Archive for the ‘crazy Fahrten’ Category

Für einen Hand voll Euro/ 10.09.2022

September 13, 2022

Bikealltag/ The Cure – Forest/ do nature/ Mähmopped/ crazy Fahrten/ Bike- & Biketouren Bilder: die reiferen unter uns werden den Filmtitel – für eine Hand voll Dollar -noch gut kennen. Ich hingegen habe bei einer bekannten Quelle für eine Hand voll Euro, also original nur 5 Euro drei Säcke mit je 40l. Blumenerde erstanden.

Da ich am letzten Samstag eh noch was im Stall ab zu holen hatte und ich die drei Säcke dort gelagert hatte, wurden sie in den GOLF geladen.
(Natürlich nicht nur die drei Säcke, sondern auch andere Dinge die ich während dieser Fahrt hin oder her transportierte. Ich mache ja sehr ungerne einzelne Fahrten.)

Das CAADX hatte ich schon vorher eingeladen, weil es als Packesel dienen sollte. Ja mal wieder. Aber so einen oder auch drei Säcke auf andere Weise auf eine Halde zu schaffen könnte umspaßig sein.
Dabei ist nicht mal das Gewicht eines dieser Blumenerde Säcke das ausschlaggebende Hindernis, viel mehr die recht unpraktische Packform.

So richtig gut greifen und damit tragen kann man es nicht aber auch einen passenden Rucksack sucht man eher vergebens.

Der eigentliche Plan war, mit den beiden Fahrradpacktaschen die Erde nach oben zu schaffen. Da aber so ein Sack schon ein gutes Gewicht hat (was ich nicht mal genau kenne), hätte ich je einen Säcke aufschneiden müssen und dann zur Hälfte in einen ebenfalls schon mitgeführten Beutel packen müssen.

Kernidee

Da diese Handgriffe mir irgendwie zu umständlich und auch zeitraubend erschienen, ratterte mein Kopf.
An einem Punkt X machte s dann klick und ich hatte eine neue Idee. „Da der Gepäckträger für die Seitentaschenmontage ja noch montiert war, müßte man doch einfach so einen Sack Blumenerde drüber legen können. Da braucht man nur noch was, um den Sack in einer gewissen Weise zu sichern.“ So die Idee.

Ich dann also noch praktischer Weise an eine näheren Zufahrt gehalten, das CAADX ausgeladen und dann mal ganz locker flockig einen Sack Blumenerde genommen und den Sicherungsgurt für den sommerlichen Helmtransport um so einen Sack gelegt. Und sieh da, passte!

Der nächste Handgriff war dann nur noch Routine. Den Gurt durch den Gepäckträger gefädelt, den Sack drüber gelegt und dann mit dem Gurt gesichert.

(Bild rechts sieht man den roten Sicherungsgurt)

Und wie man sieht, daß klappte so wunderbar, daß das Erde hoch fahren eine reinste Freude war. Da verrutschet nix, alles lag sicher auf dem Gepäckträger und gut war.

Oben angekommen wurde in den letzten Zügen der Dämmerung der erste Sack entleert (Beet 2001/ 3. und Pflanzloch 2022), gleich wieder umgedreht und die anderen beiden Säcke geholt. Fernen haben noch das eine oder andere kleinere Beet ein wenig überschüssige Blumenerde bekommen.

Im Scheinwerferlicht wurde dann noch ein Foto vom letzten Pflanzloch 2022 geschossen, wo man besten im Dunklen sehen kann was Sache war.

Die ganze Aktion hat vom beladen, hoch fahren und entladen keine halbe Stunde in Anspruch genommen. Da es aber auch schon mal wieder locker-flockig auf 21:00Uhr zuging wurde die letzte Abfahrt schnell eingeläutet, unten das CAADX wieder in den Kofferraum gewuchtet und die restlichen Sachen hinterher.

Und damit war dann auch diese crasy Fahrt als reine praktische Nutzfahrt erledigt. Alles ein wenig hopla-hop, aber das machte nix. Die Zeit war da und vor allem die logistischen Möglichkeiten.

Kleine Randbemerkung

Leider mußte ich feststellen, das der Mann mit dem Mähmopped erneut seinen Runde gedreht hat.

Was er da jetzt geschnitten haben wollte, konnte sich mir nicht wirklich erschließen???

Denn bei der Hitze ist da oben so gut wie nix gewachsen, allen voran die schon einheimische Pflanzenwelt. Zum Glück wurden die von mir mit fetten Steinen eingerahmten Beete weitgehendstes verschont.

Denn noch das Beet 4. hatte er tatsächlich gestreift und dabei einen fetten Stein mitgezogen und auch das Beet 1. hatte was abbekommen. Zum Glück ist der Schaden aber sehr überschaubar und vor allemal den wohl eher zähen einheimischen Pflanzen auszumachen.
Da werd ich also nochmal ein fettere Steine um die Bereiche legen.

So, und das war dann der Blogbericht zu diese Geschehen. Euch noch einen netten Tag und bleibt bitte gesund!  😉

Wechseltemperaturen/ 52.902km/ 24.08.2022

August 25, 2022

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Hitzefahrten +20c°/ Sport/ Bike- & Biketouren Bilder: man könnte auch von einer unendlichen Gesichte sprechen. Ja klar, das Leben geht weiter, irgendwie.

Montag 11:33Uhr: erste Zeilen bei der ersten längeren Warteschleife auf der Jobrunde. Das irgendwie war in den frühen Morgenstunden extrem angenehm. Maximal standen 12c° auf dem Thermometer und entsprechend gut ging es am Südufer des Datteln-Hamm-Kanal entlang.

Ja es war sogar so, daß das zusätzliche Radtrikot mit den Armlingen in Kombination mit der Windweste zumindest zum warmfahren nicht die schlechteste Idee war. Nach und nach wurde aber abgelegt, man fühlt sich einfach nur wohl.

Die Jobrunde selbst hielt auch keine Überraschungen parat. Im tiefsten Sauerland, Sundern nennt sich der Ort, war es auch nur 14c° warm.
Überlegungen liefen eventuell zumindest im Sommer einen Umzug anzustreben? *lach*

Am aktuellen letzten Kundenstop in Iserlohn sind aber schon wieder 24c° angesagt.

Gut das ich die Radtaschen samt der beiden Camping Wasserkanister mit habe. Womit ich dann auch nicht mehr viel zum angestrebten Tagesziel sagen muß.

Feierabend: die Sonne schien zwar, aber so richtig knallheiß war es dann doch nicht. Das motiviert. Am Südufer daher fahrend sehe ich vor mir ein Fahrzeug des Ordnungsamtes, ich kann es einholen und man winkt mich sogar vorbei. Da der gute Mann aber sein Seitenfenster geöffnet hat, frag eich kurz nach, bis wohin sie kontrollieren oder deren Zuständigkeit fällt.

Für den müll-kritischen Bereich, der mir immer wider auffällt, sei leider die Stadt Bergkamen zuständig, erfahre ich. Ich bedanke mich und kann somit nur weiter fahren.

Bis zur Halde Humbert nutze ich das Südufer und schwenke dann durch den Lippepark in Richtung Süden. An der Wasserstelle werden die Wasserkanister aufgefüllt und es geht nach oben. Die Pflanzenwelt freut sich und da ich noch motiviert bin, rolle ich ein zweites Mal zur Wasserstelle und schaffe alles nach oben. Eigentlich zu viel, ein Großteil wird im Gestein versacken, aber wer weiß.

Das Wetter ist gut, man rollt zufrieden zur Burg.

Dienstag: in der Frühe versuche ich mich am Tagesstart. Die ersten paar Minuten bin ich ein wenig verpeilt, dann greift aber die Wirkung des Heißgetränk mit Koffein. Mit diesen weiteren Zeilen wird es Zeit los zu rollen.

Später: zunächst noch kühl-warm, aber angenehm. Windweste und Radtrikot einfach reichen und zumindest die Windweste verschwindet im letzten Drittel im Gepäck. Es hätte so schön sein können…

Den Tag über zieht das Wetter wieder deutlich an. Um 11:34Uhr stehen satte 26c° an.
Da wird die körperliche Gesunderhaltung heute wohl erneut im Burginneren statt finden. Ein wenig ätzend.

Schöne Einfachheit

Am Preußenhafen zu Lünen rolle ich mit gutem Tempo durch, doch das nette Schiff von gestern Nachmittag liegt immer noch an der Leine.

(Augustalbum <klick>)

Ich finde es so nett, weil es offensichtlich ein alter Stahlkahn ist den man fertig gemacht hat, von der Aufteilung her sollte das auch sehr gut brauchbar sein.
Auch das Freideck nach achtern raus ist recht groß, aber mit einer soliden Plane gut verschattet. Ja hat was.

Auf der Jobrunde schlage ich mich mal (wieder) auf einem bisher noch nicht gefahrenen Weg bis nach Sundern. Ab Neheim geht es zwar viel über 30zige Zonen, aber auch für‘ s Rad sehe ich brauchbares Niveau.
Zumal, es führt an einem Waldstück (welcher Wald das ist will noch erkundet werden) vorbei und in einer 180° Kurve entdecke ich in einer Senke eine vermeintlich gut brauchbare Schutzhütte.

Rückfahrt: was ein Kack-Mist!!! In der Spitze stehen sage und schreibe 33c° auf dem Thermometer. Dagegen war es gestern ja schon fast frostig.

Vor dem sportliche Teil des Tages ziehe ich mit dem langen Wasserschlauch um die Burg und alles wird gewässert. Der Burggarten bekommt natürlich auch seinen Teil ab. Training finde drinnen statt, der Ventilator läuft, so geht’s.

Der Abend klingt wie immer aus, ich komme gut in den Schlaf. Kein Wunder, der Wecker bimmelt, der etwas früheren Jobrunde geschuldet, ein wenig nach vorne zeitversetzt.

Mittwoch: ganz pünktlich vor dem Wecker verlangt der interne Wasserhaushalt einen kleinen Gang.
Ich bleibe gleich wach und genieße die Zeit in der es draußen frisch ist. Durch das gekippte Küchenfenster strömt die gute Luft rein, kann es nicht immer so sein?

Der Antritt verläuft mit dem wachmachenden Getränk entsprechend gut. Auch wie schon in den Vortagen lege ich nach ein paar Kilometern Kleidung ab. Bewegung wärmt und solange man fährt ist die Welt in Ordnung.

11:34Uhr: auch wenn es heute am Job einen regulären Feierabend gibt, der Gedanke ist präsent doch eine kleinere Portion Wasser auf meiner Halde zu verteilen. Wir werden sehen.

*Augenzwinkern*

Do nature/ crasy Fahrten: ja und weil es wohl so scheint als das es in den nächsten Tagen weiterhin furztrocken dafür aber brütend heiß sein wird, ja ich geb es zu, ich würde lieber was anderes schreiben, wurden vor der Abfahrt am Stall das übliche Sortiment an Wasserflaschen in diverse Taschen verstaut und ab ging die Post.

Wobei man jetzt nicht wirklich von – ab ging die Post – sprechen kann. Ich habe stets die Kurbel nur so kreisen lassen, wie es mir sinnvoll erschien und diese ohne entsprechenden Schweißausbrüche möglich war.

Dieser Moment…

…wenn dir der Wind seicht & kühlend ins Gesicht bläst und dir sagt, du hast alles richtig gemacht. Der Blick nach unten genügt…

…und du weißt was du geschafft hast. In zwei Auffahrten hab ich fast gute 9l. nach oben gebracht und auf die Grünstellen verteilt.
Mir selbst habe ich am Ende dieser Rückfahrt gute eineinhalb Liter Trinkwasser einführt. Mit der Zeit wird das recht mühselig und von schmecken erst mal nicht zu reden.

Noch einen kleinen Trick hatte ich ausprobiert. Beim Wasser nachfassen an der Wasserstelle hab ich mal nicht die Radhandschuhe ausgezogen, als ich die Wasserflaschen unter getaucht hatte. So wurden sie schön nass, aber vor allem kühlte das. Der Hammer war dann, als ich meine Rad-Sonnen-Mütze unter das fließende Wasser gehalten habe und dann aufgesetzt hatte.
Was war das schön kühl! Und so fiel mir die letzte Auffahrt nur noch halb so schwer.

Das mit dem Geschmack beim Trinken hab ich dann auf der Burg wieder hergerichtet. Es gab ein großes Glas Wasser mit einem Schuss Schweppes Indian Tonic drin. Passt. Dann noch entladen, die Wäsche anschmeißen, duschen und den Bauch vollschlagen.

Übrigens, ich hatte mir heute noch bei Magic Mount einen roten Gurt besorgt um meinen Helm bei Hitzefahrten besser am Lenker (oder sonstwo) am Rad festmachen zu können.

Das klappt auch gut. Den schwarzen Gurt hatte ich ständig in einer Tasche gesucht. Klar, schwarzer Gurt in einer von innen schwarzer Tasche findet sich besonders gut. *rümpf die Nase*

Kleine Randbemerkung

Mit dem aktuellen Kilometerstand wird klar, es braucht nicht mal mehr 100km bis die nächste Tausendergrenze für das CAADX fällt. Alder, dann hat der Bock 53.000km gelaufen.

Und so schließe ich dieses Geschreibsel mal ab und wünsche Euch einen möglichst erholsame Zeit, nötige Kühlung und die Gesundheit möge Euch auch zugute kommen!  😉

39.555km/ 14.01.2022/ Teil II

Januar 16, 2022

Bikealltag/ Bikealltag Volotec/ crazy Fahrten/ Winterfahrten/ Biketouren/ Bike- & Biketouren Bilder: nach dem Teil I der ja auch schon nicht ganz so kurz war, nun die weiteren Zeilen zu der Freitagsrückfahrt.

Also, jetzt ein paar Bilder samt Textzeilen beim frühen Caffee…

…von der gestrigen Rückrunde ab Job. Ich sag mal so, „die Rechnung hatte ich noch offen“ auch wenn mir wie in all den Jahren, man ist ja Wiederholungstäter, klar war, das kann ungemütlich werden.

Letztendlich standen gute 75km Strecke im Januar vor der Brust und ab einem gewissen Punkt X würde auch ein Abbiegen und in die heimische Burg rollen, nicht mehr wirklich viel Sinn machen.
Zum Glück hatte ich ja die Tage im Spind diverse Vorräte gefunden und auch was zum trinken war greifbar. Also mal alles am Volotec verstaut und heiter los.

Da ich noch eine Geburtstagskarte in die gebe Box stecken wollte, ging es zunächst ins Dorf des Schaffens.

Ab dort dann quer rüber auf die Route von Mittwochmorgen. Kann man ja noch mal machen. Da ich es dort aber nicht ganz lassen konnte mit der Strecke zu spielen, und auch der Windschutz eine gewisse Rolle spielte, wurde es arg warm.
In Folge dessen mußte Kleidung ab. Ich suchte mir also eine Sitzgelegenheit und freute mich dann wie Bolle.

(<klick> zum Januaralbum)

Die klein geschnippselte Strandkorbhülle diente mir als Sitzgelegenheit und bot mir so einen trockenen Bobbes und vor allem trockene Füße. Dann ging es weiter…

…das Lanstroper Ei wurde passiert und anschließend noch ein wenig Waldboden aufgesammelt. Nach den Waldstrecken ging es dann aber relativ regulär weiter. Also was man so regulär nennt.
Hinter Kamen hatte ich aber die ausgezogenen Sachen unter einer Brücke wieder angezogen. So beim Strecke machen wurd‘ s doch wieder frischer.

Kurz vor Bönen fiel mir eine noch bessere Querung ein, wie man die Radtrasse nach Welver erreichen könnte. Die wurde dann auch genommen.

Nach den ersten gut runter gespulten Metern eine Kurzpause um den restlichen Saft aus zu trinken und sich auch mal einen Riegel in die Backen zu schieben.

Eine weitere kurze Pause folgte kurz danach, also kurz bei ca. 1h Fahrzeit, aber fast nur weil mir das Bushäuschen so gut gefiel. Nach diesem zweiten Trinkstop hatte ich dann zumindest gefühlt schnell den Ortseingang von Welver erreicht. Noch ein Rückblick.

Ab da, ja das kann ich so sagen, wurd‘ s gaaaanz langsam irgendwie zäh. Geholfen haben dann ein paar wunderbare Eindrücke.

Licht war zu dem Zeitpunkt auch schon am bimmeln, es ging in gewohnter Weise über eine eher karge und winterliche Feldlandschaft.
Zum Glück mit der seichten Brise von schräg hinten und so erreichte ich den, im wörtlichen Sinne Dunstkreis des…

…des Kraftwerk am Ende des Datteln-Hamm-Kanal. Die eine oder andere kurze Verschnaufpause wurde aber noch am Channel eingelegt. Trinken aber auch das Sitzfleisch etwas entspannen war angesagt. Die gemachten Bilder konnte ich für mein Gewissen gut vorschieben. *lach*

Ja und das war‘ s dann. It‘ s done!

Natürlich wurde nach dieser vorläufig wohl erst mal letzten Fahrt für das Volotec dem Bike eine zumindest angemessene Pflegeeinheit gegönnt.

Macht Euch einen netten Sonntag und bleibt bitte gesund!  😉

2022/ -21 Channel Challenge/ 48.517km / 04.01.2022

Januar 6, 2022

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Tour 100+/ crazy Fahrten/ Channel Challenge/ Bike- & Biktouren Bilder: dabei fing es so harmlos an.

Da alle digitalen Wetterfrösche irgendwie was geraucht hatten und ständig von Regen in mehr als ausreichender Menge faselten, kam ich nicht so wirklich in die Puschen. Doch irgendwann reichte es mir. Da hockt man am Küchenstammplatz, sieht aus dem Fenster und nichts außer ein paar müden Wolken.

Den Urlaubstag sinnbefreit vor sich hingleiten zu lassen war ja nicht so mein Ding. Und so hab ich mal in die Regenbuxe geschwungen wie auch das bessere Schuhwerk, ein paar Dinge ans Rad geheftet, unter anderem das Coffee set-up to-go, wärmende Pausenjacke und erstmal in Richtung Osten los.

Im Kopf schwebte mir das Ziel Ahlen und ab dort könnte man sich ja über gut bekannte Haus-Strecken was zaubern. Auf dem Weg nach Ahlen wurde ein kleiner Abstecher zum Outdoor Shop des Vertrauens Unterwegs Hamm gemacht. Dort war man am Vortag und hatte sich noch zwei Kleinigkeiten gegönnt.
Unter anderem einen kleinen wasserdichten Exped Packsack in S/ 5l für die Ofen-Topf-Bialetti-Kombi. Zwecks dazu hatte ich einen Musterpacksack mitgeführt, der aber eben nur Muster war, weil zu klein. Beim hantieren und Ausprobieren hatte ich den dann aber oben auf dem Regal liegen gelassen, bin also ohne ihn nach Hause.

Das Fehlen hatte ich zwar auf der Rückfahrt bemerkt, bin auch wieder zurück, doch der Feierabend hatte für eine gewisse Verschlossenheit der Örtlichkeit gesorgt. Und so konnte ich jenes Stück erst am Folgetag, also den Tag jener netten Ausfahrt einsammeln und weiter in den Tag hinein rollen.
Bis hierhin ist diese Geschichte ja noch harmlos. Doch dann kam der Punkt X.

Entscheidungsfindung

Eigentlich gibt es nicht viel zu erzählen. Aber wie das eben so ist, man kennt mich ja. Gleich noch vorab, nettes Bildmaterial habe ich nicht zur Hand, was auch verswunderlich wäre. Der Channel gibt da nicht immer viel her.

Also, da war der Punkt der Entscheidungsfindung, aber noch mit einer Jokerkarte in der Hinterhand.

Und dies fand bei beziehungsweise unter einer Brücke statt. Bis hierhin lief es gut, auch was eine Regenneigung anging. Ich hielt an und schaute zurück.

Denn mit dem Wind im Rücken würde das Wetter von hinten kommen. Ja sah irgendwie dunkel aus, könnten auch Regenwolken sein, aber wie man das so kennt, oft regnet es sich wo tief im Westen des Ruhpotts ab und hier kommt nix an. Und genau so sah das aus.

Man könnte ja einen Ansatz machen und dann schauen, wie das im speziellen mit dem Wind so ist? Plan B wäre dann doch rechts raus nach Ahlen zu fahren und dann so was an Strecke zusammen basteln.

Also mal los. Und wie ich so vor mich dahin rolle, kommen ein paar Punkte hoch. Wie viel hat man zu trinken und zu futtern mit?
Rein theoretisch könnte man am Kiosk am Preußenhafen alles aufstocken. Und überhaupt, die Currywurst-Pommes-Mayo!

Jetzt war der Punkt in Sachen Eigenmotivation gefallen. Vor und mit dem Hintergrund der Currywurst-Pommes-Mayo wäre alles ein Kinderspiel. Theoretisch.

Der andere Plan, in Höhe der Burg kurz links raus zu fahren und dann auf der Burg alles aufzustocken, kam mir auch noch. Alternativen sind immer gut.

Etappe 1.

Jedenfalls hatte ich das Kanalende kurz vor dem Kraftwerk erreicht. Anhalten und gut was trinken, einen Riegel präventiv futtern und heiter weiter.

Ab jetzt sollte sich zeigen ob ein Plan zur Umsetzung machbar wäre?

Ja der Wind kam nicht schlecht von vorne, aber noch ging es. Logisch man war ja noch frisch. Und die windoffenen Abschnitte würden kommen. Mit absoluter Sicherheit. *grübel*

Ich kam also vorwärts, nicht sonderlich fix, aber es ging. Und was eine Fahrzeit anging war mir das schon fast egal. Denn zum einen hatte ich Zeit genug und jede Minute die ich länger im Sattel verbringen würde, kämen der Winterpokal Wertungen zu gute.

Und selbst wenn es ganz mies laufen würde, am Folgetag könnte ich mich genug ausruhen. Auch so ein Faktor der mir schon bei den ersten Überlegungen eingefallen ist.

Auch nicht zu verachten, das Wetter. Mit der anliegenden Temperatur kommt man gut zurecht. Aber in den nächsten Tagen, so man den Wetterdiensten trauen könnte, würde erneut ein wenig mehr Winter einziehen.
Also geht man die Sache mal in entspannter an.

Etappe 2. erste Pause

Im Normalfall findet die ja irgendwie bei den beiden weißen neuen Brücken statt, da ich ja aber auffüllen wollte, wurde das traute Heim angesteuert.

Die große Trinkflasche wurde aufgefüllt, eine weiter in die Hecktasche gesteckt. Das Kaffee-Set entnommen und statt dessen noch ein Wechselshirt und Futterware aufgenommen. Und wieder ab hoch zum Channel.

Ein nettes Waldstück wurde durchfahren, zwangsweise weil man ja dort nicht direkt am Kanal entlang kann.

7 schöner windstiller wald_ergebnis

Wie schön windstill es doch war. Da fragt an sich dann doch, was treibt man da? Man könnte doch einfach wo im Wald abhängen.

Gut, half aber alles nix, noch lief es gut. Und dann war da ja die Currywurst-Pommes-Mayo…

Aus dem Waldstück raus befand ich mich immer noch am besseren Südufer. Erfahrungsgemäß hat das durch das südlich liegende Grünzeug mehr Windschutz. Nun näherte man sich einem strategischen Scheitelpunkt.

Kurze Brücken-Riegel-Pause

An jener Treppenbrücke wurde abermals angehalten um Trinkwasser und einen weiteren Riegel verschwinden zu lassen.

Ab hier war das Südufer nicht mehr zu befahren, ich betrieb ein wenig Windpoker. Mein Blick schweifte zum Schornstein. In welchem Winkel zog der Qualm genau ab?

Würde sich ein nur mäßiger Angriffswinkel bieten, oder sollte man doch eventuell kneifen und auf die Rennbahn-Nebenwindschutzstrecke ausweichen?

Ich schob das Fahrgerät die Treppe hoch, hatte dann recht schnell den Seitenwind und als ich dann unten am Nordkanalufer ankam…

…maximal nur 16km/h! „Alder Falder, was machst du da“, so der Gedankenzug. Da muß man echt was an der Waffel haben, um das als Ziel zu sehen. Zumal man nicht mal die Hälfte der vollen Distanz von 100km+ hinter sich gebracht hatte.
Gut, bis zum Kanalende könnte es jetzt hässlich werden, aber danach…

Rückenwind, so jedenfalls mein Plan. Also durchhalten war angesagt.

Apropos hässlich und so. Die Frage des Regens wurde in der Form geklärt, daß es nun anfing gediegen zu nieseln. Zunächst.

Kurz vor dem weiteren Uferwechsel nahm das nochmals zu, aber der Kanal macht auch eine kleine Biegung.
Gut die macht er ja schon immer, aber was dann den Einfallswinkel des Windes anging, wie viel das ausmachen kann. Auch wenn ich entspannt unterwegs sein wollte, Faktoren die dies begünstigen war man nicht abgeneigt. Currywurst-Pommes-Mayo hin oder her.

Etappe 3. Preußenhafen

Gut, man erreichte den Ort der drei Köstlichkeiten, aber noch war man relativ frisch. Auch wenn mir das ein wenig verwunderlich vorkam, konnte es aber auch ein gutes Zeichen gewesen sein.

Also fand hier nur eine weitere kurze Riegel- & Trinkpause statt, stehend unter einer Regenschutz bietenden sehr breiten Brücke.

Auch wenn das jetzt nicht die Aussicht war die man so brauchte, wenn man bis hierhin in dann eigentlich auch noch recht gut gekommen war…

Zähne zusammen beißen und heiter weiter.

Da auch dort eine geringfügige Kanalunfahrung wegen Brückenbauarbeiten fällig war, gab‘ s mal etwas Asphalt. Weg vom inzwischen aufgeweichten Kanalboden konnte man mal wieder etwas Strecke machen.

Und siehe da, der Regen ließ nach und mit dem Erreicheneichen des nächsten Etappenziels…

Etappe 4. Waltrop Hafen

Was hatte das CAADX bis hierhin gelitten? Eine Reinigungseinheit war ab dem Punkt schon ma‘ sicher.

Ich hingegen pflegte mich auf die übliche Art, Trinkwasser und ein Riegel, sowie etwas die Beine vertreten.

Ab Waltrop war mal wieder Uferwechsel angesagt. Wobei…

…ja man könnte auch das Südufer nutzen, müßte dann aber an einem kleinen Hafen eine recht schmal und zudem steile Treppenbrücke nutzen. Ja gut, man hat mir gesteckt, daß es auch da noch eine Umfahrungsmöglichkeit gibt, aber…

…dann kommt man, auf der falschen Uferseite stehend, nicht zu der finalenden Fotostop Location. Und jene ist quasi die Beglaubigung, daß man es geschafft hat, der heilige Grahl der Kanalritter.

Etappe 5. Kanalmündung

Endlich das andere Ende des Datteln-Hamm-Kanal erreicht und damit nicht nur die meisten Kilometer in den Beinen verarbeitet, sondern an diesem Tag ab hier den Wind im Rücken.Erleichterung tritt ein.

Also schnell zwei Beweisbilder machen und umdrehen. Ein kurzer Blick rechts über das Kanalufer hinweg, das nahe Kraftwert signalisiert eindeutig – Rückenwind!

Und ab da lief es natürlich besser. Irgendwie drehte die Kurbel fixer und das ich nicht über die 20km/h Marke geglitten bin, war nur der einziehenden Dunkelheit in Kombination mit dem in diesem Abschnitt extrem groben Untergrund geschuldet.
„Jetzt bloß nicht auf einen aufgekanteten Stein knallen und sich noch einen kapitalen Plattfuß gönnen“, so mein Gedanke.

In diesem Abschnitt wurde vom Hörensagen her schon so mancher Schlauch, aber wohl auch Reifen geschreddert.

Zwischenstand

In Waltrop an der Brücke wo es wieder auf das Südufer geht, das Nordufer kann man ja in Abschnitten mit Fahrtrichtung Ost nicht durchgängig befahren, wurde ein kurzer Stop gemacht um die Fahrzeit fest zu halten.

Grob 15 Minuten für den letzten Abschnitt hin und zurück. Fakt, das mit dem Rückenwind passte bis hierhin schon gut, die Rückfahrt würde also eher gemächlicher sein.

Etappe 6.

Jetzt war der Preußenhafen zu Lünen erreicht, aber leider hatte der Kiosk bereits geschlossen. Ja klar, wenn man erst kurz vor´m Mittag loseiert. Also wurde das Ausweichziel angesteuert die neue Lokalität das Café Seepark.

Mehr oder weniger wohlüberlegt wurde das aber auch inzwischen geschundene Fahrgerät vor einer großen Fensterfläche geparkt. So könnte man aus dem Innenbereich immer ein Auge drauf haben und müßte nicht das ganz fette Schloss zuketten.
Apropos geschunden, auch mein Kleidung, im speziellen das Beinkleid sah alles andere als gepflegt aus. Der Versuch mit ein wenig Trinkwasser als Rest aus einer Pulle was ab zu spülen versickerten leider im Nichts. Also klopfte ich nur ab so gut es ging und betrat das Lokal.

Innerlich hatte ich es für durchaus für möglich gehalten, daß man mich bitten würde das Lokal nicht zu betreten.

Doch es war ganz anders. Eine sehr freundliche junge Frau begrüßte mich und versprach gleich zu mir zu kommen.
Ich legte ein wenig Kleidung ab und nahm Platz. Leider konnte ich keinerlei Heizkörper zum trocknen ausmachen. Dumm gelaufen halt.

Drinnen fand ich es von den Räumlichkeiten her angenehm. Was ich aber umgehend bemerkte, ganz so schnuckelig warm war es nicht.

Da kam sie also die holde Fe der Bedienung. Leider war die Küche nur schmal aufgestellt. Ja klar, man hatte einen Versuch gemacht früher als geplant zu eröffnen. Und so gab es keine Currywurst-Pommes-Mayo.

Einem zunächst langem Gesicht folgte eine kurze Rücksprache mit dem Metre de la Cousine, wohl auch der Chef des Hauses so ich das verstanden habe. Es wurde eine Portion Spätzle mit Gemüse zubereitet.
Mir auch egal, hauptsache was mit Kalorien. Denn so inzwischen…

Aufessen, das frische Shirt angezogen, natürlich in den Sanitärräumlichkeiten und Abfahrt.

Natürlich waren da noch ein paar Streckenabschnitte die nicht mehr ganz so, nun ich sage mal konzentriert liefen. Aber was will man sagen? Mit inzwischen gut über 80 Kilometer in den Beinen, und die eigentlich ohne große Vorbereitungen, also ein paar mehr längere Fahrten vor dieser Nummer.
Da darf das zum Ende hin schon mal was nachlassen. Außerdem hatte ich es ja auch nicht eilig. Ganz im Gegenteil.

Mit der Ankunft wurde natürlich auch wieder einen grobe Radpflege fällig, da war dann doch etwas mehr Erdreich am CAADX.

Ja und jetzt so mit diesen letzten Zeilen, liegend in der Hängematte…

…der leckere Caffee schon lange getrunken. War doch gut und ist auch gut gelaufen. Ja, so war das dann. Macht Euch einen netten Tag und bleibt bitte gesund!  😉

Sinnlos?/ 39.393km/ 12.12.2021

Dezember 14, 2021

Bikealltag/ Volotec/ crasy Fahrten/ Biketouren/ Bike- & Biketouren Bilder: es war mal wieder Sonntag und so nix groß geplant, also mal wider den besten Plan aufrufen, den man so haben kann.
Letztens hatte sich die Ausfahrt in die Kaffeerösterei Pohl´s Mühle schon als gut herausgestellt, warum sollte es also diesmal nicht so sein?

Die klare Antwort darauf ist kurz und ebenso aussagekräftig: das Wetter! Denn dieses Mal war von trocken her eher nicht die Rede, ganz im Gegenteil, auch wenn ich zu Anfang noch die Hoffnung schöpfte und damit auch die Regenbuxe außen vor lies, ein Nieselregen der feinen Art legte sich über´s Land. Kontinuierlich.

Bin dann aber trotzdem so los und nicht wieder umgedreht, das Wetter könnte ja besser werden und zur Not fährt man einfach wieder nur straight Heim und steigt unter die heiße Dusche. So der Plan.

Das erste Ziel war klar, eine weitere Gusto Caffee verköstigen, diesmal aber nicht vergessen, daß Stückchen Kuchen dazu. Die weitere Maßgabe zu dem Ziel, sich im Caffee mal umschauen, wo da sowas wie eine Heizung wäre.

Ich kam mit dem Volotec wieder ganz manierlich vorran und bedauerte abermals, daß es mit dem gefedertem Hinterbau nicht mehr soweit her ist.

Der Regen schaffte sich seinen Raum und das frisch erstanden Paar FORCLAZ Überzieh-Fäustlinghandschuhe in wasserdicht machten einen guten Dienst. Kann man gut auf dem Bild sehen, das Wasser perlt astrein ab. Was sich auch bis zum Ende des Tages nicht änderte.

(<klick> zum Tagesalbum)

Die knapp 15 Euro waren also bestens investiert und ein weiteres Paar ist beschlossene Sache.

Das auf dem Bild der Regen noch an der Jacke aperlt täuscht zwar nicht, hatte sich aber mit dem Erreichen des Tagesziel erledigt.

Und so kam ich also an der Kaffeemanufaktur Pohl’s Mühle an. Dieses Mal konnte ich ein gescheites Bild der Örtlichkeit schießen (auch wenn ich mutmaßlich schon ein paar hier wo liegen habe *lach*).

 

Meinem Wunsch nach einer gepflegten Tasse Caffee samt Stückchen Kuchen konnte nichts entgegen gesetzt werden. Auch eine Heizkörper hatte ich in der hinteren rechten Ecke gefunden.
Die mitgebrachte Daunenjacke samt einer dünnen Merinomütze brachte zusätzliche Wohlfühlwärme. Die nassen bzw. feuchten Sachen wurden auf bzw. an der Heizung drapiert, die Bestellung rollte an.

Der Pflaumenkuchen war sogar noch warm. Was ein Genuss! Die Zeit verstrich und irgendwann war dann Abfahrt angesagt. Also Kasse machen und sich draußen wieder in den Dress schmeißen.

Kurzzeitig paussierte der Regen, ich wurde schnell warm. Überhaupt warm, ich empfand den ganzen Tag eine merkwürdige Wärme. Auch der Bryton Tacho zeigte deutliche Plusgrade von über fünf an.

Hatte ich mich noch das letzte Mal gefragt was es mit der Baustelle auf sich hat, so habe ich heute genauer geschaut.

Man erneut wohl die alten Schleusen und schafft noch einen Spielplatz dahin.

Für die Rückfahrt wählte ich den Mitteldamm und auch da kam ich, den Umständen entsprechend, gut vom Fleck.
Tja und auf der Heimfahrt kam es wie es kommen mußte. Dem sinnlosen Dasein sinnvoll mit was völlig Sinnlosen einen Sinn geben.

Da ich drauf war, daß Wetter mir nicht zu arg zusetzte bog ich doch am Lippe-Park ein um dort eine Stunde lang im Kreis zu fahren.

So ging die Zeit relativ gut rum und es häufte sich auch für den Winterpokal zu einem nicht ganz uninteressanten Zeitguthaben auf.

Nach etwas mehr als einer Stunde war der Drops und damit auch die crasy Fahrt gelutscht, finale Heimfahrt war angesagt. Dabei ging es noch auf ein paar nette Meter durch den nahen Heimatwald.

Dort war dann eine Absperrung und man fragt sich dann ja, was steckt dahinter? Es war eine Baustelle.

Was da allerdings hin kommt, konnte ich so nicht ausmachen. Vielleicht ein anderes Mal.

Zu Hause angekommen wurden die feucht-nassen Brockens ausgezogen und direkt in die Waschmaschine gesteckt.

Outdoor: mit etwas trockener Kleidung, der Hängematte, dem Schlafsack und dem Poncholiner hab ich mich auf eine Weile in die Fitness-Garage gehängt.

Was mich interessierte war, wie der Poncholiner als wärmende Schicht unter der Hängematte wirkt?

Jetzt muß man ja sagen, bei den gefühlten 5c° gemessene 7c° in der Fitness-Garage, war das jetzt kein Extremtest.
Funktioniert aber auf jeden Fall und ist damit nicht die schlechteste Kombination.

Ja und damit war der Sonntag auch formal rum. Der nächste Tag konnte kommen.

Macht Euch einen netten Tag und bleibt bitte gesund!  😉

 

41.455km/ 19.12.2020/ Channel sun-up Challenge…

Dezember 19, 2020

Bikealltag/ The Cure – Forest/ crazy Fahrten/ Biketouren/ Channel Night Challenge/ Nacht-Touren/ Bike- & Biketouren Bilder: und jetzt hier die ganze Geschichte, in gewohnter Form also in epischer Länge.

Die Story hinter der Story

Nachdem die regulär Channel Challenge aufgrund der wohl bekannten Umstände nicht so stattfinden konnte, tat sich mal wider der Gedanke auf, daraus doch eine Nachtfahrt zu machen. Ein wenig inspiriert hatte mich auch die NightOfThe100Miles, diverse Fahrten morgens in der Dunkelheit oder auch in die Dunkelheit hinein. Eine Chil-Out-Nightride hatte ich ja schon im Frühjahr und jetzt erst vor kurzem gemacht und kann dabei nicht verschweigen, daß ich dazu noch eine nette Idee habe.

Jetzt tat sich im bekannten Umfeld der Radkollegen schon irgendwann mal jemand hervor, der schon von seiner Person her gut für eine Überraschung gut sein kann. Bisher konnte ich mich für ein stumpfes abradlen des Datteln-Hamm-Kanal in der Dunkelheit nie so recht begeistern.

Aber mit dem zweiten Durchlauf der gesellschaftliche Entschleunigung fiel auch dieser Gedanke irgendwie…
…in das Wasser des Datteln-Hamm-Kanal. Aber wie sagt man, tot geglaubt leben am längsten.

In den letzten paar Wochen mit den Anfahrten zum Job juckte es immer wieder. Auf der letzten Heimfahrten kam der finale Gedanke auf.

„Mach doch einfach eine Channel sun-up Challenge“, so früh wie möglich losfahren, dabei ganz viel Sternenhimmel bei klarer Nacht genießen und dann in den Sonnenaufgang rein fahren. Mit diesen Gedanken legte sich dann auch die Fahrtrichtung fest.
Nicht wie sonst üblich erst in Richtung Osten, sondern nach Westen zur Kanalmündung. So hätte ich auch das vom Untergrund hässlichste Stück dann hinter mir und könnte mich dann auf en Rest freuen.

Und so kam ich nicht drumherum. Es war einfach ein Ding zwischen mir und dem Channel. Es könnte nicht sein, daß ich das in diesem Jahr nicht fahren würde. Die Vorfreude und vor allem die innere Einstellung stellte sich dann auf der gestrigen Heimfahrt ein. Da ich eh gut müde war, fiel es mir auch nicht schwer früh zu Bett zu gehen. Die erste Beste Voraussetzung.

Die Channel sun-up Challenge als Tour

Ja ich geb es zu, man schon gut einen an der Murmel haben sich für ein derartiges Vorhaben den Wecker auf 03:03 Uhr zu stellen. Nicht das die Tatsache reichen würde am Tag gut 100 Kilometer mit dem Rad abzureißen, nein es war ja auch noch Dezember. Und jener Monat ist eben nicht für milde Temperaturen und schön Wetter bekannt.
Aber ich war das gewohnt und auch entsprechend vorbereitet. Ohne Vorbereitung geht da nix, in so fern…

Lustiger Weise war dann auch der Start um 04:14 Uhr. Etwas später als gedacht, aber ich mußte noch die Lenkertasche montieren und alle Sachen verstauen. Das Startbild.

(das komplette Bild -u. Filmmaterial findet Ihr im Album)

Und ab ging die Reise. Ich rollte zum Kanal, alias Channel hoch und kam recht gut in Schwung. Nicht zu schnell aber auch nicht zu langsam und vor allem in eine Art Entspannungsmodus, der wohl aus der Freude kam.

Weite Teile der Strecke konnte ich im schwachen 15LUX-Modus mit meiner Lampe fahren. Die eigentlich zu hohe Einstellung hatte ich ja noch nicht korrigiert (wann auch?) und so gab es einen gute Lichtteppich, der aber auch nicht zu hell war. Irgendwie gefiel mir das. Jedenfalls kam ich zeitlich gut aufgestellt am Preußenhafen an.

Eine erste schnelle Riegel- & Trinkpause wurde eingelegt. Dann ging es weiter, leider ab hier etwas auf Umwegen. Dadurch das ja eine neue Brücke „geschlagen“ wird, kommt man eh nicht direkt am Kanal entlang. Die Umleitung wird aber auf jene Radtrasse geführt, die ich eh täglich zum Job kurve. Da bin ich dann also direkt drauf, so hab ich mir etwas Holperstrecke gespart.
In Höhe des Lünener Hafen ging dann das erste Holperstück los. Mit vollem Licht kam ich da aber gut durch. Kurz vor dem Hafenbecken in Waltrop war dann der zweite Stop. Die Akkus am Licht mußte getauscht werden. Ich nutze diesen Zwangsstop um auch wider gut zu trinken.

In Waltrop mußte ich dann auch die Kanalseite wechseln. ich mag ja diese Brückenüberfahrt so gar nicht, da Autoverkehr droht. Doch heute…
…Mucksmäuschenstille. Überhaupt war die Szenerie bis in den Anbeginn des Sonnenaufgang von bester Qualität. Es war eine sternenklare Restnacht, alles still und leer, viele Eindrücke gab es. Jedenfalls kam ich gut über die Brücke und ebenso gut bis zur Kanalmündung.

Die Pflicht rief, Bild machen, Riegel futtern und gut was trinken. Dabei lief ich im Kreis oder in einer Acht, damit die Füße und Beine in Bewegung bleiben und ich nicht unnötig kalt. Denn bis hierhin hatte es gute 0 bis max. 1c° aber in angenehmer Qualität. Nach dem opulenten Mahl ging es auch gleich auf die Rückfahrt. Kurz vor dem Lünener Hafen startete der Sonnenaufgang. Er tauchte den Horizont in ein ganz zartes Orange. Was für ein feiner Anblick. Den Preußenhafen hatte ich diesmal hinter mich gelassen und statt dessen meine nächste Pause auf einer Anhöhe am Seepark Lünen gemacht.

Mal zwei Bilder, ein kurz nach der Abfahrt geschossen. Und auch da wider wunderbare Szene. Der Morgentau oder auch an vielen Stellen der Frühnebel gaben sich ein Stelldichein mit der aufsteigenden Sonne. Ab hier wurd´s dann irgendwie…
…zääähhhhh. Irgendwie war der Wurm bei mir drin, die Kurbel kreiste immer langsamer, auch kleinere Gänge halfen da nicht so wirklich. Nach 2:40h war dann eine nächste Pause fällig, ma(n)n mußte sich auch mal „die Füße vertreten“. Außerdem wurd´s irgendwie immer kälter. Ich fuhr weiter und konnte es kaum fassen. Auch wenn die Sonne inzwischen gut über den Horizont lugte, ich kam kaum vom Fleck, es wurde stellenweise rattenkalt. Innerlich knobelte ich was es A. sein könnte und B. was ich tun könnte?

Heimkehren und das Ding doch nicht bis zum Ende fahren, war eine Option. Gut, nicht die Option die mir am besten gefiel, hätte ich aber auch gemacht. Ich beschloss erstmal bis zu den beiden weißen Brücken zu fahren und dort dann zu schauen. Gesagt getan, dort dann oben in die Sonne gestellt und mal die wärmere Trinkpulle aus der Lenkertasche gezogen. Von dem einem Liter wurden Dreiviertel in die Speiseröhre gekippt. Außerdem entsinnte ich mich des Energie-Gel, was ich schon gefühlt Jahre in der Jackentasche als Notreserve mitschlörre.

Geschmacksrichtung zum Haare aufstellen, Cashewkerne in  – gesalzen!!! Brrrrr! Da muß man aber schon gut am Ende sein um sich so´n Mist in den Rachen zu drücken. Für mich aber dann doch ein reizvoller Test. Geschmacklich ging das aber doch besser, als das was man liest. Trotzdem, kaufen würde ich diese Geschmacksrichtung nicht. Überhaupt hatte ich dann das Problem, wohin mit der Verpackung? Ein Mülleimer war nicht zu sehen, also mußte der Mist in die Keksdose.

Dieses dann auch etwas längere Pause brachte mich wider auf Trab und zwar so gut, daß ich an der fetten Bahnunterführung erstmal den Wasserhaushalt regulieren mußte.
Überhaupt, bei den bisherigen Channel Challenge Aktionen gab´s ja immer einen legger Currywurst-Pommes-Mayo am Preußenhafen. Aber dort war ja bei meiner letzten Durchfahrt noch alles dicht. Und woanders Pause machen hatte ich auch keinen Bock Beziehung weise wäre ja auch gar nicht gegangen. Eigentlich schade, denn gerade der gesellschaftliche Part ist ja immer ganz nett.

Dennoch, groß reinklotzen war nicht mein Plan. Mein letzter Wendepunkt wäre die Schleuse in Werries gewesen. Wenn das bis dahin aber gut klappt, dann schafft man auch den Rest. Und so war das dann auch. Zuvor passierte ich aber wider das zukünftige Pier 9 Hotel Gelände.

Hab ich ja auch voll Bock drauf. Half aber alles nix, ein Meters wollten noch gemacht werden. Und so rollte ich zuverlässig wie ein gut geschmierter Trecker, also nicht besonders rasant, aber eben konstant dem Kanalende entgegen. Das Beweisfoto wurde gemacht…

…Wasser zugeführt und die Keksdose in Angriff genommen. Zuvor bin ich einem Angel ich über seine Rute gefahren, die er aber entschudigender Weise auch blöd hingelegt hatte. Ist aber nix passiert. Nachdem ich wider Sonne getankt hatte, rollte ich wider los, bis ich…

…ach ja! Auf den letzten Metern zum Kanalende hin hatte ich bemerkt, daß es am Hinterrad irgendwie eirig oder gar schwammig geworden war. Hatte mein Laufrad eine Acht? Also stieg ich wider kurz nach dem Start ab und begutachtete kurz das Hinterrad. Ich entschloss mich die ja erst gestern bewährte Luftpumpe mal an zu setzten, denn auch der Profidaumendruck meldete irgendwie wenig Luft in der Pelle. Und siehe da, daß Manometer stieg bei unter 3bar ein. So wenig, da muß das ja rum eiern. Es ging dann aber besser vorwärts, wenn auch eventuell mit einem Tacken zu viel Luft. Es federte nicht ganz so wie soll. Kann man aber mit leben und dann at home korrigieren.

Letzte Stop, eigentlich, am neuen Ruderhaus hier im Dorf. Man hatte ja lange gebaut und ich wollte mir das mal genauer ansehen.

Chic gemacht, nicht gerade ein Schandfleck. Ein junger Mountainbiker nutze diverse Stellen um seine Fahrtechnik zu üben. Treppe rauf hatte ich so auch noch nicht gesehen. Da ich eh am filmen war… <klick>. Ich fand das gut, machte mich dann aber doch wider vom Acker.

Den dann aber wirklich letzten Stop gab es kurz vor dem letzten Kanalstück. Dort hatte ich schon auf der Hinfahrt Birkenäste in guter Statur erspäht. Da ich ja seit neusten eine gut große Feuerschale hab, braucht es auch an dem nötigen Brennstoff. Kleinholz für den Outdoor-Holzvergaser hab ich ja, aber dickere Äste oder gar Scheitholz eher nicht. Also griff ich mal zu, verlud alles noch irgendwie am Bike…

…und fuhr dann aber doch schnurr straks zur Burg. Natürlich war nach der Ankunft wider eine gründliche Pflegeeinheit fällig. Warum kann man an diesen beiden Bildern sehen.

Das linke Bild zeigt den Tretlagerbereich das Rades. Wenn sich da genug Schlampes gesammelt hat, streikt regelmäßig das Schaltwerk an der Kurbel. Ich muß dann das Rad auf den Kopf stellen und manuell umstellen. Das rechet Bild zeigt den Schaltwerkkäfig, als jener ist unter dem Drecksrotz. Zum Glück gibt’s da keine Probleme. Aber jetzt ist wider alles gut. Auch die Wäsche ist gewaschen, steckt im Trockner oder ist aufgegangen, zwei Teller Mittagessen sind schon lange Geschichte und ich bereite mich mental auf ein Abendbrot vor. Burger und Pommes wär jetzt so ein Ding. Kalorien satt.

Das Ende

Ja, auch wenn der zähe Part es so ein wenig in sich hatte, ich habe diese ´n Tag bestens genutzt. Es hat sich gelohnt das sehr frühe Aufstehen. Alleine schon wegen dem Sternenhimmel. Die nächste Tour wird aber entspannter, also nicht so lang.

Habt noch ein schönes Wochenende und bleibt gesund!

Liveticker Channel sun-up Challenge 13:53Uhr

Dezember 19, 2020

Biketouren/ Crash Fahrten/ Liveticker/ Bike- & Biketouren Bilder/ Morgengruß: samstagfrüh 03:23Uhr erste Zeilen, doppelter Espresso und Weihnachtsgebäck die Nacht war vorzüglich und dies auch wenn ich schon in aller Herrgottfrühe hier am Küchenstammplatz hocke. Vielleicht ist es die Freude auf das was der Tag bringen wird. Passt auf Euch auf, habt einen schönen Samstag und bleibt bitte gesund!

05:19: hab den Preußenhafen erreicht, erster Rigel…

06:34: Kanalmündung Datteln-Hamm-Kanal/ Rhein-Herne-Kanal erreicht, ein weiterer Riegel & Trinken bei 3c° im Scheinwerferlicht.

07:50: wieder am Preußenhafen angekommen, 50,7km/ 2:46h, trinken, Riegel und Bild…

09:37: ein Zwischenstopp um den Wasserhaushalt zu regulieren und trinken, trinken, trinken. Es müßten bis zum Kanalende und zur Burg nur noch knapp 30km sein. Irgendwie, die Betonung liegt auf irgendwie bekomme ich das noch hin, oder? *grins*

10:27: bei Kilometer 84,9 und Fahrzeit 04:39 ist das Kanalende erreicht. Inzwischen hab ich 3,6l Wasser verdunstet oder wo „in die Ecke gebracht“ sowie diverse Riegel vertilkt. Jetzt wird wieder Wasser getrunken und noch Kekese gefuttert. Das andere „Problem“ ist jetzt, mit der nun stehei Sonne ist es warm geworden. Satte 8c° stehen an und ich lüfte schon ein wenig durch, sowie ich eine Unzerhelmmütze abgelegt habe. Auch die Überziehhandschuhe sind schon verstaut. Ich hoffe die Heimfahrt wird ab hier nicht noch deutlich wärmer und gute wäre auch, wenn der Wind aus der richtigen Richtung käme.

13:53: bin schon wider etwas länger zu Hause, das CAADX ist etwas gereinigt, ich ebenso, die Waschmaschine läuft und gefuttert hab ich auch. Das Geschreibsel samt Bildmaterial zu dieser Tour wird folgen.

So, hab dann auch hier die Bilder reduziert, im Hauptbeitrag gibt’s dann neue und natürlich einen Link zum Album. Übrig geblieben sind nur die Beweisbilder das ich A. an der Kanalmündung war und B. am Kanalende. Bis denn.

Chill-Out-Night/ 41.124km/ 12.12.2020

Dezember 12, 2020

Bikealltag/ The Cure – Forest/ crazy Fahrten/ Biketouren/ Nacht-Touren/ Bike- & Biketouren Bilder: so und jetzt hier die schon im vorhergegangenen Beitrag angekündigten Zeilen zur crazy Nachtfahrt. Gleich vorab, viele Bilder gibt’s nicht. Zwei Gründe dazu, zum einen waren die Lichtverhältnissen nicht so das die Camera meine Motorola Handy das hätte packen können…
…und zum anderen genau bei jenem Mobil verabschiedete sich der Akku irgendwo im Nirgendwo.

Ansonsten wie schon gesagt, war ich 3:59:28 in Bewegung und habe dabei 76,04km zurück gelegt. Beim Start hatte es wohlige 6c°, es pendelte sich dann mit der Dunkelheit bei 2c° ein, hatte aber am Ende doch wieder nur 1c°. Leider dann auch ein Teilstück mit einer gewissen Portion Wind von vorne. Ich beginne aber mal von vorne.

Irgendwie war diese Woche ja durchwachsen. Von den Temperaturen her eher frisch bis anfangs sehr frisch und meine 45NRTH Xerxes Spike-Faltreifen mit je 140 Spikes waren also stets ein guter Plan. Ob sie aber wirklich notwendig waren, kann ich nicht mal so sagen, habe aber darüber mehrmals nachgedacht. Ja, da gibt es die Abschnitte zum Channel hoch wo ja urbaner Untergrund vorhanden ist und hat man erstmal den Seepark Lünen passiert stellt sich erneut Jenes ein. Nicht zu vergessen die Holzbrücken die ich passierte. Gerade die ließen im Glanz der Vorderfunzel oft ein Glitzerbild von sich scheinen, von dem jedes kleine Mädchen in seinem Poesiealbum nur träumt.

Aber es war auch so, daß ich im Verlauf der Woche immer wieder gerne durch die schwindende Nacht gefahren bin. Diese Stille, der Himmel, die Sterne und ach was weiß ich nicht was. Und so tat es sich an, daß kaum meine Lebensgeister mit dem frühmorgendlichen Sauerstoff geflutet wurden, ich immer wider eine lecker Nachtfahrt herbei sinnierte.

Das ich in diesem Jahr noch eine Channel Challenge fahren würde wäre zwar nett, aber bei dem Wetter mit diesen Spikereifen hatte ich für mich eher ausgeschlossen. Das wäre auf den etlichen Meters an Untergrund zwar machbar, aber schön ist was anderes. Und Spässekes sollte es ja auch machen. Denn so grob 100km Radfahren ohne Spaß ist eben – spaßbefreit.

Und so kam mir dann die Chill-Out-Nightride aus dem Frühjahr in den Kopf. Alle Strecke mehr oder weniger gut bis sehr gut bekannt, nette Dörfchen und ab einem Punkt X genug Punkte wo man aussteigen kann und relativ straight gen Burg radeln könnte. Und ganz wichtig in diesem Fall, vorwiegend Asphalt.

Dabei muß ich nur vom Dorf des Jobs etwas hoch fahren, also in Richtung Nord um mich dann an Cappenberg vorbei in Richtung Nordkirchen auf zu machen. Von dort aus gäbe es schon die ersten Optionen zum umdisponieren. Mit Schloss Westerwinkel/ Herbern könnte man bis nach Drensteinfurt vorrollen. Die kürzeste Variante um genau zu gehen. Anderseits ist aber Lüdinghausen von Nordkirchen auch nur knapp was mit 45 Minuten entfernt.

Ab Lüdinghausen, wo ich kurz vor Ortseingang stets in einer Hütte für eine Bushaltestelle kurz Halt mache geht es dann rüber bis nach Ascheberg. Das Stück zieht sich immer etwas, sind wohl auch gefühlt die meisten Kilometer am Stück. Von Ascheberg aus kann man dann wieder in Richtung Süden aufbrechen und so über Herbern reinkommen, wobei es von dort aus keine Stunde mehr bis zur Burg ist. Man rollte auch die meiste Zeit bergab. Der andere Plan kann dann aber sein bis nach Drensteinfurt zu fahren, was grob auch wider nur eine Stunde ist.
Ab Drensteinfurt gibt´s dann die nächste einstündige Option auf Heimfahrt oder eben doch noch bis nach Ahlen fahren. Die Schleife bis nach Ahlen rüber zieht sich aber auch wieder uns sollte auch knapp mehr als eine Stunde sein. Aber ab dort muß man ja auch wider zur Burg, was wieder eine gute Stunde plus bedeuten würde. So also der Plan, losfahren und sehen was der Tag, oder besser gesagt, die Nacht so bringt.

An sich hab ich aber nix groß geplant. Das einzige was in meiner Lenkertasche noch drin war, war eine 1l Wasserpulle extra. Riegel als Zwischenmahlzeit hatte ich schon wo im Gepäck. Reserveakkus waren auch mit von der Partie. Und so bin ich dann mal los. Anfangs ich nette Wohlgefallen 6c° und einen betrachtungswerten Sonnenuntergang.

Erstes Problem, es war zu warm ich mußte Kleidung ablegen und dann immer wider kurz anhalten um auch diverse Reißverschlüsse an der Jacke für die Lüftung öffnen. Mit angezogenen Handschuhen klappt das nicht ganz so gut.

Ich hab dann aber diese kurzen Stops dafür genutzt auch meine Trinkdisziplin aufrecht zu halten. Nach knapp einer halben Stunde war Licht angesagt, zunächst noch nur als Positionslicht um gesehen zu werden, aber auch weil ich die Abschnitte super kannte. Und weniger Licht bedeutet ja auch, weniger Stromverbrauch, ergo leuchtet die Lampe länge.

Etwa 30 Minuten vor Nordkirchen gab dann den ersten kurz-längeren Zwischenstop um sich eine Rigel präventiv in die Kauleiste zu drücken. Außerdem wollte der Wasserhaushalt reguliert werden. Ein gutes Zeichen, die Trinkdisziplin klappt. Ab da war dann aber auch volle Suppe auf dem vorderen Scheinwerfer angesagt.

Vor den Toren des Schloss Nordkirchen wurde dann die nächste Pause einberaumt. An der Spatzenhütte wurde wider Kleidung angelegt, es wurde frisch und der Fahrtwind tat sein übriges. Wacker rollte ich bis zu jener Bushaltestelle vor die kurz vor Lüdinghausen liegt. Hier <klick> sollte ungefähr die Position sein. Und ab da war dann auch das Wacker wider vorbei.

Nicht das ich schlecht voran kam, aber ich ahnte es schon. Schnell war ich nur, weil der Wind bis zur Haltestelle eher von hinten kam. Jetzt kam er von vorne. Naja und dann eben das lange Stück bis Ascheberg. Bei einer weiteren Trinkpause kurz vor Ascheberg knickte dann auch der Akku von Handy ein. Merkwürdige Sache, denn zu Hause zeigte er nach dem Anstöpseln noch gute 27%. War aber eine Zeit lang ein komisches Gefühl so ganz „ohne“.

Aber auch das wurde gefahren und im Kopf wurde die besser Strecke für finale Rückreise gewählt. Damit ging es doch noch bis nach Drensteinfurt. Kurz vor dem Ortseingang wurde in einer weiteren Hütte noch ein Riegelchen genascht und auch die Wasserpulle wieder bemüht. Man muß da echt drauf achten, denn gerade im Winter merkt man einfach nicht wie man schwitzt.
Und dann kommt der Mann mit dem Hammer, die Knochen werden schwer, die Muskeln wie Blei. Aber ich war da ja auch geübt drin und wusste was zu tun ist.

Jedenfalls ab da ist alles wohlbekannt und auch von der Streckenbeschaffenheit her gut zu nutzen. Direkt gibt es insgesamt drei Routen, die alle mehr oder weniger parallel zu den Bahngleisen laufen. Eine Route westlich der Gleise und der zweie östlich davon. Da ich von Westen kam, wurde auch die erste Strecke gefahren.

Irgendwie war das schon ein wenig Wahnsinn. Man erinnert sich noch an Zeiten wo man stolz und auch heilfroh war die 20 Kilometer nach Drensteinfurt zu fahren und auch noch anständig wider zu Hause an zu kommen. Nun hatte man über satte 50 Kilometer auf dem Buckel, es war stockdunkel und eigentlich auch kalt. Kalt? Gut die 1c° waren jetzt nicht irre gemütlich. Zumindest nicht um lange an zu halten und sich gemütlich einen Espresso zu brutzeln.
Aber ich war das ja gewohnt und die letzte Schicht an dünnen Unterziehandschuhen wurden noch angelegt und dann wacker weiter. Übrigens an einer neuen Bushaltestellenhütte direkt am südlichen Ortseingang zu Drensteinfurt. Sehr solide aus Holz gemacht, abgedichtet und somit maximal windgeschützt und zudem Kameraüberwacht. Das suggiert jedenfalls ein Schild.

Und so rollte ich nach diesem nächtlichen Abenteuer mal wider auf der Burg ein. Trinkware wurde der Kehle zugeführt, die Waschmaschine gefüttert und eine nicht ganz unreine Portion Reis mit Chili con Carne in den Margen verfrachtet. Die Nacht war erholsam.

Heute war dann im Lauf des Tages für das Fahrgerät auch mal wieder eine Pflegeeinheit fällig. Man sollte auch da nicht nachlässig werden.

Ja so war das, bis zur nächsten Nachtfahrt, oder so. Habt noch ein schönes Wochenende und bleibt gesund!

41.124km/ 11.12.2020

Dezember 11, 2020

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Winterfahrten/ Bike-& Biketouren Bilder: wir näher uns der alljährlichen Deadline dem Jahresende und in meinem Jahresabschlussbericht für 2020 sind schon reichlich Zeilen gewandert. Aber bis dahin ist noch die Hürde des Weihnachtsfestes zu nehmen, was aber wiederum noch ein paar Tage entfernt liegt. Aber so lange ist das auch nicht mehr, denn…

…für mich bedeutet das konkret noch zwei Wochen arbeiten und dann dank drei Tage Urlaub ein superlanges Wochenende. Arbeitsantritt ist dann für mich der Tag der Bescherung und danach halt eben wider ganz normal. Also auch alle nicht gesetzlichen Nichtfeiertage zwischen den Tagen.

So hab ich mir vor Weihnachten ein hoffentlich angenehm zu nutzendes Zeitfenster verschafft und werd mal sehen was wir da so zaubern.

Biketouren/ Touren-Ansage/ Heimattour: eine Radtour in die alte Heimat wäre noch so ein Punkt den ich gerne machen würde. Aber ob das klappt, hängt von einigen Faktoren ab. Ganz vorne an, das Wetter. Kälte ist weniger das Problem, unschön wird’s bei starken Winden oder eben Niederschlag. Aber man wird sehen, wie immer entscheide ich sowas spontan.
Wenn nicht, was zwar schade wäre, zauber ich halt eben was hier vor Ort. Jetzt aber doch zum eigentlichen Thema.

Montag: nach vorhergegangenen sehr frühe startenden Woche, der Wecker bimmelte im Schnitt um 03:20Uhr, geht’s an diesem Tag mal wider reguläre los.

Unschön fürs Radfahren ist der wohl an diesem Tag der als durchgängig zu erwartende Niederschlag. Da ich aber auch irgendwie ein Mensch bin der die Natur liebt, gönn ich ihr das und trag es mit Fassung oder eben – wie ein Mann! *schau ganz ernst – lach* Nein, ich schlüpfe einfach in meine Regenhose und dann werden wir mal sehen.

Ansonsten hoffe ich das die inzwischen stornierte, dann aber wieder neu zusammenstellte Bestellung von Bike24.de eintrifft. Ich will aber nicht wieder in zu viel technisches Gelaber abrutschen. Wir waren stehen geblieben bei der…

…Regenhose. Nass war es dann, auch wenn es sich in Grenzen hielt. Doch für die Regenhose reichte es, denn die Bodenfeuchtigkeit war doch mehr als sonst.

Unschön war dann die Sachen mit der zickenden Busch & Müller Vorderlampe. Der Rest von der morgendlichen Anfahrt ging, es reichte sogar noch für eine kleine Haldenauffahrt und eine weitere übliche Extrarunde um den Haldensockel. Hinterher wurde die Umkleide zum trockenlegen genutzt.

Die Rückfahrt war, dank Stau auf der Jobrunde und zweier Sonderanfahrten in Folge dessen später Schichtende, auch wider komplett im Lichtmodus. Und ebenso wieder in nass.

Aber auch hier, flackerndes Licht hin oder her – DISCO!!! – es gab noch eine kleine Extraschleife. Natürlich wanderte die defekte Lampe dann ins Lager…

(von rechts die jetzt neue und dann nach links folgend die Lampen aus der bisherigen traurigen Serie)

…und die vorläufig letzte wurde aus der Asservatenkammer gezogen und mit frischen Akkus bestückt.

War spät die Ankunft, also nur die ganzen Klamotten sortieren, trocknen, Wäschebox auffüllen, selbst heiß duschen und sich dann den Wanst vollschlagen. Bettruhe.

Dienstag: es ist sehr frisch draußen, aber trocken. Mit der vorhergegangenen Feuchtigkeit von oben wird es wohl potentiell glatt sein. Gut, für Leute mit Spikereifen wohl eher nett und da man sich ja auch vorzugsweise am Channel entlang macht…

Bei frisch, fromm, fröhlichen 0c° gab es wieder eine extralange Anfahrt. Das Quäntchen Mehrarbeit vom Vortag in einen späteren Arbeitsbeginn umwandeln.

crasy Fahrten: dabei wurde nicht nur die Extraschleife östlich von der Burg weg gemacht, sondern noch gute 20 Minuten auf der Halde Runden gedreht. Dann reichte es aber auch. Genug Spaß, genug für die Velociraptoren Teams und auch genug für die eigene Position im Winterpokal.

Mittwoch: am Tag des Bergfestes, ma(n)n hat den zeitlichen Höhepunkt der Woche erreicht, ab hier geht’s quasi stramm auf’s Wochenende zu, komme ich nicht ganz so gut in die Schuhe.

Das doppelte Heißgetränk hilft, doch irgendwie ziehe auch danach die Zeit noch unnütz heraus.

Das Ankleiden dauert wie immer länger, dann Abfahrt. Im Gegensatz zum Vortag mit 0c° hat sich der Zeiger bei -1c° eingenistet. Gut gekleidet komme ich mäßig bin Fahrt, bekomme dann aber doch den Bogen. Den Bericht zu diesem frühen Teil des Tages hatte ich ja schon veröffentlicht.

Nach diesem Waldbaden lief der Tag gut rund. Und so konnte ich am nachmittag relativ entspannt nach Hause fahren. Es ging mal wider am Kanal entlang. Ach Gott was dröge. Blöd war dann, kaum vor der Burgpforte angekommen schaute ich auf den Tacho. Natürlich fehlten mal wider zweieinhalb Minuten um die Winterpokalstunde voll zu machen. Also wider den Arsch zusammen gekniffen und noch eine Runde um den Block gefahren.
Man muß schon mächtig einen an der Waffel haben, um den Spass mitzumachen. *grins*

Natürlich war dann noch Training angesagt. Das wurde überzeitlich um ein paar Beweglichkeitübungen eingekürzt. Ich bin nicht ganz deppert und zieh bei knapp 1c° die Schuhe aus um die Füße beweglich zu bekommen.
Danach wurde dann mal wider die Gusspfanne übervoll gemacht. Nudel gebraten, mit Sahne, Gaudekäse, Kräuterschmierkäse, Sahne, Salz, Pfeffer, Oregano und Basilikum. Der Teller hätte auch mal wider für eine ganze Familie gereicht.

Und oh Wunder, die Waage zeigte vor dem Duschen zwei Kilo weniger als das Wohlfühlgewicht. Ich bin dann wohl der Einzige der an Weihnachten ich abnimmt. Egal was und vor allem wieviel ich futter.

Donnerstag: es geht weiter im schrillen Leben des Radverrückten. Für heute steht Montag des Vorbau an, damit das technisch korrekt ist und auch Wohlgefallen bei Fachleuten finden würde.

Auf der diesmal aber normalen Anfahrt hatte es knackige -4c°. Beginnt es interessant zu werden?

Bikebasteln: mal wieder in einem Zeitfenster den Vorbau gewechselt. Leider bekomme ich das Lager nicht wirklich-sinnvoll spielfrei eingestellt. *schau angenervt* Hab mal die Aufgabe in bekannter Runde vorgetragen. Irgendwie ist da der Wurm drin, unschön.

In einem zweiten Anlauf nach Feierabend und unter genauer Betrachtung der Bauteile klappt es dann. Ich kann relativ entspannt nach Hause radeln.

Freitag: letzter Tag der Woche startet gewohnheitsgemäß. Am Job steht für heute eine andere Runde an und für den Feierabend hab ich mal präventiv volle Akkus in der Lampe gepackt, sowie die Reserveakkus mit dabei.

Für die Anfahrt zum Job wähle ich eine Kombination aus Lippeauen und Rennbahn. Ma(n)n kommt gescheit voran, die Nagelreifen rollen auf stark befestigtem Grund einfach besser und stressfrei genug ist es auch.
Außerdem ist es wärmer geworden. Es liegen schon wieder satte 1c°+ an. Diese Hitze bringt mich um! *lach*

Die Heimreise wurde dann mal wieder etwas entspannter angegangen, oder so…

…also für einen der was an der Murmel hat. Bericht dazu reich ich dann nach. Als Vorgeplänkel ein paar Zahlen. Die ersten 30 Minuten im Hellen, dann wurde die Funzel angeknipst. Insgesamt waren es 3:59:28 und 76,04 km, sagt Strava also das Portal wo die aufgezeichneten Daten meines Bordcomputers hochgeladen werden.
Denn inzwischen hocke ich schon mit vollem Bauch am Küchenstammplatz, die Waschmaschine wird wohl auch fertig sein, aber es ist schon Halbelf durch und ich werde müde.

Habt ein nettes Wochenende und bleibt bitte gesund!

40.567km/ 27.11.2020

November 27, 2020

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ crash Fahrten/ Bike- & Biketouren Bilder: der Bekloppte ist wider in seiner Burg und hat die große Portion chinesischer Nudeln verdrückt. Bekloppt ist er, weil er sich heute eine nette Feierabendrunde gegönnt hat.

Nix los auf´n Fernseher, Wetter passte, also fährt man mal etwas mit dem Rad durch die Gegend. Gut, Wetter passte kann man jetzt auch so sehen, bei der Abfahrt standen noch fast geschmeidige 7c° auf dem Tacho, was sich aber ganz fix mit dem sinken der Sonne am Horizont erledigt hatte. Mit 1c° bin ich hier auf den Burghof gerollt.
Dazu kam noch eine erfrischende Luft aus dem Osten. Aus dem Osten bedeutet dann aber auch, das ich den Großteil der Strecke in den Wind gefahren bin. Zudem wurde es ab einem gewissen Zeitpunkt, ich tippe so auf ab Minute 40 dunkel. Also Idealbdingungen um eine Radtour zu machen, oder? *lach*

Im Hinterstübchen hatte ich die WPC Seseke Bönen/ Industriegebiet Channel Strecke (WPC steht für Winter Pokal Classics) die dann heute in einer leichten Variation, weil´s gerade so gut passte, 47km in knapp 2:38h machte.

Im Rahmen des Winterpokals fahre ich diese Strecke immer wieder mal. Also nicht täglich oder öfters, aber eben so ein bis zweimal. Geht für mich über bekannte Strecken halt wie Sesekeradroute und dann halte eben weiter etwas über Land. Ist kein großes Ding, kenn ich alles, brauch ich mir also keinen Kopp machen. Das andere ist, da ich an mehreren Punkten vorbei komme wo ich aussteigen und direkt heimkehren kann, ist das auch immer so einen kleinen Rückeversicherung.

Heute ging es bei noch gemäßigtem Wetter von Sonnen 7c° los, wobei aber dann doch der Ostwind so seinen netten Anteil ausspielte. 7c° waren damit nur eine Zahl, aber in Bewegung war das warm genug. Und rumstehen wollte ich ja eh nicht. Außerdem hatte ich noch ein weiteres dünnes Paar Handschuhe als zweite Lage an den Pfote mit im Gepäck, sowie die zusätzlichen Armlinge.

Am Job, wo ich leider auch etwas mehr später los kam, wurde noch ein mittlere Wasserflasche in die Lenkertasche geworfen, sowie ein wenig Proviant.  

Es rollte ganz passabel, eine kleine Waldstreckenerkundung und dann kam ich recht fix in Kamen an. Da war es natürlich schon stockdunkel und die dünnen Handschuhe schon längst über gestreift. 

Bikebasteln/ …hilf anderen !: roll ich also am Rand des Zentrum vorbei, sehe ich eine Jugendlichen an einer Radservicestation die öffentlich zugänglich ist. Ganz ehrlich, da fahr ich wirklich öfters vorbei, aber diese Station ist mir noch nie aufgefallen.

Er hat offensichtlich ein Problem mit dem Vorderrad und ich halte an und frage nach. Das mache ich schon deshalb, weil ich mir in meiner Jugend oder zumindest in der Anfängerphase bestimmt gerne den einen oder anderen Tip hätte gefallen lassen, auch eine helfende Hand bei Problemen. Das kann auch auch heute noch gut für mich sein. Hatte ich ja auch schon.

Er hat also vorne einen Plattfuß und versucht jenen auf zu pumpen. Ich frage nach, ob er denn schon wüsste warum er einen Platten hätte, oder ob er schon nachgeschaut hätte, wo da was drin steckt? Nein, hat er natürlich nicht. Also frage ich nach, wie weit er denn noch müßte? „Nicht weit, 700Meter“, war seine Antwort. Ich riet ihm lieber zu schieben und das Problem zu Hause in der warmen Küchen an zu gehen. Er meinte aber, er wolle es doch mal versuchen.

Da ich ein deutliches Luftzischen vernahm während der pumpte, ging ich ihm zur Hand. Das typische Problem, das er das Ventil nicht geöffnet hatte wurde dann beseitigt. Jetzt gab´s wider die Fingerübung, das der Schlauchanschluss so gut über das Ventil mußte, daß eben keine Luft an den Seiten raus kommen würde. Er pumpte, ich kümmerte mich um den Ventilanschluss.

Es dauerte zwar einen Weile, ja so eine fette 29″ Pelle braucht ja etwas mehr Luft, aber dann kam der Reifen. Sichtlich erleichtert pumpte er noch etwas Luft mit bei, bis der Reifen daumenstramm voll war. Er bedankte sich noch und legte seine Fahrt direkt mit einem wheelie (man fährt dabei nur auf dem Hinterrad) fort. Coole Sau der Typ, nur das mit der Luft im Reifen…

Für mich ging es dann weiter. Leider mußte ich feststellen, daß ein paar Abschnitte der Sesekeradroute in östlicher Richtung aus Kamen raus gesperrt sind. Rohrverlegearbeiten, so wie das ausschaute. Irgendwo hinter Kamen kurz vor Bönen wurden dann unter einer bekannten Unterführung, wo es ja meist wärmer ist, die zusätzlichen Armlinge übergestreift und nochmal kräftig an der wider aufgefüllten (aus der Reserveflasche) Wasserpulle genuckelt.

Der letzte zähe Abschnitt war dann der, wo es für mich auf dieser Reise am süd-östlichen Rand in das Heimatdorf rein geht. Flaches Land, kaum Windschutz und ich mutmaße mal auch diese ganz seichten Steigungen, haben mal wider ihren Tribut gefordert. Gefühlt bin ich daher gekrochen.

War ja aber egal, im Winterpokal zählt ja kein Tempo nur die Fahrzeit. *grins* Im Dorf angekommen hab ich eine andere Linie gefahren, die wohl auch etwas direkter war. Ich kam so aber am Pilsholz raus, was ich mir natürlich noch gönnte. Die Ausfahrt wurde dann aber leider-fast-zwangsweise kreativ gestaltet.

Ich wollte nicht zu fix auf den Radweg an der Hauptstraße und entdeckte ein Radroutenschild. Das führte zwar nicht direkt wie gewünscht, zur Hauptstraße, war aber was eine Radroute anbelangt doch eher von einer sehr gewagten Ausführung. Sehr welliger Beton oder Asphalt, dafür aber kaum lenkerbreit. Man stelle sich ein typisches E-Biker Pärchen im gut fortgeschrittenen Alter darauf vor. 

Aber einem gewissen Punkt ging es dann für mich leider eine wenig über reguläre Straßen. Was für ein Gefühl mal wider auf einer normalen Straße zu fahren. Zum kotz**…

Das war dann aber auch bald geschafft, ein letzte Bild mit Blick auf den Dorfkern samt Konsumtempel par excellence.

Dann das Übliche halt, Futter in den Hals werfen, Waschmaschine und Dusche halt. Und natürlich diese Zeilen tippen. Ja war mal wider super so durch die Stille der Nacht zu rollen, auch wenn es hier und dort anstrengend war. Aber es lohnt sich halt.