Archive for the ‘03. The Cure – Forest’ Category

23.247km/ 17.06.2018

Juni 17, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Erstbefahrunge ( I )/ Bike & Biketouren Bilder: wir schreiben den Samstag nach den beiden Urlaubstagen und ich war schon beim Rehapsport. Nach einer zweiten kleinen Stärkung in Form eines gepimpten Obstsalat schnell noch ein paar Zeilen vorgehackt und die Schöhnheit der Garten-Natur genossen…

Das kleine Gelbe ist übrigens ein Schmetterling der immer wieder mal kam. Dann noch eine Crosstraining-Einheit durchgezogen, womit dann auch der Samstag gelaufen war. Am…

Sonntag: …sah die Welt wieder ganz anders aus. Um kurz vor sieben saß ich hellwach in der Küche, Frühstückte in aller Seelenruhe, also was man so Frühstücken nennen kann und dann raus auf die Terrasse für das Menthaltraining. Hiernach wurden noch zwei Sandwiches zubereitet und das CAADX startklar gemacht. Im Kopf hatte ich einen klare Plan. Es sollte die CX Tour/ Schloss Westerwinkel – Schloss Nordkirchen werden. Natürlich mit An -u. Abfahrt. Also los !

Leider klappte das mit der Anfahrt schon nicht so wie ich mir das dachte. Die Brücke über den Autobahnzubringer ( Kilometer 10,6 <klick> ) wird komplett weggedengelt und ein Überfahren ist somit wohl für die nächste lange Zeit nicht machbar. Fand ich dann ganz blöd.
Und weil das blöd ist, mußte ich in Richtung Osten ausweichen. Da bin ich irgendwann mal aus der Richtung gekommen, wusste also, daß es dort einen Weg rüber gibt. Den Weg hab ich zwar gefunden, mußte mich dann aber noch etwas mehr durchkämpfen. Hier kam dann auch der Blaupunkt Bikepilot zum Einsatz. War zwar nicht so hilfreich, aber ging ja dann doch irgendwie. Weil diese Umleitung aber nicht so fein ist, werd ich mal mit dem Finger auf der Karte schuaen, was es da in westlicher Richtung noch gibt. *geh suchen* Ja Kacke iss, da ist keine weitere Querung, man landet direkt auf der B54 – Mist !

Gut, hab die Runde rüber den Autohof in Kauf genommen, dann aber letztendlich an bekannter Rechtseinmündung angekommen und nett durch den Wald gerollt, halt hoch bis Schloss Westerwinkel. Auf Zufahrt dann bemerkt das mein Tacho spinnt, mir darüber soweit erstmal keinen Kopp gemacht. Wieder an bekannter Bank gehalten, kurz pausiert und dann den Bikepilot angschmissen. Jetzt würde es langsam spannend werden.

Vom Schloss weg erstmal traumhafte verwachsene Baumallee ( Bild ), dann ruhiger aufgewühlter Landwirtschaftsweg und bis Bakenfeld sehr ruhige Land- u. Nebenstraße. Die Strecke dann links ab in das Naturschutzgebiet Ichterloh war fast ein Traum, also für Gravelfahrer und Wanderer. Der Weg ist selbsterklärend, verfahren kann man sich da erstmal nicht. Viel Grün & Wald, gute Zweimeter-plus breit, aber auch der eine oder andere kurze Trampelpfad. Die Zweimeterweg sehen natürlich schon mal gröber aus, ist aber alles noch gut fahrbar. Mal ein paar Eindrücke von der Fahrt bis hierhin.

An der Strecke bei Kilometer 5,5 landet man auf einer herrlichen Lichtung, wo links eine tausendjährige Eiche steht. Ein wunderbarer Platz zum verweilen. Zwei normale Bänke stehen bereit, aber auch zwei geschwungene Liegebänke, hab da leider Ken Bild von gemacht. Natürlich entdeckte ich sofort den Trampelpfad hinter den Bänken. Als ich mich so umschaute, kam auch ein älteres Pärchen aus dem Trampelpfad raus. Ich sprach sie an und wir kamen in´s Gespräch. Ja, kann man wohl auch befahren. Half aber alles nix, man hatte ja noch was vor der Brust. Und wie sich herausstellte, war das zeitige Aufbrechen auch ein guter Plan.

Denn recht genau bei Kilometer 6 auf der geplanten Strecke, mochte der Bikepilot nicht so wie ich mir das dachte. Nicht das diese Strecke nicht schön war, doch als ich am Ortseingang Cappelle stand war mir klar, hier ist was schief gelaufen ( siehe unten im Text ). Ich hab das dann, intuitiv wie immer, aber hinbekommen. Muß aber sagen, jene Strecke war schon haarig zum befahren. Sehr viel Grün zu beiden Seiten und auch hohes Gras. Ich fuhr also durch dieses hohe Gras, aber auch nur, weil da schon soetwas wie ein Pfad sichtbar war. Das war dann ein Pfad zu den Hochständen den ich passierte.

Irgendwann fiel ich aber aus dem Wald raus und die Fahrt weiter nach Nordkirchen war eigentlich nur noch eine seichte Fingerübung. Also, der Hirschpark Große Beck dürfte, so nach dem Blick auf die Karte, noch die eine oder andere Streckenmöglichkeit haben.
Nach einer kurzen Pause am Eingang zum cappenberger Wald ging’s dann weiter. An Nodrkirchen bin ich nur vorbei gehuscht um recht fix in Cappenberg aufzuschlagen. Und weil das so ist…

Erstbefahrunge ( I I)/ crasy Fahrten: …nahm dann das „Unglück“ wider seinen Lauf. Im cappenberger Wald ( ab Kilometer 51 <klick> ) sollte es noch eine potentielle Waldroute geben, die eigentlich an der Waldschule Cappenberg die Möglichkeit hätte via der L810 wider im Wald zu verschwinden. Irgendwie hab ich das aber nicht ganz gepeilt bekommen. Aber fang ich diesen Part von vorne an. Jene Bilder…

…vermitteln nur sehr unzureichend einen Eindruck von den „Wegen“ die ich dort gefahren bin. Gut, Wege wäre jetzt eventuell zu viel gesagt, sagen wir mal so etwas was mal irgendwie ein Weg war. Die zwei Schlammkuhlen am Anfang war nur ein Vorgeplänkel. Die quer liegende Bäume, jene hatte man wohl nicht aus dem Wald geschleppt, denn bei der letzten Vorbeifahrt lag da noch Totholz bis hoch an die Straße, nimmt der geneigte Cyclocrosser noch gelassen.
( Ich zwar weniger gelassen, weil für mich das Ab- als auch Aufsteigen auf das CAADX immer etwas tricky ist, halt wegen dem Alter/ Hüften. Aber was beschwer ich mich ?! )

Es war trotzdem wunderschön dort und recht nah beim Waldeingang habe ich auch wieder einen potentiellen Hängemattenplatz ausgemacht. Jedenfalls war die Strecke zwischen Kilometer 52 und 56 sehr fordernd. Immer wieder Bodenwurzeln die haftungsnot an Grobstollenreifen hervorrufen können. Steigungen, eine so steil das sogar das Hochschieben nur schwer möglich war, aber auch wider nur, weil jene Stelle, wie noch einige andere, so schmal waren, das selbst ein Absteigen vom Bike nicht möglich war. Als ich dann wider auf einem Hauptweg angekommen bin, hab ich erstmal drei Kreuze gemacht.
…und mir vorgenommen, da noch mal ganz gründlich die Karte zu studieren. Ob diese Teilstück überhaupt als befahrbar eingestuft werden könnte, überlass ich mal anderen. Ab dort ging’s dann aber fix weiter.

Klar, die Strecke bekannt, wenn auch rückwärts gefahren, und endlich mal wider festen Boden unter den Grobtsollenreifen. Dann war ich aber auch froh endlich am Kanal angekommen zu sein. Denn so langsam neigte sich mein Körperakku  einem Nachfüllbedarf zu. Viel gegessen hatte ich ja nicht. Das eher bescheidene „Frühstück“, die zwei Sandwiches und da war noch dieser eine müde Riegel den ich in der Hüfttasche hatte. Auch der Wasserhaushalt zeigte Bedarf an. Also los.

Am Kanal rollte dank Rückenwind nochmal deutlich besser, aber ich merkte immer mehr, sowas geht ja dann ab einem Punkt X recht fix, Brennstoff und Flüssigkeit war angesagt und zwar ganz dringend ! Dennoch hielt ich nochmal für einen kurzen Fotostop an. Zwei oder drei Familien Canadagänse ( ich hoffe ich habe sie jetzt richtig erkannt ? ), nahmen ihr Mahl am Kanalrasenstreifen. Die heranwachsenden stets gut im Auge der Alte. Aber man zog sich nicht zurück, was ich schon etwas merkwürdig fand. Scheinbar hatte man sich an das komische Volk gewöhnt.

Am Preußenhafen gab´s dann standesgemäße kalorienreiche Kost, ein Kaltgetränk und weil ich ja die Teller leer gemacht hatte, durfte ich noch ein Eis. Ganz ehrlich ? Ich hätte da auch erstmal gut eine Stunde mit der vollen Wampe wo im Gebüsch oder auf einer Bank pennen können.

Und ich muß ganz ehrlich sagen, so viel war danach auch nicht mehr los mit mir. Der Brennstoffnotstand stand etwas im Raum, dann wollte das Mahl noch verdaut werden und so rollte es zwar fixer aber auch schwer in den Beinen gen Burg.

Noch ein paar Bilder und einen kurzen Film von Canada Gänsen hab ich im entsprechenden Album <klick>.

Biketouren Navigation/ Blaupunkt Bikepilot/ Test: und weil ich den Zugang irgendwie zum Bikepilot geknackt habe, kam der auch gleich zum weiteren Testeinsatz.

Ja also, wie schon gesagt, ab Kilometer 6 auf der geplanten Strecke, mochte der Bikepilot nicht so ganz seinen Dienst verrichten. Warum kann ich nicht so genau sagen. Ich mutmaße aber mal, weil er vorinstallierte Karten hat, wurde von ihm, ohne das ich es bemerkte eine offizielle Route eingeschlagen. Und die ging eben nach Capelle rein. Ich habe das dann zwar gemerkt, konnte aber nur schwer den von mir gedachten Weg aktivieren.

Ich habe die Navigation beendet und dann über das Menü die Route neu aufgerufen. Er fragte noch nach ob ich denn alle „Verkehrsregeln bei der Rückfahrt befolgen würde“ und dann ging’s los.

Dummerweise hatte ich da so ein Gefühl. Denn genau an bei Kilometer 6 war so eine Abzweigung. Der Weg sah aber alles andere als einladen für Radler aus. Also für jene die gemütlich über breite Wege und so… . Das war ja nicht ganz mein Ziel, also bin ich trotzdem da rein. Denn Freundchen Bikepilot wollte mich wider zum Anfang der Strecke Routen. Irgendwann ging für mich die Rechnung auf, brauchte aber noch etwas Orientierung und habe auch nich bei einer Gruppe Radler gefragt.

Bikedefekte: ja und leider mußte ich auf der Anfahrt nach Schloss Westerwinkel/ Herbern feststellen, daß mein gute Sigma Alti 14.12 komplett rumspinnte.

Jo, mit satten 150km/h PLUS über Schotter direkt in der Zufahrt zum Schloss. Die Leute drehten nur ihre Hälse um. Natürlich wusste ich nicht was da los ist. Ein Wackelkontakt, irgendwas im Tacho drinnen lose oder sonst was ? Erst gegen Ende machte ich dann eine simplen Kabelbruch aus. Jetzt muß ich mal schauen ob ich nicht noch in der Fahrrad-Schrauberkiste so´n Ersatz liegen habe.

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23.163km/ 10.06.2018/ CAADX Multi-Test-Runde II

Juni 10, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Bikebilder/ Biketouren Bilder/ Biketouren/ Bike & Pack/ Bivy & Zelt/ Test: der folgende Teil wird jetzt nicht ganz so dröge technisch, hat wieder etwas mehr mit dem Fun-Faktor zu tun. Und ich kann schon vorab sagen, der Fun-Faktor kam da ma´überhaupt nicht kurz.

Da sich in der Volotec Woche mir kurzentschlossen ein EXPED Travel Hammock  ( Hängematte ) gekauft hatte, habe ich ja berichtet. Leider hatte sich bis jetzt keine gute Möglichkeit gefunden jene bei mir im Burggarten oder der Terrasse zu testen und im Wald, also so in echt, dazu bin ich erst heute gekommen.

Nachdem ich den ersten Test-Teil des heutigen Tages gerockt hatte, bin ich schnell an der heimischen Burg vorbei und hab mir diese Neuanschaffung auf´s CAADX geladen. Nach ein zwei Abzweigversuchen, stets verbunden mit der Suche nach zwei passenden Bäumen, bin ich dann endlich fündig geworden. Recht nah beim Spielplatz im Heimatwald fanden sich zwei passende Exemplare und so wurde die Aktion gestartet.

Noch mehr Bilder nebst einem Kurzfilm, gibt es im <klick> Album. Ich glaube ich muß nicht extra erwähnen das ich Spass wie Bolle hatte. Das Aufhängen war recht unkompliziert, halt eine Runde und den Baum rum, dann durch das Zurrende hindurch, die Hängematte eingehängt und dann die gleiche Aktion an der anderen Seite. Den Tip von Sacki – alias Kai Sackmann( You Tube Channel mit etlichen Tips und Produktvorstellungen ) zu Herzen genommen, die Baumwickelung leicht über Kopfhöhe und die Matte selbst ca. 90cm über Boden und schon passte alles.

Zuerst ist man ja skeptisch, das Seil und vor allem das dünne Material, doch ich zeigte mich ein wenig viel unbeirrt und tastete mich mit dem Gesäß in die Matte. Wohlwissend das so eine Hammock auch anfängt zu schwingen und man schneller als man denken kann, gleich eine Runde auf dem Waldboden hocken kann. Doch nix passierte, alles halb so wild.

So da drin liegen fand ich total klasse !!! Es fühlte sich irgendwie entspannt an und selbst die meinige Gesichte mit Rücken & Hüfte zeigte sich nicht ansatzweise. Natürlich habe ich jetzt auch keine Ewigkeit in der Hängematte verbracht, aber wie das eben so ist, das erste Gefühl… .
Natürlich hab ich auch mal probiert brasilianisch drin zu liegen. Also nicht Straight-gerade, sowie wie „immer“, sondern leicht diagonal. So kann man recht gerade und eben nicht mit rundem Rücken in der Hängematte liegen.

Was mich auch überraschte, das Material. ( Kleine Randbemerkung: hier geht gerade ein total angenehmer und kühlender Wind auf der Terrasse. ) Das ist ja an sich Kunststoff oder zumindest eine Kunstfaser. Ich hatte irgendwie im Kopf, daß sich das schwitzig anfühlen könnte. Letztendlich hatte ich bis zu dem Test-Punkt schon genug Schweißwasser unter dem Helm produziert. Aber ich muß sagen, auch hier volle Punktzahl bei der Annehmlichkeit. Nix Plaste, sondern super angenehm, ein sehr seidiges Gefühl.

Ich hätte da noch ein gute Weile abhängen können. Leider zeigte eine nicht ganz unerheblichen Anzahl an fliegendem Kleingetier samt ihrer angewachsenen Saugrüssel zwecks Blutennahme ein reges Interesse an meinem wohl außerodentlich schmackhaftem Blut. Die waren aber sowas von zäh und wollten nicht von mir lassen. Und so mußte ich nach ein paar Liegeminuten das Lager wider räumen. Schade irgendwie.

Resumé: ja geht klasse und ich hatte ein echtes fettes Grinsen in der Fresse. Natürlich dreht es sich jetzt bei mir im Kopp, wie ich das weiter angehe ? Idealerweise wäre eine Möglichkeit bei mir auf der Terrasse zu schaffen wo ich den Gegenpunkt der Hängematte abspannen kann. Einen Punkt, jenen an der Fitness-Garage habe ich ja.

Leider fehlt mir dieser einen Gegenhalt und der wird auch nicht so einfach aus dem Boden wachsen. Aus dem Boden wachsen wäre dann das Stichwort. Natürlich werde ich jetzt keinen Baum Planzen, dazu fehlt mir einfach der Platz. Aber ich müßte was stabiles und wetterbeständiges recht tief, weil nur so genug Gegenhebel da sein wird, in den Boden rammen, samt sich da was aufhängen kann. Meine Holde wird natürlich entzückt sein – nein nicht wirklich. Und so schwebt mir was vor, was und der Hecke versteckt ist. Jetzt müßte ich nur was finden, was sich dazu eignet.

Da könnte dann ma(n)n mal eine Nachmittag abhängen und wenn das gut klappt, auch mal eine Nacht drin pennen. Hier wäre dann aber schon der nächste Schritt eventuell ratsam: Moskitonetz ! Was zum abhängen für oder besser gesagt gegen Regen, das hab ich noch wo in der Ecke liegen.

Ja so war das heute…

23.163km/ 10.06.2018/ CAADX Multi-Test-Runde I

Juni 10, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Bikebilder/ Biketouren Bilder/ Biketouren/ Biketouren Navigation/ Blaupunkt Bikepilot/ NightOfThe100Miles/ Test: diese ersten Zeilen werde ich kurz dem Unternehmen Blaupunkt Bikepilot widmen. „Iss Sonntag, das Menthaltraining lief gut, sonst nix los auf der Bude, also kannst´e mal schauen wie das so klappt mit dem technischen Feature.
So oder so ähnlich waren meine Gedanken. Eigentlich war eine Erkundungsrunde in einem Gebiet angedacht, welche ich unter dem Titel – CX Tour/ Schloss Westerwinkel – Schloss Nordkirchen – laufen habe. Der Gedanke war der, das ganze sollte vertrickst genug sein um sich dann demnächst bei der NightOfThe100Miles als Bewährungsprobe heraus zu stellen.

Dummer Weise Nr. 1. tauchte dann die Idee auf, das man als Family am frühen Abend gemeinsam eine Lokalität aufsuchen könnte um ebenso gemeinsam leckere Speisen zu sich zu nehmen. Gut dachte ich, daß ist mal ein Alternativplan, dann zauber ich hier nur etwas und er Ecke rum.
Halt sich nicht bis kurz vor dem Duschen und der Fahrt zum Lokal noch wo aus dem Wald fallen zu lassen, ergo es entspannter angehen zu lassen. Also hab ich mir den Blaupunkt Bikepilot geschnappt und ihn an´s MacBook Air via USB Gedrahte zu stöpseln.

Dummer Weise Nr. 2. irgendwie taucht der verflixte Blaupunkt Bikepilot nicht im Finder auf ?! Auch Versuche ihn via Blauzahn an den Mac-Kasten zu bringen scheiterten. Hin und wieder zeigte das die Systemsteuerung – Bluetooth – an das eine Verbindung existiert, dann aber wohl doch nicht. Jetzt war guter Rat teuer, watt nu ?

Ich bin da ganz ehrlich, ich hab´s net hinbekommen, auch nicht über das Menü des Blaupunkt Bikepilot. Ein wenig ratlos bis seicht angemervt, hab ich dann den Blaupunkt Bikepilot an´s CAADX geschraubt, bzw. natürlich zuerst deren Halterung, welche auch nicht der letzte Schluss ist und bin dann einfach so losgesollt. Zum Thema letzter Schluss, mal ein Bild…

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Natürlich habe ich jetzt alle Optionen am Lenker ausgeschöpft und mit drei Geräten eine wahrehaftige Sammlung an Elektronik am Geweihlenker, das jeder Strahlenbeauftragter sofort den roten Notbutton drücken würde.

Nein, mal Spaß beiseite, innerlich sind die Stunden des immer noch guten und bewährten Sigma Alti 14.12 gezählt. Es ist ein klasse Gerät, aber wenn man etwas Navigation nebst Aufzeichnung von Streckendaten haben will, dann ist dieses Gerät nicht der richtige Partner. Im Grunde hängt er auch nur noch am Lenker, weil über ihn die Gesamtkilometer des CAADX so herrlich unkompliziert erfasst werden. Das Drahtgebamsel was vorne runter zur Gabel läuft nervt mich voll an.
Eine Funktion ( Aufzeichnung der Gesamtkilometer ) die ich am Zweitgerät, dem Bryton Rider 330 so noch nicht ausfindig machen konnte, aber noch nicht wollte. Der Bryton machte in meiner Nutzungszeit genau das, was ich von ihm wollte. Er zeichnet die Fahrten auf und stellt sie via dem Home-Wlan in Sekundenbruchteilen den gewünschten Plattformen zur Verfügung. „Das bisschen Navigation was er machen kann„, so dachte ich damals kurz vor dem Erwerb: „das wird mir schon reichen.“

Das die Navigation aber im Grunde zu nix taugt, hatte ich ja schon wo hier geäußert. Das liegt nicht an der grundsätzlichen Fähigkeit Touren auf zu spielen und sie dann ab zu fahren, auch nicht an dem nur schwarz-weiß Display, ja noch nicht mal an dem sehr kleinen Display, sondern einfach an der Tatsache, das der Bryton versucht weite Streckenabschnitte auf eben diesen winzigen Bildschirm zu bannen. Das tut er in der Form, das er die Strecke nicht nur einzoomt, sondern darüber noch verzerrt darstellt. Ich selbst hatte es, daß der Bryton mich links abbiegen lassen wollte, obwohl ich dort täglich seit sechs Jahren geradeaus fahre.

Und so kam der Blaupunkt Bikepilot mal wider in´s Spiel, eben auch weil es ja demnächst auf die NightOfThe100Miles gehen soll.

Grundsätzlich steht also bei mir fest, mittelfristig wird der ganze E-Kram am Lenker durch nur noch ein Gerät ( Garmin oder Wahoo wo ich die Tage ein paar durchaus überzeugende Videos auf YT gesehen habe ) ersetzt ! Für die heutige Testfahrt kam er dann also nur mit dran, das bleibt also nicht so.

Was ist mir also heute so bei dem Test aufgefallen und in welcher Form ?

Der Bildschirm: grundsätzlich kann ich sagen, daß die 8,8cm/ 3,5″ Bildschrimdiagonale schon eine gute Sache sind und meiner ersten Meinung nach keines wirklich größeren Abmessung bedarf.

Das Tachodisplay/ Computer auf dem Hausptdisplay genannt kann, so wie ich es auch auf er Testfahrt hatte, mit sechs Anzeigefeldern aufgebaut werden, wobei jedes Feld via antippen individuell in seiner Anzeigefunktion belegt werden kann.
( Ich erwähne das, weil es absolut intuitiv geht, sodaß selbst so ein technoligischer Voll-Honk wie meiner einer das hinbekommt. ) Neben den sechs Anzeigefeldern können noch zwei oder wahlweise vier angezeigt werden. Das hin- u. her switchen zwischen denn dann einzelnen Anzeigefeldern der Daten erfolgt am Kopf des Bildschirm über Pfeiltasten.

Die Darstellung der Daten über sechs Anzeigenfelder ist aber schon mehr als ausreichend groß genug um alle reinen Tacho-Werte ablesen zu können. Ich hatte leserlich „nur das Problem“, daß das Gerät natürlich nicht optimal platziert war ( siehe das Bild oben ).

Die Helligkeit: die Bildschirm lässt sich via dem Menü – Einstellungen – Bildschirm regeln. Mich nervte es, das der Bildschirm nach kuzer Zeit immer wider leicht verdunkelte. Das ist aber eine Stromsparfunktion/ Lichttimer, die ich dann kurz nach dem lossollen deaktiviert habe, sprich sie auf „nie“ gestellt habe. Denn bei Sonneneinstrahlung sieht man, zumal durch eine Sonnenbrille, nur noch einen vagen Schatten von Etwas auf dem Bildschirm. Klar ist dann aber auch, die Akkuleistung wird dann in der Gesamtbetriebszeit leiden. Und as dann wohl auch bei Nachtfahrten, wo man einer ( unbekannten ) Route folgen müßte.

Die Skin, gemeint ist wohl die Bildschirmoberfläche kann zwischen „dunkel“, wohl für die Nacht gedacht, „hell“ dann für Tagfahrten und „Auto“ gewählt werden. Bei der letzteren Funktion erwarte ich ein automatisches Umstellen bei Nachtfahrten. Eine Funktion die ich beim Bryton inzwischen sehr schätze, denn ich habe gerne beim schnellen Blick auf das Anzeigegerät alle relevanten Daten sichtbar. Oder anders gesagt, ich will sie nicht erst durch einen Druck auf irgendeinen Button sichtbar machen.

Tachodisplay/ Computer & Nutzung: den Punkt das man eine Strecke aufzeichnen kann, will ich noch kurz einspielen. Im Grunde ist es ganz einfach, denn am unteren Rand ist der rot hinterlegte Button REC den man einfach drückt und die Schose läuft, dachte ich…
Nein, zunächst erscheint noch ein Auswahlfenster das da besagt „Aufnehmen“ oder eben „Abbrechen“. Drückt man nun auf „Aufnehmen“ ist der REC Button am unteren Ende mit dem Doppelsymbol „STOP/ Pause“ belegt. selbsterklärend wie ich finde.

Drückt man aber nun tatsächlich diese „STOP/ Pause“ Button, erscheint wieder ein Auswahlfenster, diesmal mit den Symbolen für „Pause“, „Stop“ oder „Abbruch“. Hier muß ich sagen, das im Vergleich zum Bryton, wo das derart vorzüglich geregelt ist, hier ein wenig viel und damit auch zu viel des Guten geregelt wird.

Der Bryton verfällt, solange man eine Aufzeichnung nicht expliziet gestoppt hat in einen Ruhemodus, hält eine von mir nicht genauer taxierte Zeit einfach den Bildschirm, bis er letztendlich ganz in den Ruhemous fällt und den Bildschirm tot macht. Das spart wiederum Strom und Rumgefummel. Fährt man nun wieder los, erkennt das der Bryton und startet automatisch die Aufzeichnung.

Soweit so gut also mit dem Blaupunkt Bikepilot. Jetzt nich rausbekommen wie ich das Gerät an´s MacBook Air bekomme, was übrigens bei meinem alten MacBook gar kein Problem war, dann kann ich in die nächste Testphase gehen.

Insgesamt kann ich sagen, ist der Blaupunkt Bikepilot gar nicht mal so schlecht. Soviel also zu diesem Teil des heutigen Testtages. Teil zwei folgt sogleich…

( Die heutige Strecke auf Strava & die Frage zur MacBook Air Verbindung hab ich mal im Radforum gestellt )

Rumgelaber

Juni 10, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Rumgelaber/ Bikebilder: nach langem hin und her, ja ich habe mich eine wenig davor gedrückt, wollte ja auch noch die eine oder andere Ausfahrt gemacht werden und nicht zuletzt mußte das ja irgendwie organisiert bekommen. Und genau da haperte es genau zweimal dran. Und dann eben mit Aussicht auf Tour in Wuppertal und den 200+ wurde die Kurbel solange gedreht bis ich mich aufraffen konnte.

Also gemacht wurden

  • Pressfit Tretlager erneuert
  • Steuersatz gefettet
  • Schaltzüge komplett erneuert
  • Schaltzughülle für Umwerfer erneuert
  • Lenkerband ( SRAM )erneuert

Natürlich war die Aktion nicht ganz billig und insgeheim ärgere ich mich immer noch diese finalen Arbeiten wie Pressfit-Tretlager wechseln und Schaltzüge erneuern nicht selber machen kann ( das ! müßte ich mir doch irgendwie oder von irgendwem mal zeigen lassen ). Aber „billig“ ist jetzt auch eine Pauschalassage. Selbst wenn ich die Kosten nur auf diese noch nicht ganz abgeschlossene Jahr umlege, stehe ich, und diese komplett, also mit all den Leckerli, bei knapp über 100 Euro/ Monat. Und davon kann man keine olle Blechkarre unterhalten, geschweige denn anschaffen.

Aber jetzt ist dieser große Schwung durch, viel sollte jetzt nicht mehr anstehen. Irgendwann, und da hoffe ich noch auf ein paar viele gute Tage, wird mal das Thema Naben & Laufräder anstehen und neue Bikeschuhe werden noch dieses Jahr in´s Haus kommen. Mein Gott sehen die olle Treffer aus…

Die frische Topeak JoeBlow Max II hab ich heute gleich mit in´s Haus geholt. Hintergrund ist der, mein guter und bewährte Rennkompressor, wohl seines Zeichens aus dem Hause SKS, vermochte bei den letzten Pumpungen nicht mehr so korrekt den Luftdruck anzeigen.
Um genau zu sagen, die Anzeigte schwankte doch arg. Bei den CX Reifen ist das ja kein Ding, da kommen maximal 6bar drauf, die ich aber nie einpumpe. Da gibt’s was zwischen 4,5 und 5bar+ und gut ist. Doch bei den CAADX Conti 4-Seasons muß halt schon mehr Dampf drauf. Das hat dann dazu geführt, das ich für die genaue Luftdruck-Betankung eine meiner kleineren Luftpumpen mit Manometer bemüht hatte. Suboptimal wie ich fand.

Kommt dann noch hinzu, hab eich doch von Topeak dieses überaus erfolgversprechende Smarthead ThreadLock seinerzeit geordert. Und genau jenes passt an die neu angeschaffte Luftpumpe. Das mußte ich natürlich gleich ausprobieren…

Klappte auch soweit recht gut, wobei es man wissen muß, daß man das Ventil gut aufdrehen muß. Denn dadurch das man den Smarthead ThreadLock über das Ventil schraubt, kann es passieren, das man unwissentlich das Ventil wieder verschließt. Logisch das man dann keine Luft rein bekommt.

Gut, passt soweit alles, jetzt kann man sich wieder der einen oder anderen Ausfahrt widmen.

Biketouren/ Touren-Ansage: hatte ich mit meinem Finger auf der Karte jenes zurecht gelegte CX Tour/ Schloss Westerwinkel – Schloss Nordkirchen. Das werd ich mir dann auf jeden Fall anschauen und dabei auch gleich mein wiederbelebtes Blaupunkt BikePilot auf die Prüfbank rufen. Ich hoffe mal das sich da was Gravel/ CX-mäßig brauchbares heraus kommt.

 

Rumgelaber

Juni 3, 2018

Bikealltag/ Rumgelaber: ich hab ja sonst nix mehr zu tun, also kann ich mal wider die Tasten klappern lassen.

Samstag & Sonntag im Mix: Nach dem lesen der Samstagszeitung mitsamt einem ehr schmalen Bikerfrühstück wurde das CAADX in die Familienkutsche geladen und zum Schrauber gebracht. Hier hatte ich, entgegen meinen üblichen Gewohnheiten, mal nicht auf Wütec oder DasRad Dortmund, meine beiden Stammschrauberläden, gesetzt.

Der Grund ist recht einfach, MegaBike Unna ist knapp 20 Kilometer von mir entfernt, Wütec 27 Kilometer und DasRad Dortmund sogar 30 Kilometer. Das andere blöde war dann, die Holde brauchte die Familienkutsche um damit zur Mittagsschicht zu fahren. Da keine zweite Blechkiste greifbar war, hatte ich also nur ein schmales Zeitfenster, da ich zudem noch optimal füllen mußte.

Mußte, weil wenn nicht heute, wann dann ? Abholen werd ich auch irgendwie hinbekommen und wenn ich mich nur hinbringen lasse. Zurück könnte ich dann ja mit dem technisch wider auf Vordermann gebrachten CAADX kurbeln. Aber das kommt dann erst demnächst.
Denn für heute stand außerdem noch das Aufsuchen des Elektronikmarkes des Vertrauens, Berlet in Bergkamen, auf dem Programm. Denn mein MacBook Air rief nach einer neuen externen Festplatte, zwecks TimeMashine und Datensicherung.

The Cure – Forest: ja und so hab ich das dann auch gemacht. Aber auch wohlwissend das auch MegaBike Unna ein Einpresswerkzeug für Pressfit-Tretlager hat, denn der Herr Habschned hatte dort erst kürzlich seines auch erneuern lassen. Jetzt lass ich dort…

  • das Pressfit Tretlager erneuern
  • beide Schaltzüge erneuern
  • Schaltzughülle für den Umwerfer ( vorderes Schaltwerk )
  • Steuersatz nochmal nachfetten

Der Techniker hat dann im Gespräch auch nochmal Hand an die montieren CX-Laufräder gelegt. Klamotten sie laufen raus, aber da geht noch was und sei nicht so tragisch. Und so kam ich dann mit ihm zu diesem speziellen Punkt nochmal in ein tieferes Gespräch.

Natürlich könnte man nur die Naben neu machen, wobei dann die Speichen aufgrund technischer Gegebenheiten auch in neu müßten. Es fiel der Name Novatec ( mal ein paar gefilterte Modelle in meinem Stamm-Online-Shop ) und die Cirkakosten für eine Hinterradnabe bei 100, eine vordere 50 dann noch mal 35 für Speichen. Hörte sich interessant an, auch preislich war das jetzt nicht so heftig. Natürlich steht das aber erstmal außen vor, noch läuft alles.

MacBook Air: gut der Bock ist beim Schrauber, ab schnell rüber zu Berlet um dort nach einer kurzen Nachfrage ein 1Terrabite für schlappe 50 Euro in der Hand zu halten. Dann fix rüber zur Holden, die schon den Kochlöffel in der Burgküche auf die Seite legte. Den ersten Startversuch der TimeMashine scheiterte kläglich an meiner Blöd-Unsicherheit. Wie gut das mir, dank auch meiner Screenshots, im Radforum wider geholfen wurde. Wenn ich das nicht hätte.
Ich kann mich noch daran erinnern, bei meinem MacBook war das nicht so ein Zenoba. Die Festplatte wurde einfach angeschlossen, das System fragte noch einmal nach, dies wurde damals bestätigt und fortan war klar wie das zu laufen hätte. Aber dieses mal…

Bikealltag Stahl Renner/ …look after: auch hier wird sich was tun müssen. Noch dreht das bewährte Fahrgerät prächtig, aber schon gestrigen Reinigung zeigte sich ja, mindestens das 53 Zähne messende Kettenblatt, die Kette samt Kettenschloss, das Freilaufritzel und die Bremsschuhe stehen kurz vor dem Wechsel.

Jetzt hab ich mal den Schädel in meine Fahrradkiste gesteckt, hatte so ein Bild vor mir und das bestätigte sich auch. Kette samt Kettenschloss ist schon oder noch im Hause. Ein Bestellkostenfaktor weniger. Die Bremsschuhe sind nicht der Megaknaller wenn sie bestellt werden, das Freilaufritzel ebenfalls. Kann man alles machen.

„Ärger“ macht jetzt ausgerechnet das Kettenblatt. Denn schon gestern Freitagabend war schnell klar, ein Kettenblatt mit einem Lochkreisdurchmesser von 86mm ist ein absoluter Exot. In keinem bekannten Onlinekaufportal kannte man diesen Lochkreisdurchmesser und selbst die Suchmaschine gab wenn überhaupt nur Treffer im Ausland an, oder eventuell auf dem Gebrauchtmarkt. Fand ich dann unschön, war auch irgendwie gefrustet, hatte dann abgebrochen und bin in die Federn gestiegen.

Am Samstag tauchten dann im Rennrad NEWS Forum die ersten brauchbaren Infos auf. Da gibt es noch den Laden von Tobi, die RadBude in Dortmund, den ich zwar schon kenne, aber so noch nie in Echt da war. warum auch immer, hatte sich so nie ergeben. Eventuell könnte ich damals nächste Woche reinschauen.

Reinschauen könnte ich aber auch bei Radschlag welcher mir von dem Kumpel des Kumpels aus´m Claim empfohlen wurde. Da sollen noch ganze Schätze im Keller liegen. Plan B. beim Thema Kettenblatt wäre, der geneigte Radler hat noch ein 52 Zahn Kettenblatt in der Fitness-Garage hängen. Womit ich dann auch zum anderen Thema überleiten würde…

…denn über Neukauf braucht man, also ich, gar nicht nach zu denken. Alle Mono Kurbeln kosten nicht gerade wenig und die Singlespeed-Fans hören wohl bei 48 Zahn Kettenblättern auf. Was soll ich aber mit einer Bergübersetzung ?
Nein Scherz bei Seite, ich mag dieses langarmige und langsame kurbeln an den Pedalen. Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, das ich da auf unter 52 Zahn überhaupt kommen möchte. Einziger Alternativplan wäre dann nur noch, sich eine entsprechende 2-fach oder eben 3-fach Kurve zu besorgen und die anderen Kettenblätter nicht zu montieren. Also so wie gehabt. An dem Punkt stünde quasi nur die Kettenlinie auf der Tagesordnung. Müßte ich dann mal checken wie oder ob das überhaupt umfrickelbar wäre.

Bikebasteln: damit die ganze Wechselaktion schon mal drive bekommt, habe ich dann am heutigen Sonntag vorsorglich schon die Schaltröllchen gewechselt. Oder sollte ich lieber sagen, die Ninjasterne ?

Das waren immer noch die allerersten vom damaligen Aufbau. Ja so ein wenig Schlampe kann ich schon sein. Aber lief ja. Bin mal gespannt wie, vielleicht heute noch Testfahrt ? Ziel Pinos EisbudeDen Rest, außer einem Kettenblatt versteht sich, habe ich bestellt, müßte also im Verlauf der Woche eintrudeln. Ich schwenke mal von dem ganzen technischen Kram rüber wider zum…

Rumgelaber: nach dem samstäglichen Mittagessen wurde die Hecke noch von außen und von oben geschnitten. Das ist imm ein Haufen Arbeit. Denn gerade der Schnitt oben drauf ist tricky, weil die Hecke schon gut breit gewachsen ist. Und natürlich muß der ganze Schnitt auch wider zusammengeharkt werden. Und da kommt schon was zusammen. Aber jetzt ist erstmal wider Ruhe bis zu Herbst, denn dann wird nochmal nachgeschnitten.

Ja so war das Wochenende. Die neue, mal wider normal lange Woche, kann kommen.

23.136km/ 31.05.2018/ CAADX Gravel Finest !!!

Mai 31, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ crasy Fahrten/ Hitzefahrten +20c°/ Biketouren/ Bikebilder/ Biketouren Bilder/ Erstbefahrung: irgendwie muß man ja schon gut behämmert sein, bei so einem drecks-schwühl-hammer-heißen-warem Wetter auf´s Bike zu klettern und eine Tour zu machen !

Gut, ich geb’s zu, Ihr habt mich erwischt, es ist eben so und kann man nix dran machen.

Die Tour auf der virtuellen Karte samt ein paar Randdaten kann man bei Strava <klick> bewundern, die Bilder hier <klick> im entsprechenden Album.

Wie war das jetzt, wieso mußte ich wider so eine Tour machen ? Der Anfang wurde mit einer entspannten Tour und dem Kumpel hier aus´m Claim gemacht. Das nannte sich dann Pfingstsamstag-Tour. Ist natürlich wider länger geworden als gedacht, aber nun gut. Jedenfalls kurven wir so im letzten viertel der Tour so zum Schloss Herbern rum und rollen so nach Hause.
Dabei haben wir zu einem großen Teil die heutige Ausfahrt gemacht, halt nur rückwärts. Und weil ich neugierig bin hatte ich mir diese letzte Strecke genauer auf der Karte angeschaut. Und wie ich so auf die Karte schaue, sind mir dann noch ein zwei potentielle Leckerli aufgefallen, die ich natürlich nicht einfach so nur auf der Karte gelesen stehen lassen konnte.

Und nachdem der heutige Vormittag rum war, ich bereits das erste mal geduscht, juckte es einfach. Natürlich war das brüllend-schwühl-heiß und der Schweiß tropfte bei Stops nur so in Strömen. Scheibenwischer für die Sonnenbrille wäre echt hilfreich gewesen. Aber so lange man rollte, war es aus zu halten. Gut, kühl war das nicht, aber man drohte zumindest nicht zu überhitzen. Viel trinken half, und wenn ich sagen viel, dann meine ich auch viel. Um genau zu gehen, zwei Flachen Mineralwasser auf der Tour und noch eine komplett hinterher. Auf dem Programm standen aber auch Waldabschnitten mit viel Vegetation, die wiederum guten Sonnenschutz bot. Kurz um, war also schön. Warum seht Ihr hier auf ein paar Bildern.

Zwei grobe bzw. ein grobes und ein festes Ziel hatte ich auf der Tour heute. Nochmal hoch zum Schloss Westerwinkel, wo ich eh durchfahren müßte und dort nochmal ein weg die Äuglein spitzen, dabei die Onlinekarte zur Hilfe nehmen und dann rüber zum Eiscafé.

Ich bin jetzt etwas irritiert, denn die Internetpräsenz auf der Speisekarte differenziert doch deutlich von der tatsächlichen Internetpräsenz – Eiscafeilgelato. Der Standort ist aber soweit korrekt und kaum zu verfehlen. Das ganze nennt sich jetzt im realen Leben, also dort wo ich war, Mel´s Café ( muß das noch in meine Liste aufnehmen ).
Leider war das heute irgendwie doof. Ich bestellte bei dem überaus freundlichen Personal ein Spaghetti-Eis was auch nach draußen gebracht wurde. Der kurze Blick drinnen war jetzt nicht so umschweifend, aber es gefiel mir sehr gut. Eigentlich hätte ich mich noch genauer umschauen sollen. Eventuell wäre es drinnen sogar besser, weil kühler, gewesen…
…denn draußen mußte ich das Spaghetti-Eis wegschaufeln, weil es so rasende schnell geschmolzen ist, daß ich dachte, man hätte das ganze mit einer Art zartem Joghurt verfeinert. Auf Nachfrage hin wurde mir noch versichert, daß es auch im Sommer Waffeln & Kuchen geben würde. Also nicht so wie im Eishaus Drensteinfurt, wo man sich dann ein besseres Frühstück spart um eine leckere Waffel zu verspeisen und dann festellen muß, da iss nix mit Waffel im Sommer.

Die Hinfahrt rockte aber. Schnell machte ich via Kopfkompass und Nase die von mir auf der Onlinekarte ausgemachte Zuführung zu der Walddurchquerung aus. Begeisterung pur, nett zu fahren, viel Schatten, war heute super wichtig, die Wegstrecke gravelmäßig auch mal hier und da gröberer Untergrund. Das ganze dann noch gepaart mit ein paar Wellen im Gelände – passt.

Auch den Anschuss an die Strecke die wir letztes mal vom Schloss weg gefahren sind fand ich super gut. Auch hier fühlten sich die breiteren Conti MountainKing CX Reifen super wohl. Ganz im Gegensatz zu den bei der Erstbefahrung genutzten  Conti Grand Prix 4 Seasons in 28er Breite. Da liegen doch noch Welten zwischen. Und die Welten bedeuteten, daß ich mich dabei erwischte wie ich gut Streckenmeters auf den groben Waldstraßen machte.

Oben am Schloss angekommen, kurz auf einer Bank pausiert, ein paar Poserbilder online gestellt, den Menschen etwas beim Golf spielen zugeschaut, dann aber doch noch eine kleine Runde durch den Schlosspark gemacht. Hiernach stand dann Eisdielenbesuch an. War lecker nur leider zu heiß draußen und…
…in der Ferne konnte man schon ein heran nahendes Unwetter sehen. Also schnell Kasse gemacht und wieder auf das CAADX geschwungen.

Auf der Rückfahrt fand ich dann auch den Weg außen am Wald vorbei, auch hier wieder geradelt wie irre. Wieso fahre ich auf einer mir unbekannten Strecke so schnell ? Übersät mit Schlaglöchern und groben Steinzeugs lief es aber so gut. Das Highlight war dann wider und den letzten Wald, wo ich schon auf der Hinfahrt noch eine viel versprechende Querung sah. Auch hier konnte ich nicht anders, da mußte ich rein.

Am Anfang war das noch eine breitere aber grobe Waldautobahn. Dann zog sich die Strecke aber zu, so wie ich halt sage, sprich sie wurde enger. Bis zum Hochsitz ging es noch, doch danach ? Es wurde nicht nur arg eng sondern der superschmale Trampelpfad war gesäumt mit Brennnesseln ! Hölle, darauf hatte ich eigentlich keinen Bock. Doch was machen ? Der innere Schweinhund sagte:“komm schon, da willst du unbedingt durch“, und der gute Geist sagte:“dreh um, fahr die paar Meters zurück, geht schnell und du weißt ja auch nicht was da noch kommt, eventuell sogar Sackgasse ?

Natürlich bin ich da durch und die Brennnesseln waren nicht so schlimm. Wenn man eh am saften ist wie Atze, dann ist das ganz fix vorbei mit dem Brennen. Kann man getrost ignorieren. Interessant fand ich dann, das mitten auf der Strecke drei offensichtlich nicht natürlichen Ursprungs stehende Hügel waren. Gut einen halben Meter hoch, schön fest gebaut, ja kann man nicht anders sagen. Da standen wohl also für den geneigten MTB´ler Sprungkuppen auf dem Weg. Ein umfahren war wohl nie vorgesehen. Und so mußte ich da auch drüber.

Die ersten beiden waren noch gut einsichtig, doch so gerade auf den dritten zurollend war ich mir nicht sicher, was kommt danach ? Also hab ich ganz chicken-like den Wurfanker auf der Kuppe gezogen und hab mir die erstmal angeschaut. War zu machen, keine üble Senke in der Folge. Interessant, interessant was man so alles im Wald findet. Danach folgte dann nur nich breiter Trampelpfad auch mal ohne Grünzeuch.

Der Rest der Tour war dann nur noch „für schön“. Erstmal noch kräftig an der Wasserpulle nuckeln, noch ein paar Horizontbilder machen und dann endlich auf der Burg einrollen. War ein schöner Tag !

Biketouren/ Touren Ansage: … oder vielmehr als Idee, für demnächst könnte man sich mal Routen in Richtung west anschauen. Oberhalb von Capelle liegt zum einen der Ichterloh-Wald, wo es wohl Strecken gibt und im Anschluss rüber nach Nordkirchen noch den Hirschpark.

…und sonst ?: ja was liegt sonst so an ? Der Blick in die gelaufenen Zahlen für das ebenso gelaufene Jahr und den Monat Mai sagen… , da ist ganz schön was zusammen gekommen !

Aktuell stehen 5.092 Kilometer mit dem Monatsende Mai auf dem Konto. Jetzt muß ich echt mal grübel, wieso überhaupt ist der Mai so fett geworden ? Im Grunde hab ich da keine Ahnung ! Gut, die eine Tour wo’s bis vor die Tore Paderborn ging, das waren schon gute 200km+, darfür war ich aber in der Woche darauf außer Gefecht.
Und so richtig kann ich mich nicht daran erinnern, große Ausfahrten gemacht zu haben. Und das nicht mal im Urlaub. Selbst die Forums-Tour in Wuppertal war nicht so megakimlometermäßig. Ja gut, da war die Stahl Renner chill-out-Tour, die auch nochmal gute 77 Kilometer einspülte.

O.k., ich habe gelogen, da war ja noch die Tour mit dem Kumpel aus dem Claim, wo nochmal 127km anfielen. Und am Tag vor Paderborn waren da auch noch die Tour, wo wir Besuch aus Paderborn hatten. Alder leck Ars*h, war doch noch viel mehr als ich dachte.

Für den anstehenden Samstag wird wohl das einliefern des CAADX auf dem Plan stehen, Bürgerblechbüchse damit beladen und los nach Megabike aber in Unna. Die Zeit ist reif, nein die Zeit muß reif sein ! Das Tretlager sollte jetzt gewechselt werden, der neue Schaltzug samt entsprechender Schaltzughülle montiert und dann wird wohl auch das Lenkerband neu kommen müssen.
Iss ja logisch, da die Schaltzughüllen darunter verlaufen. Ich schätze dann werd ich wohl auch gleich den hinteren Schaltzug tauschen lassen, denn jener ist letztmalig bei Wütec gemacht worden und zwar am 24.01.2017/ 9.806km. Das ist dann eine Rutsche und gut iss.

Dann werd ich gleich noch nach Berlet rüber rollen und mir mittels einem Geschenkgutschein eine frische externe Festplatte für das…

MacBook Air: …holen. Denn laut Aussage unseren IT-Spezi wird die alte einfach nur auf sein.

23.097km/ 27.05.2018 Wuppertal Rundfahrt

Mai 27, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ BIketouren/ Biketouren Bilder/ Erstbefahrungen: also…, wie war das jetzt noch ?

Im blauen Forum, also dem 2radforum, einem Nebenkriegsschauplatz für meine diversen Online-Aktivitäten wurde irgendwann auf dem Zeitstrahl ein Forumstreffen in Wuppertal eingeräumt. Ich habe das nur am Rande verfolgt, fand die Idee aber aus zweierlei Gründe nett. Zum einen ist ja mein Kumpel aus´m Claim da auch Member of, der andere Genosse hier ebenfalls aus dem Claim genauso und mit dem letzteren haben wir ja schon die eine oder andere Runde gedreht. Ich wäre also nicht in ganz fremder Runde, auch wenn ich wohl sagen kann, ich bin da offen genug und habe kein Problem damit.
„Erschwerend“ kommt hinzu das Forum macht auf mich eine extrem relaxten Eindruck, was soll da also zwischenmenschlichen nicht für einen Tag machbar sein ? Also mal hin und schauen.

Die andere Sache war einfach jene, daß ganze „Schauspiel“ sollte in Wuppertal statt finden. Jetzt kenne ich ja Wuppertal schon von einigen Ecken und Kanten her, hatte also über Jahre hinweg auch schon diverse Radrouten zumindest online ausfindig gemacht. Da ich ja vom Job her da auch oft rumkurve, hatte ich jene vermeintliche alte Bahntrassen und Radstrecken hier und dort schon erspäht und auch immer wieder die Radroutenschilder entdeckt.

Letzter Punkt der die sich mehr als interessant macht, da ist noch einen Kumpel aus dem MountainBIKE Forum jenerwelcher in Velbert sitzen. Im Morgengruß hatte ich darüber ja berichtet.

Kurz um, ging gar nicht anders das ich da mal hin mußte. Blöd nur war jetzt die Sache mit dem Termin.

Ja und so war dann für mich klar, irgendwie muß ich zu diesem 2radforum Treffen hin. Dann kam die zweite Übung: der Termin und deren Umsetzung. Da verschiedene Termine anstanden hatte ich, so meine ich, sogar einen in´s Auge gefasst. Das sollte wohl eigentlich jenes Wochenende sein, wo ich mir am Sonntag den kleinen Zeh zerdeppert hatte, also Muttertag, denn am Montag darauf hatte ich ja noch Urlaub. So hätte ich Freitags geschmeidig mit dem Rad hochfahren können, dort zwei Nächte machen und dann am Sonntag nach dem Frühstück wider zurück kurbeln. Vielleicht hab ich das aber auch nur komplett verpeilt.

So war der Plan. Da ich jetzt im 2radforum nicht ganz so aktiv bin kam der Termin für mich dann doch eher ungünstig. Freitag frei machen war nicht wegen Job, also mußte eine Bürgerblechbüchse her. Mit der könnte ich dann, das CAADX hinter reingestaut, in der Frühe hochfahren und pünktlich zum Frühstück dort aufschlagen. Nach der Tour und nach dem Grillen die ganze Schose eben wieder zurück. Und so wird das dann auch gemacht.

Also nach der Samstagszeitung und der Café con Leche das Bike in die Blechkarre geladen und geschmeidig hoch gefahren. Verkehrstechnisch klappte das gut, klar wer fährt schon Samstags in aller Herrgottsfrühe auf der A1. Und so kam ich gut zeitig am Naturfreunde Haus Hülsberg, was in Wuppertal Cronenberg liegt, gut an.

Das Naturfreunde Haus hat jetzt wohl keine mehr so aktuelle Homepage, aber ich hab mich dort mal nach der Tour etwas umgeschaut. Ist so ein typisches und uriges Landhaus wie man es im Bergischen Land halt oft sieht. Auf Nachfrage hin sagt man mir, das man halt für Gäste öffnet, aber sonst an Wochenenden und Feiertagen sowieso geöffnet hat. Wird dann wohl für Wanderer sein. Das was die dort anwesenden Gäste zu sich nahmen sah vorzüglich aus, Spaghetti mit roter Soße, ich mutmaße mal Bolognese, eine Auswahl an Kuchen war auch greifbar.
Ganz ehrlich, da hatte ich schon vor dem Grillen zuschlagen können. Jetzt muß ich der endlich mal zu dem Tag ansich kommen.

Die 2radforum Tour

Die 2radforum Truppe hatte Stellung im Nebengebäude bezogen. Sah auch gut aus, nix aufregendes, aber halt alles da und für die Kurse… . Korrekt und in meinen Augen empfehlenswert. Letzteres schon alleine wegen der ruhigen Lage und dem Ausblick. Selbstredend war auch die Bedienung sehr freundlich und unkompliziert.

Genug gelabert, dem Navi auf den letzten Metern getrotzt, es hatte schon das Erreichen des Zieles großmündig verkündet, drehte ich noch eine kleine Rückrunde, drehte dann abermals und ließ mich einfach mal derm Bauchgefühl hin folgend den wirklich schmalen Wirtschaftsweg recht steil bergab rollen. Ziel erreicht, ausgestiegen, kurz gereckt & gestreckt dann die anwesenden Truppe kurz begrüßt. Nächster Schritt das CAADX ausgeladen und mit dem Zubehör bestückt. Leider machte sich hier schon der nicht optimal, weil deutlich zu gering befüllte Ortlieb Seat-Pack bemerkbar.

Das fette Kettenschloss darin, war super schwer, sonst nur noch eine kleine Extratrinkpulle Wasser und drei Reserveschläuche. Das war’s, außer natürlich dem Bordwerkzeug nebst Luftpumpe und dem Ersthelferpäckchen. Ich mußte den Ortlieb Seat-Pack arg zusammen rollen, damit er überhaupt irgendwie stabil war. Aber sollte passen, jedenfalls bis kurz vor Endziel.

Also dann die Truppe fertig war ging’s zum Frühstück. Die erste Rampe von dem Naturfreundehaus hab ich mir geklemmt, lieber das CAADX geschoben. So auf Schotter erstmal Schwung holen, dann noch nur kurz mit der anschließenden Rampe…, man kann sich den Tag auch besser versauen. Ich war aber auch nicht der einzige. Passte also. Dann fuhren wir gemächlich und den Ortskern von Cronenberg wo es an in das Zentrum Emmaus ging.

Das gefiel mir auch super und das für uns bestellte Frühstück nebst zweier noch kräftig-korrekter Tassen Kaffee mundete vorzüglich. Es ergaben sich die ersten erweiterten Gespräche und die Frage nach dem Teilnehmer Habschned stellte sich.
Kurz kontaktiert und ja wie das eben so ist, das Alter… . Hat der gute Eisvogel den Termin für´s Meeting leider eine Woche später im Kalender eingetragen. Suboptimal für ein baldiges Erscheinen. Dann erfolge das Lossollen und wie sich nach einer Erkundigung meinerseits herausstellte, press die 173 Meter Rampe abwärts.

Ganz ehrlich, rauf ja kann man versuchen, aber sich da so runterrollen lassen bei der Aussage das 50km/h und mehr drin sind, das ist nicht mein Ding. Ich reihte mich also ein und es rollte verdammt gut. Zu gut für meinen Geschmack aber zum „Glück“…
Kaum die 35km/h überschritten wurde es an meinem Heck ungünstig unruhig. Ich vernahm jenes schwammige Gefühl wie von einem Plattfuß, bremste ab, kam zum stehen und tastete seicht fluchend den Hinterreifen ab. Der war aber press mit Luft gefüllt, also kurz am CAADX geschaut. Ich konnte zwar so auf schnell nix ausmachen, tippte also auf den eben nicht press gefüllten Ortlieb Seat-Pack. Gut, also den Rest der Strecke mit guter Bremsdosierung die Kuppe runter und unten mit heißer Bremsscheibe auf den Rest der Truppe gewartet. Dann wurd´s aber gemütlicher.

Die Strecke von Kohlfurt nach Sonnborn rüber hatte ich auch schon tausende Male aus dem Auto raus gesehen und dann endlich auch mal mit dem Radel gefahren. Kann man gut nutzen, ist zwar an der Landstraße entlang, aber dank fiel Grünzeuch noch schmackhaft. Natürlich nimmt man die KFZ wahr, ist also nix für den reinen Genussradler. Aber in und um Wuppertal wird man wohl irgendwann immer einen Harken wo finden. Wir hatten da ja auch noch etwas von.

Durch Sonnborn sind wir dann auf der Straße gefahren. Ich kannte das vom Job her ja schon, doch so auf dem Fahrrad war das wider was anderes. Da wir eine Gruppe von nur 13 Leuten waren, war das für die PKW-Lenker weniger spaßig. Überholen der langen Gruppe ging so gut wie gar nicht, oder eben nie ohne Gefährdung. Wir aber auch die Autofahrer blieben aber weites gehend cool, sehen wir mal von den typischen Ausreißern ab.  Jedenfalls erreichten wir so den Einstige der Nordbanhtrasse, die für mich orientierungtechnisch rechts ab von der fetten Ortskreuzung, wiederum links hinter dem Parkplatz des Einkaufszentrum lag.

Die Nordbahntrasse ist des Radfahrers Traum. Schnurstracks geradeaus, nur sehr wenige Teile die den Anschein erwecken wollen eine Kurve zu sein, immer wieder ein paar Sehenswürdigkeiten am Rande, auch Lokalitäten hier und da und on top, die ganze Strecke asphaltiert.

Besonders cool fand ich die Utopiastadt Location ( Homepage ). Erinnerte mich so an das Fritz, seines Zeichens der alte Königlich-kaiserlich Bahnhof zu Essen Kupferdreh. Aha, ich sehe gerade das Fritz ist wohl jetzt unter dem Namen Lukas aufzufinden. Aber nur als Restaurant.
Dort wurde dann die erste längere Pause gemacht, es hatte temperaturmäßig schon mächtig angezogen und so tat diese Pause auch allen recht gut. Dann ging es über die Nordbahntrasse bis zum Ende.

Nach dem Ende dieser Trasse stießen wir uns in´s urbane Getümmel, sprich auf schnöden Kraftfahrzeugstraßen etwas weiter runter wieder in das Tal. Nächste Station war Wuppertal-Oberbarmen, wo die Endhaltestelle der Schwebebahn war. Schwebebahnfahren war angesagt, natürlich nur für die Leute die Lust hatten und wollten. Ich war da in den frühen Jugend schon mal drin, also klemmte ich mir das, sah das aber auch so, ich bin gekommen um eine nette Radtour zu machen und mit den Leuten zu plauschen. Zumal, wenn ich Schwebebahn fahren wollte, dies lieber mit der Holden samt Kids machen würde.

Und so blieb eine gute Truppe am Bahnhof Wuppertal-Oberbarmen zurück. Es ergaben sich Gespräche, ich konnte meinen Wasservorrat nochmal für schlappe 2,20 für den Liter auffüllen, aber mein Gott. Es dauerte zwar eine gute Weile bis der fahrende Trupp wider eintraf, aber langweilig war das nicht. Ausruhen im Schatten, für die noch kommenden Höllenkilometer.

Denn die führten uns direkt auf der B7 entlang, quer durch Wuppertal. Wie anders das doch ausschaut, wenn man auf einem Fahrrad daher fährt. Hinter Elberfeld, wo wir das Luisenviertel durchfuhren ( auch das kannte ich ja schon ) stießen wir auf die Zuführung zur letzten Trasse, der Sambatrasse. Die Zufahrt links ab von der B7 ist etwas unscheinbar, fast versteckt, aber ich denke, wenn ich nochmal in der Ecke wäre, datt finde ich wieder ! Dürfte rein von der Karte her die Kabelstraße gewesen sein.

Leider zeigte sich hier, daß einem Mitstreiter irgendwie die Puste ausgegangen war. Radel ich also so noch an ihm vorbei, er ist bereits abgestiegen und schiebt sehr langsam sein Bike die seichte Steigung hoch, denke ich noch so: „mensch, der sah jetzt nicht wirklich prickelnd aus, dreh nochmal um und schau ihn dir genauer an !

Ich also wieder kehr um gemacht, hab mich langsam an ihn heran rollen lassen und siehe da, der Hitzeteufel hatte gut zugeschlagen. Trinkaufforderung, Helm an, Wasser über den Kopf schütten und in der nächsten schattigen Kurve erstmal Auszeit nehmen. Leider gab es keinen Kiosk in der nähe wo man hätte zwei drei eiskalte Coke besorgen können. Die schön wo in den Ecken drücken und an die Schlagadern im Handgelenkbereich, warten bis alles runter gekühlt ist und dann eben wieder langsam los. Tja, aber das Budensterben hatte sah ein Wuppertal zugeschlagen. ( Jetzt grübel ich gerade, wie man so etwas demnächst mal begegnen könnte ? Kühlpad wird ja irgendwann warm sein, Eisspray wäre ein Plan eventuell ein kleines Handtuch zum Luft zuwedeln. )

Nach einer längeren Pause haben wir uns als gemeinsame Gruppe bis zum Eingang der Sambatrasse hochgekurbelt, während er und meiner einer aber besser die letzte Steigung dorthin schoben. Zum Glück war es am Startpunkt der Sambatrasse gut schattig und es wurde eine abermalige Pause eingelegt. Diesmal auch noch länger.

Jetzt hat das ja mit dem Schatten klare Vorteile, doch wo viele Schatten spendende Bäume sind ist auch leider wenig Wind. Ganz blöd iss, durch die doch extremere Tallage von Wuppertal heizt sich das zum einen gut auf, zum anderen geht da sowieso kaum Wind. Aber was soll ich groß erzählen ?

Irgendwann war wider Start angesagt und wir kurbelten mehr oder weniger gemeinsam sehr langsam die Sambatrasse hoch. Landschaftlich übrigens sehr schön, sehr viel Wald und Grün, die Steigung hält sich in Grenzen ist also machbar und wenn nicht…
…Päuschen hier und da schafft wider Luft. Das war dann auch so die grobe Strategie die wir als Gruppe durchzogen. Irgendwo im oberen Drittel war dann noch ein Wirtshaus, dort wurde zünftig eingekehrt und das eine oder andere alkoholfreie Getränk zu sich genommen. Dann war auch der Durchhänger weg, was uns aber nicht von dem eher sehr meditativen Tempo abhielt.

Ich war dann am vermeintlichen Ende der Sambatrasse recht erstaunt, daß jene noch weiter führte. Das hatte ich so gar nicht mehr in meinem Kopfnavi parat. Noch erstaunter war ich dann, daß das echte Ende quasi schon in Griffsweite der Zugangsstraße des Naturfreundehaus lag.
Und genau auf den letzten schnellen Bergabmeters hatte sich der Ortlieb Seat-Pack nochmal verselbstständigt und das Rücklicht auf eine Flugbahn gehebelt. Ist natürlich defekt, mist-kacke-verdammte-zum-Teufel-nochmal !!!

Ja und so war die Tour nach epischen Zahlen/ Strava ,aber noch epischeren Dampfschwühhitze endlich vorbei. Auch wenn alles super geklappt hat, die Strecke super war, ja sogar das Befahren der B7 mit Kraftverkher hatte gut geklappt, man war dann doch froh endlich ein Kaltgetränk an der Unterlippe hängen zu haben oder, so wie ich, mal schnell unter die Dusche zu hüpfen und schnell frische Zeug anziehen.

Der Rest des Abends war genauso entspannt wie der Tag, Päuschchen hier, Pläuschchen dort, was trinken, Wasser war bei mir angesagt und letztendlich wurde der Grill befeuert und das Tafelgut auf heißen Kohlen gebrutzelt. Auch bei Tisch gab´s nette Unterhaltungen und irgendwann…

…zur herannahenden Nacht, verabschiedete ich mich, lud das CAADX in die Karre, nein falsch, zunächst wurde noch ein Fahrrad in die Blechkarre geladen, von jemanden hier aus dem Claim, dann halt meines, wobei… *grübel* …das hatten wir schon vor dem Grillen erledigt und dann war Heimfahrt angesagt. Unterwegs ergaben sich durchaus interessante Gespräche, die Heimfahrt war also auch nicht langweilig.

Bikedefekte: leider hat es dann aufgrund des nicht press geparkten Ortieb Seat Pack auf den letzten Metern abwärts, dazu noch hier und da gewisse Bodenunebenheiten, einen Abflug meines  Busch & Müller TOPLIGTH Flat S permament gegeben. Was mich dann wieder zu der anderen Artikel-Kategorie überleitet…

Biketouren „After-Show-Party“: wenn man, also ich, mit sowenig Gepäck unterwegs ist, dann muß ich man sich noch was einfallen lassen. Das fette Schloss lässt sich irre schlecht transportieren, jedenfalls dann, wenn man nicht herkömmlichen Radtaschen unterwegs ist.

Bike nachgedacht: at last, wieder einen Blick in die Kilometerzahlen. Laut meiner Exceltabelle habe ich im gelaufenen Monat schon 970 Kilometer runter. Bis zur magischen Grenze Monatsabschluss im laufenden Jahr die 5.000 voll zu machen fehlen noch 69 Kilometer.
Weiter runter gerechnet, um die fehlenden 30 Kilometer bis die 1.000 per Monat voll sind, mach ich mir bei drei Arbeitstagen keine Sorgen. Da kommen so oder so die platten 120 Kilometer. Somit sind die 5.000 für die geradelten Monate an der Zahl fünf auch kein Ding. Doch was machen mit dem Feiertag ? Ist die Family oder gar die Holde zu Hause, oder kann ma(n)n nochmal ohne schlechtes Gewissen auf´s Bike hüpfen ?

Ganz blöder Gedanke, der Wecker bimmelt wie immer um 05:00, Bikerfrühstück und dann ab in die alte Heimat. Wechselwäsche im Gepäck, duschen und plauschen bei Mutti, die sicher auch was lecker in den Kochtopf wirft, dann noch bei einem wieder netten Gespräch nebst Espresso als sacken lassen und dann wider gen Heimat radeln ? Schauen wir ma´…

 

 

 

Jetzt hätte ich doch fast den Link zum Album des Tages vergessen. Also biddöschöööön <klick mich>

 

23.045km/ 19.05.2018

Mai 20, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ volle tausend Kilometer/ Tour 100+/ Biketouren/ Bikebilder/ Biketouren Bilder: und wie angekündigt, wir waren zu zweit unterwegs. Aber irgendwie ist das ausgeufert. Und so sind wir heute nach…

  • 06:29:00 h Fahrzeit gute…
  • 127,33 km gemütlich abgespult und dabei noch…
  • 566 hm abgerockt

Jetzt könnte man ja behaupten, hat er nur gemacht um wider die Statistik gerade zu rücken. Denn wenn ich ja letzte Woche die 200 Wochenkilometer zum Job nicht machen konnte… . Ist aber nicht so. Dann könnte man sagen, nach den 200 Kilometern plus fängt er an abzudrehen. Ist aber auch nicht so, denn diesmal hat sich diese Gesamtlänge eher spontan ergeben. Wie bitte ? Mal spontan eben fast 128 mit dem Rad, Ja ist aber so und warum erzähl ich dann gleich.
Zur These einer Fahrradfahrsucht nehm ich jetzt keine Stellung. *rümpf die Nase*

Also wie alles begann. Eigentlich dachte ich wir fahren mal hoch zur Lieblingsbank mit Aussicht. Das liegt irgendwo hinter Unna, geht recht nett über Land, dann ein, zweimal tief Luft geholt und eine mächtige Rampe hoch. Die letzten Meters dorthin ist man fast dem Herrgott oder eben der Erleuchtung nahe. Dann aber sieht man schon die Bank mit Aussicht und jeder vorab verdammte erklommene Höhenmeter ist es wert.

Gut und weil der Kumpel mitgekommen ist und ich auch nicht nach der Nummer einfach nur wider zurück fahren wollte, er ebenso noch für ein paar Kilometer zu haben war, hatte ich ursprünglich nur knapp 88 Kilometer angedachten. Das sollte sich dann Pfingstsamstag-Tour nennen und mehr oder weniger zwei bekannte Routen mit einander verknüpfen.

Nachdem ich dann die Samstagszeitung durch hatte, die Café con Lech getrunken war wurde gepackt. 3,5l Wasser in die entsprechenden Behältnisse…

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…die gestern aus dem Aldi mitgenommen Nussecken verstaut und noch zwei dicke Brote als Wegzehrung gemacht. Dann raus und alles am Bike unter gebracht. Zunächst dachte ich, die Zeit läuft mir weg. Doch als ich alles fertig hatte, war noch gut Zeit über. Also wurde noch geschmeidig der Rasen auf dem Grünstreifen gemäht, bevor dann der Kumpel aus dem Claim eintraf.

Und so rollten wir nach der Begrüßung los. Gut fand ich, er konnte für mich noch eine schmackhafte Routenvariation aufschlüsseln. Aufschlüsseln bedeutet, er hatte mal vor einger Zeit einen Straßennahmen in´s Rennen geworfen, ich hatte daraufhin noch vor kurzem mal Online-Kartenmaterial bemüht, konnte aber auch trotz vorhandener Ortskenntnis nicht so einfach ein passendes Bild in meinem Hirn-Navi aufbauen.

Denn wenn ich so Aktionen plane oder mache, dann gibt es in meinem Hirn-Navi immer irgendwie ein paar passende Bilder dazu. Als wir dann also so gestern da her fuhren, schlüsselte sich das für mich auf. Und als ich dann noch einen Straßennamen links ab erspähte, den ich noch vom Job her kannte, aber schon Jahre her ist, da wusste ich plötzlich was Sache war.

War auf jeden Fall mal schön und gab uns dann noch die eine oder andere nette Streckenkombination für das erreichen des ersten Tageszieles – der Bank mit Aussicht !

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Oben an der Bank angekommen holte ich die Nussecken raus und wir plauschten so ein wenig. Das Thema mit der Kollegin und der Tour am Montag konnte wir genauso klären, wie den potentiell weiteren Verlauf dieses Tages. Denn hier schlug ich eine nette Ausschweifung dieser ja schon nicht gerade kleinen gedachte Tour vor. Beide beschlossen wir, schaun wir ma´ wie das so läuft und wie wir drauf sind.

Nach ein paar guten und erholsamen Minuten bließ ich wider an. Denn eine Attacke hatte ich auf den Kumpel noch vor. Was kann man auf der Karte im Zoom ab Kilometer 25 bis Kiloemeter 29,8 gut sehen. Ich habe mir gedacht, da muß es doch einen brauchbare Streckenführung wieder östlich rüber zum Alten Hellweg runter geben.
Also ab den Hirschberg runter bis an die Landstraße heran, rechts rum und dann lafka geben. Nein, an der Einmündung angekommen sah diese Landstraße nett aus. Nicht gerade breit, die Frequenz der Kraftfahrzeuge schien sich auch in Grenzen zu halten. Half ja alles nix – Angriff. Übrigens, auch diesen Streckenabschnitt hatte ich ja bei Outdooractive schon zu Hause gespeichert und mir dann, noch auf der Bank sitzend, kurz eingeprägt.

Diese schmale Landstraße ist von der Oberflächenbeschaffenheit her mehr im besseren Bereich. Schlaglöcher ansich hatte ich so nicht wahr genommen und auch die sonst gerne üblichen Absenkungen am Wegesrand konnte ich so nicht ausmachen. Doch das mit dem Ausmachen war auch so ein Ding. Denn es ging erstmal schnurr stracks gut bergab. Das letzte mal habe ich bei 45km/h Topseed auf den Tacho geschaut…, apropos *kurzer Schwenk*

Ich lass das Bild mal so groß denn…

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…es zeigt meinen Bryton mit einem Topspeed den ich gefahren sein soll. Ich tippe das hier nochmal aus, nicht das einer denkt…

65.535km/h !

Na ! Noch Fragen ? Den Wert erspähte ich beim eher gelangweilten durzappen am Bryton irgendwo später auf der Tour. Zunächst dachte ich, ich hätte was an den Augen, das wäre eine Spiegelung oder dergleichen. Doch kurz vor Ahlen rief ich dann den Maximalspeed-Wert nochmal auf und ließ, zur Sicherheit, auch mal den Kumpel drauf linsen. Wie das jetzt zustande gekommen ist, fragt mich nicht ?

Wieder zur Tour und dem aktuellen Streckenabschnitt. Ich geb das ja zu, ich bin nicht der Speedfreak und brauch das nicht. Mit dem Bike wo runter knallen jenseits von Gut & Böse, die Strecke und deren Beschaffenheit, und da kann ja einiges sein wie zum Beispiel Schlaglöcher im Format eines Vulkankraters, ja hatte ich alles schon, nicht kennen, das muß ich nicht haben.
Auch sind Kurven auf engen Landstraßen immer so ein Thema bei mir im Kopp. Wie schneidet der Vollpfosten aus dem Gegenverkehr die Kurve ? Und at last, man darf das nie vergessen, zwischen mir und allen potentiell Hindernissen ist maximal der Helm, sonst eher nur Stoff. Und in meinem Leben hab ich noch etwas vor. Der Gedanke das sie mich da wo vom Asphalt kärchern gehört nicht zu meinem Plan.

Gut, es ging also recht flux runter, dann um eine mäßig einsehbare Kurve und dann auch gleich wieder bergan. Die ersten Meters bekam ich noch gut weg, doch dann wollte der Umwerfer an der Kurbel verdammt nochmal nicht die Kette auf das kleine Kettenblatt lupfen. Ich rief dem Kumpel meinen Ausstieg in eine Zufahrt auf der linken Seite noch zu, welche ich dann auch gerade noch so abstrampeln konnte. Mist dachte ich !

Den Rest der Kuppe dann eher im Vollpumpmodus genommen und mir die Frage gestellt, warum ist der Kumpel da vorne auf seinem Bike so entspannt ? Klar ich habe nicht wirklich die Bergübersetzung, aber wann bekomm ich soetwas auch mal unter die Räder ? Irgendwann aber erreichten wir die Linksabeinfahrt die ich mir eingeprägt hatte, ich rief dem Kumpel abermals zu und wir schwenkten aus.

Auf der Onlinekarte konnte ich so nicht sicher ausmachen ob der Weg geradeaus auch wirklich ( für die Öffentlichkeit/ denn am Hof Bimberg ist das nicht so, das steht man dann vor einem Gatter mit dem Hinweis – Privatgrund ) befahrbar ist.
Hier schaffte aber eine ortskundige Hundegängerin Abhilfe, auch wenn sie und zusicherte, dass der Weg ehe sehr grob sei. Dieses Versprechen passte auch soweit, also tasteten wir uns mehr oder weniger vorsichtig den Weg entlang. Dieser Abschnitt ist mal eine echte Gravelroad vom feinsten !

Resume für diesen dann bis zur alten B1 erkundeten Abschnitt, ja ist befahrbar, man müßt nur ( nochmal ) mit Grobstollenreifen dort hin, oder gleich mal einen erweiterte bis sehr erweiterte Gebietserkundung einberaumen. Soweit also dazu.

Über den nun an Strecke folgenden Rest verliere ich jetzt keine großen Worte, habe sich ja ohnehin schon ein paar mehr angesammelt. Wir rollten so vor uns hin und irgendwo im letzten Drittel des Unna Alter Bahndamm beschloss ich meine Schnitten rein zu hauen, es wurde ja gut wärmer und noch wärmer sollten jene nicht werden…

 

…als wir auch noch beschlossen im Welver beim Griechen des Vertrauens eine süffisante Currywurst-Pommes-Mayo als recht brutalen Brennstoff uns noch ein zu verlaiben, war mit groß Essen fassen auch erstmal Schluss. Natürlich lag das letzte Mahl etwas im Magen, aber es ging so. Und weil wir so gut drauf waren haben wir dann auch die full-range gemacht. Also am Channel angekommen, wieder rüber nach Ahlen, von dort dann rüber nach Drensteinfurt und at last über Herbern wider zurück.

In Drenstfurt wurde zunächst der Wasservorrat aufgefrischt, dann selbstredend rüber zum Eishaus. Ich muß ganz ehrlich sagen, auf dem Weg nach Drensteinfurt wurde für mich recht klar, verdammt war das warm geworden !
Denn wenn man wider so auf dem Bock hockt und fährt, hat man den sehr gut kühlenden Fahrtwind. Der war mal wider eher von der frischen Art, man merkte also die über 20c° so nicht. Am schwarz geklinkertem REWE Getränkemarkt schlug aber dann mein Kreislauf zu und verlangte nach extensiven Flüssigkeitsnachschub. Das hinhocken auf den auch den Tag über aufgeheizten Asphaltboden war da auch wenig hilfreich und so war ich froh als der Kumpel mit den Vorräten aus dem Getränkemarkt kam. Wir füllten schnell nach, ich tauschte noch den Pfand um und dann eben rüber zum bekannten Ziel.

Nach dieser letzten entspannten Pause wurde also die letzte Etappe angegangen.

Erstbefahrung: und so will ich mich denn dem zweiten neuen Teil an Streckenerkundung widmen. An der uns gut bekannten Pausenhütte hinter Drenstfurt links raus Richtung Herbern ist soweit kein Kunststück. Lässt sich gut fahren, mäßiger Verkehr und viel bäuerliche Landschaft. Bis kurz vor Herbern bin ich ja schon mal gefahren und wusste von daher, daß diese Streckenführung etwas wirr ist. Hier galt dann also für mich, rechtzeitig den Zweig direkt nach Herbern rein ab zu passen.
Hilfreich war hier die App von Outdooractive. Einmal die Route von mir unter dem Profil aufgerufen mußte ich zwei oder dreimal, nur so zur Sicherheit, den jeweils aktuellen Standort ermitteln lassen, der Rest war Spielerei. Denn wieder im Kopf-Naiv eingeprägt würde es in Herbern selbst kurz vor der Kirche oder eben direkt nach der Kirche rechts rein gehen. Da kurz vor der Kirche eine entsprechende Beschilderung war, gab es auch hier kein Problem. Lustigerweise führt diese Route direkt an einem Doc vom Job vorbei. Ja auch solche infos sind dann für mein Kopf-Navi hilfreich. Und so kamen wir halt am Schloss Herbern alias Schloss Westerwinkel  an.

Mir gefiel dieses Areal sogar besser als das in Nordkirchen. Es ist natürlich kleiner, aber ich finde genau deshalb wird es mir wohl besser gefallen. Die Grünflächen sehen nicht so synthetisch aus, auch wenn man weiß das es beabsichtigt ist. Die letzte Etappe dann raus aus dem Schlossgelände, ja die hatte auch was für sich.

Viel breiter und in weiten Abschnitten auch eher grob geschotterter Waldweg. Dafür aber auch sehr ruhig und wirkte irgendwie abgelegen. Auch hier könnt ich mir nochmal eine Breitreifenstollen-Fahrt vorstellen. ( An der Stelle hab ich auch gerade eben beschlossen die gefahrene Strecke nochmal eins zu eins in Outdooractive zusammen zu basteln. )

Ja und so kamen wir immer näher an bekannten Heimatboden heran, hier und da zuckte es nochmal in mir, wo sind wir, war ich hier nicht schon mal und zu guter letzt konnte ich noch eine brauchbare Strecke bis kurz vor Stockum im Navi-Hirn hochziehen. Schöne Landschaften durchrollt, nett geplauscht aber auch was an Strecke weg gemacht. Da durfte es dann auch die eine oder andere Pause mehr sein und zum Abschluss noch ein Erfrischungsgetränk auf der heimischen Burg-Terrasse.

 

At last, noch der Blick in Fotoalbum des Tages gefällig, dann bitte hier <klick>.

 

Noch ein zwei Worte zum Abschluss. Ja natürlich bin ich irgendwie seit der 200er Tour anders drauf. Es ist mir selbst aufgefallen als wir plötzlich am Ende des Alten Bahndamm Unna waren. Früher war diese fast letzte Straßenetappe gefühlt immer ewig lang. Dann saßen wir da bei der ersten Butterbrotpause und ich dachte: mensch ist das alles schon hinter uns ?
Irgendwie verschieben sich da Grenzen in der Wahrnehmung. Natürlich ist man länger unterwegs und so manch einer wird sich fragen wie geht’s deinem Hintern oder sonst so. Aber wenn man dann aus der Dusche raus ist, was gefuttert hat, dann werden irgendwann die Augenlider schwach und man schläft einfach nur seelig. Ja, es sind schöne Tage !

Und einen hab ich noch – das CAADX hat mit dieser Tour die 23.000 Kilometer Marke durchfahren !

 

36.148km/ 18.05.2018/ Volotec-Woche

Mai 18, 2018

Bikealltag/ Bikealltag Volotec/ Bikebilder: der schnöde Alltag begann leider schon letzten…

Sonntag: ich weiß gar nicht mehr was oder warum, jedenfalls war ich so in meiner Fitness-Garage, also mir irgendwas recht heftig auf den kleinen rechten Zeh viel. Was genau kann ich gar nicht mehr sagen, es lage dort ein Holzstück und noch etwas. Natürlich tat das weh, aber sonst ging es noch. Den Sonntag über war das dann aber immer irgendwie unangenehmer geworden und gehen in Schuhen oder Sandalen war eigentlich nur mit Aua möglich. Also nicht so prickelnd – ich ärgere mich.

Denn eigentlich war ich gut drauf, erholt und wie ich geschätzt hatte, war auf dem Job auch genug zu tun. Ich schonte mich erstmal bis zum…

Montag: …leider brachte das nix. Den Zahnarzttermin an diesem letzten Urlaubstag konnte ich nur mit Flipflops bewaffnet antreten. Routinekontrolle und professionelle Zahnpflege. Dann fiel mir ein, Autofahren mit Flipflops ist nicht der Burner, am Job würde das Probleme geben. Half also alles nix, eine Etage tiefer war ein entsprechender Knochen-Facharzt, der wurde aufgesucht und er bestätigte im grunde nur meine Vermutung. Bild machen, draufschauen, tasten und dann leider…

…arbeitstechnisch raus bis zum Ende der Woche.

Gut, kann man nix machen, iss halt so. Da ich ohnehin in der City war und das eigentlich auch schon so geplant hatte, hab ich dann noch rüber zum Augendoc gehumpelt und hab den seine Zweijahresroutine machen lassen. Zu Hause wider angekommen, irgendwann ab zum Rehasport und letzteres natürlich wieder mit dem Volotec. Radfahren ging so für diesen Tag, war aber auch nicht so prickelnd. Aber was will man machen ohne Auto ? Hinlaufen hätte ich nur barfuß gekonnt. Doch barfuß über unbekanntes Terrain…

Mit dem Volotec bin ich dann vorher bei der Post rum, den Krankheitspapierkram losschicken, dann zum Rehasport und danach noch eine klitze-kleine Runde durch den Wald getuckert.

Idee !: wieder zu Hause angekommen wurde dann erstmal eine Gore Regengarmasche geklebt. Die Idee hatte ich aus einem Outdoor YouTube Channel – Survival Deutschland – und fand, für die knapp 12 Euro kann man das mal testen. Also mal so ein Doppelpack McNett SeamGrip bestellt und dann eben ausprobiert.

 

 

Jetzt muß das über Nacht trocknen und dann schauen wir mal weiter. Ich schätze aber mal, aufgrund des langen und auch breiten Schnittes/ Riss werd ich da morgen nochmal was nachkleben müssen. Nächster Schritt um den Frust etwas weg zu bekommen…

*Einschub ein paar Tage später*

Die Klebeaktion hat ganz gut geklappt. Natürlich mußte ich außen nochmal kleben und als das dann auch trocken war, habe ich noch einmal von innen die Aktion wiederholt. Doppelt hält halt besser. Weiter im…

Bikealltag/ The Cure – Forest: für diese Woche ausnahmsweise nur eine Meldung zum CAADX, welchem ich eine kleinere Verschleißteil-Wechselaktion zukommen lassen und dabei noch hier und da mit dem Lappen mal rum bin. Das mit dem Lappen war in so fern nötig, weil ich wider feststellen mußte, nein das Tretlager an der Kurbel wird nicht besser.
Wäre ja auch zu schön. Naja, und weil ich dann ohnehin so plane die nächsten Tage, also wenn ich wider radeln werde, eher mit dem Stahl Renner unterwegs zu sein, wurde das CAADX mal fein gemacht. Denn sollte sich eine Gelegneheit ergeben das Tretlager machen zu lassen, hätte ich das CAADX nicht so seicht-dreckig beim Schrauber abgeben können. Das mögen die auch nicht so sonderlich. Kann man wohl auch verstehen.

Jetzt ist bei mir irgendwie die Entscheidung gefallen wo ich das Tretlager wechseln lassen werde. Mit einer Entfernung von knapp 9,5km wäre normalerweise Fahrrad Wilmes eine Wahl gewesen, aber ich werde wohl bei Megabike in Unna Massen ( ca. 20km ) einfliegen.
Der Grund ist ganz einfach, der Herr Habschned hat dort an seinem Bike auch das Pressfit-Tretlager wechseln lassen, also werden sie das Werkzeug dafür haben. Was soll ich also noch lange suchen, rumtelefonieren oder noch weiter fahren und qualitativ ist sowohl er als auch die Arbeitskollegin mit dem CUBE Stereo dort zufriedene Kundin.

Dienstag: irgendwie fühl ich mich wie ein Rentner, Langeweile macht sich breit. Erst länger geschlafen, war dann aber doch raus, weil nur im Bett liegen bringt ja auch nix. Nach dem übliche „Frühstück“ wurde später wider so ein Obstsalat mit geröstetem Brot nachgeschoben.
Jetzt war guter Rat teuer, was tun den ganzen Tag ?! Barfuß dann also noch den einen oder anderen Handgriff gemacht, unter anderem die Garmasche nach geklebt und um kurz vor 12:00 ist der Tag ereignistechnisch beendet. Ganz blöd. Sitze jetzt auf der Terrasse und lasse mir die Sonne ein wenig auf den Balch scheinen.

Sport & Alltag: ja die Woche geht weiter, für mich irgendwie gefühlt sowas von zäh langsam.

Mittwoch: in der Frühe halt das übliche, etwa länger geschlafen, dann halt erst das „Bikerfrühstück“, lesen im I-Net und auch ausnahmsweise mal in der Tageszeitung, aber die Zeit geht nicht rum.

Nach dem letzten Frühstück hab ich mich dann hochgerissen und bin in´s OG gegangenen, habe die Betten gemacht, gesaugt und im Bad mal was sauber gemacht. Der große Staubfeudel kam zum Einsatz, auch wenn jener nur virtuell war. In der Handhabung war ein feuchter Lappen, Papiertücher und Glasreiniger. Alle Ablagen gemacht, oben auf dem guten IKEA Edelstahl Badezimmerschrank ( ich liebe dieses Teil, so schlicht und dennoch so gut gemacht ) sowie jenen noch von innen. Und at last noch oben auf dem Türrahmen sowie Türfalz.

Dann ging es raus, eigentlich nur wieder Leergut wechseln. Dabei fiel mir auf das da etwas Unkraut aus den Pflastersteinen ragte und so mir gut bekannte Spuren waren.
„Meine Freunde“, die Ameisen, hatten es sich doch wider überlegt und hier und dort ein wenig versucht Lager zu beziehen. Ganz ehrlich, ich hab ja nix gegen Tiere allgemein, sogar nix gegen Spinnen, welche ich mit einem Glas drübergestülpt einsammeln und nach draußen bringe. Aber bei Ameisen vor der Haustür hört der Spass auf !

Als ich damals in Phase 33. den Hauseingangebereich gedämmt hatte, da hatten es sich die Freunde schon gemütlich gemacht. Sie hatten sich eine Weg unter der Steintürschwelle hindurch, hinter der Fußleiste entlang, dann um die Schiebetür herum, am Küchensockel entlang bis zum Mülleimer „gebaut“.

Früher hatte man über mich in der Familie immer gerne geschmunzelt wenn ich mich dem Problem widmete. Das mit den Eimeisen im Haus fand man aber doch nicht so lustig. Also hatte ich damals was dagegen unternommen. Sehr intensiv.
Und eigentlich sind meine Freunde seit dem auch nicht mehr großartig bis an´s Haus ran. Halt bis auf heute, aber dem habe ich ja gleich einen Riegel wider vorgeschoben. Beliebt sind übrigens von unten offene Blumenkübel.

Genug geplauscht. Hiernach ging es dann aber raus auf die Terrasse um mich dem sportlichen Teil des Tages zu widmen. Krafttraining, die Klassiker, waren angesagt. Liegestütz in unterschiedlichen Variationen, Sit-Ups und das Wadenheben mit zwei Sandsäcken als Gewicht.
Ich muß ja sagen, sehen wir mal von dem etwas lethargischen Hänger ganz allgemein ab, nach 11 Tagen Pause zwischen der letzten Einheit, hat das heute gut geklappt. Ganz im Gegensatz zum gestrigen Crosstraining, wo es ja auch Klimmzüge gibt. Da war nach nur 5 Tagen Pause ( ja ich weiß zu viel, aber… ) schon wider ein wenig die Luft raus.

Allgemein kann das aber auch daran liegen, dieses Krafttraining mit Liegestütze mache ich jetzt… *kurz durchrechne* …seit etwas 34 Jahren. Da hat man eine ganz andere Substanz. Mit den Klimmzügen bin ich ja bei weitem noch nicht so lange dran. Ich gelobe Besserung und werde in zwei, spätestens in drei Tagen da wider trainingsmäßig ansetzten.

Leider schlug das Wetter von angenehm sonnig auf bedeckt mit einem kurzen Schauer um. Das machte aber nix, ich war eh fertig und so ein warmer seichter Schauer bringt ja keinen um. Blöd ist nur, jetzt ist der Tag so gut wie um. Denn aktuell stehen nur noch meine Kochkünste an. Naja, so kann ich den Zeh wenigstens noch ein wenig hochlegen.
Nur bekomme ich schon langsam Schwielen am Arsch – man möge mir diese Ausdrucksweise verzeihen – vom sitzten, was ja anders gesehen, auch nicht wieder gut für den Rücken ist. Und wieder rüber zum anderen Thema, dem…

Bikealltag/ Bikealltag Volotec/ Bikebilder/ Biketouren Bilder: denn mit dem Donnerstag neigt sich die Woche langsam, in der Bedeutung von schleppend, dem Ende entgegen. Ja wie war das so heute vormittag ? Mein kleiner Zeh macht sich so langsam. In den Bikeschuhen konnte ich heute zumindest die weniger Meter zurück legen, die es brauchte.

Mein Zahndoc hat alles gegeben, war auch wieder sehr geduldig und hat alles fein gemacht. Mensch wie mich dieser Würgereiz nervt !!!

Anderes und auch schöneres Thema: da ich ja keine Stinkekiste habe, mußte ich mit einem Bike zu ihm, also zum Zahndoc, hin.
Dafür wurde wieder das gute alte Volotec bemüht. Der Grundgedanke dazu ist, wenn sie mir diese Rad stibitzen, selbst mit dem 2,77kg !!! fetten Kryptonite, dann kann ich das eher verschmerzen, als wenn sie mir das CAADX oder gar der Stahl Renner zocken würde.

Doch irgendwie macht der olle Bock auch Spässekes ! Klar groß Speed machen ist damit nicht. Zumal ja noch das fette Schloss dranhängt. Da geht einfach zuviel Pulver in den mitfedernden Hinterbau und dann noch in die ausgelutschten Lageraufnahmen.

Im Verlauf der Jahre hatte ich ja immer wieder mal gedanklich damit gespielt, den Originaldämpfer gegen einen noch besser zu tauschen. Halt einen mit einstellbarer Druck- u. Zugstufe. Wäre gar nicht mal so teur gewesen. Aber jetzt mit den ausgelutschten… . Ach lassen wir das.
Jedenfalls macht die Federung aber auch Spaß. Denn auf dem ja hier wieder frei gegeben Radweg am Kanal sind schon ein paar gröbere Passagen. Und wenn man da dann mit dem CAADX drüber huscht…, Ja da merkt man eher sehr wenig. Soviel Luft kann ich an den CAADX Reifen gar nicht ablassen.

Gut, rede ich mal etwas über die Fahrten selbst. Die Hinfahrt war etwas zäh, klar ich noch nicht ganz so „da“. Am Kanal entlang ging’s so, der innerstädtische Bereich war etwas mehr tricky. Aber ich glaube, dadurch das er auch nicht so sonderlich lang war, lohnt ein Nachdenken kaum.

Auf der Rückfahrt hab ich dann etwas Sightseeing gemacht. Den einen oder anderen Track begutachtet, hier und da einen dickeren Ast bei Seite geräumt, aber auch etwas Fun gehabt.

Und natürlich auch die Mobilcam gezückt…

Soweit so gut. Jetzt etwas klar Schiff machen, den Flunken wieder hochlegen und später zum Rehasport. Das mache ich heute nachmittag, weil der Tag sonst zu lang wird. Für morgen vormittag hätte ich auch schon so einen groben Plan. Man könnte noch zwei Sachen zur Näherin des Vertrauens bringen und dann nochmal an einem Track nach dem Rechten schauen. Noch ein kleiner Einschub zum Thema…

Bikeklamotten/ Reflexmaterial: hatte ich doch heute noch ein Bild zur gelaufenen CAADX Tour-200 nachgepflegt, eines wo man mich von hinten sieht, mußte ich leider feststellen, die Reflexwirkung könnte auf der Windstopperweste etwas zu ungünstig sein.

Da ich eh noch was für die neue Endura 3/4 Hose vor hatte, habe ich dann mal flux die beiden Teile in den Rucksack geworfen und bin damit ebenso flux bei meiner Schneiderin rum. Doch oh Wunder…

Die Schneiderin hat nun einen ganz anders Gesicht und trägt Bart. Anders gesagt, der Laden hat den Besitzer gewechselt. Ich denke aber, er bekommt das auch hin. Wieder rüber zum…

Bikealltag/ Bikealltag Volotec: der Freitag startet wieder los, auch wenn ich gestern Abend um kurz nach zehn immer noch wach war, mit dem üblichen Bikerfrühstück. Und das ganze um halbacht, also doch sehr früh aber auch ausgeruht genug.
Gestern Abend hatte ich dann noch eine Karte Paderborner Land bestellt, man kann ja nie wissen… . Ja Ihr ahnt es schon, da kommt nochmal ein zweiter Ansatz. Der soll aber besser werden. Es wird auch eine andere Route gefahren. Diesmal aber nicht ohne meine Karte !

Die Wetterlage draußen ist sehr bedeckt und wohl auch eher frisch, dürfte so was um oder sogar unter die 10c° sein und mein Plan heute nochmal eine kleine Runde mit Volotec zu drehen, der wird wohl bestehen bleiben.

Tages- und Wochenabschluss, der Plan mit der kleinen Runde mit dem Volotec wurde auch so gemacht. Ich war aber nur wirklich kurz, also kurze Strecke unterwegs, weil ich eine mir bekannte Buschstrecke durchfahren hatte. Dort lag aber leider wieder soviel Ast- und Stammzeuch im weg, das ich also mal wieder klar Schiff gemacht hatte.

Danach war chillen auf der Terrasse angesagt, aber auch nur kurz. Denn dann hatte ich einen Tagesplan. Erstmal Training machen, was übrigens ganz super war, denn die Sonne wärmte gut. Habe dann ganz nebenbei noch ein aktives Sonnenbad gemacht. Bedeutet, mit blankem Oberkörper trainiert. Die Buchenhecke ist ja blickdicht, sieht also keiner und der Wind kam auch nicht durch. War einfach nur klasse.

Danach habe ich Kartoffeln geschält, oder war das schon vor dem Training ?, jedenfalls hab ich sie geschält. Halt für das Mittagmahl. Gekocht hat dann mein Sohn. Also die Kartoffeln im Auge behalten, die Bratwürsten bruzeln und den Rotkohl warm machen.
Nach dem Mittagessen bin ich dann mit der Holden einkaufen gewesen. Hier machte sich dann aber wieder erstmalig der kleine noch lädierte Zeh bemerkbar. Ging aber so, war aber auch wieder froh zu Hause die ehemaligen Laufschuhe ausziehen zu können. Wie schnell man sich doch an das Barfußlaufen gewöhnt. Dann kam mein heutiges und somit auch letztes Highlight !

Bike & Pack/ Bivy & Zelt: schnell mal mit dem Volotec in die City und zu Unterwegs Hamm, meinem ehemaligen Outdoor-Laden. Dort hatte ich ja in der Schaufensterauslage die Gumbies Flipflops gesehen. Und die wollte ich mal in die Finger, beziehungsweise unter die Füße bekommen.

Die Stimmung im Laden ist immer noch so wie damals ( die lange Geschichte zu dem Laden erspar ich Euch jetzt ). Super leasure und freundlich. Meinem Anliegen konnte zu 110% gefolgt werden und super schnell lagen die Schuhe schon an der Kasse. Doch jetzt…

…ja das Thema beschäftig ich schon länger, aber auch da hol ich jetzt nicht aus. Ganz blöd frag ich so den Verkäufer, wie das denn so mit unterwegs sein ist und mal wo recht spontan im Busch pennen. Natürlich kamen wir darüber recht fix von Höksken auf Stöcksken und letztendlich konnte ich nicht widerstehen. Der Preis von nur 29,95 war zu verlockend um nicht den EXPED Travel Hammock  ( Hängematte ) einzupacken.

Es ist natürlich erstmal ein Einsteigermodell geworden, aber so zum testen wird das passen. Denn letztendlich hab ich nur irgendwann mal in der späten Jugend, und dann auch nur für kurz, in so einem Ding gelegen.

Natürlich hatte ich schon vorher einiges auf dem Markt gefiltert, aber als er sagte, Hängematten haben wir auch da, bin ich doch schwach geworden. Jetzt muß ich nur mal schauen wie ich das wo teste. Der grobe Plan ist, irgendwie auf der Terrasse oder Garten. Jetzt war ich der Meinung ich hätte noch eine gute Portion Kletterseil. Dem ist aber nicht so. Gefunden hab ich leider nur einen meterfuffzig kletterseilähnliches Seil.

Denn das EXPED Travel Hammock hatte ich ohne das eigentlich noch zusätzliche notwendige Hammock Suspension Kit geholt. Wären jetzt auch wider nur zweiundzwanzig und ein paar Kaputte gewesen, aber wofür ausgeben, wenn man das erstmal nur testen will ? Selbst der gute Mann im Laden stimmte mir zu.

Ja, das war meine Woche, die jetzt rum ist. Langes Wochenende vor der Brust, noch Zeit genug wo sich der Zeh erholen kann. Für Dienstag hab ich mein Wiedererscheinen am Job schon angekündigt. Wäre ja noch schöner…

Biketouren/ Touren-Ansage: bis dahin wird es aber noch zwei radmäßige Ausfahrten geben. Für morgen hier ca. Abfahrt ab Burg halbelf erstmal hoch zur Lieblingsbank mit Aussicht und dann mal schauen. Ich warf mal so grob die Idee in den Saal, das man wieder runter zum Alten Bahndamm Unna könnte und dann nord-östliche Richtung über Welver gen Heimat.
Am Feiertagsmontag wird es wohl einen Klassiker geben. Die House-Lap III, wo es dann über Werne, Nordkirchen, Lüdinghausen-Ascheberg gehen soll. Dann aber eben nicht nach Drensteinfurt, sondern wieder schräg-runter-leicht-zurück bis nach Herbern. Dort dann am Schloss vorbei und dann eben wider in Richtung Burg. Wird bestimmt beides schön. Ich freue mich schon drauf.

…und sonst ?/ Newsticker: weil mir das dann doch keine Ruhe ließ <klick mich>…

22.917km/ 12.05.2018/ The long day

Mai 12, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Tour 100+/ Bikebilder/ Biketouren Bilder: so diese ersten Zeilen tippe ich am Donnerstag vor der Tour schon mal vor, denn wer weiß wie und wann der kommende Freitag enden wird. Es wird ein langer Tag, der hoffentlich auch irgendwie geschmeidig über die Bühne gehen wird.

Gleich vorab, nein ich hege keine Ambitionen jene Strecke als gesamtes in einer Bestzeit zu fahren, es ist einfach nur die Idee es überhaupt mal zu tun. Und zwar recht konkret mit dem Endziel-Wendepunkt Paderborn ! Das Ortseingangsschild reicht mir, Paderborn muß ich nicht von innen sehen, da werd ich auch nicht die Zeit für haben, zumal ich ja auch irgendwie wieder zurück sollte-muß.
Als Strecke bietet sich der Alten Hellweg an, den wir ja schon hin und wieder zumindest bis nach Soest gefahren sind. Letzten Dienstag hatte ich noch eine neue Zuführung ( Ham-Bönen-Bramey-Alter Hellweg ) zum Alten Hellweg ausgekundschaftet, was dann ein entspannter & erfolgreicher Tag war.

Erst Fakts: Treffen um halb-acht mit Sonne_Wolken, eine nette Person und langstreckenerfahren durch ihre Brevetlaufbahn. Toll finde ich ja bei ihr, sie ist hat so eine Faible für alte Rennräder, also echte Klassiker, die sie selbst fertig macht aber auch im wahren Leben fährt. Die Strecke…

Rückfahrt ? Von mir aus einfach den selben Weg wieder zurück, der Einfachheit halber. Denn bei der Streckenlänge von 180km gesamt, wer weiß wie ich da aussehe auf der Rückfahrt ? Also…

 

Samstag: …the day after, die kurze Version, ja wir sind irgendwie wieder hier im Claim angekommen, so grob was mit 21:30 Uhr, bis nach Paderborn hat es nicht gereicht, aber auch nur, weil wir in Salzkotten nur nochmal den ganz spitzen optionalen-virtuellen Rechenstift bemüht haben.
Denn ab Salzkotten, dem dann für uns endlichen End-u. Wendepunk, wären es bis Paderborn noch gute 16km gewesen. Grob überschlagen also nochmal 2h hin-u. zurück zzgl. der da schon vorliegenden 5h+ one-way Fahrzeit, die wir schon in den Knochen hatte.

Knochen war aber bis dort eher kein Thema. Wie schrieb ich gerade bei Strava ( wo man auch die gefahrene Strecke <klick> samt Fahrleistungswerte begutachten kann )…

…hör bloß auf !!! Nein, vor den Kilometern mache ich mir keine Angst, Angst macht mir ab sofort die Streckenführung ! Denn wenn man dieser ja nun gefahrenen Hellweg-Radroute folgen will, gehört da ganz viel Abenteuerlust und Leidensbereitschaft dazu. So eine miese Ausschilderung, soweit überhaupt vorhanden…, *würg*. Wenn ich den Typen in die Finger bekomme, der dafür verantwortlich ist, gnade ihm Gott ! Die Tour Ansichten war ja schön, und mit Sonne_Wolken als Begleitung top, aber eben ewig lang und Meters machen war mal so fast gar nicht. DAS wäre was für Dich gewesen. Und um ehrlich zu sein, stellenweise habe ich Dich da fluchen sehen, dass selbst der Teufel selbst um Einlass zu den Engelchen auf den Knien flehend gebettelt hätte.

Soviel also dazu. Ein paar Randdaten, nicht um zu strunzen, sondern um auch mal zur resümieren, was da so gelaufen ist:

  • 201,97km gefahren
  • 10:20h in Bewegung
  • 19,5km/h Schnitt
  • 651hm

Keine Zahlen mit denen man sich als Profi für Langstreckenfahrten empfehlen würde. Aber dazu gleich mehr. Und ab jetzt wird’s lang…

 

Gut, nachdem ich dann gestern Abend doch irgendwann im Bett zur Ruhe gekommen bin, und auch mal länger schlafen konnte, was dann so in Uhrzeit 09:00 bedeutet, wurde erstmal eine Café con Leche nebst Kekse als erster Anschubmoment dem Körper zugeführt.
Insgesamt habe ich keinerlei Ausfallerscheinungen, würde eventuell sagen, eine gewisse Merkwürdigkeit im Schulter-Nacken-Berreich. Sonst alles gut. Nach dem dann aktuellen „Ersthelfermaßnahmen-Biker-Frühstück“, wo natürlich auch dazu gehörte die Samstagszeitung zu lesen, wurde noch eine geschmeidige Pfanne Rührei gemacht, dazu noch ein viertelchen türkischen Schafskäse und eine zünftige Tomate. Das alles verputzt, jetzt hier die ersten Zeilen getippt, geht’s gleich raus auf die Terrasse, den alternden Body wieder zurecht rücken. *lach & timecut*

 

*wenig-viel später*

 

Also Part zwei vom gestrigen Tag. Sonne_Wolken traf pünktlich um halbacht hier vor der Burg ein, wir quatschten nicht ganz so lange und fuhren dann los. Erstmal in Bewegung kommen und die ersten Streckenmeters machen. Die Zufahrt klappte recht gut, die ein zwei weniger besseren Streckenabschnitte über die nahen Waldpisten hatten was, also zumindest für Sonne_Wolken , ja da könnte sich schonmal der eine oder andere Plattfuß festbeißen, aber sonst ich behaupte mal waren wir guter Dinge.

Sie ist ja eine erfahrene, im wörtlichen Sinne, Langstreckenfahrerin. Hat schon einige RTF´s hinter such gebracht, ein 24h Event und das eine oder andere Brevet gemeistert. Ich meine so aus dem Kopf, die 400km waren ihre bisherige Bestmarke.
Das machte mir, ob des Vorhabens, schon etwas Sorgen. Meine längste Tagestour, übrigens auch seinerzeit mit  ihr gefahren, waren 150km. Aber sie hatte deutliche Vorteile was den Schnitt anging und dann eben noch die Langstreckenerfahrung. Da war ich dann heilfroh, daß sie mich beruhigte und selbst auch vorsichtiger sein sollte. Denn seit dem letzten mal hatte sie wohl etwas länger dran zu knacken. Da war wohl noch so ein Infekt, oder so. Jedenfalls versprach sie mir das es schon klappen würde.

Doch auch aus Erfahrung, eigentlich machte ich mir darüber keine Sorgen. Genug des Vorgeplänkel.

Und so rollten wir dann irgendwie gut bis nach Büderich zu. Dort wurde dann die erste Pause gemacht Tass-Kaff mit was Essbarem, je nach Geschmack. Bis hierhin war auch klar, die Wetterprognose passte bestens. Seichter Gegenwind und gemäßigte Temperaturen waren schon ideal.

Nach em Frühstück und kurzem Frischmachen ging es dann weiter. Man hatte ja noch etwas vor sich. Die Strecke bis nach Soest rein war irgendwie gut abgespult. Sieht man mal von der fehlenden Radrouten Markierung in Hemmerde ab, eigentlich kein Ding.

In Soest angekommen, fiel mir auf, das man wohl die Hellweg Radroute im Verlauf der Jahre geändert hat. Früher kam man am Kreiskrankenhaus raus, aktuell ein gute Stück nördlicher. Warum entzieht sich meiner Kenntnis ?
Sonne_Wolken gab dann die Streckenführung durch, oder sollte ich besser sagen um Soest herum vor, ich folgte. Da wir gut durchkamen und auch mir nicht nach weiteren Hunger war, gab´s auch keine weiteren Zwischenstop am Café Vielhaber. Knapp nach 11:00 brauchten wir einfach keine Brennstoff. Die Umfahrung am äußeren Ring ist nix was man wirklich haben muß. Erstaunlich & erleichernd darf man aber anmerken, daß an jeder zu querenden Ampelkreuzung die Kraftfahrzeuglenker sehr aufmerksam waren und den eben querenden Radverkehr gewähren ließen. Alle Achtung.

Am Ortsausgang Soest wurde bei mir der erste „Balast“ abgeworfen und es ging recht fix nach Bad Sassendorf rein. Ebenfalls eine Örtlichkeit die ich kenne, doch vom Radeln aus betrachtet…, da sieht man nochmal andere Ecken. Bei einem weiteren kurzen Fotostop wäre fast die gemeinsame Weiterfahrt gescheitert. Kuriositäten des Lebens.
Sonne_Wolken machte ein paar Bilder ich zückte auch die Mobilcam…

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…jeder so für sich und dann drehten wir uns auf einmal beide um, und keiner sah irgendeinen anderen. Verwunderung gemachte schnell breit. Sie fuhr dann weiter und dachte ich sei schon vorgefahren. Ich Wiederrum dachte zwar das gleiche, verblieb aber am Ort. Dort schaute ich mich natürlich erstmal um, wo sie stecken könnte. Leider hatte ich keine Rufnummer von ihr und den Radforumpost hatte sie wohl knapp verpasst.

Zum Glück drehte sie dann wider um und sammelte mich wieder ein. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon fast beschlossen alleine weiter zu rollen. Fast, hat dann aber noch alles gepasst.

Nach dieser kurzen Einspielung muß ich dann den nächsten Punkt erwähnen. Denn hinter Bad Sassendorf wurde die Radrouten Beschilderung immer – haariger. Startete es noch mit dem einen oder anderen recht ausgebleichtem Schildchen, ging das dann immer mehr zu fehlenden Ausschilderungen über, sodaß selbst wir als ich behaupte mal, geübte Schilderfahrer so unsere Mühen hatten. Dennoch passierten wir zahlreiche kleinere Ortschaften.
Und man kann eigentlich sagen, bis Erwitte rein war es von der Landschaft her auch super nett. Bereits ab Bad Sassendorf drehte der Wettergott nochmal auf. Sonne, kaum Wolken und der frischere Wind schafften in dieser Kombi ideales Radfahrwetter. Gut also rein nach Erwitte

Auf Anfahrt hierhin hatten wir uns schon beratschlagt doch mal mittagmäßige zu machen. Da die Streckenführung bis hier hin keine weiteren vermeintlichen Rätsel bereit hielt, ich betone vermeintlich – aber darauf komme ich später zu sprechen, standen wir als bald an der B1.

Da wir hier früher mal etwas vom Job herumgekurvt sind, schlug ich vor uns dorfeinwärts zu halten. Auch rein optisch gab es eigentlich genug Auswahl. Der Erstversuch bei einem Chinaimbiss anzuklopfen schlug fehl. Urlaub ! Schräg gegenüber dann so etwas wie Italiener, samt Sonnenschirme und Sitzgelegenheiten. Wir also rüber, Stellung bezogen, Fahrgeräte abgestellt und ich drinnen bescheid gesagt, das es uns nach Essbarem gelüstet.

Die Bedienung kam auch fix raus, Getränke wurden aufgenommen, die Karten gereicht. Pizza und Pizzabrötchen für Sonne_Wolken und Spaghetti Carbonara für mich.

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Kam auch alles so wie gewünscht und nach dieser eigentlich ersten großen Pause hing die Irr(e)fahrt weiter. Irre, weil inzwischen war es fast drei Uhr. Und bis Paderborn…
…ja,mal eben noch nicht gerade um die Ecke. Wir also wieder vor bis zur Kreuzung und dem vermeintlichen Streckenverlauf folgend. Zweifel kam bei uns beiden auf. Ich kannte diese Strecke und wusste, daß da noch fast im Dorf rechts raus zum Schloss mal Radrouten Schilder standen. Aber da war nix, wir also weiter. das Dorf endete und wir kurbelten auf dem autobahnbreiten Randstreifen gut in Richtung Lippstadt. Mein Erinnerungsvermögen sagte mir, irgendwo rechts neben uns verläuft die Strecke. Doch eine Zuführung ?

Und so fuhren wir bis zur nächsten Ampelkreuzung und hielten uns da auch gleich geschmeidig rechts rein, in der Hoffnung, welche auch nicht enttäuscht werden sollte, wieder auf den Alten Hellweg zu stoßen.

Ich schwöre bei Gott, ab hier war’s dann vorbei mit lustig. Gut, wir fanden zwar wider die Route, aber spätestens im Ortseingang Erwitte mußte was verkehrt gelaufen sein. Der weitere Streckenverlauf führte durch die Kurflächen, quasi im Kriechtempo, dann immer wieder das inzwischen mehr als nervige Suchen nach diesen Radrouten Schildern. So langsam wurde die Sache – nervenaufreibend.

Irgendwie kamen wir zwar weiter, aber auch zahlreiche Lücken in der Ausschilderung sowie komplett ausgebleichte Radroutenschilder sorgen immer wieder für… . In Geseke angekommen dann wieder suchen und finden als „Spielchen“. Dort angekommen, war es gefühlt Kaffezeitig, also eher nachmittag, als noch ausreichend Zeit zu haben je ein Ortseingangschild von Paderborn zu Gesichte zu bekommen.

Aber auch das kann man sagen, wir schlugen uns tapfer. Die „Feinheiten“ von unlogischer Wegführung sowie die allen Radlern ja schon bekannten Radwegeleckerlie aller Couleur muß man einfach wegatmen. Also weiter bis nach…

Salzkotten ! Ein vermeintliche Endziel vor Augen, hatten wir beide sowohl uns schon Gedanken über den weiteren Verlauf des Tages gemacht, als auch diverse Kurzgespräche dazu geführt. Das fand ich, auch so im Nachhinein, super gut. Man merkte halt wie so die Stimmung beim Mitfahrer, in diesem Falle ja der Mitfahrerin ist. Wusste aber auch, daß jeder für sich auch bemüht war den Kompromiss zu finden, dem anderen wieder rum nicht so heftig den Traum wegmachen zu wollen.
Das der Traum, oder besser die Idee bis an´s Ortsschild von Paderborn heranzufahren wohl nix wird, war zu dem Zeitpunkt uns beiden klar.

Kurzes anderes Thema, so vor einem Kreisverkehr warten, zeigte ich einen Ausbruch nach rechts außen an, denn dort gab´s diverse Einkaufsmöglichkeiten. Ich also rein in den DM und meinen Wasservorrat aufgefrischt. Bis hierhin hatte ich fast komplett die beiden 0,9l Pullen und den 1,5l Trinkbeutel ausgelutscht. Gefühlt hatte ich zwar zu wenig getrunken, es passte aber noch.
Raus aus dem DM trugen wir nochmal unsere Gedanken zum weiteren Verlauf vor. Im Grunde gab es nur drei Pläne…

  • durchziehen bis nach Paderborn für Sonne_Wolken & Fotos machen und dort ab HBF gen Heimat
  • durchziehen bis nach Paderborn für Sonne_Wolken ( Zentrum oder nicht ) dann aber wieder retour fahren und irgendwo bei Erwitte oder eben Soest in den Zug hüpfen
  • Solzkotten als Wendepunkt und Endziel aktzeptieren noch was nettes machen und dann die volle Nummer zurück kurbeln

Der Plan den kompletten Turn also Paderborn Stadtmitte zu machen und dann noch zurück zu fahren, den konnten wir getrost vergessen. Ja wäre irgendwie gegangen, aber wer weiß wie. Denn in Salzkotten war Paderborn schon mit nur 16 Kilometer ausgeschildert. Das und rein netto fast eine Stunde Fahrzeit. Und dabei noch nicht weiter berücksichtig, die Streckenzustände, Streckenführung und dann ja wohl auch wieder spätestens ab Ortseingang Radwege. Das bremst alles ein, als würde man einen Betonklotz hinter sich herziehen.

Also die Nummern kurz durchgerechnet und abgewunken. Bis hierhin war die Welt noch so gut in Ordnung, das man in jedem Falle sagen kann, muß man sich nicht für schämen. Und die 200 Kilometer als Hausmarke…, die würde wohl auch fallen.

Also noch zu einer Eisdiele gefahren, zweimal Spaghettieis, etwas Sightseeing und dann wider Rückfahrt.

 

Die Rückfahrt

 

Irgendwie waren wir wohl froh den ganzen Mist wieder hinter uns lassen zu können. Die Aussicht auf die nächsten Streckenmeters locken zwar keinen von uns hinter´m Berg hervor. Aber ist dann ebenso, man sieht was man vor sich hat und dann macht man das eben. Aus Salzkotten heraus war es erst noch etwas gefühlsecht. Wir, beziehungsweise Sonne_Wolken schlug den direkteren Weg bei der B1 vor und dann wo im Nirgendwo wieder auf den Alten Hellweg zu stoßen. Nun gut, warum nicht. Langes nachdenken und diskutieren hilft eh nicht, oder würde uns auch nicht schneller vom Fleck bringen.

Apropos, bei schneller vom Fleck half uns der hier und da dort seichter von hinten blasende Wind. Und, was mir zumindest half, die untergehende Sonne schaffte wieder beste Aussichten über die sattgrünen Felder.

Alsbald kamen auch Gedanken auf die Strecke irgendwie zu abzukürzen oder zumindest schneller fahrbar zu machen. Sonne_Wolken setzte da wohl ein wenig auf mich, denn zumindest ab Bad Sassendorf-Soest kannte ich mich ja ein wenig aus.
Und so ließ ich mal mein Hirnnavi wider rattern. Klar mit dem PKW ist das alles immer nett zu machen, aber wenn man mit dem Radeln unterwegs ist, sollte man oder muß man sogar noch ein paar Parameter mit in seine Überlegungen einpflegen. Neben der Wegführung sollte auch die Streckenbeschaffenheit und vor allem die sich ja auch immer stellende Frage der Sicherheit eine Rolle spielen.

Und so ging es dann in Soest nicht den ganzen großen Harken südlich rum, aber auch nicht durch das Zentrum. Durch die FuZo eilen auf dem Radel soll ja auch nicht so populär sein. Nördlich herum ging es aber. Dann aber weiter über den Alten Hellweg.

Hier konnten wir auch den einen oder anderen Streckenmeter mal wider im höheren Tempo zurücklegen. Wind schiebt und Soest nicht nur gedanklich hinter uns gelassen, ließen die Kilomemetrzahlen purzeln. Leider purzelten auch meine Kalorienreserven dahin und vernahm schon so bei hier und da…, also nochmal einen Fress-Stop gemacht. Jetzt mußten die beiden Baguettbrötchen und das selbst fabrizierte Auffrischungsgetränk dran glauben.

Nach diesem letzte Upload, quasi kurz vor Werl, lief es dann auch wider besser. An der Stelle auch wieder gesagt, kann man gar nicht oft genug, klasse wenn alle und wenn es nur ein Mitfahrerin/er ist, so mitziehen, aber sich eben auch neben einen hocken und dann auch noch ein Päuschen machen. Die Baguettbrötchen wurden jedenfalls inhaliert, noch ein Reserveriegel in die Mobilphontasche geschoben und an der Trinkpulle genuckelt und dann los – Endspurt ! Inzwischen hatte ich zumindest meine Heckbeleuchtung bereits aktiviert.

Während wir so fleißig die Kurbel kreisen ließen, fragte Sonn_Wolken nach weiteren schnellen Streckenmöglichkeiten. Ich ließ den Kopf kreisen und so hatte ich noch die eine oder andere gute Idee, aber auch Sonne_Wolken lieferte für die Rückreise anhand einer Streckenkarte, die da mal so an der Route platziert war, eine guten Vorschlag.
Jene Streckenvariation machte zwar noch einen Harken, war aber von der Fahrbereit, sprich Oberflächenbeschaffenheit der Strecke schon fast ein Traum. Lief dann mal wider richtig lecker. Und so stießen wir dann endlich auf den Unna alter Bahndamm, der uns ja beiden mehr oder wenige gut bekannt war.

Auch wenn es bereits gut lief, so richtig zum denken kam ich nicht mehr. Irgendwann kommt jeden an einen Punkt, wo er nur noch funktioniert. Denn die Frage nach noch potentieller Fahrzeit oder Strecke konnte ich nicht mehr beantworten. Also hatte ich diesen Zeitpunkt definitiv erreicht. Denn spätestens so ab Kilometer 170 machten sich meine Arme, Schultern und der Nacken bemerkbar. Das dann doch lange abstützen und halten am Lenker konnte ich nicht mehr so wegreden.
Um so erstaunlicher fand ich, daß ich urplötzlich noch eine fixe Streckenführung aus den Hirnwindungen Zauber konnte. Gefühlt machte das bei uns gute 10-15 Minuten Fahrzeit aus. Und hinter der Bahnüberführung Nordbögge war dann nochmal Speedtime angesagt.

Landstraße lutschen samt Randstreifen, den ersten Kreisverkehr durchflogen, den zweiten mußte ich schon einbremsen, dann ein letztes mal die Arme locker machen und…

…Ziellinie erreicht ! Das Shut-down war irgendwo wohl gegen 21:30 Uhr und wir beide waren froh den Stunt hinter uns gebracht zu haben. Noch ein kurze Gespräch, Sonne_Wolken fuhr dann heim, ich schob den Bock nur noch in die Fitness-Garage, räumte irgendwie das eine oder andere aus den Packtaschen und tat die Burgpforte offen. Noch zwei Marsriege in den Rachen geschoben, Kurzbericht bei alkoholfreiem Radler, den ich nicht mal ausschlürfte, dann ab in die heiße Dusche. Hunger hatte ich soweit keinen, aber auch keinen Bock noch was essen. Im Bett liegend dauerte es noch eine Weile bis bei mir der Stecker raus war, aber nun gut…

 

Resume des Tages

 

Vergiss es den Alten Hellweg am Stück von einem Ende bis zum anderen Ende zu fahren ! Ohne einen wirklich passenden Navitrack allerneuster und somit aktuellster Version, Nerven wie Stahlseile, zeitigem losfahren, aber auch Leidensfähigkeit halte ich das für eher nicht gut bis unmachbar ! Punkt !

Gut, man, also ich, darf bei aller Motivation und einer gewissen Portion Unbescholtenheit beim herantreten an dieses Vorhaben auch nicht vergessen, der Alte Hellweg wird und ist eine Radwanderroute. Eher was für Personen die so um die 50 bis max. 70 Kilometer am Tag machen wollen, dann abends bei einem gutem Essen wo in einem Hotel absteigen, heiß duschen und einfach nur drüber reden wollen.

Für mich ist mit diesem Experiment klar, lange Strecken, zumal gepaart mit einem hohen Geschwindigkeitsschnitt, lassen sich nicht nur mit knallhartem Radtraining ( von dem ich ja auch weit entfernt bin ) erreichen, sondern brauchen auch die entsprechende Streckenführung.

Da ist und wird nie Zeit sein für suchen nach Streckenebschilderung, Route oder Umfahrungen nur weil da ein schöner Dorfbrunnen ist.

In diesem Falle könnte das bedeuten, das man, also ich, stur am Randstreifen entlang der B1 bis nach Paderborn durchknatter. Ist aber auch eine mehr oder weniger blöde Idee, den spätestens in Erwitte wär mit durchknattern schluss. Die dorfmittige Hauptkreuzungsampel macht auch schon den Blechbüchsenlenkern das Leben zur Hölle. Und auch der Kreisverkehr in Salzkotten sah nicht nach Rennstrecke aus.

Was nun – weiter gedacht ? No Plan ! Man ist halt um mehr als eine Erfahrung reicher…

At last, noch der von mir übliche Bilderlink zum Album dieses long day.