Archive for the ‘Bike nachgedacht’ Category

24.439km/ 05.08.2018

August 5, 2018

Morgengruß: ich kann’s kaum glauben, draußen bedeckt und nur 18c°. Was auch erklärt warum mir letzte Nacht sogar noch eine einfache Wolldecke in die Finger kam. Und ja, der Wetterfrosch plaudert was nur maximal 27c° und die auch erst am Nachmittag. Könnte also heute von der Hitze her ein eher angenehmer Tag werden. Da werd ich wohl auch gleich das Sonnensegel erstmal einholen, denn das hatte ich gestern hängen lassen. Aber schauen wir ma´…

Bikealltag/ Hitzefahrten +20c°/ The Cure – Forest/ Biketouren Bilder/ (Bike) nachgedacht: zu den Tagen vor heute, die Welt drehte sich weiter, wenn auch für mich in einem anderen, deutlich gemächlicherem Tempo, halt dem Wetter angepasst.

Ganz klar, Radfahren machte im Grunde keine echten Spaß mehr. Morgens geht’s noch, sodenn man einigermaßen ausgeschlafen ist. Nachmittags aber ist das schon „gefühlsecht“. Am Freitag bin ich quasi mehr nach Hause geschlichen als gefahren und hab mir auch ein vermeintlich mehr schattige Strecke ausgesucht. Ob es geholfen hat, vermag ich nicht mal zu sagen. Das wäre auch nicht von Relevanz, denn…

…im Grunde kann man eh nix ändern. Und das ist es auch, was mir mehr zu schaffen macht.

Meine Gedanken gehen nicht nur einfach so weit, das ich sagen: „wann wird es endlich wieder erträglicher ?„, sondern, warum ist das so ? Jeder weiß das der Mensch in den Vergangenheit viel rumgesaut hat, sprich die Umwelt belastet, verdreckt hat und oft ist es so, daß dies aus reiner Profigier ( im richterlichen Deutsch gilt dies glaube ich als niedriger Beweggrund und wird nicht mit Bewährungsstrafen belegt ) geschehen ist.

Wenn ich mir so jeden Tag den Himmel anschaue, dann sah ich nicht einfach Sonne oder eben nur Wolken. Ich sah Wolkenformationen die hier und er Region meines Wissens nach nie oder nur sehr selten so aufgetreten sind. Da sah ich nicht ganz unweit Wolken die normalerweise auf einen Regenguss wenn nicht sogar auf ein Gewitter hindeuten. Aber es kam nichts. Es blieb trocken.
Ich beobachtete thermische Erscheinungen die wohl in den nächsten Jahren auf Windrosen hinauslaufen werden. Das Klima hat sich hier in meinen Augen nachhaltig geändert und keiner sagt was !

Was will man auch sagen ? Die üblichen Verbände die was sagen werden auf der einen Seite belächelt, von der großen Mehrheit ignoriert und sei es nur aus Unwissenheit und von der restlichen Menge als Spinner abgetan.

Leiden wird nur erstmal nur die große Masse. Jene die sich keine Klima leisten können, die schwitzen müssen weil es heiß ist, große Rücksicht wird da eh nicht drauf genommen. Leiden werden auch die alten Menschen, als ob sie nicht schon genug mit ihren Wehwehchen zu tun hätten. Leiden tun aktuell aber auch schon die Landwirte.

Wenn demnächst die Lebensmittel teurer werden, dann geht’s weiter an´s Eigemachte. Die die eh schon haben, werden nur kurz aufstöhnen, wie schwer sie s doch haben. Nichts ahnend von den Schwierigkeiten derer, die anfangen müssen beim teurer Brot zu sparen. Oder was wird demnächst die Kiste Wasser kosten ? Ich denke mir da kommt noch was auf uns zu.

Wir als Hauseigentümer, oder zumindest ich, mache mir auch Gedanken über das Dach zum Beispiel. Sollte man doch die Dachpfannen gegen Sturm sichern lassen ? Praktischerweise könnte man noch schnell ein paar Sonnenkollektoren auf´s Dach pflastern.
Ach ja, in der BRD geht das ja nicht so einfach, Vorschriften & Genehmigungen braucht man. Und da sich das ja nicht alles rechnet…

Falsch gedacht ! Es ist doch egal was es kostet, wenn dadurch unsere Zukunft ein Stück besser wird ! Genug gejammert. Trotz dieser ganzen Geschichten, hilft ja alles nix, etwas Bikepflege war angesagt. Zuerst wurde mal…

Bikealltag Volotec: …das Volotec frisch gemacht und in dem Atemzug auch die fette Schlammwühlbereifung am Hinterrad wieder zurück getauscht. Für die Zuckelrunden hier im Dorf tut das keine Not.

Das CAADX wurde aber auch mal mit dem Lappen etwas fein gemacht. Hat ja auch in der letzten trockenen Hitzewoche so einiges an Kanalstaub aufgesammelt.

Erstbefahrungen: hatte man doch die Tage die Rennbahn neu gemacht, habe ich mich schon gewundert, wenn auch nicht wirklich, das die kleine Stichstraße, die Nördliche-Lippestraße außen vor gelassen wird. Jene noch unter der Rubrik Straßen zu betiteln war schon grenzwertig. Und so hatte ich den zwar noch nicht offiziell frei gegeben Abschnitt mal unter die Räder genommen.

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Mensch war das ein Gefühl, oder besser gesagt, ein Nichtgefühl. Denn früher mußte man immer aufpassen wo man da lang fährt. Jetzt kann man da einfach entlangdüsen.

Der zweite Streckenabschnitt der gemacht ist der Lünen-Süd Track/ Friedhof Track.

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Da bin ich eigentlich im Herbst, Winter oder Frühling oft gerne unterwegs. Dann kann ich von zu Hause aus kommend am Preußenhafen noch ein Stück am Kanal entlang fahren und dann eben schräg-quer rüber um auf die Trasse zum Brötchengeber zu kommen.
Bisher war dieses jetzt neu gemachte Teilstück ein 2 bis nun sagen wir mal 0,7m breiter Naturweg, verfestigt durch die Nutzung, hier und da eine leichte Delle drin, ein wenig wellig und im Ausgangsbereich, wenn man wider das freie Feld sieht, mit ein paar Nettigkeiten bestückt. Etwas Obacht mußte man dort schon haben, denn sonst hätte man sich gut und gerne einen Reifen zerschießen können. Im Erdreich drin lagen ein paar gute seicht scharfkantige Brocken. Halt ein kurzer Fun, aber eben auch lecker.

Jetzt hat man den Weg durchgängig auf 2m gebracht, begradigt und schon den Schotter verfestigt. Ich denke da kommt dem nächst noch eine wassergebunden Oberfläche drauf, eventuell sogar Asphalt ?

Ja so war das. Die Hoffnung liegt auf der nächsten Woche, möge sie von den Temperaturen her milder werden. Ich wünsche der Leserschaft noch einen schönen Sonntag !

Wer langsamer ist als ich, der ist gedopt !!!

Juli 22, 2018

Bike nachgedacht: ein Betrachtungswinkel auf meine Pace…

Gerüchten nach zu Folge müßte ich der Strampler vorm Herren sein, was meine Pace angeht. Wurde mir so zugetragen, jedenfalls wenn ich das richtig verstanden habe. Hilft aber alles nix, der ganze Optimismus entspricht eben nicht der Realität. Ich habe auch gar keinen Plan wie Leute darauf kommen ?

Denn wenn ich mir diese Heimfahrt so bei Strava anschauen, steht da auch nur ein Schnitt von 21 und ein paar Kaputte. Doch diese Heimfahrt war auch fast unter Idealbedingungen. Fast windstill und der knapp 7km lange Abschnitt auf der Rennbahn vom Asphalt her gut zu fahren. Das ist dann übrigens der einzige Abschnitt wo ma(n)n Gas geben könnte, wo es sich wirklich lohnen würde. Aber…

…dafür mache ich keinen Aufriss, denn alles was davor kommt, oder danach, je nachdem ob ich nun zum Job oder eben wieder vom Job weg komme, ist eher langsamerer Streckennatur. Da gibt’s dann Ampeln, man muß immer irgendwie über den Kanal und die BAB rüber, Fuß-Radwegkombi, Hunde und Querstraßen. Das drückt alles auf den Schnitt und macht dann eben bei mir im real life nur knapp 20km/h all-in.

Zwar waren die Schnittwerte in den Vorjahren um etwa 1km/h+ „besser“, aber inzwischen habe ich auch meine Strecke leicht geändert. Stressige Abschnitte gehe ich nun lieber aus dem Weg. Da ist dann zum Beispiel gerade auf der Heimfahrt ein Wechsel von dem klasse neuen Fuß-Radwegkombi, wo ich eigentlich quer über einen mit 70km/h für PKW offene Landstraße queren müßte.

Das stinkt mir aber und so halte ich mich lieber weiterhin linksseitig, passiere dabei aber die Ökostation ( Streckenbeispiel bei Strava ). Der Pfad endet dann aber leider wieder auf einem Radweg, zudem linksseitig auf dem Gehweg angelegt und noch in ersten, nächsten Ortsteil. Da wartet dann noch an einer Monsterkreuzung eine Dreifachampel auf mich, wider gefolgt von Fuß-Radwegkombi.

Würde ich die richtige rechte Fuß-Radwegkombi fahren, habe ich aber wider die fette Kreuzung nebst Dreifachampel vor mir, die aber auf jener Seite eine der miesesten Ampelschaltungen hat, die ich kenne.

Ich kann’s also dreh und wenden wie ich will, wenn ich stressfrei und sicher ankommen will, drückt das über 200 Tage im Jahr meinen Schnitt.

Überhaupt kann ich mich nur an einmal erinnern, wo ich einen 25km/h Schnitt aus der Kurbel geholt habe. Das ist schon ein paar Jahre her, wo ich mal spontan mit dem Stahl Renner eine Sonntagsrunde gedreht hatte. Ging so, grob aus dem Kopp, an Lüdinghausen vorbei, nach Ahlen rüber und ab da halt wider gen Burg. Fast nur Landstraße, aber eben nicht immer schön. Da gab´s natürlich keine Fuß-Radweg“zonbies“ und man konnte über weite Strecken laufen lassen.

Unschön, und deshalb wurde jene Strecke dann auch von mir so schnell gefahren, war die Landstraße aus Ahlen raus direkt in´s Dorf. Nur zwei normale Fahrspuren, erlaubt waren/ sind 70km/h so ich wüsste, gefahren sind sie aber wie die Irren und natürlich wurde überholt was ging. Da hab ich dann richtig Stoff gegeben, nur damit ich das hinter mich bringen konnte. Aber ganz ehrlich, das würde ich mir nie wider antun !

Überhaupt ist neben der zu fahrenden Strecke mit deren Basisvoraussetzungen für schnelles Fahren, also Ampel und radwegfrei, noch das Material in meinen Augen ausschlaggebend. Ja ich kenn den Einwand, die Power in den Knochen gehört auch dazu, aber darauf komme ich gleich zu sprechen. Also, meine Fahrgerätschaften sind ja nun einmal das neue Altagsfahrgerät was auch universal einsetzbar ist…

…das CAADX. Das ist natürlich ein Cyclocrosser, hat eine entsprechende Geometrie und trotz Rennradlenker eine für mich kaum zu erreichende rennradlenkertypische Unterlenkerhaltung. Dafür wird er Rahmen im Oberrohr zu kurz sein, oder eben mein Oberkörper zu lang.
Bei den wenigen kurzen Metern in Unterlenkerhaltung kam mir das CAADX dann recht, nun ich sage mal, nervös vor. Ein in meinen Augen sehr ungünstiger Zustand, zumal wenn man sich oberhalb der 25km/h bewegt. Da sollte eine gewisse Laufruhe nebst Geradeauslaufen schon Fakt sein.

Das ich einen zweiten Laufradsatz mit „schmalen“ Straßenreifen habe, macht das Bike nicht gigantisch schneller. So im gefühlten Vergleich lässt sich damit auf Asphalt etwa ein bis zwei km/h rausholen, mehr aber dann auch nicht. Also bei gleichem Kraftaufwand.
Logisch, die Grobstollenreifen, wenn auch in der Race Ausführung sind immer „schwerer“ und rollen natürlich auch immer mit mehr Rollwiderstand. Ist aber auch halb so wild, denn das wird nicht das Mörderparameter sein.

Denn das sehe ich in den Laufrädern, genau genommen in den Naben. Jene sind dann auch gleich der Ansatzpunkt, um gleich auf das zweite Alltagsrad umzuschwenken. Die Naben am CAADX sind keine High-End Fabrikationen, einfache Teile, die auch schon hier und da für Probleme gesorgt haben. Meine Überlegungen jene wechseln zu lassen, also neue Naben einspeichen oder gleich neue Laufräder zu besorgen, hab ich erstmal wider bei Seite gelegt.
Kostet alles Geld und so lange die Bude läuft, wird das gefahren bis zum Exitus. Oder bis zum Lottogewinn. *lach* Gut Schwenk rüber zum…

Stahl Renner ! Da kann einer sagen was er will, in meinen Augen ist der Stahl Renner einfach das schnellere Rad. Nicht nur die Tatsache das es ein waschechtes Rennrad ist, wenn auch mit Stahlrahmen, was übrigens im Gesamtaufbau gewichtstechnisch keine in meinen Augen nennenswerten Unterschiede ausmacht, sondern die Naben.
Jene hatte ich seinerzeit mal bei Das Rad Dortmund zur Wartung reingereicht und auch die meinten, alles bestens, auch von der Qualität her. Wurde nur aufgemacht, gesäubert und beim Zusammenbau frisch gefettet und eingestellt. Auch ich kann hier bemerken, lässt man die Laufräder mal frei laufen, läuft wie Sahne. Da ist nix rau oder bockig wie bei den CAADX Laufrädern.

Das wäre dann so der technische Part, ich schwenke mal zur Power in den Knochen um. Um es gleich voraus zu schicken, ich bin eigentlich nicht der Radfahrer. Und das auch ungeachtet der Tatsache, daß ich in einer normalen Woche 200 Kilometer fahre. Aber ich fahre eben nur zum Job hin und wieder zurück. Das mache ich gerne, was es dann aber auch schon war. Nette Umwege und Verlängerungen mal außen vor gelassen.

Eigentlich bin ich eher mit meinen zur Zeit gut 88kg verteilt auf 1,88cm kräftig, was wohl auch vom Krafttraining her kommt und seit ich leider aus gesundheitlichen Gründen das Laufen an den Nagel gehängt habe… .

Ich habe nie gezielt für´s Radfahren trainiert. Irgendwie hat mir da immer die Zeit für gefehlt und damals waren auch meine Ambitionen nie so groß. Ich habe jahrelang Karate geübt, Krafttraining gemacht, was für die Beweglichkeit und eben Laufen. Da war nicht noch groß Zeit um ein Radtraining zu betreiben. Aber ohne dieses zu machen, wird’s auch keine Trainingseffekte geben.
Hier hatte ich in den letzten Tagen mal überlegt mir eine Rolle anzuschaffen. Rollentraining könnte ich ja draußen auf der Terrasse machen, im Winter käme da der Stahl Renner druff und ich könnte mal gezielt „Trockenübungen“ zur Verbesserung in Angriff nehmen. Jetzt stellt sich mir aber die Frage wozu ?

Ich könnte das als einen gewissen Ausgleich zum Laufen sehen, ja das würde passen. Und da ich das dann auch draußen machen könnte, würde mir das durchaus gefallen. Kurze, knappe aber intensive Einheiten, alle irgendwie unter einer Stunde würden mit Sicherheit was bringen.
Aber für die restlichen Fahrten zum Job, oder auf Touren ? Käme dann noch hinzu, eine Rolle müßte her.

Der andere Effekt den ich aber auch neben dem gezielten Training in meinem Kopf schwebt ist, die gesundheitliche Einschränkung. Ich habe die Vermutung, ja den Verdacht, das meine Hüftgeschichte, die sich ja unweigerlich auch die gesamte umliegende Muskulatur auswirkt, auch beim Radfahren irgendwie blockt. Ich kann zwar beim Rehasport schon fast „unmenschliche“ Gewichte an den Beinmaschinen bewegen, aber eben nur dort. Schwere Dinge im Alltag zu bewegen ist so nicht mehr drin.
Hier könnte man den Ansatz unternehmen sich zu dem Thema mal mit einem Physio-u. Sporttherapeuten unterhalten und ein gezieltes Training ausarbeiten. Aber so als Kassenpatient kann man ja schon froh sein, wenn man schmerzfrei durch den Alltag kommt. Und das bin ich, sehen wir mal von gewissen Phasen ab, die aber auch wiederum ihre Ursachen haben.

Und so komme ich erstmal zu dem Schluss, ist doch gut wie es läuft, im Vergleich zu anderen oder auch der damals prognostiziertem OP-Dringlichkeit geht’s mir gut. Und schnell fahren…

…wer will das schon ? Man kann also sehen, ich habe kein Problem mit meinem Schnitt, aber auch nicht dem Schnitt von anderen. Gemütlich mit Päuschen geht immer. Und so bin ich dann auch derjenigen, welcher gerne Leute dazu ermutigt auf´s Rad zu steigen und auch mit uns eine Runde zu drehen. Egal wie langsam er ist.

 

 

 

Natürlich linse ich zu anderen rüber die mal eben 160 Streckenkilometer in kaum mehr als 2h mehr runter radeln, wo ich mit der Hälfte in knapp 5h schon gut bedient bin. Wie machen die das bloß ?

NightOfThe100Miles – complet turn

Juli 10, 2018

The Cure – Forest/ crasy Fahrten/ Biketouren/ NightOfThe100Miles/ Heimattouren/ Bikebilder/ Biketouren Bilder: noch auf dem schattigen Balkon bei Muttern die ersten Zeilen getippt, komme mir vor wie im Urlaub. Viele Gedanken aus dem Radforum entnommen, werden aber ergänzt beziehungsweise umgebaut.

Freitag: ich bin dann mal los ( ca. 46km/ 2:16h ), das erste Ziel fest vor Augen, die alte Heimat. Noch ein letztes Goodie im Abverkauf geschnappt,  der Mann in mir konnte nicht die Finger davon lassen. Ein Anhänger mit Minikompass, Mini-Thermometer und einen Mini-LED Funzel.

Der „Turm“ ein erster kurzer Fotostop, ist auf der Emscherradroute kurz hinter DO-Mengede. Halt dort ab wo man jetzt durchfahren kann. *freu*

Die weitere Zeilen zum gelaufenen Tag, es war noch gut warm geworden, ging so an die 27c° heran, die Strecken staubtrocken, entsprechenden sah das CAADX aus. Der Plan am Tag vorher jenes nicht zu putzen war nicht ganz unklug. Mutter hatte ein Händchen in den Ofen geschoben, mein Onkel kam auch zum Essen.

Der Mitfahrer stellte sich angesichts meines voll bepacktem Rades, was er im Radforum-Thread auf dem Bild gesehen hatte, die Frage, ob wir an der selben Tour teilnehmen ? Nun gut kann ich verstehen. Ich spiele den Versuch der Aufklärung ein, indem ich klarstelle, daß ich von Freitagfrüh bis eben gemutmaßt Sonntagmittag unterwegs sein werde. Zudem habe ich keinen Bock auf Überraschungen oder morgens um drei wo an der Zielhalde zu stehen, auf den Kaffee zu warten und mur dabei den Arsch abzufrieren.

Samstag: erste Zeilen getippt, Frühstück bei Muttern ist durch, Rührei mit Bacon, Brötchen mit Lachs und den obligaten Kelch an koffeeinhaltigem Heißgetränk gab’s. Jetzt, nach ein paar Handgriffen, etwas chillen auf dem noch schattigen Balkon.

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Wird doch ein langer Tag. Um eins werden wir beim Chinaman aufschlagen, vorher/ hinterher noch kurz in der Stadt vorbei. Mein grober Plan ist, so ab 17:00 los zu rollen ( 16,3km/ 51min. ). Denn für die kurze Runde ( 80km ) ist der Start erst um 22:00 Uhr. Eine Zeit wo ich normalerweise schon in der Horizontalen schlummere.

Am Start: war schon gut was los, auch wenn, auch wenn auf Grund von Krankheit, eine Aktion ausfallen mußte. Interessant fand ich, das ein junger Bursche aus Dortmund dabei war, der bei Last Bikes arbeitet. Muß ich doch mal meine neugierige Nase reinhalten, zumal der Laden genau an einer Straße ist, die mir sehr wohl bekannt ist.

Also ich an der Meldung stehe, trifft der Kolege mit dem Naiv ein. Ich grüße winkend, dann erfolgt die offizielle Meldung. Im Hintergrund sehe ich den Chef of Night-Deasaster – Biking Tom himself! So in echt kommt er genauso rüber, wie er bisher in meinem Schädel umschwebte.

Ich löse das Ticket und entrinne suchend nach dem Naviman. Wir grüßen uns kurz, dann bekomme ich auch Tom zu greifen, grüße nur kurz, da er gerade im Gespräch ist. Doch er löst sich, man tauscht ein paar Worte. Will ihn ja auch nicht aufhalten, hat bestimmt noch tausend Hände zu schütteln und sich um einiges zu kümmern.

Mit dem Mitfahrer, den ich auf ein alkoholfreies Schaumgetränk einlade, mensch bin ich froh so einen vor mir zu haben, da muß man sich irgendwie erkenntlich zeigen, oder einschleimen *lach*. Nein ich war in guter, auch was bester Laune, sozusagen Spendierlaune. Wer weiß was noch in der Nacht kommt ? Man plauscht, beratschlagt was man noch essbares zu sich nehmen sollte. Flammkuchen schlägt er vor, ich strebe eher was mit Baguette an. Es kommt aber ganz anders.

Dann kommt das Briefing, komme mir vor wie ein Profiradsportler der sich den Scheiß gar nicht mehr anhören will. Wie soll die Pace sein, welche Gegner hat man vor der Brust, wo sind die haarigen Stellen auf der Rennstrecke ? Ist natürlich alles quatsch.
Tom hält eine kleine Ansprache und erklärt auch, warum der Start so spät ist. Fußvolk mit Nachkommen kreuzen die Route und je später, deso weniger… . Leuchte jedem ein. Überhaupt…

…die Stimmung ist total relaxed. Gemisches Volk ist anwesend. Der Bikefreak, der Hipster ( bitte im positiven Sinne ), der Normalo. Bikes fast jeder Kategorie sind anwesende, nur an Klapprad kann ich mich nicht erinnern. Und ich dachte man sollte was fixes mit zumindest leichten Stollenreifen zur Hand, oder besser unter dem Hintern haben. War wohl nicht so. Zumindest nicht für die kurze Bummelrunde.

Apropos Bummelrunde. Der geneigte Wochenende-Baggersee-Radler würde wohl schon bei den angesagten 80 Kilometern kollabieren. Die Jahresfahrleistung an einem Tag ? Nein, noch schlimmer, in einer Nacht ? Beim Anblick der gesammelten Mannschaft neige ich zu dem Urteil zu kommen, das da keiner auf der Strecke hängen bleiben wird.
Und, was mir erstmalig so aufgefallen ist, waren auch viel Weibsvolk ( in Anlehnung an Das Leben des Brian ) anwesend. *like !* Ich meine, das lockert immer irgendwie die Stimmung, nimmt wohl auch hier und da den Speed raus. Auch wenn sich wohl der eine oder andere dadurch angespornt fühlt. Cool ist das Mädel mit den bunten Socken. Scheinbar fährt die Truppe wohl auch Cannondale Bikes mit Monofedergabel. Sehen zwar cool aus die Bikes, wollte ich aber haben wollen.

Nach der Ansage nehmen wir in der Sonne platz, genau vor der Liegewiese für die Bikes samt „Wachhund“, der keine Zweifel daran aufkommen lassen wird, das da einer unbefugt zugreift. Ich vertraue ihm, bin aber auch locker genug. Meine staubige und sperrig-vollbehackte Schleuder wird sich keiner freiwillig greifen. Seine Bemerkung, daß ich bei der Strecke nur einen Gabelbruch bekommen könnte, konter ich. Da gab´s doch mal den MTB-Runde mit den beiden Kolleginnen. Die mit einem HT bewaffnet die ander mir einem Fully. Ich gondel durchs Gelände, die beiden guten schieben lieber.

Genug der Beweihräucherung, heute ist kleine Fische backen angesagt. Wie fährt es sich im Windschatten des Naviman, wie ist die Strecke in echt, sind technische Ausfälle zu befürchten, als da wäre mein schon berüchtigter Plattfußteufel ? Und, die wichtiges Frage, passt die Pace im Zusammenspiel mit dem unzweifelhaft auf einen zukommenden toten Punkt ?

In dem Augenblick merke ich, das ich innerlich sehr ruhe, aber auch andersrum wie ein gespannter Bogen darauf warte abgeschossen zu werden. Ich werde nicht schnell sein, aber gründlich. So wie damals, also wir noch die eine oder andere Baustelle abgerissen haben.
Dann werden wir so langsam unruhig, die lange Strecke mit den 160 Kilometern sind schon gefühlt vor einer Ewigkeit gestartet. Es juckt, beim letzten Blick war es was mit Halbneun, wir beschließen abzurollen, fahren aber vorsichtig los. Dann sind wir auf dem Track ! Und GO !!!

( Der grobe Streckenabriss, vom Nabviman angesagt, welcher, also der Streckenabriss, mich dann auch zum Start veranlasste.

RS1/ Radschnellweg nach Mühlheim, Ruhrradweg, Duisburger Hafen. Über Duisburg Ruhrort ( Schimanski Heimat ) die Rheinseite wechseln, am Rhein entlang zur A42. Wieder Seitenwechsel ( hat man gute Aussicht auf das gut beleuchtete Thyssen Werk ). Alte Emscher, Landschaftspark Nord, dann asphaltierten Bahntrasse nach Oberhausen. Irgendwie nach Bottrop an den Rhein Herne Kanal – den bis Gelsenkirchen ZOOM und dann zur Halde. Fettich iss. Für uns auf der Bummelrunde nur zwei ARAL Tanken als Kontrollpunkt. )

Der Kollege gibt gleich mal gut Stoff, der RS1 ist aber auch wie eine Landebahn. Zu Anfang halte ich noch mit, brauche aber ja aber auch sonst immer ein wenig um warm zu werden. Das ich den Speed nicht halten werde, teile ich ihm dann aber doch mit. Er lässt Milde walten, doch schon bald ist auch Schluss mit lustig. Der RS1 zu ende, jetzt geht’s interessant durch urbanes Gelände. Hier und da ist Schritttempo angesagt.

In Mülheim an der Ruhr sitzen die Leute bei sommerlichen warmen Temperaturen draußen und lassen es sich gut gehen. Das uns in den letzten Minuten vor dem Start schon fast kalt war, vergessen wir schnell. Kleidung wird abgelegt. Es rollt gut und irgendwie geben wir uns ein Stell-dich-ein mit einem verheiratetem Paar. Sie auf einem HT-MTB oder auf einem Trecker und wohl auch nicht ganz so fix unterwegs.

Als wir über der Ruhr drüber sind geraten wir an den Anfang einer Kirmes. Der Naviman beschließt, das wir umfahren. Das Pärchen tut es uns gleich und so rollen wir eine ganze Weile gut zusammen. Ich glaube bis zur ersten Kontrollstelle.
Natürlich ist das Umfahren mit suchen verbunden und zu guter letzt latschen wir die Bikes schieben durch eine Baustelle. Was soll man auch sonst machen ? Umleitung für Radfahrer, insbesondere für die Teilnehmer der NightOftThe100Miles gab es nicht. Abenteuer pur.

Der erste Stop an einer ARAL. Toll das ich das mal so erleben durfte, kannte es ja nur von den Randoneur-Bildern.

Da stehen sie an der Tanke und räumen die Regale leer. Nein ganz so schlimm war es nicht. Nach knapp etwas weniger als einem Drittel der Strecke hält sich das in Grenzen. Ich fülle eine Wasserpulle komplett auf und futtere nur einen Marsriegel. Die Mädels an den Kassen waren sehr freundlich und fragten sogar nach, was es sich mit dem Radleraufgebot auf sich hat.

Dann steigen wir beide wohl als einer der ersten wider auf´s Bike und fahren wieder in die Nacht hinein. Es geht durch viele Straßen und Häuserschluchten, weiß der der Geier woher. Ich bleibe am Vordermann, vertraue ihm voll und ganz. Was sollte ich auch machen ?
Der einzige Trick den ich gerne mache, ich fahre seitlich versetzt, sodass ich wenigstens teilweise die Strecke und deren Beschaffenheit erspähen kann.

Irgendwann kurz nach diesem ersten Zwischenstopp zwinkert mein Akkulicht und geht in den 15 LUX Modus. Verstehe ich nicht ganz, forsche aber nicht groß nach. Akkuwechsel und gut ist.

Und schneller als gefühlt rollen wir die zweite Tanke an. Diesmal ist niemand vor uns dort. Ein wenig wundern wir uns schon. Der Zeitpunkt ist gut, denn da ich ohne Tacho ( der Kabelbruch beim Geber ) und somit ohne Uhrzeit am CAADX fahre, habe ich zum einen kein Zeitgefühl, fühle aber auch so langsam das da was bei mir am kommen ist. Könnte es Müdigkeit sein ? Wir greifen in die Regale…

…ich fülle wieder eine Wasserflasche auf, wir haben viel geschwitzt, wenn auch unmerklich. Denn ist ist frischer geworden. Wir legen wieder etwas Kleidung an, eine gute Wahl will getroffen werden. Kurz vor Abfahrt wechsel ich abermals die Akkubatterien. Was ist da los ?

Wir rollen noch durch etliche Reviere, die Ortsschilder sagen mir was, aber ich habe das Gefühl, daß ich auf dem gigantischen Ozean Ruhrpott dümpel aber nicht den blassesten Schimmer habe wo ich bin.

Dann endlich Licht am Ende des Tunnels, wir passieren zunächst den Nordsternpark, dann sind wir am Gelsenkirchner Kanal. Das Ziel ist quasi greifbar und so rollen wir als erste ein. Wir stellen die Fahrgeräte in einen großzügigen Hauseingang, trinken etwas, legen aber sogleich den Rest an Kleidung an. Jetzt kommen bei mir auch Beinlinge, warmen Wollsocken und die Fleece-Jacke zum zuge. Mein Naviman ist ein wenig neidisch. Nimmt zwar Unmengen an Stauraum weg aber wärmt halt mehr. Ich trage die paar Gramm dann gerne mit mir rum.

Leicht gezeichnet von der Fahrt hocken oder stehen wir nun da. Der „fliegende Beton“ an der Trinkpulle ist überall. Am CAADX, wo man den Radforum-Aufkleber nur noch schemenhaft erkenne kann, in den Klamotten und überall auf der Haut. Passt aber alles soweit.

Irgendwann trifft der Rest der Truppe ein, nicht alle, aber sehr viele. Der Platz füllt sich, der ersehnte Kaffee- u. Brötchenwagen rollen auf den Platz. Erleichterung tut sich auf. Der Sturm der Bastille, nein sorry, der Sturm auf die Versorgung bleibt aber aus. Man stellt sich sogar in Reihe an – ein Bild für die Götter. Der gute Deutsche. Ich drehe derweilen ein paar Runden auf dem CAADX auf dem Platz. Wer sich bewegt friert deutlich weniger und wird vor allem noch weniger müde. Der Plan geht auf.

Dann kommt der Haldenanstieg. Ich wähle zunächst die Treppe, das CAADX geschultert. Den Versuch den regulären Fahrweg mit den Spitzkehren bergan zu fahren, kann ich mir klemmen. Meine Grobmotorik liegt schon lange im Bett. Aber irgendwann ist das Plateau ( 83,45km/ 4:35h ) erreicht…

Der Sonnenaufgang sieht nett aus, aber ganz ehrlich, ich sehe soviele Sonnenaufgänge…, hängt schon ein wenig zum Hals raus, geschmunzelt gesagt. Nein, ich bekomme nicht so richtig den Punkt der Ruhe um das jetzt noch zu genießen, das wird‘ s wohl gewesen sein.
Nach dem Sonnenaufgang und Frühstück ob auf der Halde, beschließe ich mich auch vom Acker zu machen.

Es fährt sich irgendwie zäh, aber ich habe ja schon ein Ziel vor Augen. Jenes erreicht…

…wird der Feuchtigkeitsgrad des Holzes geprüft, ein paar Dinge auf die Seite gelegt, der Beutel mit den Restklamotten gegriffen, welcher als Kopfkissen herhält und dann für einen Zeitpunkt X auf die Seite gelegt. Ich nicke kurz weg, ein Besucher kommt und man ist wieder wach & fit. Also so was man wach & fit nennen kann. Es geht mir auf jeden Fall deutlich besser, als vorher. Nach einem kurzen Plausch wird im nächsten Dorf ein bekanntes Café angefahren,…
…heißer Apfelstrudel mit Sahne und einen ordentlicher Cappuccino geordert. Ich sitze draußen zwar im Schatten, aber die Sonne wärmt das Gemüt. Ein weiteres Gespräch mit einem alten Griechen ergibt sich. Dann geht es in die vorletzte Etappe bis zum Preußenhafen.

Dort wird in der Sonne auf einer Bank am Seepark die letzte Wasserreserve umgefüllt und wieder, diesmal mit einem bekannten Gesicht, ein kurzer Plausch gehalten. Das Endziel vor Augen, ran an den Start !

Und natürlich mußte dem CAADX hinterher der eine oder andere wohltunende Handgriff zugetan werden. Alle Bilder von der Fahrt sind im Album zu sehen. Nochmal in Zahlen…

 

Biketouren Navigation/ Blaupunkt Bikepilot: jo und das Gerät hat ansich recht gut funktioniert. Nur hatte sich der Akku nach etwas mehr als zwei Stunden gemeldet, daß er nur noch 20% hat. Er lief zwar noch eine Zeit weiter, hab ihn dann aber doch bei einem kurzen Stop ausgeschaltet.

Biketouren „After-Show-Party“: der Sonntag verläuft nach dem Eintrudeln auf dem heimischen Burghof noch gut. Ich bin hellwach und fühle mich gut. Ich schneide noch den Rasen, mache das CAADX wider fahrbereit, haue die Wäsche in die Maschine und dusche noch. Dann kommt der erste Hammer, kurz vor dem Mittagmahl lege ich mich plötzlich todmüde auf dem Sofa sitzend auf die Seite.
„Leider“ gibt es Mittagessen, aber ich schaffe es noch mich bis zum Schluss wach zu halten. Es ist hart, dann klettere ich in´s Bettchen. Irgendwann um halbsechs werde ich wach und tiegere schlafwandelt in die Küche und werfe das MacBook Air an. Viel kann ich nicht reißen, ein paar Textzeilen, die Bilder ein wenig sortieren und Kalorien zuführen.

Sechs oder sieben Stück Wikinger ( Cremrollen in Biskuit-Teich, ummantelt mit Marzipan und die Enden in Schokolade getaucht ) aus Holland müssen dran glauben. Dann gehe ich abermals in´s Bett und penne bis zum nächsten morgen durch.

Biketouren „After-Show-Party“/ Bike nachgedacht: ganz ehrlich die Nummer war schon crasy ! Und ob ich nochmal starten würde ?

Jaein !

Es war schon toll so durch die Nacht zu gondeln, ja hatte was. Aber für mich war das von der Logistik her schon eine Hausnummer. Was könnte ich besser machen ?

  • Ich hätte gerne die Strecke selber im Kopf gehabt oder ein brauchbares Navi nebst genügend Erfahrung damit.
  • Mehr Zeit haben, zum einen für die Vorbereitungen, weil ich ja auch mit dem Bike anreisen müßte ( da Brumbrumkiste für mich immer schwer zu bekommen ist ) aber auch für die Nummer selbst ( da könnte ich mir dann auch vorstellen die 160 abzureißen ). Denn nach der Fahrt…
  • …hätte ich am liebsten wo meine Hängematte aufgespannt und mich erstmal ausgepennt. Auch hätte ich was zum kochen eines Espresso mit dabei gehabt. Dinge die demnächst angegangen werden.
  • Ich könnte mir vorstellen, daß man mit meiner Streckenkenntniss so eine Nummer auch in Richtung Osten fahren könnte ( ich kann mir sogar vorstellen, daß das dann auch von der Navigation einfacher wäre, weil man nicht soviel durch Städte fahren müßte ) !
    Ja das kann man als Aufforderung sehen. Da gibt es genug Trassen und Radrouten. Ideen hätte ich da schon genug, müßte man nur mal zusammen basteln. Wäre nur die Frage ob das mit Sonnenaufgang auf der/ einer Halde sein muß, oder es da Alternativen gäbe ? Startpunkt könnte ich mir aber durchaus die Radmosphäre vorstellen.

Montag: die Nacht war bestens ich bin gut erholt, den Tag über begleitet mich nur ein gesegnet Appetit. Morgens schon Burgen im Stall und nachmittags dann noch was kalorienreiches, typisch Ruhrpott und in bekannter Gastronomie.

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„Mädels“, wir leben im Pott, ein hoch auf die Currywurst-Pommes-Mayo. Jetzt geht’s uns gut !

#Dampf ablassen

Juni 5, 2018

Bike „Dampfablassventil“/ Bike nachgedacht/ PKW vs. Bike: irgendwas stimmt da nicht mehr !

Ich fahre ja jetzt nicht erst seit gestern mit dem Radeln durch die Weltgeschichte. Und seit 2006 rödel ich quasi jeden verdammten Arbeitstag über die L736 Dortmunder Straße/ Westenhellweg/ Ostenhellweg/ Hammer Straße bis an die Ortsgrenze Lünen heran. Das war, resümiert in alle den Jahren nicht immer die schönste Strecke, aber dank Randstreifen die am besten zu fahrende. Einfach nur geradeaus, rollen lassen, zwei drei Ampel und gut iss. Gut, hier und da mal ein wenig Unrat auf der Strecke, wobei Glasscherben nach Feiertagen recht beliebt sind, aber der eine oder andere Ast nach heftigen Windattacken.

Da war natürlich auch mal das eine oder andere Kraftfahrzeug, was sich an den Wegesrand, sprich auf den Standstreifen/ Radfahrspur stellte. Bisher Aufnahmen, meist auch recht ungefährlich. Doch seit es diese neue kombinierte Fuß-Radwegstrecke ( Berichte dazu on folgenden <Artikel 1.> / <Artikel 2.> und <Artikel 3.> ) gibt ist da irgendwie der Wurm drin und zwar heftigst. Den Zusammenhang kann ich, das sei an der Stelle gesagt, nur im Zeitlichen Rahmen herstellen. Baulich hat nix mit einander zu tun.

Jetzt hab ich es, auf unerklärliche Weise, fast täglich mit irgendwelchen Kraftfahrzeugführern zu tun, die da meinen, man könnte da einfach parken. Heute war so ein Spitzentag. Morgens mal wider so ein kleiner Nahverkehrbus, also einer ohne Gelenk und kurz vor Ortseingang noch ein PKW. Bis dahin dachte ich: „iss heute eben ein Dreckstag.
Doch auf den Nachhauseweg gab´s knapp vor Ortsausgang Lünen gleich noch einen netten Misstäter, der dann auch auf der ausgewisenen Radfahrspur stand. Der letzte dann hier kurz vor dem Burgtor ( die letzten beiden Spezis hab ich mal fotografisch gefixed <klick>, will mir mit den Bilder aber nicht den Blog zusauen ).

Jetzt ist die Sache ja so, auf der Straße ist in weiten Teilen 70km/h ( und uns ist allen klar, 70km/h fährt da außer mir im PKW eventuell noch zwei andere BRD Staatsbürger, die ich aber nicht persönlich kenne ) erlaubt in einigen Abschnitte ist sogar alles offen.

Muß ich mich jetzt als Radler an den PKW vorbeiquetschen ist das verdammt blöd. Denn selbst wenn ich per Schulterblick von hinten jemanden sehen würde, kann ich die Geschwindigkeit nur erhoffen. Es stellt sich dann noch die Frage sieht er mich und zuletzt, will er mich sehen ? Denn viele denken ja, der Radfahrer löst sich jetzt in Luft aus, und kann mit der aufgelösten Materie durch das Hindernis hindurch, kommt dann, oh Wunder, am anderen Ende wider raus. Was natürlich Blödsinn hoch drei ist.

Beim überwechseln in den Linksabbiegestreifen wurde ich heute schon von zwei PKW gefährlichste überholt. Der letzte hatte fast Spiegelkontakt mit mir. Der Gedankengang ist recht einfach, ich bin schneller als er, ich sitze im stärkeren Blech, er hat dann eben Pech ! Und genauso wird dann eben auch in der Standstreifensituation gedacht.

*kurz Luft holen*

Also…
…nach dem letzten Bildchen, also kurz vor Burgtor, wurde geblitzt. Ich also fix rechts rein zu dem im Gebüsch stehenden Kombi und sehe eine junge Frau. Ich spreche sie an, muß dann aber erkennen, sie gehört gar nicht zu dem Blitzerkommando. Das Wiedergeben des Wortwechsels im einzelnen, der aber durchaus höflich aber eben auch direkt war, mit dieser jungen Frau erspare ich uns jetzt. Sie konnte zwar ahnen wer das war mit dem falsch parkenden PKW und versprach auch denjenigen an zu sprechen, aber er gehört eben nicht zu ihr.

Eine von mir angesprochenen Alternative, das man ja auf dem Hof vor dem Gebäude parken könne, verneinte sie. „Da sind schon PKW beschädigt worden.“ Aha, so die Wertegesellschaft heute: „der tote Radfahrer ist egal, aber der Kratzer am Auto…“ Sie: „nein so war das nicht gemeint.“ Ich dachte mir nur, wie denn dann ???

Der gute Mann im Kombi lauschte und dann befragte ich ihn. Im grunde müsste ich jeden Fall fotografieren und dokumentieren und dann auf der Wache Anzeige erstatten. Gut, ich werde also demnächst zweimal in der Woche auf der Wache vorstellig werden, meinen „Katalog“ vorlegen und dann geht die Post ab. Ich schätze nach vier Wochen werd ich mit den Herrschaften auf der Wache per du sein und sie mich fragen: „den Kaffe wie immer, Herr *e**e ?

 

 

 

Ja klar doch, darauf haben wir doch alle total Bock, oder !?

 

 

 

Ich fahre doch nicht Fahrrad um mich nach dem Feierabend mit dem gleichen Scheiß rum zu ärgern, den ich während der Arbeitszeit akut recht gut Wegschnupfen kann. Ich hatte heute übrigens ein Dreierkommando vor mir, die alle noch bei rot über die Ampel sind. So sieht´s doch aus in der BRD. Mann wir sind doch am Ars*h !

 

An der Stelle fällt mir noch eine Redensart ein, von einem Bekannten: ich kann gar nicht soviel fressen wie ich kotzen könnte !

 

 

Nachtrag am Morgen danach:  als „Nettigkeit“ noch eine Pressemeldung welche im Radforum gerecht wurde <klick>…

 

23.097km/ 27.05.2018 Wuppertal Rundfahrt

Mai 27, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ BIketouren/ Biketouren Bilder/ Erstbefahrungen: also…, wie war das jetzt noch ?

Im blauen Forum, also dem 2radforum, einem Nebenkriegsschauplatz für meine diversen Online-Aktivitäten wurde irgendwann auf dem Zeitstrahl ein Forumstreffen in Wuppertal eingeräumt. Ich habe das nur am Rande verfolgt, fand die Idee aber aus zweierlei Gründe nett. Zum einen ist ja mein Kumpel aus´m Claim da auch Member of, der andere Genosse hier ebenfalls aus dem Claim genauso und mit dem letzteren haben wir ja schon die eine oder andere Runde gedreht. Ich wäre also nicht in ganz fremder Runde, auch wenn ich wohl sagen kann, ich bin da offen genug und habe kein Problem damit.
„Erschwerend“ kommt hinzu das Forum macht auf mich eine extrem relaxten Eindruck, was soll da also zwischenmenschlichen nicht für einen Tag machbar sein ? Also mal hin und schauen.

Die andere Sache war einfach jene, daß ganze „Schauspiel“ sollte in Wuppertal statt finden. Jetzt kenne ich ja Wuppertal schon von einigen Ecken und Kanten her, hatte also über Jahre hinweg auch schon diverse Radrouten zumindest online ausfindig gemacht. Da ich ja vom Job her da auch oft rumkurve, hatte ich jene vermeintliche alte Bahntrassen und Radstrecken hier und dort schon erspäht und auch immer wieder die Radroutenschilder entdeckt.

Letzter Punkt der die sich mehr als interessant macht, da ist noch einen Kumpel aus dem MountainBIKE Forum jenerwelcher in Velbert sitzen. Im Morgengruß hatte ich darüber ja berichtet.

Kurz um, ging gar nicht anders das ich da mal hin mußte. Blöd nur war jetzt die Sache mit dem Termin.

Ja und so war dann für mich klar, irgendwie muß ich zu diesem 2radforum Treffen hin. Dann kam die zweite Übung: der Termin und deren Umsetzung. Da verschiedene Termine anstanden hatte ich, so meine ich, sogar einen in´s Auge gefasst. Das sollte wohl eigentlich jenes Wochenende sein, wo ich mir am Sonntag den kleinen Zeh zerdeppert hatte, also Muttertag, denn am Montag darauf hatte ich ja noch Urlaub. So hätte ich Freitags geschmeidig mit dem Rad hochfahren können, dort zwei Nächte machen und dann am Sonntag nach dem Frühstück wider zurück kurbeln. Vielleicht hab ich das aber auch nur komplett verpeilt.

So war der Plan. Da ich jetzt im 2radforum nicht ganz so aktiv bin kam der Termin für mich dann doch eher ungünstig. Freitag frei machen war nicht wegen Job, also mußte eine Bürgerblechbüchse her. Mit der könnte ich dann, das CAADX hinter reingestaut, in der Frühe hochfahren und pünktlich zum Frühstück dort aufschlagen. Nach der Tour und nach dem Grillen die ganze Schose eben wieder zurück. Und so wird das dann auch gemacht.

Also nach der Samstagszeitung und der Café con Leche das Bike in die Blechkarre geladen und geschmeidig hoch gefahren. Verkehrstechnisch klappte das gut, klar wer fährt schon Samstags in aller Herrgottsfrühe auf der A1. Und so kam ich gut zeitig am Naturfreunde Haus Hülsberg, was in Wuppertal Cronenberg liegt, gut an.

Das Naturfreunde Haus hat jetzt wohl keine mehr so aktuelle Homepage, aber ich hab mich dort mal nach der Tour etwas umgeschaut. Ist so ein typisches und uriges Landhaus wie man es im Bergischen Land halt oft sieht. Auf Nachfrage hin sagt man mir, das man halt für Gäste öffnet, aber sonst an Wochenenden und Feiertagen sowieso geöffnet hat. Wird dann wohl für Wanderer sein. Das was die dort anwesenden Gäste zu sich nahmen sah vorzüglich aus, Spaghetti mit roter Soße, ich mutmaße mal Bolognese, eine Auswahl an Kuchen war auch greifbar.
Ganz ehrlich, da hatte ich schon vor dem Grillen zuschlagen können. Jetzt muß ich der endlich mal zu dem Tag ansich kommen.

Die 2radforum Tour

Die 2radforum Truppe hatte Stellung im Nebengebäude bezogen. Sah auch gut aus, nix aufregendes, aber halt alles da und für die Kurse… . Korrekt und in meinen Augen empfehlenswert. Letzteres schon alleine wegen der ruhigen Lage und dem Ausblick. Selbstredend war auch die Bedienung sehr freundlich und unkompliziert.

Genug gelabert, dem Navi auf den letzten Metern getrotzt, es hatte schon das Erreichen des Zieles großmündig verkündet, drehte ich noch eine kleine Rückrunde, drehte dann abermals und ließ mich einfach mal derm Bauchgefühl hin folgend den wirklich schmalen Wirtschaftsweg recht steil bergab rollen. Ziel erreicht, ausgestiegen, kurz gereckt & gestreckt dann die anwesenden Truppe kurz begrüßt. Nächster Schritt das CAADX ausgeladen und mit dem Zubehör bestückt. Leider machte sich hier schon der nicht optimal, weil deutlich zu gering befüllte Ortlieb Seat-Pack bemerkbar.

Das fette Kettenschloss darin, war super schwer, sonst nur noch eine kleine Extratrinkpulle Wasser und drei Reserveschläuche. Das war’s, außer natürlich dem Bordwerkzeug nebst Luftpumpe und dem Ersthelferpäckchen. Ich mußte den Ortlieb Seat-Pack arg zusammen rollen, damit er überhaupt irgendwie stabil war. Aber sollte passen, jedenfalls bis kurz vor Endziel.

Also dann die Truppe fertig war ging’s zum Frühstück. Die erste Rampe von dem Naturfreundehaus hab ich mir geklemmt, lieber das CAADX geschoben. So auf Schotter erstmal Schwung holen, dann noch nur kurz mit der anschließenden Rampe…, man kann sich den Tag auch besser versauen. Ich war aber auch nicht der einzige. Passte also. Dann fuhren wir gemächlich und den Ortskern von Cronenberg wo es an in das Zentrum Emmaus ging.

Das gefiel mir auch super und das für uns bestellte Frühstück nebst zweier noch kräftig-korrekter Tassen Kaffee mundete vorzüglich. Es ergaben sich die ersten erweiterten Gespräche und die Frage nach dem Teilnehmer Habschned stellte sich.
Kurz kontaktiert und ja wie das eben so ist, das Alter… . Hat der gute Eisvogel den Termin für´s Meeting leider eine Woche später im Kalender eingetragen. Suboptimal für ein baldiges Erscheinen. Dann erfolge das Lossollen und wie sich nach einer Erkundigung meinerseits herausstellte, press die 173 Meter Rampe abwärts.

Ganz ehrlich, rauf ja kann man versuchen, aber sich da so runterrollen lassen bei der Aussage das 50km/h und mehr drin sind, das ist nicht mein Ding. Ich reihte mich also ein und es rollte verdammt gut. Zu gut für meinen Geschmack aber zum „Glück“…
Kaum die 35km/h überschritten wurde es an meinem Heck ungünstig unruhig. Ich vernahm jenes schwammige Gefühl wie von einem Plattfuß, bremste ab, kam zum stehen und tastete seicht fluchend den Hinterreifen ab. Der war aber press mit Luft gefüllt, also kurz am CAADX geschaut. Ich konnte zwar so auf schnell nix ausmachen, tippte also auf den eben nicht press gefüllten Ortlieb Seat-Pack. Gut, also den Rest der Strecke mit guter Bremsdosierung die Kuppe runter und unten mit heißer Bremsscheibe auf den Rest der Truppe gewartet. Dann wurd´s aber gemütlicher.

Die Strecke von Kohlfurt nach Sonnborn rüber hatte ich auch schon tausende Male aus dem Auto raus gesehen und dann endlich auch mal mit dem Radel gefahren. Kann man gut nutzen, ist zwar an der Landstraße entlang, aber dank fiel Grünzeuch noch schmackhaft. Natürlich nimmt man die KFZ wahr, ist also nix für den reinen Genussradler. Aber in und um Wuppertal wird man wohl irgendwann immer einen Harken wo finden. Wir hatten da ja auch noch etwas von.

Durch Sonnborn sind wir dann auf der Straße gefahren. Ich kannte das vom Job her ja schon, doch so auf dem Fahrrad war das wider was anderes. Da wir eine Gruppe von nur 13 Leuten waren, war das für die PKW-Lenker weniger spaßig. Überholen der langen Gruppe ging so gut wie gar nicht, oder eben nie ohne Gefährdung. Wir aber auch die Autofahrer blieben aber weites gehend cool, sehen wir mal von den typischen Ausreißern ab.  Jedenfalls erreichten wir so den Einstige der Nordbanhtrasse, die für mich orientierungtechnisch rechts ab von der fetten Ortskreuzung, wiederum links hinter dem Parkplatz des Einkaufszentrum lag.

Die Nordbahntrasse ist des Radfahrers Traum. Schnurstracks geradeaus, nur sehr wenige Teile die den Anschein erwecken wollen eine Kurve zu sein, immer wieder ein paar Sehenswürdigkeiten am Rande, auch Lokalitäten hier und da und on top, die ganze Strecke asphaltiert.

Besonders cool fand ich die Utopiastadt Location ( Homepage ). Erinnerte mich so an das Fritz, seines Zeichens der alte Königlich-kaiserlich Bahnhof zu Essen Kupferdreh. Aha, ich sehe gerade das Fritz ist wohl jetzt unter dem Namen Lukas aufzufinden. Aber nur als Restaurant.
Dort wurde dann die erste längere Pause gemacht, es hatte temperaturmäßig schon mächtig angezogen und so tat diese Pause auch allen recht gut. Dann ging es über die Nordbahntrasse bis zum Ende.

Nach dem Ende dieser Trasse stießen wir uns in´s urbane Getümmel, sprich auf schnöden Kraftfahrzeugstraßen etwas weiter runter wieder in das Tal. Nächste Station war Wuppertal-Oberbarmen, wo die Endhaltestelle der Schwebebahn war. Schwebebahnfahren war angesagt, natürlich nur für die Leute die Lust hatten und wollten. Ich war da in den frühen Jugend schon mal drin, also klemmte ich mir das, sah das aber auch so, ich bin gekommen um eine nette Radtour zu machen und mit den Leuten zu plauschen. Zumal, wenn ich Schwebebahn fahren wollte, dies lieber mit der Holden samt Kids machen würde.

Und so blieb eine gute Truppe am Bahnhof Wuppertal-Oberbarmen zurück. Es ergaben sich Gespräche, ich konnte meinen Wasservorrat nochmal für schlappe 2,20 für den Liter auffüllen, aber mein Gott. Es dauerte zwar eine gute Weile bis der fahrende Trupp wider eintraf, aber langweilig war das nicht. Ausruhen im Schatten, für die noch kommenden Höllenkilometer.

Denn die führten uns direkt auf der B7 entlang, quer durch Wuppertal. Wie anders das doch ausschaut, wenn man auf einem Fahrrad daher fährt. Hinter Elberfeld, wo wir das Luisenviertel durchfuhren ( auch das kannte ich ja schon ) stießen wir auf die Zuführung zur letzten Trasse, der Sambatrasse. Die Zufahrt links ab von der B7 ist etwas unscheinbar, fast versteckt, aber ich denke, wenn ich nochmal in der Ecke wäre, datt finde ich wieder ! Dürfte rein von der Karte her die Kabelstraße gewesen sein.

Leider zeigte sich hier, daß einem Mitstreiter irgendwie die Puste ausgegangen war. Radel ich also so noch an ihm vorbei, er ist bereits abgestiegen und schiebt sehr langsam sein Bike die seichte Steigung hoch, denke ich noch so: „mensch, der sah jetzt nicht wirklich prickelnd aus, dreh nochmal um und schau ihn dir genauer an !

Ich also wieder kehr um gemacht, hab mich langsam an ihn heran rollen lassen und siehe da, der Hitzeteufel hatte gut zugeschlagen. Trinkaufforderung, Helm an, Wasser über den Kopf schütten und in der nächsten schattigen Kurve erstmal Auszeit nehmen. Leider gab es keinen Kiosk in der nähe wo man hätte zwei drei eiskalte Coke besorgen können. Die schön wo in den Ecken drücken und an die Schlagadern im Handgelenkbereich, warten bis alles runter gekühlt ist und dann eben wieder langsam los. Tja, aber das Budensterben hatte sah ein Wuppertal zugeschlagen. ( Jetzt grübel ich gerade, wie man so etwas demnächst mal begegnen könnte ? Kühlpad wird ja irgendwann warm sein, Eisspray wäre ein Plan eventuell ein kleines Handtuch zum Luft zuwedeln. )

Nach einer längeren Pause haben wir uns als gemeinsame Gruppe bis zum Eingang der Sambatrasse hochgekurbelt, während er und meiner einer aber besser die letzte Steigung dorthin schoben. Zum Glück war es am Startpunkt der Sambatrasse gut schattig und es wurde eine abermalige Pause eingelegt. Diesmal auch noch länger.

Jetzt hat das ja mit dem Schatten klare Vorteile, doch wo viele Schatten spendende Bäume sind ist auch leider wenig Wind. Ganz blöd iss, durch die doch extremere Tallage von Wuppertal heizt sich das zum einen gut auf, zum anderen geht da sowieso kaum Wind. Aber was soll ich groß erzählen ?

Irgendwann war wider Start angesagt und wir kurbelten mehr oder weniger gemeinsam sehr langsam die Sambatrasse hoch. Landschaftlich übrigens sehr schön, sehr viel Wald und Grün, die Steigung hält sich in Grenzen ist also machbar und wenn nicht…
…Päuschen hier und da schafft wider Luft. Das war dann auch so die grobe Strategie die wir als Gruppe durchzogen. Irgendwo im oberen Drittel war dann noch ein Wirtshaus, dort wurde zünftig eingekehrt und das eine oder andere alkoholfreie Getränk zu sich genommen. Dann war auch der Durchhänger weg, was uns aber nicht von dem eher sehr meditativen Tempo abhielt.

Ich war dann am vermeintlichen Ende der Sambatrasse recht erstaunt, daß jene noch weiter führte. Das hatte ich so gar nicht mehr in meinem Kopfnavi parat. Noch erstaunter war ich dann, daß das echte Ende quasi schon in Griffsweite der Zugangsstraße des Naturfreundehaus lag.
Und genau auf den letzten schnellen Bergabmeters hatte sich der Ortlieb Seat-Pack nochmal verselbstständigt und das Rücklicht auf eine Flugbahn gehebelt. Ist natürlich defekt, mist-kacke-verdammte-zum-Teufel-nochmal !!!

Ja und so war die Tour nach epischen Zahlen/ Strava ,aber noch epischeren Dampfschwühhitze endlich vorbei. Auch wenn alles super geklappt hat, die Strecke super war, ja sogar das Befahren der B7 mit Kraftverkher hatte gut geklappt, man war dann doch froh endlich ein Kaltgetränk an der Unterlippe hängen zu haben oder, so wie ich, mal schnell unter die Dusche zu hüpfen und schnell frische Zeug anziehen.

Der Rest des Abends war genauso entspannt wie der Tag, Päuschchen hier, Pläuschchen dort, was trinken, Wasser war bei mir angesagt und letztendlich wurde der Grill befeuert und das Tafelgut auf heißen Kohlen gebrutzelt. Auch bei Tisch gab´s nette Unterhaltungen und irgendwann…

…zur herannahenden Nacht, verabschiedete ich mich, lud das CAADX in die Karre, nein falsch, zunächst wurde noch ein Fahrrad in die Blechkarre geladen, von jemanden hier aus dem Claim, dann halt meines, wobei… *grübel* …das hatten wir schon vor dem Grillen erledigt und dann war Heimfahrt angesagt. Unterwegs ergaben sich durchaus interessante Gespräche, die Heimfahrt war also auch nicht langweilig.

Bikedefekte: leider hat es dann aufgrund des nicht press geparkten Ortieb Seat Pack auf den letzten Metern abwärts, dazu noch hier und da gewisse Bodenunebenheiten, einen Abflug meines  Busch & Müller TOPLIGTH Flat S permament gegeben. Was mich dann wieder zu der anderen Artikel-Kategorie überleitet…

Biketouren „After-Show-Party“: wenn man, also ich, mit sowenig Gepäck unterwegs ist, dann muß ich man sich noch was einfallen lassen. Das fette Schloss lässt sich irre schlecht transportieren, jedenfalls dann, wenn man nicht herkömmlichen Radtaschen unterwegs ist.

Bike nachgedacht: at last, wieder einen Blick in die Kilometerzahlen. Laut meiner Exceltabelle habe ich im gelaufenen Monat schon 970 Kilometer runter. Bis zur magischen Grenze Monatsabschluss im laufenden Jahr die 5.000 voll zu machen fehlen noch 69 Kilometer.
Weiter runter gerechnet, um die fehlenden 30 Kilometer bis die 1.000 per Monat voll sind, mach ich mir bei drei Arbeitstagen keine Sorgen. Da kommen so oder so die platten 120 Kilometer. Somit sind die 5.000 für die geradelten Monate an der Zahl fünf auch kein Ding. Doch was machen mit dem Feiertag ? Ist die Family oder gar die Holde zu Hause, oder kann ma(n)n nochmal ohne schlechtes Gewissen auf´s Bike hüpfen ?

Ganz blöder Gedanke, der Wecker bimmelt wie immer um 05:00, Bikerfrühstück und dann ab in die alte Heimat. Wechselwäsche im Gepäck, duschen und plauschen bei Mutti, die sicher auch was lecker in den Kochtopf wirft, dann noch bei einem wieder netten Gespräch nebst Espresso als sacken lassen und dann wider gen Heimat radeln ? Schauen wir ma´…

 

 

 

Jetzt hätte ich doch fast den Link zum Album des Tages vergessen. Also biddöschöööön <klick mich>

 

Mehr Schutz für Radfahrer

Mai 23, 2018

Bike nachgedacht: die obrigen Zeilen waren neulich auf der Titelseite !!! der Samstagsausgabe des Westfälischen Anzeigers zu finden. Fast deckungsgleich erinnerten mich diese Zeilen an den Artikel des Critical Mass Hannover. Warum nur ?

Der Bundesrat will das Risiko durch abbiegende LKW deutlich verringern ( nein eigentlich wird die entsprechende Lobby dem Bundesrat geraten haben, die LKW entsprechend auszurüsten. Denn mit diesen zusätzlichen technischen Features lässt sich seitens der Lobby und deren Auftraggeber wieder Geld verdienen. Denn Kopp wird damit niemand einschalten ! ). Online gibt es dazu leider nur eine Meldung von den Westfälischen Nachrichten <klick>.

Interessant ist aber mal wider, das ob der eigentlich genannten Problematik zumindest unterschwellig versucht wird, die Radfahrer selbst in den Fokus der Sicherheit zu stellen. ( Das kursiv von mir gebrachte Material ist aus dem Druckartikel zitiert. )

Binnen vier Jahren habe es bundesweit zuletzt 620 Unfälle durch abbiegende Lastwagen mit 40 getöteten Radfahrern gegeben, sagte die Berliner Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos). Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) betonte: „Es besteht dingender Handlungsbedarf.“ Schuld hätten in den seltensten Fällen die Radfahrer. „Viele dieser Unfälle wären mit den heutigen technischen Mitteln vermeidbar“, fügte er hinzu. Bislang seien diese Möglichkeiten nicht gesetzlichen vorgeschrieben. „Das muß sich ändern.“

Gut Frau Günther und Herr Woidke, natürlich besteht dringender Handlungsbedarf. Und das nicht erst seit gestern. Wie war das noch mit dem Dieselskandal ? Das wusste man auch schon seit Jahren, hat aber auch niemanden daran gehindert so wie bisher weiter zu machen, oder ? Jetzt kurz vor Toresschluss… . Ich sehe das mal so, auch seit Jahren ist es kein hoch wissenschaftliches Geheimnis, daß unsere Innenstädte aus allen Nähten platzen und das die Belastung jedeweder Art durch den Kraftverkehr verursacht werden.

Sehen wir uns die fabelhaften Entwicklung der Autoindustrie doch mal an. Kleinwagen gehen kaum noch auf dem Markt, also wird wieder eine neue Sau durchs Dorf gejagt: die SUV´s und Geländewagen scheinen die beste Lösung für all unsere Problem zu sein. Ja ne´iss klar ! Nicht gegen eine vernünftige Raumlösung für die tatsächlich anstehenden Transporte, aber muß soetwas sein ?

Jetzt kommt natürlich erschwerend dazu, das es bundesweit keine brauchbaren Lösungen für alternative Fortbewegungsmethodiken gibt. Die Umwelt wird nachweislich versaut und in Folge dessen wird auch auch wissentlich die Gesundheit der nicht direkt mit dieser Gefahr konfrontierten Menschen in Kauf genommen, sondern auch langfristig derer Menschen, die sich dann in Drittweltländern mit unseren Altlasten rumärgern können.

Alternative Fortbewegung ist auch ein öffentliches Verkehrssystem und dazu – auch was – das Fahrrad. Doch auch für dieses wird in der Regel nur Halbherzigkeiten geboten. Der Radweg wird zwar großmundig propagiert, doch schon diese Denkweise ist längst überaltert. Der Radweg werte Herrschaften hat zur Zeit der Gründung der Bundesrepublik eventuell noch gut funktioniert. Heute ist die Zahl der Radfahrer derart gestiegen, analog dazu die Gefahrenequellen als auch die Erkenntnis über jene Gefahren, daß der einzige logische Schluss nur sein kann, das Fahrrad selbst als Verkehrsmittel endlich als vollwertig an zu erkennen und ihm den gleichen Raum auf der Fahrbahn zu verschaffen.
Radfahrspuren in den Verkehr integriert als auch Radschnellstraßen sind nicht nur eine Lösung, sie sind die Lösung. Und jetzt sagen nicht nicht nein, das geht nicht, denn daß es geht und wird im nordischen Ausland gezeigt. Gut, dort ist die Autolobby nicht so mächtig…

Ich führe dazu mal weiter aus dem Artikel jene Zeilen ein:

Die Länder wollen erreichen, dass Abbiegeassistenten künftig für alle Nutzfahrzeuge mit einem zugelassenen Gesamtgewicht von siebeneinhalb Tonnen und mehr verpflichtend werden. Ältere Fahrzeuge sollen nachgerüstet werden. „Ohne Nachrüstungspflich bestünde das Sicherheitsrisiko noch viele weitere Jahre – das kann niemand wollen“, so Günther. Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) forderte eine EU-weite Initiative – wegen der vielen ausländischen LKW in Deutschland.

Jetzt mal ehrlich, eine technische Lösung ist immer gut und auch schön. Was technisch machbar ist, sollte auch so umgesetzt werden. Doch wenn ich so in den Autofahreralltag schaue, und ich sage dies als Kraftfahrzeugführer selbst, dann scheint da irgendwas nicht zu Funktionieren.
Denn obwohl jenem schon seit der Fahrschule bekannt ist was es mit den Geschwindigkeiten so auf sich hat. Das Ampeln nicht bei rot überfahren werden sollten ist auch klar. Dennoch haben wir Autos die allerlei sinnvollen Schnickschnack haben und dennoch wird fröhlich zu schnell gefahren, Stoppschilder sind nur proforma aufgestellt, rote Ampeln – kann ja ma´ passieren… .

Jetzt frag ich mich was sollen Abbiegeassistenten bewirken ? Das Lastkraftwagen Fahrer plötzlich langsamer, also nur mit vorgeschriebener Geschwindigkeit auf die Kreuzung zu und schauen vorschriftsmäßig in die Spiegel. Ja, ich kenne auch den toten Winkel, habe lange genug einige Kilometer auf 7,5t gemacht. Da hilft so ein Abbiegeassistenten, aber vorschriftsmäßig fahren muß man dann doch selbst.

Clever, weil hier sehe ich eine gewisse Unterschwelligkeit wird zu dem Druckartikel ein Fenster abgedruckt, mit dem Titel:

Ohne Helm 

Fast jeder zweite Deutsche (48 Prozent) trägt beim Radfahren nie einen Helm. Rund jeder Fünfte (22 Prozent) setzt den Kopfschutz dagegen immer auf. Das ist das Ergebnis eine repräsentativen Forst-Umfrage. Fast zwei Drittel (63 Prozent) fühlen sich auf dem Fahrrad „sicher“ oder „sehr sicher“ im Straßenverkehr. Ein Drittel (32 Prozent) fühlten sich „weniger sicher“. Einen Unfall mit dem Rad hatten schon etwa jeder Dritte (32 Prozent) bereit. Als gefährlichster Situation nenn die Radler abbiegende Autos (75 Prozent), fehlende Radwege (62 Prozent) und aus abgestellten Autos aussteigende Personen (50 Prozent).

Gut, was soll nun der Titel dieses Artikels ? Gibt es einen konkreten Zusammenhang zwischen dem Tragen und Nichtragen des Fahrradhelms und den genannten gefährlichen Situationen ? Gegenthese, wenn ich nun einen Helm aufsetzte, steigen dann die Leute aus dem Auto vorsichtiger aus, werden Radwege ( ein weiteres in meinen und wohl auch bei vielen anderen Radfahrern heikles Thema für sich ) gefahrloser und ist die Abbigesituation dann ebenfalls Geschichte ?

Wohl kaum !

Der Helm schützt nur den Kopf, er verhindert keine der gefährlichen Situationen. Einen Helm halte ich für gut, noch besser fände ich, wenn sich die breite Öffentlichkeit dazu durchringen könnte, etwas mehr für alternative Fortbewegung zu tun.

 

 

Böse Falle

Januar 9, 2018

Bike nachgedacht/ look after…: es ist so unendlich schwer ein Bike-Junky zu sein. Irgendwie dreht man sich im Kreis, fährt das eine CAADX-Rad, das andere Stahl Renner Rad steht noch in der Garage, bei mir in der Fitness-Garage und das alte Volotec hängt dort auch noch. Aber was ist ? Man denkt an ein neues Bike !

Und so ist die böse Falle dann, wenn man in seinem Dashboard nach was sucht, dabei auf einen Beitrag samt Kommentar stößt, der dann wiederum eine Bike-Herstellersseite herauswirft. In diesem Falle – Velotraum.

War da nicht 27,5″ schon immer das bessere Laufradmaß für einen Cyclocrosser ? Es wird wohl nie das eine perfekte Fahrrad geben.

22.376km & 18.910km/ 30.12.2017

Dezember 30, 2017

Bikeallatag/ Stahl Renner/ Singlespeed 53-16/ The Cure – Forest/ „Plattfüße“: eine kurze Woche nach den verfressenen Feiertagen, aber mal schauen was so geht ? Der Bericht startet am letzten Feiertag und zwar mit dem…

Dienstag: …mal eben flotti Karotti rüber zur Verwandtschaft, also auf´s CAADX geschwungen und nach knapp 1,5km…

!!! PENG !!!

…kapitaler und sofortiger Luftverlust am Hinterrad. Nach nun doch 3.195km hatte sich ein Teil der Seitenflanke von seiner Aufgabenstellung verabschiedet.

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Um ehrlich zu sein, ich hatte das jetzt nicht so auf dem Schirm, daß die Reifen schon wieder soviel runter hatten. Aber ein paar mehr Kilometer hätten es schon sein dürfen. Gut, bin dann umgedreht und die paar Meters zu Fuß nach Hause. Somit hab ich dann auch die Plattfußstory aufgefrischt. Dort das CAADX in die Fitness-Garage geschoben und dann mit dem Stahl Renner einen neuen Ansatz gemacht.

Blöd, ich muß immer irgendwie rausknobel wieviel Laufleistung die Laufräder mit den jeweiligen Reifen schon haben. Aber an dem Punkt, der geneigte Autor war ja clever und hat sich in seiner Trainingsverwaltung für diesen Reifen eine eigenes Bike angelegt. Die Auswertung samt dem entsprechenden Jahr aufrufen, dann das Bike rauspicken, et voilá…
Jedenfalls wird gerade eben bei Bike24.de eine Bestellung mit Neuware ausgelöst.

Und so werd ich wohl den Rest der Woche, oder zumindest bis die Bestellung eintrifft, mit dem Stahl Renner unterwegs sein. Das Wetter spielt ja gerade mit, warum also nicht ? Das einzige was mich jetzt daran stört ist, daß es zumindest heute arg windig war. Ich hoffe mal, daß sich das die Woche über eher im Zaum hält. Singlespeed und viel Wind ist nicht immer die beste Kombination.

Mittwoch: Restart des normalen Lebens, zumindest für drei Tage. Aber nach dem Mobilweckerbimmeln war die Welt recht gut in Ordnung. Ganz ehrlich…

…ja ich weiß, ich erwähnte es schon öfters, aber so Feiertage am Stück, also das iss nix für mich. Ich freue mich auf meinen Job. Auf das was ich zu tun habe. Das ich raus komme, in Bewegung bin, auch wenn sich das für einige krank anhört. Ich brauche das wie die Luft zum Atmen, wie das Draußensein.

Also Espresso in den Kopp gekippt, etwas als Grundlage nachgeworfen und dann auf den Stahl Renner gestiegen. Das ging natürlich nicht einfach so, denn durch das ganze Rumhocken bin ich doch wider steif geworden.  Endlich aufgessesen, erstmal ankurbeln. Mit der Übersetzung von 53 auf 16 Zähne ist das aber son Ding. Die tritt man nicht mal eben so aus dem Stand. Und schon gar nicht wenn man das schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gemacht hat. Nach ein paar Meterchens warmrollen ging das dann aber recht passabel. Endlich auf Strecke und nach einer weiteren halbe Stunde war ich erst richtig warm. Ist immer so. Selbst der seichte Gegenwind konnte mir nix anhaben. Es lief gut, zu gut.
Denn an der Firma vorbei gerollt mußte ich tatsächlich noch gute 6 Minuten via Extraschleife hinzufahren, damit ich die obligatorische Winterpokalstunde voll bekam. Bloß keine unnötigen Points verschenken. Ja albern, aber gut.

Der Job selbst war heute ganz ruhig. Im Grunde hatte ich bis auf das tägliche Postpacken nicht viel zu tun. Bin an den Zielort gefahren und hatte den ersten Kundenkontakt nach zehn Uhr. Danach auch nicht sonderlich viel, schon fast wieder langweilig.

Nachmittags auf der Heimfahrt zeigte sich dann auch die Wettervorhersage als fast wahr. Zumindest sank die Temperatur und hier und da fielen ein paar scheue Tröpfchen. Erhöhte Luftfeuchte. Die Brise kam jetzt recht neutral von schräg hinten und so konnte ich auf der Rennbahn mal den Gashahn locker machen.

Brachte aber wieder nix, denn am Burgtor mußte ich vorbei rollen, die Winterpokalstunde voll machen. Es gab eine Extrarunde durch’n Block. Passte dann. Den Stahl Renner in die Fitness-Garage geschoben bot jener nicht den Anblick den ich erhoffte. Leider recht gut zugesaut.
Also wird mit ein paar ollen Tempotüchern, dies mal als Geschenkware gab und zum Naseputzen kaum ausreichen, der grobe Rotz abgewischt. Ein Fahrrad ist nicht für´s schöne Aussehen gebaut – es muß rollen ! Wie schnell man doch seine guten Vorsätze über Bord wirft.

Natürlich schlüpfte ich vorab in die bereitgelegten Trainingsschuhe, Fleecejacke und Flecceweste, zog noch zwei dünne Mützen über´s schüttere Haupt und legte noch ein Afterrun-Workout hinterher. Ich fühle mich gut und freue mich auf den Rest der Woche. Denn, ab morgen hab ich nicht nur eine andere Jobrunde zu fahren, die auch noch früher im Stall ist, sondern auch noch eine nette Kollegin mit an Board die sich die Jobrunde anschauen soll. Was will der Mensch mehr !?

Jetzt noch ein kleines Betthupferl und dann ab in die Horizontale.

Ach ja, kleine Zwischenzeile noch. Natürlich meckerte der Sigma Alti 14.12 vom Stahl Renner, daß die Batterie schwach sei. Blöd, lag doch eigentlich dieses Jahr fast nur untätig rum. Egal, also wieder mal ab zu Das Rad Dortmund und dort zwei frische Knopfzellen geholt.
Ich finde das ja immer wieder genial wenn ich in den Laden komme und man mich mit dem Vornamen anspricht. Wie behalten die nur all die Namen ? Ich meine, so oft bin ich jetzt auch nicht da. Peter, ich hoffe ich darf den Namen mal hier einwerfen, hat mich sofort erkannt und angesprochen. Ach ja, wollte ich schon letztes mal niedertippend, die Guten haben ihre Homepage mal richtig klasse auf Vordermann gebracht.

Und noch eine Zwischenzeile, Bike24.de hat die Borckens in den Kartonage geworfen und auf den Weg gebracht.

Bike nachgedacht: an dem Punkt muß ich auch wieder ein Pro-Argument für meinen Byrton ( oder halt ähnliche Geräte ) einwerfen. So Teile stöpselt man an den Strom und dann laden sie. Keine Batteriezellen mehr die irgendwann leer sind und im Grunde Sondermüll darstellen.
Ja, und war es nicht ausgerechnet Peter, der mir ein Garmin zeigte, als wir darüber in ein zum Glück kurzes Gespräch kamen ? Das Vorführgerät, mit der auch in Norditalien unterwegs gewesen sei holte er aus der Senke. Er machte es an, erklärte dabei ein zwei Dinge und schmiss das Teil dann über die Schulter nach hinten auf den Boden. Drehte sich komplett gelassen um, ging hin, hob es auf und zeigte mir das laufende Gerät ! Also, wenn das mal kein Argument für einen grobmotorisch veranlagten Bewegeungs-Legastheniker wie mich sein sollte. Ja da wird man schon etwas schwach…

Donnerstag: der Tag beginnt in gewohnter Manier. Bloß keine Extras mehr, dafür bin ich zu alt. Ma(n)n braucht eine gewisse Routine. Also Espresso double gekippt und dann ab auf den Stahl Renner. Irgendwo im letzten Drittel hielt ich mal kurz an um mir die Nase etwas gründlicher zu schnäupen. Im Halten vernehme ich noch so wie wohl mein Mobil gebimmelt hatte. Kein gutes Zeichen. Aber groß was machen bringt auch nix. Handschuhe ausziehen, zurückrufen, dann wieder das Phone zurück in die Tasche frickeln und at last Handschuhe anziehen… . Kostet nur alles unnötig Zeit und hat dann nur den Effekt, daß ich noch später im Stall bin. Also auf in die Pedale gewuchtet und eingerollt.

Schnell den Stahl Renner in die Ecke geschoben, die ersten Brockens entkleidet um nicht komplett zu fiebern und dann den Rückruf getätigt. Eine vertretende Kollegin war ausgefallen, wer fährt was bzw. wer kann was fahren ? Nach der Klärung ergab sich zumindest für mich keine Änderung. Also weiter im Tagesgeschäft.

Der Tag ging fix rum, alles klappte recht gut. Nach der Schicht schnell nach Hause gerollt, heute ohne Extrameters für die Winterpokalpoints. Dafür dann aber auf der Terrasse noch eine Krafttraining-Einheit hingelegt und dann rein in die Burg. Genug für heute. Ach ja, Päckchen ist angekommen… *freu*

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Freitag: last working day at his year ! Wenn’s denn so sein soll. Gestartet wird wieder in gewohnter Weise. Dann, ebenfalls in gewohnter Weise, seinen Arsch auf den Stahl Renner geschwungen und los. Aber irgendwas war anders…

Es war schon recht zäh, um es mal so zu sagen. Natürlich bließ der Wind wieder einen Tacken ambitionierter von vorne. Ich hatte wohl auch nicht so den Saft in den Knochen, also war es etappenweise schon nötig, einen Schüppe mehr Biss aufzubringen. Zum Glück gab´s keine weiteren Tagesjobüberraschungen und so konnte der Arbeitstag mal ungewohnt komplett entspannt – und vor allem mit frühen Feierabend – angegangen werden.

Aber auch auf der nachmittäglichen Rückfahrt wollte mein Laib nicht ganz so. Gut, der Wind kam jetzt eher von hinten maximal von schräg hinten, also von süd, aber um diese Jahreszeit auch sehr ungewöhnlich. Blöd iss nur, kommt der aus süden, ist immer recht böig und gerne auch heftiger. Also ließ ich mich dahinrollen, stemmte keine großen Kurbelumdrehungen mehr. zu Hause angekommen, einfach abgestiegen, alles abgepackt und dann ab in die Dusche. Hiernach noch etwas Refill mit Mittagessen, dann rüber zum Kumpel, jenwerelcher Geburtstag hat. Die kurze Woche ist rum, der Tag gelaufen und für den Rest des Jahres wird auch nicht mehr viel passieren.

Den Stahl Renner wieder fein machen und das CAADX mit den Neuteilen bestücken, da kommt am heutigen…

Samstag !

HAM PY 26

November 21, 2017

Bike nachgedacht/ PKW vs. Bike: ich weiß jetzt nicht wo ich ansetzten soll, aber heute Vormittag hatte ich das erst mal das Gefühl das irgendwas passieren muß. Der Grund dafür war wohl…

…das heute früh ein PKW mit dem oben genannten Kennzeichen ( unter Vorbehalt ) auf jeden Fall aber ein Audi A3 silber mich auf dem Standstreifen rechts überholt hatte, weil er rechst abbiegen wollte.

Leider für meinen Geschmack nicht nur ein wenig zu zügig, sondern auch mit ein viel wenig an Sicherheitsabstand. Genau genommen würde ich sagen, das sein linker Außenspiegel einen Luftzug weit von meiner rechten Hand entfernt war. Ja hallo ! Geht’s noch ?

Das ganze passierte auf der Kamener Straße und er ist dann, wie schon gesagt, rechts an mir vorbei geschossen über den Standstreifen in die Zwolle Allee abgebogen. Das ganze dürfte sich im zeitlichen Rahmen so um die halbsieben statt gefunden haben.

Anderer Ansatz. Klar dem Typen müßte man mal gehörig die Leviten lesen. Aber so auf die schnelle ging das natürlich nicht. Ich mußte erstmal Luft holen, denn links neben mir war ja auch noch ein PKW. Der ist dann vor ihm, übrigens regelkonform in den Rechtsabbiegerstreifen eingefahren. Ich war also quasi zwischen den beiden PKW. Zum Zeitpunkt X haste ich mich schon vom Standstreifen weg auf die weiße Linie begeben, weil ich ja an jener Ampel links abbiege.

Aber genau jene Kreuzung ist so zweimal die Woche ein Schauspiel wert. Wenn wir, also der Linksabbiegerverkehr und der Geradausverkehr schon längst grün haben, zieht mindestens noch einer aus der Zwolle Allee raus und kachelt noch über die Kreuzung. Klar ich bin zu langsam, auch wenn er schon bei rot drüber ist, aber irgendwann denk ich mir…

Diese Ampelkreuzung und noch eine andere ( Dortmunder Straße/ Am Tibaum nahe des Kronstünchens ), eine auf der Rückfahrt, übrigens mit der gleichen Situationsgrundlage. Wir, also die Rechtsabbieger, Linksabbieger und der Geradeausverkehr haben schon längst grün und fahren los, kommen auch dort so zweimal die Woche im Schnitt, von rechts immer noch ein paar Deppen die dann ja bei vollrot rüberfahren müssen. Anders ist das gar nicht möglich.

Oft hab ich mir schon gedacht, das müßte man doch mal den örtlichen Zuständigkeiten melden. Aber wie stellt man das an ? Und was kommt dabei heraus ?
Klar heute früh hätte ich zum Hörer greifen sollen und den Freund & Helfer kontaktieren. Aber was werden die machen ? Kennzeichnen aufnehmen, ich werde zu denen hin müssen, Schriftkram und das natürlich alles vorm Job. Da würde mein Vorgesetzter bestimmt total happy sein.

Letztendlich denke ich mir, wird man auf der Wache nur Schulterzucken, vielleicht noch sagen „ist doch nix passiert„, und wenn ich Glück habe wird man mal schauen wie´s mit dem Fahrzeug ausschaut. Kontakt hattee ich ja nicht, Spuren werden also nicht auszumachen sein. Ob sie/ er dann Verwahrung ausgesprochen bekommt, steht wohl auch eher in den Sternen.

Ganz ehrlich, ich fahre ja meisten abseits der üblichen Wegstrecken und will da jetzt auch keinen auf Schulmeister machen. Klar der Freund & Helfer hat auch anderes zu tun, wird sich mit den echten Misslichkeiten dieses Lebens rumärgern müssen. Aber wie oder was könnte man machen ?

Rumgelaber

September 13, 2017

…und sonst ?/ Newsticker/ wichtig !/ (Bike) nachgedacht: normalerweise würde ich diese Zeilen mal wieder auf meinem Naturesense Blog platzieren, aber ich denke es geht auch mal hier.

Also ich stöber ja immer ganz gerne beim Abendbrot in einem bekannten Videochannel. Heute bin ich auf etwas gestoßen, daß mal wieder zeigt, das es auch anders gehen kann. Zum Schluss wird aber gesagt, daß es in der BRD eben noch nicht geht: „weil man sich noch in Gespächen mit den Netzbetreibern befindet.“ Sagt mir, die Netzbetreiber verarschen uns doch.

Die gezeigte Idee ist recht einfach. Ein Solarpanel für den Balkon oder die Terrasse inklusive der nötigen Wandlertechnik und das alles noch zu einem, wie ich finde, durchaus guten Preis. Das Teil erzeugt Strom, der – und jetzt kommt es ! – dirket über eine ganz normale Steckdose in den Haushalt eingespeist werden kann.
Da muß also nix umgebaut oder speziell dafür hergerichtet werden. Es wird keine Megamenge an Strom erzeugt, aber so allerlei kann man schon damit machen. Wird aber auch im Film erläutert.

Ich grübel gerade weswegen die mit den deutschen Netzbetreibern in Gesprächen stehen müssen ? Es wird dabei mit Sicherheit um den Betrieb dieser Anlagen gehen aber vor allem um die direkte Einspeisung und somit Nutzung. Also um im wörtlichen Sinne, direkte finanzielle Einbußen. Das Wort Betriebserlaubnis steht da bei mir im Raum.
Aber, wäre der reine Besitzt dieser Anlagen strafbar, mal so blöd gefragt ? Ich denke nicht. Daraus gefolgert, wie wollen die oder könnten den Betrieb nachweisen ? Oder grob gesagt, was die nicht wissen macht sie nicht heiß.

Oder noch weiter gedacht, würden die sich die Mühe machen das ordentlich, weil’s ja gerichtlich nachweisbar sein müsste, nachzuweisen ?

Wieder andersrum, warum können wir als Nutzer nicht die Betreiber daraufhin verklagen, das sie uns vorsätzlich dreckigen Strom liefern, weil wir ja sauberen Strom niocht nutzen dürfen.

Bikeklamotten/ Bike Jacke/ Dermizax: so dann noch was zu dem Thema. Nach den beiden recht intensiven Regentagen und der erst neulich durchgeführten Pflegeaktion der Löffler Jacke als auch die GORE Jacke und dann Reaktivierung via Trockner, war wohl nicht ganz so erfolgreich. Denn, ja irgendwie waren bei der Löffler die Schulterpartien feucht und bei der GORE Jacke hatte ich das Gefühl, das die Arme von innen feucht waren. Zumindest im letzten Falle könnte das aber auch Staufeuchte gewesen sein.

Also hab ich mir gerad eben auf bekannter Onlineverkaufsplattform die Protective Luis bestellt. In XXL, eine war noch zu haben. Ich denke sie wird in den nächsten Tagen hier entreffen und dann schauen wir mal weiter.

Bikealltag/ Sport & Alltag/ Alter: auch hier gibt´s was von mir zu erzählen. In Sachen Knochen bin ich wieder ein Stück weiter. Wech geht´s nicht mehr, das ist mal Fakt.

Fakt ist aber auch, das Bewegung Segen bringt. Normales Gehen ist recht gut möglich, ein beschwerdefreier Alltag auch. Nicht immer, aber eben fast. Jetzt hatte ich letzten Sonntag mich mal beim Walken versucht. War eine rechter Mistidee, ging gar nicht. Es ist zwar eine 3,9km Runde durchgezogen worden, aber gut ist echt was anderes. Das Bein, die Hüfte zickt genau dafür zu sehr rum.

Heute habe ich dann mal den Gedanken umgesetzt wie das mit Seilchenspringen ist. Denn, ich hatte immer wider festgestellt, also auch bei den täglichen Gängen die man so macht, wenn ich betont auf dem Vorderfuß gehe, in für meine Verhältnisse superkurzen Schritten, dann klappt das so gut, das ich gar nix merke.

Beim Walken war das aber genau nicht der Fall. Beim Seilchenspringen geht das gar nicht anders. Und siehe da…
…gute 15 Minuten, mir der einen oder anderen Unterbrechung weil ich mich im Springseil verharkte, kamen dabei rum. Dann werd ich das jetzt erstmal als Laufersatz nutzen. Zumindest teilweise.

Bikealltag: ach ja nur mal so am Rande, mit dem CAADX werden noch in dieser Woche die 16.000 Kilometergrenze durchfahren.