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43.270km/ 24.02.2021

Februar 25, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Bike-& Biketouren Bilder: das gestern erdachte Tagesziel wurde erreicht!

Zunächst mal, ja ich kam ganz gut weg und griff auch beim Navihirn in die olle Kiste. Es wurde also eine Kombination aus alter Jobanfahrt, Klöcknerbahn Trasse und Kuhbachtrasse.
Erstaunlich fand ich wieder, irgendwie wurden meine routierenden Beinbewegungen wieder in einen recht passablen Speed umgesetzt.

Ob es die insgesamt wärmeren Temperaturen sind oder doch eine bessere Form? Egal.

Apropos wärmer und so. Schon mit den ersten Meters war klar, ist bei weitem nicht so warm wie angekündigt (es sollten ü. 10c° haben), aber auch nicht so warm wie am Vormorgen. Mein persönliches Thermometer munkelte was von max. 5c°, die dann mit nur 4c° im Verlauf der Fahrt auch auf dem Bryton bestätigt wurden.

Kleidungstechnisch war das in Kombination mit der Bewegung auch so die Grenze. Bei mehr kälter hätte es erheiternd-frisch werden können. Glück gehabt an dem Punkt.

Jedenfalls war diese Anfahrt mit dieser Streckenkombi nett. Man(n) hätte nur ein paar Minuten eher losfahren können. Denn den echten Moment des Sonnenaufgang habe ich um geschätzt eine Viertel Stunde verpasst. War aber auch nicht so tragisch, da es von der Wolkenlage auch nicht so knalle war. Aber auch egal.

Und wieder jedenfalls, ich machte mich zum Schluss der Anfahrt auf die Halde hoch und lud routiniert das kleine Espresso-Set aus. Auch die wärmende Jacke wurde schon bereit gelegt. Aber so kurz nach der Ankunft ging das noch. Vielleicht stieg aber auch die Temperatur analog zum Sonnenstand.

Der kleine Espresso war dann fix gekocht, die Tasse <klick> befüllt und so blickte ich noch für ein paar Minuten in die aufgehende Sonne. Etwas trübe war es und…
…laut von der nahen A2. Ist doch Mist das man die ollen Blechlawinen hört. Sonst aber schön.

So kann der verschobene-lange Arbeitstag beginnen. Plan für die Heimfahrt? Ja klar, mal sehen. Da war doch diese erst neulich erkundete Wald-Hügel-Harken Strecke…

Nachmittags: ja und dann nach dem späten Schichtende mal los gerollt. Auch die Rückfahrt hab ich so gemacht, wie ich dachte. Unangenehm war nur, es war voll und zwar fast überall. Das Volk hatte die Natur wieder entdeckt und bewegte sich in ihr. Es war echt schwer leere Strecken zu finden.

Jedenfalls fuhr ich wieder bis zum Kuhbachtrasse um mich dann dort auf den neulich entdeckten Waldweg zu machen. Doch diesmal wählte ich eine andere neue Zufahrt zu dieser Strecke. Jene ist sogar als offizielle Radroute ausgeschildert. War auf jeden Fall mal wider ungewohnt bei dieser Hitze *lach* diese Strecke zu fahren. Damit hab ich es dann aber auch für heute belassen. Muß reichen.

Biketouren Navigation/ Bryton:  ganz schön spuky so Elektronik. Hatte ich doch berichtet, daß mein Bryton 330 Tacho die gestrige Morgenfahrt irgendwie nicht so richtig… . Heute gab es nach der Ankunft am Job dann eine kleine Überraschung. Da ich ein Zeitfenster hatte, hab ich mal den Upload via Bluetooth und meinem Motorola Handy gestartet.
Eigentlich wollte ich nur die frühe Anfahrt zum Job rüber ziehen. Da aber noch ein paar Fahrten mehr auf dem Bryton waren, dauerte das ein wenig. Und wie ich so den Vorgang beobachte fällt mir auf einmal auf, da wurde doch die gestrige morgendliche Fahrt aufgezeichnet und nun lief der Upload dazu.

Gestern noch hatte ich gedacht, ich hätte entweder die Aufzeichnung nicht gestartet oder nicht gestoppt. Ich meine, dann ist die Fahrt futsch (normalerweise starte ich einen Fahrt, beende diese und in der Regel schalte ich den Bryton auch aus), wenn sich der Bryton alleine in ausstellt.

Naja, jedenfalls war die Fahrt heute wieder da. Merkwürdige Sache???

43.220km/ 23.02.2021

Februar 24, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Winterfahrten/ Bike-& Biketouren Bilder: das elende Geschreibsel geht weiter *lach* und wir laufen straff auf das Ende des Monats Februar zu. Einem Monat der es in sich hatte. Hoffe wir mal, daß sich der Rest des Jahres irgendwie runder verhält. Am…

Montag: …ist eigentlich nicht viel passiert, außer das es der vorläufig letzte Radfahrtag auf Spikereifen war. In der Frühe hatte es noch gute 0c°, aber da durch das es furztrocken war, gab es weder Bodeneis noch echte Kälte. Natürlich mußte man sich passend kleiden.

Nachmittags bin ich dann nochmal am Südufer vom Channel entlang, bin dann aber recht nördlich durch das Beversee Areal gefahren und damit recht direkt zur Burg. Der Grund…

Sport: ich hatte mir für diesen ersten sehr warmen Nachmittag meine Trainingseinheit auf der Burgterrasse vorgenommen. Das wurde dann auch so umgesetzt, man kann zufrieden sein.

Dienstag: irgendwie hat das mit dem Aufzeichnen am Bryton nicht geklappt. Hab ich aber erst am Nachmittag gemerkt, als es für die Morgenstunden keinen Upload gab. War aber nicht so wild, sind ja eh 20km und die eine  Stunde Fahrzeit. Dafür gab es auf Rückfahrt Programm.

Die Physik hat eine neue Entdeckung hervorgebracht. Die kürzeste Verbindung zweier Punkt ist nicht die Gerade, sondern eine Welle. Die Spaßwelle!

Es kam also wie es kommen mußte. Gestern noch die CX-Schlappen-Laufräder-Kombi ins CAADX geworfen, heute dann noch Knallewetter und zeitig Schicht. Dann mal geschmeidig los und sich in eine Anzahl von Waldrouten „fallen lassen“, dabei die Landschaft samt der Waldluft aufsaugen. Diverse Schlampes-Abschnitte waren inklusive.

Erstmal Abfahrt und dann in das Cappenberger Waldgebiet eintauchen, erste Sonnenstrahlen wärmen den Wald.

1 wald-finest_ergebnis

Dann der Versuch doch einen recht waghalsigen Wanderweg, ausgeschildert als A1, zu befahren. Natürlich total bekloppte Idee, hat ja noch nie geklappt und am Stück sowieso nicht. Diesmal war es aber schon amAnfang ein umgestürzter Baum der zum Umgehen und zum rüber tragen nötigte. Ist halt so in der Natur.

Natürlich hab ich dann auch noch einen falschen Abzweig erwischt und landete so in einem Stichweg. Da aber jene in eine Senke führte, war dort das Erdreich arg feucht und der Streckenverlauf auch nicht so aus zu machen. Also wieder vortasten.
Da irgendwann raus rolle ich im Eiltempo (da stehen plötzlich über 40km/h auf dem Tacho, natürlich in einem sehr langen Gefälle) rüber nach Capelle und mache dort ein Bild an der Capelle, äh sorry, Kirche.

4 Capelle_ergebnis

Ich kurve etwas versuchend aus Capelle raus in die Richtung der 1.000jährigen Eiche zu kommen. Dann fällt mir wieder ein, da gab es doch mal diesen Weg am Waldrand rum…

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Der Weg ist da, auch wenn er durch Feuchtigkeit *hüstel* etwas gekennzeichnet ist. Ich erreiche das Ziel…

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…über die tiefnasse Wiese und rolle direkt weiter. Da war doch noch dieser andere Fango-Weg…

7 Schlampes

(dieses Bild ist von dem guten Teilstück, weiter hinten ist eine Kombination aus Landwirtschaftsmaschienen Spuren und Waldarbeiter Spuren, sowie gefühlt diverse Container Bauschutt, die Nässe inklusive)

…auf dem es natürlich nur auf dem kleinen Kettenblatt voran geht. Jeder Meter wird erkämpft mit der Gewissheit das wenn man fällt, sehr weich landet. Denn der Boden ist eben – weich. Es lohnt sich, am Zuweg zum Wald steht immer noch die olle Hütte.

So löcherig und baufällig sie auch ausschaut, gegen Regen und starke Winde bietet sie guten Schutz. Ich weiß das genau. *Augenzwinker* Man rollt mit der nun langsam sinkenden Sonne aber immer noch 16c° auf dem Tacho zum Schloss Westerwinkel zu Herbern vor.

Ab dort dann wieder bekannte Wegführungen mit noch dem einen oder anderen Waldabschnitt. Am Ende stehen gute 52km+ und fast 3 Stunden Fahrzeit auf dem Habenkonto. Der Spaß – unbezahlbar!

Morgengruß: und damit wieder den Gruß und Wunsch an die Leserschaft, daß man einen schönen Tag haben solle, natürlich mit der nötigenPortion Gesundheit!

04:24Uhr/ 23.02.2021

Februar 23, 2021

Morgengruß/ Bikealltag/ Rumgelaber: es hilft ja alles nix, aber ich habe so das Gefühl der Frühling kommt jetzt. Gestern in der Frühe hatte es zwar noch locker 0c°. Aber mit der trockenen Kälte war das sogar angenehm, ja sogar schön. Die andere gute Nachricht, mit der Trockenheit war auch kein Eis mehr auf den Strecken zu sehen. Ich hatte zwar die Spikereifen-Laufräder noch montiert, kann ja nicht verkehrt sein, aber nach der gestrigen Ankunft…
…wurde jene gegen den Satz Laufräder mit den normalen Reifen getauscht. Damit ist das CAADX gefüllt ein Kilo leichter, auch wenn es sich mit den Conti Contact 240 immer noch passabel fahren ließ. Aber mit den anderen Reifen kann man auch mal wieder andere Strecken fahren und so könnte eine nette verlängerte Heimfahrt rausspringen. Man munkelt was von Cappenberg oder so. *Augenzwinker*

Ach ja, die Winterschuhe hab ich dann auch gleich mal etwas besser gereinigt. Außerdem die Sommertouren-Schuhe ein Stück weiter nach vorne im Schuhschrank geholt. Die bisherige Jacke wird gleich auch gegen eine Windweste getauscht, auch wenn ich noch was an die Arme ziehen werde.

Man sieht, die Zeichen stehen auf Frühling und wenn ich gleich noch den doppelten Espresso ausgetrunken habe, dann geht die Sonne sowie so auf. *lach*

Und so geht man Wunsch zu einem netten Tag und der nötigen Portion Gesundheit an die Leserschaft!

Rumgelaber 21.02.2021

Februar 22, 2021

Bikealltag/ Rumgelaber/ Outdoor/ Newsticker: gestern noch den letzte Beitrag für die Radrunde für dem demnächst veröffentlich, ergab sich die Chance im Rahmen eines Sonntagsausflug mal ein wenig das Areal zum Möhnesee Turm hin zu erkunden.

Da die holde Burgdame eine nette Spazierende als Wunsch äußerte, hatte ich noch beim Espresso-Frühstück mal ein wenig das Kopfnavi kreisen lassen und dabei etwas Kartenmaterial gesichtet. Relativ schnell kam ich so zum Möhnesee Turm Gedanken und hatte das kurz für mich fixiert. Und so wurde das dann auch umgesetzt.

Wir sind dann also mit der Familienblechkutsche hin, haben das Gefährt am Torhaus abgestellt und uns dann zu Fuß aufgemacht. Grundsätzlich kann man sagen, ja ist nett und vor allem hatten wir Glück das wir schon so früh dort waren, denn als wir wider weg sind, kamen die Menschenströme.

Als kleine Randnotiz für die anstehende Radfahrt dorthin, ab dem Torhaus hat man Waldautobahn vor sich, jene in Überbreite, dafür aber mit beständiger Steigung.
Des weiteren sei gesagt, der Eingangsbereich des Möhnesee Turm ist unten wohl dauerhaft offen, man könnte sich also rein theoretisch unten drin abhängen, kurz davor wäre aber auch eine Wanderhütte. Dort wäre aber, so ich das gesehen habe, ein Abhängen schwieriger. Soviel also dazu.

Den Rest des gestrigen Tages hab ich dann ma´auf dem Nebenblog schriftlich fixiert. Wer den Beitrag lesen mag, der folge bitte diesem –> Klick

Morgengruß: ja und damit geht dann auch der Gruß an die kleine treue Leserschaft raus, sich einen netten Tag zu machen und doch bitte gesund zu bleiben. Ansonsten, man sieht oder ließt sich.  😉

Die Haard/ 09:03Uhr/ 21.02.2021

Februar 21, 2021

Biketouren/ Touren-Ansage/ Ziele: die Haard ist wieder ein Zielgebiet, das neben dem Luerwald und dem Möhnesee Turm die dritte Station die ich mit diesem kurzen Artikel anreißen will.

Im Gegensatz zum Luerwald den ich wohl am besten kenne und dem Möhnesee Turm, wo ich mir zumindest ein gutes Bild von machen kann, kenn ich das Waldgbiet Haard tatsächlich nur vom Hörensagen. Unter Mountain-Bikern und Cyclocrossern ist dieses Gebiet nahem dem östlichen sowie nördlichen Ruhrpott wohl bekannt. Ich befürchte sogar, daß man zu den guten Jahreszeiten da nicht so ganz alleine unterwegs sein wird.

Ein paar Fakten vorab:

  • Entfernung ca. 45km one-way
  • Zielgebiet auf what3words <klick>
  • vorhandene Basiskarte puplicpress Maßstab 1:50.000 Recklinghausen, Halterner Stausee, Südliches Münsterland
  • die Lippe mit ihren Lippeauen führt nördlich unweit davon entfernt und könnte damit als potentielle Anfahrtsroute dienen
  • von einer bekannten Radfahrerin (wohnhaft südwestlich vom Zielgebiet) hatte ich aufgeschnappt, daß es dort auch einen netten Aussichtsturm an der Lippe geben würde

Damit ist dieser eher kurze Artikel auch schon wieder zu ende, denn viel erzählen dazu gibt’s ja noch nicht. Aber wie das eben so ist, Ziele braucht der Mann!

Morgengruß: und damit kommen wir zum schnöden Alltag, der natürlich weder schnöde noch alltäglich ist, denn es ist ja Sonntag. Das Wetter soll heute noch mal gut aufdrehen und hier im Hause stünde wunschgemäß ein Ausflug an.

Da ich ja nun weiß das die große Menge der Menschheit vorzugsweise nur bei schön Wetter aus den Löchern gekrochen kommt, ist das eine Übung die nicht ganz so einfach ist. Anders, voll wird das überall irgendwie sein und so hab ich mal mein-das Kartenmaterial gesichtet.
Der Entschluss steht fest, es geht zum Möhneseeturm. da man aber zu Fuß unterwegs sein wird, kommt zunächst die Familienblechkutsche zum Einsatz und dann eben die Füße. Geschätzt wird es ein paar Zeilen dazu geben und wie immer untermalt mit entsprechenden Bildmaterial. Bis dahin…

…habt einen netten Sonntag und bleibt bitte gesund! Ich melde mich dann. 😉

43.107km/ 19.02.2021

Februar 20, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Winterfahrten/ Bike-& Biketouren Bilder: soll ja nich sein, datt es nix am erzählen gäbe. Noch ein paar Worte zum Vortag, dem…

Donnerstag: ich hatte vergessen zu erwähnen, daß ich beim Abnehmen des Fahrradhelmes mich einer Schweißrinne von der Stirn ablaufend gegenüber sah. Unglaublich und das in Mitte Februar! Zum Tagesgeschehen.

Freitag: mein Plan eine ordentlich verlängerte Jobanfahrt zu machen, ging nicht ganz so auf. Irgendwie…

…wurde zunächst die Kette mit eine guten Dosis Motorex WetProtect wieder ordentlich gangbar gemacht. Dann ging es los. Zunächst wie geplant seicht östlich, da aber nicht ganz so weit wie mal ursprünglich ersponnen. Ich entscheide so was ja meist recht spontan.

Die erste Channel-Brücke mußte also reichen. Der Tagesstart lugte aber schon am östlichen Horizont.

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Ich rollte dann am nördlichen Kanalufer entlang, denn die Tage hatte sich gezeigt, daß die ja noch recht tief stehende Sonne das Nordufer gut erreicht und dort alles wegtaute. Am Südufer schaute es da streckenweise ganz anders aus.

Nach einem kurzen Stop am stilllegten Kraftwerk ging es über schon bekanntes Boden-nahes Erdreich bis zum ebenfalls bekannt Yachthafen. Die Sonne gibt ihr Bestes, aber noch verhalten.

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Man rollt weiter, die Trainingseinheit von gestern gibt nicht ganz so viel Dampf für die Beine frei. Genussfahrt. Leider verpasse ich das Zeitfenster mir doch den Sonnenaufgang am Lieblingsaussichtsturm zu gönnen.

Irgendwann stand ich am Areal des Seebad Lünen und klettere nochmals von Bock. Die noch gefrorene Seefläche ist von Vögeln gut besucht und alles ist irgendwie nur – schön an zu schauen.

Frühstück stand dann an. Französisches Landbrot bestrichen mit Margarine, Lachsforelle und einen Streifen Remoulade. Dazu eine Latte Macciato. Der Tag verlief so, unaufgeregt-nervend-aufgeregt zum Schluss, aber nach Hause mußte man ja trotzdem.

Das südliche Kanalufer ist endlich eis-schnee-rest-frei, ich halte strikt auf das Gebiet um den Beversee zu.

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Da mit dieser Streckenwahl der Lieblingsaussichtsturm auf der falschen anderen Seite liegt, kann nur dieses Areal zum Luft holen herhalten. So Probleme hat man doch gerne.

Entspannt rolle ich den Weg durch das Waldgebiet und sehe drei kleine Trampelpfade. Beim letzten entschließ ich mich fußläufig (das Rad führe ich natürlich schiebend mit mir) mal zu schauen.

Der Schreiber kommt an einen netten Wasserlauf, jener liegt eine Senke. Nur das Wasser plätschert, den Wind geht. Ist man dort, kann man vom Weg her nicht gesehen werden. Überlegungen… . Ich entdecke Spuren quer runter vom Hang auf der anderen Uferseite durch das Wasser und dann dort hochführend, wo ich her gekommen bin.
Es sind keine Spuren menschlichen Ursprungs.

Ich rücke wieder ab und kurbel zur neuen Aussichtsplattform am Beversee. Mit einem älteren Pärchen kommt man ins Gespräch. Die Zeit rückt voran, irgendwann stehe ich im Burggarten. Der Wasserschlauch muß die ersten Wintetspuren beseitigen. Am heutigen…

Samstag: … wird noch eine erweiterte Pflege durch gezogen. Der Antrieb hat was nötig, die Pedale werden aber auch demontiert. Ein Gewinde sitzt schon gut fest. Feuchtigkeit mit Streusalz lässt vieles festfressen. Ich bin schneller.

Der Backloader (die hintere Satteltasche für die Tagesfahrten) bekommt zum Abschluss auch noch eine gründliche Wäsche mit warmen Wasser, Neutralseife und einer feinen Handbürste.

Am Nachmittag werden drei Bilder und drei Lampen in der neuen Wohnung meiner Ältesten aufgehängt. Das muß reichen.

Damit ist auch dieser Tag Geschichte. Habt noch ein nettes Wochenende und bleibt gesund!

05:21Uhr/ 19.02.2021

Februar 19, 2021

Morgengruß/ Rumgelaber  letzte Tag der Woche, es geht ab in eine späte Schicht. die Gehirn-Finger-Koordination klappt noch nicht ganz so, muß nochmal am Espresso nippen. *nipp am Espresso* Ah!, jetzt klappt das besser, ich hatte bis zum Wort Finger, eigentlich nur Kauderwelsch getippt. *lach* Der heutige letzte Arbeitstag dieser Woche wird lang. Ich „darf“ deshalb auch erst gegen acht, also kurz vor Mittag ein stempeln.
Da werd ich dann wohl die Jobanfahrt ein gutes Stück verlängern müssen. Wie tragisch.

Im Grunde kein Problem, stellt sich nur die Frage, woher? Denn auf große Taueisattacken auf dem Boden hab ich keinen Bock. Werd mal sehen was ich zauber? Draußen sollen jedenfalls was mit 0c° haben, da werden also die noch relativ frischen Conti Contact Spike 240 noch was zum spielen haben. Ist aber immer genial, daß man mit so Reifen quasi keine Klingel braucht. Hatte ich gestern auf dem Nachhauseweg wieder gemerkt. Man kommt angefahren und ab ca.20m Entfernung zum Fußvolk drehen sich jene entweder um oder nehmen einen auf jeden Fall wahr.

Naja, wie schon gesagt, ich werd mal sehen. Man könnte ja auf einen Stop zum Lieblingsaussichtsturm fahren, aber für Sonnenaufgang wäre ich dann zu früh. Oder ich fahre erst noch eine Schleife den Kanal hoch, also Richtung Osten und dann am Südufer weiter.
Sonnenaufgang wäre erst gegen Halbacht, ist dann auch wider blöd. Wenn ich aber diese Schleife fahre, könnte ich zum Abschluss auf dei nahe Wald beim Job hoch. Das könnte vom timing her passen. Da wäre ich so grob um den Sonnenaufgang dann da. Ob könnte ich noch Runden drehen und zusehen wie die Sonne aufgeht. Schade nur, daß der Wetterfrosch (die sind sowieso alle irgendwie Mist) nix über die Wolken aussagt.

Gut, dann werden wir den heutigen Tag mal rum bringen, morgen geht’s nochmal in die neue Wohnung der Ältesten ein paar Lampen aufhängen und dann schauen wir mal weiter.

Biketouren/ Touren-Ansage: und mit dem Ende dieser Woche, kann ich schon mal einen Ausblick auf die nächste Woche nehmen. Jene wird für mich geplant-voraussichtlich kurz. Um genau zu gehen, wird es eine Dreitagewoche.

Der Grund ist ganz einfach, ich habe Donnerstag & Freitag geplanten Urlaub eingereicht. Irgendwie muß man ja seine Urlaubstage platzieren und da dachte ich mir, so ein langes Wochenende Ende Februar kann ja mal ganz nett sein.
Natürlich würde ich diese beiden Tage auch standesgemäß nutzen. Ich könnte mir also eine Radfahrt in ganz entspannt mit Richtung alte Heimat vorstellen. Morgens halt hier los, mal sehen was so die Emscher Radroute macht, dann rüber an Holgers Erzbahnbude vorbei um dann ein paar Meters später bei Muttern zu landen. Wetter sollte ja soweit passen, glaubt man den Wetterfröschen.

Dort dann frisch machen, den kompletten Freitag verbringen, nächtigen um dann am Samstag wieder zurück zu rollen. Aber wirklich ganz entspannt.

Winterpokal 2020/ 2021: auch in dem Thema tippe ich noch ein paar Zeilen, auch wenn der Monat Februar noch nicht zu ende ist. Insgesamt kann ich feststellen, daß ich trotz der paar Tage Zwangsradpause in den Positionen nicht großartig verrutscht bin.

Im IBC ist unser Team die Velociraptoren sogar noch von der letzten Wertung mit Platz 89 auf die Position 76 gerutscht und meine Wenigkeit von 61 nur auf 77.

Im Winterpokal des Radforum hingegen ist die Teamposition 1. als auch meine Position mit Platz 5. stabil. Das hatte ich ganz anders eingeschätzt, denn normaler weise würden sich sieben Tage Pause deutlicher bemerkbar machen. Was ich aber so im Nachhinein mutmaßen würde ist, daß Schneechaos war ja fast deutschlandweit und so konnte auch alle anderen nicht wirklich viel strampeln.

Naja, wie gesagt, oder wie immer dann man in die Runde…

…habt einen netten Tag und bleibt möglichst gesund!

43.023km/ 17.02.2021

Februar 18, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Winterfahrten/ volle tausend Kilometer/ Bike-& Biketouren Bilder: erste Zeilen am frühen Morgen, bei der letzten Radnutzung hatte ich schon 42.983km auf dem Buckel, was dann wiederum bedeutet, heute wird ein weitere Tausender voll gemacht. Dann mal los…

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Praktisch so ein Schneeberg vor dem Burggemäuer. Kann man schön als Fahrradständer nutzen.

*eine gefühlte Ewigkeit später*

Die 19,3km Jobanfahrt hab ich in 1:24h gemacht. Fakt ist, damit sind die 43.000 Kilometer beim CAADX voll. Soweit die positive Nachricht.
Die mittel-positive Nachricht besteht aus zwei, na gut, aus drei Meldungen.

Zunächst mal, ich bin heile angekommen. Dann, die Anfahrt klappte besser, als ich dachte. Konditionell kann ich nicht behaupten, daß es da jetzt einen merklichen Einbruch gegäben hätte.

Zu erwähnen wäre noch, daß die neuen Continental Spikereifen doch manierlicher rollen, als ich angenommen hatte. Obwohl es eine gute Brise von vorne hatte, kam ich auf gerader Strecke gut von Fleck. Damit wäre der erste Test der neuen Reifen durch.

Die eher weniger positive Nachricht ist, natürlich sind weite Teile der Radwege und vor allem der Radfahrspur nicht geräumt. Im speziellen hab ich da natürlich meinen Lieblingsradweg im Auge.

Das sind natürlich Bilder von den guten Abschnitten. Ich konnte ja schlecht auf der Straße anhalten um dann im Dunkeln vom Zugeschneiten Radfahrstreifen machen.

Gut, da bin ich dann an der Straße entlang, was weder landschaftlich noch sicherheitstechnisch (abseits der Straße ist es immer ungefährlicher)der Knaller ist. Aber es ging und das auch gut. Die Kraftfahrzeuglenker hatten alle Verständnis und haben ganz vorschriftsmäßig überholt.

Am Punkt wo ich dann die Deponie in Lünen erreicht hatte, geht’s dann regulär für mich irgendwie links-quer-rüber. Ab da wurd‘ s dann irgendwie – unschön.

Die Fußstapfen der Spaziergänger machten die Kombination aus auftauendem Schnee und Eis unfahrbar. Das hatte ich umgehend erkannt und hab dann das ganze Stück ab der Einfahrt Deponie bis zum Preußenhafen geschoben. War mir auch egal, Zeit hatte ich genug.

Nach der Schicht werd ich mal sehen was ich noch an Alternativestrecke hätte? Kurz vor‘ m Preußenhafen schaute das nördliche Kanalufer sehr gut brauchbar aus. Klar, tagsüber kommt ja von Süden her die Sonne satt drauf.

*wieder ein Zeitfenster später*

Die Rückfahrt war dann auch so wie ich mir das dachte. Das Nordufer war eisfrei…

…und so gönnte ich mir einen Ausflug zum Lieblingsaussichtsturm. Neugierde aber etwas schauen war der Plan. Ganz nebenbei hab ich mal wieder etwas Müll aufgesammelt.

Kurz danach noch ein Abschnitt mit den so beliebten Eisschildkröten. Eine Mischung aus Bodeneis, dadrüber Schneematsch, der aber wiederum von Fußabdrücken nett löchrig ist. Da kann man fast nicht drauf fahren, auch nicht mit Spikereifen. Noch „netter“ sind Eispurrillen, wahlweise von anderen Radfahren oder eher nervösen PKW-Lenkern. Aber damit hatte ich heute zum Glück nix zu tun.

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Jedenfalls hab ich auf der Rückfahrt die Wegstrecke für morgen früh gecheckt, da kann es dann eher beruhigt zu Sache gehen. Soviel also zum gestrigen Tag.

Habt einen schönen Tag und bleibt bitte gesund!

05:00Uhr/ 17.02.2021/ und GO!

Februar 17, 2021

Morgengruß/ Rumgelaber: man was hab ich heute lange in den Federn gelegen. *lach* Nein, die Wahrheit ist, die Superfrühschicht ist für mich erstmal gelaufen, der Kollege ist wider am Platz, ich darf also wieder regulär meinen Anritt vollziehen.

Der andere Punkt ist, draußen hat sich die Schnee-Eis-Lage im gewissen Umfang normalisiert und schon gestern auf der Heimfahrt, noch in der Blechkutsche, bin ich mal zur Kontrolle die Rennbahn entlang. Straße und der Randstreifen sahen schon sehr gut brauchbar aus, also wird sich heute ma´ wieder aufs Bike geschwungen.

Jetzt wird noch der Espresso zu ende genippt, dann mal die restlichen Klamotten angezogen und dann geht die Post ab.

Habt einen netten Tag und bleibt gesund!

Newsticker: damit es auch ma was neues auf dem Nebenblog gibt habe ich eine Testbericht des 45NRTH Xerxes Faltreifen fertig getippt und veröffentlicht. Wer da also Bock drauf hat, kann sich den Bericht ja mal reintun.

Musikmaschine – old school

Februar 16, 2021

…und sonst ?/ Bikealltag/ Stories of life/ Bilder: jetzt bin ich gerade über mein altes Gedankengut gestolpert, wobei damals der auslösende Grund ein Blogbeitrag vom appletechnikblog war, und habe festgestellt wie bodenständig aber auch old-school ich doch bin.

Die Geschichte dahinter ist natürlich nicht wieder so einfach gestrickt. Drehen wir die Zeit also zurück.

Die Vorgeschichte zur Geschichte

Ich damals im festen und sehr gut bezahlten Arbeitsverhältnis als Holzwurm in einer Werkstatt die quasi alles für Vobis machte. Mann was waren das Zeiten. Jedenfalls werkelten wir gut rum, konnte aber auch für uns selbst vieles in der Werkstatt machen.

Ich hatte da natürlich auch das eine oder andere gefertigt. Ein schwarzen Kofferschrank, Grundmaße 1 x 1m und 2m in der Höhe, eine Garderobe und Schuhschränke, welche noch heute bei meiner Mutter im Einsatz sind.
Auch der Badezimmerschrank ist heute immer noch bestens im Einsatz. Jener zeigt auch eine gewisse Leidenschaft für das Multiplexmaterial, welche das vorherige bevorzugte Material MDF (mitteldichte Faserplatte/ im Grunde verleimtet Holzstaub) ablöste. Da sag wohl an der eher schnöden Ästhetik des MDF gelegen haben, wogegen Multiplex ja durchaus auch echte Holzhaptik haben kann.

Schon beim diesem Badezimmerschrank machte sich das Material vorzüglich. Es ist grottenstabil und kann in den Oberflächen sehr umfangreich gestaltet werden. Ich hatte damals die Kopfkanten sichtbar gelassen und mir eine Boots Öl-Lack von einem entsprechenden Fachhändler besorgt.
Grundsätzlich kann man also diese Badezimmerkiste ins Wasser schmeißen und nix passiert.

Kurzer Dreh am Zeitzeiger noch weiter zurück. Natürlich war man jung und Musik spielte eine entsprechende Rolle. Eine brauchbare Anlage, wie man das damals nannte, eine gute Auswahl an Tonträgern, auch bekannt unter der Begrifflichkeit Schallplatte oder Vinylscheiben (alternative gab es noch Kassetten *lach* das sind jene Teile, die sich vorzugsweise im Autoradio vorzüglich zu einem Bandsalat verknoteten und einem Lebensjahre raubten um das wider zu richten. Unvorstellbar heute).

Da ich aber weder Schallplattenspieler noch Verstärker selber bauen konnte, beließ ich es bei einem Selbstbausatz von Standlautsprechern aus dem Hause Visaton.
Erstaunlich finde ich, daß es heue noch Visaton gibt und das man in Sachen Selbstbau immer noch gut unterwegs zu seinen scheint. Meine damalige Box könnte ich nicht im Archiv finden, dürfte aber unter dem Namen Atlas, so meine tiefsten Hirnwindungen gelaufen sein. Jetzt gerade beim weiteren stöbern bin ich über das Modell Visaton Alto II gestolpert. So, oder so ähnlich sahen meine Boxen aus, spielt aber keine Rolle. Jedenfalls hatte ich diese ersten Boxen noch aus dem MDF-Material gebaut. Das wurde (wird?) für den Boxenbau aufgrund der Materialeigenschaften auch weiträumig genutzt.

Irgendwann dann aber zog ich mit dem alten Kumpel durch die nahe City und wir schauten mal in einen Stereoladen rein. Der war uns bekannt, war aber augenscheinlich eher nix für unsere Gehaltsklasse. Ja das waren noch Zeiten wo einem nicht jedes noch so erdenkliche Goodie „auf Keife“ sprich Kredit zu 0% Raten bis ins die heimische Stube getragen wurde.
Barzahlung maximal Überweisung waren angesagt, EC-Karte konnte man damals noch gar keine hohen Beträge machen, so meine Erinnerung.

Dennoch war man uns gut gesonnen und wir fanden Platz im Klangstudio. Eine Heerschar an Stereoboxen und eine Auswahl an entsprechenden Soundgeräten standen zur Verfügung. Ich meine man hatte sogar schon zwei CD-Player dort stehen. Die kamen damals so raus und waren inzwischen so knapp bei der 1.000 DM-Marke angekommen. Unglaublich was das für Zeiten waren.

Man unterhielt sich mit uns und erkundigte sich nach dem was man so bisher hatte. Dann machte man den Vorschlag mal ein zwei Kombinationen aus zu probieren.
Die Abspielquelle war ein schnöder Plattendreher, im Volk auch als Plattenspieler bekannt aus dem Hause Thorens (die damalig den aus dem Hause Linn eigentlich in nichts nachstanden, außer in dem Budget was man auf zu bringen hatte so jedenfalls meine Ansicht. Wer also richtig Kohle hatte, der kaufte sich natürlich eine Linn).

Als Treiberquelle diente ein Duo aus dem Hause Cyrus, so ich das noch richtig im Kopf habe, eine Vorverstärkerstufe und eine Endstufe.

Natürlich wurden solche Hörproben blind gemacht. Man wusste also nicht, was gerade wie aktiv war. Man hörte einfach nur zu und gab dann Rückmeldung. Und dann auf einmal schauten wir uns an, Glanz in den Augen und wir wussten nicht was da im Gange war.
Der Fachberater ließ uns noch eine Weile rätseln, bevor er das Ergebnis preis gab. Und zwischen den gefühlt meterhohen Boxen, massiv gebauten und mehrfach aufgestellten taten sich die eher kleinen und unscheinbaren Dynaudio Gemini hervor. Natürlich wusste der Fachberater was er da gemacht hatte und ich warschelte mit einem Prospekt der Box aus dem Hause. Selbstbausatz, einen Elektriker für die Verkabelung hatte man ja an der Hand und ein paar Monate das Geld auf die hohe Kante legen und es war soweit.

War natürlich kompletter Schwachsinn, denn meine Visaton waren ja nicht wirklich alt oder schlecht. Aber irgendwie gefiel mir der Gedanke. Naja und am Hungertuch hatte ich ja auch gerade nicht genagt. Oder, mit ein wenig sparen im Sinne von, die Kohle nicht für anderen Schwachsinn raushauen, war das gut machbar. Man ist ja nur einmal jung.

Die Geschichte zwischen den Gesichten

Irgendwann nahm dann mein Leben einen neuen Lauf, durchaus als dynamisch zu bezeichnen. Frau kennen gelernt, umgezogen, Kinder kamen ins Leben, Haus gebaut und der üblichen Turn halt. Da ich beruflich auch gut eingespannt war, landeten die Boxen im Wohnzimmer und der Rest zeitweise noch im Kopfhörerbetrieb im Schlafzimmerschrank. Dort verweilt auch noch der Schallplattenschrank. Gefertigte aus dem gleichen Material wie die Boxen, nur etwas größer.
Vom Bauprinzip her der Boxone (<klick> lohnt sich, interessierte Käufer könne sich gerne melden) gleich. Hoch & schlank bauend, drei Vollauszugschubladen mit den Schallplatten drin, dafür aber in die Tiefe gehend. Was auch eine Umsiedelung ins DG sperrig machen wird. Außerdem, so ein Stück braucht auch um zur Geltung zu kommen, einen freien Raum.

Die neue Geschichte – heute

Wir schreiben den Sonntag mit der Zahl des 14 Tages des zweiten Monats im Jahre 2021. Da ja meine älteste Tochter wohnlich nun doch ihren eigenen Weg eingeschlagen hat, ist im DG ein Zimmer frei. Da wo was frei ist, kann was hin. Große Motivation was draußen zu machen habe ich heute (also mit diesen ersten Zeilen) nicht, zumal man sich dann ja um sowas kümmern kann.

Also dann mal wacker los, alles zusammen gekramt und ins Dachgeschoss geschafft um es dort zu positionieren. Hier und da wurde nach der ersten Entstaubung nochmals der feuchte Putzlappen geschwungen.

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(noch ein paar Bilder gibt’s im Album <klick> und einen Film im Videoportal <klick>)

Dann begann der eigentliche Aufbau. Der ging eigentlich ganz gut von der Hand, eine Mehrfachsteckose in ein Wandsteckdose gesteckt, Verstärker umgewuchtet und dann den Dual drauf gestellt. Vorher alles verkabelt. Dann die Boxenständer ausgerichtet, die Boxen drauf gestellt und die dann ebenfalls angeschlossen. Hier mal ein paar Bilder.


Als erstes die Basis für die Dynaudio Gemini Boxen. Nachdem ich die Boxen fertig gebaut hatte, purzelte mir ein bester Kollege, seinerzeit Betriebschlösser in einem großen, ach was riesen Stahlwerk, die Ständer zusammen.
Ich war jetzt gerade extra nochmals oben und hab es nachgemessen. 3,5mm ist die Materialstärke und die Ständer selbst sind gute 71cm hoch. Wie man auf den beiden Bildern sehen kann, gibt es eine v-förmigen Querschnitt der Aufrechten, die zudem von unten weg schräg nach hinten oben laufen. Dem Kollegen ließ ich gestalterisch freie Hand. es gab, so meine Hirnwindungen, nur eine paar Absprachen und eventuell eine Skizze.

Fakt ist, stabil sind die Dinger, selbst wenn die Gemini oben drauf mal richtig Bums machen sollten, da schwingt erstmal nix mit an Material. Der Einfachheit Haber hab ich das rohe Stahlmaterial, was gesandstrahlt ist, gegen Rosteinwirkung mit Sprühwachs aus dem Automobilzubehör behandelt.

Zum Boden hin, aber auch die Stellfläche für die Boxen selbst, befinden sich dicke Gummimatten. Ein weiteres Feature um gegen Schwingungsübertragung gewappnet zu sein.


Nach den Boxenständern die Dynaudio Gemini Boxen selbst. Ich muß leider feststellen, der audiophile Liebhaber wird von mir keinerlei Daten erhalten. Ich fasse dieses Thema also so zusammen, wie es Bentley oft pflegte dem Kunden gegenüber zu äußern. Genug. Punkt.

Ich habe in der ganzen Zeit weder den Verstärker und damit auch nie die Boxen so aufgedreht, daß da ein Limit zu hören gewesen wäre. es würde schlichtweg laut, zu laut. Da tuen dann einem die Ohren weh. (Technische Angaben zu den Boxen kann ich aber auch auf die Schnelle nicht so ausfindig machen. Habe aber mal Dynaudio via derer Homepage angetextet.)

Es handelt sich grob um ein Zweiwegsystem. Dabei sind die beiden großen Membranen für die tiefen, aber auch für die mittleren Tonlagen zuständig. Da so eine Box als Konstruktion von innen hol ist, erzeugen die Membranen auf der Rückseite, also im Inneren der Box noch eine besondere tiefe Tonlage. Dies nennt man dann auch Bass-Reflex. Dieser besonders tiefe-satte Ton kann auf der Rückseite der Box durch zwei runde Öffnungen entweichen und so das Tonbild der Box erweitern.
Die hohen Töne werden durch die kleine Membrane in der Mitte erzeugt. Ende aus Micky Maus. Seinerzeit herrschte die Meiung vor, das so ein Zweiwegsytem eine sehr gute Sache sei. Denn je einfacher ein System aufgebaut ist, des so besser kann die Elektronik dahinter, die Weiche welche im inneren der Box steckt agieren. Wen man mehr als ein Zweiwegesystem hat, muß die Weiche als Steuerungseinheit auch aufwendiger sein. Und da ich ein Freund von einfach aber vor allem überzeugenden Lösungen bin… .

Die Orginalabmessungen von 44 x 17 x 34 cm H x B x T habe ich seinerzeit eines Designfeatures erweitert. Die Gehäuse hatte ich nicht mehr aus dem MDF Material gearbeitet, weil ich inzwischen ein Mahagoni Multiplex Material ausfindig gemacht hatte.
Dies stammt aus dem Schiffsbau, war in seiner Optik aber auch in Sachen der Stabilität, also auch eines vermeintlichen Eigenschwingungverhalten dem MDF ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen.

Das Thema Holzschutz und Raubbau tauchte damals gerade so auf, war also noch nicht so ganz im Fokus aller Überlegungen. Anders gesehen, ist dieses Material extrem lang haltbar. Ist zwar nur Schönrederrei, ist aber trotzdem so. An der Stelle sei gesagt, heute hätte man ganz andere Möglichkeiten vergleichbare Hölzer in ähnliche oder gleicher Qualität aber unter Berücksichtigung aller Umweltaspekte zu bekommen.

Ich müßte jetzt noch nachmessen wie die Holzstärke des Materials wäre, mach ich aber gerade nicht (reich ich dann mal nach, genau wie die aktuellen Abmessungen), aber es ist so um die 2cm stark.

Da das Material aus dem Schiffbau kommt, hat es auch eine Stempel des germanischen Lloyd. Das ist ein Zertifikat der für die Beständigkeit und damit auch für die Qualität des Material bürgt. Oder anders gesagt, ich meine der Quadratmeter der Plattenware hatte so grob 350DM gekostet.
Ich meine für die Boxen wären an Material auch noch ma´ knapp 1.000DM drauf gegangen. Kann ich aber wirklich nicht mehr sagen.

Gut, kann man auch als Qualitätsmerkmal sehen. Jetzt fragt mich aber nicht wieviel ich davon gekauft hatte? Ich weiß es nicht mehr, es waren aber schon ein paar Quadratmeter, denn ich habe ja auch noch den Schallplattenschrank aus dem gleichen Material gebaut.

4 stereo box dynaudio gemini_ergebnis

Noch ein paar Einzelaufnahmen. Gut zu erkennen auf der Rückseite die beiden Rundöffnungen für den Bass-Reflex-Effekt und da darunter der Anschluss für die Kabel. Vergoldete Schraubanschlüsse, waren im Preis mit drin, soll den Klang verbessern.

Der Grundaufbau ist dem des Schallplattenschrank gleich. Die Vorderseite und der Deckel ist auf Gehrung zusammen verleimt (beim Schallplattenschrank stößt die obere Schublade auf Gehrung an den Deckel). Der Maserungsverlauf ist länglich, außer am unteren Ende. Dort gibt es einen keinen Riegel als Querverlauf. Ein sehr kleines und unscheinbares Gimick, aber es ist da.
Die Oberfläche des Mahagonimultiplex ist nur geölte also nicht lackiert. Das hebt den optischen Eindruck und schweißt das tolleHolz nicht in einen Lackier. Zumal auch die ernsthafte Frage bestünde, warum ein so mega unempfindliches Material lackieren?

Ein weiteres Gimick sind die Seitenteile. Jene sind aus Red-Zeder Leimholzplatten (von Osmo) gefertigte und habe nur eine optische Funktion.
Und das ist dann auch der Grund, warum die Boxen breiter sind. Denn die Front als auch die Oberseite überdeckt die Seitenteile, so das jene sich in den Korpus einfügt.

Red-Zeder ist ein eher leichtes Holz, hat aber einen sehr angenehmen Eigengeruch (finde ich). Optisch fand ich das vor allem zu den sonstigen Mahagoni-Oberflächen einen guten Gegenpol. Natürlich ist auch dieses Red-Zedernicht lackiert, sondern auch nur geölt.


Damit die Membranen aber auch in Schwung kommen, bedarf es noch einem antreibenden Pärchen. Als erstes der Tonabnehmer, alias Schallplattenspieler. Jener ist ein Dual CS 503-2.

Da es sich um fertige Technik handelt, möge der Interessierte dem hinterlegten Link der Produktbezeichnung folgen. Schwarz, nicht aufdringlich, keine High-End Technik tut aber seinen Dienst. Besser ginge immer, wenn man denn nicht noch andere Hobbys hätte.


Hier die elektrische Einheit als Tonverstärker, was ihm dann damals den probaten Titel Verstärker verlieh. Es handelt sich dabei um einen Sony 730 ES, auch hier sind technische Informationen hinter der Produktbezeichnung hinterlegt. Was das Teil alleine wiegt, kann ich nicht sagen, erwähnt ich ja bereits. Ist auf jeden Fall mal nicht leicht.

Da wird noch eine echte Kupferspule zwecks Energieversorgung verbaut sein. Auch das Gehäuse ist noch aus echtem Blech, die Vorderseite wohl aus massiven Aluminium gefräst. Heute undenkbar, jedenfalls in der Preisklasse. Wahnsinn, ich sehe gerade nach kurzer Recherche, in der Bucht wird für ein neuwertige Gerät…

…immer noch satte 989 Euro gefordert. Ich wüsste jetzt nicht, daß ich damals im echten Laden soviel dafür auf die Kassentheke gelegt hätte? Hammer, könnte aber grob hinkommen. Eventuell hab ich ja ein Sommerschluss-Schnapper bekommen?

Ja und weil´s so schön ist, nochmal das Pärchen im Verbund.

10 stereo pärchen_ergebnis

At last, quasi noch als Dreingabe, der Sennheiser HD 540 reference gold Kopfhörer.

Etwas unschön ist, daß sich sowohl die inneren Polster verabschiedet haben, als auch die äußeren Polster der Kopfmuschel so langsam anfangen zu altern. Noch unschöner ist, schon vor Jahren hab ich mal Sennheiser dazu angeschrieben und gefragt, ob es dafür Ersatz gäbe. Leider sah man sich außer Stande da was für den Kopfhörer zu tun.
Reference gold Qualität geht wohl nicht mehr mit der aktuellen Firmenpolitik überein.

Aber auch hier eine kleine positive Überraschung, ebenfalls in der Bucht gibt’s zumindest ein Angebot zu wohl original Ladenpreis.

Aber auch hierzu gibt es eine Gedichte hinter der Geschichte. Damals hatten wir wo als Schreiner für einen Hifi-Ladeninhaber einen neuen Laden gebaut. Im alte Laden war dieser Kopfhörer im Schaufenster zu sehen. Da ich zu dem Zeitpunkt noch ein einfacheres Modell aus dem Hause Sennheiser hatte, der aber nun wirklich mal deutlich am Ende war, wie schon gesagt das leidige Kabelbruchproblem, was dann ja nicht am Kabel selbst ist, sondern an dem Stecke im Kopfhörer selbst, konnte es ruhig was Neues sein.

Da man damals ja schon sehr gut in Lohn & Brot stand, war dieser Kopfhörer quasi mit den Spesen drin.


Ja und so läuft die ganze Schose jetzt hier im ehemaligen töchterlichem Zimmer.