vorbei gefahren bin.

Was ein geniales kleines Wäldchen. Nicht wirklich groß, ein netter Trampelpfad, ein Wasserlauf und die Sonne schien rein. Natürlich verschleierte der Wald, daß es draußen eine gute Brise hatte. Warum nicht im Wald bleiben, ab in die Hängematte hüpfen und den Tag abhängen?

Ganz einfach, man hatte keine Hängematte mit dabei und es war ja so auch nicht geplant.

Irgendwann hatte ich dann aber das Zielgebiet erreicht. Vorab den Hiltruper See hinter sich gelassen (bis dahin hatte ich alleine schon gut 40min. mehr auf dem Buckel als am Freitag), eine Futterpause mit einem Kleinen an bekannter Hütte gemacht und kurz danach noch ein wenig nach dem Weg zu fragen.
Denn am Kanal war Baustelle und ich wollte nicht vor einem Bauzaun in einer Sackagasse landen. Die Baustelle schien aber niemanden – also Eingeborene, zu stören und so rollte ich da auch durch. Natürlich darf man erwähnen, daß man natürlich keine äqutante Umleitung ausgeschildert hatte. Aber so ist das eben.

Ziel erreicht, da stand ich also nun und konnte in Ruhe mir das Venner Moor anschauen. In Ruhe sowieso, denn Fußvolk zeigte ja eine gute Präsenz. Klar am Sonntag geht man ja spazieren.

So richtig groß ist die offizielle Runde nicht, also nicht mal die Große. Zumindest nicht als Radfahrer. Ich meine es wären so knapp 7,5km ausgeschildert gewesen. Ich entdeckte noch ein paar Stichwege in Richtung Süd-west, die ich auch auf der Karte ausmachen konnte. Wenn man das nächste mal dort ist, wird das auch unter die Räder genommen.

Die Rückfahrt wo ich eigentlich dachte, das wird jetzt ein Rückflug sah dann doch anders aus. Also weit gefehlt. Der erste Plan war, die Rückreise auf Googlemaps auszuspähen und ins Navihirn ein zu prägen. Radroutenschilder sollten den lausigen Rest machen.
Doch schon an der ersten Kreuzung war das Radroutenschild nicht vorhanden. Das macht halt den Reiz aus ohne Navi zu fahren und erhöht den Spieltrieb. Ich gliech also die Strecke abermals ab und rollte dann doch weiter.

Ganz ehrlich, da hätte ich erwartet das der Wind eine gewisse Milde wallten lässt. Tat er aber nicht. Irgendwann tauchte dann die erste Beschilderung mit Ascheberg auf. Da standen keinen 15km drauf. Im Kopf rattert das dann:„och, keine halbe Stunde und du bist da.“
In der Realität aber zog sich das wie Kaugummi und ich brauchte fast eine Stunde um irgendwo im Ort zu stehen. Aber auch da muß ich sagen, diese Strecke war besser, sprich schöner als jene die ich schon vor ein paar sehr vielen Tagen gefahren bin. Denn damals ging es über Ottmarsbocholt.

Auch so ein kleiner netter Ort, aber die Radroutenstrecke die da ausgeschildert war führte in weiten Teilen auf einem Radweg bessere Qualität, aber an einer Landstraße entlang. Fand ich nicht so schön. Klar Blechkisten halt… .
Dieses mal hatte ich mir den Ortsnamen Davenbergs eingeprägt, was ein kleines Stück weiter östlich liegt. Die Streckenführung war hier mehr über kleine sehr verkehrsarme Landstraßen. Und wenn man schon gegen den Wind kurbelt, dann wenigstens in schön.

Irgendwann, nach gefühlt Jahren erreicht ich Ascheberg, ließ die Überlegung verstreichen sich beim Dönermann noch eine gute Lamacun einzuverleiben, die Zeit war halt inzwischen der Faktor X. Und so entschied mich für die Streckenführung mittig aus Ascheberg raus. Die führt an einem Bauernhof vorbei wo man außerhalb der Pandemiezeit einen Selbstbedienungsladen mit Spielplatz für Kids vorfindet. Aber auch da war natürlich alles dicht. Machte aber auch nix, zu Trinken hatte ich nicht reichlich und ein wenig zu futtern auch.

Denn ich weiß jetzt nicht mehr genau wo, aber wo auf dem Weg nach Herbern rüber blieb ich nochmal im Windschatten eine Bushaltestellen stehen und verdrückte noch einen Snickers-Riegen und leerte fleißig die Wasserflasche.

Herbert & Co. waren ja nun als Strecke kein Neuland für mich und auch die letzte große Steigung kämpfte ich mich, natürlich im eher kleinen Gang nach oben. Kurz vor Zieleinlauf, eventuell fünf Kilometer vor der Burg gab es noch eine letzten Dicounterriegel, ebenfalls im Windschutz.
Man was war das da für ein Wolkenspiel. Es sah echt so aus, als würde da gleich gut was runter kommen. Tat es aber nicht, Glück gehabt.

16 last stop_ergebnis

Ja und dann war halt Zieleinlauf. Ich hab mich nicht groß mit irgendwelchen Dingen aufgehalten, nur das Übliche halt. Alles abladend das was nötig ist, die Waschmaschine füttern, auf dem Weg dorthin schon eine erste warme Milch über die Lippen laufen lassen, duschen und dann das restliche Futter rein schmeißen. Ein zweites Alkohlfreies gab es auch, was sich dann die Nacht über zeigte.

Ich hatte auf jeden Fall mal mehr als genug getrunken. Viermal bin ich in der Nacht raus, das wurde schon lästig. *grins* Naja und so war die Nacht auch nicht ganz so relaxed wie gedacht, aber der Morgen danach brachte dann mit dem Doppelten wieder Schub und der Tag ging ganz nett rum.

Die Beine waren zwar nicht wie Blei, aber eher ein wenig Kaugummi. Zumindest die letzten Meters zum Job ließ ich etwas langsamer gehen. Gedanken zu einem E-Antrieb? Ach was, ich war da und weiß nun mehr. Auf ein nächstes mal!

Habt einen netten Tag und bleibt gesund!

3 Antworten to “Venner Moor Part II Finale/ 45.375km / 02.05.2021”

  1. coffeenewstom Says:

    Jetzt bräuchten wir eigentlich nur noch richtig gutes Wetter….

    • alex Says:

      Ja richtig gut wäre bei mir schon halbwegs berechenbar trocken und nicht ganz so viel Wind bitte.

    • alex Says:

      Ja richtig gut wäre bei mir schon halbwegs berechenbar trocken und nicht ganz so viel Wind bitte.

      Ach ich eine Frage an den Fachmann. Café im coffee dripper kochen ginge doch auch mit dem eher fein gemahlenen Espressopulver, oder?

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