Archive for the ‘Bike nachgedacht’ Category

Tony Martin & Mathis Biermann/ 08:45Uhr/ 27.09.2018

September 27, 2018

Morgengruß/ …und sonst ?/ Newsticker/ Bike nachgedacht: muß ich doch erstmal loswerden und zwar geht die Message an Tony Martin, hier die-seine offizielle Website <klick>, von ihm habe ich heute im Sportteil des WA gelesen. Ja ich muß schon zugeben, recht untypisch für mich, daß ich überhaupt in den Sportteil irgendeiner Zeitung schaue. Folgende Zeilen lese ich da als Intro:
Als Tony Martin im Ziel seine zeit aufleuchten sah, senkte er enttäuscht seinen Kopf. Es war brutal, ich hatte einfach keinen super Tag, sagte Martin kurz nach dem Rennende ausgepumpt. Der 33-Jährige hatte alles gegeben, konnte aber seine Schwächen am Berg nicht kompensieren und mussten im WM-Einzelzeitfahren von Innsbruck eine neuerliche Niederlage hinnehmen. 

Die Zahlen die im nachfolgenden Artikel genannt werden lassen mich nur vor Ehrfurcht erstarren: 52,1km in 1:05:27 Stunden.

 

Also, auch wenn Du keinen guten Tag hattest lieber Tony Martin, meine Anerkennung hast Du.

 

Denn wenn ich diese Distanz fahren würde, kannst Du mal davon ausgehen, daß ich so um die 2,5h+ unterwegs sein werde. Und das in der Ebene.

Radreisen anderer: eine weitere Meldung kann ich aus dem WA entnehmen. Und zwar das Mathis Biermann, auch hier mal seine Website <klick>, eine Weltreise startet, rund 13.500 Kilometer lang, natürlich mit dem Fahrrad und ganz nebenbei noch Spenden für ein Brunnen-Projekt in Afrika/ Kamerun sammelt.

Fand ich mal interessant, da er auch aus dem östlichen Teil des Dorfes hier kommt, recht passgenau aus dem Teil, wo auch der Kumpel ansässig ist.

Bikealltag: jo ansonsten scheint sich an meiner „Baustelle-Rücken“ seit gestern Abend irgendwie eine seichte Besserung Raum zu verschaffen. Zumindest hier in der Burg konnte ich paar Schritte recht gut gehen. Also gehen in dem Sinne, daß ich mich nicht irgendwo fest zu halten oder auf den Oberschenkeln abzustützen. Halt weil ich sonst mich ja nicht aufrecht gehend bewegen konnte. Ich schätze aber mal, der Tag wird wieder lang und deshalb auch nicht gerade aufregend.

Trotzdem einen netten Morgengruß ab in die Welt !

 

Bike & Pack & Sleep

September 26, 2018

Bike nachgedacht/ Bike & Pack: hatte die Tage doch Biking Tom einen Artikel unter dem Titel „Wohlfühlen durch Bikepacking“ veröffentlicht entdeckt, so will ich auch mal hier meine Gedanken dazu einwerfen.

Wie ich schon im Kommentar bei Biking Tom sagte, …auch wenn ich Gravelbiking und Bikepacking mal wider als eine neue Sau sehe die durch´s Dorf getrieben wird, muß ich aber auch sagen, shit drupp ! Denn so wie ich das sehen, ganz so neu ist das oder dieser Gedanke nicht. Ich glaube die Mädels & Jungs die Gravelbiking & Bikepacking machen leben mit dem Hyp ganz gut, oder scheren sich kaum darum.

Neben diversen Events die es gibt, schätze ich Ausfahrten in die Natur und deren ja oft auch zumeist vom Radler eher unerkundeten Gebieten. Ein wenig Abenteuer schwingt da immer mit, ja der kleine Junge der damals im Wald gespielt hat, kommt wider hervor. Was ich aber noch am Bikepacking besonders schätze ist, das man alles was man so braucht bei sich hätte, ja ich bin da noch nicht aktiv, und so eine Unabhängigkeit generieren kann, die man so kaum finden kann. Die Tour neigt sich dem gefühlten Ende entgegen, kein Bock auf Hotelsuche mit all deren Feinheiten, nicht immer der schönsten Art, sondern sich wo eine Stelle suchen und dort sein Lager aufschlagen. Regelkonformität hin oder her, muß man halt schauen wie das jeweils so gehandhabt wird, werden muß.

Praktischerweise ist man dabei nicht nur in der Natur, sondern ist quasi auf einen positiven Zwang hin, ein Teil der Natur. Man lernt sie wider zu schätzen und auch mit ihr zu leben. Es wird dunkel also geh ich schlafen ( anstatt sich irgendwelchen Mist in den Schädel via TV zu dröhnen ). Wird es hell, wecken einen die Vöglein, man krabbelt aus seiner Bleibe, kocht sich ein Käffchen und macht ein kleines Frühstück. …Stell ich mir schon toll vor.

Soweit meine ersten Worte, wie schon gesagt, beim Kollegen Biking Tom hinterlassen.

Ich denke aber, bei vielen steckt da noch viel mehr hinter. Bei mir kommt da durchaus auch der Gedanke auf, sich dem Stress unsinnige bis gefährlicher Radverkehrsanlagen zu entziehen. Auch der Grund für mich, für ein Cyclocross-Bike zu entscheiden. Mal schnell die Grobstollenreifen reingebaut und anstatt sich mit den baulichen Gegebenheiten rum zu ärgern, wo am Channel entlang knastern oder nette Waldwege fahren. Einfach abharken und gut iss.

Der Weg dahin ist aber auch vielseitig, denn wer mal für eine Zeit „aussteigen“ will, der braucht das eine oder andere an Equipment. Das geht natürlich von low-budget aus Altbeständen der Bundeswehr oder anderen militärischen Produkten, über Old-School wie Wolldecke und Lodenjacke, bis hin zum Ultralight, was dann zwar viel weniger auf die Gepäckwaage bringt, aber schon vorab vor allem das Portemonnaie erleichtert. Unsummen dürfen hier gerne bei Namenhaften Labeln gelassen werden.

Dabei fängt die simple Frage gar nicht an was kann ich ausgeben, sondern eher schon, was brauche ich überhaupt. Um den Schlafsack kommt man sowieso nicht drumherum, aber wird dann wo-wie untergebracht ? Beim surfen in der bekannten Onlineplattform findet man einige Grundformen.

  • Biwak – die im Grunde fast einfachste Lösung weil nur ein Bauteil und nix anderes als ein erweitertes Schlafsack
  • Tarp – also nur eine mehr oder weniger wasserdichte Plane, oder wie halt ein Zelt nur ohne Boden und Moskitonetz
  • Zelt – als der gemeinhin überall bekannte Klassiker
  • Hängematte – als eine Alternative

Jeder der sich damit beschäftig wird wohl kaum um eine Grundauswahl dieser drei unterschiedlichen Systeme herum kommen. Ich selber spiele da ganz gerne mit der Hängematte, wobei ich da aber auch über einen ersten Ansatz und ein paar Liegeversuchen noch nicht hinaus gekommen bin. Aber immerhin…

Was finde ich gut daran ? Ganz einfach, man ist in der Luft und hat mit den üblichen Feuchtigkeitsproblemen vom Boden nix am Arsch. Wennich das mal so wörtlich sagen darf. Zudem ist die Handhabung bei den meisten Hängematten extrem simpel ( hier empfehle ich mal Sackis Outdoor-Channel, natürlich neben den anderen guten Outdoor-Channel ) und man braucht, im Gegensatz zum Zelt kein Gestänge.
Denn Zeltgestänge baut immer irgendwie in die Länge und die ist am Bike oft schlecht unterzubringen. Auch muß ich sagen, das was mir so bisher in´s Auge gefallen ist, ist alles extremst klein verstaubar. Selbst mit Moskitonetz und Schlafsack, könnte alles irgendwie zwischen den Rennradlenker passen. Und selbst wenn nicht, Satteltaschen gibt es ja auch noch genug.

Zum Thema Unterbringung am Bike ist der deutsche Markt inzwischen gut offen. Neben Ortlieb, wo ich auch die „kleine Auswahl“ an Lenkertasche sowie Satteltasche habe, ist Vaude auf dem Markt präsent, Topeak, Apidura und noch ein paar mehr. Die Szene gibt da schnell noch was her. Mir wurde noch ein, ich meine polnisches Label zugetragen, komme jetzt aber nicht auf den Namen.

Mir ist aber der französische Hersteller Zéfal noch aufgefallen. Intelligente Kombi aus klippbaren Packsack aber vor allem für den Rennradlenker passend. Hatte ich ja aber schonmal eingeworfen.

Insgesamt wird man sich mit der Zeit Infos einholen, eventuell eine Liste machen ( so wie ich <klick> ) und dann mal schauen was kommt. Geld kostet das sowieso, wieviel man dann ausgibt, hängt dann natürlich auch von den Ansprüchen ab.

Ich werd mir die das alles mal anschauen und dann sehen was für mich sinnvoll wäre. Das man dann dafür Geld ausgibt stört mich weniger. Andere Leuten fahren für teuer Geld in ferne Länder in den Urlaub, der andere macht einfach mal eine Tour mit Übernachtung im näheren oder eben weiteren Umkreis. Zudem ist man so flexibler und lernt auch hier in der Heimat Land & Leute kennen.

Das sind meine zwei Cent dazu.

Ein Versuch der Fehleranalyse/ Rennbahn refresh 1.4

September 24, 2018

Bike nachgedacht/ Sicherheit/ Radweg(benutzungspflicht): ich komme nicht umher noch mal ein paar Zeilen zum Thema zu schreiben. Glaubt mir, so richtig glücklich bin ich damit nicht. Ich schiebe das jetzt schon ein gutes halbes Jahr vor mich her. Doch was soll die ganze Aufregung, Emotionen wie sie nun auch mal bei mir und anderen Radfahreren vorkommen können, bringen niemanden weiter.

Deshalb jetzt, wir schreiben inzwischen mit den ersten Zeilen am 29.05. und heute am 23.09.2018, hier…

…ein Versuch der Fehleranalyse für weitere bauliche Vorhaben.

Kernfrage für mich ist oder wäre, der Drops ist gelutscht, wie kann man das mit einem geringst möglichen Aufwand in seiner Situation so optimieren, das zumindest die ganz groben und gemeingefährlichen Situationen beseitigt werden könnten ?
Oder anders gesagt, ja ich kann mich zum einen nicht einfach täglich abfinden oder aufregen ohne zumindest den Versuch unternommen zu haben, kreativ mal was aus dem Hut zu zaubern.

Kurze Einleitung

…für den bisher im Thema nicht Eingeweihten, man hat ob des guten Willen mitten auf meinem täglichen Arbeitsweg eine Radwegbenutzung angeordnet im Zusammenhang mit einem ( vermeintlich ) sicheren Fuß-Radwegstreifen, jener welcher im Rahmen einer umfassenden und auch sicher längst notwendigen Fahrbahndeckenerneuerung angelegt worden ist.

Der Ist-Zustand/ die Faktenlage

Der erste Eindruck sieht also so aus, eigentlich gut gedacht…
…denn die bauliche Ausführung bringt einen wunderbaren und breiten Fuß-Radwegkombi hervor, der in seiner Oberflächengüte und baulichen Trennung mittels wirklich hervorragend angebrachter Leitplanke als Schutzmaßnahme gedacht ist. Ich krame mal dazu ein paar Bilder hervor.

die Zufahrt von Osten her kommend

ein Teilstück von Westen her

Ich setzte mal hier an…

  • gut zu erkennen ist, das die bauliche Breite grob geschätzt mindestens 2,5 wohl aber eher gut darüber ist
  • die Qualität der Fahrbahnoberfläche unterscheidet sich in keinster Weise von jener der Fahrbahnoberfläche für Kraftfahrzeuge, hier hat man also nicht am falschen Ende gespart
  • im Rahmen der baulichen Ausführung hat man zudem eine Leitplanke in vorbildlichster Weise in den Boden verankert, die ich so noch nirgends gesehen habe. Die Abstände der Bodenanker dürften wohl kaum den 1m-Abstand überschreiten
  • auch der seitlich verlaufende Grünstreifen wurde bereinigt, man hat also den ja gerne auf die Fahrbahn wuchernden Grünbewuchs beseitigt

Soweit muß man also erstmal sagen, ja ein Lob ist angebracht, das Land NRW als Bauträger der Maßnahme hat sich das hier mal was gut kosten lassen…

Kritikpunkte

…wenn da nicht gewisse Bedenken wären. Denn jetzt kommt die Situation auf den Radpendler hinzu, das die hier geschaffene Tatsache nur ein Teilstück eines zu befahrenden Abschnittes ist. Denn der Umfang dieser baulichen Maßnahme erstreckt sich nur von der Nördlichen Lippestraße bis zur ebenfalls neu gemachten Kreuzung an der Jahnstraße. Hier auf einem Onlinekartenportal habe ich mal die Strecke abgesteckt.

Kritikpunkt Nr. 1.: die bauliche Maßnahme ist nur ein ca. 2,2km langes Teilstück ! Für die täglichen Radler, mit denen ich zum Teil auch persönlich im Kontakt stehe, ja man grüßt sich und unterhält sich über jene Situation, kam schon im recht frühen Stadium die Frage auf, wie sieht das mit der Zuführung zu diesem Radweg, also auch mit der Einmündung von jenen aus ?

( Dazu noch ein kurzer Ausflug in die Gesamtbertrachtung, bevor ich an die Kritikpunkte gehe, auch aus der Situation als Kraftfahrezuegführer. Mir ist nur bekannt das eine Geschwindigkeitsbegrenzung ( 70km/h ) im Eingang-u. Kreuzungsbereich des Kraftwerks als auch im Bereich der neuen Kreuzung am Kraftwerk bzw. an der Kreuzung Jahnstraße existiert. ( Dabei werde ich mich jetzt nicht zu den dort tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten äußern und zwar aus der Sichtweise des Kraftfahrzeugführers ! ))

Natürlich darf man sich jetzt fragen, wieso ist das ein Problem ? Es ist zum einen ein Problem, weil es vormals eine praktikable und auch gute Lösung gab, die zwar nicht offiziell war, zum anderen aber so auch den nächst folgenden Kritikpunkt erst gar nicht aufkommen ließ.
Zu beiden Seiten der Fahrbahn existierte ein. mehr als ausreichend breiter Fahrbahnrandstreifen, der problemlos fast ganzjährig ( zu diesem Punkt äußere ich mich gleich noch detailliert ), genutzt werden konnte.

Kritikpunkt Nr. 2.: die Zuführung als auch die Einmündung zu jener ambitionierten Maßnahme gestaltet sich keineswegs so einfach und somit auch nicht als gefahrlos, wie wohl von den Planern gedacht ( wenn denn überhaupt „gedacht“ ). An dem Punkt halte ich ganz nüchtern fest, daß es sich um eine einseitige Radwegverkehrsführung handelt.

Das bedeutet für Radfahrer, das sie vor oder eben nach dieser Neueinrichtung vor der Aufgabe stehen, einen gefährlichen Fahrbahnwechsel zu vollziehen. Es dürfte sich auch unter den Planern dieser Maßnahme herumgesprochen haben, daß eine Überquerung von Radfahrern über eine Landstraße auf der 70km/h und mehr erlaubt sind, nicht so einfach zu machen ist. Anders gesagt, dies ist eine erhebliche Einschränkung im Gegensatz zum vorherigen Zustand !

Kommt man aus der Fahrtrichtung Ost/ Bergkamen Rünthe, ist das Problem faktisch nicht vorhanden, man befindet sich stets auf der richtigen-rechten Seite der Fahrbahn.

Doch kommt man aus der Fahrtrichtung Westen/ Lünen hat man nun die Aufgabe vor sich diese Radwegbenutzungspflicht nachzukommen. Dazu muß man aber leider im Bereich Westenhellweg/ Jahnstraße von dem eigentlich sicheren Randstreifen auf die linksseitig angelegten Geh-Radwegkombination wechseln. In diesem Kreuzungsbereich ist zwar noch eine Linksabbiegespur angelegt, wo man in die Dorfstraße/ Bergkamen einbiegen kann, doch wer je versucht hat mit dem Rad diese Aktion zu vollziehen, wird um die Risikoerfahrung reicher sein.
Selbst mit vorsorglichem Schulterblick und Anzeigen des Fahrtrichtungswechsel geben die Autofahrer Gas, als gelte es unsereins auf´s Korn zu nehmen. Da hilft einem auch die fest installierte Blitzanlage reichlich wenig. Aber dies ist nur der schöne Teil dieser Gefahrensituation !

Jaja, denn hat man nun diese neue baulichen Anlage mit Fahrtrichtung Westen zurückgelassen, muß man ja nun wiederum die Seite wechseln. Wir erinnern uns, in der BRD ist ein Rechtsfahrgebot. Doch bevor man den immer noch vorhandenen Randstreifen erreicht, muß man erst im Kreuzungsbereich des Gemeinschaftskraftwerk Bergkamen jenen passieren.
Und welcher Optimist jetzt glaubt, daß PKW Fahrer sich aus der geschwindigkeitstechnisch offenen ( 100km/h ) Strecke auf die an sich ausgeschilderten 70km/h verzögert, der kann auch an den Weihnachtsmann glauben. Zudem kommt erschwerend für jene PKW-Lenker hinzu, daß sie selbst wenn sie wollten, einen Radfahrer nur sehr scher sehen können. Sie müßten quasi schon im Vorfeld die Fuß-Radweg im Auge behalten. Aber auch der Radler wird kaum eine Chance haben den verkehr in normalen Art vorsorglich im Auge zu behalten.

( Zudem sind mir schon mehrere male Radfahrer auf dem Standstreifen entgegen gekommen, fahrend auf der falschen Seite. )

Kritikpunkt Nr. 3.: im Grunde hatte vor der Ausführung dieser baulichen Neugestaltung eine gute und brauchbare Lösung ohne größere nennenswerte Risikopunkte ( und das kann ich aus über 4 Jahren Radpendelverkehr frei sagen ). Es stellt sich also die Frage, wieso hat man sich dieser Anstrengung unterworfen ? Denn, jetzt komme ich auf die Ganzjahresnutzung, im speziellen im Winter zu sprechen.

Denn gerade bei Schneefall oder Glatteisgefahr war die bisherige Lösung der beidseitig verlaufenden Randstreifen optimal. Denn wenn gestreut wurde, fiel auch immer noch eine genug große Schüppe auf den Randstreifen. Selbst bei Schneefall reichten die Räumung aus um den Radfahrern genug Raum zu bieten um einigermaßen gelassen seinen tägliche Pendelstrecke zu fahren.
Jetzt aber wird bei Streumaßnahmen auf der KFZ Fahrbahn nur sehr wenig, wenn überhaupt Streugut auf die Geh-Radkombi fliegen. Denn nun steht da eine vorzüglich befestigte Leitplanke, sinnig-mittig in der Flugbahn.

Das hat dann nun bei gegebener Situation zur Folge, daß die Geh-Radkombi nicht befahrbar sein wird. Das erlaubt es dem Radler aber, auf die Fahrbahn zu wechseln. Schön und gut, nur ist diese nun um ein paar erhebliche Zentimeter schmaler. Es ergibt sich nun die Situation, daß man um seinen Arbeitsplatz zu erreichen, auf eine nochmal schmalere Straße wechseln muß, die dann ja zudem noch unter den winterlichen Bedingungen zu leiden hat. Sehr sehr unschön.

Kurze Atempause und die…

…Frage, warum hat man das genauso gemacht ? Warum hat man nicht das Model, welches im Bereich der Hammer Straße/ An der Fähre existiert nicht einfach durchgängig weiter geführt ? Diese besteht im Grund aus dem Randstreifen, zusätzlich mit einer durchgängigen zweiten Markierung/ farblichen Abtrennung versehen und gespickt von Leitpfosten ?

 

Bild vom vorhandenen Radfahrstreifen/ Hammer Straße/ An der Fähre

Lösungsidee ?

Nicht ganz einfach, man tut sich auch schwer, aber dieser Zug ist ja nun erstmal abgefahren. An einen Rückbau kann man wohl kaum denken. Das sieht der geneigte Radler, so kritisch er auch sein mag, ein. Die einzige praktikable und wohl auch kostengünstigste Lösung wäre, diese eine Geh-Radwegkombi einseitig aber durchgängig von Osten nach Westen durch zu bauen.

Damit die Kuh sprichwörtlich vom Eis geholt wird, die auch im Winter entsteht, bieten sich zwei Lösungen an. Entweder man setzt die bereits gebaute Anlage samt der Leitplanke fort, wobei dann aber auch gestreut/ geräumt werden sollte ( Streupflicht hin oder her – ich sage nur Förderung der Radinfrastruktur als gesellschaftspolitisches Ziel ! ). Oder man nimmt die kostengünstiger Lösung wo nur auf eine zweite farbliche Markung gesetzt wird sowie der Leitpfosten. Halt wie schon im westlichen Teil angelegt.
Bei beiden Lösungen müßte man dennoch über einen brauchbare Lösung der Zu-als auch Abführung zu dieser Wegstrecke nachdenken. Hier schlage ich eine durchgängige und möglichst oft kontrollierte Geschwindigkeitsbegrenzung hilfreich auszeichnen würde. Und diese letzte Maßnahme begrüße ich auch als  Kraftfahrzeugführer.

Denn was sich da für Szenen abspielen ist haarsträubend. Das Ortsschild noch nicht hinter sich gelassen wird Gas gegeben und zum überholen angesetzt. Hier muß ich auch sagen, daß ich seit der Baumaßnahme monatlich reichlich Farbspuren von der Spurensicherung der Polizei sehe. Ist hier eine signifikante erhöhte Unfallgefahr zu verzeichnen ?

 

Noch eine kurze Pause

 

Ja, und zu dem Thema Verkehrsführung von Radfahrern und die Anordnung einer linksseitigen Radwegverlehrsführung: „…Obwohl linksseitige Radwege seit Jahrzehnten eigentlich grundsätzlich nicht mehr zulässig sind und eine Benutzungspflicht innerörtlich laut VwV-StVO sogar explizit ausgeschlossen ist, werden Radfahrer weiterhin sogar auf meist auch noch zu schmale linke Radwege gezwungen…“

Andere Baustelle: und leider mußte ich am 15.08.2018 feststellen, daß hinter diesem Wahnsinn ein System stecken muß. Aber seht selbst…

Quasi bei mir vor der Haustür haben sie der Sandbochumer Straße der unterbrochenen Linie beraubt. Nein, vorab hat man erstmal den Rasenwildwuchs am Fahrbahnrand entgeren. Dann hat man festgestellt, das die Fahrbahn ja breiter ist.

Als nächstes hat man die alte Fahrbahnmarkierungen entfernt und eine neue durchgängige Linie aufgebracht. Jetzt wird der geneigte PKW-Lenker denken, Radfahrer habe auf dem kaum mehr 80cm breiten Randstreifen genug Platz und müssen dort fahren.

Und Tage darauf entdeckte ich am anderen Ender der Sandbochumer Straße noch die wohl ewig alten Piktogramme des Radschutzstreifen. Jetzt frag ich mich, darf man überhaupt so einen Radschutzstreifen beseitigen ? Ich mutmaße mal, ohne dringenden Anlass nebst entsprechender Genehmigung ist das eher ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr.

( Vorabartikel meinerseits dazu in <Artikel 1.> / <Artikel 2.> <Artikel 3.> und <Artikel 4.>)

Resume 

Wenn ich diese Zeilen irgendwann mal veröffentlicht habe, schiebe sie ja schon ein paar Wochen vor mich her, werd ich aber immer noch nicht wissen, wie soll ich damit umgehen ?

Irgendwie ist dann leider doch offensichtlich, daß einer vernünftigen Radverkehrspolitik und deren echter Förderung mehr Steine in den Weg gelegt werden, die dann noch trotz bestehender rechtlicher Urteile, so nicht bei Seite zu räumen sind. Irgendwie wird immer wieder Nichtkompetenz oder umvorhandene Feinfühligkeit präsentiert.  Der Weg kritische Stellen zu umfahren mag zwar reizvoll sein, ist aber leider im Alltag nicht immer so praktikabel. Ich selber habe eine normale einfachen Fahrtstrecke von 20km.

Trotz eines Zeitpuffers kann es doch nicht sein, daß ich noch was draufpacken muß, weil eventuell eine Radwegbenutzung vorliegt, wo es aber keine Streu- oder Räumpflicht gibt und bauliche gefährliche Maßnahmen umgesetzt wurden !

Ich glaube das die Planer sich keine Vorstellung davon machen, was es bedeutet mit dem Rad im Winter mobil zu bleiben. Logisch, man setzt sich in´s Auto, wirft den Motor und die Heizung an, womöglich hat man noch einen Garagenwagen oder gar Standheizung und fährt los. Und wenn es mal nicht geräumt oder gestreut ist, kann auch nicht viel passieren. Vereiste Spurrillen sind kein Thema und umfallen kann man, dank vier Räder auch nicht. Und selbst wenn mal was passiert, man hat ja immer noch die schützende Blechkapsel um sich herum.

In Folge dieses Resume fällt mir nur ein, daß schon der gesunde Menschenverstand besagen müßte, dem Radfahrer gegenüber hat doch eine besondere Sorgfaltspflicht zu bestehen. Und dies vor allem weil er ein schwächeres Glied in der Mobilitätskette ist. Diese besondere Sorgfaltspflicht sollte sich nicht nur auf die jeweils aktuelle Verkehrssituation beziehen, sondern vorsorglich bis in die Planung Einzug erhalten.

Muß ein Radfahrer zwangsläufig mit dem/ einem vorsätzlichen erhöhen Risiko leben ? Muß er sich dem ADFC angliedern, müssen Critical Mass stattfinden nur damit sich was ändert ? In was für einer Welt leben wir, wo staatlich beauftragte Planer mit unseren Geldern rechtswidrige bauliche Gegebenheiten schaffen, die man nur in langwierigen und aufwändigen gerichtlichen Verfahren beklagen muß ? Und von echten Ergebnissen ist dann am Ende auch nichts zu sehen…

Nächste Runde…

September 13, 2018

Bike nachgedacht/ Idee !: irgendwie war ich es leid ! Morgens komm ich ja noch gut aus dem Hause, mit dem Espresso double kein Ding. In der Firma können wir uns dank spendablen Chef auch an einer gut brauchbaren Maschine koffeinhaltige Getränke ziehen.

Doch – Kernfrage – was ist, wenn der Café für unterwegs alles ist ?

Nicht das ich genug Kaffeebuden kennen würde, aber irgendwie bin ich ja als Mädchen für alles auch wechselnd unterwegs. Sprich, nicht immer ist eine brauchbare Kaffeebude in Griffweite. Kommt dann noch hinzu, guter Café ist nicht immer günstig und zuweilen, auch mit Hinblick auf die Qualität, völlig überteuert. Alternativen aus dem Supermarkt gibt es, kenn ich auch ein paar, schmecken auch immer wieder mal gut, aber für immer ? Ne´, das war nicht so meine Idee.
Kommt dann ja noch hinzu, das man mit dem Einholen der heißen oder eben kalten Trinkware wider irgendwie diesen blöden Müll produziert. Und so hat eich die Tage meinen Kaffeepott für unterwegs im Auge und dachte…

…wiso zum Geier hole ich mir nicht einfach einen zweiten gleichen Kaffeepott ! Gesagt getan, ab in den Laden wo ich mir damals den ersten geholt hatte und noch einen nachgefasst.

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Eigentlich wollte ich in jenem Laden damals nur neue Dichtungen für meinen alten Kaffeepott holen. Man konnte mir aber nicht helfen und griff mal ins Regal. Denn bei dem Vorgänger Kaffeepott war das Problem der Reinigung. Ganz blöd wenn man Café con Leche oder Cappuccino trinkt.
Selbst mit heißem Wasser ausspülen oder in die Spülmaschine packen brachte nie so die Ergebnisse. Irgendwann gammelte es innen, und nochmal irgendwann weiter, sogar recht übel. Dann war halt Neukauf angesagt, weil Pilzkulturen trinken war dann doch nicht so mein Ding.

Die neue Generation aber ist so konstruiert, das man den Deckel komplett zerlegen kann und so von innen alles fein machen kann. Dann hat man das Außenteil, den inneren Verschlussdeckel und noch den Druckknopf. Mit heißem Wasser und Zahnbürste zum Beispiel kann man nun sauber machen. Ist übrigens ein Primus Vakuum Commuter ( 0,4l ) und hält auch schon lange warm/ heiß. Kostet im Laden knapp 23 Geld, aber lohnt sich. Nun habe ich meinen ( notwendigen ) Café nach dem Mittag und vermeide ich Müll.

Touren-Ansage/ Biketouren/ Heimattouren: ja und weil die Woche um ist, es geht morgen direkt nach der Schicht mal wieder mit dem Radel in die alte Heimat.

24.439km/ 05.08.2018

August 5, 2018

Morgengruß: ich kann’s kaum glauben, draußen bedeckt und nur 18c°. Was auch erklärt warum mir letzte Nacht sogar noch eine einfache Wolldecke in die Finger kam. Und ja, der Wetterfrosch plaudert was nur maximal 27c° und die auch erst am Nachmittag. Könnte also heute von der Hitze her ein eher angenehmer Tag werden. Da werd ich wohl auch gleich das Sonnensegel erstmal einholen, denn das hatte ich gestern hängen lassen. Aber schauen wir ma´…

Bikealltag/ Hitzefahrten +20c°/ The Cure – Forest/ Biketouren Bilder/ (Bike) nachgedacht: zu den Tagen vor heute, die Welt drehte sich weiter, wenn auch für mich in einem anderen, deutlich gemächlicherem Tempo, halt dem Wetter angepasst.

Ganz klar, Radfahren machte im Grunde keine echten Spaß mehr. Morgens geht’s noch, sodenn man einigermaßen ausgeschlafen ist. Nachmittags aber ist das schon „gefühlsecht“. Am Freitag bin ich quasi mehr nach Hause geschlichen als gefahren und hab mir auch ein vermeintlich mehr schattige Strecke ausgesucht. Ob es geholfen hat, vermag ich nicht mal zu sagen. Das wäre auch nicht von Relevanz, denn…

…im Grunde kann man eh nix ändern. Und das ist es auch, was mir mehr zu schaffen macht.

Meine Gedanken gehen nicht nur einfach so weit, das ich sagen: „wann wird es endlich wieder erträglicher ?„, sondern, warum ist das so ? Jeder weiß das der Mensch in den Vergangenheit viel rumgesaut hat, sprich die Umwelt belastet, verdreckt hat und oft ist es so, daß dies aus reiner Profigier ( im richterlichen Deutsch gilt dies glaube ich als niedriger Beweggrund und wird nicht mit Bewährungsstrafen belegt ) geschehen ist.

Wenn ich mir so jeden Tag den Himmel anschaue, dann sah ich nicht einfach Sonne oder eben nur Wolken. Ich sah Wolkenformationen die hier und er Region meines Wissens nach nie oder nur sehr selten so aufgetreten sind. Da sah ich nicht ganz unweit Wolken die normalerweise auf einen Regenguss wenn nicht sogar auf ein Gewitter hindeuten. Aber es kam nichts. Es blieb trocken.
Ich beobachtete thermische Erscheinungen die wohl in den nächsten Jahren auf Windrosen hinauslaufen werden. Das Klima hat sich hier in meinen Augen nachhaltig geändert und keiner sagt was !

Was will man auch sagen ? Die üblichen Verbände die was sagen werden auf der einen Seite belächelt, von der großen Mehrheit ignoriert und sei es nur aus Unwissenheit und von der restlichen Menge als Spinner abgetan.

Leiden wird nur erstmal nur die große Masse. Jene die sich keine Klima leisten können, die schwitzen müssen weil es heiß ist, große Rücksicht wird da eh nicht drauf genommen. Leiden werden auch die alten Menschen, als ob sie nicht schon genug mit ihren Wehwehchen zu tun hätten. Leiden tun aktuell aber auch schon die Landwirte.

Wenn demnächst die Lebensmittel teurer werden, dann geht’s weiter an´s Eigemachte. Die die eh schon haben, werden nur kurz aufstöhnen, wie schwer sie s doch haben. Nichts ahnend von den Schwierigkeiten derer, die anfangen müssen beim teurer Brot zu sparen. Oder was wird demnächst die Kiste Wasser kosten ? Ich denke mir da kommt noch was auf uns zu.

Wir als Hauseigentümer, oder zumindest ich, mache mir auch Gedanken über das Dach zum Beispiel. Sollte man doch die Dachpfannen gegen Sturm sichern lassen ? Praktischerweise könnte man noch schnell ein paar Sonnenkollektoren auf´s Dach pflastern.
Ach ja, in der BRD geht das ja nicht so einfach, Vorschriften & Genehmigungen braucht man. Und da sich das ja nicht alles rechnet…

Falsch gedacht ! Es ist doch egal was es kostet, wenn dadurch unsere Zukunft ein Stück besser wird ! Genug gejammert. Trotz dieser ganzen Geschichten, hilft ja alles nix, etwas Bikepflege war angesagt. Zuerst wurde mal…

Bikealltag Volotec: …das Volotec frisch gemacht und in dem Atemzug auch die fette Schlammwühlbereifung am Hinterrad wieder zurück getauscht. Für die Zuckelrunden hier im Dorf tut das keine Not.

Das CAADX wurde aber auch mal mit dem Lappen etwas fein gemacht. Hat ja auch in der letzten trockenen Hitzewoche so einiges an Kanalstaub aufgesammelt.

Erstbefahrungen: hatte man doch die Tage die Rennbahn neu gemacht, habe ich mich schon gewundert, wenn auch nicht wirklich, das die kleine Stichstraße, die Nördliche-Lippestraße außen vor gelassen wird. Jene noch unter der Rubrik Straßen zu betiteln war schon grenzwertig. Und so hatte ich den zwar noch nicht offiziell frei gegeben Abschnitt mal unter die Räder genommen.

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Mensch war das ein Gefühl, oder besser gesagt, ein Nichtgefühl. Denn früher mußte man immer aufpassen wo man da lang fährt. Jetzt kann man da einfach entlangdüsen.

Der zweite Streckenabschnitt der gemacht ist der Lünen-Süd Track/ Friedhof Track.

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Da bin ich eigentlich im Herbst, Winter oder Frühling oft gerne unterwegs. Dann kann ich von zu Hause aus kommend am Preußenhafen noch ein Stück am Kanal entlang fahren und dann eben schräg-quer rüber um auf die Trasse zum Brötchengeber zu kommen.
Bisher war dieses jetzt neu gemachte Teilstück ein 2 bis nun sagen wir mal 0,7m breiter Naturweg, verfestigt durch die Nutzung, hier und da eine leichte Delle drin, ein wenig wellig und im Ausgangsbereich, wenn man wider das freie Feld sieht, mit ein paar Nettigkeiten bestückt. Etwas Obacht mußte man dort schon haben, denn sonst hätte man sich gut und gerne einen Reifen zerschießen können. Im Erdreich drin lagen ein paar gute seicht scharfkantige Brocken. Halt ein kurzer Fun, aber eben auch lecker.

Jetzt hat man den Weg durchgängig auf 2m gebracht, begradigt und schon den Schotter verfestigt. Ich denke da kommt dem nächst noch eine wassergebunden Oberfläche drauf, eventuell sogar Asphalt ?

Ja so war das. Die Hoffnung liegt auf der nächsten Woche, möge sie von den Temperaturen her milder werden. Ich wünsche der Leserschaft noch einen schönen Sonntag !

Wer langsamer ist als ich, der ist gedopt !!!

Juli 22, 2018

Bike nachgedacht: ein Betrachtungswinkel auf meine Pace…

Gerüchten nach zu Folge müßte ich der Strampler vorm Herren sein, was meine Pace angeht. Wurde mir so zugetragen, jedenfalls wenn ich das richtig verstanden habe. Hilft aber alles nix, der ganze Optimismus entspricht eben nicht der Realität. Ich habe auch gar keinen Plan wie Leute darauf kommen ?

Denn wenn ich mir diese Heimfahrt so bei Strava anschauen, steht da auch nur ein Schnitt von 21 und ein paar Kaputte. Doch diese Heimfahrt war auch fast unter Idealbedingungen. Fast windstill und der knapp 7km lange Abschnitt auf der Rennbahn vom Asphalt her gut zu fahren. Das ist dann übrigens der einzige Abschnitt wo ma(n)n Gas geben könnte, wo es sich wirklich lohnen würde. Aber…

…dafür mache ich keinen Aufriss, denn alles was davor kommt, oder danach, je nachdem ob ich nun zum Job oder eben wieder vom Job weg komme, ist eher langsamerer Streckennatur. Da gibt’s dann Ampeln, man muß immer irgendwie über den Kanal und die BAB rüber, Fuß-Radwegkombi, Hunde und Querstraßen. Das drückt alles auf den Schnitt und macht dann eben bei mir im real life nur knapp 20km/h all-in.

Zwar waren die Schnittwerte in den Vorjahren um etwa 1km/h+ „besser“, aber inzwischen habe ich auch meine Strecke leicht geändert. Stressige Abschnitte gehe ich nun lieber aus dem Weg. Da ist dann zum Beispiel gerade auf der Heimfahrt ein Wechsel von dem klasse neuen Fuß-Radwegkombi, wo ich eigentlich quer über einen mit 70km/h für PKW offene Landstraße queren müßte.

Das stinkt mir aber und so halte ich mich lieber weiterhin linksseitig, passiere dabei aber die Ökostation ( Streckenbeispiel bei Strava ). Der Pfad endet dann aber leider wieder auf einem Radweg, zudem linksseitig auf dem Gehweg angelegt und noch in ersten, nächsten Ortsteil. Da wartet dann noch an einer Monsterkreuzung eine Dreifachampel auf mich, wider gefolgt von Fuß-Radwegkombi.

Würde ich die richtige rechte Fuß-Radwegkombi fahren, habe ich aber wider die fette Kreuzung nebst Dreifachampel vor mir, die aber auf jener Seite eine der miesesten Ampelschaltungen hat, die ich kenne.

Ich kann’s also dreh und wenden wie ich will, wenn ich stressfrei und sicher ankommen will, drückt das über 200 Tage im Jahr meinen Schnitt.

Überhaupt kann ich mich nur an einmal erinnern, wo ich einen 25km/h Schnitt aus der Kurbel geholt habe. Das ist schon ein paar Jahre her, wo ich mal spontan mit dem Stahl Renner eine Sonntagsrunde gedreht hatte. Ging so, grob aus dem Kopp, an Lüdinghausen vorbei, nach Ahlen rüber und ab da halt wider gen Burg. Fast nur Landstraße, aber eben nicht immer schön. Da gab´s natürlich keine Fuß-Radweg“zonbies“ und man konnte über weite Strecken laufen lassen.

Unschön, und deshalb wurde jene Strecke dann auch von mir so schnell gefahren, war die Landstraße aus Ahlen raus direkt in´s Dorf. Nur zwei normale Fahrspuren, erlaubt waren/ sind 70km/h so ich wüsste, gefahren sind sie aber wie die Irren und natürlich wurde überholt was ging. Da hab ich dann richtig Stoff gegeben, nur damit ich das hinter mich bringen konnte. Aber ganz ehrlich, das würde ich mir nie wider antun !

Überhaupt ist neben der zu fahrenden Strecke mit deren Basisvoraussetzungen für schnelles Fahren, also Ampel und radwegfrei, noch das Material in meinen Augen ausschlaggebend. Ja ich kenn den Einwand, die Power in den Knochen gehört auch dazu, aber darauf komme ich gleich zu sprechen. Also, meine Fahrgerätschaften sind ja nun einmal das neue Altagsfahrgerät was auch universal einsetzbar ist…

…das CAADX. Das ist natürlich ein Cyclocrosser, hat eine entsprechende Geometrie und trotz Rennradlenker eine für mich kaum zu erreichende rennradlenkertypische Unterlenkerhaltung. Dafür wird er Rahmen im Oberrohr zu kurz sein, oder eben mein Oberkörper zu lang.
Bei den wenigen kurzen Metern in Unterlenkerhaltung kam mir das CAADX dann recht, nun ich sage mal, nervös vor. Ein in meinen Augen sehr ungünstiger Zustand, zumal wenn man sich oberhalb der 25km/h bewegt. Da sollte eine gewisse Laufruhe nebst Geradeauslaufen schon Fakt sein.

Das ich einen zweiten Laufradsatz mit „schmalen“ Straßenreifen habe, macht das Bike nicht gigantisch schneller. So im gefühlten Vergleich lässt sich damit auf Asphalt etwa ein bis zwei km/h rausholen, mehr aber dann auch nicht. Also bei gleichem Kraftaufwand.
Logisch, die Grobstollenreifen, wenn auch in der Race Ausführung sind immer „schwerer“ und rollen natürlich auch immer mit mehr Rollwiderstand. Ist aber auch halb so wild, denn das wird nicht das Mörderparameter sein.

Denn das sehe ich in den Laufrädern, genau genommen in den Naben. Jene sind dann auch gleich der Ansatzpunkt, um gleich auf das zweite Alltagsrad umzuschwenken. Die Naben am CAADX sind keine High-End Fabrikationen, einfache Teile, die auch schon hier und da für Probleme gesorgt haben. Meine Überlegungen jene wechseln zu lassen, also neue Naben einspeichen oder gleich neue Laufräder zu besorgen, hab ich erstmal wider bei Seite gelegt.
Kostet alles Geld und so lange die Bude läuft, wird das gefahren bis zum Exitus. Oder bis zum Lottogewinn. *lach* Gut Schwenk rüber zum…

Stahl Renner ! Da kann einer sagen was er will, in meinen Augen ist der Stahl Renner einfach das schnellere Rad. Nicht nur die Tatsache das es ein waschechtes Rennrad ist, wenn auch mit Stahlrahmen, was übrigens im Gesamtaufbau gewichtstechnisch keine in meinen Augen nennenswerten Unterschiede ausmacht, sondern die Naben.
Jene hatte ich seinerzeit mal bei Das Rad Dortmund zur Wartung reingereicht und auch die meinten, alles bestens, auch von der Qualität her. Wurde nur aufgemacht, gesäubert und beim Zusammenbau frisch gefettet und eingestellt. Auch ich kann hier bemerken, lässt man die Laufräder mal frei laufen, läuft wie Sahne. Da ist nix rau oder bockig wie bei den CAADX Laufrädern.

Das wäre dann so der technische Part, ich schwenke mal zur Power in den Knochen um. Um es gleich voraus zu schicken, ich bin eigentlich nicht der Radfahrer. Und das auch ungeachtet der Tatsache, daß ich in einer normalen Woche 200 Kilometer fahre. Aber ich fahre eben nur zum Job hin und wieder zurück. Das mache ich gerne, was es dann aber auch schon war. Nette Umwege und Verlängerungen mal außen vor gelassen.

Eigentlich bin ich eher mit meinen zur Zeit gut 88kg verteilt auf 1,88cm kräftig, was wohl auch vom Krafttraining her kommt und seit ich leider aus gesundheitlichen Gründen das Laufen an den Nagel gehängt habe… .

Ich habe nie gezielt für´s Radfahren trainiert. Irgendwie hat mir da immer die Zeit für gefehlt und damals waren auch meine Ambitionen nie so groß. Ich habe jahrelang Karate geübt, Krafttraining gemacht, was für die Beweglichkeit und eben Laufen. Da war nicht noch groß Zeit um ein Radtraining zu betreiben. Aber ohne dieses zu machen, wird’s auch keine Trainingseffekte geben.
Hier hatte ich in den letzten Tagen mal überlegt mir eine Rolle anzuschaffen. Rollentraining könnte ich ja draußen auf der Terrasse machen, im Winter käme da der Stahl Renner druff und ich könnte mal gezielt „Trockenübungen“ zur Verbesserung in Angriff nehmen. Jetzt stellt sich mir aber die Frage wozu ?

Ich könnte das als einen gewissen Ausgleich zum Laufen sehen, ja das würde passen. Und da ich das dann auch draußen machen könnte, würde mir das durchaus gefallen. Kurze, knappe aber intensive Einheiten, alle irgendwie unter einer Stunde würden mit Sicherheit was bringen.
Aber für die restlichen Fahrten zum Job, oder auf Touren ? Käme dann noch hinzu, eine Rolle müßte her.

Der andere Effekt den ich aber auch neben dem gezielten Training in meinem Kopf schwebt ist, die gesundheitliche Einschränkung. Ich habe die Vermutung, ja den Verdacht, das meine Hüftgeschichte, die sich ja unweigerlich auch die gesamte umliegende Muskulatur auswirkt, auch beim Radfahren irgendwie blockt. Ich kann zwar beim Rehasport schon fast „unmenschliche“ Gewichte an den Beinmaschinen bewegen, aber eben nur dort. Schwere Dinge im Alltag zu bewegen ist so nicht mehr drin.
Hier könnte man den Ansatz unternehmen sich zu dem Thema mal mit einem Physio-u. Sporttherapeuten unterhalten und ein gezieltes Training ausarbeiten. Aber so als Kassenpatient kann man ja schon froh sein, wenn man schmerzfrei durch den Alltag kommt. Und das bin ich, sehen wir mal von gewissen Phasen ab, die aber auch wiederum ihre Ursachen haben.

Und so komme ich erstmal zu dem Schluss, ist doch gut wie es läuft, im Vergleich zu anderen oder auch der damals prognostiziertem OP-Dringlichkeit geht’s mir gut. Und schnell fahren…

…wer will das schon ? Man kann also sehen, ich habe kein Problem mit meinem Schnitt, aber auch nicht dem Schnitt von anderen. Gemütlich mit Päuschen geht immer. Und so bin ich dann auch derjenigen, welcher gerne Leute dazu ermutigt auf´s Rad zu steigen und auch mit uns eine Runde zu drehen. Egal wie langsam er ist.

 

 

 

Natürlich linse ich zu anderen rüber die mal eben 160 Streckenkilometer in kaum mehr als 2h mehr runter radeln, wo ich mit der Hälfte in knapp 5h schon gut bedient bin. Wie machen die das bloß ?

NightOfThe100Miles – complet turn

Juli 10, 2018

The Cure – Forest/ crasy Fahrten/ Biketouren/ NightOfThe100Miles/ Heimattouren/ Bikebilder/ Biketouren Bilder: noch auf dem schattigen Balkon bei Muttern die ersten Zeilen getippt, komme mir vor wie im Urlaub. Viele Gedanken aus dem Radforum entnommen, werden aber ergänzt beziehungsweise umgebaut.

Freitag: ich bin dann mal los ( ca. 46km/ 2:16h ), das erste Ziel fest vor Augen, die alte Heimat. Noch ein letztes Goodie im Abverkauf geschnappt,  der Mann in mir konnte nicht die Finger davon lassen. Ein Anhänger mit Minikompass, Mini-Thermometer und einen Mini-LED Funzel.

Der „Turm“ ein erster kurzer Fotostop, ist auf der Emscherradroute kurz hinter DO-Mengede. Halt dort ab wo man jetzt durchfahren kann. *freu*

Die weitere Zeilen zum gelaufenen Tag, es war noch gut warm geworden, ging so an die 27c° heran, die Strecken staubtrocken, entsprechenden sah das CAADX aus. Der Plan am Tag vorher jenes nicht zu putzen war nicht ganz unklug. Mutter hatte ein Händchen in den Ofen geschoben, mein Onkel kam auch zum Essen.

Der Mitfahrer stellte sich angesichts meines voll bepacktem Rades, was er im Radforum-Thread auf dem Bild gesehen hatte, die Frage, ob wir an der selben Tour teilnehmen ? Nun gut kann ich verstehen. Ich spiele den Versuch der Aufklärung ein, indem ich klarstelle, daß ich von Freitagfrüh bis eben gemutmaßt Sonntagmittag unterwegs sein werde. Zudem habe ich keinen Bock auf Überraschungen oder morgens um drei wo an der Zielhalde zu stehen, auf den Kaffee zu warten und mur dabei den Arsch abzufrieren.

Samstag: erste Zeilen getippt, Frühstück bei Muttern ist durch, Rührei mit Bacon, Brötchen mit Lachs und den obligaten Kelch an koffeeinhaltigem Heißgetränk gab’s. Jetzt, nach ein paar Handgriffen, etwas chillen auf dem noch schattigen Balkon.

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Wird doch ein langer Tag. Um eins werden wir beim Chinaman aufschlagen, vorher/ hinterher noch kurz in der Stadt vorbei. Mein grober Plan ist, so ab 17:00 los zu rollen ( 16,3km/ 51min. ). Denn für die kurze Runde ( 80km ) ist der Start erst um 22:00 Uhr. Eine Zeit wo ich normalerweise schon in der Horizontalen schlummere.

Am Start: war schon gut was los, auch wenn, auch wenn auf Grund von Krankheit, eine Aktion ausfallen mußte. Interessant fand ich, das ein junger Bursche aus Dortmund dabei war, der bei Last Bikes arbeitet. Muß ich doch mal meine neugierige Nase reinhalten, zumal der Laden genau an einer Straße ist, die mir sehr wohl bekannt ist.

Also ich an der Meldung stehe, trifft der Kolege mit dem Naiv ein. Ich grüße winkend, dann erfolgt die offizielle Meldung. Im Hintergrund sehe ich den Chef of Night-Deasaster – Biking Tom himself! So in echt kommt er genauso rüber, wie er bisher in meinem Schädel umschwebte.

Ich löse das Ticket und entrinne suchend nach dem Naviman. Wir grüßen uns kurz, dann bekomme ich auch Tom zu greifen, grüße nur kurz, da er gerade im Gespräch ist. Doch er löst sich, man tauscht ein paar Worte. Will ihn ja auch nicht aufhalten, hat bestimmt noch tausend Hände zu schütteln und sich um einiges zu kümmern.

Mit dem Mitfahrer, den ich auf ein alkoholfreies Schaumgetränk einlade, mensch bin ich froh so einen vor mir zu haben, da muß man sich irgendwie erkenntlich zeigen, oder einschleimen *lach*. Nein ich war in guter, auch was bester Laune, sozusagen Spendierlaune. Wer weiß was noch in der Nacht kommt ? Man plauscht, beratschlagt was man noch essbares zu sich nehmen sollte. Flammkuchen schlägt er vor, ich strebe eher was mit Baguette an. Es kommt aber ganz anders.

Dann kommt das Briefing, komme mir vor wie ein Profiradsportler der sich den Scheiß gar nicht mehr anhören will. Wie soll die Pace sein, welche Gegner hat man vor der Brust, wo sind die haarigen Stellen auf der Rennstrecke ? Ist natürlich alles quatsch.
Tom hält eine kleine Ansprache und erklärt auch, warum der Start so spät ist. Fußvolk mit Nachkommen kreuzen die Route und je später, deso weniger… . Leuchte jedem ein. Überhaupt…

…die Stimmung ist total relaxed. Gemisches Volk ist anwesend. Der Bikefreak, der Hipster ( bitte im positiven Sinne ), der Normalo. Bikes fast jeder Kategorie sind anwesende, nur an Klapprad kann ich mich nicht erinnern. Und ich dachte man sollte was fixes mit zumindest leichten Stollenreifen zur Hand, oder besser unter dem Hintern haben. War wohl nicht so. Zumindest nicht für die kurze Bummelrunde.

Apropos Bummelrunde. Der geneigte Wochenende-Baggersee-Radler würde wohl schon bei den angesagten 80 Kilometern kollabieren. Die Jahresfahrleistung an einem Tag ? Nein, noch schlimmer, in einer Nacht ? Beim Anblick der gesammelten Mannschaft neige ich zu dem Urteil zu kommen, das da keiner auf der Strecke hängen bleiben wird.
Und, was mir erstmalig so aufgefallen ist, waren auch viel Weibsvolk ( in Anlehnung an Das Leben des Brian ) anwesend. *like !* Ich meine, das lockert immer irgendwie die Stimmung, nimmt wohl auch hier und da den Speed raus. Auch wenn sich wohl der eine oder andere dadurch angespornt fühlt. Cool ist das Mädel mit den bunten Socken. Scheinbar fährt die Truppe wohl auch Cannondale Bikes mit Monofedergabel. Sehen zwar cool aus die Bikes, wollte ich aber haben wollen.

Nach der Ansage nehmen wir in der Sonne platz, genau vor der Liegewiese für die Bikes samt „Wachhund“, der keine Zweifel daran aufkommen lassen wird, das da einer unbefugt zugreift. Ich vertraue ihm, bin aber auch locker genug. Meine staubige und sperrig-vollbehackte Schleuder wird sich keiner freiwillig greifen. Seine Bemerkung, daß ich bei der Strecke nur einen Gabelbruch bekommen könnte, konter ich. Da gab´s doch mal den MTB-Runde mit den beiden Kolleginnen. Die mit einem HT bewaffnet die ander mir einem Fully. Ich gondel durchs Gelände, die beiden guten schieben lieber.

Genug der Beweihräucherung, heute ist kleine Fische backen angesagt. Wie fährt es sich im Windschatten des Naviman, wie ist die Strecke in echt, sind technische Ausfälle zu befürchten, als da wäre mein schon berüchtigter Plattfußteufel ? Und, die wichtiges Frage, passt die Pace im Zusammenspiel mit dem unzweifelhaft auf einen zukommenden toten Punkt ?

In dem Augenblick merke ich, das ich innerlich sehr ruhe, aber auch andersrum wie ein gespannter Bogen darauf warte abgeschossen zu werden. Ich werde nicht schnell sein, aber gründlich. So wie damals, also wir noch die eine oder andere Baustelle abgerissen haben.
Dann werden wir so langsam unruhig, die lange Strecke mit den 160 Kilometern sind schon gefühlt vor einer Ewigkeit gestartet. Es juckt, beim letzten Blick war es was mit Halbneun, wir beschließen abzurollen, fahren aber vorsichtig los. Dann sind wir auf dem Track ! Und GO !!!

( Der grobe Streckenabriss, vom Nabviman angesagt, welcher, also der Streckenabriss, mich dann auch zum Start veranlasste.

RS1/ Radschnellweg nach Mühlheim, Ruhrradweg, Duisburger Hafen. Über Duisburg Ruhrort ( Schimanski Heimat ) die Rheinseite wechseln, am Rhein entlang zur A42. Wieder Seitenwechsel ( hat man gute Aussicht auf das gut beleuchtete Thyssen Werk ). Alte Emscher, Landschaftspark Nord, dann asphaltierten Bahntrasse nach Oberhausen. Irgendwie nach Bottrop an den Rhein Herne Kanal – den bis Gelsenkirchen ZOOM und dann zur Halde. Fettich iss. Für uns auf der Bummelrunde nur zwei ARAL Tanken als Kontrollpunkt. )

Der Kollege gibt gleich mal gut Stoff, der RS1 ist aber auch wie eine Landebahn. Zu Anfang halte ich noch mit, brauche aber ja aber auch sonst immer ein wenig um warm zu werden. Das ich den Speed nicht halten werde, teile ich ihm dann aber doch mit. Er lässt Milde walten, doch schon bald ist auch Schluss mit lustig. Der RS1 zu ende, jetzt geht’s interessant durch urbanes Gelände. Hier und da ist Schritttempo angesagt.

In Mülheim an der Ruhr sitzen die Leute bei sommerlichen warmen Temperaturen draußen und lassen es sich gut gehen. Das uns in den letzten Minuten vor dem Start schon fast kalt war, vergessen wir schnell. Kleidung wird abgelegt. Es rollt gut und irgendwie geben wir uns ein Stell-dich-ein mit einem verheiratetem Paar. Sie auf einem HT-MTB oder auf einem Trecker und wohl auch nicht ganz so fix unterwegs.

Als wir über der Ruhr drüber sind geraten wir an den Anfang einer Kirmes. Der Naviman beschließt, das wir umfahren. Das Pärchen tut es uns gleich und so rollen wir eine ganze Weile gut zusammen. Ich glaube bis zur ersten Kontrollstelle.
Natürlich ist das Umfahren mit suchen verbunden und zu guter letzt latschen wir die Bikes schieben durch eine Baustelle. Was soll man auch sonst machen ? Umleitung für Radfahrer, insbesondere für die Teilnehmer der NightOftThe100Miles gab es nicht. Abenteuer pur.

Der erste Stop an einer ARAL. Toll das ich das mal so erleben durfte, kannte es ja nur von den Randoneur-Bildern.

Da stehen sie an der Tanke und räumen die Regale leer. Nein ganz so schlimm war es nicht. Nach knapp etwas weniger als einem Drittel der Strecke hält sich das in Grenzen. Ich fülle eine Wasserpulle komplett auf und futtere nur einen Marsriegel. Die Mädels an den Kassen waren sehr freundlich und fragten sogar nach, was es sich mit dem Radleraufgebot auf sich hat.

Dann steigen wir beide wohl als einer der ersten wider auf´s Bike und fahren wieder in die Nacht hinein. Es geht durch viele Straßen und Häuserschluchten, weiß der der Geier woher. Ich bleibe am Vordermann, vertraue ihm voll und ganz. Was sollte ich auch machen ?
Der einzige Trick den ich gerne mache, ich fahre seitlich versetzt, sodass ich wenigstens teilweise die Strecke und deren Beschaffenheit erspähen kann.

Irgendwann kurz nach diesem ersten Zwischenstopp zwinkert mein Akkulicht und geht in den 15 LUX Modus. Verstehe ich nicht ganz, forsche aber nicht groß nach. Akkuwechsel und gut ist.

Und schneller als gefühlt rollen wir die zweite Tanke an. Diesmal ist niemand vor uns dort. Ein wenig wundern wir uns schon. Der Zeitpunkt ist gut, denn da ich ohne Tacho ( der Kabelbruch beim Geber ) und somit ohne Uhrzeit am CAADX fahre, habe ich zum einen kein Zeitgefühl, fühle aber auch so langsam das da was bei mir am kommen ist. Könnte es Müdigkeit sein ? Wir greifen in die Regale…

…ich fülle wieder eine Wasserflasche auf, wir haben viel geschwitzt, wenn auch unmerklich. Denn ist ist frischer geworden. Wir legen wieder etwas Kleidung an, eine gute Wahl will getroffen werden. Kurz vor Abfahrt wechsel ich abermals die Akkubatterien. Was ist da los ?

Wir rollen noch durch etliche Reviere, die Ortsschilder sagen mir was, aber ich habe das Gefühl, daß ich auf dem gigantischen Ozean Ruhrpott dümpel aber nicht den blassesten Schimmer habe wo ich bin.

Dann endlich Licht am Ende des Tunnels, wir passieren zunächst den Nordsternpark, dann sind wir am Gelsenkirchner Kanal. Das Ziel ist quasi greifbar und so rollen wir als erste ein. Wir stellen die Fahrgeräte in einen großzügigen Hauseingang, trinken etwas, legen aber sogleich den Rest an Kleidung an. Jetzt kommen bei mir auch Beinlinge, warmen Wollsocken und die Fleece-Jacke zum zuge. Mein Naviman ist ein wenig neidisch. Nimmt zwar Unmengen an Stauraum weg aber wärmt halt mehr. Ich trage die paar Gramm dann gerne mit mir rum.

Leicht gezeichnet von der Fahrt hocken oder stehen wir nun da. Der „fliegende Beton“ an der Trinkpulle ist überall. Am CAADX, wo man den Radforum-Aufkleber nur noch schemenhaft erkenne kann, in den Klamotten und überall auf der Haut. Passt aber alles soweit.

Irgendwann trifft der Rest der Truppe ein, nicht alle, aber sehr viele. Der Platz füllt sich, der ersehnte Kaffee- u. Brötchenwagen rollen auf den Platz. Erleichterung tut sich auf. Der Sturm der Bastille, nein sorry, der Sturm auf die Versorgung bleibt aber aus. Man stellt sich sogar in Reihe an – ein Bild für die Götter. Der gute Deutsche. Ich drehe derweilen ein paar Runden auf dem CAADX auf dem Platz. Wer sich bewegt friert deutlich weniger und wird vor allem noch weniger müde. Der Plan geht auf.

Dann kommt der Haldenanstieg. Ich wähle zunächst die Treppe, das CAADX geschultert. Den Versuch den regulären Fahrweg mit den Spitzkehren bergan zu fahren, kann ich mir klemmen. Meine Grobmotorik liegt schon lange im Bett. Aber irgendwann ist das Plateau ( 83,45km/ 4:35h ) erreicht…

Der Sonnenaufgang sieht nett aus, aber ganz ehrlich, ich sehe soviele Sonnenaufgänge…, hängt schon ein wenig zum Hals raus, geschmunzelt gesagt. Nein, ich bekomme nicht so richtig den Punkt der Ruhe um das jetzt noch zu genießen, das wird‘ s wohl gewesen sein.
Nach dem Sonnenaufgang und Frühstück ob auf der Halde, beschließe ich mich auch vom Acker zu machen.

Es fährt sich irgendwie zäh, aber ich habe ja schon ein Ziel vor Augen. Jenes erreicht…

…wird der Feuchtigkeitsgrad des Holzes geprüft, ein paar Dinge auf die Seite gelegt, der Beutel mit den Restklamotten gegriffen, welcher als Kopfkissen herhält und dann für einen Zeitpunkt X auf die Seite gelegt. Ich nicke kurz weg, ein Besucher kommt und man ist wieder wach & fit. Also so was man wach & fit nennen kann. Es geht mir auf jeden Fall deutlich besser, als vorher. Nach einem kurzen Plausch wird im nächsten Dorf ein bekanntes Café angefahren,…
…heißer Apfelstrudel mit Sahne und einen ordentlicher Cappuccino geordert. Ich sitze draußen zwar im Schatten, aber die Sonne wärmt das Gemüt. Ein weiteres Gespräch mit einem alten Griechen ergibt sich. Dann geht es in die vorletzte Etappe bis zum Preußenhafen.

Dort wird in der Sonne auf einer Bank am Seepark die letzte Wasserreserve umgefüllt und wieder, diesmal mit einem bekannten Gesicht, ein kurzer Plausch gehalten. Das Endziel vor Augen, ran an den Start !

Und natürlich mußte dem CAADX hinterher der eine oder andere wohltunende Handgriff zugetan werden. Alle Bilder von der Fahrt sind im Album zu sehen. Nochmal in Zahlen…

 

Biketouren Navigation/ Blaupunkt Bikepilot: jo und das Gerät hat ansich recht gut funktioniert. Nur hatte sich der Akku nach etwas mehr als zwei Stunden gemeldet, daß er nur noch 20% hat. Er lief zwar noch eine Zeit weiter, hab ihn dann aber doch bei einem kurzen Stop ausgeschaltet.

Biketouren „After-Show-Party“: der Sonntag verläuft nach dem Eintrudeln auf dem heimischen Burghof noch gut. Ich bin hellwach und fühle mich gut. Ich schneide noch den Rasen, mache das CAADX wider fahrbereit, haue die Wäsche in die Maschine und dusche noch. Dann kommt der erste Hammer, kurz vor dem Mittagmahl lege ich mich plötzlich todmüde auf dem Sofa sitzend auf die Seite.
„Leider“ gibt es Mittagessen, aber ich schaffe es noch mich bis zum Schluss wach zu halten. Es ist hart, dann klettere ich in´s Bettchen. Irgendwann um halbsechs werde ich wach und tiegere schlafwandelt in die Küche und werfe das MacBook Air an. Viel kann ich nicht reißen, ein paar Textzeilen, die Bilder ein wenig sortieren und Kalorien zuführen.

Sechs oder sieben Stück Wikinger ( Cremrollen in Biskuit-Teich, ummantelt mit Marzipan und die Enden in Schokolade getaucht ) aus Holland müssen dran glauben. Dann gehe ich abermals in´s Bett und penne bis zum nächsten morgen durch.

Biketouren „After-Show-Party“/ Bike nachgedacht: ganz ehrlich die Nummer war schon crasy ! Und ob ich nochmal starten würde ?

Jaein !

Es war schon toll so durch die Nacht zu gondeln, ja hatte was. Aber für mich war das von der Logistik her schon eine Hausnummer. Was könnte ich besser machen ?

  • Ich hätte gerne die Strecke selber im Kopf gehabt oder ein brauchbares Navi nebst genügend Erfahrung damit.
  • Mehr Zeit haben, zum einen für die Vorbereitungen, weil ich ja auch mit dem Bike anreisen müßte ( da Brumbrumkiste für mich immer schwer zu bekommen ist ) aber auch für die Nummer selbst ( da könnte ich mir dann auch vorstellen die 160 abzureißen ). Denn nach der Fahrt…
  • …hätte ich am liebsten wo meine Hängematte aufgespannt und mich erstmal ausgepennt. Auch hätte ich was zum kochen eines Espresso mit dabei gehabt. Dinge die demnächst angegangen werden.
  • Ich könnte mir vorstellen, daß man mit meiner Streckenkenntniss so eine Nummer auch in Richtung Osten fahren könnte ( ich kann mir sogar vorstellen, daß das dann auch von der Navigation einfacher wäre, weil man nicht soviel durch Städte fahren müßte ) !
    Ja das kann man als Aufforderung sehen. Da gibt es genug Trassen und Radrouten. Ideen hätte ich da schon genug, müßte man nur mal zusammen basteln. Wäre nur die Frage ob das mit Sonnenaufgang auf der/ einer Halde sein muß, oder es da Alternativen gäbe ? Startpunkt könnte ich mir aber durchaus die Radmosphäre vorstellen.

Montag: die Nacht war bestens ich bin gut erholt, den Tag über begleitet mich nur ein gesegnet Appetit. Morgens schon Burgen im Stall und nachmittags dann noch was kalorienreiches, typisch Ruhrpott und in bekannter Gastronomie.

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„Mädels“, wir leben im Pott, ein hoch auf die Currywurst-Pommes-Mayo. Jetzt geht’s uns gut !

#Dampf ablassen

Juni 5, 2018

Bike „Dampfablassventil“/ Bike nachgedacht/ PKW vs. Bike: irgendwas stimmt da nicht mehr !

Ich fahre ja jetzt nicht erst seit gestern mit dem Radeln durch die Weltgeschichte. Und seit 2006 rödel ich quasi jeden verdammten Arbeitstag über die L736 Dortmunder Straße/ Westenhellweg/ Ostenhellweg/ Hammer Straße bis an die Ortsgrenze Lünen heran. Das war, resümiert in alle den Jahren nicht immer die schönste Strecke, aber dank Randstreifen die am besten zu fahrende. Einfach nur geradeaus, rollen lassen, zwei drei Ampel und gut iss. Gut, hier und da mal ein wenig Unrat auf der Strecke, wobei Glasscherben nach Feiertagen recht beliebt sind, aber der eine oder andere Ast nach heftigen Windattacken.

Da war natürlich auch mal das eine oder andere Kraftfahrzeug, was sich an den Wegesrand, sprich auf den Standstreifen/ Radfahrspur stellte. Bisher Aufnahmen, meist auch recht ungefährlich. Doch seit es diese neue kombinierte Fuß-Radwegstrecke ( Berichte dazu on folgenden <Artikel 1.> / <Artikel 2.> und <Artikel 3.> ) gibt ist da irgendwie der Wurm drin und zwar heftigst. Den Zusammenhang kann ich, das sei an der Stelle gesagt, nur im Zeitlichen Rahmen herstellen. Baulich hat nix mit einander zu tun.

Jetzt hab ich es, auf unerklärliche Weise, fast täglich mit irgendwelchen Kraftfahrzeugführern zu tun, die da meinen, man könnte da einfach parken. Heute war so ein Spitzentag. Morgens mal wider so ein kleiner Nahverkehrbus, also einer ohne Gelenk und kurz vor Ortseingang noch ein PKW. Bis dahin dachte ich: „iss heute eben ein Dreckstag.
Doch auf den Nachhauseweg gab´s knapp vor Ortsausgang Lünen gleich noch einen netten Misstäter, der dann auch auf der ausgewisenen Radfahrspur stand. Der letzte dann hier kurz vor dem Burgtor ( die letzten beiden Spezis hab ich mal fotografisch gefixed <klick>, will mir mit den Bilder aber nicht den Blog zusauen ).

Jetzt ist die Sache ja so, auf der Straße ist in weiten Teilen 70km/h ( und uns ist allen klar, 70km/h fährt da außer mir im PKW eventuell noch zwei andere BRD Staatsbürger, die ich aber nicht persönlich kenne ) erlaubt in einigen Abschnitte ist sogar alles offen.

Muß ich mich jetzt als Radler an den PKW vorbeiquetschen ist das verdammt blöd. Denn selbst wenn ich per Schulterblick von hinten jemanden sehen würde, kann ich die Geschwindigkeit nur erhoffen. Es stellt sich dann noch die Frage sieht er mich und zuletzt, will er mich sehen ? Denn viele denken ja, der Radfahrer löst sich jetzt in Luft aus, und kann mit der aufgelösten Materie durch das Hindernis hindurch, kommt dann, oh Wunder, am anderen Ende wider raus. Was natürlich Blödsinn hoch drei ist.

Beim überwechseln in den Linksabbiegestreifen wurde ich heute schon von zwei PKW gefährlichste überholt. Der letzte hatte fast Spiegelkontakt mit mir. Der Gedankengang ist recht einfach, ich bin schneller als er, ich sitze im stärkeren Blech, er hat dann eben Pech ! Und genauso wird dann eben auch in der Standstreifensituation gedacht.

*kurz Luft holen*

Also…
…nach dem letzten Bildchen, also kurz vor Burgtor, wurde geblitzt. Ich also fix rechts rein zu dem im Gebüsch stehenden Kombi und sehe eine junge Frau. Ich spreche sie an, muß dann aber erkennen, sie gehört gar nicht zu dem Blitzerkommando. Das Wiedergeben des Wortwechsels im einzelnen, der aber durchaus höflich aber eben auch direkt war, mit dieser jungen Frau erspare ich uns jetzt. Sie konnte zwar ahnen wer das war mit dem falsch parkenden PKW und versprach auch denjenigen an zu sprechen, aber er gehört eben nicht zu ihr.

Eine von mir angesprochenen Alternative, das man ja auf dem Hof vor dem Gebäude parken könne, verneinte sie. „Da sind schon PKW beschädigt worden.“ Aha, so die Wertegesellschaft heute: „der tote Radfahrer ist egal, aber der Kratzer am Auto…“ Sie: „nein so war das nicht gemeint.“ Ich dachte mir nur, wie denn dann ???

Der gute Mann im Kombi lauschte und dann befragte ich ihn. Im grunde müsste ich jeden Fall fotografieren und dokumentieren und dann auf der Wache Anzeige erstatten. Gut, ich werde also demnächst zweimal in der Woche auf der Wache vorstellig werden, meinen „Katalog“ vorlegen und dann geht die Post ab. Ich schätze nach vier Wochen werd ich mit den Herrschaften auf der Wache per du sein und sie mich fragen: „den Kaffe wie immer, Herr *e**e ?

 

 

 

Ja klar doch, darauf haben wir doch alle total Bock, oder !?

 

 

 

Ich fahre doch nicht Fahrrad um mich nach dem Feierabend mit dem gleichen Scheiß rum zu ärgern, den ich während der Arbeitszeit akut recht gut Wegschnupfen kann. Ich hatte heute übrigens ein Dreierkommando vor mir, die alle noch bei rot über die Ampel sind. So sieht´s doch aus in der BRD. Mann wir sind doch am Ars*h !

 

An der Stelle fällt mir noch eine Redensart ein, von einem Bekannten: ich kann gar nicht soviel fressen wie ich kotzen könnte !

 

 

Nachtrag am Morgen danach:  als „Nettigkeit“ noch eine Pressemeldung welche im Radforum gerecht wurde <klick>…

 

23.097km/ 27.05.2018 Wuppertal Rundfahrt

Mai 27, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ BIketouren/ Biketouren Bilder/ Erstbefahrungen: also…, wie war das jetzt noch ?

Im blauen Forum, also dem 2radforum, einem Nebenkriegsschauplatz für meine diversen Online-Aktivitäten wurde irgendwann auf dem Zeitstrahl ein Forumstreffen in Wuppertal eingeräumt. Ich habe das nur am Rande verfolgt, fand die Idee aber aus zweierlei Gründe nett. Zum einen ist ja mein Kumpel aus´m Claim da auch Member of, der andere Genosse hier ebenfalls aus dem Claim genauso und mit dem letzteren haben wir ja schon die eine oder andere Runde gedreht. Ich wäre also nicht in ganz fremder Runde, auch wenn ich wohl sagen kann, ich bin da offen genug und habe kein Problem damit.
„Erschwerend“ kommt hinzu das Forum macht auf mich eine extrem relaxten Eindruck, was soll da also zwischenmenschlichen nicht für einen Tag machbar sein ? Also mal hin und schauen.

Die andere Sache war einfach jene, daß ganze „Schauspiel“ sollte in Wuppertal statt finden. Jetzt kenne ich ja Wuppertal schon von einigen Ecken und Kanten her, hatte also über Jahre hinweg auch schon diverse Radrouten zumindest online ausfindig gemacht. Da ich ja vom Job her da auch oft rumkurve, hatte ich jene vermeintliche alte Bahntrassen und Radstrecken hier und dort schon erspäht und auch immer wieder die Radroutenschilder entdeckt.

Letzter Punkt der die sich mehr als interessant macht, da ist noch einen Kumpel aus dem MountainBIKE Forum jenerwelcher in Velbert sitzen. Im Morgengruß hatte ich darüber ja berichtet.

Kurz um, ging gar nicht anders das ich da mal hin mußte. Blöd nur war jetzt die Sache mit dem Termin.

Ja und so war dann für mich klar, irgendwie muß ich zu diesem 2radforum Treffen hin. Dann kam die zweite Übung: der Termin und deren Umsetzung. Da verschiedene Termine anstanden hatte ich, so meine ich, sogar einen in´s Auge gefasst. Das sollte wohl eigentlich jenes Wochenende sein, wo ich mir am Sonntag den kleinen Zeh zerdeppert hatte, also Muttertag, denn am Montag darauf hatte ich ja noch Urlaub. So hätte ich Freitags geschmeidig mit dem Rad hochfahren können, dort zwei Nächte machen und dann am Sonntag nach dem Frühstück wider zurück kurbeln. Vielleicht hab ich das aber auch nur komplett verpeilt.

So war der Plan. Da ich jetzt im 2radforum nicht ganz so aktiv bin kam der Termin für mich dann doch eher ungünstig. Freitag frei machen war nicht wegen Job, also mußte eine Bürgerblechbüchse her. Mit der könnte ich dann, das CAADX hinter reingestaut, in der Frühe hochfahren und pünktlich zum Frühstück dort aufschlagen. Nach der Tour und nach dem Grillen die ganze Schose eben wieder zurück. Und so wird das dann auch gemacht.

Also nach der Samstagszeitung und der Café con Leche das Bike in die Blechkarre geladen und geschmeidig hoch gefahren. Verkehrstechnisch klappte das gut, klar wer fährt schon Samstags in aller Herrgottsfrühe auf der A1. Und so kam ich gut zeitig am Naturfreunde Haus Hülsberg, was in Wuppertal Cronenberg liegt, gut an.

Das Naturfreunde Haus hat jetzt wohl keine mehr so aktuelle Homepage, aber ich hab mich dort mal nach der Tour etwas umgeschaut. Ist so ein typisches und uriges Landhaus wie man es im Bergischen Land halt oft sieht. Auf Nachfrage hin sagt man mir, das man halt für Gäste öffnet, aber sonst an Wochenenden und Feiertagen sowieso geöffnet hat. Wird dann wohl für Wanderer sein. Das was die dort anwesenden Gäste zu sich nahmen sah vorzüglich aus, Spaghetti mit roter Soße, ich mutmaße mal Bolognese, eine Auswahl an Kuchen war auch greifbar.
Ganz ehrlich, da hatte ich schon vor dem Grillen zuschlagen können. Jetzt muß ich der endlich mal zu dem Tag ansich kommen.

Die 2radforum Tour

Die 2radforum Truppe hatte Stellung im Nebengebäude bezogen. Sah auch gut aus, nix aufregendes, aber halt alles da und für die Kurse… . Korrekt und in meinen Augen empfehlenswert. Letzteres schon alleine wegen der ruhigen Lage und dem Ausblick. Selbstredend war auch die Bedienung sehr freundlich und unkompliziert.

Genug gelabert, dem Navi auf den letzten Metern getrotzt, es hatte schon das Erreichen des Zieles großmündig verkündet, drehte ich noch eine kleine Rückrunde, drehte dann abermals und ließ mich einfach mal derm Bauchgefühl hin folgend den wirklich schmalen Wirtschaftsweg recht steil bergab rollen. Ziel erreicht, ausgestiegen, kurz gereckt & gestreckt dann die anwesenden Truppe kurz begrüßt. Nächster Schritt das CAADX ausgeladen und mit dem Zubehör bestückt. Leider machte sich hier schon der nicht optimal, weil deutlich zu gering befüllte Ortlieb Seat-Pack bemerkbar.

Das fette Kettenschloss darin, war super schwer, sonst nur noch eine kleine Extratrinkpulle Wasser und drei Reserveschläuche. Das war’s, außer natürlich dem Bordwerkzeug nebst Luftpumpe und dem Ersthelferpäckchen. Ich mußte den Ortlieb Seat-Pack arg zusammen rollen, damit er überhaupt irgendwie stabil war. Aber sollte passen, jedenfalls bis kurz vor Endziel.

Also dann die Truppe fertig war ging’s zum Frühstück. Die erste Rampe von dem Naturfreundehaus hab ich mir geklemmt, lieber das CAADX geschoben. So auf Schotter erstmal Schwung holen, dann noch nur kurz mit der anschließenden Rampe…, man kann sich den Tag auch besser versauen. Ich war aber auch nicht der einzige. Passte also. Dann fuhren wir gemächlich und den Ortskern von Cronenberg wo es an in das Zentrum Emmaus ging.

Das gefiel mir auch super und das für uns bestellte Frühstück nebst zweier noch kräftig-korrekter Tassen Kaffee mundete vorzüglich. Es ergaben sich die ersten erweiterten Gespräche und die Frage nach dem Teilnehmer Habschned stellte sich.
Kurz kontaktiert und ja wie das eben so ist, das Alter… . Hat der gute Eisvogel den Termin für´s Meeting leider eine Woche später im Kalender eingetragen. Suboptimal für ein baldiges Erscheinen. Dann erfolge das Lossollen und wie sich nach einer Erkundigung meinerseits herausstellte, press die 173 Meter Rampe abwärts.

Ganz ehrlich, rauf ja kann man versuchen, aber sich da so runterrollen lassen bei der Aussage das 50km/h und mehr drin sind, das ist nicht mein Ding. Ich reihte mich also ein und es rollte verdammt gut. Zu gut für meinen Geschmack aber zum „Glück“…
Kaum die 35km/h überschritten wurde es an meinem Heck ungünstig unruhig. Ich vernahm jenes schwammige Gefühl wie von einem Plattfuß, bremste ab, kam zum stehen und tastete seicht fluchend den Hinterreifen ab. Der war aber press mit Luft gefüllt, also kurz am CAADX geschaut. Ich konnte zwar so auf schnell nix ausmachen, tippte also auf den eben nicht press gefüllten Ortlieb Seat-Pack. Gut, also den Rest der Strecke mit guter Bremsdosierung die Kuppe runter und unten mit heißer Bremsscheibe auf den Rest der Truppe gewartet. Dann wurd´s aber gemütlicher.

Die Strecke von Kohlfurt nach Sonnborn rüber hatte ich auch schon tausende Male aus dem Auto raus gesehen und dann endlich auch mal mit dem Radel gefahren. Kann man gut nutzen, ist zwar an der Landstraße entlang, aber dank fiel Grünzeuch noch schmackhaft. Natürlich nimmt man die KFZ wahr, ist also nix für den reinen Genussradler. Aber in und um Wuppertal wird man wohl irgendwann immer einen Harken wo finden. Wir hatten da ja auch noch etwas von.

Durch Sonnborn sind wir dann auf der Straße gefahren. Ich kannte das vom Job her ja schon, doch so auf dem Fahrrad war das wider was anderes. Da wir eine Gruppe von nur 13 Leuten waren, war das für die PKW-Lenker weniger spaßig. Überholen der langen Gruppe ging so gut wie gar nicht, oder eben nie ohne Gefährdung. Wir aber auch die Autofahrer blieben aber weites gehend cool, sehen wir mal von den typischen Ausreißern ab.  Jedenfalls erreichten wir so den Einstige der Nordbanhtrasse, die für mich orientierungtechnisch rechts ab von der fetten Ortskreuzung, wiederum links hinter dem Parkplatz des Einkaufszentrum lag.

Die Nordbahntrasse ist des Radfahrers Traum. Schnurstracks geradeaus, nur sehr wenige Teile die den Anschein erwecken wollen eine Kurve zu sein, immer wieder ein paar Sehenswürdigkeiten am Rande, auch Lokalitäten hier und da und on top, die ganze Strecke asphaltiert.

Besonders cool fand ich die Utopiastadt Location ( Homepage ). Erinnerte mich so an das Fritz, seines Zeichens der alte Königlich-kaiserlich Bahnhof zu Essen Kupferdreh. Aha, ich sehe gerade das Fritz ist wohl jetzt unter dem Namen Lukas aufzufinden. Aber nur als Restaurant.
Dort wurde dann die erste längere Pause gemacht, es hatte temperaturmäßig schon mächtig angezogen und so tat diese Pause auch allen recht gut. Dann ging es über die Nordbahntrasse bis zum Ende.

Nach dem Ende dieser Trasse stießen wir uns in´s urbane Getümmel, sprich auf schnöden Kraftfahrzeugstraßen etwas weiter runter wieder in das Tal. Nächste Station war Wuppertal-Oberbarmen, wo die Endhaltestelle der Schwebebahn war. Schwebebahnfahren war angesagt, natürlich nur für die Leute die Lust hatten und wollten. Ich war da in den frühen Jugend schon mal drin, also klemmte ich mir das, sah das aber auch so, ich bin gekommen um eine nette Radtour zu machen und mit den Leuten zu plauschen. Zumal, wenn ich Schwebebahn fahren wollte, dies lieber mit der Holden samt Kids machen würde.

Und so blieb eine gute Truppe am Bahnhof Wuppertal-Oberbarmen zurück. Es ergaben sich Gespräche, ich konnte meinen Wasservorrat nochmal für schlappe 2,20 für den Liter auffüllen, aber mein Gott. Es dauerte zwar eine gute Weile bis der fahrende Trupp wider eintraf, aber langweilig war das nicht. Ausruhen im Schatten, für die noch kommenden Höllenkilometer.

Denn die führten uns direkt auf der B7 entlang, quer durch Wuppertal. Wie anders das doch ausschaut, wenn man auf einem Fahrrad daher fährt. Hinter Elberfeld, wo wir das Luisenviertel durchfuhren ( auch das kannte ich ja schon ) stießen wir auf die Zuführung zur letzten Trasse, der Sambatrasse. Die Zufahrt links ab von der B7 ist etwas unscheinbar, fast versteckt, aber ich denke, wenn ich nochmal in der Ecke wäre, datt finde ich wieder ! Dürfte rein von der Karte her die Kabelstraße gewesen sein.

Leider zeigte sich hier, daß einem Mitstreiter irgendwie die Puste ausgegangen war. Radel ich also so noch an ihm vorbei, er ist bereits abgestiegen und schiebt sehr langsam sein Bike die seichte Steigung hoch, denke ich noch so: „mensch, der sah jetzt nicht wirklich prickelnd aus, dreh nochmal um und schau ihn dir genauer an !

Ich also wieder kehr um gemacht, hab mich langsam an ihn heran rollen lassen und siehe da, der Hitzeteufel hatte gut zugeschlagen. Trinkaufforderung, Helm an, Wasser über den Kopf schütten und in der nächsten schattigen Kurve erstmal Auszeit nehmen. Leider gab es keinen Kiosk in der nähe wo man hätte zwei drei eiskalte Coke besorgen können. Die schön wo in den Ecken drücken und an die Schlagadern im Handgelenkbereich, warten bis alles runter gekühlt ist und dann eben wieder langsam los. Tja, aber das Budensterben hatte sah ein Wuppertal zugeschlagen. ( Jetzt grübel ich gerade, wie man so etwas demnächst mal begegnen könnte ? Kühlpad wird ja irgendwann warm sein, Eisspray wäre ein Plan eventuell ein kleines Handtuch zum Luft zuwedeln. )

Nach einer längeren Pause haben wir uns als gemeinsame Gruppe bis zum Eingang der Sambatrasse hochgekurbelt, während er und meiner einer aber besser die letzte Steigung dorthin schoben. Zum Glück war es am Startpunkt der Sambatrasse gut schattig und es wurde eine abermalige Pause eingelegt. Diesmal auch noch länger.

Jetzt hat das ja mit dem Schatten klare Vorteile, doch wo viele Schatten spendende Bäume sind ist auch leider wenig Wind. Ganz blöd iss, durch die doch extremere Tallage von Wuppertal heizt sich das zum einen gut auf, zum anderen geht da sowieso kaum Wind. Aber was soll ich groß erzählen ?

Irgendwann war wider Start angesagt und wir kurbelten mehr oder weniger gemeinsam sehr langsam die Sambatrasse hoch. Landschaftlich übrigens sehr schön, sehr viel Wald und Grün, die Steigung hält sich in Grenzen ist also machbar und wenn nicht…
…Päuschen hier und da schafft wider Luft. Das war dann auch so die grobe Strategie die wir als Gruppe durchzogen. Irgendwo im oberen Drittel war dann noch ein Wirtshaus, dort wurde zünftig eingekehrt und das eine oder andere alkoholfreie Getränk zu sich genommen. Dann war auch der Durchhänger weg, was uns aber nicht von dem eher sehr meditativen Tempo abhielt.

Ich war dann am vermeintlichen Ende der Sambatrasse recht erstaunt, daß jene noch weiter führte. Das hatte ich so gar nicht mehr in meinem Kopfnavi parat. Noch erstaunter war ich dann, daß das echte Ende quasi schon in Griffsweite der Zugangsstraße des Naturfreundehaus lag.
Und genau auf den letzten schnellen Bergabmeters hatte sich der Ortlieb Seat-Pack nochmal verselbstständigt und das Rücklicht auf eine Flugbahn gehebelt. Ist natürlich defekt, mist-kacke-verdammte-zum-Teufel-nochmal !!!

Ja und so war die Tour nach epischen Zahlen/ Strava ,aber noch epischeren Dampfschwühhitze endlich vorbei. Auch wenn alles super geklappt hat, die Strecke super war, ja sogar das Befahren der B7 mit Kraftverkher hatte gut geklappt, man war dann doch froh endlich ein Kaltgetränk an der Unterlippe hängen zu haben oder, so wie ich, mal schnell unter die Dusche zu hüpfen und schnell frische Zeug anziehen.

Der Rest des Abends war genauso entspannt wie der Tag, Päuschchen hier, Pläuschchen dort, was trinken, Wasser war bei mir angesagt und letztendlich wurde der Grill befeuert und das Tafelgut auf heißen Kohlen gebrutzelt. Auch bei Tisch gab´s nette Unterhaltungen und irgendwann…

…zur herannahenden Nacht, verabschiedete ich mich, lud das CAADX in die Karre, nein falsch, zunächst wurde noch ein Fahrrad in die Blechkarre geladen, von jemanden hier aus dem Claim, dann halt meines, wobei… *grübel* …das hatten wir schon vor dem Grillen erledigt und dann war Heimfahrt angesagt. Unterwegs ergaben sich durchaus interessante Gespräche, die Heimfahrt war also auch nicht langweilig.

Bikedefekte: leider hat es dann aufgrund des nicht press geparkten Ortieb Seat Pack auf den letzten Metern abwärts, dazu noch hier und da gewisse Bodenunebenheiten, einen Abflug meines  Busch & Müller TOPLIGTH Flat S permament gegeben. Was mich dann wieder zu der anderen Artikel-Kategorie überleitet…

Biketouren „After-Show-Party“: wenn man, also ich, mit sowenig Gepäck unterwegs ist, dann muß ich man sich noch was einfallen lassen. Das fette Schloss lässt sich irre schlecht transportieren, jedenfalls dann, wenn man nicht herkömmlichen Radtaschen unterwegs ist.

Bike nachgedacht: at last, wieder einen Blick in die Kilometerzahlen. Laut meiner Exceltabelle habe ich im gelaufenen Monat schon 970 Kilometer runter. Bis zur magischen Grenze Monatsabschluss im laufenden Jahr die 5.000 voll zu machen fehlen noch 69 Kilometer.
Weiter runter gerechnet, um die fehlenden 30 Kilometer bis die 1.000 per Monat voll sind, mach ich mir bei drei Arbeitstagen keine Sorgen. Da kommen so oder so die platten 120 Kilometer. Somit sind die 5.000 für die geradelten Monate an der Zahl fünf auch kein Ding. Doch was machen mit dem Feiertag ? Ist die Family oder gar die Holde zu Hause, oder kann ma(n)n nochmal ohne schlechtes Gewissen auf´s Bike hüpfen ?

Ganz blöder Gedanke, der Wecker bimmelt wie immer um 05:00, Bikerfrühstück und dann ab in die alte Heimat. Wechselwäsche im Gepäck, duschen und plauschen bei Mutti, die sicher auch was lecker in den Kochtopf wirft, dann noch bei einem wieder netten Gespräch nebst Espresso als sacken lassen und dann wider gen Heimat radeln ? Schauen wir ma´…

 

 

 

Jetzt hätte ich doch fast den Link zum Album des Tages vergessen. Also biddöschöööön <klick mich>

 

Mehr Schutz für Radfahrer

Mai 23, 2018

Bike nachgedacht: die obrigen Zeilen waren neulich auf der Titelseite !!! der Samstagsausgabe des Westfälischen Anzeigers zu finden. Fast deckungsgleich erinnerten mich diese Zeilen an den Artikel des Critical Mass Hannover. Warum nur ?

Der Bundesrat will das Risiko durch abbiegende LKW deutlich verringern ( nein eigentlich wird die entsprechende Lobby dem Bundesrat geraten haben, die LKW entsprechend auszurüsten. Denn mit diesen zusätzlichen technischen Features lässt sich seitens der Lobby und deren Auftraggeber wieder Geld verdienen. Denn Kopp wird damit niemand einschalten ! ). Online gibt es dazu leider nur eine Meldung von den Westfälischen Nachrichten <klick>.

Interessant ist aber mal wider, das ob der eigentlich genannten Problematik zumindest unterschwellig versucht wird, die Radfahrer selbst in den Fokus der Sicherheit zu stellen. ( Das kursiv von mir gebrachte Material ist aus dem Druckartikel zitiert. )

Binnen vier Jahren habe es bundesweit zuletzt 620 Unfälle durch abbiegende Lastwagen mit 40 getöteten Radfahrern gegeben, sagte die Berliner Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos). Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) betonte: „Es besteht dingender Handlungsbedarf.“ Schuld hätten in den seltensten Fällen die Radfahrer. „Viele dieser Unfälle wären mit den heutigen technischen Mitteln vermeidbar“, fügte er hinzu. Bislang seien diese Möglichkeiten nicht gesetzlichen vorgeschrieben. „Das muß sich ändern.“

Gut Frau Günther und Herr Woidke, natürlich besteht dringender Handlungsbedarf. Und das nicht erst seit gestern. Wie war das noch mit dem Dieselskandal ? Das wusste man auch schon seit Jahren, hat aber auch niemanden daran gehindert so wie bisher weiter zu machen, oder ? Jetzt kurz vor Toresschluss… . Ich sehe das mal so, auch seit Jahren ist es kein hoch wissenschaftliches Geheimnis, daß unsere Innenstädte aus allen Nähten platzen und das die Belastung jedeweder Art durch den Kraftverkehr verursacht werden.

Sehen wir uns die fabelhaften Entwicklung der Autoindustrie doch mal an. Kleinwagen gehen kaum noch auf dem Markt, also wird wieder eine neue Sau durchs Dorf gejagt: die SUV´s und Geländewagen scheinen die beste Lösung für all unsere Problem zu sein. Ja ne´iss klar ! Nicht gegen eine vernünftige Raumlösung für die tatsächlich anstehenden Transporte, aber muß soetwas sein ?

Jetzt kommt natürlich erschwerend dazu, das es bundesweit keine brauchbaren Lösungen für alternative Fortbewegungsmethodiken gibt. Die Umwelt wird nachweislich versaut und in Folge dessen wird auch auch wissentlich die Gesundheit der nicht direkt mit dieser Gefahr konfrontierten Menschen in Kauf genommen, sondern auch langfristig derer Menschen, die sich dann in Drittweltländern mit unseren Altlasten rumärgern können.

Alternative Fortbewegung ist auch ein öffentliches Verkehrssystem und dazu – auch was – das Fahrrad. Doch auch für dieses wird in der Regel nur Halbherzigkeiten geboten. Der Radweg wird zwar großmundig propagiert, doch schon diese Denkweise ist längst überaltert. Der Radweg werte Herrschaften hat zur Zeit der Gründung der Bundesrepublik eventuell noch gut funktioniert. Heute ist die Zahl der Radfahrer derart gestiegen, analog dazu die Gefahrenequellen als auch die Erkenntnis über jene Gefahren, daß der einzige logische Schluss nur sein kann, das Fahrrad selbst als Verkehrsmittel endlich als vollwertig an zu erkennen und ihm den gleichen Raum auf der Fahrbahn zu verschaffen.
Radfahrspuren in den Verkehr integriert als auch Radschnellstraßen sind nicht nur eine Lösung, sie sind die Lösung. Und jetzt sagen nicht nicht nein, das geht nicht, denn daß es geht und wird im nordischen Ausland gezeigt. Gut, dort ist die Autolobby nicht so mächtig…

Ich führe dazu mal weiter aus dem Artikel jene Zeilen ein:

Die Länder wollen erreichen, dass Abbiegeassistenten künftig für alle Nutzfahrzeuge mit einem zugelassenen Gesamtgewicht von siebeneinhalb Tonnen und mehr verpflichtend werden. Ältere Fahrzeuge sollen nachgerüstet werden. „Ohne Nachrüstungspflich bestünde das Sicherheitsrisiko noch viele weitere Jahre – das kann niemand wollen“, so Günther. Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) forderte eine EU-weite Initiative – wegen der vielen ausländischen LKW in Deutschland.

Jetzt mal ehrlich, eine technische Lösung ist immer gut und auch schön. Was technisch machbar ist, sollte auch so umgesetzt werden. Doch wenn ich so in den Autofahreralltag schaue, und ich sage dies als Kraftfahrzeugführer selbst, dann scheint da irgendwas nicht zu Funktionieren.
Denn obwohl jenem schon seit der Fahrschule bekannt ist was es mit den Geschwindigkeiten so auf sich hat. Das Ampeln nicht bei rot überfahren werden sollten ist auch klar. Dennoch haben wir Autos die allerlei sinnvollen Schnickschnack haben und dennoch wird fröhlich zu schnell gefahren, Stoppschilder sind nur proforma aufgestellt, rote Ampeln – kann ja ma´ passieren… .

Jetzt frag ich mich was sollen Abbiegeassistenten bewirken ? Das Lastkraftwagen Fahrer plötzlich langsamer, also nur mit vorgeschriebener Geschwindigkeit auf die Kreuzung zu und schauen vorschriftsmäßig in die Spiegel. Ja, ich kenne auch den toten Winkel, habe lange genug einige Kilometer auf 7,5t gemacht. Da hilft so ein Abbiegeassistenten, aber vorschriftsmäßig fahren muß man dann doch selbst.

Clever, weil hier sehe ich eine gewisse Unterschwelligkeit wird zu dem Druckartikel ein Fenster abgedruckt, mit dem Titel:

Ohne Helm 

Fast jeder zweite Deutsche (48 Prozent) trägt beim Radfahren nie einen Helm. Rund jeder Fünfte (22 Prozent) setzt den Kopfschutz dagegen immer auf. Das ist das Ergebnis eine repräsentativen Forst-Umfrage. Fast zwei Drittel (63 Prozent) fühlen sich auf dem Fahrrad „sicher“ oder „sehr sicher“ im Straßenverkehr. Ein Drittel (32 Prozent) fühlten sich „weniger sicher“. Einen Unfall mit dem Rad hatten schon etwa jeder Dritte (32 Prozent) bereit. Als gefährlichster Situation nenn die Radler abbiegende Autos (75 Prozent), fehlende Radwege (62 Prozent) und aus abgestellten Autos aussteigende Personen (50 Prozent).

Gut, was soll nun der Titel dieses Artikels ? Gibt es einen konkreten Zusammenhang zwischen dem Tragen und Nichtragen des Fahrradhelms und den genannten gefährlichen Situationen ? Gegenthese, wenn ich nun einen Helm aufsetzte, steigen dann die Leute aus dem Auto vorsichtiger aus, werden Radwege ( ein weiteres in meinen und wohl auch bei vielen anderen Radfahrern heikles Thema für sich ) gefahrloser und ist die Abbigesituation dann ebenfalls Geschichte ?

Wohl kaum !

Der Helm schützt nur den Kopf, er verhindert keine der gefährlichen Situationen. Einen Helm halte ich für gut, noch besser fände ich, wenn sich die breite Öffentlichkeit dazu durchringen könnte, etwas mehr für alternative Fortbewegung zu tun.