Objekterkundungen/ 33.781km/ Urlaub Tag 4./ 24.03.2022

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Bikealltag/ Urlaub/ Stahl Renner/ Singlespeed 54-16/ Bike- & Biketouren Bilder/ Biketouren/ Tour 100+/ Erstbefahrung: ich erwähnte es ja schon, das Tagesziel für heute war der Aussichtsturm Woeste. Und das schon alleine deshalb, weil ich nicht dieses Ziel einfach so mit der vorhanden Freizeit verstreichen lassen wollte.

Zuvor aus meinem zusammen gestellten Baustellen-Espresso-Set…

…erst mal die allmorgendliche Dröhnung verabreichen. Wobei das nur ein müdes Etwas von dem ist, was ich mir nach dem auf der Tour stattgefunden Mittagessen zu bereitet hatte.

Nach einem schmalen Sandwich-Frühstück ging es ans Ankleiden, dann den Stahl Renner beladen und dann die Abfahrt. Vor dem Burgtor zögerte ich noch ein wenig ob der zu fahrenden Route.
Am Channel hoch um dann einen Großteil der Strecke bis über die Ahsewiesen hinaus fahren, oder sich was, der vermeintlich besseren Strecke wegen, via kurz vor Unna und dann Bahntrasse „reinziehen“?

Es ging dann doch am Channel entlang und dann eben bis zum Hängemattenplatz Hütte Ahse Vogelwiese.
Weit zuvor passierte ich aber wie schon so oft den Landgasthof Schlotmann. Dort hatte man dem Bauwagen am kleinen Weiher ein, mutmaße ich jedenfalls mal, Toilettenhäuschen spendiert.

Irgendwie finde ich diesen Bauwagen mit der Lage sehr reizvoll. Ein ideales Wochenenddomizil.

Gut, wieder ab dem Hängemattenplatz Hütte Ahse Vogelwiese mußte ich dann aber immer mal das digitale Kartenmaterial bemühen, war ja fremdes Land.

Insgesamt kann ich aber sagen, ja die Strecke ist gut brauchbar und hatte auch nur wenige Landstraßenabschnitte. Also Landstraßenabschnitte von der Art, das kein guter Randstreifen vorhanden ist. Um genau zu sein, gar keiner.

Insgesamt sind das aber wirklich nur sehr wenige Kilometer. Zwei im letzten Abschnitt um von  Weslarn nach Ostinghausen rein, also dem Zielort zu kommen und zuvor nochmals ein paar mehr Kilometer um vom Hängemattenplatz nach Oestinghausen zu kommen. War aber auch wenig Verkehr.

Praktisch für mich, bei der Ortsdurchfahrt von Oestinghausen lag direkt ein Bäcker an der Route. Man mußte ja Kuchen zum Espresso haben. *grins* Die Fahrzeit hielt sich und das auch mit dem navigieren in Grenzen. Es ging zunächst auch eher gegen den Wind. War aber alles noch angenehm.
Endlich am Zielort angekommen eine erste Inaugenscheinnahme des Woest-Turm.

(Tagesalbum <klick>)

(Ich hab zwar auch einen Kurzfilm <klick> über den Aussichtsturm Woeste gedreht, aber fragt mich bitte nicht, was da schief gelaufen ist???
Denn schon in meinem Onlineaccount tauchte der Film erst nicht auf. Ich schon fast Panik geschoben, konnte ihn dann aber auf dem Motorola finden und auch angucken. Doch zu meiner Verwunderung, ist der Film im Hochformat. Aber zumindest taucht er jetzt auch im Album und damit auch im Account auf.)

Insgesamt hab ich zwar wohl geahnt daß das Areal nicht wirklich riesig ist, aber das es eher nur sehr überschaubar groß ist, um nicht zusagen schon fast winzig, hätte ich so nicht gedacht. Aber trotzdem sehr schön.

Das Ganze liegt ja im ebenso beschaulichen großen Ostinghausen. Trotzdem war es aber während meiner ganze Zeit vor Ort nie wirklich ruhig.

Wenn man mal nix von den weiter entfernten Vekehrshauptachsen hörte, der Wind spült ja den Schall gefühlt unendlich weit über das flache Land, dann vernahm man Geräusche aus dem Dorf. Und wenn die nicht da waren, dann waren es Besucher des Areal oder eben die Vogelschar selbst.
Hatte nie gedacht das Störche so einen Lärm machen können. *lach*

Nach der kurzen Erkundungsrunde vor Ort und den ersten Bildern „bezog ich Stellung“. Also parken.

Dann dachte ich, es sei ein guter Zeitpunkt mir eine passende Mahlzeit zuzubereiten. War ja schon ein bisschen was unterwegs und zurück mußte ich ja auch noch. Also wurde direkt am „Parkplatz“ ausgepackt und die Boardküche bereit gestellt.

Doch der Zeitpunkt war dann doch nicht ganz so günstig, befand ich. Denn gerade als ich den Spiritusbrenner starten wollte, trudelte eine Gruppe junger Menschen im größtenteils Jägeroutfit ein.
Innerlich hab ich mich schon gefragt, warum man für eine geführte Begehung im Fasttarnoutfit antritt und dazu noch Wanderschuhe trägt? Ich meine zu Fuß hätte ich das gesamte Areal in sagen wir mal zehn, maximal fünfzehn Minuten abgegangen. Als eher geschlendert. Aber nun gut, ein seltsames Volk diese Naturkundler/ Jäger.

Etwas fast skeptisch wurde ich aber, daß ein jüngere Mann wohl mein Treiben am Rand etwas beobachtete. Nach einer Weile sprach er mich an, ob ich auch im Ultraleicht Trekking Forum aktiv sei? Ich wusste es aber um ehrlich zu sein nicht genau ob ich mich da auch mal registriert hatte, aber verneinte es trotzdem.
Natürlich komm ich nicht umher zu sagen, daß das dort schon interessant sein wird. Aber man muß ja nicht noch eine Baustelle aufmachen.

Gut, nach dem Mittagessen und dem überaus vollmundigen Espresso, wurde doch die mitgeführte Cocoon Hängematte in Position gebracht. Die Sonne schien, der Wind war zwar erfrischend, aber eher mild von der Stärke. Für eine angenehme Pause würde es gehen.

Da mir aber die Sonne eine gute Portion zu viel auf die Birne brezelte, ich hatte mich übrigens auch dieses Jahr erstmalig mit Sonnencreme vor der Abfahrt versorgt, griff ich ein wenig in die Trickkiste.
Da ich die Tage schon immer wieder vom runter fallenden Moskitonetz genervt wurde, hatte ich zwei Wäscheklammern in der Cocoon deponiert. Mit denen hefte ich einfach meine Windweste an der Ridgeline (innenliegend Spannleine zwischen den Hängemattenden ) und gut war.

Naja, und weil die Pause so extremste erholsam war, ging es dann doch noch rüber in Richtung Eickelborn. Dort sollte ja zumindest noch ein weiterer Aussichtsturm liegen. Zu meiner Freude war der Weg dorthin auch auf dem Navi mit nur 20 Minuten aufgerufen worden. Das bot sich dann also quasi an.

Auch die Tatsache, daß kurz nach dem Ortseingang, der mir vom Job her ja sehr gut bekannt ist, eine mehr als brauchbare Radroute ausgeschildert war, trieb mich doch gut voran. Am nördlichen Rand dieses Dorfes dann jene Szene…

Dort könnte man tagelang fahren. Nur leider sind derartige Strecken dann meist fix zu ende. Eher zufällig entdeckte ich dann den ersten Aussichtsturm Klostermersch.

Umgehend machte ich aus, daß man mit einer Hängematte unten drunter bequem was zaubern könnte. Warum dann aber eher nicht, verrate ich später. Nach der ersten Entdeckung ging es dann zum eigentlichen finalen Endziel.
Da muß ich sagen, spielte aber wohl mein Navihirn etwas schräge Töne.

Die Zufahrt ist versteckt in einer Einfahrt und ich hatte irgendwie nur das Bild von der Zufahrt zum ersten Aussichtsturm im Kopf. Das ging natürlich nicht konform. Aber nach einer erneuten Ortung via dem Motorola Mobil hatte ich es dann.

Leider muß ich aber sagen, schon das Bild am ersten Aussichtsturm war zumindest für mich nicht wirklich überzeugend, aber dort… . Ich war schon ein wenig mehr erschrocken wie runter gerockt der zweite Aussichtsturm war.

In der baulichen Ausführung mit Doppelgeschoss, also Dachterrasse und einer komplett überdachten drunter liegenden ersten Platform bietet jener Turm einen wunderbaren Wetterschutz.

Ich sag mal so, da ist wohl die eher nachteilige Lage zu nah am Ort und den daraus resultierenden Besuchen wahrscheinlich eher junger Menschen ein erheblicher Nachteil. Sehen wir mal von diversen künstlerischen Freiheiten ab, aber nicht mehr genutztes Grillzeug, also Grill und Kohle sowie nicht verbrauchte Lebensmittel einfach wo liegen zu lassen, oder runter zu werfen, übertrifft auch meine Erwartungen vom Wohlstand.
Das natürlich benutzte Papiertücher rumlagen, hatte ich ja schon an der ersten Platform gesehen. Sehr unschön. Was dann auch die Gründe für einen zumindest für bescheidenen Nutzungsumfang sind.

Aber da machste nix, ich bin dann abgerückt und hab mich auf eine schnelle Heimfahrt begeben.

Und so kann ich (demnächst) den Woest-Turm sowohl als Hängeplätzen aufführen als auch als netter Treff & Pausenpunkte in den entsprechenden Beiträgen ausführen.

Für die Rückfahrt wählte ich eine mehr-leicht differenzierte Route. Leider führte sie ein gutes Stück mehr ernst über eine Landstraßenachse ohne Randstreifen. Warum ich da gelandet bin, kann ich nicht mal genau sagen? Eigentlich kenn ich die Strecke vom Job her. Da war wohl die Perspektive auf dem Rad hockend so viel anders… *lach*

Doch ab Hovestedt/ Herzfeld gab es wieder bekanntes Land unter den Reifen. Und Sonne dazu.

Bikedefekte & „Plattfüße“: mit der Wiederankunft am Kanalende bemerkte ich eher intuitiv, daß das Vorderrad irgendwie mächtig den Untergrund wegfederte. An sich mag ich ja Reifen mit eher geringerem Druck, bieten sie doch eine gute Portion Komfort, doch in diesem Falle zeigte sich, daß der Luftdruck, so fern man noch davon sprechen konnte, quasi eher gar nicht mehr wirklich in nennenswert vorhanden war.

Also hielt ich an und holte die Luftpumpe raus, inspizierte aber erstmal ganz gründlich das Vorderrad. An einer etwas seitlich liegen Stelle blieb dann die Fingerkuppe hängen und es war kein Steinchen.
Die Wurzel von einem Dorn schaute noch gut sichtbar raus, ich hatte also den Unhold gefunden. Spontan entschloss ich den Reifen erst mal nur auf zu pumpen und im Zweifelsfall nochmals Luft nach zu füllen. Das würde mir das einziehen einen neuen Reserveschlauch ersparen und ich käme auch so in brauchbar bis zur Burg.

Letztendlich war die Strecke in der Länge noch überschaubar, selbst wenn ich zweimal Nachpumpen würde, wäre das gut vertretbar.

Und so kann ich also auch in diesem Jahr meine Plattfußhistorie weiter führen.

Noch so Nachtrag für die Statistiker unter uns. Mit dieser Tour hatte ich nicht nur 100,27 km eingefahren, sondern auch in der Monats- als auch Jahrestatistik ein wenig mehr aufs Konto gespült.

972km stehen im März bereits an, was dann bedeutet, daß gerade mal läppische 28km bis zu den 1.000km/ Monat fehlen. Das bekommen wir doch locker hin. *grins*

Noch besser schaut’s in der Jahresstatistik aus. Gemäß einer Annahme meinerseits sollten mit dem Monatsende März 3.000km für das laufende Jahr drin sein.
Da „fehlen“ aber auch nur noch 157km. Mit der Fahrt morgen zum Job für eine Erledigung und der noch bevorstehenden Arbeitswoche, welche ja schon im Standard 200km bringt, wird also wohl Ende März ein Guthaben vorhanden sein.

Ja und so war das dann. Habt einen netten Tag und bleibt bitte gesund!  😉

 

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