Archive for the ‘02.Bikealltag Stahl Renner’ Category

28.739km/ 31.10.2019

Oktober 31, 2019

Bikealltag/ Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 54-16/ Bike u. Biketourenbilder/ Winterpokal/ Winterpokal 2019/ 2020: die Woche beginnt früh, keine besonderen Vorkommnisse. Zu erwähne wäre, der Winter hat Einzug erhalten. Waren wir noch am Sonntag auf der nahen Kirmes wo es mir bei guten 18c° so warm war, das ich nur im Poloshirt, die leichte Fleecejacke um die Hüfte gebunden rum gerannt bin, war es schon am…

Montag: …morgen recht frisch. Noch im mittel 7c°, aber das hielt sich dann über die Woche nicht mehr.

Dienstag: morgens nur noch knapp 5c°. Nach dem Tag zwei der Arbeitswoche zu Hause angekommen und die Feststellung gemacht, es ist so elendigen sich die fehlenden Minuten bis zu einer vollen Stunde für die Punkte in der Winterpokal Wertung voll zu machen. *lach* Aber man hat sein bestes gegeben, hier und da ist es etwas länger geworden. Schön war vor allem die Runde hoch und über die Halde hinter dem Standort des Brötchengebers. Da hat man nicht nur gründlich klar Schiff gemacht, sondern auch ich alles nett hergerichtet.

Die Wege wurden geglättet und mit feinem Split gemacht, Bänke sowie Liegebänke wurden aufgestellt, Mülleimer hatte ich gesichtet, fein fein.

Mittwoch: und wider früh wach geworden, ich berichtete. Draußen hatte es nur noch 0c°, aber eher trockene Kälte. Mir gelingt es wieder ein wenig mehr durch die Gegend zu gondeln. Nette Eindrücke von dem beginnend Tag sammeln aber auch die Extrapunkte im Winterpokal für die Extramotivation.

Erkenntnis dieses Tages: für mich ist die Teilnahme an irgendeinem Winterpokal totaler Schwachsinn ! Ja iss einfach so. Denn der Winterpokal ist ja für jene Leute gedacht, die sonst eher dazu neigen auf dem Sofa zu versauern. Ich kann ja kaum eine Stunde wirklich ruhig sitzen.
Warum mach ich das dann ? Irgendwer hatte mich mal seinerzeit dazu angestoßen, ungefähr in der Machart: „ey hömma, du fährst doch eh viel Fahrrad willst du nicht bei uns mit ins Team ?“ Da war sie dahin, meine Unschuld.

Donnerstag: letzter Tag in dieser Woche und aber auch der letzte Tag im Oktober. Somit der übliche Blick in die Zahlen für das laufende Jahr. Vorab, ich mach mir da jetzt keinen großen Kopp, es kommt wie es kommen kann. Mit 7.227km in diesem Jahr ist das schon recht lecker. Das ich die 10.000km noch voll mache ist eher unwahrscheinlich. Und wenn…, iss auch gut. *grins*

Für den morgigen freien Tag hab ich was im Kopf, hatte auch davon schon kurz berichtet, hoffe das es vom Wetter her passt. Sieben bis acht Stunden habe ich, laut dem Wetterfrosch, bis die Regenwahrscheinlichkeit in einen aus meiner Erfahrung heraus nennenswerten Bereich kommt. Ansonsten rollen lassen.

Biketouren/ Channel Challenge: nächsten Samstag ist die Channel Challenge angesagt, auch da wird’s bestimmt lustig. Fällt mir ein, ich sollte noch mal an alle Beteiligten die Daten durchreichen.

28.549km/ 25.10.2019

Oktober 25, 2019

Bikealltag/ Bikealltag Stahl Renner: kann man machen, muß man aber nicht. Wiso was ? Einfach nur so.

Der goldene Herbst ist angekommen, leider oft nachmittags gut warm. Am gestrigen…

Donnerstag: … mußte ich sogar auf dem Nachhauseweg die Windweste ausziehen. Dafür war es aber an jenem Morgen gut frisch. Clever geplant, auch dank Wettervorschau, gab‘ s von mir einen ausgesuchten Griff in die Kleiderkammer. Also am Donnerstag. Am…

Freitag: …hatte sich das schon wieder erledigt. 12c° zeigte das Außenthermometer am Burgtor an. Dafür bließ ein rechter Wind aus süd-west der den eine oder anderen Streckenabschnitt versüßte. Die milde Temperatur und die Tonlage des Windes aber auch die Tiefe der dahin schwindenden Nacht stimmte mich bestens. Spontan bog ich auf eine noch ruhigere Nebenstrecke ein. Den Tag in Frieden einrollen lassen.

Einfach nur so. Und genau einfach nur so war auch die heutige Heimfahrt. Das Wetter in einer für mich besten Form. Sonne stand am Himmel, aber es wehte ein frisches Windchen. Echtes Schwitzen fiel schon aus. Auf dem Weg nach Hause wählte ich mal wider die Kanalstrecke. Warum auch nicht ? Die Strecke war trocken, der Wind schob aus der richtigen Richtung.
Einfach nur die Kurbel am Stahl Renner kreisen lassen, dabei die Kette über vordren 54 Zähne gleiten lassen um mit knapp 30km/h so daher zu rollen. Und wie es so ist, traf ich noch eine Ex-Kolleging die jetzt, witziger Weise, in dem nahem Nest unten am Kanal wohnt. Jene nette Person hatte ich immer wider mal in Lünen Altstedde getroffen. Nicht oft, aber stets erkannt, angehalten und geplauscht.

Dieses mal hatte sie sehr viel zu erzählen und es dauerte eine lange Weile bis uns dann doch verabschiedeten. Ich bin dann weiter flux nach Hause um mich dort noch etwas de körperlichen Stärkung und dem Laub im Burggarten zu widmen.

Einfach nur so, schön im heimischen Grün die nahe Natur genießen und sich bewegen. Vogelfutter wurde auch wider reichlich aufgefüllt. Da wird also morgen früh wider der Teufel los sein. Lasst es euch schmecken !

28.471km/ 22.10.2019

Oktober 23, 2019

Bikealltag/ Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 54-16/ Biketouren/ Bike-u. Biketouren Bilder: jaa, wie war das noch ? Letzten Samstag schon den Radausflug in entspannt gemacht, sollte es am…

Montag: … gleich mal weiter gehen. Die Grundlage dazu war, man hatte noch etwas Resturlaub und auf dem Job eher nur Arbeit für einen halben Tag. Also dem Vorgesetzten den Vorschlag gemacht, doch am Wochenanfang und am Folgetag je einen halben Tag Urlaub zu nehmen und so das Urlaubskonto wieder um einen Tag zu reduzieren. Zustimmung und Umsetzung folgten.

Und so ging es nach dem Mittag ab auf die Piste. Aber in eher chillig und mit vielen Bildern. Geworden ist es eine Strecke ab Lünen Süd, Do-Alt-Scharnhorst, Scharnhorst selbst, dort dann am Naturlehrpfad südlich entlang um letztendlich in Kamen Süd aus zu kommen ( Strecke bei Strava ). Ab da noch ein wenig quer rüber und am Channel entlang.

( Und wie üblich, das Tagesalbum )

Diese Rückfahrt spielte 37 und ein paar Kaputte auf das Kilometerkonto, aber noch mehr Spaß und Entspannung. Locker machen, dann stand der…

Dienstag: …an. Auch an diesem Tag war halbe Schicht anberaumt und als zünftigen Tagesabschluss hatte ich eine vermeintlich interessante Streckenführung im Kopf. Jene könnte kurz vor Amelsbüren nach Aschberg per Radroutenschild ausgewiesen sein. Dumm nur, um zu jener Abzweigung zu kommen, mußte ich erstmal das Ende, sprich die Mündung des Datteln-Hamm-Kanal erreichen, um dann gen norden am Dortmund-Ems-Kanal zu fahren. Und das wurde auch so in Angriff genommen.

Zunächst rollte es recht passabel, auch wenn der Stahl Renner mit seinen nur 28mm breiten Reifen nicht wirklich das ideale Fahrgerät für die Strecke bis zur Mündung ist. Ging aber.
Im brauchbarer Zeit errechte ich die Mündung, verschnaufte nur kurz, denn zum Rumstehen war es zu warm.

Überhaupt, blöde Situation. Beim Fahren selbst einen tacken frisch, doch man kam gut auf Temperatur. Denn immer wieder spielte der Wind gegen die Fahrtrichtung. Kam man zum stehen, wurd‘ s schnell zu warm.

Also weiter rollen.  Den nächsten üblichen Pausen aber auch Lagerplatz hab ich rechts liegen lassen und bin erst wieder hinter Lüdinghausen für eine diesmal solidere Trinkpause zum stehen gekommen.

( Und auch hier ein Tagesalbum )

Wasser wurde in den Rachen geschüttet, die Pulle wieder angefüllt und ein zwei Discounter Würstchen nachgelegt. Dann weiter, diesmal aber in moderaterem Tempo – gezielt. Das hatte ich beschlossen, denn so im Dunst lagen ja noch ein paar Kilometer.

Irgendwann erreichte ich die Abzweigung, fuhr aber noch auf einen kurzen Stop zu der bekannten Pausenhütte. Amelsbüren ganz in der Nähe wurde noch auf der Onlinekarte gescheckt – dann aber doch für nächstes mal auf die Vorlage gelegt. Die Uhr tickte, die Sonne sank gen Horizont, es wurde kühler. Gut weil dann die Schwitzneigung deutlich abnahm, aber wegen dem irgendwann fehlendem Licht auch nicht so gut. Denn Dunkelheit und unbekanntes Terrain sind nicht die idealste Kombi.

Also wieder los und ab da…

…wurde es unschön. Ehrlich, wer sich dies Radroutenstrecke ausgedacht hat, der muß schon was an der Murmel haben. Es ging gleich dreimal über die A1, gaaaanz toll. Dann stellenweise über Landstraße ohne Randstreifen dafür mit unbegrenzter Geschwindigkeit für PKW. Den Rest könnte man noch so durchgehen lassen. Etwas unorthodox kreuz und quer, ging so. Anbei…

( Bike ) nachgedacht/ Outdoor: da jene Radtoute offiziell mehrfach die A1 überqert, dann aber auch wieder ein paar Teile Naturschutzgebiet, fiel mir folgendes auf.

In der BRD ist ein Zelten und Feuermachen, für Käffchen & Co. im Naturschutzgebiet per Gesetz ein absolutes No-Go. Das aber ein paar Zehntausend Autos da quer durchbrettern ist in Ordnung. Muß man nur verstehen. Fällt mir irgendwie schwer, also seit gestern. Ein weiterer…

… Lichtblick auf der Strecke, das scheinbar nette Nest Davensberg. Gefühlt besteht jenes aus einer Hälfte an Wohnhäusern und die andere Hälfte aus Hotels. Aber einen Burgturm haben sie.

Bis hierhin, oder genauer gesagt ab der Abzweigung vom Dortmund-Ems-Kanal weg, hatten der Stahl Renner schon wieder ordentlich Dreck gesammelt. Warum man ein Fahrrad putzt, DIE Frage darf gestellt werden ?

Im weiteren Verlauf, also nach Davensberg war Ascheberg in Sichtweite. Land in Sicht. Bis Aschberg war die Streckenführung aber auch nicht wirklich prikelnd. Und so orientierte ich mich dort, durchfuhr jene Siedlung und kurz dahinter legte ich eine letzte kurz-längere Pause ein. Den Ausblick genießen, Wasserpulle ausnucklen und auffüllen, und wieder ein paar Würstchen knabbern. Der Rest jener Packung verschwand mit dem Wiederaufbruch griffbereit in der Jackentasche. Griffbereiter Snack für zwischendurch. Energieriegel war gestern ! *lach*

Bis nach Herbern als fast letzte bekannte Zwischenstation zog sich das gefühlt noch etwas. Aber als ich Herbern hinter mich gelassen hatte, schöpfte mein Laib wieder Kraft, der Kopf legte die direkteste Route nach Werne bereit…
…und im Endspurt, eher aber gemütlich wurde in den Lippeauen ein letztes Bild auf der Brücke gemacht.

Ich haben fertig !

Mittwoch: der Tag danach. Am gestrigen Abend versucht soviel wie nur möglich Flüssigkeit und Brennstoff auf zu nehmen, heiß geduscht und das Fahrgerät auch nur in seiner Position geparkt. Rechtzeitig ging es in die Federn, hatte nur leichte Probleme mit dem Wegnicken.

Biketouren „After-Show Party“: und weil das mit dem Nachladen der verbrauchten Stoffe nicht so ganz klappte, klar weil Zeitfenster zu kurz, waren die ersten Morgenstunden etwas zäh. Doppelter Espresso, Süßkram noch ein großes Glas mit Multisaft und ab ging’s wieder auf dem Stahl Renner zum Job. Ganz die große Erleuchtung hab ich da nicht erwartet, kam aber dennoch passabel vom Fleck.

In der Fa. angekommen gab‘ s erst einen Discounter Burger…

…und vor dem Ausrücken noch einen zweiten. Kalorien mußten rein, egal welche Art oder Form. So ab 10:00 ging‘ s dann wieder. Nur warm ist es wieder geworden.

Zeit die nächste Radtour zu planen. *lach*

( Zur Statistikarbeit, mit jener Tour habe ich leider nur knapp 2,5Liter Wasser getrunken. Auf 4 Stunden Fahrt deutlich zu wenig. Vor allem weil´s so warm war. Dafür habe ich mit den drei Tourtagen zusätzliche 178km eingefahren. Die jeweils 39km zum Job hin und zurück schon abgezogen. Damit liege ich in der Jahresübersicht mit 6.988km bei knapp 7.000km. Nur mal so… )

…bei schön Wetter kann jeder/ 28.303km/ 18.10.2019

Oktober 20, 2019

Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 54-16/ Biketouren/ Bike & Biketouren Bilder: ja wie schon gesagt, Langeweile am Samstag ist nicht mein Ding, also den Stahl Renner aus der Fitness-Garage geholt, beladen und los. Im Kopf hatte ich jenen Aussichtspunkt der unter dem Titel Im Winkel an den östlichen Lippeauen liegt.

Da die Wetterlage mit immer wiederkehrenden Schauern und Regen am Vormittag eher unbeständig war, hab ich die angedachten Tour auf den Zeitpunkt nach dem Mittagessen verlegt. Die Wetter-App als auch meine bescheidene Wettersichtung versprach dann ein trockenes Zeitfenster. Und so kam das dann auch…
…also fast.

Ich geb’s zu, die ersten Meters auf der Strecke die ich mal wider aus dem Kopp-Navi-Fundus und spontan zusammen gebastelt habe, waren etwas zäh. Grund dürfte wohl die nach-dem-Mittagessen-Zeit gewesen sein, aber auch daß ich zunächst südlich leicht gegen den Wind strampelte. Und mit einer Überzug von 54 zu 16 geht das nicht mal eben so.
Aber angesagt war ja nicht Tempo machen, sondern eher gemütlich chillen und die Natur genießen. So what !?

Und so stand ich dann irgendwann an Bönen vorbei auf dem Unna Alter Bahndamm der ja recht punktgenau bis nach Scheidigen führt ( und ich sehe gerade, in dem verträumten Nest gibt es sogar ein Hotel ). Auf dem ehemaligen Bahndamm rollte es gut, nur leider kamen immer wieder Regenschauer in fein bis fast grob runter. Ich hatte zwar die Regenhose mit, die verweilte aber noch im Ortlieb Seat-Pack.
Die Regenjacke hatte ich aber schon an. Durch abtasten konnte ich aber gut ausmachen, das meine eigentliche Bikehose nur ganz leicht feucht war. Klar, ich beugte mich ja beim Fahren quasi dadrüber und der Regen kam mit dem Wind eher von hinten. Zudem bietet diese Streckenführung ja einen recht guten Schutz vor dem Wetter. Ging also befand ich und fuhr weiter.

Es gab wider viel zu sehen, ein paar Bilder wurden gemacht. Hinter Scheidigen befuhr ich dann aber eher offenes Land und der Regen machten sich immer mehr bemerkbar. Die Lüftungen an der Jacke wurden etwas zu gezogen, es wurde frisch und nach Welver rein entdeckte ich noch einen kleinen Trampelpfad. Der wurde mir zwar als Weg zum Bahnhof bestätigt, aber mit den Reifen… ! *lach* Ne´, war genau mein Ding und nur eine leichte Steigung, sonst kaum dramatisch vom Untergrund her.
In Welver angekommen brauchte ich natürlich wider eine kurze Zeit um mich in dem dortigen Wald zu orientieren. Irgendwann, also wirklich irgendwann, schau ich mich da mal ganz genau um und kundschafte das aus. Denn es kann ja nicht sein, daß ich da quasi jedesmal entweder wider vorne an der Straße stehe, oder mich orientieren muß bezieheungsweise mit den Eingeborenen plausche um herauszufinden wo ich da gerade bin.

Das macht mir zwar nix aus, finde ich sogar irgendwie klasse und jener Wald ist auch sehr schön. Habe dann auch einen kurzen Film von dem Waldregen gedreht.

Ach ja, der Bäcker in Dinkern hatte leider schon geschlossen. Da hätte ich mir gerne ein Stückchen Kuchen für die anstehende Pause geholt. Und, ich habe in Dinkern Radpunk Cycles angeschaut. Den Laden hatte ich schon des öfteren auf´n Schirm, wie man ja so sagt, war aber noch nie dort. Sah nett aus und führt wohl auch GIANT Bikes, welche ich ja schon seinerzeit mal im Auge hatte.

Irgendwann traf ich dann am Ziel an, machte ein paar Bilder von der Location und setzte mir erstmal Wasser auf um mir ein heißes Instantsüppchen zum trinken zuzubereiten. Zu meinem Glück stand der Wind nicht auf ost, sodaß es eben nicht durch die Fensteröffnungen reinzog.
Das hätte ungemütlich werden können, denn inzwischen waren meinen Schuhe nass, die Socken sowieso, die Jacke fühlte sich auch so sitzend irgendwie klamm an. Und so tat die hieße Brühe recht gut. Nach der kurzen Pause mit anschließenden Regenhose überstreifen, vorher natürlich die andere feuchte Buxe ausziehen, zog ich wider von dannen.

Da ich den Hinweg zu der Hütte hinter Dinkern nicht ganz so gefunden hatte wie seinerzeit ausgekundschaftet, hatte ich eigentlich vor, die Nummer nochmal rückwärts zu fahren.
Apropos rückwärts. Normalerweise fahre ich ja entweder am Channel zum Im Winkel hin, oder ab dort wider am Channel zurück. Doch mit dem ganzen Niederschlag hatte ich so gar nicht Bock am Kanal. Dreckschlamm vom feinsten… . Also beschloss ich einfach die ganze Strecke wider zurück zu fahren.

Den Ansatz das nicht gefunden Streckenstück doch noch rückwärts zu machen, kippte ich. Mir war nicht ganz so warm und dann noch Experimente machen ? Ne´du ! Also drehte ich im Ansatz wider um und gurkte über bekannte Strecke zurück. Dabei nervte mich mal wider das eine Radroutenschild, was wohl definitiv falsch montiert ist. Und natürlich bin auch da wider drauf rein gefallen.
Man landet dann an der Landstraße nach Dinkern rein. Am gestrigen Tag zwar kaum befahren, aber als Radstrecke, zumal bei dem Wetter befand ich das eher suboptimal. Ach was sag ich da, ist generell Murks. Muß da mal etwa Werkzeug mitbringen und das mal gerade machen.

Doch dank Googlemaps konnte ich schon in der abknickenden Vorfahrt einen landwirtschaftlichen Weg ausmachen, der zu der eigentlichen Strecke führt. Und so rollte ich recht fix weiter. Mit dem fixen rollen wurde es auch wider wärmer und meine Kleiderwahl bestätigte sich.

Auf halben Weg zwischen Dinkern und Welver ist mir immer schon ein Stück aufgefallen, wo ich mich stets fragte: „was hat es damit auf sich ?“ Rein vom Geländeverlauf schaut das aus, wie eine alte Burganlage. Da führt ein Graben drumherum, in der Mitte ist ein Hügel und es gibt sogar eine Zufahrt die zumindest durch ein Tor für Kraftfahrzeuge unzugänglich gemacht ist. Zu Fuß kann man da aber eher ungehindert rein. Offiziell steht da aber nix, müßte man sich mal schlau machen. Leider ist auf der Karte nix ausgewiesen.

Mit dem Weg auf Welver zu war Licht am Stahl Renner angesagt. Der Wald bei Welver wurde astrein durchfahren. Merkwürdigere weise ist jener Wald für mich rückwärts kein Problem. *lach* Und um so schneller stand ich wider auf dem ehemaligen Bahndamm wo es dann noch eine kurze…

( Restbild- u. Fimlmaterial im Album )

…Trinkpause gab. Frisch war mir inzwischen nicht mehr, ich zog sogar die Unterarmbelüftung an der Jacke wider etwas auf. Das rollen durch die Nacht war wider superfein und die-meine LED Lenser SEO 7R Helmlampe ( muß da mal den Testbericht online stellen ) machte sich zum zusätzlichen ausleuchten der Bahntrasse bestens. Denn auf der Hinfahrt lag so einiges an ungemütlichen und teilweise fetten Astzeug rum. Da bei wenig Licht mit gut 25 bis 27km/h draufbaseln sollte keine gute Idee sein.

Nach der Ankunft gab die große Runde für den Wasserschlauch mit anschließenden Kurzpflege für den Stahl Renner. Für mich dann heiße Dusche nicht aber ohne vorab die Wachmaschine mit den Brockens zu befüllen. Anschließend Pizza in Ofen, noch einen Vorspeisenteller mit Tomate, Käse und Gewürzgurke. Dann den Abend ausklingen lassen.

Newsticker: da ich ja dort war und im ursprünglichen Beitrag zu meinen Treffpunkten/ Pausenpunkte noch zu der oben genannten Location Bilder nachreichen wollte…
…da hab ich dann mal gemacht und können nun angeschaut werden. Viel Spaß dabei und dann auch hoffentlich bei einem Besuch.

28.212 km/ 18.10.2019

Oktober 18, 2019

Urlaub: …iss nun definitiv vorbei und ich bin froh im Alltag angekommen zu sein. Aber zum Ankommen unten gleich mehr. Insgesamt hat es mir doch sehr gut gefallen. Und so will ich hier wenigstens nochmal ein paar Eindrücke hochladen. Für mich war das oft ein Spiel in dem Trubel noch diese Stelle Ecke zu finden, Eindrücken vom Leben „nebenan“.

Vielleicht ist dieses Spiel auch nur, weil ich zwar recht gut mit der Masse mit schwimmen kann, vor allem ohne an zu ecken, aber dann doch nicht wirklich massentauglich bin.

( Natürlich hab ich ein passendes Urlaubsalbum zusammen gestellt )

Diese Bilder zeigen Dubrovnik mit der Stadtmauer und diesen irren grünen kleinen schönen wilden Gärten, Venedig im Nebel und eine kleine fast ruhige Nebengasse mit Kanal, einen Platz im neuen Teil von Alberobello, der Stadt der Trullihäuser, sowie zwei kleine Szenen in Bari wo es einen anständigen Espresso nebst einem eigentümlichen Gebäck auch für schmales Geld gab.

Sport & Alltag: und wie das eben so ist, kaum ist man wieder im Lande, muß der Herr sich wider langsam fit machen. Sehen wir mal von der drei eher bescheidenen Trainingseinheiten an Board der Aida ab, wo ich mich den Klassikern Liegestütze und Situps widmete, ist ja in den Wochen seit dem letzten operativen Eingriff nicht viel passiert. Schonzeit war ja angesagt, also hat man sich diszipliniert daran gehalten.

Doch wie das leider so ist, nicht nur das mein Kreislauf irgendwann anfing zu spinnen, sich die rechte noch defekte Hüftseite meldete, war die zuletzt doch gute Form recht angegriffen. „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen„, war schon auf der Aida angesagt.
Bei den ersten Liegstützversuchen dachte: „mensch, wer hat den da den Stecker gezogen.“ Inzwischen komme ich da wider nach vorne, ist aber noch weit weg von dem was da mal war. Beim Crosstraining, wo ein Hauptbestandteil die Klimmzüge sind, ist auch wider viel Arbeit angesagt. Das sollte eigentlich nochmal am heutigen Mittwoch gemacht werden, da aber Akku leer…

Postitiv denken, ist für die Gesundheit und so hat man wider was zu tun. Fu*k ! Insgesamt sind also längere inaktive Zeitfenster suboptimal.

Bikealltag/ Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 54-16: im Gegensatz zum Standard-Sport-Programm lief es beim Radfahren besser. Erst am Mittwoch stellte sich eine kleinere Schwäche ein, die aber auch von einer zuvor gegangene unruhigeren Nacht stammen könnt. Also wurde nach der Ankunft auf der heimischen Burg nur noch etwas klar Schiff gemacht. Laub fegen und ein kleines Stück Buchenhecke schneiden war angesagt. Für alles andere hatte ich keinen Saft mehr in den Knochen.

Am Donnerstag hatte ich dann den Zahndoctermin um die verlustige Zahnfüllung, passiert ja gerne im Urlaub, wieder zu begradigen. Leider mußte ich an dem Tag auf das geliebte Fahrgerät Fahrrad verzichten, wir wollen ja nicht frisch geschwitzt und stinkend wie ein verfaulender Iltis zum Termin erscheinen. Somit hier ein Ruhetag. Der…

Freitag: …lief dann wider besser. Mußte zwar ganz früh für den Job raus, aber so nett durch die endende Nacht rollen ist ja genau mein Ding. Regen kam auch nicht, also wie üblich, entgegen den Wettervorhersagen. Somit ging diese Woche auch einigermaßen gut rum. Wir werden sehen was die nächsten Tage noch bringen.

Ansonsten, so langsam könnten sich die Jungs von Cannondale mal melden. Der Winterpokal fängt in den nächsten Tagen an, Grobstollenreifen und Gangschaltungsfahrrad wäre mal langsam angesagt. Auch für längere Touren mit Geraffel. Apropos Grobstollenreifen, müßte ich auch mal langsam in neu bestellen.

  • Continental MountainKing CX Faltreifen 32×622
  • B&M Ixon IQ Premium als Ersatzlampe
  • Kettenblattschrauben weil die bisherigen hier und da langsam schwächeln

 

08:12Uhr/ 18.10.2019

Oktober 18, 2019

Morgengruß/ Bikealltag/ Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 54-16: es gibt ja Dinge in dieser Welt, die ich nie verstehen werde. Aber lassen wir das.

Dinge über die ich mich freue gibt es aber. Gestern erhielt ich vom Job die Order eine sehr frühe Tour zu fahren. Man flüsterte mir was von 05:30 Uhr einstempeln. Bedeutet für mich, daß ich um ca. 04:30 Uhr vom Hof rolle und in Folge dessen der Wecker ma‘ geschmeidig um 03:40 Uhr seiner angedachten Aufgabe nachkam.

Jeder normale Menschen wird sich jetzt fragen: was in Gottes Namen ist daran schön oder so erfreulich ?

Nun ganz einfach. Um diese Uhrzeit ist die BRD noch ( fast ) im Tiefschlaf und die Straßen eigentlich leer. Uneigentlich weil es mich heute dann doch gewundert hat, daß ich so vielen Autos begegnet bin.
Zum Glück verlief sich das aber mit dem Fortlauf der Strecke. Die Nacht hatte noch jene tiefe Stille, die mir sehr gefällt.

Drei Bilder, getreu dem Motto hier gibt’s nix zu sehen. Oder so. *grins*

Als nächstes hat es mich gefreut, das ich in Hagen, meinem heutigen Einsatzort, immer noch die Tolaris Fahrradmanufaktur vorfinden konnte. Mich freut es ganz ehrlich, das der gute Mann nicht schließen mußte, denn solche Manufakturen sind doch eher rahr im echten Leben.

Jetzt werde ich mal sehen wie der Rest vom Tag so läuft ? Und was morgen anliegt ? Der frühe Vogel fängt den Wurm – oder kocht einen Espresso „Im Winkel“ ? Man wir sehen.

Einen schönen Tag noch !

28.054km/ 25.09.2019

September 25, 2019

Bikealltag/ Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 54-16: der Montagmorgen fing so gut an…

Ich wurde wach und hörte erstmal keinen Regen. Da ich etwas später los musste, gönnte ich mir noch ein paar Minuten im Bett. Dann ging es aber doch zum Espresso-Frühstück. Und mit dem vernahm ich auch die ersten Regentropfen. Also kurz vor Aufbruch wieder die Nase vor die Burgpforte halten.

Erste Überraschung, es war warm. Das Thermometer zeigte satte 16c° an. Das rief bei mir Fragezeichen auf. Denn Regen und warm ist nicht die beste Kombi für eine Kleiderwahl.

Regensachen sind ja recht gut dicht ( eigentlich/ unter Vorbehalt ). Und wenn es draußen, also außerhalb der Kleidung zu warm ist, dann geht der Wasserdampf nicht gut genug raus. Blöde Sache. Zum Glück hat meine Jacke zwei riesige seitliche Reißverschlüsse zum durchlüften. Das half dann recht gut.

Natürlich sah der Stahl Renner hinterher aus wie Sau. In der Umkleide habe ich aber zum Glück für solche Fälle ein großes Stück Pappe bereit liegen. Da wurde wurde das treue Ross drauf geparkt. Restwasser und Schmodder konnten so abtropfen. Jacke und Regenhose wurden aufgehängt und ich machte mich, wie üblich, frisch.

Der Regen war gar nicht mal so schlimm. Es roch so schön nach Regen und mit dem Wissen, daß die Natur davon profitiert, machte mir das kaum die Hälfte aus. Die Wärme hätte gerne weniger sein können.

Dann lief der Tag an. Der Regen nahm von Stunde zu Stunde ab und der Lorenz bruzelte wieder vom Himmel. Fu*k dachte ich, was ist da los ?
In der Firma hatte ich meine Jacke vergessen und dachte noch: „Mist, das könnte ein frischer Tag werden !

Aber dann standen wieder 20c° an und das Problem der Nicht-Jacke war nicht mehr existent. Jetzt stand die Lösung an, mit welcher Kleidung nach Hause fahren ? Zum Glück hatte ich cleverer weise meine Windstopperweste mit genommen. Doch bei der Frage der Hose war noch etwas Rätselraten angesagt.

Dann fiel es mir ein ! Die Hose vom Job hat abzippbare Hosenbeine, könnte eh in die Wäsche, wäre also machbar. Am Schichtende und es war so warm, daß ich nur in der gepolsterten Radhose, Poloshirt und Weste nach Hause gefahren bin. Problem gelöst. Zu Hause angekommen gab´s noch eine kurze Schlauchwäsche, trocken reiben und eine Ladung Kettendeo für den Stahl Renner.

Ist wieder viel Text, für nur einen halben Tag, plus dem Rest davon.

Ein anderes Problem konnte ich den Tag über auch lösen. Ich hatte mir ja ein B & M Secula Permanent Rücklicht bestellt. Bei der Montage mußte ich, um den Kabelbinder gescheit fest ziehen zu können, die Halterung von der Lampe am Gelenk auseinander schrauben. Es war natürlich klar, daß die zunächst gut sitzende Mutter genau dann rausfällt, wenn es am blödesten ist. Also auf der Holzterrasse.

Und klar war auch, diese Mutter verschwindet auf nimmer Wiedersehen irgendwo. Nun war eine endgültige Monatage erstmal nicht möglich. Aber der Kabelbinder saß nun stramm. Was hun tun ?

Im Zeitfenster X ab zum Lucky Bike und mal schauen. Tatsächlich hatten sie B & M Secula auch im Sortiment. Sonst nur uninterssantestes Zeug. *hüstel* ich schnappte mir die Lampe und wartschelte damit zum hauseigenen Montageservice. Dem gab ich die Info zu meiner misslichen Lage, der gute Mann verschwand nach hinten. Kurze Zeit später…

…kam er wieder und hatte die Lösungen in der Hand. Er hat mir gleich zwei Stück mitgebracht. Ab zur Kasse und bezahlt. Die zweite Lampe wandert als Reserve in die Warteposition und die Halterung kommt an das CAADX.

Ja so war das mit dem Problem. Dann kam ich zu Hause an. Zunächst noch alles unauffällig. Dann hatte ich das Gefühl, als ob ich ein, man entschuldige die Ausdrucksweise, Furz quer sitzten hat. Die Nach-OP-Schwellung ( Leistenbruch ) war nicht nur deutlich mehr geschwollen, sondern auch hart.

Rumgelaber: tja, half dann alles nix, diese Sache wurde dann doch mehr als nur unangenehm und Gedanken an einen Worst-Case wollte ich erst gar nicht weiter ausführen. Das wurde wurde mir dann zu bunt und nach dem Duschen hab ich mir schnell ein paar Sachen in den Rucksack geworfen und wir sind zum Krankenhaus. Und dann wurde das gerichtet.

Zwei Nächte im Krankenhaus, jetzt wider zu Hause. Natürlich bin ich noch bis Ende nächster Woche out-of-order. Könnte also langweilig werden. Zumindest kann ich die beiden Rücklichter montiert. Möglichst ohne weiteren Verlust an Mini-Muttern.

28.079km/ 22.09.2019

September 22, 2019

Bikealltag/ Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 54-16/ volle tausend Kilometer/ Bike & Biketouren Bilder/ Biketouren/ Heimattouren: und wieder ein Überblick über das was ich so in der letzten Woche getrieben habe. Zunächst mal, viel ist nicht passiert. Außer halt das was ich schon geschrieben habe, war der Bikealltag eher normal bis unaufgeregt.

Halt nur die kleinen Highlights die man sich selbst erarbeitet in dem man mal die oder jene Strecke fährt. Und so ging es mal nur am Channel entlang, am Mittwoch bin ich dann ein Stück Stockum-Werne Trasse gefahren um mir die dösige Umgehung der Baustelle zu ersparen. Dabei entdeckte ich dann einen weißen Schwan, also mußte ich am Donnerstag runter zum Lippewehr kurz vor Rünthe/ Werne.

Ansonsten ist es teilweise morgens schon ehr frisch gewesen. Ich mag das ja, aber die nur 2c° am Donnerstag waren schon heftig. Gut das die auch nur überland auf dem Tacho standen und ich schon warm gekurbelt war. Lange anhalten wäre aber nie mein Plan gewesen. Ein paar Bilder hab ich gemacht, wie man sehen kann.

Das Bild im dunklen ist am Dienstag entstanden wo ja noch Vollmond, hier hinter den Wolken, war. Ist einfach nur ein gutes Bild und die Szene hat mich gereizt. Das andere Bild zeigt das oben erwähnte Lippewehr und die Ansicht des Wolkenhimmel empfand ich als klasse Lichtspiel. Das Bild erinnert mich übrigens sehr haarscharf an das Plattencover von Depesche Mode/ a broken frame.
Gut, da ist jetzt niemand mit einer Handsense, vielleicht auch gut so *grins* aber sonst…

Naja und übers Wochenende hab ich mich dann endlich mal wider auf in die alte Heimat gemacht. Mit dem Stahl Renner versteht sich. Einfach mal wider entspannt mit dem Radel die grob 70km one-war zur Mutter fahren um sie zu besuchen. Das die 70 Kilometer keine Distanz für mich sind, hatte sich ja in den letzten Tagen gut gezeigt.

Also auf zum Bericht zur Heimattouren, den ich versuche werde kurz zu halten. Netter Versuch. Das erste war, kaum hat der Herbst begonnen, ist es schon wider ungewohnt im Hellen auf die Kühltürme zu schauen. Kein Wunder, bin ja auch gut eine Stunde später losgefahren, als eigentlich gedacht.
Ich war um kurz nach sechs wach, hab mich kurz frisch gemacht mir dann aber gedacht, zum aufstehen ist das zu früh. Also nochmal Augenpflege. Naja und dann so Morgenespresso & Samstagszeitung sowie eine kleinen Frühstück hinterher… . Dauert halt.

Dafür rollte es dann aber recht gut an. Nach zwanzig Minuten war ich wider in meinem Element und konnte die Kilometer purzeln lassen. Mit recht knapp über 30 Minuten stand ich oben am Kanal und bei etwa 40 Minuten am Preußenhafen.
Bis hierhin war mir klar, daß die leichte Brise von hinten angenehm schob. Was mich aber keinesfalls dazu veranlasste jetzt auf eine Pace-Time aus zu sein. Nur groß aufhalten auf der Strecke wollte ich mich auch nicht. Und so wählte ich die etwas fixere Route. In DO-Mengede gar nicht groß die Doppel-S-Strecke genommen, sondern hoch und am Friedhof vorbei. Das kostet ich zwar wider ein paar Minuten, wo ich über Schotter langsamer rollen würde, sparte mir bei dem Wetter aber auch viele andere Radler.

Denn inzwischen war es gut warm. Die Windweste ließ ich aber noch an, denn mit dem Fahrtwind war das dann doch noch teilweise frisch. In Ickern angekommen  schlug ich mich dann auch via Radschutzstreifen bis zum neuen Dücker durch. Geht dann zwar über Straße Beziehungsweise am rechten Rand entlang, aber so allgemein habe ich auf dieser Strecke keine schlechten Erfahrung gemacht.

Vor allem aber würde mir das die äußerst nervigen Umleitungen auf der Emscherradroute sparen, vermeintlich. Aber dazu später mehr. Kurz nach dem Dücker ging es dann wider via Emscherradroute fix bis zum Walkway-Turm, wo man lecker Pause machen könnte.
Hier hatte ich eigentlich eine zumindest kurze Pause eingeplant. Statt dessen gab´s nur einen nochmal kräftigen Schluck aus der Wasserpulle, welche im gleichen Atemzug auch aufgefüllt wurde. Zu wenig trinken stand diesmal nicht bei mir auf dem Plan. Ich hielt mich also eisern an die Trinkdisziplin. War zwar nicht ganz so leicht, klappte aber.

Ach ja und noch schnell eine Lidel-Riegel ausgepackt und dann wider die Pedale kreisen lassen. Riegel kann man auch während der Fahrt futtern. Und Mutter wartet bestimmt schon auf die Ankunft. Da will man ja nicht zu spät kommen.

( Restbild- & Filmmaterial wie immer im entsprechenden <klick> Album )

Und da es so gut lief, das gab die laufende Uhr auf dem Byrton-Tacho wider, kam ich mehr als super gut von der Stelle. „Das könnte was fett unter 3h Stunden für die Anfahrt werden„, so die kurze Kalkulation im Kopf. Nach knapp zwei Stunden passierte ich die beiden Halden in Recklinghausen und huschte noch schnell die Brücke am ZOOM hoch. Eine kurze Poserpause würde also noch drin sein.

Dann aber doch Endspurt, ab auf die alte Bahntrasse in asphaltiert mit Endziel Bochum. Da war natürlich inzwischen ob des guten Wetters einiges los. Radfahrer ohne Ende. Dennoch flog ich auch da nur so hoch bis zu Holgers Erzbahnbude, wo es dann ja stets für mich rechts raus, mit einem erneuten Trassenwechsel mit Fahrtrichtung Zollverein, geht.

Und schwups stand ich an der alten heimatlichen Burgpforte. Strava hat 63,58 Kilometer in 2:30h dokumentiert, was dann einen Schnitt von 24km/h ausmacht. „Alder Falder„, dachte ich nur, so fix war ich noch nie ! Das beste war mal was mit ganz knapp über 3h für die wohl gleiche Strecke. Macht nix, kurz Luft holen im setzten, die Daten ziehen, Wasserpulle leer machen und dann die Glocke läuten.

In den mütterlichen Gemächern angekommen, herzliche Begrüßung, das eine oder andere ausgeladen, ab in die Dusche gehüpft und frisch riechend am Esstisch platz genommen. Mein Onkel kam noch zum Essen und so wurde lecker gefuttert, Espresso hinterher und gut war.

Nach dem Essen sind wir, also meine Mom und meiner-einer noch auf einen kleinen Spaziergang raus in den nahen Entenpark ( Bilder im Album ). Natürlich heißt der nicht wirklich Entenpark ( eigentlich Von-Wedelstaedt-Park ), aber wir nennen ihn seit der frühen Kindheit so, weil halt damals Enten in dem kleinen Tümpel waren. Damals sind wir oft zu fuß dorthin, Spaziergänge machen. Ja so war das damals, wir als Kröten.

Und den Hof habe ich auch ( oben ) abgelichtet. Dort habe ich mit allerlei Fahrgeräten meine Runden gedreht. Schon seinerzeit übles Pflaster, heute beim Gang zur Mülltonne eine gefühlter Balanceakt. Ja auch in der Vergangenheit waren die Zeiten mordsgefährlich draußen…

…oder die Mütter prakmatischer. Vom Balkon aus konnte man schnell mal runtersehen, ob der Bube noch da ist, oder keinen Mist macht. Oder wenn die Balkontür nur aufstand, konnte man auch hören, ob alles gut ist. Die Eltern unter uns kennen das ja. Wenn Kinder leise sind, machen sie gerade irgendwas was sie besser nicht machen sollten.
Damals war die Welt im Hof aber auch noch durch den Taubenzüchter bestimmt. Kamen jene reingeflogen, also nicht die Taubenzüchter sondern deren Tauben, gerade bei Wettkämpfen, mußte man totenstill sein. Waren die Vöglein im Stall, war wieder alles gut.

Ja so war das, womit dann auch der Bericht zu diesem Tage endet. Ist doch wider viel geworden. Der nächste Tag, nach einem noch nich ganz opulenten Frühstück irgendwann startklar gemacht. Bevor es wider auf die alte Bahntrasse ging, noch schnell beim Onkel vorbei gefahren. Jener hatte sich ein 20 Kilometer „gebrauchtes“ E-Bike geholt, das wollte begutachtet werden. Da er aber sehr spät ins Bett kam, entfiel eine kleine gemeinsame Ausfahrt. Kann ich verstehen.

Der Weg hoch zur Bahntrasse führt einmal quer durch unseren Block. Also da wo damals der Kumpel wohnte und wir im großen und ganzen unser Unwesen trieben. Ich überfuhr jene Asphaltkurve, die ich seinerzeit nicht ganz so gut nehmen konnte.

Wir fuhren ein Rennen mit den Rädern um den Block. Ich mit den Klapprad, die Kumpels alles was Besseres. Auf der Geraden konnte ich den Speed halten, nur in den Kurven war das so´n Ding. Dank Rücktrittbremse hinten und Stempelbremse vorne…
…ging die Fahrt für mich auch schon mal auf den Knien und Ellenbogen rutschend weiter geradeaus ! Was sah ich aus und was hab ich geheult. Das brannte wie Mist und triefte entsprechend. Damals hab ich mich oft mit dem Fahrrad gemault. Kein Wunder bei den Bikes und den Stunts die wir gezaubert hatten.

Genug der Wehmut. Jedenfalls fuhr ich auf dem Weg zur Trasse auch ich an meiner alten Grundschule vorbei. Schon damals verstand ich den Film nicht der da gelaufen ist. *lach* Endlich auf der Emscherradroute wieder angekommen wurde es mir rasch zu warm. Kleidung ablegen war also wider angesagt und diesmal nicht nur Trinkdisziplin sondern auch Tempokontrolle, also nicht zu schnell fahren.

Beides klappte ganz gut. Wieder am Walkway-Turm wurde die erste Pause gemacht. Ich wollte mal wider abhängen und das hab ich dann auch gemacht. Zwar nicht lange, dafür aber entspannt in schön. War schon klasse so. Die Leute gucken, ich gucke. Meine Hängematte wurde wohl neugierig aus der Ferne beäugt. *freu* Anders rum, worüber sich die Leute so unterhalten… .

Nach dieser Pause ging es dann wider weiter. Als ich dann wider die Brücke am neuen Dücker genommen hatte, erfasste es mich kurz und ich bog tatsächlich auf die offizielle Emscherradroute ab. Und zu meinem äußerst angenehmen Überraschen, die Streckenführung ist nicht nur offen, sondern auch durchgängig fertig gestellt. Hatte ich am Vortag noch die – vermeintlich – schnellere Route via Schutzstreifen und Straße gewählt, wäre das gar nicht nötig gewesen. Und so…

Newsticker: wie gerade eben geschrieben, der Emscherradweg 6. DO Mengede – Henrichenburg ist fertig gestellt.

…hab ich diese Strecke ma´ so richtig genossen. Keine nervigen Umleitungen über schlaglochübersähte kleine, zudem noch teilweise sehr mies einsehbare und zugeparkte Nebenstraßen mehr. Einfach nur nett rollen lassen. Man hat sogar abgesenkt Bordsteine an der B235 eingebracht. Wie oft hatten mich die gefühlt kniehohen Bordsteinkanten geärgert.

So motiviert kam ich auch wider gut vom Fleck. Viel Speed wollte ich aber trotzdem nicht aufbauen. Das Thermometer stand teilweise bei 28c° ! Viel zu warm für meinen Geschmack.

Hinter DO-Mengede schlug ich mich tapfer am Randstreifen bis nach DO-Lindenhorst durch, dann gab es aber netten Wald für mich. Und so stand ich nach knapp 2h+ wider am Preußenhafen zu Lünen. Auch wenn ich so meine Befürchtungen hatte wegen einem weitere opulenten Streckenmahl in Form einer Currywurst-Pommes-Mayo den Blutzucker nochmal ins Fresskoma fallen zu lassen, auch das dort viele Leute das gleiche machen wollte, ich konnte nicht anders.
So im Schatten sitzend ging das dann aber recht gut von der Hand und nach dem verbringen des Pfandleergut konnte ich wider erstaunlich gut anrollen. Den Plan nur via Rennbahn gen heimatlicher Burg zu rollen setzte ich aber gnadenlos um. Auf Channel und viele andere Radler hatte ich keinen Bock. Ich wollte einfach nur noch im Stall ankommen.

Und das bin ich dann auch. Das übliche halt, Klamotten ausladen, ein großes Glas Flüssigkeit in den Hals gekippt, noch fix etwas Laub auf dem Grünstreife gemacht. Der Herbst kommt.

Ja war wider nett, vor allem die Zeit mit meiner Mom.

Ganz nebenbei hat der Stahl Renner nun die 28.000 Kilometermarke durchfahren. Und die 1.000 Kilometer für diesen Monat hab ich auch schon im Sack.

27.794km/ 16.09.2019/ nicht Fisch, nicht Fleisch

September 16, 2019

Bikealltag/ Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 54-16/ Bike- u. Biketouren Bilder/ 100km+/ Hund vs. Bike: irgendwie muß der Mann ja seine Zeit sinnvoll gestalten.

Zwischen dem gestrigen Tag und heute liegen mal wieder 100 Kilometer und ein paar Kaputte, aber auch gut zwei Kilo Körpergewicht. Diese, so meine Mutmaßung vorzugsweise im Flüssigkeitsverlust.

Weiter auf der Strecke geblieben sind am heutigen Folgemorgen in der Fa. zwei Discounter Burger, eine 0,33l Coke noch Morgen am Preußenhafen eingeholt und eine Nektarinen. Für’s erste. Den Tag über folgen werden noch eine Birne, ein Apfel und die obligatorischen Schnittchen. Drei an der Zahl, aber Knäckebrot. Einmal Roggenvollkorn als Doppel und zweimal in Klassik als Doppel. Ach ja, eine Laugenstange ist auch noch aufgeschnupft worden.

Bis etwa elf Uhr, oder kurz danach lief mein Körper irgendwie unrund. Dann ging es wieder bergauf. Die nachgeschobenen Lebensmittel konnten da wohl ihre Wirkung entfalten. Warum das diesmal so war, kann ich noch nicht sagen ? Nun zum gestrigen Tage.

Nicht Fisch, nicht Fleisch

…besagt, das die gestrige Radtour für mich zwischen zwei Welten lag. Wahrscheinlich auch die eine oder andere Radtour in der Vergangenheit aber auch in der Zukunft.

Klar, des Mannes Reiz liegt im Spiel mit dem Feuer. Schwachfug, mein einfacherer Gedanke war, wenn man zwischendurch ein Hungerchen bekommt, kann man sich auch einfach eine kleine Mahlzeit in Eigenregie warm machen. Also wurde der Esbit-Topf und der Spiritusbrenner eingepackt. Viel Geraffel, aber in der Ortlieb Arschrakete kein Problem. Außerdem kann man es sich so unabhängig von irgendwas gemütlich machen. Kostet dann auch oft weniger ( sieht man mal von der Anschaffung der Ausrüstung *hüstel* ab ).

Und so rollte ich daher. An meiner bekannten Location kam die erste Verschnaufpause. Gute zwei Stunden Tretarbeit an der Kurbel, da kann man es sich schon für einen Augenblick gemütlich machen.

Naja, da war er wieder der Schnittpunkt zwischen Radtour in lang und einer Bikepacking Tour. Die Location lud förmlich zum längeren Verweilen ein, doch das war ja nicht mein Ziel. Wird also Zeit das ich mal in Sachen Schlafsack weiter komme. Dann kann man auch ma‘ eine lange Radtour machen. Unabhängiger.

Nach einer Banane, einer Birne und etwas chillen nebst Ausblick genießen erfolgte ein kleiner Rundgang um die Beine wieder auf Trab zu bringen und dann ging es weiter. Genug gelabert, ein paar Bilder zu diesem Fahrabschnitt.

( Restbild- & Filmmaterial im Album <klick> )

Die Testgebiete

Eigentlich hatte ich im Kopp die genauere Streckenführung am Dortmund-Ems-Kanal zu erkunden. Da gab es diese zwei Stellen, die bei der letzten gemeinsamen Radtour zwar nicht zur Stolperstelle wurden, dennoch aber für Fragezeichen sorgten. Und da am gestrigen Sonntag nix anderes anlag, bin ich diese Stellen angegangen. Am Dortmund-Ems-Kanal kommend von Süden aus, wo es gilt das für den Radverkehr abgesperrte Industriegebiet, auf der östlichen Uferseite liegend, in Lüdinghausen zu umfahren. Drei Brücken gibt es in Höhe Lüdinghausen. Von Süden kommend eine kleine-schmalere, dann noch zwei normale.

Ich hatte mich entschieden auf der östlichen Kanalseite fahrend gleich die erste schmale Brücke als Querung zu probieren. Die Mutmaßung das eine schmale Brücke weniger vom Kraftverkehr frequentiert wird, hatte sich auch bestätigt. Dann ging es am westlichen Kanalufer bis zur letzten großen Brücke, da rechts rüber anschließend links die Straßenseite gewechselt und direkt am Hafen an den Uferweg gefahren. So einfach ist das.

Also auf zur zweiten Stelle. Letztes mal sind wir ja aus Norden gekommen und hatten das Sackgassenschild vor uns. Unschön dekoriert mit dem Verweis „Durchfahrt verboten.

Ärgerlich weil es halt von Norden aus kommend dann auch keine Radroutenbeschilderung vorhanden ist. Wir sind da ja dann etwas kreuz und quer, aber ich erspähte eindeutig Radfahrer auf der ursprünglichen Seite.

Naja und von Lüdinghausen kommend entschlüsselt sich das fast von selbst. Durchfahrt verboten sollte man ersetzten durch: „Durchfahrt gerne du Depp, wenn Du im Wasser landen willst.“ Des Rätsels Lösung ist, das dort ein kleiner Yachthafen ist. Und mit einem Rad kommt man halt sehr ungünstig über das Wasser. Ein Radroutenschild wäre natürlich noch einfacher.

Die wohl gedachte Wegführung ( von Süden aus kommend ) ist recht einfach. Man umfährt den Yachthafen und hat dann die Möglichkeit zunächst entweder am Alten Düker ( der alte Kanalarm ) oder ein Stück weiter eben am Kanal selbst entlang zu fahren. Das hab ich dann auch gemacht. Dücker hatten wir ja letztes mal schon. Und dann war da noch die…

Story von Mensch & Hund

Erstaunlich was man da immer so zu hören bekommt ! Fahr ich also so am Dortmund-Ems-Kanal entlang, Strecke frei, es rollt gut. In Sichweite eine dreiköpfige Familie samt Hund. Ich werde langsamer, beobachte die Szene. Der Herr des Hauses nimmt mich optisch wahr und weist den Hund an links im Grün Platz zu nehmen. Zunächst steht die kleine Family rechts am Wegrand. Ich werde noch langsamer und fahre so auf die Gruppe zu. Mein Ziel ist die Gasse zwischen Hund und Family. Ich fahre fast durch…

wechselt er die Seite ! Ich werfe den Anker und komme nur Zentimeter hinter der Familie zum stehen. Alles gut denke ich, bis ich höre: „ja langsamer fahren.

Ich hole kurz Luft und wende mich um, nehme Blickkontakt auf und grüße erstmal. Meine Frage an die holde Dame war dann: „ob sie mir erklären könnte warum sie den Hund nur an die Leine nimmt, wenn ich langsamer fahre und wie sie das so schnell machen könnte ?

Kurze Funkstille, Verwunderung in den Gesichtern, man sah ihnen die Ratlosigkeit ob der Frage an. Nein, kann sie natürlich nicht. Ich gebe aber zu verstehen, das ja nix passiert ist und frage nach, warum er plötzlich die Seite gewechselt hätte ?

Er erklärt mir, das sonst der Hund eventuell rüber kommen könnte. Das leuchtete mir auch ein. Wir wechseln noch ein paar durchaus freundliche Worte, bis ich dann doch losreiße und weiter fahre. Abharken, man ist wieder schlauer.
Interessant wäre noch gewesen zu fragen woher sie denn wusste wie schnell ich war ? Aber auch das hätte nur innere Leer verursacht. Und das wollen wir ja nicht.

Rest der Fahrt

Insgesamt war es dann doch nett. Kurz vor Senden entdeckte ich noch ein eventuell zugängliches Waldstück. Müßte man mal genauer erkunden. Überhaupt Senden, da sind wir vor ein paar Jahren ja auch schon durch gefahren und da war ein nettes Schloss. Könnte man ja auch mal schauen wie das so ist ?

Ab dem Stück vor Senden hoch bis Hiltrup war dann auch wieder viel Volksverkehr. Plauschende Fußgänger in Formation, pausierende Radler mit ihren Rädern mitten im Weg, das übliche halt. So wie man Auto fährt, läuft oder fährt man halt auch Fahrrad. *strinrunz*
Dann kam die Hütte für die zweite Pause, wo ich mir erstmal einen Reistopf gemacht habe. Aber nur eine kleine 400ml Dose. Irgendwie hatte ich nicht den Hunger, dachte mir auch reicht. Denn mit voller Wampe radeln iss auch nich so mein Ding.

Nach der kleinen Mahlzeit hätte ich mich auch glatt ein halbes Stündchen weglegen können. Fresskoma machte sich breit. Online war nix los und rundherum gab´s auch nix wirklich neues zu sehen. Also raffte ich mich wider auf, packte alles zusammen und schwang mich auf den Stahl Renner.

Bis zum Hiltruper See waren es gefühlt nur ein paar Kurbelumgdrehungen. Also mal fix runter zum See, kurz geschaut, Beweisbild gemacht und weiter. Auch die Bank wo wir letztes mal eine gute Zeit lang saßen wurde in Augenschein genommen. Insgesamt muß ich mir diese Hohe Ward auch mal genauer anschauen. Man sieht, Pläne für demnächst gibt es genug. Auch hatte ich vor der vorherigen Pause noch eine Radroutenschild mit Ascheberg/ 15km gesehen. Ist mir ja auch ein Begriff.
So könnte man mal die Anfahrt variieren oder eventuell auch eine kürzere Runde daraus generieren ? Wäre ja für Erkundung besser wenn weniger Zeit mit Fahren drauf geht.

Half aber alles nix, die Uhr tickerte langsam gegen Abendessenszeit und ein paar Meter hatte ich ja noch vor mir. Also wieder ab in die Pedale und mit Richtung Süd ab gen Drensteinfurt. Das ging auch gewohnt gut, hier und das die leichte Brise wie vom Wetterdienst verkündet, wobei ich mich ehrlich frage, welches Gras rauchen die ? Denn mit leichter Brise hatte das mit Sicherheit nix zu tun.

Und so rollte ich mit exakt 100 Kilometer über das Ortseingangschild Drensteinfurt. Wobei… ? Da trügt mich meine Erinnerung, kann gar nicht sein, denn bis Drensteinfurt sind es fast 20 Kilometer. Egal, weiter im Text… Jetzt hatte ich Durst und zwar nicht auf Wasser. Jenes hatte ich fast genug verdrückt, schmeckte irgendwie fade inzwischen. Also suchte ich die ortseigenen Tanke auf und hoffte auf eine schöne eiskalte Sprite.
Denn Zuckerwasser würde nicht nur den Mund oder frei spülen, sondern auch wider Energie einbringen. Doch Sprite war aus, also gab´s einen Multisaft. Der wurde dann am Kirchplatz kurz vor der FuZo eingenommen. Ging runter wie Öl.

Im Ortskern war großer Auflauf. Geschäfte hatten geöffnet, etwas Trödelmarkt war auch angesagt. Ich schob sogar den Stahl Renner durch die Menge. Ich dachte mir: „das kannst´e jetzt nicht bringen, die vielen Leute, alle vom Dorf und dann noch die Baustelle.“ War ja auch nur ein kurzes Stück, bis ich über bekannte Wegstrecken, leicht zusammen variiert die heimatliche Burg mit knapp 110km erreichte.
Geschafft und irgendwie auch gut leer gebrannt verlud ich meine Klamottens, schob den Stahl Renner in die Fitness-Garage, schmiss die Waschmaschine an und hüpfte nackich *lach* unter die Dusche. So eine Dusche kann schon was feines sein.

Das Preload mit Nudeln und noch ein wenig Mehr war dann wohl nicht genug. Auch die Trinkmenge hinter konnte das über den Tag entstandene Defizit nicht ausgleichen. Die Falle ist fast immer die gleiche. Sonnen und warm, gut warm, Fahrtwind und eigentlich eine erfrischende kühle Luft. So richtig schwitzt man nicht, hat also kaum Durst und trotz Trinkdisziplin schaffe ich es nicht genug zu süppeln.

Ja so war das, war nett und aufschlussreich, die nächste Fahrt kann kommen.

27.646km/ 14.09.2019/ ruhig Blut…

September 14, 2019

…der Kollege Linselnfutter. 😉

Bikealltag/ Bkealltag Stahl Renner/ Singlespeed 54-16/ Bike- & Biktouren Bilder: zur gelaufenen Woche dann mal ein paar Worte, auch weil man sich schon wunderte, daß ich mich ungewohnt kurz gefasst hatte. Das lag aber auch an der kurzfristigen Planung des Ehelebens, man möge mir das nachsehen.

Zunächst mal zum Verlauf der Woche. In der Frühe war es zunächst angenehm erfrischend, dann hat da aber wohl der Herr Petrus die Heizung angedreht. So sah ich mich genötigt, bei etwas mehr als der Hälfte meines täglichen Murmeltiergefahrens Kleidung ab zu legen. Höchstemeparturn von 16c° am Morgen sind ja nicht so mein Ding. Netterweise entdeckte ich so eine fotografische Location.
Bekannt war mir die Stelle bisher, da ich dort schon den einen oder anderen Schlauchwechsel bei Plattfuß abhandeln konnte. Abseits der Flugbahn motorisierter Gefährten, Licht von oben und eine praktische Verkehrsinsel mit eben dem lichtspendenden Laternenpfahl. Da kann man also sein Rad anlehnen. Nun entdeckte ich eben Stelle als Fotospot.

Lange Rede kurzer Sinn. Die nun am Stahl Renner lungernde Übersetzung von 54 Zahn auf 16 Zahn wurde die Woche über an diversen Steigungen ausprobiert die man so kennt und dann natürlich auch gelegentlich fährt. Da ist die Kraftwerksumfahrung am Kraftwerk Rünthe, wo man aus Westen kommend zunächst durch eine Waldzufahrt fährt, quasi genau press auf den Zaun vom Kraftwerk zu, dann abbremsen muß, weil da eben eine 90° Kurve ist, grob bei Kilometer 9.
Das raubt einem sämtlichen Schwung für die Anfahrt und man muß quasi aus dem Rollen heraus die Steigung hoch. Die ist leicht wellig und hat in der Mitte gerne auch etwas losen feinen Schotter. Also Obacht das die Reifen da nicht rein kommen, denn sonst ist die Haftung gleich null. Passte aber.

Am gestrigen Freitag, der ja eigentlich etwas anders verlaufen sollte, dazu aber gleich mehr, genehmigte ich mir nur die seicht verlängerte Rückfahrt via Cappenberg. Knapp vor Kilometer 11 ist da eine ebenfalls etwas fiese Steigung. Jedenfalls dann fies, so denn man keine Gangschaltung am Rad hat. Aber auch da kam ich hoch.

Ich denke somit das die Übersetzung dann doch noch gut fahrbar ist, auch wenn es natürlich bei Gegenwind der Klasse A schon mal langsamer zugehen wird.

Zu Freitag und dem eigentlichen Plan…

…eigentlich war mir so nach einer netten aber eben auch langen Heimfahrt. Sollte dann ab dem Ort des Arbeitsplatzes zunächst nach Lüdinghausen gehen, auch was, man ist ja so selten dort. *lach* Das wäre eine knappe Stunde Fahrt gewesen, egal welchen Weg man wählt. Ich dachte zunächst an den guten alten Channel, schwenkte dann aber doch auf eine Möglichkeit um mich mehr landüber rollen zu lassen. Da fand ich aber auf den Onlinekarten keinen wirklich brauchbare Wegführung. Mag es geben, aber gerade Onlinekartenmaterial ist sehr geduldig.
Jedenfalls sollte-wollte ich die kanalseitige Strecke bei Lüdinghausen erkunden. Man kann nicht ohne die Kanalseite zu wechseln an Lüdinghausen vorbei fahren. Ich finde solche geplanten Lösungen immer sehr… . Ach komm lassen wird das.

Man schwenkt dann auf die westliche Kanalseite, lässt das reizvolle Seppenrade links liegen um dann an der nächsten Kanalbrücke wieder auf die östliche Seite zu wechseln. Das wollte ich dann auf jeden Fall nochmal ausprobieren auch um das fahrsicher zu machen und in meinem Navihirn abzuspeichern.

Ab da sollte es dann via Senden links liegend hoch bis zum Hiltruper See gehen und dann wider via Drensteinfurt über bekannte Strecken gen Burg. Da die Strecke zwischen Lüdinghausen und Drensteinfurt aber schon gut 45 Kilometer zählt, wäre das ein gutes aber eben auch nettes Unterfangen von mindestens 4 bis 5 Stunden geworden. Je nachdem wie gut es rollen würde.
Denn bis nach Lüdinghausen zählt es auch nochmal grob derer 20 Kilometer und ab Drensteinfurt würde die gleiche Distanz fällig. Unter dem Strich also gute 84 Kilometer.

Zur Sicherheit hatte ich schon den neue zugesendeten Ortlieb Accessory-Pack an mein Gefährt geheftet. Dorthinein sollten dann zwei 1 Liter Trinkflaschen verschwinden, ein paar Riegel hatte ich schon vorab eingebunkert. In Drensteinfurt hätte ich ja auch nochmal einkehren können, also denke ich.

Dann aber kam es anders als gedacht, im Capitol in Werne, meinem Lieblingskino lief der Film Gut gegen Nordwind. Von dem Hörbuch hatte ich schon vor Jahren im Radio gehört ( und jenes parkt seit dem auch bei einem bekannten Onlineversandkaufhaus auf der Wunschliste ). Zum Film aber eventuell später mehr. Die holde Burgdame meinte dann den könne man sich ansehen und ich ließ mich nicht gleich zweimal bitten.

Die lange Heimfahrt wurde verschoben, auf wann ist noch nicht raus, aber eben verschoben. Statt dessen gab´s dann die Rückfahrt via Cappenberg. Auch immer wider nett. Und weil die letzten Wochen für den Stahl Renner doch einen gewisse Nutzen bedeuteten, habe ich ihm am heutigen Samstag eine kleine-gründlichere Pflegeeinheit verabreicht.

Ja und jetzt hocke ich hier im heimischen Burggarten und harre der Dinge, während ich diese vorläufig letzten Zeilen auf das virtuelle Papier bringe.

Eigentlich ist mit der Holden eine entspannte Fahrt nach Bergkamen zum dortigen Römerfest geplant. Und so hab ich das gute alte Volotec aus der Ecke gezerrt, Luft in den Reifen angepasst, und den Trinkrucksack mit fettem Schloss und etwas Luftpumpe, Reifenheber und Ersatzschlauch bestückt. Was jetzt daraus wird… ? Ich werd gleichmal nachfragen.

Ansonsten werde ich mir wohl. morgen etwas die Zeit auf dem Radeln schön verstreichen lassen. Im Kopf ist was von Lieblingsaussichtpunkt an den östlichen Lippeauen, von Interna auch gerne Am Winkel genannt. Café und Kuchen selbst herbeigeführt wäre da ein Plan.
Doch wenn ich hier so gerade tippe, könnte ja auch die Nummer die am Freitag nicht gefahren wurde abziehen. Was zum Futtern für unterwegs kann man ja trotzdem mitnehmen, Käffchen ginge auch. Ich werd das mal sacken lassen.

 

 

 

…viel lieber hätte ich schon einen brauchbaren Schlafsack, würde schon heute Abend losfahren und mich dann wo einnisten und den frühen Morgen abwarten.