Archive for the ‘Radfahrprüfung’ Category

Radfahrprüfung !

März 16, 2012

So es ist soweit. Endlich nach Jahren der Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr und unendlichen Übungsstunden, mache ich eine Radfahrprüfung.

Nein, auch wenn jetzt hier ein „Nein“ steht, es ist kein ( neudeutsch ) Fake !

Aber zur Richtigstellung, natürlich mache ich diese Radfahrprüfung nicht für mich, wär ja wohl noch schöner, sondern meine Jüngste Tochter, welche ja jetzt in der vierten Klasse ist, wird diesen Prüfungsteil in ihrem Leben hinter sich bringen.

Da ich ja heute noch Urlaub habe, bin ich mt ihr zur Schule gefahren, natürlich mit dem Rad und habe an der Vorbereitung teilgenommen. Das ist schon interessant – finde ich. Ein zwei Punkte dann in jetzt in Folge dazu. Ein paar Punkte stammen von den ausführenden Beamten, welche ich entsprechend kenntzeichnen werde. Ich bitte diese aber keinesfalls als negativ zu werten.

  • ( Polizeibeamte ) Zunächst mal, diese Veranstaltung oder auch Schulung ist nicht verpflichtend und würde, auch bei nichtbestehen, eine Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr automatisch auschließen. Es ist also eine Aktion der Polizei mit den dazugehörigen Schulen und Eltern/ Erziehungsberechtigten die angehenden Jugendlichen für den Straßenaltag vorzubereiten.
  • ( Polizeibeamte ) Das diese Maßnahme so früh stattfindet, hat den einfachen Grund, daß das Schulsythem in der BRD nach der vierten Klasse eine Schulwechsel auf eine weiterführende Schule vorsieht und das Fahrrad nachwievor, was mich aber im Grunde erstaunt, neben dem Elterntaxi und Bus, das Hauptverkehrsmitel ist um eben diese Schulen zu erreichen.
  • ( Polizeibeamte ) Natürlich ist unsere Zukunft = Kinder noch viel zu jung und somit bei weitem nicht im Stande den vollen Umfang nebst möglicher, womöglich schmerzhafter, „Nebenwirkungen“ zu erfassen. Dieser Vorgang findet erst langsam ab dem 15- 16 Lebensjahr statt.
  • Und so wird ein Stück vom Kuchen, also der Verantwortung auch in die elterliche Hand gelegt. Es herrscht also eine „Verantwortungsteilung“ von Polizei, Schule und Elternhaus. Das finde ich soweit ganz gut, hat allerdings einen faden Beigeschmack, da ein paar wesentliche Teile völlig ausgeklammert werden: alle restlichen Verkehrsteilnehmer ! Weitesgehend zunächst mal Kraftfahrzeugführer als stärkstes Glied in der Kette, selbsteverständlich auch Fußgänger und at last, nicht zu vergessen, Verkehrs- u. Städteplaner.                                                                                                                                                                 Jetzt könnte ich als Elternteil natürlich die Nase rümpfen, denn niemanden außer uns, also den Elternteilen, wird mehr am Wohlergehen der Kinderchen liegen als allen anderen Verkehrsteilnehmern. Könnte also hier eine leichte Ungewichtung im Raum stehen ?

Der weitere Verlauf der Veranstaltung ist wahrscheinlich überall gleich. Die mitzubringenden Fahrräder werden begutachtet ob auch alles so den notwendigen baulichen Vorschriften entspricht ( zwei unabhängige Bremsen für das Vorder- u. Hinterrad/ Rücktrittbremse zählt nicht dazu !, Frontscheinwerfer mit oder ohne integriertem Reflektor sonst zusätzlicher Frontreflektor, Rücklicht mit oder ohne integriertem Reflektor sonst zusätzlicher Rückreflektor, Katzenaugen an den Pedalen, Speichenreflektoren/ Bereifung mit Reflexstreifen/ Speichenreflektoren als Clips und die berühmte Klingel. Hier vor Ort ist übrigens auch Akkulicht relaubt, sagten die Beamten. Getreu dem Motto, hauptsache funktionierendes Licht dran.
Natürlich wird an diesem Punkt hier und da ein notwendiges Wort zu Radgröße und deren Betriebs- bzw. Umgangssicherherheit gesagt. Abenteuerlich hoch stehend Lenkerhörnchen scheinen dabei auch im Fokus zu liegen. Naja kein Wunder bei deratigen Montagen.

Nach diesem ersten Teil wird dann die gesamte Gruppe, also Eltern und Schüler geteilt, damit die Schüler ihre Fahrkenntnisse und das Beherrschen des Radfahrens schon mal „trocken“ auf dem Schulhof unter Beweis stellen können.
Hier fand ich das einhändige Fahren um die Situation des Fahrtrichtugsanzeigens zu demonstrieren, etwas übertieben. Es wurden gleich mehrer Runden je im Wechsel einmal mit dem linken Arm ausgestreckt, dann mit dem Rechten gefahren. Also wenn ich die Spur wechsel zeige ich keine 1.000 Meter den Fahrtrichtungswechsel an.
Aber vielleicht dient der ausgestreckte Arm dann einfach dazu, das Kind dann wieder unter dem Auto hervorzuziehen ( ähnlich wie bei den Rentern ) – mal so etwas scharfsinnig angemerkt ?

Den Elternteilen werden dann noch ein paar Dinge ans Herz gelegt, wie darauf uu achten einen passenden und gut sitzeneden Helm tragen, Stichwort die Verschlussbänder sollten icht bis dorthinaus zu lang sein, Vorbild sein und natürlich das Verhalten im Straßenvekehr mit den Kinderchen zu üben. Da war dann bei mir wieder dieser fade Beigeschmack. Wie war das noch mit den Zuständen auf den Radwegen, den Kraftfahrzeugführern und allen anderen Beteiligten ?

Es hilft ja alles nix: „hör Dir das gut an was der Polizist da sagt und hör auch auf das was ich Dir sage bzw. zeige. Und hör vor allen Dingen auf Deinen eigenen Überlebenswillen“ das könnte man so den Kinderchen sagen und hoffen das es wirkt. Denn früher auf dem Spielplatz konnten sie ruhig mal hinfallen, auf die heiße Herdplatte packen muß nicht sein, ist aber immer nicht mal halb so schlimm wie bei einem KFZ über die Haube zu fliegen oder vom LKW überrollt zu werden.

Anbei mal ein wesentlicher Übungsteil im Zitat:

Linksabbiegen an Kreuzungen mit Gegen- und Querverkehr

( Die 8 Punkte: Umsehen, Handzeichen geben, Einordnen,Vorfahrtregelung beachten, Gegenverkehr Vorrang gewähren, nochmals umsehen, im großen Bogen abbiegen, auf Fußgänger achten)

Die Schüler sollen einen Linksabbiegevorgang an einer Kreuzung beschreiben und die Teilhandlungen des Ablaufs begründen können.

Lernschritte:

    1. Handlungsablauf (8 Punkte beim Linksabbiegen)
    2. Situationsbeurteilung  Arbeitsblatt 7/ bitte hier <klicken>
    1. Situationsbeurteilung  Arbeitsblatt 8/ bitte hier <klicken>

zu 1)

Die Schüler nennen den Handlungsablauf beim Linksabbiegen an einer Kreuzung und geben für ihr jeweiliges Handeln eine kurze Begründung:

 1. Umsehen nach hinten links

Die Verpflichtung zur Absicherung des rückwärtigen Verkehrs.

 2. Handzeichen nach links rechtzeitig und deutlich geben.

Die Schüler erarbeiten, dass das Ausscheren nach links (Einordnen) von anderen Verkehrsteilnehmern nicht vorausgesehen werden kann. Deshalb ist ein rechtzeitiges und deutliches Handzeichen nach links als Absichtskundgebung hier besonders wichtig zur Verständigung des nachfolgenden Verkehrs.

 3. Einordnen

Die Schüler sollen erkennen, dass das Einordnen einen Fahrstreifenwechsel bedeutet. Sie ordnen sich auf Fahrbahnen zur Mitte hin ein. Eingeordnete Radfahrer achten auf gerade Spurhaltung, weil nun geradeausfahrende und rechtsabbiegende Fahrzeuge rechts an ihnen vorbeifahren.

Alternatives Abbiegen

Auf schmalen Straßen, außerhalb geschlossener Ortschaften und bei Dunkelheit, wo schnell gefahren wird und mitunter nicht ausreichend Raum für ein ordnungsgemäßes sicheres Einordnen eines Radfahrers verbleibt, sollte der Radfahrer aus Gründen der Sicherheit am äußersten rechten Fahrbahnrand anhalten und das Einordnen unterlassen!

 4. Vorfahrtregelung beachten

Die Schüler erkennen, dass auch Linksabbieger die Vorfahrtregeln zu beachten haben. Sie müssen prüfen, ob sie wegen des Querverkehrs warten oder selbst zuerst fahren dürfen.

 5. Gegenverkehr Vorrang gewähren

Die Schüler müssen in dieser Situation erkennen, dass sie den Weg des Gegenverkehrs kreuzen. Dies bedeutet für den nach links abbiegenden Radfahrer, dass alle ihm entgegenkommenden Fahrzeuge Vorrang haben. Auch dann, wenn sie nicht sofort als Gegenverkehr erkannt werden, wie z. B. Radfahrer auf Radwegen oder Schienenfahrzeuge neben der Fahrbahn.

Ergänzend sollte noch darauf hingewiesen werden, dass auch entgegenkommende Fahrzeuge, die nach rechts abbiegen, Gegenverkehr in diesem Sinne sind und Vorrang vor dem Linksabbieger haben.

Beachte: Entgegenkommende Linksabbieger sind jedoch kein Gegenverkehr. Beide Linksabbieger können

– wenn sie jeweils keinen Gegenverkehr haben voreinander abbiegen (Tangentiales Abbiegen – Amerikanisches Abbiegen)

 6. Nochmals umsehen (Gefahr durch überholende Fahrzeuge)

Vor dem eigentlichen Abbiegen nach links ist ein nochmaliges Absichern nach hinten links vorgeschrieben, um sich selbst und den nachfolgenden Verkehr nicht zu gefährden.

7. Im großen Bogen abbiegen

Die Schüler erarbeiten, dass beim Linksabbiegen ein weiter Bogen zu fahren ist (nicht Kurven schneiden).

Allerdings darf der weite Bogen auch nicht dazu führen, dass sie aus der Linksabbiegespur in die Spur des geradeaus fahrenden Verkehrs gelangen.

8. Auf Fußgänger achten

Auch Linksabbieger müssen auf Fußgänger achten, bevor sie ihre Fahrt in der neuen Fahrtrichtung fortsetzen.

Zu 2 und 3)

Die Schüler erarbeiten das verkehrsrichtige Verhalten des Radfahrers an einer Kreuzung ohne und mit Fahrstreifen und Richtungspfeilen auf der Fahrbahn.

Falls keine Fahrstreifen und Richtungspfeile vorhanden sind, so bedeutet Einordnen, dass sie auf der „gedachten Linksabbiegespur rechts“ fahren und hierbei auch mit der linken Hand (Handzeichen) nicht über die Fahrbahnmitte gelangen

Zitat Ende/ Quelle hier bitte <klick>

Tja das waren ein paar nachdenkliche Worte.