Archive for the ‘Doping’ Category

Doping/ Nachtrag

Januar 6, 2013

Bike: nachgedacht/ Doping: gerade eben wurde mir noch ein Onlineauszug aus einem Druckartikel über das MountainBIKE Forum zugespielt.

Es geht zwar nur um die schon von mir in diesem Forum erwähnte Dopingmethode während des II Weltkrieges, wo man den Filmbeitrag auf YouTube/ „Schlaflos im Krieg – Die pharmazeutische Waffe sich ansehen kann. Dennoch kann ich aus diese zuegspielte Ausgabe mal zum einlesen empfehlen.

Also Spiegel Spezial 2/ 2005/ Quelle:

Berauscht in die Schlacht

Von Ulrich, Andreas

Drogen und Alkohol bei der Wehrmacht: Im Namen der Volksgesundheit predigten die Nazis Abstinenz, für den Endsieg aber war ihnen jedes Mittel recht.

Die Feldpost des jungen Soldaten an seine „lieben Eltern und Geschwister“ in Köln, datiert vom 9. November 1939, kam aus dem besetzten Polen. „Der Dienst ist stramm, und Ihr müsst verstehen, wenn ich späterhin Euch nur alle zwei bis vier Tage schreibe. Heute schreibe ich hauptsächlich um Pervitin … Euer Hein.“

Pervitin war das Wundermittel der Wehrmacht, eine heute als Speed bekannte Aufputschdroge.

Am 20. Mai 1940 bat der 22-jährige Soldat seine Familie erneut: „Vielleicht könntet Ihr mir noch etwas Pervitin für meinen Vorrat besorgen?“ Und am 19. Juli 1940 kam ein Brief aus Bromberg: „Schickt mir nach Möglichkeit bald noch etwas Pervitin.“ Der Absender der Schreiben wurde später weltberühmt: Es war Heinrich Böll, der 1972 als erster Deutscher nach dem Krieg den Nobelpreis für Literatur erhielt.

Abgefüllt mit Pervitin, zogen viele Wehrmachtsoldaten in die Schlachten, vor allem gegen Polen und Frankreich – voll Speed in den Blitzkrieg. Millionenfach wurden im ersten Halbjahr 1940 Methamphetaminpillen ausgeliefert. Sie sollten Piloten, Matrosen und Infanteristen zu übernatürlichen Leistungen befähigen. Großzügig gab die militärische Führung solche Aufputschmittel, aber auch Alkohol und Opiate aus – solange es dem Endsieg nützte. Unnachsichtig aber verfolgten die Nazis unerwünschte Nebenwirkungen wie Sucht und Sittenverfall.

Das neu entwickelte Methamphetaminpräparat Pervitin der Berliner Temmler-Werke entwickelte sich nach seiner Markteinführung 1938 zum Kassenschlager unter der deutschen Zivilbevölkerung. Nach einem Bericht in der „Klinischen Wochenschrift“ wurde Oberfeldarzt Otto Ranke, Leiter des Instituts für allgemeine und Wehrphysiologie an der Militärärztlichen Akademie in Berlin, auf das vermeintliche Wundermittel aufmerksam.

Amphetamine sind dem körpereigenen Adrenalin ähnlich. Der Körper wird in Alarmbereitschaft versetzt. Die Substanz steigert bei den meisten Menschen Selbstvertrauen, Konzentrationsfähigkeit und Risikobereitschaft, reduziert Schmerzempfinden, Hunger und Durst sowie das Schlafbedürfnis.

Vom 27. bis 29. September 1939 testete Ranke das Mittel an 90 Studenten und beförderte den Siegeszug des Pervitins in der Wehrmacht. Im Truppenversuch wurde die Pille beim Feldzug gegen Polen an Kraftfahrer ausgegeben und fortan, so der Kriminologe Wolf Kemper, „hemmungslos an Frontsoldaten verteilt“.

Allein von April bis Juli 1940 wurden mehr als 35 Millionen Tabletten Pervitin und Isophan (ein leicht modifiziertes Produkt der Firma Knoll) an Heer und Luftwaffe ausgeliefert. Die Tabletten mit drei Milligramm Wirkstoff gingen teilweise unter der geheimen Bezeichnung OBM an die Sanitätsparks der Wehrmacht und von dort an die Truppe – in Eilfällen sogar auf telefonische Bestellung. „Wachhaltemittel“ stand auf der Verpackung, die Gebrauchsanweisung empfahl – „Nur von Fall zu Fall!“ – die Einnahme von ein bis zwei Tabletten, „um Schlaflosigkeit zu erhalten“.

Schon damals gaben Ärzte zu bedenken, dass die Regenerationsphasen nach Einnahme der Rezeptur immer länger wurden und die Wirkung bei häufigem Gebrauch immer schwächer. Vereinzelt gab es gesundheitliche Probleme wie Schweißausbruch oder Kreislaufschwäche und auch einige Todesfälle.

Reichsgesundheitsführer Leonardo Conti, ein Anhänger der Askese-These Adolf Hitlers, bemühte sich, den Gebrauch der Pille einzuschränken. Damit war er in der Wehrmacht aber nur mäßig erfolgreich. Obwohl Pervitin am 1. Juli 1941 unter das Opiumgesetz fiel, wurden im selben Jahr noch zehn Millionen Tabletten an die Truppe geliefert.

Pervitin galt der Generalität als probates Mittel, wenn Soldaten extreme Strapazen abverlangt werden sollten. „Jeder Sanitätsoffizier muss sich darüber im Klaren sein, dass er im Pervitin ein sehr differenziertes und starkes Reizmittel in der Hand hat, das ihm jederzeit gestattet, bestimmte Personen seines Wirkungskreises bei der Durchführung übernormaler Leistungen tatkräftig und wirkungsvoll zu unterstützen“, hieß es in einem Merkblatt für Marinesanitätsoffiziere.

Die Wirkung war verführerisch. Als im Januar 1942 an der Ostfront eine Gruppe von 500 deutschen Soldaten versuchte, aus einem Kessel der Roten Armee auszubrechen, herrschten minus 30 Grad Celsius. Gegen Mitternacht, sechs Stunden nach Beginn der Flucht durch teils hüfthohen Schnee, „wollten immer wieder Mannschaften … liegen bleiben“, schilderte ein Stabsarzt. Die Führung entschloss sich, Pervitin auszugeben. „Nach einer halben Stunde bestätigten die ersten Männer spontan ihr besseres Befinden. Sie marschierten wieder ordentlich, blieben in der Reihe, waren besseren Mutes und nahmen am Geschehen teil.“

Es dauerte fast sechs Monate, bis der Bericht die Heeressanitätsinspektion erreichte. Als Reaktion wurden erneut Vorschriften über Risiken und Umgang mit Pervitin erlassen, die sich aber von den alten kaum unterschieden.

So lauteten die „Richtlinien zur Erkennung und Bekämpfung von Ermüdung“ vom 18. Juni 1942 nach wie vor: „Einmal zwei Tabletten beseitigen das Schlafbedürfnis für drei bis acht Stunden, zweimal zwei Tabletten gewöhnlich für 24 Stunden.“

Gegen Kriegsende arbeiteten die Nazis sogar an einer Wunderpille für die Soldaten. Am 16. März 1944 verlangte in Kiel Vizeadmiral Hellmuth Heye, nach dem Krieg CDU-Abgeordneter und Wehrbeauftragter des Bundestages, ein Mittel, „das den Soldaten einsatzfähig hält, der über die normale Zeit hinaus als Einzelkämpfer gefordert ist, und zugleich das Selbstwertgefühl hebt“.

Der Kieler Pharmakologe Gerhard Orzechowski präsentierte wenig später die Pille D-IX, bestehend aus fünf Milligramm Kokain, drei Milligramm Pervitin und fünf Milligramm Eukodal (ein schmerzstillendes Morphinpräparat) – für dessen Besitz heute jeder Dealer ins Gefängnis müsste. Damals aber testeten Besatzungsmitglieder der Kleinst-U-Boote vom Typ „Seehund“ und „Biber“ die Droge.

Auch die Volksdroge Alkohol war in der Wehrmacht beliebt. „Nur ein Fanatiker“, schrieb Generalstabsarzt Walter Kittel über den Alkohol, „wird dem Soldaten ein Genussmittel verweigern, das ihm nach den Schrecknissen der Schlacht Entspannung bringt und seine Lebensfreude steigern hilft, oder ihn tadeln, wenn er im Kreise der Kameraden einen frisch-fröhlichen Trunk tut.“ Offiziere verteilten zur Belohnung Alkohol an die Mannschaften, Schnäpse wurden regulär als Marketenderwaren an Soldaten verkauft. So blieb der Sold in der Armee.

„Solange der Suff in der Truppe nicht öffentlich wurde, krähte kein Hahn danach“, meint der Freiburger Historiker Peter Steinkamp, der über den Drogenmissbrauch bei der Wehrmacht forscht.

Nach dem Sieg über Frankreich befahl Hitler jedoch im Juli 1940: „Ich erwarte, dass Wehrmachtsangehörige, welche sich infolge Alkoholmissbrauchs zu strafbaren Handlungen … hinreißen lassen, unnachsichtig zur Verantwortung gezogen werden.“ In schweren Fällen stehe „ein schimpflicher Tod“ bevor.

Doch die Verlockung des Likörs war offenbar mächtiger als die Drohung des „Führers“. Knapp ein Jahr später stellte der Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldmarschall Walther von Brauchitsch, „schwerste Verstöße“ gegen Moral und Disziplin seiner Truppen durch „Alkoholmissbrauch“ fest: Schlägereien, Unfälle, Misshandlungen Untergebener, Tätlichkeiten gegen Vorgesetzte sowie „Vergehen widernatürlicher Unzucht“. Der General sah „die Disziplin innerhalb des Heeres“ geschädigt.

Eine interne Statistik des Heeressanitätsinspekteurs führte von September 1939 bis April 1944 allein 705 nachgewiesene Alkoholtodesfälle beim Heer. Die Dunkelziffer dürfte viel höher gelegen haben, da Verkehrsunfälle, Unfälle mit Waffen und Suizide häufig auf Alkoholgenuss zurückgingen.

Sanitätsoffizieren wurde nahegelegt, Alkohol- und Rauschgiftabhängige in Heil- und Pflegeanstalten einzuweisen. Diese Unterbringung, so heißt es in einer Anordnung zum ärztlichen Dienst, habe „den Vorteil, dass sie unbegrenzt ausgedehnt werden kann“. Süchtige wurden dort nach dem „Gesetz zur Verhinderung erbkranken Nachwuchses“ begutachtet; ihnen drohten Zwangssterilisation und Euthanasie.

Es häuften sich Fälle, in denen Soldaten nach dem Genuss von Methylalkohol erblindeten oder sogar starben. Im Berliner Universitätsinstitut für gerichtliche Medizin stand der Methylalkohol von 1939 an als Todesursache unter den versehentlich eingenommenen Giften an erster Stelle.

Mit dem Todesurteil gegen einen 36 Jahre alten Obersturmmann in Norwegen im Herbst 1942 sollte ein Exempel statuiert werden. Der Kraftfahrer hatte einem Panzerabwehrzug eines Infanterieregiments fünf Liter Methylalkohol als angeblich 98-prozentigen Alkohol für die Herstellung von Likören verkauft. Mehrere Soldaten erkrankten, zwei von ihnen starben.

Das Urteil gegen den „Volksschädling“ wurde durch Erschießen vollstreckt. „Die Strafe ist der Truppe und dem Gefolge bekannt zu geben und zum Gegenstand wiederholter und eindringlicher Belehrungen zu machen“, hieß es dazu im Tagesbefehl vom 2. Oktober 1942.

Doch um dem Grauen des Krieges zu entfliehen, war den Soldaten offenbar jedes Mittel recht. Trotz Kenntnis der Gefahren breitete sich im Kriegsverlauf unter Verwundeten und dem Sanitätspersonal die Morphiumsucht aus. Die Zahl süchtiger Ärzte war 1945 um eine Vielfaches höher als zu Beginn.

Der Arzt Franz Wertheim, der am 10. Mai 1940 als Sanitätsoffizier in ein kleines Dorf nahe dem Westwall versetzt wurde, berichtete: „Um uns Abwechslung zu verschaffen, experimentierten wir Ärzte an uns selbst. Wir begannen am Morgen mit einem Wasserglas Kognak und zwei Morphium-Einspritzungen. Am Mittag fanden wir Kokain nützlich und den Abend beendeten wir zuweilen mit Hyoskin“, einem als Arzneimittel verwendeten Alkaloid einiger Nachtschattengewächse. Wertheim: „So waren wir immer nicht ganz Herr unserer Sinne.“

Um eine „Ausbreitung des Morphinismus, wie sie nach dem letzten Kriege auftrat“, zu verhindern, verfasste im Februar 1941 Oberfeldarzt Professor Otto Wuth, Beratender Psychiater beim Heeressanitätsinspekteur, einen „Vorschlag zur Bekämpfung des Morphinismus“. Danach sollten alle Verwundeten, die durch die Behandlung süchtig wurden, zentral erfasst und an die „Ärztekammer des Gaues“ gemeldet werden.

Dort sollen sie entweder legal mit Morphium versorgt oder regelmäßig untersucht und auf Entziehungskuren geschickt werden. „Auf diese Weise werden die Morphiumsüchtigen erfasst und kontrolliert und die gesamte Gruppe davor bewahrt, kriminell zu werden“, empfahl der Oberfeldarzt.

Die NS-Führung ging mit denen, die infolge des Krieges drogenabhängig wurden, nachsichtiger um als mit den Alkoholikern. Die Wehrmacht fürchtete Schadenersatzansprüche, weil sie die Drogen selbst ausgegeben hatte. ANDREAS ULRICH

Zitat Ende/ Quelle oben genannt

Und gleich noch eine Meldung bzgl. Lance Amstrong, der wohl nun doch über ein Geständnis in Sachen Doping nachdenkt: New York Times Meldung <klick>.

Doping: Was für ein Typ bist du…

Dezember 25, 2012

…denn ?

Ich will hier mal ein paar ältere Artikel von mir aus einer anderen Ecke einspielen, auch wenn das Thema sehr vielen schon zu Halse raushängt. Glaubt mir, ich kann´s verstehen, dennoch fände ich es schade, diese gemachten Fundstücke ganz außen vor zu lassen. Da alles schon etwas älter ist, ( 2009 ) bitte ich zu entschuldigen, daß einige der Linksetzungen von mir nicht mehr „aufgefrischt“ werden konnten. Ich habe damals alles nach besten Wissen und Gewissen aus Orginalquellen zitiert.

Teil 1.

Natürlich ist diese Frage nicht abwertend gemeint, sonder tatsächlich interessiert ! Wie man es herausfinden kann, schaut hier unter der Homepage des Deutschen Olypischen Sport Bund ( DOSB ). Ich bin beim stöbern nach einem Kaloriengrundumsatzt dadrüber gestoßen. Ma(n)n hat ja so einiges unter den Favoriten.

Den Richtig Fit link habe auch unter den Internetlinks abgelegt.

Äußerst selten für mich, aber unter gleicher Hompage habe ich noch eine weitere interessanten Artikel über Doping gefunden. Bei dem hier unten genannten Artikel geht es um Doping im  Seniorensport ! Alter Schwede dachte ich aber lest selbst ruhig weiter nach diesem kleinen Auszug/ Zitat…

In den vergangenen Jahren gab es vereinzelte Hinweise, dass auch im Seniorensport gedopt wird. Genaue Angaben über das Ausmaß sind bislang jedoch nicht möglich, da bei den Senioren nur sehr selten getestet wird. Die Hinweise deuteten jedoch nicht nur auf mögliche Dopingvergehen hin, sondern auch auf die im Seniorensport besonders große Gefahr des unbeabsichtigten Dopings. Der Hintergrund: Ab einem gewissen Alter müssen vermehrt Medikamente eingenommen werden, die gleichwohl auf der Dopingliste stehen.
Aus diesem Grund haben wir ein Gespräch mit Prof. Dr. Wilhelm Schänzer geführt. Er ist Leiter des Biochemischen Instituts der Deutschen Sporthochschule Köln. Das Institut ist ein vom IOC akkreditiertes Labor für Dopinganalytik.

Zitat Ende/ Quellen leider nicht mehr aktuell da aus August 2009. Ich konnte auch leider nix mehr passendes finden.

Teil 2. Fragwürdigkeit des Leistungssports

und die Geschichte nimmt kein Ende. Ich zitiere aus der hiesigen gedruckten Tageszeitung ( online leider nicht verfügbar/ hier aber ein YouTube Link zu dem ARD Magazin Monitor <klick>welches auch im Artikel erwähnt wird ):

“Berlin:das noch nicht nachweisbare Wundermittel Geref erschüttert mitten in der Tour de France, der Schwimm- WM in Rom und im Vorfeld der Leichtathletik WM in Berlin ( 12.-23.August ) erneut die Glaubwürdigkeit des Hochleistungssports. “Geref ist ein ernstes Problem. Es führt zu enormen Leistungssteigerungen”, erklärt David Howman, Generaldirektor der Welt- Anti- Doping- Agentur Wada in einem bericht des ARD- Magzins Monitor.

Offenbar ist das Mittel seit zehn Jahren bekannt und seit zwei Jahren verstärkt im Einsatz. Howman zeigte sich besorgt, da das Mittel von Athleten offenbar ohne jede Angst vor Konsequenzen genommen werden kann. “Ich habe gelernt geduldig zu sein. Ein Nachweisverfahren muss vor Gericht standhalten und deshab kostet es Zeit.”, meinte der Wada- Direktor, dessen Institution ein Nachweisverfahren bisher noch nicht in Auftrag gegeben hat. Die Substanzen, die im Körper zur Ausschüttung von Wachstumshormonen und damit zu mehr Muskelmasse schnellerer Erholung führt, ist leicht über das Internet zu bekommen. 1.750 US-Dollar zahlten die Monitor- Redakteure für die binnen drei Tagen erfolgte Lieferung einer Jahresdosis Geref – ein Gramm – aus China.

Der geständige Dopingsünder und früherer Radprofi Bernhard Kohl ( Österreich ) meinte: “die Wirkung steht außer Frage, deshalb wir es definitiv benutzt.” auch der spanische Dopingarzt Eufemiano Fuentes hatte Geref offenbar im Sortiment, es tauchte in Ermittelungsakten auf, die Monitor vorliegen. Unter anderem durch Geständisse gibt es seit zehn Jahren hinweise auf den Gebrauch von Geref.”

Zitat Ende

Mein Komentar dazu: one more never endig story ! Genomen wird was nicht nachweisbar ist, ganz ohne Rückversicherung welche Langzeit- oder Nebenwirkungen ein Mittel auch haben könnte. Es ist egal. Für ein Platz auf dem Siegerteppchen wird alles in kauf und in den Mund bzw. Körper genommen.

Teil 3. Doping

also Doping ist doch Mist ! Eigenverantwortlich oder auch nicht, wobei man gerade das erste dann doch mal in Frage stellen sollte, oder ?

Tatsache ist, Doping ist wahrscheinlich weiter verbreitet als man bisher annhemen darf. Und dabei spreche ich jetzt nicht vom Bierchen beim Schützenverein oder von Steroiden in der „bekannten“ Muckibude.

Doping ist neben dem gesundheitlichen Aspekten, vorallendingen ein gesellschaftliches Problem. Die Folgen aller Dopingmittel sind bei weitem noch nicht bekannt, nicht zuletzt auch dadurch, daß es immer schneller immer neuere und raffinierte Methoden und Mittelchen gibt. Wenn da mal einer umfallt haben wir noch Glück gehabt, weil wir die Folgekosten als Gemeinschaft nicht tragen müssen.

( Denn genau diese Folgekosten sind ein Teil dessen, wie sie ja auch schon bei Rauchern und Alkohlkranken zustandekommen die unsere Krankenkassenbeiträge jährlich in horrende Summen hochschnellen lassen. Natürlich Penuts gegen die Unsummen, die man kritscherweise erwähnen muß, welche für die VK-Kosten der Medikamente in der BRD einnimmt. Im Gegensatz zu den VK-Preisen im Ausland.

Der gesunde Mensch trägt diese mit.

Ein Grund auch warum ich vom “tolerantem Nichtraucher” zum Kritiker geworden bin. Wenn meine Zähne hinüber sind ist Zuzahlung angesagt, ist meine Lunge nachweislich auf Genuss von Nikotin hin geschädigt, iss es umsonst ! )

Da fängt man an nachzudenken.
Also ich habe da ein anders Verständniss von Gerechtigkeit, sorry.

Gesellschaftliches Problem: alles ist machbar in immer schnelleren Zeit. Es macht sich doch kaum noch einer Gedanken um gesunde Ernährung oder optimale Trainingsplanung mit Erholungsphasen, wenn man doch so schnell sein Ziel erreichen kann. Alles andere dauert zu lange und der Konkurenzdruck ist groß. Ist man erstmal in den Fängen eines “so genannten” professionellen Trainers, ist Vorsicht geboten. Sind es tatsächlich meine Ziele, oder doch eher seine oder die des Vereins/ Verbandes ?

Seid dem raus ist das man mit Sport und mit entsprechender sportlicher Leistung Geld verdienen kann, ist auch die Verlockung groß mal vor einem wichtigen Wettkampf ein Tagestief entsprechend zu kaschieren. Der Einstieg ist leicht, Quellen gibt es genug wenn man nur die Augen offen hält. Und wenn es einmal gut klappt warum nicht ein Zweites mal, eventuell sogar noch etwas clever gemacht. Und das ist nicht nur im Profisport so, im Armatuerbereich liegen bereits erste Schätzungen vor, soweit ich weiß. So darf man annehmen, jedenfalls ist das bei mir der Fall, da auch im angehenden Amateurbereich – sprich Breitensport – vieles möglich ist. Zumal dort Kontrollen gänzlich nicht vorhanden sind, jedenfalls nicht im Stile des Profisports. Und dort gibt es ja auch schon Lücken genug.

Zitat Techniker Krankenkasse/ TK aktuell Zeitschrift 4. 2007/ Seiten 14 bis 16

Unvergessen sind die Bilder von der Tour de France. Unvergessen die Tränen der Dopingsünder. Von den Kontrolleuren überführt, kam es zu wahren Massen –
suspendierungen von Radprofis. Der nunmehr 104 Jahre alte Klassiker im Radsport – die traditionelle Frankreichrundfahrt – verkam schließlich zur „Tour deFarce“. Spätestens seit dieser traurigen Wahrheit redet wieder alle Welt vom Doping im Leistungssport. Mancher Sportler wendet verbotene Medikamente an, um dadurch unfaire und nicht trainingsbedingte Steigerungen der persönlichen Leistung zu erreichen. Doch gibt es dieses Problem nicht nur bei den Sportprofis. Schneller, höher, weiter! Das gilt vielfach auch für Freizeitsportler. So nehmen in Deutschland schätzungsweise jährlich rund 200.000 Hobbysportler leistungssteigernde Mittel ein.

Das geht aus der bislang einzigen wissenschaftlichen Studie über Doping im Freizeitsport hervor, die die Universität Lübeck durchgeführt hat. „Und es sind nicht nur Ausdauersportarten wie Radfahren, Laufen oder der Marathon, die auch die Freizeitakteure besonders dazu verführen, die geforderte Leistung durch bewusstes Dopen zu steigern. Der moderne Körperkult – durch Werbung und Medien gefördert – verführt bereits Jugendliche zum Doping.

Schon 11- bis 17-Jährige greifen für einen muskulösen Körper zu Anabolika, zu denen Hormone wie zum Beispiel das Testosteron gehören“, beklagt Professor Dr. Mario Thevis vom Zentrum für präventive Dopingforschung am Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln. Das belegen auch Studien, die Wissenschaftler in Frankreich, Großbritannien, Schweden und der Schweiz mit Jugendlichen durchgeführt haben. Es geht um schnelle Erfolge „Viele Jugendliche möchten ein schnelles Erfolgserlebnis. Oft geht es um eine positive Bestätigung, die sie vielleicht sonst im Leben vermissen. Da kann es schon ausreichen, wenn man in der Clique mit einem großen Bizeps imponieren kann“, erläutert TK-Diplompsychologe York Scheller die Motivation der jungen Leute. „Wer dopt, betrügt nicht nur im Wettkampf, sondern vor allem sich selbst – zulasten seiner Gesundheit.“

TK-Versicherte Claudia Tonn, DLV-Siebenkämpferin und Olympiateilnehmerin vom LC Paderborn „Egal, ob jung oder alt – die Folgen für die Gesundheit können fatal sein. Denn die beim Doping eingesetzten Wirkstoffe werden ärztlich nicht kontrolliert und oft über einen längeren Zeitraum in hohen Dosen eingenommen“, warnt Jörg Börjesson. Der Exbodybuilder begann im Alter von 18 Jahren mit dem Training. Auch er suchte den schnellen Erfolg durch Doping. An den gesundheitlichen Folgen leidet Börjesson, der inzwischen eine Antidopinginitiative gegründet hat (www.doping-frei.de), bis heute. So musste er sich zum Beispiel das durch Anabolika stark vergrößerte Brustdrüsengewebe (Gynäkomastie) operativ entfernen lassen. Doch anabole Steroide führen nicht nur zu Brustwachstum bei Männern und vermehrtem Haar wachstum bei Frauen. „Anabolika stören auch den Fettstoffwechsel und erhöhen so das Risiko für Herz-Kreislauf-
Erkrankungen. Zudem können Leberschäden auftreten“,erläutert Prof. Dr. Thevis. „Mediziner vermuten auch schädliche Auswirkungen dieser Mittel an Muskeln und Sehnen sowie psychologische Veränderungen.“

… WIE RUSSISCHES ROULETTE

Wie offen zum Beispiel nach Anabolika in allgemein zugänglichen Internetforen gefragt wird und Angebote diskutiert werden, zeigt der folgende von der Redaktion gekürzte Auszug aus einem Onlinedialog:
„Hallo, ich bin 18 und mache schon seit zwei Jahren Bodybuilding. Ich möchte gerne einen noch viel besseren Körper haben und schnell große Muskeln aufbauen. Ich denke mir, Anabolika wären doch ein perfektes Mittel dafür, oder?“
Eine der vielen Antworten auf diese Frage:
„Mal davon abgesehen, dass reine und gute Steroide und Anabolika ungefähr 2.500 Euro die Woche kosten, solltest Du Angebote günstiger bekommen. Aber jede Dosis kann Dich weghauen – russisches Roulette! Erkundige Dich mal, wie viele Sportler im Jahr an den Nebenwirkungen billiger Präparate verwenden.“
(Quelle ist der TKKRedaktion bekannt.)

Teil 4. Doping/ Fakten

“offizielle” Fakten über Doping hier ( klick ). Natürlich übernehme ich keine Garantie für die Richtigkeit oder die Rechtslage.

Teil 5. at Last, kurzes Nachwort

Zur zeit finde, teilweise noch recht kurzatmige, Diskussionen zum Thema sowohl im MountainBike Forum als auch im Radforum.de statt.

Also habt noch ein paar schöne Feiertage und bleibt gesund – und thematisch – sauber !