IG-Metall-& Co. Chef Rummgejammer

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Newsticker/ politisch – meine Meinung & Gedanken: die Schlinge zieht sich zu, die Luft wird dünn, man hat wohl begriffen, daß auch eine gute Lobbyarbeit nicht die Meinung einer Wählerschaft tiefgreifend unterwandern kann.

Das Schreckgespenst einer Rot-Rot-Grünen Regierung kursiert in den Chefetagen der noch machthabenden deutschen Unternehmen und wohl auch in den starren Köpfen einger Wähler.

Zwei Artikel (abgelichtet nach zu lesen hier <klick>), mehr oder weniger geschickt platziert soll wohl einen gewissen Hoffnungsschimmer aufkommen lassen. Aber man ist sich auch nicht zu schade mit Dreck zu werfen.
Ungut, weil offensichtlich der Zeitpunkt so kurz vor Toreschluss.

Und mir platzt, man entschuldige diese Ausdrucksweise, fast der Arsch!

Die innerlich aufkommende Frage, ob diese Herrschaften und ihrer Statements den Schuss nicht gehört haben, kann ich mir aus Erfahrung heraus sparen.

Artikel Nr.1. vom Donnerstag den 16.09.2021

Es geht mal wieder um geschickt, so behaupte ich mal, ausgewählte Seite-Eins-Überschrift des bekannten Druckmediums.

Ich sehe schon die Überschrift als kritisch, wird doch all zu oft da durch eine Meinung gebildet als ob das was mit Bildung zu tun hätte & zementiert.

Ich zitiere mal wieder und sag mal was dazu.

Klimapolitik

„Die Probleme, die durch die Klimapolitik entstehen, würde viel zu oft einfach „weggelächelt“, die Politik formuliere „am grünen Tisch hübsche Ziele, ohne sich darüber klar zu sein, wie sie erreicht werden können.“
Hofmanns Warnung:“Bei manchen politischen Debatten habe ich den Eindruck, dass die Politik völlig den Kontakt zur Realität verloren hat.“

Mein Statement: man darf die Frage stellen, wer die Kontakt zur Realität verloren hat. Die Folgen des Klimawandels erden wohl vorzugsweise von den Machern der Industrie & Wirtschaft weggelächelt, zu Gunsten eines immer währenden Wachstums und dem damit verbundenen Profit einiger Weniger.

Jobkiller E-Auto

Es können nicht sein, dass jeden Tag „eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird“, klagt der mächtige Gewerkschafter: Kaum sei der Ausstieg aus den Verbrennungsmotoren für 2035 beschlossen gewesen, habe es Forderungen gegeben, diesen auf 2030 vorzuziehen.

Hofmanns Sorge: Es sind „weit mehr als 100.000 Jobs in Gefahr!“ Gemeinsam mit anderen Experten warnt Hofmann in einer Studie der „Plattform Zukunft der Mobilität“ sogar vor einem Wegfall von 410.000 Industrie-Jobs bis 2030 wegen des Umstiegs auf Elektroautos!“

Mein Statement: die Sau die durchs´Dorf getrieben wird ist nicht neu, sondern schon seit Jahrzehnten bekannt. Das der Ausstieg erst 2035 oder doch schon 2030 beschlossen ist, ist mehr als zu spät. Aber man soll sich beruhigen, dieser Ausstieg ist ja erst der drittkleinste Posten im Defizit zum Klima.
Spannend für die Herren wird es werden, wenn ein Ausweg aus der bisherigen Energiewirtschaft und der Industrie gefordert wird. Aber daran haben diese Herren mit ihrer nicht vorhanden Weitsicht ja nicht gedacht. Ups!

Apropos Weitsicht und Jobs. Hätte man da nicht schon vor Jahrzehnten auf eine besser klimaverträgliche Wirtschaft setzten sollen? Eventuell einen Vorreiterrolle in diesem Gebiet aufbauen? Nein hat man nicht. Und jetzt sind die Jobs in Gefahr.
Unglaublich nicht aus zu denken was passiert wenn all die Führungsposten plötzlich beim Amt stehen und Harz IV beantragen müssen.

Aber besser wir haben sichere Jobs, auch wenn uns das Wasser nicht nur im sprichwörtlichen Sinne bis zum Hals steht. So geht Weitsicht.

Steuer-Lüge

„In der Pandemie sei ein riesiger Schuldenberg angehäuft worden, so Hofmann. „Wer den Wählern angesichts dieser Aufgaben jetzt Steuersenkungen verspricht, veräppelt sie.“

Mein Statement: das richtige Kreuz an der Richtgen Stelle gemacht und schon fließen wider Millionen wenn nicht sogar Milliarden in deutschen Staatskassen. Natürlich können jenen nur von Leuten kommen, die dieses Geld auch haben. Dreimal darf man raten wer zu dem ausgewählten Kreis gehört.
Reicht die Weitsicht für solche Denksportaufgaben?

Rentenalter

„Die Diskussion über ein noch höheres Rentenalter von 68 oder gar 70 Jahren halte ich für Irrsinn.“ Stattdessen müsse dauerhaft gelten:„Wer 45 Jahrr gearbeitet hat, soll schon mit 63 Jahren in die Rente gehen können.“

Mein Statement: in einer Zeit von auch von Ihnen geduldeten Minijobs kann das mit den 45 Jahren Arbeit echt schwer werden. Da hätte man damals, also vor dem abnicken von Harz IV oder dem Euro mal was sagen sollen. Aber wir mußten ja alle den Kompromiss eingehen um international bestehen zu können.

Zum Artikel Nr.2. von Freitag den 17.09.2021

Nachdem gestern schon das große Druckmeldium ein Interview mit dem Obersten der IGM abgedruckt hat, wo dann zumindest in der auf der ersten Seite stehenden Überschrift der suggestive Eindruck vermittelt werden sollte, so mein Eindruck, daß ein Umschwenken in Sachen Klimaschutz schuld an zukünftigen Disastern auf dem Arbeitsmarkt sei…

Geht’s heute in die zweite Runde mit einer in meinen Augen gezielten Demontage einer umweltpolitisch besseren Wahlausgang.

Der Industrieverbands-Chef schießt in die gleiche Richtung. Wer hätte auch was anderes erwartet? Eine gute Umweltpolitik gefährdet Hunderttausende Jobs.

Hört, hört!

Ist diese Argumentationskette neu?

Wohl kaum. *Ironiemodus an* Wichtiger sind natürlich die Arbeitsplätze, auch wenn uns, im wörtlichen Sinne, das Wasser bis zum Hals steht. Erwähnte ich ja bereits. *Ironiemodus aus*

Ich frage mich ernsthaft, ob diese Leute den Schuss nicht gehört haben. Man entschuldige diese Sichtweise.

Wenn diese Menschen doch die Kompetenzen vor dem Herren sind, der Begriff Weitsicht scheint da eine gewisse Präsenz zu missen. Oder wird man von gewissen Stellen (Lobby) auf Linie gehalten?

Seite zwei, Titel: Endspurt im Wahlkampf, Laschet greift im Ferrari-Heli an.

Direkt in Anhang: aufgehetzte Jugendliche will Laschet „fertigmachen“.

„…Dann setzt die 15-jährige aus Hamburg zur Attacke an, wirft Laschet vor, seine Klimapolitik in NRW sei „eine Katastrophe“ mit „Fehlern“ und „Skandalen“.

Laschet wehrt die Vorwürfe ab, wiederlegt Punkt für Punkt. …“

Was will den ein Herr Laschet mit einer pro Kohlepolitik argumentativ abwehren oder gar wiederlegen? Natürlich ist ein Wahlkampf eines pro RWE & Co. eingestellten und im Helikopter fliegenden Politiker so sauber wie eine weiße Weste.

Suchen den Fehler!

Und mal ernsthaft, wer Menschen und damit sind ja auch Jugendliche gemeint, zu einer politischen Diskussion einlädt, der erwartet doch nicht ernsthaft, daß da ein ahnungsloses junges Mädchen auftaucht?

Willkommen in der Realität, liebe Herren.

Ob es dreister ist Leute einen zu erzählen, daß die Industrie ob aller Aussichten in die Zukunft eine reine gewinnorientierte Geschäftspolitik zu machen besser sei, anstatt mal langfristig sich auf neue Trends auszurichten, oder sich rhetorisch vorbereitet/ geschult einem Interview zu stellen.

Trotzdem einen schönen Tag noch.

 

 

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