Archive for the ‘crazy Fahrten’ Category

41.455km/ 19.12.2020/ Channel sun-up Challenge…

Dezember 19, 2020

Bikealltag/ The Cure – Forest/ crazy Fahrten/ Biketouren/ Channel Night Challenge/ Nacht-Touren/ Bike- & Biketouren Bilder: und jetzt hier die ganze Geschichte, in gewohnter Form also in epischer Länge.

Die Story hinter der Story

Nachdem die regulär Channel Challenge aufgrund der wohl bekannten Umstände nicht so stattfinden konnte, tat sich mal wider der Gedanke auf, daraus doch eine Nachtfahrt zu machen. Ein wenig inspiriert hatte mich auch die NightOfThe100Miles, diverse Fahrten morgens in der Dunkelheit oder auch in die Dunkelheit hinein. Eine Chil-Out-Nightride hatte ich ja schon im Frühjahr und jetzt erst vor kurzem gemacht und kann dabei nicht verschweigen, daß ich dazu noch eine nette Idee habe.

Jetzt tat sich im bekannten Umfeld der Radkollegen schon irgendwann mal jemand hervor, der schon von seiner Person her gut für eine Überraschung gut sein kann. Bisher konnte ich mich für ein stumpfes abradlen des Datteln-Hamm-Kanal in der Dunkelheit nie so recht begeistern.

Aber mit dem zweiten Durchlauf der gesellschaftliche Entschleunigung fiel auch dieser Gedanke irgendwie…
…in das Wasser des Datteln-Hamm-Kanal. Aber wie sagt man, tot geglaubt leben am längsten.

In den letzten paar Wochen mit den Anfahrten zum Job juckte es immer wieder. Auf der letzten Heimfahrten kam der finale Gedanke auf.

„Mach doch einfach eine Channel sun-up Challenge“, so früh wie möglich losfahren, dabei ganz viel Sternenhimmel bei klarer Nacht genießen und dann in den Sonnenaufgang rein fahren. Mit diesen Gedanken legte sich dann auch die Fahrtrichtung fest.
Nicht wie sonst üblich erst in Richtung Osten, sondern nach Westen zur Kanalmündung. So hätte ich auch das vom Untergrund hässlichste Stück dann hinter mir und könnte mich dann auf en Rest freuen.

Und so kam ich nicht drumherum. Es war einfach ein Ding zwischen mir und dem Channel. Es könnte nicht sein, daß ich das in diesem Jahr nicht fahren würde. Die Vorfreude und vor allem die innere Einstellung stellte sich dann auf der gestrigen Heimfahrt ein. Da ich eh gut müde war, fiel es mir auch nicht schwer früh zu Bett zu gehen. Die erste Beste Voraussetzung.

Die Channel sun-up Challenge als Tour

Ja ich geb es zu, man schon gut einen an der Murmel haben sich für ein derartiges Vorhaben den Wecker auf 03:03 Uhr zu stellen. Nicht das die Tatsache reichen würde am Tag gut 100 Kilometer mit dem Rad abzureißen, nein es war ja auch noch Dezember. Und jener Monat ist eben nicht für milde Temperaturen und schön Wetter bekannt.
Aber ich war das gewohnt und auch entsprechend vorbereitet. Ohne Vorbereitung geht da nix, in so fern…

Lustiger Weise war dann auch der Start um 04:14 Uhr. Etwas später als gedacht, aber ich mußte noch die Lenkertasche montieren und alle Sachen verstauen. Das Startbild.

(das komplette Bild -u. Filmmaterial findet Ihr im Album)

Und ab ging die Reise. Ich rollte zum Kanal, alias Channel hoch und kam recht gut in Schwung. Nicht zu schnell aber auch nicht zu langsam und vor allem in eine Art Entspannungsmodus, der wohl aus der Freude kam.

Weite Teile der Strecke konnte ich im schwachen 15LUX-Modus mit meiner Lampe fahren. Die eigentlich zu hohe Einstellung hatte ich ja noch nicht korrigiert (wann auch?) und so gab es einen gute Lichtteppich, der aber auch nicht zu hell war. Irgendwie gefiel mir das. Jedenfalls kam ich zeitlich gut aufgestellt am Preußenhafen an.

Eine erste schnelle Riegel- & Trinkpause wurde eingelegt. Dann ging es weiter, leider ab hier etwas auf Umwegen. Dadurch das ja eine neue Brücke „geschlagen“ wird, kommt man eh nicht direkt am Kanal entlang. Die Umleitung wird aber auf jene Radtrasse geführt, die ich eh täglich zum Job kurve. Da bin ich dann also direkt drauf, so hab ich mir etwas Holperstrecke gespart.
In Höhe des Lünener Hafen ging dann das erste Holperstück los. Mit vollem Licht kam ich da aber gut durch. Kurz vor dem Hafenbecken in Waltrop war dann der zweite Stop. Die Akkus am Licht mußte getauscht werden. Ich nutze diesen Zwangsstop um auch wider gut zu trinken.

In Waltrop mußte ich dann auch die Kanalseite wechseln. ich mag ja diese Brückenüberfahrt so gar nicht, da Autoverkehr droht. Doch heute…
…Mucksmäuschenstille. Überhaupt war die Szenerie bis in den Anbeginn des Sonnenaufgang von bester Qualität. Es war eine sternenklare Restnacht, alles still und leer, viele Eindrücke gab es. Jedenfalls kam ich gut über die Brücke und ebenso gut bis zur Kanalmündung.

Die Pflicht rief, Bild machen, Riegel futtern und gut was trinken. Dabei lief ich im Kreis oder in einer Acht, damit die Füße und Beine in Bewegung bleiben und ich nicht unnötig kalt. Denn bis hierhin hatte es gute 0 bis max. 1c° aber in angenehmer Qualität. Nach dem opulenten Mahl ging es auch gleich auf die Rückfahrt. Kurz vor dem Lünener Hafen startete der Sonnenaufgang. Er tauchte den Horizont in ein ganz zartes Orange. Was für ein feiner Anblick. Den Preußenhafen hatte ich diesmal hinter mich gelassen und statt dessen meine nächste Pause auf einer Anhöhe am Seepark Lünen gemacht.

Mal zwei Bilder, ein kurz nach der Abfahrt geschossen. Und auch da wider wunderbare Szene. Der Morgentau oder auch an vielen Stellen der Frühnebel gaben sich ein Stelldichein mit der aufsteigenden Sonne. Ab hier wurd´s dann irgendwie…
…zääähhhhh. Irgendwie war der Wurm bei mir drin, die Kurbel kreiste immer langsamer, auch kleinere Gänge halfen da nicht so wirklich. Nach 2:40h war dann eine nächste Pause fällig, ma(n)n mußte sich auch mal „die Füße vertreten“. Außerdem wurd´s irgendwie immer kälter. Ich fuhr weiter und konnte es kaum fassen. Auch wenn die Sonne inzwischen gut über den Horizont lugte, ich kam kaum vom Fleck, es wurde stellenweise rattenkalt. Innerlich knobelte ich was es A. sein könnte und B. was ich tun könnte?

Heimkehren und das Ding doch nicht bis zum Ende fahren, war eine Option. Gut, nicht die Option die mir am besten gefiel, hätte ich aber auch gemacht. Ich beschloss erstmal bis zu den beiden weißen Brücken zu fahren und dort dann zu schauen. Gesagt getan, dort dann oben in die Sonne gestellt und mal die wärmere Trinkpulle aus der Lenkertasche gezogen. Von dem einem Liter wurden Dreiviertel in die Speiseröhre gekippt. Außerdem entsinnte ich mich des Energie-Gel, was ich schon gefühlt Jahre in der Jackentasche als Notreserve mitschlörre.

Geschmacksrichtung zum Haare aufstellen, Cashewkerne in  – gesalzen!!! Brrrrr! Da muß man aber schon gut am Ende sein um sich so´n Mist in den Rachen zu drücken. Für mich aber dann doch ein reizvoller Test. Geschmacklich ging das aber doch besser, als das was man liest. Trotzdem, kaufen würde ich diese Geschmacksrichtung nicht. Überhaupt hatte ich dann das Problem, wohin mit der Verpackung? Ein Mülleimer war nicht zu sehen, also mußte der Mist in die Keksdose.

Dieses dann auch etwas längere Pause brachte mich wider auf Trab und zwar so gut, daß ich an der fetten Bahnunterführung erstmal den Wasserhaushalt regulieren mußte.
Überhaupt, bei den bisherigen Channel Challenge Aktionen gab´s ja immer einen legger Currywurst-Pommes-Mayo am Preußenhafen. Aber dort war ja bei meiner letzten Durchfahrt noch alles dicht. Und woanders Pause machen hatte ich auch keinen Bock Beziehung weise wäre ja auch gar nicht gegangen. Eigentlich schade, denn gerade der gesellschaftliche Part ist ja immer ganz nett.

Dennoch, groß reinklotzen war nicht mein Plan. Mein letzter Wendepunkt wäre die Schleuse in Werries gewesen. Wenn das bis dahin aber gut klappt, dann schafft man auch den Rest. Und so war das dann auch. Zuvor passierte ich aber wider das zukünftige Pier 9 Hotel Gelände.

Hab ich ja auch voll Bock drauf. Half aber alles nix, ein Meters wollten noch gemacht werden. Und so rollte ich zuverlässig wie ein gut geschmierter Trecker, also nicht besonders rasant, aber eben konstant dem Kanalende entgegen. Das Beweisfoto wurde gemacht…

…Wasser zugeführt und die Keksdose in Angriff genommen. Zuvor bin ich einem Angel ich über seine Rute gefahren, die er aber entschudigender Weise auch blöd hingelegt hatte. Ist aber nix passiert. Nachdem ich wider Sonne getankt hatte, rollte ich wider los, bis ich…

…ach ja! Auf den letzten Metern zum Kanalende hin hatte ich bemerkt, daß es am Hinterrad irgendwie eirig oder gar schwammig geworden war. Hatte mein Laufrad eine Acht? Also stieg ich wider kurz nach dem Start ab und begutachtete kurz das Hinterrad. Ich entschloss mich die ja erst gestern bewährte Luftpumpe mal an zu setzten, denn auch der Profidaumendruck meldete irgendwie wenig Luft in der Pelle. Und siehe da, daß Manometer stieg bei unter 3bar ein. So wenig, da muß das ja rum eiern. Es ging dann aber besser vorwärts, wenn auch eventuell mit einem Tacken zu viel Luft. Es federte nicht ganz so wie soll. Kann man aber mit leben und dann at home korrigieren.

Letzte Stop, eigentlich, am neuen Ruderhaus hier im Dorf. Man hatte ja lange gebaut und ich wollte mir das mal genauer ansehen.

Chic gemacht, nicht gerade ein Schandfleck. Ein junger Mountainbiker nutze diverse Stellen um seine Fahrtechnik zu üben. Treppe rauf hatte ich so auch noch nicht gesehen. Da ich eh am filmen war… <klick>. Ich fand das gut, machte mich dann aber doch wider vom Acker.

Den dann aber wirklich letzten Stop gab es kurz vor dem letzten Kanalstück. Dort hatte ich schon auf der Hinfahrt Birkenäste in guter Statur erspäht. Da ich ja seit neusten eine gut große Feuerschale hab, braucht es auch an dem nötigen Brennstoff. Kleinholz für den Outdoor-Holzvergaser hab ich ja, aber dickere Äste oder gar Scheitholz eher nicht. Also griff ich mal zu, verlud alles noch irgendwie am Bike…

…und fuhr dann aber doch schnurr straks zur Burg. Natürlich war nach der Ankunft wider eine gründliche Pflegeeinheit fällig. Warum kann man an diesen beiden Bildern sehen.

Das linke Bild zeigt den Tretlagerbereich das Rades. Wenn sich da genug Schlampes gesammelt hat, streikt regelmäßig das Schaltwerk an der Kurbel. Ich muß dann das Rad auf den Kopf stellen und manuell umstellen. Das rechet Bild zeigt den Schaltwerkkäfig, als jener ist unter dem Drecksrotz. Zum Glück gibt’s da keine Probleme. Aber jetzt ist wider alles gut. Auch die Wäsche ist gewaschen, steckt im Trockner oder ist aufgegangen, zwei Teller Mittagessen sind schon lange Geschichte und ich bereite mich mental auf ein Abendbrot vor. Burger und Pommes wär jetzt so ein Ding. Kalorien satt.

Das Ende

Ja, auch wenn der zähe Part es so ein wenig in sich hatte, ich habe diese ´n Tag bestens genutzt. Es hat sich gelohnt das sehr frühe Aufstehen. Alleine schon wegen dem Sternenhimmel. Die nächste Tour wird aber entspannter, also nicht so lang.

Habt noch ein schönes Wochenende und bleibt gesund!

Liveticker Channel sun-up Challenge 13:53Uhr

Dezember 19, 2020

Biketouren/ Crash Fahrten/ Liveticker/ Bike- & Biketouren Bilder/ Morgengruß: samstagfrüh 03:23Uhr erste Zeilen, doppelter Espresso und Weihnachtsgebäck die Nacht war vorzüglich und dies auch wenn ich schon in aller Herrgottfrühe hier am Küchenstammplatz hocke. Vielleicht ist es die Freude auf das was der Tag bringen wird. Passt auf Euch auf, habt einen schönen Samstag und bleibt bitte gesund!

05:19: hab den Preußenhafen erreicht, erster Rigel…

06:34: Kanalmündung Datteln-Hamm-Kanal/ Rhein-Herne-Kanal erreicht, ein weiterer Riegel & Trinken bei 3c° im Scheinwerferlicht.

07:50: wieder am Preußenhafen angekommen, 50,7km/ 2:46h, trinken, Riegel und Bild…

09:37: ein Zwischenstopp um den Wasserhaushalt zu regulieren und trinken, trinken, trinken. Es müßten bis zum Kanalende und zur Burg nur noch knapp 30km sein. Irgendwie, die Betonung liegt auf irgendwie bekomme ich das noch hin, oder? *grins*

10:27: bei Kilometer 84,9 und Fahrzeit 04:39 ist das Kanalende erreicht. Inzwischen hab ich 3,6l Wasser verdunstet oder wo „in die Ecke gebracht“ sowie diverse Riegel vertilkt. Jetzt wird wieder Wasser getrunken und noch Kekese gefuttert. Das andere „Problem“ ist jetzt, mit der nun stehei Sonne ist es warm geworden. Satte 8c° stehen an und ich lüfte schon ein wenig durch, sowie ich eine Unzerhelmmütze abgelegt habe. Auch die Überziehhandschuhe sind schon verstaut. Ich hoffe die Heimfahrt wird ab hier nicht noch deutlich wärmer und gute wäre auch, wenn der Wind aus der richtigen Richtung käme.

13:53: bin schon wider etwas länger zu Hause, das CAADX ist etwas gereinigt, ich ebenso, die Waschmaschine läuft und gefuttert hab ich auch. Das Geschreibsel samt Bildmaterial zu dieser Tour wird folgen.

So, hab dann auch hier die Bilder reduziert, im Hauptbeitrag gibt’s dann neue und natürlich einen Link zum Album. Übrig geblieben sind nur die Beweisbilder das ich A. an der Kanalmündung war und B. am Kanalende. Bis denn.

Chill-Out-Night/ 41.124km/ 12.12.2020

Dezember 12, 2020

Bikealltag/ The Cure – Forest/ crazy Fahrten/ Biketouren/ Nacht-Touren/ Bike- & Biketouren Bilder: so und jetzt hier die schon im vorhergegangenen Beitrag angekündigten Zeilen zur crazy Nachtfahrt. Gleich vorab, viele Bilder gibt’s nicht. Zwei Gründe dazu, zum einen waren die Lichtverhältnissen nicht so das die Camera meine Motorola Handy das hätte packen können…
…und zum anderen genau bei jenem Mobil verabschiedete sich der Akku irgendwo im Nirgendwo.

Ansonsten wie schon gesagt, war ich 3:59:28 in Bewegung und habe dabei 76,04km zurück gelegt. Beim Start hatte es wohlige 6c°, es pendelte sich dann mit der Dunkelheit bei 2c° ein, hatte aber am Ende doch wieder nur 1c°. Leider dann auch ein Teilstück mit einer gewissen Portion Wind von vorne. Ich beginne aber mal von vorne.

Irgendwie war diese Woche ja durchwachsen. Von den Temperaturen her eher frisch bis anfangs sehr frisch und meine 45NRTH Xerxes Spike-Faltreifen mit je 140 Spikes waren also stets ein guter Plan. Ob sie aber wirklich notwendig waren, kann ich nicht mal so sagen, habe aber darüber mehrmals nachgedacht. Ja, da gibt es die Abschnitte zum Channel hoch wo ja urbaner Untergrund vorhanden ist und hat man erstmal den Seepark Lünen passiert stellt sich erneut Jenes ein. Nicht zu vergessen die Holzbrücken die ich passierte. Gerade die ließen im Glanz der Vorderfunzel oft ein Glitzerbild von sich scheinen, von dem jedes kleine Mädchen in seinem Poesiealbum nur träumt.

Aber es war auch so, daß ich im Verlauf der Woche immer wieder gerne durch die schwindende Nacht gefahren bin. Diese Stille, der Himmel, die Sterne und ach was weiß ich nicht was. Und so tat es sich an, daß kaum meine Lebensgeister mit dem frühmorgendlichen Sauerstoff geflutet wurden, ich immer wider eine lecker Nachtfahrt herbei sinnierte.

Das ich in diesem Jahr noch eine Channel Challenge fahren würde wäre zwar nett, aber bei dem Wetter mit diesen Spikereifen hatte ich für mich eher ausgeschlossen. Das wäre auf den etlichen Meters an Untergrund zwar machbar, aber schön ist was anderes. Und Spässekes sollte es ja auch machen. Denn so grob 100km Radfahren ohne Spaß ist eben – spaßbefreit.

Und so kam mir dann die Chill-Out-Nightride aus dem Frühjahr in den Kopf. Alle Strecke mehr oder weniger gut bis sehr gut bekannt, nette Dörfchen und ab einem Punkt X genug Punkte wo man aussteigen kann und relativ straight gen Burg radeln könnte. Und ganz wichtig in diesem Fall, vorwiegend Asphalt.

Dabei muß ich nur vom Dorf des Jobs etwas hoch fahren, also in Richtung Nord um mich dann an Cappenberg vorbei in Richtung Nordkirchen auf zu machen. Von dort aus gäbe es schon die ersten Optionen zum umdisponieren. Mit Schloss Westerwinkel/ Herbern könnte man bis nach Drensteinfurt vorrollen. Die kürzeste Variante um genau zu gehen. Anderseits ist aber Lüdinghausen von Nordkirchen auch nur knapp was mit 45 Minuten entfernt.

Ab Lüdinghausen, wo ich kurz vor Ortseingang stets in einer Hütte für eine Bushaltestelle kurz Halt mache geht es dann rüber bis nach Ascheberg. Das Stück zieht sich immer etwas, sind wohl auch gefühlt die meisten Kilometer am Stück. Von Ascheberg aus kann man dann wieder in Richtung Süden aufbrechen und so über Herbern reinkommen, wobei es von dort aus keine Stunde mehr bis zur Burg ist. Man rollte auch die meiste Zeit bergab. Der andere Plan kann dann aber sein bis nach Drensteinfurt zu fahren, was grob auch wider nur eine Stunde ist.
Ab Drensteinfurt gibt´s dann die nächste einstündige Option auf Heimfahrt oder eben doch noch bis nach Ahlen fahren. Die Schleife bis nach Ahlen rüber zieht sich aber auch wieder uns sollte auch knapp mehr als eine Stunde sein. Aber ab dort muß man ja auch wider zur Burg, was wieder eine gute Stunde plus bedeuten würde. So also der Plan, losfahren und sehen was der Tag, oder besser gesagt, die Nacht so bringt.

An sich hab ich aber nix groß geplant. Das einzige was in meiner Lenkertasche noch drin war, war eine 1l Wasserpulle extra. Riegel als Zwischenmahlzeit hatte ich schon wo im Gepäck. Reserveakkus waren auch mit von der Partie. Und so bin ich dann mal los. Anfangs ich nette Wohlgefallen 6c° und einen betrachtungswerten Sonnenuntergang.

Erstes Problem, es war zu warm ich mußte Kleidung ablegen und dann immer wider kurz anhalten um auch diverse Reißverschlüsse an der Jacke für die Lüftung öffnen. Mit angezogenen Handschuhen klappt das nicht ganz so gut.

Ich hab dann aber diese kurzen Stops dafür genutzt auch meine Trinkdisziplin aufrecht zu halten. Nach knapp einer halben Stunde war Licht angesagt, zunächst noch nur als Positionslicht um gesehen zu werden, aber auch weil ich die Abschnitte super kannte. Und weniger Licht bedeutet ja auch, weniger Stromverbrauch, ergo leuchtet die Lampe länge.

Etwa 30 Minuten vor Nordkirchen gab dann den ersten kurz-längeren Zwischenstop um sich eine Rigel präventiv in die Kauleiste zu drücken. Außerdem wollte der Wasserhaushalt reguliert werden. Ein gutes Zeichen, die Trinkdisziplin klappt. Ab da war dann aber auch volle Suppe auf dem vorderen Scheinwerfer angesagt.

Vor den Toren des Schloss Nordkirchen wurde dann die nächste Pause einberaumt. An der Spatzenhütte wurde wider Kleidung angelegt, es wurde frisch und der Fahrtwind tat sein übriges. Wacker rollte ich bis zu jener Bushaltestelle vor die kurz vor Lüdinghausen liegt. Hier <klick> sollte ungefähr die Position sein. Und ab da war dann auch das Wacker wider vorbei.

Nicht das ich schlecht voran kam, aber ich ahnte es schon. Schnell war ich nur, weil der Wind bis zur Haltestelle eher von hinten kam. Jetzt kam er von vorne. Naja und dann eben das lange Stück bis Ascheberg. Bei einer weiteren Trinkpause kurz vor Ascheberg knickte dann auch der Akku von Handy ein. Merkwürdige Sache, denn zu Hause zeigte er nach dem Anstöpseln noch gute 27%. War aber eine Zeit lang ein komisches Gefühl so ganz „ohne“.

Aber auch das wurde gefahren und im Kopf wurde die besser Strecke für finale Rückreise gewählt. Damit ging es doch noch bis nach Drensteinfurt. Kurz vor dem Ortseingang wurde in einer weiteren Hütte noch ein Riegelchen genascht und auch die Wasserpulle wieder bemüht. Man muß da echt drauf achten, denn gerade im Winter merkt man einfach nicht wie man schwitzt.
Und dann kommt der Mann mit dem Hammer, die Knochen werden schwer, die Muskeln wie Blei. Aber ich war da ja auch geübt drin und wusste was zu tun ist.

Jedenfalls ab da ist alles wohlbekannt und auch von der Streckenbeschaffenheit her gut zu nutzen. Direkt gibt es insgesamt drei Routen, die alle mehr oder weniger parallel zu den Bahngleisen laufen. Eine Route westlich der Gleise und der zweie östlich davon. Da ich von Westen kam, wurde auch die erste Strecke gefahren.

Irgendwie war das schon ein wenig Wahnsinn. Man erinnert sich noch an Zeiten wo man stolz und auch heilfroh war die 20 Kilometer nach Drensteinfurt zu fahren und auch noch anständig wider zu Hause an zu kommen. Nun hatte man über satte 50 Kilometer auf dem Buckel, es war stockdunkel und eigentlich auch kalt. Kalt? Gut die 1c° waren jetzt nicht irre gemütlich. Zumindest nicht um lange an zu halten und sich gemütlich einen Espresso zu brutzeln.
Aber ich war das ja gewohnt und die letzte Schicht an dünnen Unterziehandschuhen wurden noch angelegt und dann wacker weiter. Übrigens an einer neuen Bushaltestellenhütte direkt am südlichen Ortseingang zu Drensteinfurt. Sehr solide aus Holz gemacht, abgedichtet und somit maximal windgeschützt und zudem Kameraüberwacht. Das suggiert jedenfalls ein Schild.

Und so rollte ich nach diesem nächtlichen Abenteuer mal wider auf der Burg ein. Trinkware wurde der Kehle zugeführt, die Waschmaschine gefüttert und eine nicht ganz unreine Portion Reis mit Chili con Carne in den Margen verfrachtet. Die Nacht war erholsam.

Heute war dann im Lauf des Tages für das Fahrgerät auch mal wieder eine Pflegeeinheit fällig. Man sollte auch da nicht nachlässig werden.

Ja so war das, bis zur nächsten Nachtfahrt, oder so. Habt noch ein schönes Wochenende und bleibt gesund!

41.124km/ 11.12.2020

Dezember 11, 2020

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Winterfahrten/ Bike-& Biketouren Bilder: wir näher uns der alljährlichen Deadline dem Jahresende und in meinem Jahresabschlussbericht für 2020 sind schon reichlich Zeilen gewandert. Aber bis dahin ist noch die Hürde des Weihnachtsfestes zu nehmen, was aber wiederum noch ein paar Tage entfernt liegt. Aber so lange ist das auch nicht mehr, denn…

…für mich bedeutet das konkret noch zwei Wochen arbeiten und dann dank drei Tage Urlaub ein superlanges Wochenende. Arbeitsantritt ist dann für mich der Tag der Bescherung und danach halt eben wider ganz normal. Also auch alle nicht gesetzlichen Nichtfeiertage zwischen den Tagen.

So hab ich mir vor Weihnachten ein hoffentlich angenehm zu nutzendes Zeitfenster verschafft und werd mal sehen was wir da so zaubern.

Biketouren/ Touren-Ansage/ Heimattour: eine Radtour in die alte Heimat wäre noch so ein Punkt den ich gerne machen würde. Aber ob das klappt, hängt von einigen Faktoren ab. Ganz vorne an, das Wetter. Kälte ist weniger das Problem, unschön wird’s bei starken Winden oder eben Niederschlag. Aber man wird sehen, wie immer entscheide ich sowas spontan.
Wenn nicht, was zwar schade wäre, zauber ich halt eben was hier vor Ort. Jetzt aber doch zum eigentlichen Thema.

Montag: nach vorhergegangenen sehr frühe startenden Woche, der Wecker bimmelte im Schnitt um 03:20Uhr, geht’s an diesem Tag mal wider reguläre los.

Unschön fürs Radfahren ist der wohl an diesem Tag der als durchgängig zu erwartende Niederschlag. Da ich aber auch irgendwie ein Mensch bin der die Natur liebt, gönn ich ihr das und trag es mit Fassung oder eben – wie ein Mann! *schau ganz ernst – lach* Nein, ich schlüpfe einfach in meine Regenhose und dann werden wir mal sehen.

Ansonsten hoffe ich das die inzwischen stornierte, dann aber wieder neu zusammenstellte Bestellung von Bike24.de eintrifft. Ich will aber nicht wieder in zu viel technisches Gelaber abrutschen. Wir waren stehen geblieben bei der…

…Regenhose. Nass war es dann, auch wenn es sich in Grenzen hielt. Doch für die Regenhose reichte es, denn die Bodenfeuchtigkeit war doch mehr als sonst.

Unschön war dann die Sachen mit der zickenden Busch & Müller Vorderlampe. Der Rest von der morgendlichen Anfahrt ging, es reichte sogar noch für eine kleine Haldenauffahrt und eine weitere übliche Extrarunde um den Haldensockel. Hinterher wurde die Umkleide zum trockenlegen genutzt.

Die Rückfahrt war, dank Stau auf der Jobrunde und zweier Sonderanfahrten in Folge dessen später Schichtende, auch wider komplett im Lichtmodus. Und ebenso wieder in nass.

Aber auch hier, flackerndes Licht hin oder her – DISCO!!! – es gab noch eine kleine Extraschleife. Natürlich wanderte die defekte Lampe dann ins Lager…

(von rechts die jetzt neue und dann nach links folgend die Lampen aus der bisherigen traurigen Serie)

…und die vorläufig letzte wurde aus der Asservatenkammer gezogen und mit frischen Akkus bestückt.

War spät die Ankunft, also nur die ganzen Klamotten sortieren, trocknen, Wäschebox auffüllen, selbst heiß duschen und sich dann den Wanst vollschlagen. Bettruhe.

Dienstag: es ist sehr frisch draußen, aber trocken. Mit der vorhergegangenen Feuchtigkeit von oben wird es wohl potentiell glatt sein. Gut, für Leute mit Spikereifen wohl eher nett und da man sich ja auch vorzugsweise am Channel entlang macht…

Bei frisch, fromm, fröhlichen 0c° gab es wieder eine extralange Anfahrt. Das Quäntchen Mehrarbeit vom Vortag in einen späteren Arbeitsbeginn umwandeln.

crasy Fahrten: dabei wurde nicht nur die Extraschleife östlich von der Burg weg gemacht, sondern noch gute 20 Minuten auf der Halde Runden gedreht. Dann reichte es aber auch. Genug Spaß, genug für die Velociraptoren Teams und auch genug für die eigene Position im Winterpokal.

Mittwoch: am Tag des Bergfestes, ma(n)n hat den zeitlichen Höhepunkt der Woche erreicht, ab hier geht’s quasi stramm auf’s Wochenende zu, komme ich nicht ganz so gut in die Schuhe.

Das doppelte Heißgetränk hilft, doch irgendwie ziehe auch danach die Zeit noch unnütz heraus.

Das Ankleiden dauert wie immer länger, dann Abfahrt. Im Gegensatz zum Vortag mit 0c° hat sich der Zeiger bei -1c° eingenistet. Gut gekleidet komme ich mäßig bin Fahrt, bekomme dann aber doch den Bogen. Den Bericht zu diesem frühen Teil des Tages hatte ich ja schon veröffentlicht.

Nach diesem Waldbaden lief der Tag gut rund. Und so konnte ich am nachmittag relativ entspannt nach Hause fahren. Es ging mal wider am Kanal entlang. Ach Gott was dröge. Blöd war dann, kaum vor der Burgpforte angekommen schaute ich auf den Tacho. Natürlich fehlten mal wider zweieinhalb Minuten um die Winterpokalstunde voll zu machen. Also wider den Arsch zusammen gekniffen und noch eine Runde um den Block gefahren.
Man muß schon mächtig einen an der Waffel haben, um den Spass mitzumachen. *grins*

Natürlich war dann noch Training angesagt. Das wurde überzeitlich um ein paar Beweglichkeitübungen eingekürzt. Ich bin nicht ganz deppert und zieh bei knapp 1c° die Schuhe aus um die Füße beweglich zu bekommen.
Danach wurde dann mal wider die Gusspfanne übervoll gemacht. Nudel gebraten, mit Sahne, Gaudekäse, Kräuterschmierkäse, Sahne, Salz, Pfeffer, Oregano und Basilikum. Der Teller hätte auch mal wider für eine ganze Familie gereicht.

Und oh Wunder, die Waage zeigte vor dem Duschen zwei Kilo weniger als das Wohlfühlgewicht. Ich bin dann wohl der Einzige der an Weihnachten ich abnimmt. Egal was und vor allem wieviel ich futter.

Donnerstag: es geht weiter im schrillen Leben des Radverrückten. Für heute steht Montag des Vorbau an, damit das technisch korrekt ist und auch Wohlgefallen bei Fachleuten finden würde.

Auf der diesmal aber normalen Anfahrt hatte es knackige -4c°. Beginnt es interessant zu werden?

Bikebasteln: mal wieder in einem Zeitfenster den Vorbau gewechselt. Leider bekomme ich das Lager nicht wirklich-sinnvoll spielfrei eingestellt. *schau angenervt* Hab mal die Aufgabe in bekannter Runde vorgetragen. Irgendwie ist da der Wurm drin, unschön.

In einem zweiten Anlauf nach Feierabend und unter genauer Betrachtung der Bauteile klappt es dann. Ich kann relativ entspannt nach Hause radeln.

Freitag: letzter Tag der Woche startet gewohnheitsgemäß. Am Job steht für heute eine andere Runde an und für den Feierabend hab ich mal präventiv volle Akkus in der Lampe gepackt, sowie die Reserveakkus mit dabei.

Für die Anfahrt zum Job wähle ich eine Kombination aus Lippeauen und Rennbahn. Ma(n)n kommt gescheit voran, die Nagelreifen rollen auf stark befestigtem Grund einfach besser und stressfrei genug ist es auch.
Außerdem ist es wärmer geworden. Es liegen schon wieder satte 1c°+ an. Diese Hitze bringt mich um! *lach*

Die Heimreise wurde dann mal wieder etwas entspannter angegangen, oder so…

…also für einen der was an der Murmel hat. Bericht dazu reich ich dann nach. Als Vorgeplänkel ein paar Zahlen. Die ersten 30 Minuten im Hellen, dann wurde die Funzel angeknipst. Insgesamt waren es 3:59:28 und 76,04 km, sagt Strava also das Portal wo die aufgezeichneten Daten meines Bordcomputers hochgeladen werden.
Denn inzwischen hocke ich schon mit vollem Bauch am Küchenstammplatz, die Waschmaschine wird wohl auch fertig sein, aber es ist schon Halbelf durch und ich werde müde.

Habt ein nettes Wochenende und bleibt bitte gesund!

40.567km/ 27.11.2020

November 27, 2020

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ crash Fahrten/ Bike- & Biketouren Bilder: der Bekloppte ist wider in seiner Burg und hat die große Portion chinesischer Nudeln verdrückt. Bekloppt ist er, weil er sich heute eine nette Feierabendrunde gegönnt hat.

Nix los auf´n Fernseher, Wetter passte, also fährt man mal etwas mit dem Rad durch die Gegend. Gut, Wetter passte kann man jetzt auch so sehen, bei der Abfahrt standen noch fast geschmeidige 7c° auf dem Tacho, was sich aber ganz fix mit dem sinken der Sonne am Horizont erledigt hatte. Mit 1c° bin ich hier auf den Burghof gerollt.
Dazu kam noch eine erfrischende Luft aus dem Osten. Aus dem Osten bedeutet dann aber auch, das ich den Großteil der Strecke in den Wind gefahren bin. Zudem wurde es ab einem gewissen Zeitpunkt, ich tippe so auf ab Minute 40 dunkel. Also Idealbdingungen um eine Radtour zu machen, oder? *lach*

Im Hinterstübchen hatte ich die WPC Seseke Bönen/ Industriegebiet Channel Strecke (WPC steht für Winter Pokal Classics) die dann heute in einer leichten Variation, weil´s gerade so gut passte, 47km in knapp 2:38h machte.

Im Rahmen des Winterpokals fahre ich diese Strecke immer wieder mal. Also nicht täglich oder öfters, aber eben so ein bis zweimal. Geht für mich über bekannte Strecken halt wie Sesekeradroute und dann halte eben weiter etwas über Land. Ist kein großes Ding, kenn ich alles, brauch ich mir also keinen Kopp machen. Das andere ist, da ich an mehreren Punkten vorbei komme wo ich aussteigen und direkt heimkehren kann, ist das auch immer so einen kleinen Rückeversicherung.

Heute ging es bei noch gemäßigtem Wetter von Sonnen 7c° los, wobei aber dann doch der Ostwind so seinen netten Anteil ausspielte. 7c° waren damit nur eine Zahl, aber in Bewegung war das warm genug. Und rumstehen wollte ich ja eh nicht. Außerdem hatte ich noch ein weiteres dünnes Paar Handschuhe als zweite Lage an den Pfote mit im Gepäck, sowie die zusätzlichen Armlinge.

Am Job, wo ich leider auch etwas mehr später los kam, wurde noch ein mittlere Wasserflasche in die Lenkertasche geworfen, sowie ein wenig Proviant.  

Es rollte ganz passabel, eine kleine Waldstreckenerkundung und dann kam ich recht fix in Kamen an. Da war es natürlich schon stockdunkel und die dünnen Handschuhe schon längst über gestreift. 

Bikebasteln/ …hilf anderen !: roll ich also am Rand des Zentrum vorbei, sehe ich eine Jugendlichen an einer Radservicestation die öffentlich zugänglich ist. Ganz ehrlich, da fahr ich wirklich öfters vorbei, aber diese Station ist mir noch nie aufgefallen.

Er hat offensichtlich ein Problem mit dem Vorderrad und ich halte an und frage nach. Das mache ich schon deshalb, weil ich mir in meiner Jugend oder zumindest in der Anfängerphase bestimmt gerne den einen oder anderen Tip hätte gefallen lassen, auch eine helfende Hand bei Problemen. Das kann auch auch heute noch gut für mich sein. Hatte ich ja auch schon.

Er hat also vorne einen Plattfuß und versucht jenen auf zu pumpen. Ich frage nach, ob er denn schon wüsste warum er einen Platten hätte, oder ob er schon nachgeschaut hätte, wo da was drin steckt? Nein, hat er natürlich nicht. Also frage ich nach, wie weit er denn noch müßte? „Nicht weit, 700Meter“, war seine Antwort. Ich riet ihm lieber zu schieben und das Problem zu Hause in der warmen Küchen an zu gehen. Er meinte aber, er wolle es doch mal versuchen.

Da ich ein deutliches Luftzischen vernahm während der pumpte, ging ich ihm zur Hand. Das typische Problem, das er das Ventil nicht geöffnet hatte wurde dann beseitigt. Jetzt gab´s wider die Fingerübung, das der Schlauchanschluss so gut über das Ventil mußte, daß eben keine Luft an den Seiten raus kommen würde. Er pumpte, ich kümmerte mich um den Ventilanschluss.

Es dauerte zwar einen Weile, ja so eine fette 29″ Pelle braucht ja etwas mehr Luft, aber dann kam der Reifen. Sichtlich erleichtert pumpte er noch etwas Luft mit bei, bis der Reifen daumenstramm voll war. Er bedankte sich noch und legte seine Fahrt direkt mit einem wheelie (man fährt dabei nur auf dem Hinterrad) fort. Coole Sau der Typ, nur das mit der Luft im Reifen…

Für mich ging es dann weiter. Leider mußte ich feststellen, daß ein paar Abschnitte der Sesekeradroute in östlicher Richtung aus Kamen raus gesperrt sind. Rohrverlegearbeiten, so wie das ausschaute. Irgendwo hinter Kamen kurz vor Bönen wurden dann unter einer bekannten Unterführung, wo es ja meist wärmer ist, die zusätzlichen Armlinge übergestreift und nochmal kräftig an der wider aufgefüllten (aus der Reserveflasche) Wasserpulle genuckelt.

Der letzte zähe Abschnitt war dann der, wo es für mich auf dieser Reise am süd-östlichen Rand in das Heimatdorf rein geht. Flaches Land, kaum Windschutz und ich mutmaße mal auch diese ganz seichten Steigungen, haben mal wider ihren Tribut gefordert. Gefühlt bin ich daher gekrochen.

War ja aber egal, im Winterpokal zählt ja kein Tempo nur die Fahrzeit. *grins* Im Dorf angekommen hab ich eine andere Linie gefahren, die wohl auch etwas direkter war. Ich kam so aber am Pilsholz raus, was ich mir natürlich noch gönnte. Die Ausfahrt wurde dann aber leider-fast-zwangsweise kreativ gestaltet.

Ich wollte nicht zu fix auf den Radweg an der Hauptstraße und entdeckte ein Radroutenschild. Das führte zwar nicht direkt wie gewünscht, zur Hauptstraße, war aber was eine Radroute anbelangt doch eher von einer sehr gewagten Ausführung. Sehr welliger Beton oder Asphalt, dafür aber kaum lenkerbreit. Man stelle sich ein typisches E-Biker Pärchen im gut fortgeschrittenen Alter darauf vor. 

Aber einem gewissen Punkt ging es dann für mich leider eine wenig über reguläre Straßen. Was für ein Gefühl mal wider auf einer normalen Straße zu fahren. Zum kotz**…

Das war dann aber auch bald geschafft, ein letzte Bild mit Blick auf den Dorfkern samt Konsumtempel par excellence.

Dann das Übliche halt, Futter in den Hals werfen, Waschmaschine und Dusche halt. Und natürlich diese Zeilen tippen. Ja war mal wider super so durch die Stille der Nacht zu rollen, auch wenn es hier und dort anstrengend war. Aber es lohnt sich halt.

Ziele braucht der Mann/ 38.310km/ 12.09.2020

September 13, 2020

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Bike- & Biketouren Bilder/ Sport & Alltag: wie war das noch?

Donnerstag: in der Frühe hatte ich mal wider einen physiktherapeutischen Termin. Soweit so gut, man hatte sich auch erneut in einer Form einer muskulären Stelle gewidmet, die zwar als Anwendung nicht gerade zum Tiefschlaf einlädt, aber wo man dann weiß, es hilft was. Tut es ja auch.
Danach bin ich nur ganz normal wider zur Burg zurück, hatte mir erstmal ein Frühstück gemacht und mich dann der Grünpflege verschrieben. Mit dem ersten Laub vom starken Wind & Regen in einer Nacht vor ein paar Tagen und dem Grünstreifen verging so eine gute Stunde.

Danach hab ich mich dann dem persönlichen Fitnessprogramm zugewandt. Jenes lief auch recht passabel von der Hand, auch wenn ich natürlich noch ein gutes Stück vom Standard vor der OP entfernt bin. Aber ich bin zufrieden. Das einzige was ich überlege, ob ich jetzt zwischen den Trainingseinheiten je zwei oder doch besser drei Tage pausieren sollte? Ich lass das mal auf mich zukommen.

Nach dem Training hab ich mir dann draußen zwei Tüten chinesische Instant-Nudeln auf dem Canway Holzvergaser gemacht und mir anschließend eine Ruhepause in der Cocoon Hängematte gegönnt. Just als das hübsche älteste Töchterchen im Burggarten stand war ich aber wider wach. Ich schlafe ja nie richtig, sondern döse nur so vor mich hin. Da ich wieder wach war zeigte ich mich ich motiviert, auf eine Stunde im nahen Heimatwald ein paar Runden im Kreis zu drehen.

crasy Fahrten: ist natürlich komplett singbefreit und stumpfsinnig in einem Wald im Kreis (hier <klick> das Ereignis) zu fahren, aber ich dachte mir, es tut mir gut. Das Fahrrad fahren aber so doof ist, wusste ich bis dato nicht. In knapp vier Minuten tauchte in den Wald ein und schon wenige Minuten später war ich auf dem Rundkurs.

Eigentlich dachte ich, wenn ich eine grobe Stunde nur im Kreis fahre, dann ist das gut. Gut für die Muckies und auch gut für den Rest. Das ich dann aber so im Flow immer schneller wurde und nach der zweiten, dritten Runde begann ich sogar schnittig in die Kurven zu tauchen, damit hab ich nicht gerechnet.

Natürlich war dann grob nach 30 Minuten etwas die Luft raus und ich mußte eine lange Gerade mal einen kleineren Gang nehmen. Was aber auch war, das Sitzfleisch  braucht mal Luft. So hab ich dann mal eine Trinkpause eingeschoben und es danach etwas ruhiger angehen lassen.
Viel war aber mit schnell eh nicht mehr. Fußvolk mit angeleinten Hunden sowie Spaziergänger aber auch einen Stöckeschwingergruppe traf ich immer wieder. Vorsicht war also angesagt. Jedenfalls hatte ich irgendwann die Stunde voll und ließ mich zur Burg rollen.

Nachdem ich mich frisch gemacht hatte und auch Brennstoff nachgeschoben machte sich aber leider eine Ecke in der Mundhöhle bemerkbar. Unangenehm aber auch nicht genau definierbar. In der Nacht wurde ich dann auch einmal wach und verabreichte mir eine Spülung. Insgesamt war ich zwar schon um neun in den Federn, ungewöhnlich früh für meinen noch aktuellen Rhythmus (sonst zur Zeit eher so um 22:30), aber das schob ich  auf die gute Radrunde. Half aber alles nix, die Nacht war etwas unruhig, wohl der Kauleistengeschichte wegen.

Freitag: irgendwie war ich dann auch am Morgen zerschossen und auch das koffeinhaltige Getränk brachte nicht ganz den Schub. Die am Vortag noch anvisierte Radausfahrt mit dem Kollegen aus´m Claim hier zum Preußenhafen Lünen zwecks Currywurst-Pommes-Mayo Aufnahme sagte ich erstmal ab.

Vor dem Training hatte ich mir aber wohlweislich eine solide Mundspülung besorgt. Und so sah dann mein Frühstück nach dem Training aus.

Dann ging ich zu Fuß zum T-Rena Gerätetraining. Wie ich so loslief ging es mir zwar etwas besser, aber auch beim Training hab ich es langsamer angehen lassen. Nach dem Training bin ich dann aber doch zum Marktplatz. Ich konnte mir nicht sicher sein, ob der Kollege das so alles mitbekommen hatte.

quasifrühstück_ergebnis

Aber wie das eben so ist, der Kollege hatte meine Infos nicht mitbekommen und so stand er dann doch am Dorf Markt. War ja aber kein Ding.
Denn inzwischen war ich aber wieder so bei sammen, daß mein Kleinhirn nach einer kürzeren Radrunde sucht. Man begrüßte sich und ich berichtete mal von meiner Sachlage.

Zusammen kramten wir zwei, drei Alternative raus und dackelten erstmal zur Burg. Dort kleidete ich mich um und die Reise ging dann in ein näheres Dorf mit entsprechender Ruhrgebiets-Fressbude. Denn Currywurst-Pommes-Mayo war nach wie vor Tagesziel.
Die Fahrt ging erst westwärts am Channel entlang und bog dann in Richtung Süden auf eine gut bekannte Radtrasse ab. Irgendwo recht nah am Ende nochmal rechts raus, noch ein paar Umdrehungen an der Kurbel und wir waren am Ziel angekommen.

Freundliche Bedienung auch unter den aktuellen Umständen, Sitzplätze draußen in der wohligen Sonne, was will man mehr?

Die Anfahrt war ja ganz gut, der Kollege bescheinigte mir einen Zustand, als sei nie was gewesen. Ich wusste aber inzwischen, wo die Schwachpunkte lagen. Oder besser ab wann. Und so machte ich langsamer oder ließ mal den Hintern aus‘ m Sattel steigen. Sind ja auch ein paar viele Wochen, acht um genau zu sein, ins Land gezogen und die Radrunde vom Vortag…

Jedenfalls plauschen wir nett und ließen es uns schmecken.

Für die Rückreise kramte der Kollege noch eine andere Strecke raus, wo es auch ein Ziel gab was ich gut kannte. Also machten wir uns auf die Rückfahrt. Einen Zwischenstop nur für schön und für ein weiteres Gespräch gab es noch am Haus Reck.
Wenn es mit der Family eine Radrunde gibt, sind auch oft dort. Eine neue Bank, Sonnenschein, nur die leider sehr nahe A1 stört das friedliche Bild.

Jedenfalls pausierten wir kurz und machten uns dann auf den restlichen Rückweg. Auf der Burg angekommen bot ich dem Gast noch ein Erfrischungsgetränk an, man plauschte abermals und irgendwann war der Tag dann in Sachen Abenteuer zumindest in Klein zu Ende.

Resume für diesen Tag, ich sollte schlichtweg einfach mal klein und entspannter anfangen was das Radfahren angeht. Denn wenn ich ab übernächste Woche wider zum Job radeln will, sollte bis dahin eine brauchbare Grundlagenkondition am Mann sein. Also wurde die nächste Ausfahrt grob vorgeplant.

Samstag: gestern habe ich mal nix gemacht. Naja so wirklich dann auch nicht. Ich war „nur“ mit dem Kraftfahrzeug in der alten Heimat, Mutti besuchen und so praktischerweise auch mal wider etwas Autofahren üben. Das ging aber bestens.

Jener Tag wurde mit Quatschen, Espresso schlürfen, eine Museumsbesuch in Herne und zum Fast-Abschluss noch mit einem Eis verbracht. Die Ausstellung in Herne war im LWL Museum und die Verlängerung (noch bis zum 15.11.2020) der Pest-Ausstellung. Kann ich nur empfehlen, auch mit Bezug auf die heutige Zeit.

Und den Bericht von heute, den tippe ich jetzt gleich. Bis denn.  😉

Chill-Out-Nightride/ 35.977km/ 28.03.2020

März 29, 2020

Bikealltag/ The Cure – Forest/ crazy Fahrten/ Bike-& Biketouren Bilder/ Biketouren/ Nacht-Touren: Aufbruch zu einer entspannten Radrunde. Etwas die Beine in Bewegung halten und via alter Bekannter Strecken rumgondeln. Geht erst in Richtung Westen wohl hoch bis Lüdinghausen und dort dann wohl vor den Toren der Stadt dann mit Fahrtrichtung Osten eine Schleife fahren. Ascheberg steht da auf jeden Fall mal auf´n Plan, ob es dann aber via Herbern, Drensteinfurt und eventuell noch Ahlen geht, lass ich mal offen.

Ach ja, ich checke gleich mal die Windrichtung und Stärke. Könnte dann die Runde umdrehen und sie rückwärts fahren. Rückenwindlage könnte den Entspannungfaktor enorm heben.

Das CAADX ist schon vorbereitet, zwei Trinkpullen und meine 1,5l Trinkblase ist in der Lenkertasche verschwunden. Zwei Riegel, zwei Laugenstangen, zusätzlicher Reserveschlauch, Sitzkissen sowie Powerbank & Reserveakkus für das Vorderlicht sind auch verstaut.
Ein wenig Kleidung für die kühlen & dunklen Stunden sowie eine zusätzliche Daunenjacke für eventuell längere Pausen werden auch noch ihren Platz finden. Soweit also zu den Vorbereitungen. Dann mal los.

Die Sonne sank langsam gen nordwestlichen Horizont aber noch standen 15c° auf dem Tacho. Dennoch so richtig warm war es nicht. Es bließ eine gute Brise aus Norden. Ich sah die Sache gelassen, denn so hatte ich für die im Kopf schwebenden Runde recht wenig Gegenwind. Die Wegstrecke wurde stets über bekannte Routen gefahren. Also ab via Werne bis zum Wanderweg, dann an Nordkirchen vorbei bis nach Lüdinghausen. So der Plan.

(Bilder vom Tag im Album)

Ich nutzte die eine oder andere Waldwegstrecke, wie zum Beispiel jene die auf dem Wanderweg liegt und zum Gaspumpwerk vorbei führt. Dort zog aber doch final die Nacht ein. Es wurde zusehends frischer. Ich spulte die Strecke im Kopf ab und machte einen ersten Pausenpunkt an einer Wanderhütte als ideal aus. Jene liegt am südlichen Eingang zum Hirschpark kurz vor Nordkirchen.
Dort wurde noch ein Biketrickot übergezogen, die Reflektoren über die Schuhe gezogen und das Licht angeknipst. Der kräftige Zusatzschluck aus der Wasserpulle war genauso Pflicht, wie sich was in den Rachen schieben. Dann ging es weiter. Schön-seltsame Szenen im finalen Sundown.

Bis nach Lüdinghausen war es eine nette Fahrt, das Vorderlicht wurde dann doch in weiteren Abschnitten auf volle 80Lux Leistung geschaltet. Und wider vor den Toren von Lüdinghausen angekommen das Bushäuschen aufgesucht, was man halt kennt. Das CAADX angelehnt, die Vorderlampe ausgeschaltet (Saft sparen), sich rein gehockt und eine Banane vertilgt. Jetzt war es stockdunkel draußen und dichtere Wolkenbänder zogen auf. Mir war aufgefallen, daß ich bis jetzt den Nachthimmel nur sehr selten betrachtete. Schade eigentlich. Klare Luft aus Nord und viele Sternbilder waren zu sehen.
Doch der Blick auf die Straße war besser. So in die Nacht hinein sollte man schon aufpassen.

Ich rollte recht gut auf Ascheberg zu. Am dortigen Kirchplatz wurde ein schnelles Bild gemacht, die Knielinge aus der Packtasche gekramt und in der Eingangsnische eines Friseursalon über gestreift. Die zweite Mütze fand auch ihren Platz. Eine seltsame Stimmung war das schon. Noch weniger Leute als sonst, nur Tankstellen hatten geöffnet. Man rollt so dahin.

Drensteinfurt war der nächste ausgemachte Wendepunkt. Bis über Ahlen würde es nicht gehen. Die Zeit läuft halt unaufhörlich davon und über Mitternacht hinaus wollte ich dann doch nicht fahren. Wozu auch? Man will sich ja noch duschen, die Wäsche könnte auch auf schnell in der Waschmaschine verschwinden und was futtern.

Drensteinfurt war erreicht, es ging die westliche Route mit Richtung Süd in Richtung Heimatdorf. Der Wind kam jetzt von der besten Seite, von hinten. Ich flog in Abschnitten mit über 30km/h über den Asphalt. Da wird auch der Lichtkegel der 80Lux schon mal klein. Ein letzter Stop kurz nach der letzten Ortsankunft schlug das Vorderlicht auf 15Lux um, zu wenig wie ich befand. Ein just passend sich anbietende Laterne bot die Chance die Reserveakkus in meine B&M Ixon Premium zu verpflanzen. Mit der guten Lichtausbeute ging es dann in Richtung Burg. Noch eine schnelle abschüssige Straße runter, ja zwei PKW´s habe ich da gesehen.

Ankunft, den Bryton-Tacho gestopft, die Daten via WLAN eingespielt, sich eine wärmende Fleecejacke überstreift und das CAADX entladen. Entkleiden, Waschmine füttern, duschen, Dose Ravioli und ein alkohlfreies Radler. Die Zahnbürste in den Rachen geschoben und die Bettdecke über den Kopf gezogen.

War dann doch ein ereignisreiche Tag.

Newsticker: im Testcenter, Sport & Training Nebenblog hab ich noch ein paar Zeilen zum heute gelaufenen Outdoorgeschehen getippt. Wer also mag, kann da via dem <Klick> reinschauen. Es ging im wesentlichen darum mein frische Toaks-Set packtechnisch zu optimieren und zu schauen wie lange es dauert bis das Wasser kocht.

28.838km / 24.02.2020

Februar 24, 2020

Bikealltag/ Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 54-16/ Bike-& Biketouren Bilder: endlich ist es wieder…

Montag: …es wird der zweite Tag sein wo ich mit dem Stahl Renner fahre und diesmal sogar zum Brötchengeber.

Die Wetter-Äppp *lach* verrät sogar am frühen Morgen keine großen Windgeschichten von vorne. Das kommt mir doch sehr entgegen, wobei das entgegen als Wortwahl nicht ganz passend ist. Was der Tag und vor allem der Nachmittag mit seiner radmäßigen Rückfahrt bringen wird, werd ich dann sehen. So am frühen Morgen bei dem doppelten Espresso und ein paar Waffelkeksen mach ich mir da keinen Kopp. Die Regenbuxe ist mit im Gepäck.

Überhaupt sind die Gedanken eher beim unausweichlichen Monatsende. Ein Päckchen vom Haus-& Hoflieferanten sollte kommen und etwas Nettes für die Koch-u. Feuergeschichten wollte ich auch noch einholen. Mit dem Monatsende wird auch wider ein Resume des noch laufenden Winterpokal fällig werden und, jedenfalls wenn die Zeit reicht, auch noch ein wenig was an Extrakilometer somit verlängerte Heimfahrt/ Tour.
Vielleicht sogar mit dem Stahl Renner? Wir werden sehen, lassen wir uns überraschen.

Die morgendliche Anfahrt via meiner Rennbahn war dann auch ma‘ ganz legger. Nach nur knapp mehr als 25min. hatte ich das Kraftwerk lange hinter mich gelassen und war schon auf der Hälfte der Strecke. Mal so zum Vergleich, normalerweise bin ich nach 30min. in Höhe des Kraftwerks. Gut mit dem CAADX fahre ich ja auch einen Schwenk durch die schönen Lippeauen und eben nicht schnurstracks geradeaus.

Die Heimfahrt war dann etwas gemixt. Zunächst mal beim Brötchengeber etwas warten ob und wie stark der Regen so ist. Jener hat sich dann als mehr oder weniger feiner Sprüh oder eben Nieselregen herausgestellt. Und durchgängig war der Regen auch nicht. Trotzdem hab ich aber die Regenhose über gestreift und die normale Bikehose ins Gepäck verstaut (sonst wird das zu warm mit zwei Hosen).
Als Weg wurde die übliche Strecke am Preußenhafen gewählt wo ich dann aber doch bei der dritten Brücke weg vom Channel bin. Der ganz feine Sandunterboden verdreckte den Stahl Renner doch erheblich mehr als mir das so lieb war.

Auf der Piste selbst war nur feucht aber stellenweise von einer guten Menge Äste vom starken Wind, oder war es doch Sturm?, gesäumt. Das weiß man aber und fährt entsprechend. Sobald das beidseitige Buschwerk nicht meh vorhanden war, schob auch der Wind von hinten gut an. Tempo auf die 30km/h zu war eigentlich kein Problem. Innerlich war mir eigentlich nach einer längeren Heimfahrt. Aber so bei dem Wetter?

Und so beschloss ich am Scheitelpunkt, dem Stoppschild an der Kraftwerkskreuzung einfach um zu drehen und noch mal in Richtung Westen zu fahren. Jawohl richtig gelesen. Ich habe wider umgedreht und bin die gleiche Strecke wider zurück gefahren. So gegen den Wind war das natürlich eine recht…

crasy Fahrten: …bescheuerte Entscheidung. Vorbei das langsame Kurbeldrehen und dabei entspannt auf die 30km/h zurollen. Jetzt war echte Arbeit angesagt um die Kette über die fette Kombi des 54 Zahn Kettenblatt und das hintere 16 Zahn Ritzel zu wuchten. An einem vorab im Kopf ausgemachten Wendepunkt drehte ich aber dann wider bei, um mich dann doch final gen Burg rollen zu lassen.

Da ich aber gerade wider in der Entspannugphase war, beschloss ich noch am Lieblingsaussichtsturm vorbei zu schauen. Das wurde dann auch so gemacht, sieht man ja auf den Bildern

Blickrichtung süd von einem Treppenabsatz in dem Turm. Das Wetter war natürlich alles andere als gut. Doch halt, gut gekleidet hatte es doch was. Es war schön ruhig am Turm, keine anderen Besucher, keine spätpubertierende aber führerscheinbesitzenden Jugendlichen die mal in Ruhe einen Joint ziehen wollen. Ja und? Andere saufen Bier und lassen im besten Fall das Pfand einfach wo liegen, im schlimmeren Fall zerdeppern sie es noch.
Ganz ehrlich, da ist mir ein wenig kiffen lieber. Aber wider zurück zum Thema, die Aussicht war trotz Regen nett und beruhig ungemein. Also auch dann, wenn man keinen Stress hat.

IMG_20200224_170943648_ergebnis.jpg

So wie die Wolken dahin zogen, so mußte natürlich auch ich wider irgendwann aufbrechen. Denn so lange wollte ich jetzt auch nicht unterwegs sein. Noch die übliche entspannte Kurve via der Lippeauen und schon war ich auf der Burg.

Der Stahl Renner sah natürlich entsprechend aus und bekam natürlich eine angemessene Pflegeeinheit. War doch nett dieser Tag, ja auch mit dem Stahl Renner zu fahren. Aber bei so einem Wetter das gute Fahrrad versauen muß auch nicht sein. Zum Glück bekommt mein CAADX ja morgen die frische Gabel. Dann muß der Bock wieder ran.

Mal sehen was die Woche noch so bringt?

Gemischte Heimatkunde – was für ein schönes Land

Februar 9, 2020

34.207km/ 08.02.2020

Bikealltag/ The Cure – Forest/ crazy Fahrten/ Bike- & Biketouren Bilder/ Biketouren: es tat sich an, daß sich der Kollege aus dem Claim im Verlauf der letzten Woche bei mir meldete und nach einem gemeinsamen Ausrücken anfragte. Da ich ja aber gut mit dem Laib zu tun hatte, ließ ich Zurückhaltung walten. Doch zum Ende der Woche hin fragte ich ihn direkt an, ob er denn nicht Lust hätte ein wenig die nah-entfernte Umgebung zu erkunden. Seine Zusage folgte.

Doch was war das Thema dieser Radtour? Zunächst mal wollte ich dem Kollegen jene Strecke zeigen, die hinter Lünen Zentrum an den Lippeauen vorbei führt. Denn diese Strecke könnte man für ein Forumstreffen vorzüglich nutzen und er kannte diese Streck so nicht.

Das nächste Thema war, ab Dorf-Cappenberg jener ausgeschilderteten Radroute zu folgen, die nach Bork rüber führen sollte. Jenes Radroutenschild habe ich, wie so oft, auf einer der Jobrunden entdeckt und dann natürlich auch wieder mit dem Finger auf der Karte nachverfolgt. Das sollte dann also in echt gefahren werden.
Doch wenn man dann in Bork angekommen ist, was ich ja ebenfalls dank dem Job kenne, dann sollte es noch eine brauchbare Querung hoch zum Dortmund-Ems-Kanal geben. Wenn man dort ankommt, dann sollten uns alle anderen Optionen offen sein. Da sind wir ja nicht in unbekannten Terrain unterwegs. Auch dazu hatte ich vorab auf einer Onlinekarte was ausfindig gemacht.

So war also der Plan und so sind wir dann entspannt am Vormittag los, quatschend haben wir zunächst meine fast tägliche Strecke abegspult, durchquerten dann Lünen Zentrum um dann wiederum den Weg der südlich gelegenen Lippeauen zu fahren. So wie ich das verstanden habe, sagte ihm die Route und die Idee dahinter auch gut zu. Den weiteren Weg zum „Einstieg“ für die Anfahrt nach Cappenberg hoch erreichten wir auch wider auf bekannten Weg. Naja fast…
…denn ich hatte auf einer früheren Fahrt auf dieser Route noch einen Trampelpfad an einem Bahngleis entlang entdeckt und der wurde dann eben auch ausprobiert.

Unser Intro war dann jene Anfahrt nach Cappenberg (Strecke auf OutdoorActive). Nicht ganz beabsichtigt, weil ich „oben“ angekommen nach einer im Kopf schwebenden Alternative umschaute. Jene führt aber leider wider runter zu einem kurzen Straßenabschnitt, der dann seine Fortführung an der Waldschule wider findet. Soweit so gut.
Doch die Strecken ab dieser Waldschule hoch nach Cappenberg waren, jedenfalls wenn ich bisher da herfahren wollte oder gefahren bin, nie wirklich durchgängig nutzbar.

Beim letzten mal lag dort Sturmholz im groben Umfang quer, Kletterpartien samt Heben des Bikes über jene war normal. Inzwischen macht man dort zwar klar Schiff, aber wie ich bei der letzten PKW-Durchfahrt oben in Cappenberg beobachten konnte, schon seit ewig und drei Zeiten. Wann wird das endlich mal einigermaßen befahrbar? Dieses Waldstück ist aber wirklich herrlich.

 

( Film- u. Restbildmaterial im Album )

In Absprache haben wir uns dann aber doch entschlossen diesen Weg zu nehmen, was dann, vor allem zum Ende hin, echt abenteuerlich war. Gummistiefel, am besten kniehoch, wären eine gute Wahl gewesen. Egal, oben angekommen wurde tief Luft geholt, der eine oder andere grobe Drecksbrocken von den Bikes entfernt, an der Pulle genuckelt um sich dann gleich ins nächste Abenteuer zu stürzen.

Der neu zu erkunden Kernstrecken bis nach Bork (hier wider bei OutdoorActive nachgezeichnet) rein. Die hatte ich halt vom Job er anhand eines Radroutenschides erspäht und am Abend vorher per diverser Onlinekartenportale in meinem Hirnnavi gefixed. Sollte also passen.

Somit wurde das Ziel Bork als Siedlung erreicht und ich kann von freiem Herzen sagen, herrlich diese Gegend! Leider mit nur 3,4km viel zu kurz. Aber ich mag ja diese kleinen verträumten Landstraßen und dann noch in diesem welligen Landschaftsverlauf.
Das ich schon vorab einen Waldweg entdeckt hatte, hab ich dem Kumpel zwar nicht verschwiegen, aber gefahren sind wir jenen nicht. Denn eine Nummer hatte ich noch offen.

In Bork angekommen sind wir dann als erstes haarscharf am Dorfkern vorbei um dann zum örtlichen Discounter rüber zu schwenken. Wasser- u. Futtervorräte aufstocken. Aus Bork raus hatte ich dann den letzten Streckenabschnitt ausgeschaut. Es sollte in Richtung Dortmund-Ems-Kanal gehen. Und das war, neben dem zu letzt gefahrenen leider kurzen Stück, nochmal eine Nummer besser. Aber seht selbst.

Dieses Teilstück (wider eine generierte Onlinekarte) führte parallel zu der mir mehr als nur gut bekannten Borker Straße nach Vinnum hin. Jener Waldweg ist zwar eher grob vom Untergrund her, daher nichts für normale Fahrräder, dafür ist es aber ruhiger.
Natürlich ist die Lage top. Blickrichtung Süd ins Tal hinab, man hat also immer einen guten Blick und würde so auch einen Sonnenuntergang als auch eine Sonnenaufgang mit bekommen. Was das bedeutet lass ich mal mit einem Augenzwinkern offen. Ganz irre war, recht in der Mitte hatten wohl ein paar Genusswaldgänger alte Holzstühle, einen ebensolchen Tisch als auch eine Bank platziert. Man mußte zwar eine kleine Schleife laufen um vom Hauptweg weg dort hin zu kommen, ging aber.
Nett untermalt wurde das durch einen kleinen Wasserlauf sowie einer sehr gediegenen Hanglage. Diese bedeutet dann auch, daß an den ganzen Verkehr von der weiter oben verlaufenden Straße nicht mit bekommt. Der Kollege und ich waren uns einig, da schlagen wir mit Sicherheit nochmal auf. Gerne auch für länger.

Nachdem wir dann dort eine Genusspause gemacht hatten, zogen wir dann in Richtung Dortmund-Ems-Kanal weiter. Die Route dorthin war gut ausgeschildert und wieder mit schmaler Landstraße in ruhig.

Da es bis hierhin super lief sind wir dann bis nach Lüdinghausen hoch, haben dort die Kanalseite gewechselt und sind dann noch bis nach Senden gefahren. Das klappte auch recht passabel, aber ob sich das für nochmal lohnt, ließen wir offen. Die nächste Pause gab´s dann wider an einer bekannten Pausenhütte um uns dann via Hiltrup und Drenstenfurt ins Dorf zu gondeln.

IMG_20200208_185543729_ergebnis.jpg

Da das Eishaus noch geöffnet hatte gönnten wir uns eine weitere Pause mit Verzehr. Irgendwann müssen ja die verbrannten Kalorien her kommen. Apropos Kalorien, auf der ganzen Tour hab ich gerade mal vier Mettwürstchen gefuttert, zwei drei Kekse vom Kollegen, einen Sportriegel und eben das Spaghetti-Eis. Nicht sehr viel für die ganze Strecke. Zumal das Frühstück gewohnt schmal ausfiel. Der war das Highlight drei Toastsandwich.

Ziel erreicht, wenn auch gut spät wider an der Burg eingetroffen. Die ganze Rundstrecke in epischer Länge von 117,59km kann man auf dem Onlineportal Strava begutachten, also wer will.

Diese Tour zeigt mal wider da man gar nicht weit weg muß. Die Schönheit liegt quasi vor der Tür, man muß nur raus und sich umschauen. Vielleicht noch ein paar Dinge für unterwegs mitnehmen, etwas zu essen und zu trinken und dann loswollen. Ich jedenfalls werde mich dort noch ein wenig umsehen – müssen. Da war doch dieser Wald…

50 miles of shade…

Januar 12, 2020

…oder so ähnlich.

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ crazy Fahrten/ Bike- & Biktouren Bilder: nachdem dann gestern doch ein sehr erlebnisreicher Tag draußen im Burggarten erledigt wurde ( weitere Hinweise dazu später unten ), bin ich dann doch auf zur Nightride mit dem CAADX.

Wie am Anfang der Woche bereits im Kopf schwebte, hab ich mich zunächst westwärts auf gemacht, das Dörfchen Werne durchfahren und mich so auf meine House Lap I begeben. Jedenfalls so im Ansatz. Denn ob und wie weit ich fahren würde, hatte ich mir von Anfang an offen gelassen. Einfach losrollen und schauen wie das so läuft. Und so war es dann auch.

Fix ein paar Sachen an´s CAADX geheftet, in die Bikeklamotten geschlüpft und los gerollt. Bis Werne hatte ich ein wenig Gegenwind. Dann beim Amazon Lager die Kuppe hoch, durch den Wald um anschließend dem Wind potentiell den Rücken zu zukehren. In der Dämmerung wurde los gefahren und mit erreichen des Werne Dorf war es schon gut dunkel.
Aber das machte mir überhaupt nichts aus ! Denn zum einen kannte ich ja die Strecke und somit auch ihre Tücken, vorzugsweise in schlaglöcherigen Streckenabschnitten, aber auch zum anderen, weil es in der Dunkelheit so friedlich sein kann. Und genau so war es dann auch. So stand ich erstmalig gut hinter Werne an einer Bushaltestelle mitten im Niergendwo und lauschte dem…

…absoluten Nichts.

Es war fantastisch und genau das habe ich immer wider gemacht. Einfach wo angehalten und gelauscht oder der Szene zu geschaut. Und das waren herrliche Szenen. Man hatte Vollmond und immer wieder schob er sich durch das Wolkenband hindurch, warf so sein fahles Licht in die Landschaft. Leider kann ich mit der Mobilcam derartige Bilder nicht ablichten.
Zum Ende hin waren die Wolken auch ganz weg und man hatte diesen klaren Sternenhimmel.

Nach knapp eineinhalb Stunden stand ich kurz vor Nordkirchen an der Spatzenhütte. Von dort bin ich noch auf das Schlossgelände drauf gefahren, war aber auch überrascht, daß noch nicht geschlossen war. Lange aufhalten wollte ich mich aber allgemein nie. Denn dann wurde es frisch und groß Zeit verlieren nur durch rumbummeln war auch kein Plan.
Einzig für einen größeren Pausenstop war ich gerüstet. Sollte ich Apetit bekommen, also so richtig, wäre das kein Problem gewesen. Also heiter weiter und auf nach Lüdinghausen. Man ist zwar bis kurz vor´s Tor gefahren, aber rein dann doch nicht. Nur um ein Bild zu machen war mir das nicht wert. Um ehrlich zu sein, ich hatte keinen Bock quer durch´s Dorf zu fahren. So hielt ich also wider nur kurz an einem Bushäuschen und zog dann der von dannen. Nächstes Ziel Ascheberg klar vor Augen.

( natürlich gibt´s sehr alle Bilder auch im Album )

Die Fahrt dahin war schon von den ersten Gegenwindattacken gekennzeichnet. War mir aber schnuppe, hab dann einfach langsam gemacht. In Ascheberg wurde wider ein kurzer Foto-Trinkstop an der örtlichen Kathedrale gemacht, welche so im Dunkeln mal richtig lecker aussah. Dann weiter und zwar rüber nach Drensteinfurt.

Drensteinfurt hatte ich als letzten Punkt auf dieser Tour ausgemacht. Fahren ging noch sehr gut, hätte wohl nochmal was zum futtern eingeschmissen und wohl auch den Trinkvorrat aufgestockt. Doch die Uhrzeit war schon arg fortgeschritten.
Und eine volle Nacht durchfahren wollte ich dann auch nicht. Auch wenn es dann nur noch eineinhalb Stunden  plus mehr gewesen wären. Aber ab einem gewissen Punkt muß man sich entscheiden. Bei mir war es so, daß ich ja in der ersten Radfahrwoche steckte. Ganz übertreiben sollte man dann nicht. Zum anderen werden die Lieben zu Hause auch irgendwann nervös. Und ob ich dann What´s Up´s mitbekomme bzw. beantworten kann, stünde auf einem anderen Blatt.

Und dann war da noch im Hinterkopf, daß ich wohl besser eine Powerbank hätte mitnehmen sollen. Denn mein Mobilakku war zwar noch gut, aber auf Risiko stricken wollte ich auch nicht.

Und so kam es, daß ich kurz vor Drensteinfurt in einer bekannten Wanderhütte frische Akkus in die B&M Ixon IQ Premium einpflanzte. Weite Teile kann ich die strecke zwar im Lowpower-Modus fahren, aber so immer hatte ich das auch nicht vor. In Drensteinfurt bog ich dann kurz vor´m Zentrum rechts ab und schlug mich auf den östlich der Bahnstrecke begleitenden Radroute gen Süden durch.

Hier kam dann auch immer wider der Gegenwind übel zum Ansatz. Doch meine Strategie änderte ich deshalb nicht, langsam machen und gut iss. Kurz vor den Dorfgrenze dann noch einen letzten Schwenker gemacht um nicht press am Channel vorbei fahren zu müssen…
…und ich stand noch gut in Schuss vor der Burgpforte. Das Gefährt schnell in die Fitness-Garage geschoben, die notwendigsten Sachen entnommen und dann rein in die Burg. Kurz ausziehen, die ersten Sachen weglegen. ein kräftiger Schluck aus dem Wasserglas, ausziehen und die Waschmaschine anschmeißen, anschließend in die Dusche hüpfen. Tiefkühlpizza und zwei Streifen durchwachsenen Schinken gab es als als Fill-Up. Dazu natürlich ein alkoholfreies Radler. Geschlafen habe ich sehr gut.

Resume: war ganz toll und super entspannend. Besser geplant hätte ich wohl zum einen noch dranhängen können, aber auch nach der Fahrt schon ein zwei Dinge vorbereitet gehabt. Gut, vielleicht ein anderes mal. man wird sehen…

…und sonst ?/ Newsticker: und wie oben schon ewrähnt, der gestrige Samstag Vormittag war so erlebnisreich, habe ich dazu zwei Artikel auf dem Nebenblog online gestellt. Da gibts dann Ein Topf ist ne genug ! & Kochzeit 2.1 als frische Ausgabe. Außerdem hab ich mich auch wider darum gekümmert, wie bekomme ich die verschiedenen Utensilien an´s CAADX was dann in die Richtung Bikepacking 1.X geht.