Archive for the ‘Cyborg’ Category

Sierra Nevada/ Waldsucht – 17.02.2019

Februar 17, 2019

Sport & Alltag/ Rumgelaber/ Cyborg/ Outdoor/ Biketouren Bilder: wir schreiben heute Sonntag den 17.02.2019 und es gibt mal wider ein paar Zeilen von mir. Hocke gerade auf meiner Bude, der mütterliche Besuch samt Onkel befinden sich wider auf dem Heimweg, ich habe das Zimmer etwas vom Waldboden befreit, Zeit zum relaxen und den Tag passieren zu lassen. Die Kurzform, jo war wider richtig klasse, vor allem mit dem Highlight am Vormittag, was auch schon länger auf meiner To-Do Liste stand.

Heute konnte ich mich eben diesem einen Punkt, der großen Rombergpark-Runde, in Ruhe widmen. Vormittags nix los hier im Stall und auch Besuch erst nach dem Mittagessen, somit ein gutes Zeitfenster. Mein Plan war mal in Ruhe den östlichen Teil des Rombergpark zu fuß erkundigen.
Da war zum einem der Weg der eigentlich als Baustelle abgesperrt ist. In den letzten Tagen habe ich dort aber immer wider Jogger und Spaziergänger gesehen. Bei meiner ersten Nachfrage wurde mir aber von einem Pärchen abgetragen dort her zu laufen. Später traf ich aber jemanden hier aus der Reha und der wiederum sagte, geht schon, ist relativ undramatisch. Also mal los, wer nicht wagt der nicht gewinnt. Option zum umdrehen und zurück laufen hatte ich ja immer noch.
Und so hatte ich mir in meinem Navihirn eine sinnvolle Schleife zurecht gelegt. Der Kompass lief und ich folgte meinen Füßen. Jene übrigens, im Vergleich zum Vortag, wider eine Spur besser liefen. Der „Trick“ ist halt ganz einfach, je mehr und öfters man läuft, des besser klappt das.

Gefühlt stand ich ratz-fatz kurz unterhalb des Zoo-Eingang und bog somit wider in Richtung Norden auf die Gegengrade ab. Kurz durch das großzügige Loch der Absperrung gestiefelt, ja ich bin mal böse, kam ich auf die gewünschte Strecke. War auch recht schön zu laufen. Man hat dann an der rechten Seite zum einen die Hanglage und zum anderen dann doch mehr fast echten Wald. Gut Stadtwald, aber schon in fein. Breites Grinsen machte sich innerlich bemerkbar. Klarer Fall war, der Weg war durchaus begehbar, hatte jetzt aber aufgrund von den Bautätigkeiten in Teilen eher was grober Wegstrecke und Baumaschinen.

Aber man hatte immer eine gut breite Spur wo man auch vernünftig gehen konnte. Es bestand an keiner Stelle grobe Stolpergefahr. Klar ist aber auch, unter der Woche, eben dann wenn der Weg erneuert wird, hat da Fußvolk nix zu suchen. Und so trabte ich vor mich hin…
…und erreichte auch alsbald den Ausgang zu dieser Baustelle, sprich kurz vor der ersten Brücke, wenn man von alten Torhaus in den Rombergpark rein kommt. Dann kam der nächst Turn, recht hoch am „Sumpf“ ab in die Steigung. Hier war die Wegstrecke Waldautobahn, wie der geneigte Cyclcrosser oder Mountain Bike Fahrer zu sagen pflegt. Ebener, sehr gut verdichteter und auch super breiter Weg. Allerdings bergan, aber gut zu laufen.

Dieses Teilstück muß ich sagen, ist wohl das für mich schönste. Echter Wald, viel Grün und Gelände, also nicht so topfeben synthetisch. Den Duft der Nadelbäume und das noch seicht feuchte Laub in der Nase. Auch mein Gesicht kam dank der Berganstrecke langsam wider auf Temperatur. Denn im „Eingang“ als auch auf der „Gegengraden“ genoss ich noch dieses seichte Stechen auf der Haut, wenn man merkt das die kühle Brise die Adern weitet und sich alles so real anfühlt. Den Spass den ich in´ne Backen hatte kann man, auch durch das Inkognito-Halstuch, gut erkennen.

Das andere war, ich konnte erste Züge in mir erkennen, das ich wider langsam normal werde. Denn die passable Unterstandhütte mit Bank ( Bild im Album ) sah ich nicht als solche, sondern es schoss mir umgehend durch den Kopf: da kann man auch prima mit der Hängematte verweilen !

Kurz darauf war ich dann in der Sierra Nevada. Gut nicht ganz so direkt, aber die Anpflanzungen dort trugen den Namen. Ich fand das richtig toll, schon alleine dieser Geruch. Wieder ein Stück weiter, noch ein Kletter- u. Klimmzugestell. Ja ich spielte ein kurze Weile mit dem Gedanken zu schauen was akut da noch geht, verkniff es mir dann aber doch, ich wollte ja meine Runde weiter machen. Ein ander mal. War auch gut so, denn wider ein Stück weiter machte ich einen Barfußpfad aus.
Da musste ich auch drüber watscheln. Natürlich habe ich aber die Schuhe nicht ausgezogen. Das Problem wäre dann ja gewesen, wie wieder anziehen ohne Schuhanzieher ? Jener Pfad lag aber etwas abseits und war auch nicht sonderlich breit, also genau mein Ding. Etwas verschlungen landete ich dann recht parallel zum Hauptweg der am Berufsförderungswerk entlang führt. Kenn ich ja schon. ( Der bietet, von Süden aus kommend, gute Schussfahrt bis kurz vor der B54. ) Besser war aber, das der meinige Weg etwas unterhalb dieses Hauptwegs lag und deutlich mehr was von einem CX-MTB-Trail hatte. Sind zwar nur wenige Meters, aber nun gut…

…endet dann direkt am Abgang zum Zooeingang hinunter. War also eine ganz leckere Laufstrecke. Unten wider angekommen war ich nochmal böse und bin wider durch die Baustelle. An dessen Ende noch eine kleine Schleife um den „Sumpf“ herum, was aber nur ein kaum zu sehender Trampelpfad ist. Dann aber ab in Richtung Rehaburg und davor auf der Bank in der Sonne verweilen, die Daten abdrücken und archivieren.

( Alle Bider dieser äußerst Freude bereitenden Runde hab ich ma in ein entsprechendes Album <klick> verfrachtet. )

Kurzes Resume, das war also ein ganz feine Runde, wenn auch selbst für mich inzwischen gut zu Fuß, nicht so sonderlich lang. Für die knapp über 5km habe ich kaum 1:15 gebraucht. Die ersten Bilder noch aus dem Handgelenk geschossen, ein paar weitere mußt ich im Stand machen. So ist nicht viel Standzeit angefallen und angesichts des Geländeverlaufs und ein paar Blicken zur Orientierung bin ich gut weg gekommen.

Ja und mit dem Abschluss dieser Runde füllte sich auch der Park. Die bereits wärmende Sonne ließ die Anzahl der üblichen Jogger und Hundegänger doch arg ansteigen. Ein Haufen Köpfe wanderte durch den Park, nur einen Kopf, den hab ich noch nicht entdeckt. Ist schon irre, irgendwie denke ich, irgendwann sieht man sich.

Die Knochen und Muskeln spielten erstklassig mit, keine Mucken. Die Kleiderordnung samt Bollerbuchse, Craft-Shirt und der Outdoor-Jacke aus dem BW-Shop passte genauso bestens wie die inzwischen zu den Hauptgehschuhen aufgestiegenen Geox. An denen sammelt zwar ganz gerne der Dreck, was dann leider erst auf meiner Bude sichtbar wird, aber das hab ich gerade weggefegt.
Das Bilder machen aus dem Handgelenkt mit dem Moto ist dank der NW-Stöcke nicht ganz so einfach. Beide Hände liegen ja in einer Klettschlaufe. Die rechte hab ich dann aber zum Schluss einfach lose gelassen und konnte so schnell raus-schlüpfen. Passte besser.

Noch zu verbessern wäre, ich bräuchte meine JW-Hüfttasche hier. Die Ortlieb die ich jetzt hier habe ist zu fett und hat einen Trinkflaschenholster. Und durch ihre Größe bedeckt sie auch weite Rückenpartien, was dann schnell sehr warm werden kann. Trinkflasche kann ich da zwar auch mitführen, ist aber eher – ungünstig.

Auf jeden Fall hatte ich heute nach der Runde einen Durst wie eine Bergziege. Was aber ein lösbares Problem war. Somit die große Rombergparkrunde erledigt, war super und kann gerne, auch in andere Kombi, wiederholt werden. Morgen vormittag steht der nächste Ausflug an.

Ich wünsche noch einen netten Sonntagabend !

 

Cyborg – Resume 1.Wo.

Februar 15, 2019

Cyborg: erste kleine Bestandsaufnahme aus dem Handgelenk, während sich mein MacBook Air die Microsoft Udates fürs Office saugt.

– Schmerzfrei bin ich nach wie vor, fange auch schon an von den Ibu 600 runter zu kommen. Nein, ist ganz einfach so, daß ich jetzt an zwei Tagen hintereinander mittags einfach vergessen hatte die Ibus einzuwerfen. Ab morgen wird auch die Morgenration testweise wegbleiben.

– Die Krücken stehen seit drei Tagen in der Ecke, genutzt werden nur noch die Nordic-Walking Stöcke.
An jenen klappt das Gehen immer besser. „Hauptursache“ dafür ist, daß das bescheidene Krafttraining anschlägt. Indoor-Cycling ist sowieso kein Thema.

( Hintergrund ist der, ich hatte am Samstag bemerkt, daß man sich doch immer wieder auf den Krücken mehr abstützt, als es wirklich notwendig ist. Sie behindern einen also eher an den Versuchen, ohne sie auszukommen. )

Weiteres Feedback. Seit gestern tauchen aber auch immer wieder kurze Strecken auf, wo ich selbst die Nordic-Walking Stöcke weg lassen kann. Erstmalig vorgestern im Speisesaal, wo das dann den Vorteil hat, das man sein Futter selbst, aber vor allem deutlich besser holen kann. Die wenigen Meter zur Stationszentrale um meinen Wasservorrat auf zu füllen klappen auch immer besser.

Natürlich muß da im muskulärer Bereich noch einiges passieren. Zum einen im Ausheilungsprozess, aber auch in der Reaktivierung.

Nichts desto trotz, die gestrige und heutige Vormittag-Runde im Rombergpark, fand ich sehr zufriedenstellend. Kam gut vorwärts, Lauftechnik/ Laufbild waren gefühlt – auf dem richtigen Weg.

Ich glaube interessant wird es, wenn die Feinmotorik mit dem Gleichgewicht wieder mehr gepaart ist und alles beginnt als Funktion zu „stehen“.

Das soviel dazu.

Das Word-Update quetscht sich gerade durch die Wlan-Leitung. Ätzend langsam…
…das Mac Office Paket tröpfelte hier immer noch durch die Leitung. Gefühlt  Stunden. Anders gesagt, ich kann inzwischen besser und vor allem schneller gehen, als das örtliche Wlan fluppt.

Rumgelaber/ 12. & 13.02.2019

Februar 13, 2019

(Bike) nachgedacht/ Cyborg: als erstes möchte ich noch den folgenden Gedanken festhalten, wobei ich mich mit der Thematik ja schon früher mal befasst habe. Als da wäre das Barfußlaufen beziehungsweise deren Anlegungen und Arten.

Auch noch interessant ist dieser Beitrag hier <klick>, ebenfalls von Quarks & Caspers.

Ich sehe das jetzt nach der Operation als Chance. Die Frage stellt sich nur, lässt sich das so umsetzen ? Und wenn ja, mit welchem Schuhwerk ?

Rumgelaber/ Cyborg: so, der 12.02.2019 mit seinen ersten Gedanken lief wie folgt an. Ich bin mal gezielt etwas länger liegen geblieben, die Warteschleife vor dem Kaffee wollte ich mir nicht geben. Passte auch gut, erst eine entspannte Tasse weggeschlürft, dann was zum futtern geholt, wenn der erste Schwung vom Buffet weg ist. Ansonsten stelle ich morgens wieder auf Knäckebrot um. Das sollte von den Kalorien etwas zaghafter sein.

Am vormittag Visite: Ergebnis, das Pflaster kann runter bleiben, nur was zum Wassersport oder Duschen drauf. Zweiter Punkt: die Info das etwas mehr aktiv auf die Wiederherstellung der Gesundheit zugearbeitet werden will ( Steht ja übrigens auch mehrfach im Schreiben der Rentenkasse ), also von meiner Seite aus, wird per Email durchgereicht. Böse Zungen behaupten, selbst wenn ich Urlaub hätte und zu ich zu HauseHause, würde ich mehr machen. Es ist halt wie in der-meinen gesamten Krankheitslaufbahn. Es wird Standard gemacht, sagt man was wird‘ s nicht registriert oder abgetan unter dem Motto: lass ihn mal erzählen der Sp**ner.
Am Nachmittag aber doch noch an Zimmer Nr. 5054 gewandt. Das war aber Sackgasse und der Verweis zu einem weiteren Zimmer ebenfalls Sackgasse. Zumindest formal. Denn kurz darauf stand die Tür offen und ich fand Gehör. Man könnte mir auch mit Infos weiter helfen, ich war zufrieden. Ansonsten reichte man mir die wohl eigentlich dafür zuständige Zimmernummer noch mit.

Dann doch noch für 20min. zwischen den Terminen sich für eine Indoor-Cycling Runde in den Sattel geschwungen.

Man muß hier aber auch wirklich selbst alles in die Hände nehmen. Oder besser: auf die Beine stellen. Ist man dazu nicht in der Lage wegen fehlenden Wissens, Mut oder sonst was, geht man unter und wird weiter mit seiner Baustelle durchs Leben gereicht. Schade.

Den Resttag über eher ganz schmales Programm. Also nach der Visite einen weiteren Erkundungsgang an der frischen Luft. Draußen zum spazieren gehen ist nach wie vor der Rombergpark interessant, wo ich mir auf der Kopfkarte noch eine größere Runde eingeprägt habe. Außerdem ist da noch die Gegenseite mit den Baustellen, wo auch jemand aus der Reha da gelaufen ist. Geht schon meinte er.
Ansonsten – Indoor-Cycling. Aber nur drinnen und dann mit dem Halbstundensattel ? Ja kann man machen, aber eben kaum länger als eine halbe Stunde. Maximal tippe ich mal auf 45min..

Nach dem Mittagessen Cappuccino.

Am Nachmittag war dann show-time. Laufbandeinweisung nannte sich der Punkt auf dem Tagesplan. Ich also in die Fitnessbude, mich angemeldet, man ging mit mir zu dem Gerät, kurze Einweisung und dann los. In den 30 Minuten, wo ich dann selbstständig ausstieg, hatte ich schon gut zu kämpfen. Dabei bin ich nicht wirklich irre schnell gelaufen. Der Start war bei eher bei 3,5km/h, was dann nach gefühlten Zeitabständen von mir gesteigert wurde. Mein Hauptaugenmerk lag auf Lauftechnik- u. Bild und weniger auf Tempo oder gar Strecke.

Hierfür hatte ich mir meine Geox Snake herausgefiltert, weil ich mit denen auch am besten draußen zu recht kam. Kaum Spreizung im Schuh, eher flexibel Sohle, gut fürs Abrollen, dabei aber von unten Stabi genug um Unannehmlichkeiten außen vor zu lassen.
Ganz ehrlich ? Ich war froh nach den 30 Minuten vom Band zu kommen. Schande ? Wohl kaum !

Denn knapp 21 Tage nach der OP ohne Krücken und ohne die Nordic-Walking Stöcke freies Gehen im letzten Tempo von 4,5km/h mit möglichst sauberen Vorderfußlauf…, das war schon echt fordernd. Ich hatte da stellenweise schon zu kämpfen. Nicht von der Kondition her, aber von der Motorik. Zum anderen war da auch so ein Gefühl, also ob ich leicht schwankend über das Laufband ging. In etwas so, daß ich mal nach rechts rüber schwenkte, dann wider nach links.
Nach dem Aufstehen vom Abendmahl verspürte ich so etwas wie eine seichte Anstrengung in den Beinen. Jetzt erstmal eine Nacht drüber schlafen und dann sehen wir mal weiter. Morgen soll ich, laut Plan, schon wider auf das Laufband. Vorher habe ich aber erst Wassergymnastik und anschließend noch Trainingstherapie, was nichts andres ist als seichtes Krafttraining für die Beine. Also das was ich schon im Rehasport gemacht habe.

Alle drei Einheiten sind direkt nacheinander. Da haben sie jetzt alle Trainingseinheiten die ich und der letzten Woche hätte machen können, in einen Nachmittag gepackt. Verstehen muß man das nicht. Macht auch trainingspysiologisch, Trainingreiz & Ruhepausen – schon mal wo gehört ?, besonders viel Sinn. Und am Donnerstag bin ich wider in der Trainingstherapie.

13.02.2019: der Tag begann, nach einer seicht unruhigen Nacht, etwas schleppend. Resümee für mich, auf’s Laufband geh ich zunächst nicht mehr. Das riet mir auch der Physiotherapeut, wenn auch hinter vorgehaltener Hand.

Das hab ich dann auch heute mittag mit der Trainingstherapie abgesprochen. Statt dessen wird’s wohl eher nach draußen gehen. Die Luft ist da also raus…

Jetzt noch das Tagesprogramm abreißen und dann ist gut.

Rumgelaber/ mal so…

Februar 10, 2019

… zwischendurch.

Rumgelaber/ Cyborg/ (Bike) nachgedacht: heute mal ein etwas anderer Ansatz zum Tageraport.

Die Nacht war gut, nur warm fand ich es. Das wird daran gelegen haben, daß es zum einen ja wirklich warm geworden ist, ich aufgrund meiner “ Baulänge“ mit zwei Oberbetten schlafe, halt damit auch meine Füße gut bedeckt sind aber auch das die Matratzen hier eine Art Gummiüberzug haben. Nur falls da mal was wo durchsifft. Soviel erstmal zum Tagesbericht.

Erster Gedankenansatz: habe mir heute beim Frühstück mal eine kleinere Portion gegönnt. Die Stationswaage zeigte da einen guten Wert jenseits meiner bisherigen Topmarke. Seinerzeit erstellt an Ostern bei Schwiegermuttern im Garten, mittags grillen und nachmittag Kaffee & Kuchen. Ich mach mir da aber keine Sorgen. Wenn das hier bloß nicht so legger schmecken würde…

Zweiter Ansatz: auch nach der letzten Nacht ging das Gehen mit oder eben ohne Krücken wieder deutlich besser. Ganz allgemein denke ich das bei mir schlichtweg die Muskelgruppen einen Anstoß brauchen, mit einem folgenden Trainingsreiz. Das nicht vor dem Hintergrund wieder Spiztenleistungen zu bringen, sondern einfach in Schwung zu kommen. Hier werde ich morgen mal an passender Stelle vorsprechen ( müssen ).
Am heutigen Tage würde ich die muskelmotorische Fortschritte so bezeichnen, daß ich zumindest an der Schwelle stehe das die Krücken eher hinderlich sind. ( Wie praktiach das ich meine Nordic-Walking Stöcke schon hier habe. )

Dritter Ansatz: nach der Runde im Rombergpark kam ich ja gut zurecht. Und so zentriert sich schon mein vor der OP stehender Gedanke, das wenn ich selbst nicht mehr Laufen gehen können würde ( was aber aktuell nicht grunsätzlich ausgeschlossen ist ) ich mit Nordic-Walking beziehungsweise Wandern ein neues Tor aufstoßen würde.

Nein, diese Art der Fortbewegung kommt auch meinem sich schon beim Radfahren eingeschlichenen Art, im durchweg positiven Sinne, nahe. Mit wenig Aufwand und vor allem ohne übertriebenen Ehrgeiz ab raus in die Natur und draußen sein. Längere „Ausflüge“ halt wie bei Radtouren, also mit kleinem Rucksack, Tarp & Co. würden mich auch reizen.
Nordic-Walking gibt’s ja auch in unterschiedlichen Varianten, von slow-motion bis Speedwalking. Mit Wander-/ Trekkingstöcken käme auch Hillwalking meinem Gusto sehr nahe. Ziele braucht der Mensch.

Am Nachmittag gab´s dann wider einen weiteren Ausflug in den nahen Rombergpark, diesmal aber ohne Krücken, sondern halt mit den Nordic-Walking Stöcken. Klappte gut.

Rumgealber/ 07.02.2019/ First solo step

Februar 9, 2019

Rumgelaber/ Cyborg: da hier am heutigen Samstag zumindest für mich nix auf der To-do-Liste stand, wie wohl für die meisten anderen auch, war heute etwas zusammen stricken angesagt. Meine erste Fingerübung war, Wecker stellen damit ich noch was zum Frühstücken bekam. Für das frühe Mahl plante ich mir einen guten Stunde ein, also rappelte der Wecker um 07:30. Auch wenn ich gestern recht spät in die Federn gekrochen bin, das war gut um 23:00 Uhr, kam ich gut raus.

Was ich mit dem Rest des Tages zaubern würde plante ich erstmal so nicht. Also nach dem gemütlichen Frühstück rauf auf´s Zimmer und die neu erworbenen Salomon Sense Ride angezogen. Obwohl ich gestern Abend, oder besser gestern Nacht Langeweile hatte und meine NordicWalking Stocks mit Reflexfolie gepimpt hatte, ging der Griff zu den Krücken. Die bieten zur Zeit noch ein gutes mehr Stück an Sicherheit. Gerade für den ersten Ausflug war mir das wichtiger.

Tja und wie man sieht, das Wetter war zwar gut bis sehr gut windig, aber ansonsten eher sonnig. Mit dem Craft BeActive Extrem Shirt und der eher dünnen Jacke ging das gut. Auch bewegungstechnisch würde ich mal sagen…

…hat dieser Ausflug mehr gebracht als der Aufenthalt der letzten beiden Tage hier ( sehen wir mal von einzelnen Einheiten ab ). Jetzt muß ich aber auch erwähnen, ich hab’s gezielt ganz langsam angehen lassen. Hab mich auf die Schrittmotorik konzentriert und immer wider in mich hinein gehorcht. Erst im letzten Viertel vernahm ich ein wenig was aus dem unteren Rückenbereich. Kein Wunder, durch die vielen Tage Immobilität und eher geringen „Training“ sind halt auch die umliegenden Muskelgruppen, um die Beine herum, eher unterfordert worden. Nur die Waden und Füße, die zauberten gut.

Und so ist es dann die First solo step/ Rombergpark Runde geworden. Blöd fand ich jetzt, das Strava noch nicht mal eine halbe Stunde Bewegungszeit ausgab, ich aber mittels vorherigem Blick auf die Uhr, gut über eine Stunde unterwegs war. Und die paar Fotostops waren mit Sicherheit keine halbe Stunde lang.

Wieder im Ziel angekommen, ab auf´s Zimmer, ein wenig mehr was getrunken und zweimal in einen Nuggatriegel gebissen. Dann etwas die Füße hoch gelegt, gechillt und anschließend ab zum Mittagmahl. Hühnerbrühe mit Nudeln und dicker Einlage war mein Ding. Dazu wider einen großen Teller Salat. Danach ging dann aber auch erstmal wider nix. Also wider rauf auf die Bude und Augenpflege machen.

Um den Zeitpunkt 15:00 Uhr kündigte sich dann ein Spontanbesuch aus dem Radforum an. Jener Termin wurde bei standesgemäßer koffeeinhaltiger Trinkware nebst Backwerk wahrgenommen. Mit netten Gesprächen verging so der Nachmittag. Nur kurz auf dem Zimmer frisch gemacht, trudelte ich wider im Speisesaal ein. Diesmal beließ ich es aber bei einer Scheibe Brot mit Kräuterschmierquark, etwas Tomatensalat und einem Apfel sowie einer Birne. War ja noch pappensatt vom mittag.
Erstaunlicherweise stellte sich heraus das mein diesmal einziger Tischnachbar US-Amerikaner aus Chicago war. Man kam also ins Gespräch.

Und mit diesen letzten Zeile lass ich jetzt den Samstagabend ausklingen. Noch etwas im I-Net rumwerfen, Foren zuspammen oder blöd YT schauen.

 

Rumgealber/ 07.02.2019/ Initialzündung

Februar 8, 2019

Rumgelaber/ Cyborg: heute hatte ich in der Fitnessbude meinen geplanten ersten Auftritt. Mit dem Trainer kam ich über die bescheidene Zeit super zurecht, konnte meine Fragen, Anregungen und Vorerfahrungen gut mit ihm austauschen. Apropos, schon jetzt nach dem ersten Einweisung-Trainingskombi funktioniert das auf der linken Beinseite deutliche besser. Ist also schon erstaunlich was diese wenige Muskelbewegungsmotorische Klamotte bewirkt. *like* Land in Sicht !

Erstes Highlight – Ergometer 5min. …
…somit weit am vom WP-fähigen Bereich. Natürlich kam die-meine Nachfrage: „ob ich denn und ja ginge sodenn…“, was ja klar war.

Auch die zweite Station mit dem Physiotherapeuten war bestens. Dann gab‘ s Fäden ziehen, worauf mich übrigens der Physiotherapeut aufmerksam machte. Interessant interessant.

Next Ultraschall Behandlung wo ich rätsel wie-was da abläuft. Ich lies das mal auf mich zukommen. War aber nett, Ultraschall wird halt punktuell auf Muskeln gebracht, über eine Art Saugglocke, was dann lockernd wirken soll.

Am frühen nachmittag das Zimmer geräumt, damit die überaus freundliche Putzfrau hier durch kann. Die machen das komplette Zimmer täglich ! Finde ich ein wenig über, aber mein Gott.

Nächste Meldung aus der Wohlfühloase: schon vor dem Mittagessen mit dem Kollegen aus dem Krankenhaus getroffen und koffeinhaltige warm-heiße Trinkware bei entspannten Gespräch eingenommen. Zum Mittagessen Fisch mit Kartoffeln und lecker Soße. Hätten schon gut zwei Teller sein können, wenn ich nicht…
… noch einen großen Teller Salat ( ich schaufel hier heißhungermäßig Salat rein, als hätte ich in meinem ganzen Leben noch nie Salat gegessen, weiß gar nicht woran das liegt ? ) nachgeworfen hätte. Fatalerweise gab‘ s noch Dampfnudel hinterher.

Danach muß ich das erstmal durchsacken lassen, frisch machen und anschließend ging’s in die nächste Anwendung. Planschbecken war angesagt. Ich hatte so ein leichtes Walfischfeeling nach dem Mittagessen. Weiß gar nicht mehr wann ich das letzte mal im Wasser war ? Dürfte auf Rodos gewesen sein, gut ein Jahr her. Gott war das heiß dort. Tja, lange ist’s her…

*satt hoch drei*

Nach dem Planschbecken noch eine halbe Stunde Indoor Cycling. Das breite Grinsen brauch ich Euch sicher nicht erklären. Der Trainer hatte aber echt Angst das ich da anfange die Kurbel zu verbiegen. Der Begriff Aerober Trainingsbereich ist gefallen. So richtig überzeugen konnte ich ihn nicht, kam aber trotzdem mit der Situation zurecht.
Hab mich tapfer an den knapp 70W und 20km/h Schnitt gehalten. Ja ich kam sogar sowas wie ins schwitzen, also so ganz leicht am Rücken. Ungünstig war nur der Sattel. Also so auf Dauer. Überlegungen meinen Sattel wo runter schrauben zu lassen und den das nächste mal mitbringen zu lassen, führe ich mal besser nicht weiter. Aber so Watt-Training auf der Rolle… ?

Nach diesem ersten annähernd anstrengenden aber auch sinnvoll-wirksamen Tag kam die holde Burgdame zu Besuch. Große Freude beiderseits und wider ein paar Dinge mit im Gepäck sowie ein wenig Wechselwäsche retour. Dann früh zum Abendessen, nette Gespräche zu Tisch, schon im Gehen noch den Kumpel einsam am Tisch entdeckt und sich nochmal zugesetzt. Er wurde sogar bedient und so schob ich mir auch noch ein Weißbrot mit Schokocreme zwischen die Backen. Ich schätze ich sollte mal bald auf die Waage.

Die letzte Nummer für heute war dann folgende. Ich bin ja Seiten- u. Bauchschläfer. Blöderweise lasse ich beim Bauchschlafen die Füße im Idealfall über die Matratze hängen, weil sie dann einfach runterhängen und sich nicht die Füße lang strecken müssen um flach zu liegen. Das bekomm ich zur Zeit sowieso nicht hin.

Jetzt ist es so, das in den Zimmer, die als Einzelzimmer konzipiert sind, je nach ein Gästeschrankbett vorhanden ist. Das hab ich dann ausgeklappt und mal geschaut und siehe da, kein Kopfteil dran. Dann bin ich zu Stationspersonal rüber, habe jenen kontaktiert und wenig später schauten die bei mir rein. Mein Plan die Matratze von regulären Bett noch mit auf das Gästebett zu heben wurde umgesetzt. So ist das ehmalige Gästebett nun höher, besser für nach der Hüfte-OP, vor allem beim Ein- bzw. Aussteigen. Wird also eine ruhige entspannte Nacht. Ich hatte ihnen gleich das süße Mitbringsel als Dankeschön gereicht. Man zeigt sich ja erkenntlich.

Das war’s soweit vom heutigen Tag.

Blöderweise ist dieses Wochenende gar kein Programm. Grund ist, im Hause ist eine Influenza-Welle und alle Anwendungsbereiche werden gründlich klar Schiff gemacht. Und wir sollen ab morgen alle ab Uhrzeit X zum Fiebermessen antreten – täglich.

Also nix los auf´e Bude, Eigenbeschäftigung wird angesagt sein. Mein Plan vor allem für morgen, sehen was draußen so los ist, sprich wie mobil bin ich ? Außerdem hat meine Holde schon meine ollen NordicWalking-Stöcke mit gebracht. Da könnte man doch mal sowas <klick> in der art machen. Ich brauche da noch so eine Idee, soll ja mal anders werden.
Vielleicht bekomme ich ja nich außerplanmäßig Besuch. Sonntag habe ich gleich zweimal Besuch, auch irgendwie…

Aber nun gut. Schönes Wochenende dann mal.

Rumgealber/ 07.02.2019

Februar 7, 2019

Rumgelaber/ Cyborg: Warten auf Godot.

 

 

Cappuccino-Bericht: irgendwie habe ich das Gefühl, es passiert hier weniger als im Krankenhaus. Eine kurze Info Veranstaltung, noch eine vor dem Mittag. Der erste kürzte sich mit MBOR ab, was mir keine Antworten auf die mir gestellten Frage gab, was zum Teufel ist das ? Medizinisch beruflich orientierte Rehabitalition, muß man auch erstmal drauf kommen.
Bei der zweiten ging es um Hilfsmittel für Hüfte und Knie-OP-Patienten, wo man zum einen noch mal ein paar Tipps bekommen hat wie man was leichter machen kann, aber auch wider eingebläut bekam was bitte unter gar keinen Umständen zu machen sei. Im Anschluss konnte man gleich die Hilfsmittel bestellen, sprich die Verordnung dazu.

Danach hab ich mal wider diverse Frageboden ( gefühlt zum hundersten mal/ diesmal aber von der Reha ) auf dem Zimmer ausgefüllt. Nach einem kleinen Rundgang, wo die Putzfrau auch in Ruhe sauber machen konnte, sich kurz „frisch gemacht“, zwei kleine Schokiriegel und wider los. Bin mal gespannt wann es Aktion gibt ?

Bisher dümpel ich immer noch so vor mich rum wie im Krankenhaus – suboptimal. Bin dann also noch ein wenig durchs Haus gewandert und hab den Kollegen zur Muckibude begleitet. Dort wollte ich eigentlich was fragen, aber als ich das Prozedere mitbekommen habe und wieviel da los war, bin ich abgedreht. Kein Kommentar.

Bin dann raus und ums Haus rum. Mit den Krücken einmal um´s Gebäude. Wetter war ja bestens, schon fast warm, hatte auch nur die dünne Sporthose an, ein Langarmshirt und meine Jacke drüber. War aber super angenehm.

Später schaute es so aus, der Lymphomat ist tatsächlich das was ich gedacht habe. Eine Manschette die um den Fuß & Untwrschenkel gelegt wird und über ein Zwölfkammernluftsytem ( wurde vom Therapeuten so betont, Unterton von mir: ja ganz toll ) die Lymphflüssigeit aus dem Fuß über den Unterschenkel hoch drückt. Das fühlte sich für mich wie Radfahren mit dem E-Bike auf der Rolle und bei einem dieser Computer Animationsprogramm an. Nicht mal die halbe Miete.
Zumal ich dabei eher ungut auf dem Rücken liegen konnte und sich mein linkes Knie leicht geschwollen anfühlte. Getäuscht hat das mit Sicherheit nicht. Was ich dann auch gleich erwähnte, man aber abtat: „der Rrest würde von alleine gehen.

Da ich den direkten Vergleich zu einer „echten“ manuellen Lymphdrainage ( der Therapeut dann über das operierte Bein weiter gearbeitet hatte ) habe…
…ach komm lassen wir das. Die Nummer dauerte 20min..

Dann hatte ich fast 2h Zeit bis zur Gehschule immobil. Ja toll. Ooooohhhhmmm…
…die ich dann aber auch wider irgendwie rumbrachte. Dann runter ins 2 OG und Angriff. Illustre Runde an älteren Herrschaften, schon im Wartebereich lockere Gesprächsstimmung. Passt. Der Gruppenleiter war dann nach mir der jüngste, aber in einer eben guten Laune. Ich glaube die meisten sind nur wegen der Stimmung gekommen. Schon am Start gaben sich dann auch die Sprüche ein Stelldichein und so kann ich sagen, das war die erste annähernd anstrengende Trainingseinheit die ich hier gemacht hatte. Schön war die Stimmung, aber so richtig lange hat das auch nicht gedauert. Ich schätze mal kaum eine habe Stunde.

Ja so war erste volle Tag hier. Mal sehen wies morgen wird.

Rumgealber/ 06.02.2019

Februar 6, 2019

Rumgelaber/ Cyborg: WLAN steht, MacBook Air ist on ! bin im Rehahaus angekommen, hier soweit alles erstmal top. Arztgespräch ist geführt, die Werte sind abgenommen worden, Mittagessen noch im Stationsaufenthaltsraum Chilli con Carne. Anschließend war ich unten im Rehashop was zum Socken anziehen angeschaut. Mit Verordnung fünf Euro.

Nachdem ich diese ersten „Hürden“ genommen hatte, mal einen kleinen Rundgang gemacht. Hatte ja nur Termin um halbvier in der Lehrküche. Thema Buffetschulung. Was das wohl ist ? Hatte da so Bilder im Kopf, als da wären: „wie kann ich mit Krücken zwei superrandvolle Teller schadlos zum Tisch bringen.“ Nein, sie werden den Leuten sagen, das man das genau nicht machen sollte und auch bitte nicht mit den ungewaschenen Fingern im Salat rumstochern.
Tatsächlich wurden im Grunde nur die Essenszeiten kund getan, das es keine Sitzplatzreservierung gibt, Handtuch kann ich also getrost im Schrank lassen, und das man eine gewisse Auswahl hat. Und das die Essenszeiten auch auf dem täglichen Therapieplan ( täglich ab 17:00 Uhr auf dem Zimmer für den Folgetag ) stünden. Kann also im Grunde nix passieren. Peinlich war, ich bin doch tatsächlich kurz auf dem Bett weggenickt und so fünf Minuten zu spät kam. Da waren sie aber schon fertig, also wurde mir das persönlich kurz rübergereicht und gut war. In meiner ganzen Laufbahn, also der beruflichen, hatte ich nur zweimal verpennt. Das war jetzt das dritte mal. Kann ich mit leben.

Schwamm drüber. Nach einem kleinen Rundgang stand dann erstmal was an ? Na ich bitte Euch…

( Bilduploadzeit gefühlt 5min. auf dem Mobil ) …Cappuccino ! Der ist zwar kleiner als der im Café Vital vom Krankenhaus, kostet dafür auch 0,20€ weniger aber ich würde ihm locker vier bis viereinhalb von fünf Sternen geben.

Was sonst noch ? Die Stimmung hier. Erster allgemeiner Eindruck, beim Personal wieder sehr freundlich, bei den Patienten…
…da bekommen einige zum Grüßen die Zähne nicht auseinander.

Aktuell ( 16:34 ) harre ich im Zimmer beim MacBook Air aus und warte auf den Therapieplan. Spannung pur. Ist natürlich blöd, denn durch den verzögerte Rehastart inkl. letztes Wochenende fehlender gute fünf Tage. Rechne ich jetzt noch die beiden Tage vom letzten Wochenende dazu bin ich gut eine Woche „später dran“. Ganz ehrlich, da dachte ich das geht flotter.

Einen Zeitraum später, 19:15 wider auf dem Zimmer. Abendbrot war Schnittchen mit diversen Aufschnitten an Wurst, Käse aber auch Hönig und Marmelade. Und was ich ganz klasse fand, zwei Sorten Salat. An dieser schmalen Salatbar hab ich mir dann gleich drei kleine Schüsseln mehr oder weniger hintereinander weggeholt. Ebenso gab es Obst, also um genau zu gehen Kiwi, Apfel und Birne. Bei Birne und Apfel hab ich noch zugreifen und verspeise das hier auf dem Zimmer. Lecker.

Der Therapieplan liegt vor, liest sich aber in meinen Augen zunächst weniger aufregend. Bin da ma´ gespannt. Vielleicht werd ich ja heute früher müde, freue ich schon auf das neue Bett ( wo ich gleich noch eine zweite Bettdecke inkl. Kopfkissen klar gemacht hatte ), so als langer Kerl. Das Gigabad samt Dusche werd ich heute nicht nutzen. Duschen wofür ? Frisch machen und Zähne putzen reicht, denn mehr ist ja heute nicht passiert. Das war’s soweit erstmal.

Phase Nr.2./ 05.02.2019

Februar 5, 2019

Rumgelaber/ Cyborg: zum Stand der Dinge, startend heute Vormittag.

Die nächste Phase läuft an, ich zitiere mal aus einem meiner Lieblingsfilme – Das Boot – folgenden Text: „fertig machen zum auftauchen.“

Der Sozialdienst vom Krankenhaus hatte sich auf meine Mail hin gemeldet. Anrufen in der Rehaklinik bringt nix, man selber hätte aber auch keine Möglichkeiten positive darauf einzuwirken.

Gut, erstmal die Info etwas bei Seite geschoben und die Morgenroutine abgehandelt. Dazu zählte dann auch…

…das die Bestellung von zwei Pötten Kaffe tatsächlich realisiert wurde und man so heute früh gut in Schwung kam.

Der nächste positive Effekt war dann, das der gute Mann mit den magischen Händen die Lymphdrainage machte. Die gute Frau von der Physio selbst hatte ich kurz vorher noch von ihrem Dienst am Mann direkt auf der Station vonnihrem Zimmersport entlassen ( ging aber später noch auf sie zu ).

Also, nach der Lymphdrainage doch zum Instrument der Fernkommunikation gegriffen, denn…

…nachdem ich die negative Info auf der Station weiter reichen wollte, vorzugsweise an den Stationsarzt, der aber nicht im Büro saß, traf ich dort die Frau von der häuslichen Pflege an. Die wollte mich sowieso.., und wie wir so/ ich noch zwischen Tür & Angel stehend sprechen…, bimmelte das Mobil.

Bingo ! *plums* Das war der Stein der vom Herzen fiel.

Kaum zehn Minuten nach dem dann doch eher suboptimalen Ferngespräche verkündete mir die Rehainstitution, das mich noch heute das Taxi kontaktiert, wann man mich morgen Vormittag gedenke ab zu holen.

Die Info reichte ich sofort weiter, was dann auch das angedachte Gespräch mit der häuslichen Pflege überflüssig machte.

Das U-Boot taucht also, bzw. für morgen Vormittag ist auftauchen angesagt, dann wird das Boot durchgelüftet…

Nein, die Sache ist die. Der Kollege der in die gleiche Rehaklinik geht wurde heute Vormittag abgeholt. Natürlich haben wir uns noch ein wenig gefoppt, aber alles mit viel Spass in‘ ne Backen.

Mit frischem Wind im Segel passte ich noch die Physiokkraft ab und fragte nach dem Physioraum hier im Hause. Sie hatte dazu auch einen Plan zur Hand und so zog ich mich mal wieder in die Warteposition zurück.

Kurz nach elf sammelte sie uns auf dem Zimmer ein und gemeinsam ging es dann in die Räumlichkeiten. Dort konnten wir dann zu zweit auf je einer Liege liegend, ja klar logisch, unsere Übungen machen. Sie schaute drüber, gab noch ein paar Tips. Eine zusätzliche Übung war auch noch drin.

Das wir nun die Übungen auf einer Liege machen konnten und nicht auf einer Matratze hat den Vorteil, daß eben nicht ein erheblicher Anteil der Übung in der Matratze verpufft. Ich war erstaunt, wie sehr doch in diese Zeit die muskulären Defizite zustande kamen.

Lustigerweise konnte sie sogar, und das trotz Kleidung, sehen wie mein Arsch auf der linken-operierten Seite kaum noch vorhanden ist. Aber das wird wieder.

At last hüpfte ich noch auf die dort stehende Waage. Grob zwei Kilo mehr als üblich. Also kaum bedenklich.

Dann gab es Mittagessen. Eigentlich Spaghetti Carbonara. Gut, waren jetzt keine Spaghetti und auch nur in Richtung Carbonara, aber die zweite Portion vom gerade ausziehenden Zimmernachbarn hab ich mir direkt an Land gezogen.

Mit vollem Bauch und recht zufzufrieden ob der Aussichten lässt es sich deutlich besser leben. Das Zimmer war genauso leer wie die beiden Teller. Von der zweiten Portion hab ich nur einen Teil der mit Erbsen ganierten Carbonara-Soße liegen gelassen. War eher überbacken und lag so gut im Magen. Ich lehnte mich zurück und die Zimmertür ging auf.

Einzug des frischen Zimmergenossen. Wir plauschen eine gute Weile, kommen klar denke ich, ist ja auch nur noch für wenige Stunden…

…und bin jetzt aktuell wieder im Café Vital, haben den Cappuccino schon getrunken. Mache mich jetzt gleich auf. Krückengehen durch die Räumlichkeiten.

Leben auf dem U-Boot/ 02.02.2019

Februar 2, 2019

Rumgelaber/ Cyborg: mal wieder ein paar Textzeilen zum Leben hier. Und wie es die Überschrift erahnen lässt, es ist tatsächlich wohl so wie ein Leben auf einem U-Boot. Jedenfalls stellt man-ich sich das so vor.
Der einzige Unterschied dürfte sein, daß man auf einem U-Boot einen festen Dienstplan nebst entsprechender dienstlicher Tätigkeit hat. Was so weniger Langeweile aufkommen lassen wird.

Ansonsten, ein echtes Zeitgefühl was die Wochentage angeht, hab ich erst wieder seit gestern. Denn gestern war Freitag, der eigentliche Tag der Entlassung.

Eigentlich, weil die gestrige Visite meinte:“ aufgrund meine Pflegesituation zu Hause, wäre die Unterbringung hier im Krankenhaus sinnvoller.“ Zumindest dieses Wochenende, so ich mich erinnere.
Sinnvoll weil ich eben mein Bett im 1OG habe und jenes nur eine Standardhöhe hat. Erschwerend kommt hinzu, das der Raum in der Tiefe gesehen von meiner Seite nur knapp 50cm messen wird, geschätzt. Mit Krücken da also aufstehen ist wohl eher unmöglich. Motivation hin oder her.

Die Wendetreppe würde ich mir noch zutrauen und das Thema WC-Sitz in höher schätze ich auch als schnell umsetzbar ein. Aber am Knackpunkt Schlafstätte wird sich kaum was machen lassen. Alle Überlegungen hin oder her.

Da ich diese Situation hier im Krankenhaus ausreichend kommuniziert hatte und man wohl auch noch ein Puffer bei den Belegplätzen hat, geht das jetzt erstmal so. Die Frage wird nur sein, was ist wenn das Bettenpuffer aufgebraucht ist ? Oder meldet sich die Rehaklinik doch noch schnell ?

Ich komme dennoch nicht umher eine gewisse Irritationen in mir zu vernehmen. Denn der Antrag zur – amtsdeutsch – Anschlussheilbehandlung wurde noch am Tag vor der OP vom Krankenhaus Sozialdienst gestellt. Da ich mich ja schon im Vorfeld, wenn aus heutiger Sicht auch zu kurzfristig, zunächst über die Krankenversicherung und dann letzten über die Haupt-Drehpunkt Rentenversicherung versucht hatte schlau zu machen, wundert mich das schon.

Da hätte man bei der Rentenversicherung sagen können, wenn nicht sogar müssen, setzten sie sich möglichst frühzeitig mit dem Sozialdienst in Verbindung, da die Planungen bereits zu gange sind. Doch nix. Jetzt hänge ich hier auf Abruf. Mein Bauchgefühl sagt zwar, die melden sich schon am Ende des Wochenendes/ Anfang der Woche, ist aber trotzdem blöd. Cut bei dem Thema.

Kommen wir wieder zu U-Boot. Das Highlight des heutigen Samstag ist gelaufen. Frühvisite und Frühstück und ich habe schon meinen Frührundgang über die ganze Station gemacht. Wie immer, auf den Krücken.

Dann hab ich mich flach auf‘ s Bett gelegt und meine hier gezeigten Physioübungen durchgezogen. Auch das klappte wieder besser als am Vortag, speziell was den Hüftbeuger im OP-Bein angeht.

Tja, und jetzt, quasi mit diesen Zeilen, ist mein Tagesprogramm erstmal erschöpft. Was also noch machen, die große Frage ?

Mit der Uhrzeit von 11:36 könnte man dem Mittagessen entgegen fiebern. *lach*
Ansonsten sah die Currywurst-Pommes-Mayo im hiesigen Café noch brauchbar aus. Ist nur so‘ n Ding wo ich mal wieder Bock drauf hätte. Könnte man also mal zum Abend hin angehen ?

Ebenfalls wird noch der eine oder andere Rundgang über die Station anliegen. Einen um die Mittagszeit, einen am Abend. Am U-Boot hat man mehr zu tun.

12:27 Uhr: nächstes Highlight Mittagessen. Linseneintopf eins-a.

Zweites Highlight, Cappuccino im Café des Krankenhauses.

17:52 Uhr: das gesetzte Tagesziel erreicht…

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… Currywurst-Pommes-Mayo aber bereits gegessen. Heimatküche, geschaukelt nicht gerührt ! Wie bitte ??? Geschaukelt weil ich die zwei Portionen, einen für den nicht mobilen Zimmernachbarn, in einer Tüte mit meinen Krücken nach ob transportiert hatte. Deshalb sieht die Portion auch etwas dearrangiert aus.

Ja so ist das Leben in dem U-Boot.