Caffee-Geschichten/ 08.07.2021

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Bikealltag/ Speisekarte/ Café: das Radfahrer irgendwie Coffee-Junkies sind, dieses Bild klebt wohl nicht nur mir im Kopf.

Man sieht sie diese Rennradfahrer in ihren pellenähnlichen Trickots diverser Tour-Team-Trikots wie sie an der Eisdiele oder wahlweise vom Bäcke/ Konditor sich ihren Espresso & Co. bestellen und beim trinken mit ihren Rennrad-Kleats (Kleats oder ach Cleats sind Metalteile unter den Schuhen, womit man sich in die Pedale einklicken kann.Das bringt eine bessere Verbindung damit eine optimalere Kraftübertragung. Bei Rennradschuhen ist es aber fast unmöglich mit diesen Dinger unten den Schuhen zu laufen) fast hinten über kippen.

Ich gehöre da aber eher nicht zu denen, wobei auch bei mir ohne ein gescheites schwarzes Etwas zuweil die Motivation analog zum Kreislauf schon arg absinken, um nicht zu sagen, abstürzen kann. Der Espresso doppio (doppelt) am Morgen ist im Grunde nicht bloß ein Ritual, sondern lebensnotwenig. *grins*
Hin und wieder hab ich Phasen, wo ich den Doppelten, wie ich ihn auch gerne nenne, mit kalter Milch, dafür aber ohne Zucker zu mir nehme. So vermeide ich Zucker, es schmeckt trotzdem und erfrischt auch gut im Sommer.

Den Kleine, also einen einfachen Espresso nimmt man gerne nach dem Mittagessen oder am frühen Nachmittag zu sich. Einfach um dem Blutzucker erneut auf die Sprünge zu helfen. Soweit zu dem  – bis jetzt, oder neulich.

Irgendwann hab ich dann mal einen Versuch gestartet, Caffee auf zu gießen. Auf meinem Nebenblog unter der Rubrik Café & Espresso findet man dazu ein paar geschriebenen Worte.

Gejuckt hat es mich dann aber immer noch mal einen Mokka zu probieren. Was ein Mokka ist und wie er in etwa schmeckt, weiß ich. Gibt´s mal beim Griechen oder in entsprechender Lokalität. Aber in Eigenregie sollte sich das doch auch machen lassen.

Und so suchte den passenden Zeitpunkt samt einem passenden Laden um da mal meine Nase rein zu stecken. Und das war halt so am Mittwoch der Fall. Ein Laden war erspäht, das Zeitpuffer hinreichend also mal rein.

Natürlich fiel ich sofort auf und man beäugte mich neugierig, wie ich so durch die Regalreihen stapfte. So recht gefunden hatte ich zunächst mal nichts, also weder Mokkakännchen noch das passende Schwarze dazu.
Doch hinter einer Ecke erblickte ich diverse Zubereitungsgefäße. Größere Kannen mutmaßlich für die Teezubereitung aber auch eben diese drei ineinader steckenden Edelstahlteile.

Die sahen jetzt nicht wie die klassichen Mokkakännchen aus, würden aber dem Prinzip entsprechen. Nicht zuletzt könnte so ein langer Griff über einer entsprechenden Hitzquelle auch Vorteile haben. Ich griff zu und schwenkte meine Blick abermals durch die Regalreihen.

Auch dieses mal wurde ich nicht sofort fündig, aber einen jungen Mann, welcher mit leeren Kisten hinter einer Tür hervor kam, erspähte ich. Ich schilderte ihm mein Anliegen und er ging mit mir zu einem weiteren Regal, wo es eine recht umfassende Auswahl an Mokka (behaupte ich jetzt mal so) gab.
Recht stielstrebig gab er mir die dann auch erworbene Packung in die Hand, mit dem Vermerk:„das sei der Beste.“ Verkaufsstrategie light oder doch Wahrheit? Ob der Rest im Regal allerdings Mokka ist, konnte ich nicht herausfinden.

Denn trotz das der junge Mann eben jung war, so ganz klappte das mit der kommunikativen Ebene nicht. Denn auf die Frage der Zubereitung gab er mir eine sehr seltsame Antwort. Zehn Minuten konnte ich nur entnehmen. Da wusste ich, so ganz kam meine Message nicht bei ihm an, es gab also offensichtlich ein Verständigungsproblem. Zehn Minuten konnte nicht stimmen, da würde ja im Kännchen nicht mehr über bleiben, als ein schwarze Masse.

Nun gut, abr zur Kasse, bezahlen und gut iss.

Einen Tip zur Zubereitung habe ich aus dem Radforum bekommen. Ja wozu so ein Radforum alles gut sein kann!
Der gute Blaubär1961 gab in seinem Beitrag folgendes zu Worte:“Kännchen zu zwei Dritteln mit Wasser und der gewünschten Zuckerportion füllen, Zucker unter rühren auflösen, auf die Flamme stellen, sobald das Wasser anfängt zu singen (einzelne Bläschen aufsteigen) einen bis zwei Kaffeelöffel Pulver dazugeben (klein anfangen, bei der nächsten Tasse bei Bedarf Dosis erhöhen) und einrühren, erneut auf die Flamme stellen, sobald Schaum aufsteigt davon einen Löffel in jede Tasse abschöpfen, Kännchen umrühren, erneut auf die Flamme stellen, wenn Schaum aufsteigt das Prozedere wiederholen, erneut auf die Flamme stellen und beim nächsten Aufkochen den Inhalt auf die Tassen verteilen. Danach den Mokka stehen lassen, bis sich im Schaum ein Auge bildet, dann hat er Trinktemperatur. Dein Ibrik dürfte für zwei Mokka-/Espressotassen oder eine normale Kaffeetasse reichen.“

Soviel also dazu.

Der andere Plan war ja der, daß ich mir im Röstwerk Hörde (zu Dortmund) Nachschlag vom köstlichen Peru Paschmama 500g geholt habe. Und am Dienstag war das Päckchen da, ich nehm es in die Hand und denk umgehend:„ja dumm gelaufen.“

Ich hatte Bohnen bestellt und eben nicht für den Handaufguss gemahlen. Frage war jetzt, was tun? Die Schlagmühle würde ich mit Sicherheit nicht nehmen, hab ich orginal einmal gemacht (das Geschenk wurde von Unwissenden mir zugesteckt). Die im Hause befindliche Handmühle würde wohl gehen, aber ganz ehrlich…
…ich mahle keine 500g Kaffeepulver und dies auch nicht tassenweise. Ich hab damit eventuell mal drei doppelte Espresso gemahlen. Das ist echte Arbeit. Und ich habe echt nichts gegen echte Arbeit. Aber was zu viel ist, ist zuviel. *lach*

Ich steckte die Problematik ab, suchte nach möglichen Lösungen und fand eine. Einmal auf eine Sprung quer rüber zum Röstwerk Hörde dort freundlich die Sachlage erläutert und schon landeten die 500g in der Profimühle. Dabei hab ich dann zwei Euro für die Freundlichkeit auf die Ladentheke gelegt und bin mit dem gemahlenen Gut wieder aus dem Laden raus.

Nächstes mal muß ich daran denken.

Ja und das waren die Caffeegeschichten die ich noch so durchreichen wollte.

Morgengruß/ Bilder: und so will ich mich in den Freitag verabschieden von dem ich Euch wünsche, daß er geschmeidig laufen solle und Ihr gesund bleibt.  😉

Anbei noch drei Bilder von der gestrigen Rückfahrt. Ich bin dabei mal wieder einem bekannten Waldpfad gefolgt, allerdings gehend, weil doch etwas mehr Grün gewachsen war und was sehe ich plötzlich da? Ein Reh!

Und zu meinem Erstaunen, es bliebt sogar stehen und beobachtet mich. Ich ließ ganz langsam und still meine Hand zur Handytasche gleiten, holte das Gerät raus und hob auch ganz langsam den Arm um dann abzudrücken. Dabei konnte ich drei Bilder machen, jeweils eine Zoom-Stufe näher.
Das Reh schaute mich nur an und verharrte in seinen Position. Ich würde mal sagen irgendwas mit 10 bis 15m Entfernung. Fand ich schon klasse, denn bisher sind sie meist weggehüpft. Aber ich denke, daß Reh fühlte sich sicher. Immerhin war es recht weit weg und Weg zu ihm auch voller Buschwerk und umgestürtzer Bäume.

Wir schauten uns noch eine Weile an, dann zog ich langsam von dannen.

2 Antworten to “Caffee-Geschichten/ 08.07.2021”

  1. coffeenewstom Says:

    Ja, da lohnt es sich die Dienstleistung des freundlichen Kaffeerösters in Anspruch zu nehmen. Mit dem Schlagwerk kriegt man die feinen Mahlgrade einfach nicht hin. Und Handarbeit ist eben Handarbeit. Besser das dem Profi zu überlassen… Peru Pachamama klingt spannend. Auf das Geschmacksergebnis bin ich gespannt!

    • alex Says:

      Der Geschmack ist ja bekannt, ist ja nicht die erste Ladung. Irgendwo hab ich Infos wie das mundet, ich schau mal nach. Dunkler Kakao, fruchtige Note mit Karamell.

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