Archive for the ‘03. The Cure – Forest’ Category

Liveticker 25.02.2021 schönes Land

Februar 25, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren Bilder/ Liveticker: der erste Tag Kurzurlaub läuft vor sich hin, inzwischen habe ich gute 50km+ mit einer Radrunde via Drensteinfurt, Sendenhorst und aktuelle hocke ich auf dem Waldboden hinter Ahlen.

Wunderbar hier. Der Boden liegt voller trockenem Laub, die Vöglein zwischern, der Wind weht und die Sonne wärmt.

In Drensteinfurt angekommen fiel mir ein, schau doch ma‘ den Weg nach Sendenhorst. Gesagt, getan, war nicht wirklich ein großes Ding. Grobe 45 Minuten später hatte ich den Ortseingang erreicht. Dort wurde an der Tanke was zum futtern gekauft und eine kleine Pulle Wasser fiel auch noch mit ab.

Dann hab ich mich ins Zentrum rollen lassen, den Weg in die FuZo eingeschlagen um mir dann an der Dorfkirche…

…die erste längere Pause zu gönnen. Es gab einen hausgemachten kleinen Espresso (wo es dann später noch eine Nebenstory zu gibt) und eben etwas Futtetware. Dann war Abfahrt angesagt, Zielrichtung Ahlen.

Ja und das passte dann auch und so mache ich hier jetzt gerade lange Pause. Bis später.  😉

 

 

43.270km/ 24.02.2021

Februar 25, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Bike-& Biketouren Bilder: das gestern erdachte Tagesziel wurde erreicht!

Zunächst mal, ja ich kam ganz gut weg und griff auch beim Navihirn in die olle Kiste. Es wurde also eine Kombination aus alter Jobanfahrt, Klöcknerbahn Trasse und Kuhbachtrasse.
Erstaunlich fand ich wieder, irgendwie wurden meine routierenden Beinbewegungen wieder in einen recht passablen Speed umgesetzt.

Ob es die insgesamt wärmeren Temperaturen sind oder doch eine bessere Form? Egal.

Apropos wärmer und so. Schon mit den ersten Meters war klar, ist bei weitem nicht so warm wie angekündigt (es sollten ü. 10c° haben), aber auch nicht so warm wie am Vormorgen. Mein persönliches Thermometer munkelte was von max. 5c°, die dann mit nur 4c° im Verlauf der Fahrt auch auf dem Bryton bestätigt wurden.

Kleidungstechnisch war das in Kombination mit der Bewegung auch so die Grenze. Bei mehr kälter hätte es erheiternd-frisch werden können. Glück gehabt an dem Punkt.

Jedenfalls war diese Anfahrt mit dieser Streckenkombi nett. Man(n) hätte nur ein paar Minuten eher losfahren können. Denn den echten Moment des Sonnenaufgang habe ich um geschätzt eine Viertel Stunde verpasst. War aber auch nicht so tragisch, da es von der Wolkenlage auch nicht so knalle war. Aber auch egal.

Und wieder jedenfalls, ich machte mich zum Schluss der Anfahrt auf die Halde hoch und lud routiniert das kleine Espresso-Set aus. Auch die wärmende Jacke wurde schon bereit gelegt. Aber so kurz nach der Ankunft ging das noch. Vielleicht stieg aber auch die Temperatur analog zum Sonnenstand.

Der kleine Espresso war dann fix gekocht, die Tasse <klick> befüllt und so blickte ich noch für ein paar Minuten in die aufgehende Sonne. Etwas trübe war es und…
…laut von der nahen A2. Ist doch Mist das man die ollen Blechlawinen hört. Sonst aber schön.

So kann der verschobene-lange Arbeitstag beginnen. Plan für die Heimfahrt? Ja klar, mal sehen. Da war doch diese erst neulich erkundete Wald-Hügel-Harken Strecke…

Nachmittags: ja und dann nach dem späten Schichtende mal los gerollt. Auch die Rückfahrt hab ich so gemacht, wie ich dachte. Unangenehm war nur, es war voll und zwar fast überall. Das Volk hatte die Natur wieder entdeckt und bewegte sich in ihr. Es war echt schwer leere Strecken zu finden.

Jedenfalls fuhr ich wieder bis zum Kuhbachtrasse um mich dann dort auf den neulich entdeckten Waldweg zu machen. Doch diesmal wählte ich eine andere neue Zufahrt zu dieser Strecke. Jene ist sogar als offizielle Radroute ausgeschildert. War auf jeden Fall mal wider ungewohnt bei dieser Hitze *lach* diese Strecke zu fahren. Damit hab ich es dann aber auch für heute belassen. Muß reichen.

Biketouren Navigation/ Bryton:  ganz schön spuky so Elektronik. Hatte ich doch berichtet, daß mein Bryton 330 Tacho die gestrige Morgenfahrt irgendwie nicht so richtig… . Heute gab es nach der Ankunft am Job dann eine kleine Überraschung. Da ich ein Zeitfenster hatte, hab ich mal den Upload via Bluetooth und meinem Motorola Handy gestartet.
Eigentlich wollte ich nur die frühe Anfahrt zum Job rüber ziehen. Da aber noch ein paar Fahrten mehr auf dem Bryton waren, dauerte das ein wenig. Und wie ich so den Vorgang beobachte fällt mir auf einmal auf, da wurde doch die gestrige morgendliche Fahrt aufgezeichnet und nun lief der Upload dazu.

Gestern noch hatte ich gedacht, ich hätte entweder die Aufzeichnung nicht gestartet oder nicht gestoppt. Ich meine, dann ist die Fahrt futsch (normalerweise starte ich einen Fahrt, beende diese und in der Regel schalte ich den Bryton auch aus), wenn sich der Bryton alleine in ausstellt.

Naja, jedenfalls war die Fahrt heute wieder da. Merkwürdige Sache???

43.220km/ 23.02.2021

Februar 24, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Winterfahrten/ Bike-& Biketouren Bilder: das elende Geschreibsel geht weiter *lach* und wir laufen straff auf das Ende des Monats Februar zu. Einem Monat der es in sich hatte. Hoffe wir mal, daß sich der Rest des Jahres irgendwie runder verhält. Am…

Montag: …ist eigentlich nicht viel passiert, außer das es der vorläufig letzte Radfahrtag auf Spikereifen war. In der Frühe hatte es noch gute 0c°, aber da durch das es furztrocken war, gab es weder Bodeneis noch echte Kälte. Natürlich mußte man sich passend kleiden.

Nachmittags bin ich dann nochmal am Südufer vom Channel entlang, bin dann aber recht nördlich durch das Beversee Areal gefahren und damit recht direkt zur Burg. Der Grund…

Sport: ich hatte mir für diesen ersten sehr warmen Nachmittag meine Trainingseinheit auf der Burgterrasse vorgenommen. Das wurde dann auch so umgesetzt, man kann zufrieden sein.

Dienstag: irgendwie hat das mit dem Aufzeichnen am Bryton nicht geklappt. Hab ich aber erst am Nachmittag gemerkt, als es für die Morgenstunden keinen Upload gab. War aber nicht so wild, sind ja eh 20km und die eine  Stunde Fahrzeit. Dafür gab es auf Rückfahrt Programm.

Die Physik hat eine neue Entdeckung hervorgebracht. Die kürzeste Verbindung zweier Punkt ist nicht die Gerade, sondern eine Welle. Die Spaßwelle!

Es kam also wie es kommen mußte. Gestern noch die CX-Schlappen-Laufräder-Kombi ins CAADX geworfen, heute dann noch Knallewetter und zeitig Schicht. Dann mal geschmeidig los und sich in eine Anzahl von Waldrouten „fallen lassen“, dabei die Landschaft samt der Waldluft aufsaugen. Diverse Schlampes-Abschnitte waren inklusive.

Erstmal Abfahrt und dann in das Cappenberger Waldgebiet eintauchen, erste Sonnenstrahlen wärmen den Wald.

1 wald-finest_ergebnis

Dann der Versuch doch einen recht waghalsigen Wanderweg, ausgeschildert als A1, zu befahren. Natürlich total bekloppte Idee, hat ja noch nie geklappt und am Stück sowieso nicht. Diesmal war es aber schon amAnfang ein umgestürzter Baum der zum Umgehen und zum rüber tragen nötigte. Ist halt so in der Natur.

Natürlich hab ich dann auch noch einen falschen Abzweig erwischt und landete so in einem Stichweg. Da aber jene in eine Senke führte, war dort das Erdreich arg feucht und der Streckenverlauf auch nicht so aus zu machen. Also wieder vortasten.
Da irgendwann raus rolle ich im Eiltempo (da stehen plötzlich über 40km/h auf dem Tacho, natürlich in einem sehr langen Gefälle) rüber nach Capelle und mache dort ein Bild an der Capelle, äh sorry, Kirche.

4 Capelle_ergebnis

Ich kurve etwas versuchend aus Capelle raus in die Richtung der 1.000jährigen Eiche zu kommen. Dann fällt mir wieder ein, da gab es doch mal diesen Weg am Waldrand rum…

5 Schlampes_ergebnis

Der Weg ist da, auch wenn er durch Feuchtigkeit *hüstel* etwas gekennzeichnet ist. Ich erreiche das Ziel…

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…über die tiefnasse Wiese und rolle direkt weiter. Da war doch noch dieser andere Fango-Weg…

7 Schlampes

(dieses Bild ist von dem guten Teilstück, weiter hinten ist eine Kombination aus Landwirtschaftsmaschienen Spuren und Waldarbeiter Spuren, sowie gefühlt diverse Container Bauschutt, die Nässe inklusive)

…auf dem es natürlich nur auf dem kleinen Kettenblatt voran geht. Jeder Meter wird erkämpft mit der Gewissheit das wenn man fällt, sehr weich landet. Denn der Boden ist eben – weich. Es lohnt sich, am Zuweg zum Wald steht immer noch die olle Hütte.

So löcherig und baufällig sie auch ausschaut, gegen Regen und starke Winde bietet sie guten Schutz. Ich weiß das genau. *Augenzwinker* Man rollt mit der nun langsam sinkenden Sonne aber immer noch 16c° auf dem Tacho zum Schloss Westerwinkel zu Herbern vor.

Ab dort dann wieder bekannte Wegführungen mit noch dem einen oder anderen Waldabschnitt. Am Ende stehen gute 52km+ und fast 3 Stunden Fahrzeit auf dem Habenkonto. Der Spaß – unbezahlbar!

Morgengruß: und damit wieder den Gruß und Wunsch an die Leserschaft, daß man einen schönen Tag haben solle, natürlich mit der nötigenPortion Gesundheit!

43.107km/ 19.02.2021

Februar 20, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Winterfahrten/ Bike-& Biketouren Bilder: soll ja nich sein, datt es nix am erzählen gäbe. Noch ein paar Worte zum Vortag, dem…

Donnerstag: ich hatte vergessen zu erwähnen, daß ich beim Abnehmen des Fahrradhelmes mich einer Schweißrinne von der Stirn ablaufend gegenüber sah. Unglaublich und das in Mitte Februar! Zum Tagesgeschehen.

Freitag: mein Plan eine ordentlich verlängerte Jobanfahrt zu machen, ging nicht ganz so auf. Irgendwie…

…wurde zunächst die Kette mit eine guten Dosis Motorex WetProtect wieder ordentlich gangbar gemacht. Dann ging es los. Zunächst wie geplant seicht östlich, da aber nicht ganz so weit wie mal ursprünglich ersponnen. Ich entscheide so was ja meist recht spontan.

Die erste Channel-Brücke mußte also reichen. Der Tagesstart lugte aber schon am östlichen Horizont.

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Ich rollte dann am nördlichen Kanalufer entlang, denn die Tage hatte sich gezeigt, daß die ja noch recht tief stehende Sonne das Nordufer gut erreicht und dort alles wegtaute. Am Südufer schaute es da streckenweise ganz anders aus.

Nach einem kurzen Stop am stilllegten Kraftwerk ging es über schon bekanntes Boden-nahes Erdreich bis zum ebenfalls bekannt Yachthafen. Die Sonne gibt ihr Bestes, aber noch verhalten.

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Man rollt weiter, die Trainingseinheit von gestern gibt nicht ganz so viel Dampf für die Beine frei. Genussfahrt. Leider verpasse ich das Zeitfenster mir doch den Sonnenaufgang am Lieblingsaussichtsturm zu gönnen.

Irgendwann stand ich am Areal des Seebad Lünen und klettere nochmals von Bock. Die noch gefrorene Seefläche ist von Vögeln gut besucht und alles ist irgendwie nur – schön an zu schauen.

Frühstück stand dann an. Französisches Landbrot bestrichen mit Margarine, Lachsforelle und einen Streifen Remoulade. Dazu eine Latte Macciato. Der Tag verlief so, unaufgeregt-nervend-aufgeregt zum Schluss, aber nach Hause mußte man ja trotzdem.

Das südliche Kanalufer ist endlich eis-schnee-rest-frei, ich halte strikt auf das Gebiet um den Beversee zu.

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Da mit dieser Streckenwahl der Lieblingsaussichtsturm auf der falschen anderen Seite liegt, kann nur dieses Areal zum Luft holen herhalten. So Probleme hat man doch gerne.

Entspannt rolle ich den Weg durch das Waldgebiet und sehe drei kleine Trampelpfade. Beim letzten entschließ ich mich fußläufig (das Rad führe ich natürlich schiebend mit mir) mal zu schauen.

Der Schreiber kommt an einen netten Wasserlauf, jener liegt eine Senke. Nur das Wasser plätschert, den Wind geht. Ist man dort, kann man vom Weg her nicht gesehen werden. Überlegungen… . Ich entdecke Spuren quer runter vom Hang auf der anderen Uferseite durch das Wasser und dann dort hochführend, wo ich her gekommen bin.
Es sind keine Spuren menschlichen Ursprungs.

Ich rücke wieder ab und kurbel zur neuen Aussichtsplattform am Beversee. Mit einem älteren Pärchen kommt man ins Gespräch. Die Zeit rückt voran, irgendwann stehe ich im Burggarten. Der Wasserschlauch muß die ersten Wintetspuren beseitigen. Am heutigen…

Samstag: … wird noch eine erweiterte Pflege durch gezogen. Der Antrieb hat was nötig, die Pedale werden aber auch demontiert. Ein Gewinde sitzt schon gut fest. Feuchtigkeit mit Streusalz lässt vieles festfressen. Ich bin schneller.

Der Backloader (die hintere Satteltasche für die Tagesfahrten) bekommt zum Abschluss auch noch eine gründliche Wäsche mit warmen Wasser, Neutralseife und einer feinen Handbürste.

Am Nachmittag werden drei Bilder und drei Lampen in der neuen Wohnung meiner Ältesten aufgehängt. Das muß reichen.

Damit ist auch dieser Tag Geschichte. Habt noch ein nettes Wochenende und bleibt gesund!

43.023km/ 17.02.2021

Februar 18, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Winterfahrten/ volle tausend Kilometer/ Bike-& Biketouren Bilder: erste Zeilen am frühen Morgen, bei der letzten Radnutzung hatte ich schon 42.983km auf dem Buckel, was dann wiederum bedeutet, heute wird ein weitere Tausender voll gemacht. Dann mal los…

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Praktisch so ein Schneeberg vor dem Burggemäuer. Kann man schön als Fahrradständer nutzen.

*eine gefühlte Ewigkeit später*

Die 19,3km Jobanfahrt hab ich in 1:24h gemacht. Fakt ist, damit sind die 43.000 Kilometer beim CAADX voll. Soweit die positive Nachricht.
Die mittel-positive Nachricht besteht aus zwei, na gut, aus drei Meldungen.

Zunächst mal, ich bin heile angekommen. Dann, die Anfahrt klappte besser, als ich dachte. Konditionell kann ich nicht behaupten, daß es da jetzt einen merklichen Einbruch gegäben hätte.

Zu erwähnen wäre noch, daß die neuen Continental Spikereifen doch manierlicher rollen, als ich angenommen hatte. Obwohl es eine gute Brise von vorne hatte, kam ich auf gerader Strecke gut von Fleck. Damit wäre der erste Test der neuen Reifen durch.

Die eher weniger positive Nachricht ist, natürlich sind weite Teile der Radwege und vor allem der Radfahrspur nicht geräumt. Im speziellen hab ich da natürlich meinen Lieblingsradweg im Auge.

Das sind natürlich Bilder von den guten Abschnitten. Ich konnte ja schlecht auf der Straße anhalten um dann im Dunkeln vom Zugeschneiten Radfahrstreifen machen.

Gut, da bin ich dann an der Straße entlang, was weder landschaftlich noch sicherheitstechnisch (abseits der Straße ist es immer ungefährlicher)der Knaller ist. Aber es ging und das auch gut. Die Kraftfahrzeuglenker hatten alle Verständnis und haben ganz vorschriftsmäßig überholt.

Am Punkt wo ich dann die Deponie in Lünen erreicht hatte, geht’s dann regulär für mich irgendwie links-quer-rüber. Ab da wurd‘ s dann irgendwie – unschön.

Die Fußstapfen der Spaziergänger machten die Kombination aus auftauendem Schnee und Eis unfahrbar. Das hatte ich umgehend erkannt und hab dann das ganze Stück ab der Einfahrt Deponie bis zum Preußenhafen geschoben. War mir auch egal, Zeit hatte ich genug.

Nach der Schicht werd ich mal sehen was ich noch an Alternativestrecke hätte? Kurz vor‘ m Preußenhafen schaute das nördliche Kanalufer sehr gut brauchbar aus. Klar, tagsüber kommt ja von Süden her die Sonne satt drauf.

*wieder ein Zeitfenster später*

Die Rückfahrt war dann auch so wie ich mir das dachte. Das Nordufer war eisfrei…

…und so gönnte ich mir einen Ausflug zum Lieblingsaussichtsturm. Neugierde aber etwas schauen war der Plan. Ganz nebenbei hab ich mal wieder etwas Müll aufgesammelt.

Kurz danach noch ein Abschnitt mit den so beliebten Eisschildkröten. Eine Mischung aus Bodeneis, dadrüber Schneematsch, der aber wiederum von Fußabdrücken nett löchrig ist. Da kann man fast nicht drauf fahren, auch nicht mit Spikereifen. Noch „netter“ sind Eispurrillen, wahlweise von anderen Radfahren oder eher nervösen PKW-Lenkern. Aber damit hatte ich heute zum Glück nix zu tun.

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Jedenfalls hab ich auf der Rückfahrt die Wegstrecke für morgen früh gecheckt, da kann es dann eher beruhigt zu Sache gehen. Soviel also zum gestrigen Tag.

Habt einen schönen Tag und bleibt bitte gesund!

42.983km/ 06.02.2021

Februar 6, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Winterfahrten/ Bike-& Biketouren Bilder:  der Rest der Woche startet wie gewohnt nach dem Mittwoch mit dem…

Donnerstag: ja unglaublich, aber iss so. Leider hatte sich meine Hoffnung mit Temperaturen oberhalb der 6-7c° schon mit dem allabendlichen Blick zum Wetterfrosch erledigt. Damit bleibt präventiv vorne das Laufrad mit dem 45NRTH Spikereifen drin.

Dennoch das Wetter spielte etwas verrückt. Wirklich kalt war es dann am Morgen doch nicht, im Mittel lag es so bei 6c°, aber eher feucht, und wer hätte es gedacht, arg windig

Gut war, ohne die Bodeneisneigung konnte ich wieder durch die Lippeauen fahren, was mir dann die plöde Baustellenbrücke und in den ersten Teilen auch den Randstreifen mit den Ampeln sparte.
Irgendwann hatte man dann aber auch den Tritt gefunden, so daß ich auch in den windoffenen Abschnitten noch mit Anstand vorwärts kam. Schnell ist natürlich was anderes.

Trocken blieb es auch, sieht man mal von der eher kurzen Attacke mit einem Schauerchen ab. Radfahrerherz was willst du mehr!?

Den Tag über heitert es wieder auf. Hält der Frühling doch schon Einzug? Die heutige Rückreise fand dann klassisch an der Rennbahn entlang statt, mit dem Ziel dem Lieblingsaussichtstrum mal wieder eine Besuch abzustatten. Wie ich so unten am „Eingang“ stehe und über die Brüstung schaue, sehe ich zwei schwach ausgebildete Trampelwege, die unter den Turm führen. Ich mache mich auf und folgen ihnen, bin ja neugierig.

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„Gut“, denke ich mir,„Hängematte ginge, nur es ist deutlich windiger, als oben auf den Plattformen.“ Ich gehe hoch und genieße einen kurzen Augenblick die Aussicht. In der Ferne sehe ich zwei Schwäne in den Lippewiesen hocken. Dann machte ich mich auf.

Das nächste Ziel war die von mir so genannte Mercedes Halde. Dort wollte ich mich mal umsehen, ob es dort nicht ein passendes Plätzchen zum Verweilen gäbe.
Die erste Kunstübung war dann aber, fahrend die Halde hoch zu kommen. Das ganze Nass der letzten Tage hatte den Untergrund satt durchtränkt, aber mein 35mm messendes und grobstolliges Hinterrad hat mich nicht im Stich gelassen. Andere fahren 200km und finden das gut, ich versuche in der gleichen Zeit eine Halde hoch zu kommen. *lach*

Ich hätte auch fast die ganze Auffahrt geschafft, wenn da nicht dieser fette Ast gewesen wäre, der da in meiner Spur lag. Die Spur wechseln oder gar das Vorderrad während er Fahrt über den Ast lupfen, war mir zu riskant. Da kommt man nur in der Pampe auf der anderen Seite auf und wer weiß, wie gut oder besser gesagt, wie mies das Vorderrad dort Halt findet? Und auf ein Fangobad hatte ich gerade keine Lust. Also absteigen, den Ast bei Seite räumen oder ein paar trockenen Teile davon gleich einstecken. Die Feuerschale braucht ja auch was zum brennen.

Oben angekommen schaute ich mich um und bemerkte dann einen fetten Baumstumpf der aber glatt beidseitig abgeschnitten war. das war definitiv kein Sturmschaden-Totholz. Jener lag quer auf einem Trampelpfad, der wieder zum südlichen Rand des Waldes führte.
Das packte natürlich erneut meine Neugierde und ich folgte dem Weg. Ein paar viele Meter weiter die ersten Spuren unnatürlicher Baumanhäufungen…

…und wenig später gab am Rand dann jener Platz mit „Baumhaus“ (?). Das war zwar nicht fertig, oder schon wieder kaputt, auf jeden Fall aber auch nicht natürlichen Ursprungs. Eine mit Steinen befestigte Feuerstelle war auch ganz klar zu sehen. Da hatten wohl ein paar angehende Bushcrafter eine wenig was gebastelt. Erfolgreich? Keine Ahnung, ich konnte damit nix anfangen, war mir auch alles irgendwie zu auffällig.

Nach einer Runde bin ich dann wieder in Richtung Abfahrt. So ohne Ast im Weg und Berg runter war das auch kein Ding. Zum Abschluss gab es noch eine kurze Strecke am Lippe- Wehr entlang. Dort sprudelte ordentlich Wasser. Die letzten Meter zur Burg waren dann gemacht und die Waschmaschine wurde gefüttert.

Ach ja…

Winterpokal/ Winterpokal 2020/ 2021: hatte ich die Tag nicht gemutmaßt, daß ich wohl im Winterpokal des Radforum nicht wirklich weiter nach oben rutschen werde, so bin ich heute überrascht.

Mit dem heutigen Eintrudeln hier auf der Burg bin ich tatsächlich auf Position 4. aufgestiegen. Da bin ich echt überrascht. Gut, unser alter Hase Kafka wird seine Fahrten noch nicht eingetragen haben, daß aber Borckenhexe1169 als fahrstarke Teilnehmerin noch zwei Plätze hinter mir liegt? Entweder pennen die beiden, oder ich habe doch noch Potential. Ist schon eine irre Sache. Weiter im Tagestext.

Freitag: letzter Aufruf für diesen Tag, vom Job her geht es wider ins Sauerland, dieses mal mit einem jungen neuen Kollegen, die Runde zeigen.

Die Fahrten zum Job aber auch zurück gingen wie geschnitten Brot. Morgens war es zwar mit 2c° noch recht frisch, ich fand aber, es war eher mild frisch. Zumal ja die Bewegung noch dazu kam. Für den Heimweg hatte ich mir die sportlich-tricky Aufgabenstellung vorgenommen, die beiden Continental Spikereifen über die Schulter zu legen und sie so gen Burg zu transportieren.
Das klappte zwar auch, war dann aber doch nicht so ganz einfach, wie ich dachte. So Drahtreifen sind ja doch sperriger, als man denkt.

Nach der Ankunft gab es wider ein Reinigungsprogramm in umfangreicher und anschließend noch ein wenig körperliche Ertüchtigung. Außerdem wurde schon einer der beiden neuen Spikereifen montiert. Jetzt hier so mit diesen Zeilen tippend am…

Samstag: …Morgen hab ich die Entscheidung gefällt, auch den noch vorne montierten 45NRTH Spikereifen noch zu demontieren und ebenfalls gegen einen zu Continental Spikereifen tauschen. Die Wetterfrösche munkeln was von scheren Wintereinbruch.
So richtig scharf bin ich da ja nicht drauf, denn dann geht das wieder mit der Streckenwahl los, heißt ich müßte wieder an der gestreuten Straße entlang, mit dieser blöden Baustellenbrücke.

Ja und ansonsten war heute IKEA Möbelaufbau beim ältesten Töchterchen angesagt.

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42.896km/ 03.02.2021

Februar 4, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Winterfahrten/ Bike „Abflüge“/ Stürze/ Bike-& Biketouren Bilder: Anpfiff für den Monat Februar und so wie’s ausschaut, behält der Winter noch ein wenig seine Position.

Montag: nach dem das Wochenende mit dem Umzug geschmeidiger gelaufen ist als angenommen und die super entspannte Rückfahrt am Sonntag auch bei viel Sonne abgehandelt wurde, sah die Welt am Montagmorgen irgendwie dunkel aus.
Was mich gleich stutzig machte war, daß es wohl über Nacht Niederschlag gab und es kalt war, aber draußen auf den Wegen vor der Burg eher unauffällig schien.

Am Wochenende hatte ich noch die frisch erworbenen Continental Contact Spike 240 Winter wieder originalverpackt, also mit der Banderole in einen Karton gesteckt und zum Rücksenden bereits verfrachtet. Neben der Tatsache das jene nicht nur geschmeidig schwer sind, die 240 Spikes in nur zwei Reihen angeordnet sind (wo ich mich dann gefragt habe, was zum Geier soll der Mist???), nein es stand auch noch drauf – Made in China. Lange Rede kaum Sinn, mit dieser Spikeanordnung muß in der Entwicklung was schief gelaufen sein.
Ich hatte mich dann doch wieder für die bisherigen 45NRTH Xerxes entschieden, mir da dann aber auch nur einen kommen lassen. Der Vordere ist ja noch gut. Leider gab´s die Ausführung auch nur noch in Drahtreifen, was wieder ein paar Mehrgramm mit sich bringen wird. Natürlich wäre ein 45NRTH Gravdal sinniger gewesen, aber dazu fand ich dann keiner brauchbare Angaben. Soviel also dazu. Und nun zum eigentlichen Tagesgeschehen am Montag

…drei Frikadellen weiter.

Was ein Ritt in der Frühe. Schon am ersten Kreisverkehr hat es mich gelegt. Zum Glück war ich a. auf dem benutzungspflichtigem Radweg (wie immer an der Stelle) und b. schon im Kriechtempo unterwegs. Ich wollte mal die Lage sondieren wie fix die Kraftfahrzeuge so durch rauschen und so das Risiko für mich minimieren.

Blöde Sache aber wenn ein paar Millimeter dicker Eispanzer auf der Strecke ist. Ich setze also die Füße ab und schon rutscht das Hinterrad weg. Da ist ja (leider) zur Zeit noch ein normaler Grobstollen Reifen drauf, weil es den hinteren Spikereifen ja in Mitleidenschaft gezogen hatte.

War aber alles halb so schlimm. Den Vorgang als solches kann man sich vorstellen als wenn man sich zunächst flotter hinkniet und sich dann auf eine Seite rollen lässt.
Eine Autofahrerin hatte das zudem gesehen, umgehend angehalten und sich durch die geöffnete Beifahrerscheibe nach dem Wohlergehen erkundet.

Aber auch am Kanal waren die Strecken nicht so lustig. Der feine Sandschlamm war von gefrorenem Wasser durchzogen. Ich hab mich dann für das bessere Nordufer entschieden.

Der letzte Hammer war die Holzbrücke kurz vor Job. Wohlwissend um diese Stelle bin ich da schon vorher abgestiegen, eine Hand fest am Geländer und in der anderen das CAADX. Das schlingerte im Schiebebetrieb ganz schön auf dem gefrorenem Holz.

Mann o Mann, was ein Ritt.

Meet & greet: bevor ich mir den unausgegorenen Schwachsinn von Wegführung angetan habe, gab’s mal wieder ein spontanes Treffen mit dem Husky Mann. Wir hielten beide an, grüßten und plauschten so ein wenig über, wie sagt man doch, Gott und die Welt.

Für die Rückfahrt wählte ich das südliche Kanalufer. Man muß ja ma‘ schauen ob das Tor doch nicht geöffnet ist. Zu meinem Erstaunen hatte man eine neue Hafenzufahrt, jetzt aber Obacht, nur mittels Beschilderung für Fußgänger angelegt.

Da wenig los war bin ich da aber trotzdem lang, letztendlich ist es ja immer noch eine offizielle Radroute.

Folgt man also dem Weg „umschifft“ man die Fitnessbude mit dem gesperrten Parkplatz, landet aber im Yachthafen Rünthe. Dort wird nochmals per Ausschilderung darauf hingewiesen, daß Radfahren untersagt ist, was mich aber…

Ach komm lassen wir das. Armes Deutschland. Jedenfalls bin ich so am inneren Zaun des Yachthafen entlang und hab mir dann ein offenes Tor gesucht. Ich bin aber ziemlich sicher, daß jene früh bis sehr früh morgens verrammelt sind. Das man da also durchkommen würde, bezweifle ich. Alternativen?! Ach ja, ich vergaß!

Ja da wäre die Streckenführung nördlich am Beversee vorbei, nur…
…da wird zur Zeit Holz gemacht, die ohnehin schon eher erdähnlichen Wegstrecken sind also durch entsprecheden Gerätschaften in Mitleidenschaft gezogen und werden auch sonst durch Nass von oben eher weich sein.

Dienstag: der zweite Tag, heute ma‘ nix mit eiskalt, zumindest nicht von den Temperaturen her. Dafür bin ich eiskalt am Randstreifen meiner Rennbahn  entlang und ebenso eiskalt durch die Brückenbaustelle. Die Baustelle ist eigentlich per Schild Tabu für Radfahrer aber…

…diese Strecke wird gestreut, was man wie sich ja gestern zeigte, auf den Neben- u. Alternativstrecken so gar nicht der Fall war und wohl so auch bleiben wird. Und so darf man eigentlich entspreched ausweichen.

Jedenfalls kam ich sogar recht gut von Fleck, bin mir nicht mal sicher, ob ich die 1 Winterpokal-Stunde voll bekommen habe.

Entscheidung des Tages, ich behalte die Conti Spikereifen doch, denn bei Bike24.de gab es nur noch einen 45NRTH Xerxes und den auch nur in der Drahtausführung. Der wird dann als Ersatz auf die lange Bank geschoben. Und so hab ich mir neben dem 45NRTH Reifen auch eine Endura Hose (zum wasch-wechseln) bestellt.

Nun warten wir mal auf die Lieferung und hoffen aber auch auf besseres Wetter. Denn mit diesen Zeilen hat es immer wieder Schauerregen. Fänd ich jetzt für eine Heimfahrt nicht ganz so prickelnd.

Ansonsten ist man vom Job mal wieder nim Sauerland unterwegs. Sehnsüchte werden befeuert, hoffentlich wird es bald wärmer.

Die Heimreise fand dann doch in eher entspannt statt, aber auch um mal mit dem noch am Vorderrad vorhanden 45NRTH Xerxes zu spielen. Denn bei der Abfahrt bemerkte, nein hörte ich deutlich wie die Spikes am Asphalt ihre Geräusche machten. Da ich ja am Vortag den Luftdruck der besseren Haftung für die Spikes bei vermeintlichen Eislage nach unten korrigiert hatte, machten sie eben Lärm. Das Fahrverhalten war zwar unbedenklich, aber ich beschloss halt, die Rückfahrt ma zu nutzen.
Zwischen Preußenhafen und Seepark Lünen unter einer Brücke pumpte ich also erstmal Luft nach. Das machte sich auch sofort bemerkbar, schien mir dann aber im weiteren Verlauf der Heimreise noch nicht so passend zu sein. Also gab es an der Kuhbachtrasse in einem Unterstand nochmal was mit der Luftpumpe drauf.

(Restbilder im neuen Februar Radtouren-Bilder Album)

Fiel doch oben im Geschreibsel der Begriff Armes Deutschland, so komm ich nicht umher doch mal was dazu zu sagen. Das Radwege außerhalb von Ortschaften zwar angelegt und als benutzungspflichtig ausgeschildert werden dürfen, ist ja schon normal. Das aber eben genau jene angeordneten Radwege auch noch beidseitig benutzbar sind, also fährt in eine Richtung entgegen der Fahrtrichtung, ist schon ein weiterer Hohn. Irgendwo in den Tiefen der Gerichtsbarkeit gibt es dazu sogar ein Urteil, daß dies nur in absolute Ausnahmefällen zulässig sei.
Das es aber auf Radwegen außerhalb geschlossener Ortschaften keine Streu- & Räumpflicht gibt, hatte mir ja seinerzeit sogar eine zuständige SPD Politikerin mitgeteilt.

Jetzt kann sich ja jeder selbst ein Bild davon machen, wie man das sehen kann. Aber als Radfahrer ist man bestenfalls ein Mensch dritter Klasse. Denn auch bei der Streupflicht innerorts gibt’s eine Reihenfolge. Und darf man mal raten an welcher Stelle Radwege stehen?

Genau – an letzter Stelle.

Soviel ist also die Unversehrtheit eines Radfahrers wert! Das dies dann noch den unterschiedlichen Instanzen zusätzlich zum Opfer fällt, habe ich heute früh noch am Preußenhafen mitgeteilt bekommen. An einer Kurve war das schon arg glatt, aber auf dem Holzsteg kurz danach wurde gestreut. Ich hab dann also angehalten und kurz bemerkt, daß da an der Ecke auch ma´ was gut wäre.
Der gute Mann zuckte nur mit den Schultern, der arme Schlucker konnte nur herausbringen, daß die Ecke nicht in der Zuständigkeit läge und er es deshalb nicht machen dürfe. Ja was soll man dazu sagen? Iss doch, man möge mir das verzeihen, Kacke. Aber so ist das eben. Man versteckt sich hinter den Vorschriften und gut ist. Dazu noch ein Bild von einem anderen benutzungspflichtigem Radweg.

Gut, für die Freunde des gepflegten Cyclocross (Rennradfahren im Tiefschlamm) bestimmt eine Augenweide, aber der Weg ist nicht mal befestigt. Es sei denn, daß irgendwo geschrieben steht, daß Schlammlöcher befestigte Wege sind.

Auf dem Weg nach Hause bin noch bei Fahrrad Wilmes vorbei. Also ehmalig Fahrrad Wilmes, denn aktuell ist da wohl AT-Cycles drin. Einen Laden von denen hatte ich ja schon in Dülmen ausfindig gemacht, übrigens sind dort drei oder inzwischen vier Radläden in einem Bereich von acht mal fünf Kilometern. Also in Dülmen. Oder, wie an der Perlenkette gezogen. Egal…

Somit denke ich hat sich Fahrrad Wilmes zurück gezogen und neuer Wind ist in den Ausstellungsraum geweht. Sieht natürlich alles super chic aus, ist aber ach eher nix für mich. Ja so war dann eben die Rückfahrt.

Mittwoch: die Mitte der Woche ist erreicht, der Sommer hält Einzug. Draußen vor der Tür hatte es selbst im ländlich offenen Abschnitt noch satte 8c°+.
Die Frage dabei war nicht, was ziehen wir noch an, sondern was ziehen wir noch aus? Luxusproblem.

Das Radtrikot als zweite Lage wurde gar nicht erst angezogen. Genauso die Dreiviertel-U-Buxe. Auch das letzte wenn auch sehr dünne Paar Handschuhe verschwand nur präventiv in der Jackentasche. Die beiden Unterarmreißverschlüsse wurden auch schon teilweise geöffnet. Und aufpassen, trotzdem nicht zu schnell fahren, damit man nicht beginnt zu fiebern.

Erstbefahrung: die Heimreise wurde mal wieder intuitiv-spontan angegangen. Hauptthema war zunächst mal das Wetter, denn jenes sollte ja auf Regen in guter Menge stehen.
Als Strecke wurde mal wider Sesekeradroute und Kuhbachtrasse abgerufen um dann doch wieder in die Richtung der erst am Sonntag erkundeten Strecke zu „fallen“. Dabei habe ich dann aber doch noch eine weitere mögliche, wenn auch kurze andere Streckenführung auf dem Motorola vorab ausgekundschaftet. Die Ausfahrt zu dieser neuen Strecke habe ich erst gestern erspäht, also muß man doch mal schauen…

Zu meiner Überraschung ist an einer T-Kreuzung eine nette Sitzgelegenheit samt Wetterschutz aufgestellt. Gespendet wie dort beschildert steht, ich denke von einem nahen Ureinwohner.

Nach dieser Entdeckung dieser Nettigkeit bin ich dann dem Rest der Strecke (<klick> A1 Waldverbindung zum Galgenberg/ heute aber wie bis jetzt eigentlich immer entgegengesetzt) gefahren.

Insgesamt hatte ich heute auf der Rückfahrt mit dem Wetter mal gut Glück. Der Wind kam nur von hinten und auch die diversen Niederschläge hielten sich eher zurück. Erinnern kann ich mich nur eine längere Sprühregenphase.

Mobilphone: leider konnte ich aber diverse Licht- u. Landschaftsszenen nicht fotografisch einfangen. Denn nachdem ja mein Motorola irgendwie spinnt, schaltet es sich immer mal wieder gerne beim oder kurz nach dem Bildermachen von selbst aus.
Seltsam ist, ich kann es wieder einschalten und der Akku hat noch gute 40%+ an Saft. Was das ist, weiß ich noch nicht? Man wird mal wider sehen, eventuell bekomm ich wo Infos. Ansonsten…

…habt einen schönen Tag und bleibt gesund!

42.760km/ 31.01.2021

Februar 1, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Winterfahrten/ Bike-& Biketouren Bilder: letzter Run für diesen Monat und gleich vorab, ich hab’s getan!

Und dabei sind nicht nur entspannt die „fehlenden“ 34 Kilometer zusammen gekommen, sondern sogar fast 50 Kilometer. Die Älteste hatte noch ein Regal an die Wand zu bringen, also bin ich mit dem Kastenwagen noch mal hin. Dabei stellte ich fest, draußen war es mächtig frisch geworden. Die kalte Luft zog straff aus Osten rein und wir wissen ja alle, alles was so an Luft aus dem Osten kommt, kann nicht unbedingt als warm gelten. So zumindest im Januar.

Alle Sachen passend zusammen zu packen war ein logistisches Meisterstück. Denn wer fährt schon mit einem Auto zur Arbeit um hinter wider mit einem Fahrrad zurück zu kommen? Irgendwie ist mir das aber gelungen, wobei ich nicht verschweigen mag, den Packsack hab ich dreimal wieder entleert und nachgeschaut ob wirklich alles drin ist.

Die nächste Fingerübung war dann, woher fahren mit dem Radel? Irgendwie zog es mich ja in den letzten Wochen immer mal an der Seseke entlang. Doch da war ja jetzt diese plöde Baustelle.

Als ich dann mit der geborgten Kastenkutsche so in das Einzugsgebiet rolle, fällt mein Blick auf den „Einstieg“ zu einer mir sehr gut bekannten Radroute. Ich entschließe mich spontan in diese Route fallen zu lassen und dann ma´zu schauen, was sich sonst so ergibt.

Gesagt getan, nachdem ich meine Handgriffe erledigt hatte und die Tür ins Schloss fiel, ging die Reise ab. Gleich auffallend war, eine Megamenge an Menschen war unterwegs. Klar kein Wunder bei dem Wetter kommen sie alle aus den Löchern gekrochen und wollen frische Luft und Sonne schnuppern. Ich rolle also so vor mich dahin und nehme eine erst kürzlich entdeckte Verbindung um dann am Naturlehrpfad Alte Körne in Dortmund an der südlichsten Piste entlang zu fahren.
Meine Hoffnung das dort weniger Leute sind, weil deutlich schlechtere Wege, bestätigt sich leider nicht. Ich rumple also so vor mich dahin, belass es aber auch dabei. Je mehr Leute, des so mehr Fahrzeit, besser für den Winterpokal, so der Gedankengang.

Ach ja, hatte ich gesagt, daß ich meinen Packsack dreimal auf links gedreht hatte um nix zu vergessen? Natürlich bemerk ich relativ fix nach dem Start, das mein Schnupftuch nicht am angestammten Platz ist. Zunächst denke ich noch:„hast´e halt vergessen“, doch dann dämmert es mir. Es muß irgendwo im immer noch picke-packe-vollen Packsack stecken.
Um anzuhalten ist es mir zu windig, ich komme auch eine gute Zeit lang ohne zurecht. Doch irgendwo in Dortmund Wasserkurl finde ich eine sonnige und Windgeschütze Stelle (Bild mit dem angelehnten CAADX und den Häusern), es wir eh Zeit für einen großen Trinkstop. Ich krame also in dem Packsack rum, entnehme zunächst die Reservetrinkflasche und fülle deren Inhalt in die am Rad befindliche Trinkflasche (an dem Punkt einen meiner Gedanken währendich so fuhr)…

Bike nachgedacht/ Idee!: ich habe mir ja eine isolierte Lösung geschustert, die auch gut funktioniert. Auch wenn es nach Bastellösung ausschaut und mich eigentlich weniger stört, kam mir die Marke Fidlock in den Kopf. Dort gibt es ja einen TWIST uni connector. Da stellt man sich doch die Frage, ob jenes Teil nicht auch meine fette 1l Trinkflasche samt einer-der Isolierung umfassen könnte? Ich werde mal Infos ausfindig machen. Weiter bei der Reise…

…natürlich Wandas Schnupftuch ganz unten im Packsack, wo es auch nicht rausfiel, weil sich dieses Material gerne am Material des Packsacks festsaugt. Nun war ich aber wieder bestens ausgestattet und hatte auch genug getrunken. Denn die Aufgabenstellung der Trinkdisziplin bei dem Wetter stand schon an. Es war auch mit der guten Kleidung arg frisch und sogar weil man auch in dem moderaten Tempo irgendwie auf Temperatur kommt.
Das Produkt der Erwärmung, gemeinhin auch als Schweiß bekannt, kondensiert an der Innenseite der Jacke und verdampft so nach außen. Da es aber fast kontinuierlich Ostwind in arg frisch von vorne hatte, meint man schnell, ist einem nur kalt. Dabei schwitzt man, also muß der Wasserverlust wider aufgefüllt werden.

Nach dieser Pause ging es dann weiter. Ich entschied mich nicht wie üblich via Südkamen einzurollen, sondern einen Harken an Unna an der nördlichen Flanke vorbei zu nehmen. Dabei ging es durch Afferde, einem kleine Nest nahe Unna. Die Radstrecken dort hatte ich immer wider mal vor Urzeiten gefahren. Inzwischen hatte man aber dort auch neu aufgefrischt und sogar noch eine gut brauchbare Strecke bis an die südliche Grenze zu Kamen gezaubern.

Die Kaserne hab ich dann aber rechst liegen gelassen und bin dann quasi direkt am Ende einer alten Bahntrasse eben auf jene gefahren. Ab da war eigentlich klar was an Strecke kommen würde. Eigentlich.

Umeigentlich stand ich dann aber doch an der Hansastraße (Bergkamen) und mein Blick fiel unweigerlich auf diesen super waldigen Hügel. Ich weiß mal wieder nicht wie oft ich schon an dieser Schnittstelle war und dachte:„mensch was für ein netter Hügel mit Bäumen drauf.“ Und die Male die ich Googlemaps sowie diverse andere Onlinekarten studierte kann ich auch nicht mehr zählen. Sicher war, ich wusste wo ich auskam. Weniger sicher war, wie die Zufahrt von meiner Seite aussehen würde?

Im Streckenverlauf auf der Strava Karte (einer kostenlosen Trainigsplattform/ ganz nett, weil dort nicht hur aufgezeichnete „Ergebnisse“ landen, sondern auch die Strecken, aufgezeichnet via GPS = Kartenstudium für demnächst) kann man auch sehen wie ich zunächst nach Norden fahre, dann aber doch umdrehen um endlich die Waldstrecke zu erkunden.

Ja und was soll ich sagen, wunderbar dieses aber auch eher kleine Stückchen Wald. Natürlich tummelten sich hier auch ein paar Hundegänger mit oder ohne Kind. Den kleinen Trampelpfad in den Wald rein, hab aber nur ich genommen.

neuer wald_ergebnis

Einziger wirklicher Nachteil, der Wald liegt quasi direkt neben der A1, man hört also immer irgendwie den Lärm von den Autos. Auch wenn sich dieser eher zurück hält, viele Bäume dämpfen ja und auch die hügelige Geländelage dazu beiträgt das nicht alles durch kommt, blöd ist das schon.

Ich habe dann meine Runde gemacht und bin weiter. Da nun viel Volk unterwegs war, ich auch die 34 Kilometer schon längst überschritten, hatte ich eigentlich beschlossen, nicht mein letzten Top-Favoriten-Ziel zu fahren. Da würden eh nur Menschenmassen sein.

Ungeigentlich die zweite, ja und quasi kurz vor Schluss warf ich dann doch noch einen Blick in die langsam versinkende Sonne und beschloss, doch die Halde hoch zu fahren. Da ich mein Motorola Handy (oben auf dem Bild wo das Rad unter einer Unterführung steht. Es hatte sich verabschiedet, diesmal aber wohl weil ich es ausersehen ausgeschaltet hatte.) aus dem Tiefschlaf geholt hatte, konnte ich ja auch endlich Bilder machen.

Vielecht war es ja auch zu kalt für viele Leute und überhaupt die ganze Höhe müßten sie ja auch überwinden. Gut ich bin dann inzwischen routiniert hoch und kam auch gut oben an. Und wie man sieht, es hat sich gelohnt.

halde_ergebnis

Danach war dann nur noch heim rollen angesagt. Und so war das dann dieses Wochenende und mit den fehlenden 34 Kilometern. Jetzt geh ich sogar mit einem Guthaben von 16 Kilometern in den Februar. Mal sehen was da so alles kommt.

Fakt ist, morgen wird es wider sehr frisch und irgendwie soll auch Niederschlag mit dabei sein. Schnee? Wer weiß?

Morgengruß: genießt den Tag und bleibt gesund!


Infobroschüre der FH Münster, Version 1.0 – Stand 11. Januar 2021 über die Wiederverwendung von FFP2 Masken für den Privatgebrauch

42.690km/ 28.01.2021

Januar 29, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Winterfahrten/ Bike-& Biketouren Bilder: die letzte Woche im Januar starte an, es wird wohl wider frisch im Lande. Gut für mich ist, am Job steht eine passabel zeitige Runde an, ich rücke also recht früh aus, habe aber auch entsprechend passabel Feierabend.

Montag: es ist wie es ist, der Espresso doppio mundet, gleich geht es los. Der Wetterfrosch verkündete gestern Abend Temperaturen unterhalb der 0c° aber sehr wenig Wind. Hatten wir auch schon lange nicht mehr. Wird es eine Genussfahrt?

Und so war es dann auch. Raus aus dem Dorf hatte es nur -3c° und eben keinen Wind. Natürlich brauchte ich ein wenig, bevor ich richtig auf Temperatur war. Das einzige was mich ärgerte war, daß wohl die offizielle Wegführung über den Parkplatz an der Fitnessbude am Hafen zu sein würde. Getestet hab ich das natürlich nicht, den Ärger erspar ich mir.

Auf der Jobrunde in Wuppertal und Co. liegt großflächig Schnee, aber mit der Firmenkutsche lässt es sich passabel fahren. Überhaupt ist man ja hier was Schnee und Winter allgemein angeht etwas geübter.

Zu der am Nachmittag gelaufenen Nettigkeit hatte ich ja schon was getippt, vergessen wir das also und gleiten geschmeidig zum Tag zwei der letzten Januarwoche über.

Dienstag: ich den ganzen Zeilen zu der Runde vom Vortag, die ich hätte irgendwie abkürzen können, ist der frühe Morgen mit seinem Espresso doppio irgendwie – zäh. Weniger erheiternd ist, daß man draußen schon wieder diesen fu*king Starkwind hört. Wobei man ja nie so genau weiß wie stark er wirklich ist. Wegwischen auch diesen Tag werd ich sinnvoll verbringen.
Fakt ist aber, heute wird eher einen auf ruhig gemacht hoffe ich.

09:00Uhr: Inzwischen hocke ich in der Firmenkutsche am Rand von Solingen und habe etwas Brückenzeit. Bis hierhin habe ich zwei Lachsforellen-Brötchen inhaliert, denn die Jobanfahrt heute früh hatte es mal wieder in sich.

Bis heute ist mir ein Rätsel was die Herren Wetterfrösche unter Böen verstehen? Ich war bisher der Meinung, daß Böen kurzzeitig aufkommende Starkwinde sind. Wenn die Herren also von Spitzen mit 60-70km in Böen reden, sollte das ein kurzzeitiges Ereignis sein.
Wenn jetzt aber die genannten Böen dauerhaft vorzugsweise gegen mich antreten, dann sind das eben keine Böen mehr, sondern ein Starkwind.

Und genau das hatte ich heute früh. Fu*k was ein Mist! Auch eine insgesamt spontane Streckenwahl am Südufer des Channels brachte nur in Abschnitten einen gewissen Grad der Besserung.

Wenn du also auf den Kanal schaust und sich dort anfangen größere Wellen zu bilden, quasi kurz vor der Schaumkronenbildung, dann sind das definitiv keine Böen mehr. Der einzig gute Punkt heute früh, der Wind war nicht mehr so eisig wie gestrigen Nachmittag. Naja und mit einer Stunde und zehn Minuten kam ich für die Verhältnisse eigentlich auch ganz gut an.

Bike nachgedacht: ein wenig ärgere ich mich aber noch über die neuen Spikereifen. Klar alten Spike-Faltreifen sind leichter und rollen entsprechend geschmeidiger, daß ich jetzt aber dann doch wieder Spikereifen mit einer Stahlkarkasse ordern mußte… . Ich hätte ja auch die 45nrth Xerxes noch mal bestellen können. Zumindest hätten sie nur noch die Hälfte gekostet, aber mit nur 140 Spikes drin, war mir das doch zu wenig. Oder doch nicht?

Klar, man kann dann um den Spikes eine bessere Haftung zu gewähren, den Luftdruck ablassen. Aber genau das geht dann auf die ja eher dünnhäutig und damit schadanfällig ausgelegten Reifenflanken. Ich empfinde das als einen eher blöd-ungünstigen Kompromiss. Nun gut, Thema abharken, weiter im Tagestext…

Die heute Rückfahrt bekommt den Titel: Teufelchen und Engelchen. Eigentlich wollte ich heute nur ganz einfach nach Hause fahren und das auch in kurz. Aber da waren sie wieder, das Teufelchen und das Engelchen. Das Teufenchen flüsterte in das eine Ohr:„och komm, eine kleine Extrarunde geht doch.“ Daraufhin das Engelchen:„nein lass es, gönn Dir eine Auszeit und ruh dich mal aus.“
Nachdem sich beide dann in der Mitte getroffen hatten und beraten stimmten beide für eine kurze Verlängerung mit Ausblick von der Halde Kissinger Höhe. Leider knickte erneut mein Motorola Akku bei 41% ein und so gibt es nur Erinnerungsbilder für mich. Sind natürlich schöne Bilder.

Bevor der Akku aber einknickte, hatte ich noch eine Chance diese zwei Bilder am Lüner Seepark zu machen.

Unschwer zu erkennen, zwei Schwäne ich nehme an ein Pärchen und mein Fahrgerät.

Mittwoch: die Woche aber auch der Monat neigt sich dem Ende entgegen. Am Morgen geht es relativ geschmeidig am Kanal entlang. Nachmittags bevorzuge ich den Randstreifen am Rande der Rennbahn. Ich bin erstaunt, daß ich in groben Schnitt auch mal durchgängig 20km/h+ fahren kann. Damit unterschreite ich sogar die 1h Fahrzeit um die vollen Points für den Winterpokal auszuschöpfen.

Sport: mir aber egal, es lag mein Training an. Und Krafttraining sowie Beweglichkeit & Dehnung sind sehr wichtig. Das Training lief auch erstaunlich gut.
Um eine gewissen Trockenheit bei den Bodenübungen zu gewährleisten, spannte ich vorsorglich das Tarp auf. War auch eine gute Wahl.

Nach dem Training wurde noch der Gepäckträger ans CAADX geschraubt, sowie die beiden Packtaschen eingehängt. Man hatte die Tage im nahen Heimatwald noch ein paar nette Buchenäste als Sturmschaden ausfindig gemacht.

Donnerstag: der Tag läuft relativ gut an, ich fahre über eine Kombi aus Lippeauen und Rennbahn zum Job.

Bike nachgedacht II: innerlich sinniere ich, die noch orginalen Conti Spikereifen zurück zu senden und doch wieder auf die leichteren 45nrth Xerxes zurück zu greifen. Im Grunde haben sie seit Ende 2018 einen brauchbaren Dienst getan und das Mehrgewicht von 715g zu 530g pro Reifen ruft in mir einen gewissen Wiederwillen hervor.
Vor allem wenn man das dann och bei schlecht Wetter vom Fleck treten muß. Das habe ich seinerzeit lange genug mit dem noch schweren alten fast 1kg schweren Nordic Spike gemacht. Aber da war ich ja ich jung. *lach*

Für die Heimfahrt hatte ich Glück. Fast, oder zumindest in dem Maß, daß ich doch gut weg kam. Denn der vorherige Regen hatte sich verzogen, ich konnte also im Trockenen abfahren und erst gegen Ende setzte wieder ein leichter Nieselregen ein. Das war aber nix von Bedeutung und so konnte ich die gefundenen Buchenholzreste (mal wieder für Feuerschale)…

…heim führen. Danach stand dann mal wieder eine kurze Reinigung an und der Gepäckträger wurde wider demontiert. Ja so war das bis gestern nachmittag. Heute steht nur eine einfache Anfahrt an und am Nachmittag werde ich anderweitig heim kommen.
Fürs Wochenende steht etwas Umzug an, die Älteste zieht aus, leider. Aber so ist das eben.

Habt noch einen netten Tag und bleibt gesund!

Winterpokal – Überraschungen/ 42.557km/ 25.01.2021

Januar 26, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Winterfahrten/ Winterpokal 2020/ 2021/ Bikebilder/ Bikedefekte: dabei fing der Tag ganz gut an. Ich kam relativ gut aus den Federn, der Espresso mundete und auf der Jobanfahrt war es zwar mit gut -3c° gut kalt, dafür aber windstill. Aber nun zum Thema – Winterpokal!

*schau ganz ernst*

Nur damit wir uns gleich richtig verstehen, Blut, Schweiß und Tränen sowie Rückschläge muß man hinnehmen und dann wieder aufstehen und weiter kämpfen. Winterpokal ist nicht, bei schön Wetter entspannt in die nächste Eisdiele oder wahlweise Café zu radeln, Winterpokal bedeutet Opfer bringen. Immer, egal wann und ihnen Bedenken.

*lach*

Nein, natürlich sollte es Spaß machen, aber manchmal gibt es auch so Momente die einen an den Rand des machbaren bringen. Und so war das eben heute. Dank frühem Schichtende dachte ich, bot sich doch mal an so nett daher zu radeln. Sonne von schräg hinten, erster Fotostop am Seepark Lünen. Dort war teilweise der See gefroren.

Zwar nicht ganz so nett wie in Wuppertal & Co…

…wo ich heute vom Job her war, aber auch schön.

Nett so daher war aber nicht ganz so lange, denn als bald stand ich vor der ersten Hürde.

An der Sesekeraroute hatte man ja quer drüber die Brücken der A2 neu gemacht. Das zog sich jetzt schon über Jahre und hat dem geneigten Radfahrer so einige Nettigkeiten gebracht. Als da wären unzählige Sperrungen seiner Fahrtrichtung, aber die lange bestehende Umleitung, die mehr einer Holperpiste glich als denn einer Radroute, war zumindest eine Lösung.
Eigentlich kein Wunder, daß sich da nicht öfters (wenn überhaupt) Radfahrer gemault haben.

Aktuell steht nun an den dank schwerer LKW zerfahrenen Weg wieder neu zu pflastern. Pflastersteine hatte man schon vor Wochen fein säuberlich positioniert und ich meine letzte oder vorletzte Woche auch schon entsprechende Absperrungen bereit gestellt. Heute war es dann soweit.

Man hat die Bude einfach dicht gemacht!

Umleitung ausgeschildert? Fehlanzeige! Das dort Radfahrer täglich zum Job fahren müssen (und gerade im Winter nicht die viel befahrene Paraellstraße nutzen wollen) ist wohl unbekannt. Alternativen sind auch eher rar gesät, also macht man sich erst gar nicht die Mühe.

Aber mal fröhlich weiter. Im Hinterstübchen hatte ich so eine längere Strecke, die man bei dem eigentlich sonnigen Wetter mal angehen könnte. Ich hab ihr mal vor ein paar Jahren den Titel gegeben WPC Unna Bahndammflitzen via Welver was dann ca. 75km unter dem Strich gemacht hätte. Hätte, wie gesagt.

Denn es kam alles ganz anders, als ich dachte. Zunächst mal war das mit dem Wetter und der Sonne nicht ganz so prall. Ja klar, die Sonne war schon vorhanden, aber trotzdem hatte es nur 1c° und die in eher frisch. Irgendwo auf der Sesekeradroute hab ich dann angehalten und noch die Dreiviertel U-Bux vom Morgen drunter gezogen. Dann ging es weiter.

Als ich dann endlich auf dem Alten Bahndamm angekommen bin bemerke ich erstmals intensiv, daß es am Hinterrad irgendwo nicht ganz so rund läuft. Zunächst denke: „da wird die Pelle nicht ganz so akkurat in der Felge sitzen“, und mache mir keine großen Sorgen.
Da es immer frischer wird, Knobel ich ein wenig mit der Strecke. Innerlich verabschiede ich mich vom vollen 75km Turn und habe zunächst eine Abkürzung im Kopf, kann aber später noch eine weitere, aber auch etwas längere Strecke in meinem Hirnnavi abrufen.

Ich horche also so in mich und befasse mich mehr mit der Route, als mit dem Hinterrad. Die erste Ausfahrt lasse ich noch frohen Mutes links liegen und rolle mich so auf die zweite Route ein. Irgendwo auf dem Alten Bahndamm beschließe ich nochmal kurz zu pausieren, mir einen Riegel in den Rachen zu werfen und auch den Trinkvorrat auf zu füllen sowie daran zu nuckeln. Und wie ich so aus der Pulle trinke schaue ich ma nach dem Hinterrad.

(Bilder aber zu Hause gemacht)

Die lose Stelle ist gute 5-8cm lang und verheißt nix gutes. Ich muß in den sauren Apfel beißen und abbrechen, umdrehen und über möglichst ebenen Untergrund Zivilisation erreichen.
Dort wo Häuser stehen hätte ich dann bei einem finalen Kapitaldefekt, also dem Tot des Reifens wo anklingeln können und ein Taxi ordern. Denn wie es der Teufel so will, mein Handy hatte heute während der Jobrunde wohl gut zu tun mit der Netzsuche, sodaß der Akku einknickte und sich das Motorola ausstellte. War ja irgendwie klar.

Irgendwie klappte das dann aber noch relativ gut, auch wenn die Zehenspitzen durch den kühlen Wind schon etwas anfingen nicht mehr wirklich warm zu sein. Aber strampeln half und so erreichte ich die heimische Burg.

Dort wurde dann nach dem Duschen die neue Bratpfanne nochmal mit Nudeln befüllt, ein Portion wohl gut für zwei Erwachsene Kerle.

Ja, seit Ende 2018 hat der 45NRTH Xerxes Faltreifen mit 140 Spikes insgesamt heute bis hier zur Haustür 3.049 Kilometer gelaufen. Ob das jetzt viel ist kann ich nicht mal so sagen. Irgendwie ärgert mich das dann aber schon, hatte ich seinerzeit eine fast 200 Taler dafür über die virtuelle Ladentheke geschoben (in der Zwischenzeit sind die Reifen für für nicht mal die Hälfte zu bekommen, was natürlich noch ärgerlicher ist).

Das sie mir schon bei der Montage recht dünnwandig vorkamen, hatte ich auf das sehr optimale Gewicht geschoben. Ich denke, da könnte ein Fehler drin liegen.

Ja und weil das dann irgendwie blöd gelaufen ist, wurde mal die Investition in diesem Jahr aufgestockt. Zwei neue Spikereifen und eine Reserve-Vorderlampe.

Gut, so war das dann heute, mal sehen was der Rest der Woche so bringt. Auf weitere größere Stunts hab ich aber keinen Bock mehr. Bis denn…

…habt einen netten Tag und bleibt gesund!