Winterpokal – was ist das überhaupt?

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Winterpokal – was ist das?: mir ist gerade aufgefallen, seit Jahren tippe ich nun eifrig Berichte und gebe allen möglichen Driss zu dem Thema Preis, dabei wird sich so manch einer fragen…

…was will er überhaupt?

Kurz gesagt, es gibt nicht den einen Winterpokal und wo er mal ursprünglich aus dem Boden gestampft wurde, ist mir nicht bekannt. Des Weiteren, der Winterpokal ist keine offizielle Veranstaltung, sondern findet wohl inzwischen in so manchen Onlineforen statt und ich mutmaße mal, daß es dann dabei noch nicht mal ausschließlich ums Radfahren geht.

Ursprünglich ist ein Winterpokal dafür gedacht, sich im Winter, als in jener Jahreszeit wo es wohl sehr viele Radfahrer eher aufs Sofa vor den schnuckelig warmen Kamin zieht, sich doch noch für eine gewisse Zeit draußen auf´s Rad zu schwingen.
Es ist also als reine Motivationshilfe gedacht, den Allerwertesten hoch zu bekommen, sich passend zu kleiden und eine Runde zu drehen, bevor der Winterspeck Oberhand gewinnt.

Meine Geschichte dahinter. Ich selbst bin zum Winterpokal gekommen, wie wohl die Jungfrau Maria zum Kinde.
Irgendwann hab ich mich mal am Anfang meiner Radkarriere in einem MountainBike Forum registriert. Dort hatten dann ein paar Leute recht fix begriffen, daß ich immer mehr zum Alltagsradfahrer mutierte, um es mal so zu sagen.

In diesem Forum, was übrigens heute nicht mehr online ist weil es kaum Zulauf und damit nicht genügend Traffic erzeugen konnte, was dann die Betriebskosten unrentabel machte, erhielt ich dann irgendwann im Herbst eine PN (persönliche Nachricht, also sowas wie eine Email, halt nur über das Forum), ob ich denn nicht Lust hätte in einem Winterpokal Team mit zu fahren? Übrigens im Velociraptoren Team. Apropos Velociraptoren…

Ich stutze kurz, ließ mir das dann aber kurz erklären und dachte mir:„kann ja nicht schaden, ich fahre ja sowieso mit dem Rad.“ Fatal, fatal, wenn auch nicht gleich zu Anfang.

Die Regeln sind eigentlich immer irgendwie die gleichen. Man ist in einem Forum als Mitglied registriert und trägt dann seine Fahrten in etwa einem Trainingstagebuch ein. Da ich in der International Bike Community, oder kurz IBC sowieso meine Daten einpflege, ich glaube die haben auch mit dem „Mist“ angefangen, muß ich nur noch im Radforum meine Daten eingeben. Denn im Radforum ist man erst später diesem Hyp gefolgt.

Pro eine gefahrenen Zeiteinheit, es wird übrigens nur die Fahrzeit und eben nicht die Kilometer gewertet, bekommt man Punkte. Da alle gefahrenen Zeitdaten von allen Teilnehmern in der Traigsverwaltung landen, wertet dann diese Sammlung alle Daten aus und erstellt so die Platzierungen. So einfach ist das.

Ja und wie das dann so ist, irgendwann leckt man Blut, sitzt auf dem Rad und denkt sich:„komm die eine Zeiteinheit machst du jetzt noch irgendwie voll.“ Und schon sitzt man noch für eine Runde um den Häuserblock auf dem Rad.
Ach ja, zumindest im IBC kann man auch andere Sportarten in seine Traningsverwaltung eintragen, die dann zum Teil auch gewertet werden.

Jetzt wird sich eine clever Leserschaft fragen, ja und wer kontrolliert denn das? Im Grunde keiner, muß man ja ich nicht, denn es gibt ja nix zu gewinnen. Wir erinnern uns, es ist keine offizielle Geschichte.
Und ja, natürlich gibt es immer wieder ein paar Spezies die sich irgendwie selbst beschummeln wollen. Im IBC ist das zwar in den letzten Jahren ruhig geworden, aber es gab Zeiten da haben Leute ernsthaft eintragen, mit dem Klappfahrrad mal eben nach Kairo.

Und so ist dann die Moderation gefordert solche Spezies raus zu filtern, weil sie ja sowieso auffallen und dann zum Teil die Einträge zu löschen oder die Teilnehmer sogar zu sperren. Im Radforum geht dieser Part zumindest eher geschmeidig über die Bühne. Ich kann mich eigentlich nur an zwei oder drei Jungs erinnern, die wohl Radkuriere waren. Zu Anfang habe sie also auch ihre Arbeitsfahrten eingetragen.

Das hatte man aber ganz offen nachgefragt, dann die Situation klar gestellt und sie selbst haben dann veranlasst, daß die schon erfolgten Einträge gelöscht wurden und haben dann natürlich auch nur noch ihre privaten Fahrten eingetragen.

Das lässt mich dann auch gleich zum letzten Part bei dem Thema überschwenken. Die Nummer mit dem Winterpokal läuft von Anfang November bis Ende März, also volle fünf Monate. Natürlich geben einige am Anfang mächtig Gas und auch zum Ende hin finden sich haufenweise Leute die auch eine Woche Radurlaub auf Malle, dem Eldorado um seine Kondition aus dem Wintertief zu holen, machen.

Ich finde das durchaus legitim, macht mir aber soweit nix aus. Es ist jedes Jahr das gleiche, ich starte irgendwo hinten und Woche für Woche, Monat für Monat rutsche ich in der Platzierung nach vorne. Auch die Velociraptoren Teams, es gibt also das ursprüngliche im IBC und eines im Radforum von mir aus dem Boden gestampfte im, steht in der Regel nicht wirklich schlecht da.

Wichtiger ist, daß man den Winter über gesund bleibt (und so auch keine großen Ausfälle hat), sich nicht auf Eis & Schnee auf´s Maul legt oder doch die Motivation einbricht.

Das alleine ist der Sinn.

Für mich alles kein Problem. Der Kleiderschrank gibt einiges her, Erfahrung ist auch genug vorhanden, die Technik steht, auch wenn jedes Jahr immer irgendwas ist und Spikereifen sind auch inklusive. Was andere Leute oder Teams so treiben und was da für Wunderzeiten zusammen kommen, ist mir im Grunde schnuppe.

Raus auf´s Rad, lecker Radahren und Spaß haben.

Eine Antwort to “Winterpokal – was ist das überhaupt?”

  1. coffeenewstom Says:

    Danke für die Aufklärung! Und weiterhin viel Erfolg!

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