Archive for the ‘crazy Fahrten’ Category

Titellos dem Wochenende entgegen II/ 56.686km/ 13.01.2023

Januar 15, 2023

Bikealltag/ The Cure – Forest/ crasy Fahrten/ Bilder: gut, dann mal hier den lausigen Rest vom Freitag und von dessen Rückfahrt.

Gewählt wurde tatsächlich die Streckenführung via der Seseke Radroute – Unna alter Bahndamm – Illingen – Welver – Dinger – Vellinghausen und dann eben den Rest am Channel entlang.

Das Ding mit dem Wetter erwähnte ich ja bereits. Und da hat weder das Wetter noch nie zu viel versprochen. Standen zu Anfangs noch die Zeichen auf eher normale Radhose, war die Wahl zur Regenhose doch die bessere. Die hatte ich gewählt, weil ich keinen Bock hatte mich wo irgendwo unter einer Brücke aus der normalen Hose zu pellen und dann in die Regenhose zu schlüpfen.
Die Regenhose sitzt ja auch so ganz gut und da sie ja aus Goretex gefertigt ist, fiebert man auch dadrunter nicht. Zumal das mit dem Fiebern, also schwitzen eh nicht wirklich arg war.

Es war sogar so, daß es mir zu Anfangs etwas frisch war. Jetzt nicht wirklich kalt, aber immer so, als würd´s einem bald kalt.
Das lag aber daran, daß der Wind von hinten gut geschoben hatte und ich so kaum ernsthaft treten mußte. Ohne Aktion vom Menschen entsteht halt auch nur bedingt sowas wie Wärme.

Etwa 20 Minuten nach dem Start sah die Welt noch richtig nett aus, die Wolken schichten sich über einer Bodenwelle.

(Januar Album <klick>)

Doch mit dem Einzug ins nächst gelegen Dorfes lag es schon auf dem Boden, das Nasse von oben. Regenzeuch war also doch eine gute Wahl. Dank aber Rückenwind und passenden Kleidung könnt einem der feine Sprühregen, den man teilweise gar nicht merkte, nix anhaben.

Nach der Ausfahrt aus diesem Dorf fallen die Kilometer nur so dahin. Nur bis zur Auffahrt auf die alte Bahntrasse gen Osten gibt es nach ein zwei Harken zwecks Wegführung ein wenig was von der Seite oder auch mal was von vorne.
Juckt mich aber kaum, da bin ich in den letzten Tag ganz andere Orkane gewöhnt.

Es dunkelt, der Asphalt rollt unter mir weg. Ich mache ordentlich Strecke, so könnte man Deutschland in weiten Stunden durchqueren. Bäume schütze gegen alles was da kommt, nur selten pfeift es mal durch.
Die Blicke in die seitlich gelegen Waldabschnitte oder Wälder wecken Träume.

Kurz vor der ersten Ausfahrt auf dieser Bahntrasse, es geht ab dort für ein paar gruselige Kilometer, gruselig weil über arg mitgenommene und somit wellig-schlaglöcherige Landstraße, bis man dann nochmals aber auch einer nur wenige Kilometer über spiegelglatten Asphalt huschen kann,…

…jetzt hab ich den Faden fast verloren, lege ich die erste Pause ein. Da auf unerklärliche Weise irgendwie meine Handschuhe feucht sind, kommen erstmalig meine eigens für solche Fälle angeschafften Wechselhandschuhe zum Zuge.

An der Wasserpulle wird ein guter Viertelliter raus gezogen, eine Anzahl kleiner Salamiwürstchen fallen in die Kauleiste, dann geht es weiter. Ein wieg was von der gediegenen Landstraße. Die Nacht ist schon eine Meter mehr mein Begleiter. Die schöne Zeit beginnt.

Intuitive Phase

Kurz vor Illingen ist der Traum von dahingleiten aus. Die alte Bahntrasse endet, es gibt noch einen gut brauchbaren Radweg bis ins Dorf. Dann schlag eich mich intuitiv auf den richtigen Weg bis Welver vor, durchquere auch jene Ortschaft intuitiv durch ein Wohngebiet. Auch tagsüber sieht hier schon alle gleich aus, ich folge einfach meiner Nase, die dann auch die lang gezogene Kurve bis an den Waldrand findet.
Wie lange war ich hier nicht mehr? Ich bin erstaunt, daß es so gut klappt.

Dann lande ich im Wald von Welver und muß einfach stehen bleiben. Die wunderbare Erschagnehit der Stille und der Waldstimmung kann ich nicht nach außen tragen. Ich verweile einen Moment.

Die nacht frisst das Licht, das Fahrgerät was mich schon so weit getragen und ertragen hat, leidet unter den Umständen. Wenn ich kein Reflexmaterial am CAADX hätte, würde der Scheinwerferkegel meiner 220 Lumen starken Helmlampe im Dreck-Nichts versinken. Zu sehen wäre wollner das Radlicht. Ich schnuppere die Luft.

Wie es wohl wäre, wenn man sein Zeug mit hätte und sich hier wo einfach bequem machen würde?
Es hilft fast alles nichts, ich habe sowieso schon das Zeitgefühl verloren, sollte also weiter. Es zieht einen doch durch die Nacht (später habe ich dazu ich eine Idee/ böse Falle).

Ab dem Kilometer 48, oder schon vorher fehlt ein Wegschild für die Radroute, ich bin abermals irritiert, fahre erst in die falsche Richtung, habe aber Schin das Kraftwerk mit seinem Licht im Blick. Es hilft mir bei der Orientierung und ich kehre dann doch um und fahre anders Gabelung die andere Strecke.
Diese Wegschildgeschichte hatte ich in der Ecke schon mehr als einmal. Ist aber nicht mein Claim, kann ich mich nicht drum kümmern.

Dann rolle ich durch Eilmsen, auch dort sieht in der Dunkelheit alles wieder anders aus. „Das Kraftwerk“, denke ich und bin dann auf der wirklich bekannten Strecke.

Die Zufahrt durch den Wald ist wie immer von einem Flickenteppich gekrönt. Ein paar mal erwische ich die dicken Dinger. Im stehen fahren ist besser als sich im Sattel die Sattestange ins Kleinhirn katapultieren zu lassen. Dann der Channel.

Unter der Brücke der A2 mache ich es mir gemütlich, packe mein Sitzkissen raus und nehme Platz. Weitere Würstchen verschwinden dorthin wo sie hin gehören, der Kraftverkehr donnert über mich hinweg. Ich bin erstaunt wie warm es dort beim Ausruhen ist. Die Wasserflasche wird abermals gut bemüht, dann entschließe ich mich, die wasserdichten Fäustlinge in die Jackentasche zu stecken und rolle am Channel entlang.

Innerlich kann auch ohne Licht sehen, wie der Schlampes am CAADX haftet. So langer noch nass oder feucht ist, könnte er noch runter tropfen. Dumm ist nur, von unten kommt ständig Nachschub. Aber so lange sich noch alles so bewegt wie soll, ist doch gut.

Ich gondeln nun wieder mehr durch die Gegend, als das ich fahre. Der Wind gibt für meine inzwischen gut gebrauchten Muskeln auch nicht mehr viel her. Aber der Blick auf das Geschwindigkeitsmessinstrument besagt, geht doch ich gut.
Ich erreiche das Dorf, der Großclai ist wieder unter dem Gummi der Reifen. Am Dorfkern ist man gezwungen die Seiten zu wechseln, zwei Wege bieten sich an. Weg eins ist arg zerschossen und nickst mehr meine Wahl.Kürzer ist er ohnehin nicht. Ich schwenke wenig später auf Weg zwei ein und bemerke im Augenwinkel…

…die Aussichtsplattform ist frei gegeben worden. „Turm“, sagt mein Kleinhirnstamm und Schin greif eich wieder die rechte Pedale um meinen Bock mit rauf zu nehmen. Unten stehen lassen will ich es nicht. Ein wenig mehr Volk treibt sich ja doch hier rum.

Oben bemühe ich die Mobilcam, ein paar mehr Aufnahmen werden gemacht.

Leider muß ich aber auch feststellen, daß die Unterführung zu anderen Seite immer nicht nicht fertig ist. Das wäre mal ein echter Mehrgewinn. Die dösige Schleife zu Dorfkern hin und unter er Stoffbrücke (dort wird wohl gedealt) her könnte man sich schenken.

ich versuche noch hier und dort ein weg mehr Windschutz zu ergattern Die Versuche scheitern mal mehr, mal weniger. Die beiden weißen Brücken werden passiert, ich rolle relaxed auf ein schnelles Stück Straße ein.dank Wohngebiet und mehr oder weniger Sackgasse und zusätzlichem Windschutz kann ich die letzten Meters gut runter fallen lassen.

Der Schlüssel gleitet ins Schloss, die Burgpforte öffnet sich, der Wasserschlauch wird nur fürs Schuhwerk und die Regenhose bemüht. Der Rest muß warten aufs echte Wochenende. Die Uhr steht bereits bei halbneun.

Ja und das waren dann die Daten die nach dem Einrollen auf der Burg auf dem Bryton Tacho standen.

Dusche, Wäsche machen und futtern sind vorrangigere als Radpflege (ausnahmsweise). Passt schon. war doch legger diese Fahrt. Im Schnitt was mit 4-5c°, eine wenig was an eineinhalb Stunden Nieselregen, aber was will man mehr an einem Freitagabend.

… übrigens, der Freitagabend wurde dann auch verdammt lang.

Irgendwie war ich noch gut – on – und habe es sogar geschafft nach dem Verzehren der XXL Portion Nudeln a la Carbonara jenen Beitrag fast fertig zu tippen.

Apropos XXL Nudeln und so, auch von der Portion hätten wieder zwei Erwachsene gut satt werden können. Ich hingegen…

…vernahm nur ein seichtes Sättigungsgefühl. Ein zweites alkoholfreies Radler und Chips waren dann auch noch irgendwie wech.

Tags drauf, also am Samstagvormittag wurde nach einer Fahrt zum örtliche Musikmaschinen-Fachmann,was dann ein zumindest kleine eigene Story wäre, das CAADX gründlicher gereinigt. Mal zwei Bilder vom vorher und von nachher.

Schwer zu raten was vorher und was hinterher war, gell? *lach* Ach ja, Caffee gab´s auch, worauf sich aber noch eine weitere Nebenstory ergibt.

Euch noch einen schönen Tag und bleibt bitte gut gesund!  😉

 

Titellos dem Wochenende entgegen I/ 56.686km/ 13.01.2023

Januar 14, 2023

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Sport & Alltag/ Bilder: der Rest der Woche stand an und beginnt, wie es so üblich ist, mit dem…

Mittwoch: jener startet mit dem üblichen Heißgetränk, aber damit fingen die Probleme auch schon an.

Die neulich erwähnte Sorte ist wohl in der Dosierung so empfindlich, daß es ein weiteres Mal sehr milde, zu mild, über den Gaumen lief. *rümpf die Nase*

Also ganz ehrlich, wenn man’s am Herzen hat, dann mag das ja nett sein. Ich brauche da aber leider ein wenig mehr Dröhnung.
Ich hatte dem Naturkind ja eine Chance gegeben, aber nach dem erneuten Latschenkiefer-Getränk hab ich ihn entsorgt.

Rausgeschmissen Geld, wenn man einen kräftigen, vollmundigen und aromatischen Espresso will, erwartet oder braucht.

Um so heiterer war die folgenden Radanfahrt. Der Wind hielt sich dieses mal ein wenig zurück, dafür gab es Regen durchgängig.

(Januar Album <klick>)

Unter anderem bin ich den Seitenweg gefahren wo es dann recht gut an der von mir so genannten Hundehalde Westenhellweg Rünthe vorbei geht. Interessant ist das Schild am Eingang. Ich bin mir ziemlich sicher, daß es (k)eine(n) kausalen Zusammenhang zwischen Hund besitzen und der Fähigkeit des Lesens bzw. der Verarbeitung zwischen dem Gelesen und dem Begreifen gibt.
Wie oft kommen mir die kleinen Lieben entgegen gelaufen (wo ich jetzt fast stehen bleiben muß)?

Die eine oder andere wenn auch kurze Schleife wurde gemacht, auch mal einen andere Perspektive zu einer fast täglich passieren Kreuzung genommen…

Punkte für den Winterpokal generieren, um dann aber doch gut an zu kommen. Frisch machen und umziehen, dann Schnittchen schmieren und ein Joghurt mit Diversitäten zu futtern.
Da am Job wieder nix für mich anfiel, wiederholte ich die Runde vom Vortag nochmals. Sicher ist sicher.

Ab dem späten Mittag zieht tatsächlich die Sonne ins Land und ein wenig wärmer wird es auch.

Kann man nix machen, schiiit Wedder. Die Regenbuxe verschwindet im Gepäck, die normale Radhose kommt zum Zuge.

Am Südufer entlang wird ab dem üblichen Ausstieg verlängert, um dann mit einem Schwenk quer rüber nach Süden in die Richtung der Halde Humbert zu rollen.
Da war ich ja schon lange nicht mehr oben, hatte zwar in den letzten Tagen öfters die Idee dazu, aber ebenso öfters wurd‘ s dann doch eine andere Strecke. Man(n) kann ja nicht alles haben.

Mit der deutlich fortschreitenden Dämmerung kurbelte ich Humbert hoch und brauchte oben schon eine gute Portion Licht, um alles in Augenschein zu nehmen.

Stand der Dinge ist, es ist alles immer noch so wie seit je her. Damit also keine Veränderung, der Frühling möge kommen. Noch ein wenig den Rundblick genossen, dann aber doch auf die finale Anfahrt zur Burg.

Donnerstag: was ein Ritt!

Das es draußen Dauerregen hatte war ja nicht nur angesagt, sondern auch deutlich zu hören. Mit der Regenhose an ging es raus zur Fitness-Garage um das CAADX zu beladen und dann vor die Burg zu schieben. Abfahrt.

Ich entschied mich für die Zufahrt zum Channel hoch über den Safeway. Halt so wenig wie möglich Kontakt zum motorisierten Verkehr.
Da muß man zwar nach kaum zwei Kilometern eine Brücke hoch, hat dann aber den Vorteil, daß man warm ist.

Die Schussfahrt runter von der Kanalbrücke gegen den Wind war ja noch nett, doch dann kam der Wind von vorne.
Aber die Strecke die ich im Kopf hatte, bot zumindest teilweise besseren Windschutz.

Lippeauen samt der kurzen Schleife bis kurz vor Werne wurden dann gewählt, was auch gut klappte.

Ab da wie schon am Vortag die Strecke an der Hundehalde Westenhellweg Rünthe vorbei, wo es dann aber doch einen kleinen Abstecher zum Lieblingsaussichtsturm gab.

Viel zu sehen gab es da zwar nicht, klar bei dem Regen und der Dunkelheit, aber ich konnte checken in wie weit dieser Turm Regenschutz bot.

Und da kann ich sagen, trotz des sehr starken, ach was sage ich, sturmartigen Windes im Untergeschoss war’s trocken und auch im Dachgeschoss kam Regen nur an der Wetterseite wenige Zentimeter rein. Gut zu wissen. *Augenzwinkern*

Ab da wurd‘ s dann aber doch noch hier und dort mühselig.

In den offenen Abschnitten der Rennbahn greift der Wind einem ganz gut ins Fahrgeschäft.
Der Blick auf den Tacho verrät, mit viel Mühe steht die Nadel auf etwas mehr als 16km/h.

Aber bald hat man es, Prinzip Hoffnung. Ich komme an und die üblichen Handgriffe werden abgehandelt. Zur ersten Stärkung gibt’s Haferflocken, Banane zerkleinert, eine Hand voll Nüssen, Cranberry und das alles mit Quark gemischt. Hält aber nicht lange vor, ich bekomme Hunger. Blöde Sache mit diesen angeblichen Sattmachern.

Der Arbeitstag rinnt dahin. Ein paar Dinge sind zu tun. Die Kette bekommt mal wieder eine Ölung und ein paar aller erste Handgriffe für die Freitagsrückfahrt werden schon im Kopf durchgegangen. Ziele braucht der Mann.

Zwei kleinere Wasserflaschen und ein wenig was zum futtern.

Freitagmorgen: ganz überraschend regnet es nicht und ich bilde mir auch ein, der Sturm von vorne hat sich gelegt. Trotzdem komme ich nicht deutlich schneller am Job an. Egal.

Bis zum Mittag kommt sogar mal wieder echtes Tageslicht in Form von Sonne auf den Plan. Zum Glück hält das nicht lange vor, denn gegen eins startet ein sehr feiner Nieselregen.

Crasy Fahrten: es ist halt wie es ist, der Glaube daran das mich Wetter von einer verlängerten Heimfahrt abhält schwindet schnell dahin.

Im Kopf geplant, wenn auch fester Bestandteil des Strecken-Porfolio. Und dort sollte es dann eben die Seseke Radroute – Unna alter Bahndamm – Illingen – Welver – Dinger – Vellinghausen sein. Sind ja nur grob 70km, die in irgendwas mit drei-vier Stunden runter gerissen sein sollten.

Also ma‘ wacker nach der Schicht los, der Wind aus der besseren Richtung sollte Entspannung genug bringen. Nur auf den letzten Kilometern am Channel, wird man ihn wieder zu schätzen wissen…

 

 

…den Rückenwind. Abfahrt.

 

 

 

Den Bericht dazu werd ich aber nachreichen. Ich kann aber schon sagen, es war bestens und wie man ja sieht, ich bin angekommen.

Damit erstmal einen schönen Tag und bleibt mir bitte gut gesund!  😉

 

Wieder tausend voll/ 56.047km/ 27.12.2022

Dezember 28, 2022

Bikealltag/ The Cure – Forest/ volle tausend Kilometer/ Biketouren/ Bike- & Biketouren Bilder: ich hatte es ja schon angedeutet, die Idee am ersten Arbeitstag bis ins nächste große Dorf vorzustoßen um dort bei Beckmann‘ s Brot sich seine Brotration einzuholen, wurde dann auch umgesetzt.

Praktisch dabei, das CAADX hat schon auf der Anfahrt die nächste Tausendermarke durchfahren und steht somit bei der satten 56.000 Kilometer!

Über die Zeit hinweg kommt halt auch eine gewisse Strecke zusammen. Jetzt rollt der Bock seit dem 17.11.2015 so vor sich hin, hat mir schon viele schöne Stunden bereitet, aber auch hier und dort ein paar Überraschungen, leider nicht ganz immer der schönen Art. Aber nun gut, Schwamm drüber.
Es rollt. Wenn das so weiter geht…

Und, wie war das jetzt?

Zunächst sei gesagt, recht erfrischend. Schon am späteren Nachmittag des Vortages kündigte sich eine feucht- frische Wetterfront an.

Ich kam dabei noch am Tag zuvor zu Fuß laufend zur letzten Weihnachtsfeierlichkeit gerade noch rechtzeitig vor dem Essen, aber auch vor den ersten Regentropfen an.
Am Abend dann hockend am Küchenstammplatz wurde auch gleich die warme Hausjacke über gestreift und zuvor die Radkleidung für den geringeren Temperaturzustand bereit gelegt.

Am Morgen dann mit dem ersten Schritt vor die Burgpforte bewahrheitete sich die Auswahl und man(n) kam wohl temperiert in Fahrt. Durchgängig 3c°.

Am Preußenhafen zu Lünen wurd‘ s dann langsam komisch und als ich press am Stall vorbei gerollt bin noch komischer. Da fährt man einfach weiter. *Kopfschüttel*
Ab einem gewissen Punkt X bin ich dann quer rüber zu einer großen Hauptachse, wohl wissend, daß mich dort bald innerstädtische Radwegbenutzungspflicht erwarten würde.

So richtig prikelnd muß das nie sein, aber es ging. Erstaunlich gut kam ich vom Fleck und erreicht mit weiteren etwas mehr als 30 Minuten tatsächlich das Ziel.

Kurz ein wenig Kleidung abgelegt, so mit Handschuhen lässt es sich einfach unvorteilhaft bezahlen und das Beweisbild gemacht.

Im Tempel des Bäckerkönig angekommen erkannte man mich umgehend und griff automatisiert zu meiner Stammauswahl. Zwei Extrabrötchen durften es aber dann doch noch sein.

Keine zehn Minuten später saß ich wieder auf dem Bock und rollte den gleichen Weg wieder stadtauswärts. Kleiner Wehmutstropfen, die andere Richtung bedeutet auch die anderen Seite und damit auch den eher kühlen Wind von hinten.

Überhaupt kann ich sagen, sehr wenig los auf den Straßen und so mußte ich nicht an jeder Kreuzung aufpassen wie Teufel. Man kennt die Strecke ja vom Job und weiß deshalb, da wird auch mal gerne bei dunkelgrün noch drüber gezogen und damit dann auch nach rechts raus.
Eher ungünstig wenn da ein Radweg verläuft.

Ich hatte also Glück in Allem und erreichte mühelos den Stall. Absteigen, erste Kleidung ablegen, Bild machen.

So sieht also ein Fahrrad aus, das 56.027km auf dem Buckel hat.

Nach dem Frischmachen und neu Ankleiden ging es dann auch gleich zu Tisch. Die zwei Brötchen wurden mit Hering in Rote Beete Soße belegt und die beiden Schnittchen für die Jobrunde geschmiert.

Was ein Genuss das frische Brot wohl riechend vor sich zu haben und dabei das Messer langsam durch den Brotlaib gleiten zu lassen.
Ist gar nicht so einfach ein so frisches Brot zu schneiden. Aber es schmeckte vorzüglich.

Ja und das war dann diese Radfahrgeschichte.

Euch noch einen schönen Tag und bleibt bitte gesund!  😉

Erschreckend… / 39.848km/ 25.12.2022

Dezember 27, 2022

Bikealltag/ Volotec/ Biketouren/ crash Fahrten/ Bike- & Biktouren Bilder: es ist schon erschreckend, daß ich nach einer kaum länger als vierundzwanzig Stunden Pause erneut auf dem Rad saß! Aber es half alles nix, der Tag war halt eher bewegungstechnisch mau.

Ein ganz wenig rumwuseln hier und dort, ansonsten hocken, futtern, quatschen, hocken, futtern, quatschen und hocken, futtern und quatschen.
Auch die Zufuhr bekannter Koffeingetränke half da nicht mehr viel, so eine gewisse Dosis Frischluft, am besten in Kombination mit Bewegung war fällig.

Damit ich mir nicht unnötig das noch relativ saubere CAADX einsauen würde, griff ich zum Volotec. Und dies auch, weil es für die im Kopf schwebende Waldrunde seinen Zweck noch gut erfüllen würde.
Hinterher könnte man grob mit dem Gartenschlauch drüber und gut wär. Auch wenn das Wetter einen mehr oder weniger auf Regen und warm machte, die Regenhose war ja präpariert und die neuen Winterschuhe standen ja bereit.

Soweit so gut, die Bude wieder leer, schnell in de Klamotten geschlüpft und das treue Fahrgerät aus der Stellwerke gezogen, Abfahrt.

Viel gibt’s da nicht zu berichten. Ich einfach in Richtung des nahen Waldes gefahren, wobei mir dabei schon der Gedanke kam, diese Ausfahrt mit einer Auffahrt auf Humbert zu kombinieren.
Das sollte sich als ein guter Einfall heraus kristallisieren, denn der urspüngliche Plan einfach eine Stunde lang stumpf Runden im Wald zu drehen schien zwar machbar, was ja auch nicht das erste Mal gewesen sein würde, aber so mit der Abwechslung…

Rein in den Wald, das Vorderlicht kam seiner Aufgabe nach, einen kleinen Harken um eine nette Anfahrt zu haben und dann stand ich schon am Haldensockel. Die Pumpe schaffte nach der Völlerei mit den Beinen noch den Anstieg, warm war es ja auch. Die Entlohnung für die kurze Plackerei…

…der übliche Ausblick. Meine Pflanzenwelt schien im Kegel der Stirnleuchte noch so wie gehabt. Nicht sonderlich in Blüte stehend, aber immerhin. Nach einer eher kurzen Inspektionsrunde zu Fuß schwang ich mein vom rumsitzen plattes Gesäß wieder auf den Sattel und machte mich runter auf in den Sundernwald.

Dort dann auf die Uhr geblickt, noch drei Runden gedreht und so die eine Stunde Fahrzeit ein wenig überschritten. Heimfahrt und gut war. Naja gut ist jetzt übertrieben. Aber sagen wir mal so, für einen kurzen Reiz des Körpers hat’s gereicht.

Ohnehin steht für den Folgentag (an dem jetzt in der Frühe um 06:45Uhr diese Zeilen entstehen) noch ein wenig was an. Es wird wohl raus gehen und dort was für den Rücken machen und eventuell laufe ich zum nächsten „Termin“ rüber. Das wäre so eine gute Stunde zu Fuß gepaart mit dem nötigen Sauerstoffausgleich. Wir werden sehen.

Euch noch einen schönen Tag und bleibt bitte gesund!  😉

 

Für einen Hand voll Euro/ 10.09.2022

September 13, 2022

Bikealltag/ The Cure – Forest/ do nature/ Mähmopped/ crazy Fahrten/ Bike- & Biketouren Bilder: die reiferen unter uns werden den Filmtitel – für eine Hand voll Dollar -noch gut kennen. Ich hingegen habe bei einer bekannten Quelle für eine Hand voll Euro, also original nur 5 Euro drei Säcke mit je 40l. Blumenerde erstanden.

Da ich am letzten Samstag eh noch was im Stall ab zu holen hatte und ich die drei Säcke dort gelagert hatte, wurden sie in den GOLF geladen.
(Natürlich nicht nur die drei Säcke, sondern auch andere Dinge die ich während dieser Fahrt hin oder her transportierte. Ich mache ja sehr ungerne einzelne Fahrten.)

Das CAADX hatte ich schon vorher eingeladen, weil es als Packesel dienen sollte. Ja mal wieder. Aber so einen oder auch drei Säcke auf andere Weise auf eine Halde zu schaffen könnte umspaßig sein.
Dabei ist nicht mal das Gewicht eines dieser Blumenerde Säcke das ausschlaggebende Hindernis, viel mehr die recht unpraktische Packform.

So richtig gut greifen und damit tragen kann man es nicht aber auch einen passenden Rucksack sucht man eher vergebens.

Der eigentliche Plan war, mit den beiden Fahrradpacktaschen die Erde nach oben zu schaffen. Da aber so ein Sack schon ein gutes Gewicht hat (was ich nicht mal genau kenne), hätte ich je einen Säcke aufschneiden müssen und dann zur Hälfte in einen ebenfalls schon mitgeführten Beutel packen müssen.

Kernidee

Da diese Handgriffe mir irgendwie zu umständlich und auch zeitraubend erschienen, ratterte mein Kopf.
An einem Punkt X machte s dann klick und ich hatte eine neue Idee. „Da der Gepäckträger für die Seitentaschenmontage ja noch montiert war, müßte man doch einfach so einen Sack Blumenerde drüber legen können. Da braucht man nur noch was, um den Sack in einer gewissen Weise zu sichern.“ So die Idee.

Ich dann also noch praktischer Weise an eine näheren Zufahrt gehalten, das CAADX ausgeladen und dann mal ganz locker flockig einen Sack Blumenerde genommen und den Sicherungsgurt für den sommerlichen Helmtransport um so einen Sack gelegt. Und sieh da, passte!

Der nächste Handgriff war dann nur noch Routine. Den Gurt durch den Gepäckträger gefädelt, den Sack drüber gelegt und dann mit dem Gurt gesichert.

(Bild rechts sieht man den roten Sicherungsgurt)

Und wie man sieht, daß klappte so wunderbar, daß das Erde hoch fahren eine reinste Freude war. Da verrutschet nix, alles lag sicher auf dem Gepäckträger und gut war.

Oben angekommen wurde in den letzten Zügen der Dämmerung der erste Sack entleert (Beet 2001/ 3. und Pflanzloch 2022), gleich wieder umgedreht und die anderen beiden Säcke geholt. Fernen haben noch das eine oder andere kleinere Beet ein wenig überschüssige Blumenerde bekommen.

Im Scheinwerferlicht wurde dann noch ein Foto vom letzten Pflanzloch 2022 geschossen, wo man besten im Dunklen sehen kann was Sache war.

Die ganze Aktion hat vom beladen, hoch fahren und entladen keine halbe Stunde in Anspruch genommen. Da es aber auch schon mal wieder locker-flockig auf 21:00Uhr zuging wurde die letzte Abfahrt schnell eingeläutet, unten das CAADX wieder in den Kofferraum gewuchtet und die restlichen Sachen hinterher.

Und damit war dann auch diese crasy Fahrt als reine praktische Nutzfahrt erledigt. Alles ein wenig hopla-hop, aber das machte nix. Die Zeit war da und vor allem die logistischen Möglichkeiten.

Kleine Randbemerkung

Leider mußte ich feststellen, das der Mann mit dem Mähmopped erneut seinen Runde gedreht hat.

Was er da jetzt geschnitten haben wollte, konnte sich mir nicht wirklich erschließen???

Denn bei der Hitze ist da oben so gut wie nix gewachsen, allen voran die schon einheimische Pflanzenwelt. Zum Glück wurden die von mir mit fetten Steinen eingerahmten Beete weitgehendstes verschont.

Denn noch das Beet 4. hatte er tatsächlich gestreift und dabei einen fetten Stein mitgezogen und auch das Beet 1. hatte was abbekommen. Zum Glück ist der Schaden aber sehr überschaubar und vor allemal den wohl eher zähen einheimischen Pflanzen auszumachen.
Da werd ich also nochmal ein fettere Steine um die Bereiche legen.

So, und das war dann der Blogbericht zu diese Geschehen. Euch noch einen netten Tag und bleibt bitte gesund!  😉

Wechseltemperaturen/ 52.902km/ 24.08.2022

August 25, 2022

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Hitzefahrten +20c°/ Sport/ Bike- & Biketouren Bilder: man könnte auch von einer unendlichen Gesichte sprechen. Ja klar, das Leben geht weiter, irgendwie.

Montag 11:33Uhr: erste Zeilen bei der ersten längeren Warteschleife auf der Jobrunde. Das irgendwie war in den frühen Morgenstunden extrem angenehm. Maximal standen 12c° auf dem Thermometer und entsprechend gut ging es am Südufer des Datteln-Hamm-Kanal entlang.

Ja es war sogar so, daß das zusätzliche Radtrikot mit den Armlingen in Kombination mit der Windweste zumindest zum warmfahren nicht die schlechteste Idee war. Nach und nach wurde aber abgelegt, man fühlt sich einfach nur wohl.

Die Jobrunde selbst hielt auch keine Überraschungen parat. Im tiefsten Sauerland, Sundern nennt sich der Ort, war es auch nur 14c° warm.
Überlegungen liefen eventuell zumindest im Sommer einen Umzug anzustreben? *lach*

Am aktuellen letzten Kundenstop in Iserlohn sind aber schon wieder 24c° angesagt.

Gut das ich die Radtaschen samt der beiden Camping Wasserkanister mit habe. Womit ich dann auch nicht mehr viel zum angestrebten Tagesziel sagen muß.

Feierabend: die Sonne schien zwar, aber so richtig knallheiß war es dann doch nicht. Das motiviert. Am Südufer daher fahrend sehe ich vor mir ein Fahrzeug des Ordnungsamtes, ich kann es einholen und man winkt mich sogar vorbei. Da der gute Mann aber sein Seitenfenster geöffnet hat, frag eich kurz nach, bis wohin sie kontrollieren oder deren Zuständigkeit fällt.

Für den müll-kritischen Bereich, der mir immer wider auffällt, sei leider die Stadt Bergkamen zuständig, erfahre ich. Ich bedanke mich und kann somit nur weiter fahren.

Bis zur Halde Humbert nutze ich das Südufer und schwenke dann durch den Lippepark in Richtung Süden. An der Wasserstelle werden die Wasserkanister aufgefüllt und es geht nach oben. Die Pflanzenwelt freut sich und da ich noch motiviert bin, rolle ich ein zweites Mal zur Wasserstelle und schaffe alles nach oben. Eigentlich zu viel, ein Großteil wird im Gestein versacken, aber wer weiß.

Das Wetter ist gut, man rollt zufrieden zur Burg.

Dienstag: in der Frühe versuche ich mich am Tagesstart. Die ersten paar Minuten bin ich ein wenig verpeilt, dann greift aber die Wirkung des Heißgetränk mit Koffein. Mit diesen weiteren Zeilen wird es Zeit los zu rollen.

Später: zunächst noch kühl-warm, aber angenehm. Windweste und Radtrikot einfach reichen und zumindest die Windweste verschwindet im letzten Drittel im Gepäck. Es hätte so schön sein können…

Den Tag über zieht das Wetter wieder deutlich an. Um 11:34Uhr stehen satte 26c° an.
Da wird die körperliche Gesunderhaltung heute wohl erneut im Burginneren statt finden. Ein wenig ätzend.

Schöne Einfachheit

Am Preußenhafen zu Lünen rolle ich mit gutem Tempo durch, doch das nette Schiff von gestern Nachmittag liegt immer noch an der Leine.

(Augustalbum <klick>)

Ich finde es so nett, weil es offensichtlich ein alter Stahlkahn ist den man fertig gemacht hat, von der Aufteilung her sollte das auch sehr gut brauchbar sein.
Auch das Freideck nach achtern raus ist recht groß, aber mit einer soliden Plane gut verschattet. Ja hat was.

Auf der Jobrunde schlage ich mich mal (wieder) auf einem bisher noch nicht gefahrenen Weg bis nach Sundern. Ab Neheim geht es zwar viel über 30zige Zonen, aber auch für‘ s Rad sehe ich brauchbares Niveau.
Zumal, es führt an einem Waldstück (welcher Wald das ist will noch erkundet werden) vorbei und in einer 180° Kurve entdecke ich in einer Senke eine vermeintlich gut brauchbare Schutzhütte.

Rückfahrt: was ein Kack-Mist!!! In der Spitze stehen sage und schreibe 33c° auf dem Thermometer. Dagegen war es gestern ja schon fast frostig.

Vor dem sportliche Teil des Tages ziehe ich mit dem langen Wasserschlauch um die Burg und alles wird gewässert. Der Burggarten bekommt natürlich auch seinen Teil ab. Training finde drinnen statt, der Ventilator läuft, so geht’s.

Der Abend klingt wie immer aus, ich komme gut in den Schlaf. Kein Wunder, der Wecker bimmelt, der etwas früheren Jobrunde geschuldet, ein wenig nach vorne zeitversetzt.

Mittwoch: ganz pünktlich vor dem Wecker verlangt der interne Wasserhaushalt einen kleinen Gang.
Ich bleibe gleich wach und genieße die Zeit in der es draußen frisch ist. Durch das gekippte Küchenfenster strömt die gute Luft rein, kann es nicht immer so sein?

Der Antritt verläuft mit dem wachmachenden Getränk entsprechend gut. Auch wie schon in den Vortagen lege ich nach ein paar Kilometern Kleidung ab. Bewegung wärmt und solange man fährt ist die Welt in Ordnung.

11:34Uhr: auch wenn es heute am Job einen regulären Feierabend gibt, der Gedanke ist präsent doch eine kleinere Portion Wasser auf meiner Halde zu verteilen. Wir werden sehen.

*Augenzwinkern*

Do nature/ crasy Fahrten: ja und weil es wohl so scheint als das es in den nächsten Tagen weiterhin furztrocken dafür aber brütend heiß sein wird, ja ich geb es zu, ich würde lieber was anderes schreiben, wurden vor der Abfahrt am Stall das übliche Sortiment an Wasserflaschen in diverse Taschen verstaut und ab ging die Post.

Wobei man jetzt nicht wirklich von – ab ging die Post – sprechen kann. Ich habe stets die Kurbel nur so kreisen lassen, wie es mir sinnvoll erschien und diese ohne entsprechenden Schweißausbrüche möglich war.

Dieser Moment…

…wenn dir der Wind seicht & kühlend ins Gesicht bläst und dir sagt, du hast alles richtig gemacht. Der Blick nach unten genügt…

…und du weißt was du geschafft hast. In zwei Auffahrten hab ich fast gute 9l. nach oben gebracht und auf die Grünstellen verteilt.
Mir selbst habe ich am Ende dieser Rückfahrt gute eineinhalb Liter Trinkwasser einführt. Mit der Zeit wird das recht mühselig und von schmecken erst mal nicht zu reden.

Noch einen kleinen Trick hatte ich ausprobiert. Beim Wasser nachfassen an der Wasserstelle hab ich mal nicht die Radhandschuhe ausgezogen, als ich die Wasserflaschen unter getaucht hatte. So wurden sie schön nass, aber vor allem kühlte das. Der Hammer war dann, als ich meine Rad-Sonnen-Mütze unter das fließende Wasser gehalten habe und dann aufgesetzt hatte.
Was war das schön kühl! Und so fiel mir die letzte Auffahrt nur noch halb so schwer.

Das mit dem Geschmack beim Trinken hab ich dann auf der Burg wieder hergerichtet. Es gab ein großes Glas Wasser mit einem Schuss Schweppes Indian Tonic drin. Passt. Dann noch entladen, die Wäsche anschmeißen, duschen und den Bauch vollschlagen.

Übrigens, ich hatte mir heute noch bei Magic Mount einen roten Gurt besorgt um meinen Helm bei Hitzefahrten besser am Lenker (oder sonstwo) am Rad festmachen zu können.

Das klappt auch gut. Den schwarzen Gurt hatte ich ständig in einer Tasche gesucht. Klar, schwarzer Gurt in einer von innen schwarzer Tasche findet sich besonders gut. *rümpf die Nase*

Kleine Randbemerkung

Mit dem aktuellen Kilometerstand wird klar, es braucht nicht mal mehr 100km bis die nächste Tausendergrenze für das CAADX fällt. Alder, dann hat der Bock 53.000km gelaufen.

Und so schließe ich dieses Geschreibsel mal ab und wünsche Euch einen möglichst erholsame Zeit, nötige Kühlung und die Gesundheit möge Euch auch zugute kommen!  😉

39.555km/ 14.01.2022/ Teil II

Januar 16, 2022

Bikealltag/ Bikealltag Volotec/ crazy Fahrten/ Winterfahrten/ Biketouren/ Bike- & Biketouren Bilder: nach dem Teil I der ja auch schon nicht ganz so kurz war, nun die weiteren Zeilen zu der Freitagsrückfahrt.

Also, jetzt ein paar Bilder samt Textzeilen beim frühen Caffee…

…von der gestrigen Rückrunde ab Job. Ich sag mal so, „die Rechnung hatte ich noch offen“ auch wenn mir wie in all den Jahren, man ist ja Wiederholungstäter, klar war, das kann ungemütlich werden.

Letztendlich standen gute 75km Strecke im Januar vor der Brust und ab einem gewissen Punkt X würde auch ein Abbiegen und in die heimische Burg rollen, nicht mehr wirklich viel Sinn machen.
Zum Glück hatte ich ja die Tage im Spind diverse Vorräte gefunden und auch was zum trinken war greifbar. Also mal alles am Volotec verstaut und heiter los.

Da ich noch eine Geburtstagskarte in die gebe Box stecken wollte, ging es zunächst ins Dorf des Schaffens.

Ab dort dann quer rüber auf die Route von Mittwochmorgen. Kann man ja noch mal machen. Da ich es dort aber nicht ganz lassen konnte mit der Strecke zu spielen, und auch der Windschutz eine gewisse Rolle spielte, wurde es arg warm.
In Folge dessen mußte Kleidung ab. Ich suchte mir also eine Sitzgelegenheit und freute mich dann wie Bolle.

(<klick> zum Januaralbum)

Die klein geschnippselte Strandkorbhülle diente mir als Sitzgelegenheit und bot mir so einen trockenen Bobbes und vor allem trockene Füße. Dann ging es weiter…

…das Lanstroper Ei wurde passiert und anschließend noch ein wenig Waldboden aufgesammelt. Nach den Waldstrecken ging es dann aber relativ regulär weiter. Also was man so regulär nennt.
Hinter Kamen hatte ich aber die ausgezogenen Sachen unter einer Brücke wieder angezogen. So beim Strecke machen wurd‘ s doch wieder frischer.

Kurz vor Bönen fiel mir eine noch bessere Querung ein, wie man die Radtrasse nach Welver erreichen könnte. Die wurde dann auch genommen.

Nach den ersten gut runter gespulten Metern eine Kurzpause um den restlichen Saft aus zu trinken und sich auch mal einen Riegel in die Backen zu schieben.

Eine weitere kurze Pause folgte kurz danach, also kurz bei ca. 1h Fahrzeit, aber fast nur weil mir das Bushäuschen so gut gefiel. Nach diesem zweiten Trinkstop hatte ich dann zumindest gefühlt schnell den Ortseingang von Welver erreicht. Noch ein Rückblick.

Ab da, ja das kann ich so sagen, wurd‘ s gaaaanz langsam irgendwie zäh. Geholfen haben dann ein paar wunderbare Eindrücke.

Licht war zu dem Zeitpunkt auch schon am bimmeln, es ging in gewohnter Weise über eine eher karge und winterliche Feldlandschaft.
Zum Glück mit der seichten Brise von schräg hinten und so erreichte ich den, im wörtlichen Sinne Dunstkreis des…

…des Kraftwerk am Ende des Datteln-Hamm-Kanal. Die eine oder andere kurze Verschnaufpause wurde aber noch am Channel eingelegt. Trinken aber auch das Sitzfleisch etwas entspannen war angesagt. Die gemachten Bilder konnte ich für mein Gewissen gut vorschieben. *lach*

Ja und das war‘ s dann. It‘ s done!

Natürlich wurde nach dieser vorläufig wohl erst mal letzten Fahrt für das Volotec dem Bike eine zumindest angemessene Pflegeeinheit gegönnt.

Macht Euch einen netten Sonntag und bleibt bitte gesund!  😉

2022/ -21 Channel Challenge/ 48.517km / 04.01.2022

Januar 6, 2022

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Tour 100+/ crazy Fahrten/ Channel Challenge/ Bike- & Biktouren Bilder: dabei fing es so harmlos an.

Da alle digitalen Wetterfrösche irgendwie was geraucht hatten und ständig von Regen in mehr als ausreichender Menge faselten, kam ich nicht so wirklich in die Puschen. Doch irgendwann reichte es mir. Da hockt man am Küchenstammplatz, sieht aus dem Fenster und nichts außer ein paar müden Wolken.

Den Urlaubstag sinnbefreit vor sich hingleiten zu lassen war ja nicht so mein Ding. Und so hab ich mal in die Regenbuxe geschwungen wie auch das bessere Schuhwerk, ein paar Dinge ans Rad geheftet, unter anderem das Coffee set-up to-go, wärmende Pausenjacke und erstmal in Richtung Osten los.

Im Kopf schwebte mir das Ziel Ahlen und ab dort könnte man sich ja über gut bekannte Haus-Strecken was zaubern. Auf dem Weg nach Ahlen wurde ein kleiner Abstecher zum Outdoor Shop des Vertrauens Unterwegs Hamm gemacht. Dort war man am Vortag und hatte sich noch zwei Kleinigkeiten gegönnt.
Unter anderem einen kleinen wasserdichten Exped Packsack in S/ 5l für die Ofen-Topf-Bialetti-Kombi. Zwecks dazu hatte ich einen Musterpacksack mitgeführt, der aber eben nur Muster war, weil zu klein. Beim hantieren und Ausprobieren hatte ich den dann aber oben auf dem Regal liegen gelassen, bin also ohne ihn nach Hause.

Das Fehlen hatte ich zwar auf der Rückfahrt bemerkt, bin auch wieder zurück, doch der Feierabend hatte für eine gewisse Verschlossenheit der Örtlichkeit gesorgt. Und so konnte ich jenes Stück erst am Folgetag, also den Tag jener netten Ausfahrt einsammeln und weiter in den Tag hinein rollen.
Bis hierhin ist diese Geschichte ja noch harmlos. Doch dann kam der Punkt X.

Entscheidungsfindung

Eigentlich gibt es nicht viel zu erzählen. Aber wie das eben so ist, man kennt mich ja. Gleich noch vorab, nettes Bildmaterial habe ich nicht zur Hand, was auch verswunderlich wäre. Der Channel gibt da nicht immer viel her.

Also, da war der Punkt der Entscheidungsfindung, aber noch mit einer Jokerkarte in der Hinterhand.

Und dies fand bei beziehungsweise unter einer Brücke statt. Bis hierhin lief es gut, auch was eine Regenneigung anging. Ich hielt an und schaute zurück.

Denn mit dem Wind im Rücken würde das Wetter von hinten kommen. Ja sah irgendwie dunkel aus, könnten auch Regenwolken sein, aber wie man das so kennt, oft regnet es sich wo tief im Westen des Ruhpotts ab und hier kommt nix an. Und genau so sah das aus.

Man könnte ja einen Ansatz machen und dann schauen, wie das im speziellen mit dem Wind so ist? Plan B wäre dann doch rechts raus nach Ahlen zu fahren und dann so was an Strecke zusammen basteln.

Also mal los. Und wie ich so vor mich dahin rolle, kommen ein paar Punkte hoch. Wie viel hat man zu trinken und zu futtern mit?
Rein theoretisch könnte man am Kiosk am Preußenhafen alles aufstocken. Und überhaupt, die Currywurst-Pommes-Mayo!

Jetzt war der Punkt in Sachen Eigenmotivation gefallen. Vor und mit dem Hintergrund der Currywurst-Pommes-Mayo wäre alles ein Kinderspiel. Theoretisch.

Der andere Plan, in Höhe der Burg kurz links raus zu fahren und dann auf der Burg alles aufzustocken, kam mir auch noch. Alternativen sind immer gut.

Etappe 1.

Jedenfalls hatte ich das Kanalende kurz vor dem Kraftwerk erreicht. Anhalten und gut was trinken, einen Riegel präventiv futtern und heiter weiter.

Ab jetzt sollte sich zeigen ob ein Plan zur Umsetzung machbar wäre?

Ja der Wind kam nicht schlecht von vorne, aber noch ging es. Logisch man war ja noch frisch. Und die windoffenen Abschnitte würden kommen. Mit absoluter Sicherheit. *grübel*

Ich kam also vorwärts, nicht sonderlich fix, aber es ging. Und was eine Fahrzeit anging war mir das schon fast egal. Denn zum einen hatte ich Zeit genug und jede Minute die ich länger im Sattel verbringen würde, kämen der Winterpokal Wertungen zu gute.

Und selbst wenn es ganz mies laufen würde, am Folgetag könnte ich mich genug ausruhen. Auch so ein Faktor der mir schon bei den ersten Überlegungen eingefallen ist.

Auch nicht zu verachten, das Wetter. Mit der anliegenden Temperatur kommt man gut zurecht. Aber in den nächsten Tagen, so man den Wetterdiensten trauen könnte, würde erneut ein wenig mehr Winter einziehen.
Also geht man die Sache mal in entspannter an.

Etappe 2. erste Pause

Im Normalfall findet die ja irgendwie bei den beiden weißen neuen Brücken statt, da ich ja aber auffüllen wollte, wurde das traute Heim angesteuert.

Die große Trinkflasche wurde aufgefüllt, eine weiter in die Hecktasche gesteckt. Das Kaffee-Set entnommen und statt dessen noch ein Wechselshirt und Futterware aufgenommen. Und wieder ab hoch zum Channel.

Ein nettes Waldstück wurde durchfahren, zwangsweise weil man ja dort nicht direkt am Kanal entlang kann.

7 schöner windstiller wald_ergebnis

Wie schön windstill es doch war. Da fragt an sich dann doch, was treibt man da? Man könnte doch einfach wo im Wald abhängen.

Gut, half aber alles nix, noch lief es gut. Und dann war da ja die Currywurst-Pommes-Mayo…

Aus dem Waldstück raus befand ich mich immer noch am besseren Südufer. Erfahrungsgemäß hat das durch das südlich liegende Grünzeug mehr Windschutz. Nun näherte man sich einem strategischen Scheitelpunkt.

Kurze Brücken-Riegel-Pause

An jener Treppenbrücke wurde abermals angehalten um Trinkwasser und einen weiteren Riegel verschwinden zu lassen.

Ab hier war das Südufer nicht mehr zu befahren, ich betrieb ein wenig Windpoker. Mein Blick schweifte zum Schornstein. In welchem Winkel zog der Qualm genau ab?

Würde sich ein nur mäßiger Angriffswinkel bieten, oder sollte man doch eventuell kneifen und auf die Rennbahn-Nebenwindschutzstrecke ausweichen?

Ich schob das Fahrgerät die Treppe hoch, hatte dann recht schnell den Seitenwind und als ich dann unten am Nordkanalufer ankam…

…maximal nur 16km/h! „Alder Falder, was machst du da“, so der Gedankenzug. Da muß man echt was an der Waffel haben, um das als Ziel zu sehen. Zumal man nicht mal die Hälfte der vollen Distanz von 100km+ hinter sich gebracht hatte.
Gut, bis zum Kanalende könnte es jetzt hässlich werden, aber danach…

Rückenwind, so jedenfalls mein Plan. Also durchhalten war angesagt.

Apropos hässlich und so. Die Frage des Regens wurde in der Form geklärt, daß es nun anfing gediegen zu nieseln. Zunächst.

Kurz vor dem weiteren Uferwechsel nahm das nochmals zu, aber der Kanal macht auch eine kleine Biegung.
Gut die macht er ja schon immer, aber was dann den Einfallswinkel des Windes anging, wie viel das ausmachen kann. Auch wenn ich entspannt unterwegs sein wollte, Faktoren die dies begünstigen war man nicht abgeneigt. Currywurst-Pommes-Mayo hin oder her.

Etappe 3. Preußenhafen

Gut, man erreichte den Ort der drei Köstlichkeiten, aber noch war man relativ frisch. Auch wenn mir das ein wenig verwunderlich vorkam, konnte es aber auch ein gutes Zeichen gewesen sein.

Also fand hier nur eine weitere kurze Riegel- & Trinkpause statt, stehend unter einer Regenschutz bietenden sehr breiten Brücke.

Auch wenn das jetzt nicht die Aussicht war die man so brauchte, wenn man bis hierhin in dann eigentlich auch noch recht gut gekommen war…

Zähne zusammen beißen und heiter weiter.

Da auch dort eine geringfügige Kanalunfahrung wegen Brückenbauarbeiten fällig war, gab‘ s mal etwas Asphalt. Weg vom inzwischen aufgeweichten Kanalboden konnte man mal wieder etwas Strecke machen.

Und siehe da, der Regen ließ nach und mit dem Erreicheneichen des nächsten Etappenziels…

Etappe 4. Waltrop Hafen

Was hatte das CAADX bis hierhin gelitten? Eine Reinigungseinheit war ab dem Punkt schon ma‘ sicher.

Ich hingegen pflegte mich auf die übliche Art, Trinkwasser und ein Riegel, sowie etwas die Beine vertreten.

Ab Waltrop war mal wieder Uferwechsel angesagt. Wobei…

…ja man könnte auch das Südufer nutzen, müßte dann aber an einem kleinen Hafen eine recht schmal und zudem steile Treppenbrücke nutzen. Ja gut, man hat mir gesteckt, daß es auch da noch eine Umfahrungsmöglichkeit gibt, aber…

…dann kommt man, auf der falschen Uferseite stehend, nicht zu der finalenden Fotostop Location. Und jene ist quasi die Beglaubigung, daß man es geschafft hat, der heilige Grahl der Kanalritter.

Etappe 5. Kanalmündung

Endlich das andere Ende des Datteln-Hamm-Kanal erreicht und damit nicht nur die meisten Kilometer in den Beinen verarbeitet, sondern an diesem Tag ab hier den Wind im Rücken.Erleichterung tritt ein.

Also schnell zwei Beweisbilder machen und umdrehen. Ein kurzer Blick rechts über das Kanalufer hinweg, das nahe Kraftwert signalisiert eindeutig – Rückenwind!

Und ab da lief es natürlich besser. Irgendwie drehte die Kurbel fixer und das ich nicht über die 20km/h Marke geglitten bin, war nur der einziehenden Dunkelheit in Kombination mit dem in diesem Abschnitt extrem groben Untergrund geschuldet.
„Jetzt bloß nicht auf einen aufgekanteten Stein knallen und sich noch einen kapitalen Plattfuß gönnen“, so mein Gedanke.

In diesem Abschnitt wurde vom Hörensagen her schon so mancher Schlauch, aber wohl auch Reifen geschreddert.

Zwischenstand

In Waltrop an der Brücke wo es wieder auf das Südufer geht, das Nordufer kann man ja in Abschnitten mit Fahrtrichtung Ost nicht durchgängig befahren, wurde ein kurzer Stop gemacht um die Fahrzeit fest zu halten.

Grob 15 Minuten für den letzten Abschnitt hin und zurück. Fakt, das mit dem Rückenwind passte bis hierhin schon gut, die Rückfahrt würde also eher gemächlicher sein.

Etappe 6.

Jetzt war der Preußenhafen zu Lünen erreicht, aber leider hatte der Kiosk bereits geschlossen. Ja klar, wenn man erst kurz vor´m Mittag loseiert. Also wurde das Ausweichziel angesteuert die neue Lokalität das Café Seepark.

Mehr oder weniger wohlüberlegt wurde das aber auch inzwischen geschundene Fahrgerät vor einer großen Fensterfläche geparkt. So könnte man aus dem Innenbereich immer ein Auge drauf haben und müßte nicht das ganz fette Schloss zuketten.
Apropos geschunden, auch mein Kleidung, im speziellen das Beinkleid sah alles andere als gepflegt aus. Der Versuch mit ein wenig Trinkwasser als Rest aus einer Pulle was ab zu spülen versickerten leider im Nichts. Also klopfte ich nur ab so gut es ging und betrat das Lokal.

Innerlich hatte ich es für durchaus für möglich gehalten, daß man mich bitten würde das Lokal nicht zu betreten.

Doch es war ganz anders. Eine sehr freundliche junge Frau begrüßte mich und versprach gleich zu mir zu kommen.
Ich legte ein wenig Kleidung ab und nahm Platz. Leider konnte ich keinerlei Heizkörper zum trocknen ausmachen. Dumm gelaufen halt.

Drinnen fand ich es von den Räumlichkeiten her angenehm. Was ich aber umgehend bemerkte, ganz so schnuckelig warm war es nicht.

Da kam sie also die holde Fe der Bedienung. Leider war die Küche nur schmal aufgestellt. Ja klar, man hatte einen Versuch gemacht früher als geplant zu eröffnen. Und so gab es keine Currywurst-Pommes-Mayo.

Einem zunächst langem Gesicht folgte eine kurze Rücksprache mit dem Metre de la Cousine, wohl auch der Chef des Hauses so ich das verstanden habe. Es wurde eine Portion Spätzle mit Gemüse zubereitet.
Mir auch egal, hauptsache was mit Kalorien. Denn so inzwischen…

Aufessen, das frische Shirt angezogen, natürlich in den Sanitärräumlichkeiten und Abfahrt.

Natürlich waren da noch ein paar Streckenabschnitte die nicht mehr ganz so, nun ich sage mal konzentriert liefen. Aber was will man sagen? Mit inzwischen gut über 80 Kilometer in den Beinen, und die eigentlich ohne große Vorbereitungen, also ein paar mehr längere Fahrten vor dieser Nummer.
Da darf das zum Ende hin schon mal was nachlassen. Außerdem hatte ich es ja auch nicht eilig. Ganz im Gegenteil.

Mit der Ankunft wurde natürlich auch wieder einen grobe Radpflege fällig, da war dann doch etwas mehr Erdreich am CAADX.

Ja und jetzt so mit diesen letzten Zeilen, liegend in der Hängematte…

…der leckere Caffee schon lange getrunken. War doch gut und ist auch gut gelaufen. Ja, so war das dann. Macht Euch einen netten Tag und bleibt bitte gesund!  😉

Sinnlos?/ 39.393km/ 12.12.2021

Dezember 14, 2021

Bikealltag/ Volotec/ crasy Fahrten/ Biketouren/ Bike- & Biketouren Bilder: es war mal wieder Sonntag und so nix groß geplant, also mal wider den besten Plan aufrufen, den man so haben kann.
Letztens hatte sich die Ausfahrt in die Kaffeerösterei Pohl´s Mühle schon als gut herausgestellt, warum sollte es also diesmal nicht so sein?

Die klare Antwort darauf ist kurz und ebenso aussagekräftig: das Wetter! Denn dieses Mal war von trocken her eher nicht die Rede, ganz im Gegenteil, auch wenn ich zu Anfang noch die Hoffnung schöpfte und damit auch die Regenbuxe außen vor lies, ein Nieselregen der feinen Art legte sich über´s Land. Kontinuierlich.

Bin dann aber trotzdem so los und nicht wieder umgedreht, das Wetter könnte ja besser werden und zur Not fährt man einfach wieder nur straight Heim und steigt unter die heiße Dusche. So der Plan.

Das erste Ziel war klar, eine weitere Gusto Caffee verköstigen, diesmal aber nicht vergessen, daß Stückchen Kuchen dazu. Die weitere Maßgabe zu dem Ziel, sich im Caffee mal umschauen, wo da sowas wie eine Heizung wäre.

Ich kam mit dem Volotec wieder ganz manierlich vorran und bedauerte abermals, daß es mit dem gefedertem Hinterbau nicht mehr soweit her ist.

Der Regen schaffte sich seinen Raum und das frisch erstanden Paar FORCLAZ Überzieh-Fäustlinghandschuhe in wasserdicht machten einen guten Dienst. Kann man gut auf dem Bild sehen, das Wasser perlt astrein ab. Was sich auch bis zum Ende des Tages nicht änderte.

(<klick> zum Tagesalbum)

Die knapp 15 Euro waren also bestens investiert und ein weiteres Paar ist beschlossene Sache.

Das auf dem Bild der Regen noch an der Jacke aperlt täuscht zwar nicht, hatte sich aber mit dem Erreichen des Tagesziel erledigt.

Und so kam ich also an der Kaffeemanufaktur Pohl’s Mühle an. Dieses Mal konnte ich ein gescheites Bild der Örtlichkeit schießen (auch wenn ich mutmaßlich schon ein paar hier wo liegen habe *lach*).

 

Meinem Wunsch nach einer gepflegten Tasse Caffee samt Stückchen Kuchen konnte nichts entgegen gesetzt werden. Auch eine Heizkörper hatte ich in der hinteren rechten Ecke gefunden.
Die mitgebrachte Daunenjacke samt einer dünnen Merinomütze brachte zusätzliche Wohlfühlwärme. Die nassen bzw. feuchten Sachen wurden auf bzw. an der Heizung drapiert, die Bestellung rollte an.

Der Pflaumenkuchen war sogar noch warm. Was ein Genuss! Die Zeit verstrich und irgendwann war dann Abfahrt angesagt. Also Kasse machen und sich draußen wieder in den Dress schmeißen.

Kurzzeitig paussierte der Regen, ich wurde schnell warm. Überhaupt warm, ich empfand den ganzen Tag eine merkwürdige Wärme. Auch der Bryton Tacho zeigte deutliche Plusgrade von über fünf an.

Hatte ich mich noch das letzte Mal gefragt was es mit der Baustelle auf sich hat, so habe ich heute genauer geschaut.

Man erneut wohl die alten Schleusen und schafft noch einen Spielplatz dahin.

Für die Rückfahrt wählte ich den Mitteldamm und auch da kam ich, den Umständen entsprechend, gut vom Fleck.
Tja und auf der Heimfahrt kam es wie es kommen mußte. Dem sinnlosen Dasein sinnvoll mit was völlig Sinnlosen einen Sinn geben.

Da ich drauf war, daß Wetter mir nicht zu arg zusetzte bog ich doch am Lippe-Park ein um dort eine Stunde lang im Kreis zu fahren.

So ging die Zeit relativ gut rum und es häufte sich auch für den Winterpokal zu einem nicht ganz uninteressanten Zeitguthaben auf.

Nach etwas mehr als einer Stunde war der Drops und damit auch die crasy Fahrt gelutscht, finale Heimfahrt war angesagt. Dabei ging es noch auf ein paar nette Meter durch den nahen Heimatwald.

Dort war dann eine Absperrung und man fragt sich dann ja, was steckt dahinter? Es war eine Baustelle.

Was da allerdings hin kommt, konnte ich so nicht ausmachen. Vielleicht ein anderes Mal.

Zu Hause angekommen wurden die feucht-nassen Brockens ausgezogen und direkt in die Waschmaschine gesteckt.

Outdoor: mit etwas trockener Kleidung, der Hängematte, dem Schlafsack und dem Poncholiner hab ich mich auf eine Weile in die Fitness-Garage gehängt.

Was mich interessierte war, wie der Poncholiner als wärmende Schicht unter der Hängematte wirkt?

Jetzt muß man ja sagen, bei den gefühlten 5c° gemessene 7c° in der Fitness-Garage, war das jetzt kein Extremtest.
Funktioniert aber auf jeden Fall und ist damit nicht die schlechteste Kombination.

Ja und damit war der Sonntag auch formal rum. Der nächste Tag konnte kommen.

Macht Euch einen netten Tag und bleibt bitte gesund!  😉

 

41.455km/ 19.12.2020/ Channel sun-up Challenge…

Dezember 19, 2020

Bikealltag/ The Cure – Forest/ crazy Fahrten/ Biketouren/ Channel Night Challenge/ Nacht-Touren/ Bike- & Biketouren Bilder: und jetzt hier die ganze Geschichte, in gewohnter Form also in epischer Länge.

Die Story hinter der Story

Nachdem die regulär Channel Challenge aufgrund der wohl bekannten Umstände nicht so stattfinden konnte, tat sich mal wider der Gedanke auf, daraus doch eine Nachtfahrt zu machen. Ein wenig inspiriert hatte mich auch die NightOfThe100Miles, diverse Fahrten morgens in der Dunkelheit oder auch in die Dunkelheit hinein. Eine Chil-Out-Nightride hatte ich ja schon im Frühjahr und jetzt erst vor kurzem gemacht und kann dabei nicht verschweigen, daß ich dazu noch eine nette Idee habe.

Jetzt tat sich im bekannten Umfeld der Radkollegen schon irgendwann mal jemand hervor, der schon von seiner Person her gut für eine Überraschung gut sein kann. Bisher konnte ich mich für ein stumpfes abradlen des Datteln-Hamm-Kanal in der Dunkelheit nie so recht begeistern.

Aber mit dem zweiten Durchlauf der gesellschaftliche Entschleunigung fiel auch dieser Gedanke irgendwie…
…in das Wasser des Datteln-Hamm-Kanal. Aber wie sagt man, tot geglaubt leben am längsten.

In den letzten paar Wochen mit den Anfahrten zum Job juckte es immer wieder. Auf der letzten Heimfahrten kam der finale Gedanke auf.

„Mach doch einfach eine Channel sun-up Challenge“, so früh wie möglich losfahren, dabei ganz viel Sternenhimmel bei klarer Nacht genießen und dann in den Sonnenaufgang rein fahren. Mit diesen Gedanken legte sich dann auch die Fahrtrichtung fest.
Nicht wie sonst üblich erst in Richtung Osten, sondern nach Westen zur Kanalmündung. So hätte ich auch das vom Untergrund hässlichste Stück dann hinter mir und könnte mich dann auf en Rest freuen.

Und so kam ich nicht drumherum. Es war einfach ein Ding zwischen mir und dem Channel. Es könnte nicht sein, daß ich das in diesem Jahr nicht fahren würde. Die Vorfreude und vor allem die innere Einstellung stellte sich dann auf der gestrigen Heimfahrt ein. Da ich eh gut müde war, fiel es mir auch nicht schwer früh zu Bett zu gehen. Die erste Beste Voraussetzung.

Die Channel sun-up Challenge als Tour

Ja ich geb es zu, man schon gut einen an der Murmel haben sich für ein derartiges Vorhaben den Wecker auf 03:03 Uhr zu stellen. Nicht das die Tatsache reichen würde am Tag gut 100 Kilometer mit dem Rad abzureißen, nein es war ja auch noch Dezember. Und jener Monat ist eben nicht für milde Temperaturen und schön Wetter bekannt.
Aber ich war das gewohnt und auch entsprechend vorbereitet. Ohne Vorbereitung geht da nix, in so fern…

Lustiger Weise war dann auch der Start um 04:14 Uhr. Etwas später als gedacht, aber ich mußte noch die Lenkertasche montieren und alle Sachen verstauen. Das Startbild.

(das komplette Bild -u. Filmmaterial findet Ihr im Album)

Und ab ging die Reise. Ich rollte zum Kanal, alias Channel hoch und kam recht gut in Schwung. Nicht zu schnell aber auch nicht zu langsam und vor allem in eine Art Entspannungsmodus, der wohl aus der Freude kam.

Weite Teile der Strecke konnte ich im schwachen 15LUX-Modus mit meiner Lampe fahren. Die eigentlich zu hohe Einstellung hatte ich ja noch nicht korrigiert (wann auch?) und so gab es einen gute Lichtteppich, der aber auch nicht zu hell war. Irgendwie gefiel mir das. Jedenfalls kam ich zeitlich gut aufgestellt am Preußenhafen an.

Eine erste schnelle Riegel- & Trinkpause wurde eingelegt. Dann ging es weiter, leider ab hier etwas auf Umwegen. Dadurch das ja eine neue Brücke „geschlagen“ wird, kommt man eh nicht direkt am Kanal entlang. Die Umleitung wird aber auf jene Radtrasse geführt, die ich eh täglich zum Job kurve. Da bin ich dann also direkt drauf, so hab ich mir etwas Holperstrecke gespart.
In Höhe des Lünener Hafen ging dann das erste Holperstück los. Mit vollem Licht kam ich da aber gut durch. Kurz vor dem Hafenbecken in Waltrop war dann der zweite Stop. Die Akkus am Licht mußte getauscht werden. Ich nutze diesen Zwangsstop um auch wider gut zu trinken.

In Waltrop mußte ich dann auch die Kanalseite wechseln. ich mag ja diese Brückenüberfahrt so gar nicht, da Autoverkehr droht. Doch heute…
…Mucksmäuschenstille. Überhaupt war die Szenerie bis in den Anbeginn des Sonnenaufgang von bester Qualität. Es war eine sternenklare Restnacht, alles still und leer, viele Eindrücke gab es. Jedenfalls kam ich gut über die Brücke und ebenso gut bis zur Kanalmündung.

Die Pflicht rief, Bild machen, Riegel futtern und gut was trinken. Dabei lief ich im Kreis oder in einer Acht, damit die Füße und Beine in Bewegung bleiben und ich nicht unnötig kalt. Denn bis hierhin hatte es gute 0 bis max. 1c° aber in angenehmer Qualität. Nach dem opulenten Mahl ging es auch gleich auf die Rückfahrt. Kurz vor dem Lünener Hafen startete der Sonnenaufgang. Er tauchte den Horizont in ein ganz zartes Orange. Was für ein feiner Anblick. Den Preußenhafen hatte ich diesmal hinter mich gelassen und statt dessen meine nächste Pause auf einer Anhöhe am Seepark Lünen gemacht.

Mal zwei Bilder, ein kurz nach der Abfahrt geschossen. Und auch da wider wunderbare Szene. Der Morgentau oder auch an vielen Stellen der Frühnebel gaben sich ein Stelldichein mit der aufsteigenden Sonne. Ab hier wurd´s dann irgendwie…
…zääähhhhh. Irgendwie war der Wurm bei mir drin, die Kurbel kreiste immer langsamer, auch kleinere Gänge halfen da nicht so wirklich. Nach 2:40h war dann eine nächste Pause fällig, ma(n)n mußte sich auch mal „die Füße vertreten“. Außerdem wurd´s irgendwie immer kälter. Ich fuhr weiter und konnte es kaum fassen. Auch wenn die Sonne inzwischen gut über den Horizont lugte, ich kam kaum vom Fleck, es wurde stellenweise rattenkalt. Innerlich knobelte ich was es A. sein könnte und B. was ich tun könnte?

Heimkehren und das Ding doch nicht bis zum Ende fahren, war eine Option. Gut, nicht die Option die mir am besten gefiel, hätte ich aber auch gemacht. Ich beschloss erstmal bis zu den beiden weißen Brücken zu fahren und dort dann zu schauen. Gesagt getan, dort dann oben in die Sonne gestellt und mal die wärmere Trinkpulle aus der Lenkertasche gezogen. Von dem einem Liter wurden Dreiviertel in die Speiseröhre gekippt. Außerdem entsinnte ich mich des Energie-Gel, was ich schon gefühlt Jahre in der Jackentasche als Notreserve mitschlörre.

Geschmacksrichtung zum Haare aufstellen, Cashewkerne in  – gesalzen!!! Brrrrr! Da muß man aber schon gut am Ende sein um sich so´n Mist in den Rachen zu drücken. Für mich aber dann doch ein reizvoller Test. Geschmacklich ging das aber doch besser, als das was man liest. Trotzdem, kaufen würde ich diese Geschmacksrichtung nicht. Überhaupt hatte ich dann das Problem, wohin mit der Verpackung? Ein Mülleimer war nicht zu sehen, also mußte der Mist in die Keksdose.

Dieses dann auch etwas längere Pause brachte mich wider auf Trab und zwar so gut, daß ich an der fetten Bahnunterführung erstmal den Wasserhaushalt regulieren mußte.
Überhaupt, bei den bisherigen Channel Challenge Aktionen gab´s ja immer einen legger Currywurst-Pommes-Mayo am Preußenhafen. Aber dort war ja bei meiner letzten Durchfahrt noch alles dicht. Und woanders Pause machen hatte ich auch keinen Bock Beziehung weise wäre ja auch gar nicht gegangen. Eigentlich schade, denn gerade der gesellschaftliche Part ist ja immer ganz nett.

Dennoch, groß reinklotzen war nicht mein Plan. Mein letzter Wendepunkt wäre die Schleuse in Werries gewesen. Wenn das bis dahin aber gut klappt, dann schafft man auch den Rest. Und so war das dann auch. Zuvor passierte ich aber wider das zukünftige Pier 9 Hotel Gelände.

Hab ich ja auch voll Bock drauf. Half aber alles nix, ein Meters wollten noch gemacht werden. Und so rollte ich zuverlässig wie ein gut geschmierter Trecker, also nicht besonders rasant, aber eben konstant dem Kanalende entgegen. Das Beweisfoto wurde gemacht…

…Wasser zugeführt und die Keksdose in Angriff genommen. Zuvor bin ich einem Angel ich über seine Rute gefahren, die er aber entschudigender Weise auch blöd hingelegt hatte. Ist aber nix passiert. Nachdem ich wider Sonne getankt hatte, rollte ich wider los, bis ich…

…ach ja! Auf den letzten Metern zum Kanalende hin hatte ich bemerkt, daß es am Hinterrad irgendwie eirig oder gar schwammig geworden war. Hatte mein Laufrad eine Acht? Also stieg ich wider kurz nach dem Start ab und begutachtete kurz das Hinterrad. Ich entschloss mich die ja erst gestern bewährte Luftpumpe mal an zu setzten, denn auch der Profidaumendruck meldete irgendwie wenig Luft in der Pelle. Und siehe da, daß Manometer stieg bei unter 3bar ein. So wenig, da muß das ja rum eiern. Es ging dann aber besser vorwärts, wenn auch eventuell mit einem Tacken zu viel Luft. Es federte nicht ganz so wie soll. Kann man aber mit leben und dann at home korrigieren.

Letzte Stop, eigentlich, am neuen Ruderhaus hier im Dorf. Man hatte ja lange gebaut und ich wollte mir das mal genauer ansehen.

Chic gemacht, nicht gerade ein Schandfleck. Ein junger Mountainbiker nutze diverse Stellen um seine Fahrtechnik zu üben. Treppe rauf hatte ich so auch noch nicht gesehen. Da ich eh am filmen war… <klick>. Ich fand das gut, machte mich dann aber doch wider vom Acker.

Den dann aber wirklich letzten Stop gab es kurz vor dem letzten Kanalstück. Dort hatte ich schon auf der Hinfahrt Birkenäste in guter Statur erspäht. Da ich ja seit neusten eine gut große Feuerschale hab, braucht es auch an dem nötigen Brennstoff. Kleinholz für den Outdoor-Holzvergaser hab ich ja, aber dickere Äste oder gar Scheitholz eher nicht. Also griff ich mal zu, verlud alles noch irgendwie am Bike…

…und fuhr dann aber doch schnurr straks zur Burg. Natürlich war nach der Ankunft wider eine gründliche Pflegeeinheit fällig. Warum kann man an diesen beiden Bildern sehen.

Das linke Bild zeigt den Tretlagerbereich das Rades. Wenn sich da genug Schlampes gesammelt hat, streikt regelmäßig das Schaltwerk an der Kurbel. Ich muß dann das Rad auf den Kopf stellen und manuell umstellen. Das rechet Bild zeigt den Schaltwerkkäfig, als jener ist unter dem Drecksrotz. Zum Glück gibt’s da keine Probleme. Aber jetzt ist wider alles gut. Auch die Wäsche ist gewaschen, steckt im Trockner oder ist aufgegangen, zwei Teller Mittagessen sind schon lange Geschichte und ich bereite mich mental auf ein Abendbrot vor. Burger und Pommes wär jetzt so ein Ding. Kalorien satt.

Das Ende

Ja, auch wenn der zähe Part es so ein wenig in sich hatte, ich habe diese ´n Tag bestens genutzt. Es hat sich gelohnt das sehr frühe Aufstehen. Alleine schon wegen dem Sternenhimmel. Die nächste Tour wird aber entspannter, also nicht so lang.

Habt noch ein schönes Wochenende und bleibt gesund!