Archive for the ‘Bikebasteln’ Category

31.883km/ 03.09.2021

September 5, 2021

Bikealltag/ Stahl Renner/ Singlespeed 54-16/ Bike- & Biketouren Bilder: weiter im Text, doch zuvor noch ein Nachtrag.

Meet & greet: fahr ich also so am Dienstag nach Hause, im Kopf kreiste so das Gedankenspiel zu der defekten Felge, kommt mir auf der Rennbahn der Crasy E-Bikefahrer entgegen und streckt mir zum Gruß den langen Arm samt Vitoryzeichen entgegen. Ja man grüßt sich. Sein breites Grinsen wie immer im Gesicht. Freude kommt auf.

Licht & Sicht: und noch eine Anmerkung vom Vortag. Ich also auf der früh morgendlichen Anfahrt zum via der Rennbahn überholt mich tatsächlich ein deutlich ambitionierterer Rennradfahrer. Ja mag es geben, juckt mich allerdings recht wenig.

Erschreckend fand ich, daß ich ihn ebenfalls am rechten Seitenstreifen fahrend schon nach wenigen hundert Metern nicht mehr sehen konnt.
Genauer hingeschaut konnte ich noch erkennen, er trug einen Rucksack und an jenem war ein relativ kleines rotes Rücklicht befestigt. Ob das jetzt eine StVZO Zulassung hatte konnte ich natürlich nicht erkennen.

Als ich mich der Neugierde wegen ein wenig heran gearbeitet hatte, konnte ich erkennen, daß er noch eine Warnweste trug. Macht natürlich Sinn den Rucksack drüber zu packen. *schlag die Hand an den Kopf*

Ich fand das schon bedenklich. Denken so Leute nicht an ihre Sicherheit?

Donnerstag: ich hocke mal wieder am Küchenstammplatz, Espresso con Leche noch vor mir, erste Eindrücke von draußen sind neben der Dunkelheit eine gewisse Frische die vorhanden sein wird.
Es wird also wohl, wie vom virtuellen Wetterfrosch am Vortag angekündigt, zu einem sorgsamen Umgang mit der Kleidung geraten sein. Macht mir nichts aus, ich liebe es!

10:05: ja und so war‘ s dann auch. Gut war der Griff in die Kleiderkammer und auch die langen Handschuhe waren nicht der schlechteste Plan.

Dank wenig bis gar kein Wind wurde der rotierende Druck an den Pedalen in eine gute Portion Schub umgesetzt. Am Preußenhafen lag ein Hausboot…

…vor Anker. Sowas wäre ja mal genau mein Ding für Urlaub machen oder so. Aber auch da taucht wie neulich die Frage auf, auf dem Datteln-Hamm-Kanal?
Mit so einem netten Teil geht man doch auf schöne Flüsse oder auf einen See. Aber nun gut.

Bikeklamotten/ Handschuhe: es ist 14:45Uhr auf der Rückrunde vom Megadorf gab’s eine kurzen Stopp bei B.O.C. wo dann eine Flasche Brunox Tutbospray eingekauft wurde. Die Reinigung der Altteile für den Weiterverkauf steht ja noch an.

Da die Auslage bei den Handschuhen gut gefüllt war, wurde dort noch ein Paar Ziener Celal Handschuhe in der 10,5 Größe genommen.

Mit den ersten kürzlich angeschafften Roeckl Itamos komme ich gar nicht zurecht. Nach ein paar Kilometer habe ich ein ungutes Druckgefühl bis hin zu einschlafenden Pfoten.

Nicht das die Handschuhe von Roeckl schlecht sind, bisher hatte ich da nie Probleme mit, aber irgendwie… . Blöde Sache.
Man fiebert der Heimfahrt entgegen.

Sport & Alltag: es ist 20:17Uhr und ich tippe die letzte Zeilen für diesen Tag. Nach der Ankunft bei bestem Wetter wurde das sportliche Programm draußen auf der Terrasse gemacht. Man will ja kräftig und beweglich bleiben. Außerdem, warum sollte ich die Zeit mit irgendwelchem sinnlosen Kram verbringen.
Gut, in der Hängematte liegen ginge noch so gerade eben. Nur wär ich dann zu ausgeruht und könnte wohl nicht gescheit einschlafen.

Freitag: letzter Aufruf für diese Woche, wie üblich halt. Irgendwie hänge ich trotz des Schubgetränks noch in den Seilen, es wird Zeit das ich raus auf den Stahl Renner komme. Vielleicht bringt ja Bewegung noch den Kreislauf auf Schwung in die müden & alten Knochen?

09:15: weiter Zeilen die da wären, irgendwie war es heute wieder angenehmer als gestern. Noch bevor ich das letzte Dorf auf dem Weg zum Job hinter mich gelassen hatte, wurde ein Teil der Kleidung abgelegt.

Ob es jetzt an der Wärme lag oder an dem nicht voll ausgeschöpften Erholungspotenzial der letzten Nacht, es lief zwar gut, aber innerlich war ich dann doch träge. Ein wenig die Aussicht genießen.

(wie nimmer mehr Bilder im September Album <klick>)

Könnte aber auch von der Trainingseinheiten vom Vortag liegen. Egal, ein zusätzlicher Muntermacher mit dem ersten Frühstück am Job sollte die Fuhre auf Schwung bringen.

Im Kopf kreisen Pläne für‘ s Wochenende.

10:45: kleine Lachnummer. Die Powerbank die ich beim Radfahren dabei habe hat natürlich auch ein passendes USB Kabel. Da zeigte sich, daß der Kontakt nicht mehr so wirklich prikelnd war. Folge, die Ladefunktion litt ein wenig. Ich also mal eben fix auf der Jobtour in einen Laden gehüpft, der für derartiges Zubehör offensichtlich in Frage kommt.

Die Aushängeware war derat vielzählig, das ich den Fachverkäufer zu Rate zog. Der wiederum fragte nach der Art des USB Kabel.

Woher soll ich das wissen, wusste ich doch gerade eben, daß es unterschiedliche gab.

Er ließ sich den Anschluss zeigen und schaute dann nach einem USB-C Kabel. „Ja, eines hätte ner noch da. Diese Art von Anschluss sei aber heute nicht mehr üblich“, so sein Wortlaut. Ich daraufhin: „naja, der USB Anschluss sei auch nur was für alte Leute. Und da ich ja auch alt bin… .“ Wir lachten beide.

Fünf Euro und der Kontakt stimmte wieder. Die Rückfahrt lief gut und ich kam sauber an meinem Zwischenziel an.

Bikebasteln/ hilf anderen !: und das war bei den Schwiegereltern, wo ein Plattfuß auf Abhilfe wartete. Der Schwiegervater handwerklich nicht mehr ganz so fit, wollte die Aufgabe lieber mir überlassen, weil seine Hände nicht mehr die Beweglichkeit aufweisen. So wie er dachte, würde der Reifen nur sehr schwer von der Felge kommen.
Da ich ja die wirklich fetten Topeak Steel Lever habe, sollte das für mich kein Problem sein.

War es dann aber nicht, denn es war nicht die Sorte von Reifen montiert, die Schwiegervater angenommen hatte.
Um genau zu gehen, es war ein Traum. Zum draufmachen nach dem Flicken, brauchte ich nicht mal irgendeinen Reifenheber. Das ließ sich alles ganz gemütlich mit den Daumen machen.

So war der Job auch erledigt und ich gondelte zur Burg. Waschmaschine füttern, dann mich füttern und den Abend ausklingen lassen.

Rumgelaber: und dann kam der Samstag. Mein Plan mal länger im Bett zu verbleiben, ging nur unzureichend auf. Um kurz nach acht saß ich beim Espresso doppio und der Samstagszeitung in der Küche. Mehr war nicht zu machen.

Nach einem darauf folgenden Frühstück in klein reinigte ich beide hinteren Laufrädern und verlud sie in den GOLF. Die Fahrt führte nach Fahrrad Schricke, der aber nach kurzer Erläuterung der Lage auch nur ein Laufrad fertig stellen könnte. Die Ersatzteilage… *würg* Langsam wird die Luft eng.

Wieder im GOLF sitzend telefonierte ich mit dem Herren von Hörde Bike. Die nächste Anlaufmöglichkeit. Diese Adresse hatte ich jemanden aus dem Radforum genannt, mit einer ähnlichen Aufgabenstellung und der Kollege war anschließend hoch zufrieden.

„Ich könne ab nächste Woche einfach vorbei kommen“, so der Tenor. Nach dem Mittagskaffee hab ich ihm aber schon vorab die Daten und Anforderungen per Mail zukommen lassen.

So kann er vorab schauen was seine Teilelage hergibt und ich würde eventuell nicht umsonst mit dem Kraftfahrzeug anrücken.

Ansonsten wurde der Samstag mit diversen Handgriffen verbracht.

Da war noch eine Abschlussleiste von der Terrasse die einigermaßen in eine optische Flucht gebracht werden wollte, eine Außenseite der Hecke mußte noch in der Höhe gekappt werden und unter einem Gullideckel am Straßenrand lief schon lange kein Wasser mehr ab. Nachdem ich mich dann daran begeben hatte, wusste ich warum.
Bis oben voll mit Erdreich und vor allem Wurzelwerk. Innerlich taucht das schon die Frage auf, was die Stadt da mit den Steuergeldern macht, oder besser, nicht macht?

Außerdem wurden noch die Fahrradteile die vom Umbau über sind gereinigt und für den Verkauf bereit gestellt (die Verkaufsanzeige kommt morgen hier, im Radforum ist das schon on).

Das Abendessen bereitete ich mir wieder auf dem Canway Holzvergaser zu, wie schon das Wasser zum Caffee…

…und zum Abschluss gab es noch ein sehr angenehmes Abendprogramm.

Sonntag: ja und jetzt? Der Espresso doppio wirkt, ein Frühstück wäre noch gut. Dann wird es wird wohl auf eine Radrunde hinaus laufen. Grobe Richtung Norden und dann in einer Schleife zurück.
Der Stahl Renner kann gut bewegt werden, das Wetter sollte passen. Macht das Beste aus dem Tag und bleibt gesund!  😉

46.861km/ 31.08.2021/ Felgenriss I

September 1, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Bikebilder: und wieder ein GO für die nächste Woche, auch wenn es mit den Regentagen mehr als herbstlich ausschaut, Radfahren wird Fakt sein.

Montag: mit diesen ersten Zeilen hockt man noch in der Küche am Stammplatz und nippt an dem Muntermacher. Zunächst geht es mit dem Ziel vor Augen auf den Monatsabschluss August, was ja aber nur zwei läppische Tage sind.

Die Umstände draußen sind der Jahreszeit entsprechend. Mit der Abfahrt noch dunkel, von der Temperatur her eher mild-warm und auch Wind sowie der nicht vorhandene Niederschlag sind gnädig. Es rollt sich gut.

Den Tag über, außer der Nummer des Milchkaffee keine besonderen Vorkommnisse. Die Rückfahrt wurde schon im Kopf abgesteckt. Dann ma‘ los nach‘ m Feierabend.

Das Wetter mit einem gesunden Sonne-Wolken Mix bestens. Auf ein paar Meters am Channel entlang, westwärts.

Dann der Wechsel der Uferseiten mit anschließender Weiterfahrt zunächst in Richtung Norden. Altstedde wurde durchfahren um dann gut unterhalb von Cappenberg entlang zu rollen. Ein wenig rauf, ein wenig runter, so könnte man die Topographie bezeichnen. Dabei eine Mischung aus bestem Asphalt und bei Gott lob, auch arg zerschossenem Privatweg in öffentlich nutzbar und zugänglich.

Auf der Karte schaut das dann so aus…

Am Ende stehen 30km auf dem Habenkonto, ein guter Zeitpunkt nochmals die Grünstreifen vor der Burg auf Vordermann zu bringen. Abwechslung in der Bewegung tut gut.

Dienstag: letzter Aufruf für den Monat August, nach dem Heißgetränk und dem Restankleiden geht die Reise los. Die äußeren Umstände noch besser als am Vortag. Es ist kühler aber sehr angenehm und von Wind & Niederschlag gar keine Spur.

Die 35mm breiten Reifen drehen ungehindert ihr Kreise um die Achsen. So macht Radfahren unendlich Spaß. Warum kann das nicht immer so sein? Ich könnte gedankenfrei fast ewig so fahren, wenn da nicht der Arbeitstag wäre.

Aber auch der hat seine guten Seiten. Denn mit dessen Anbeginn hab ich die Möglichkeit, daß CAADX noch mal bei Wütec rein zu reichen.

Wahrscheinlich muß der frisch montierte Umwerfer (Schaltwerk vorne an den Pedalen) nur noch mal nachjustiert werden.
So jedenfalls der Herr des Schraubenschlüssel letzter Woche. Dies ist eine Feinarbeit die ich schon auf Grund der fehlenden Regelmäßigkeit nur unzureichend, also gar nicht beherrsche. Er wird das wohl als Service mal eben zwischendurch machen.

Gut das es so Leute gibt.

Wenn es fertig ist, könnte ich das CAADX auf der Jobrückfahrt aus dem Megadorf einsammeln und gut iss.

Pläne für die Rückfahrt? Ach ja, ich bin da gerade an einem von mir noch nicht wirklich begutachteten Stichweg vorbei gefahren. Wären mal so‘ n Ding… . *smile*

Feierabend und GO.

17:44Uhr nach der heimischen Ankunft: ja nix war mit – und GO. Wie angedacht sammelte ich das CAADX bei Wütec ein und der gute Mann lud mich mit recht eindrücklichen Blicken zu einer Besichtigung ein.
Momente die keiner braucht. Innerlich wollte ich da gar nicht mit, denn mir schwante nix gutes.

Der Umwerfer war nicht das Problem, da zeigte er mir zwei kleine Einstellschrauben die ich jederzeit auch in Eigenregie betätigen könnte. Dazu aber gleich unten mehr.

Bikedefekte: dann wies sein Finger am hinteren Laufrad auf eine Speiche, welche er mit einem Kabelbinder markiert hatte. Am Eingang der Speiche, also Speichennippel zu Felge war gut sichtbar…

…ein in Längsrichtung verlaufender Riss!

Hier mal ein Foto nach der Ankunft hier aufgenommen. Das diese Nummer ein finales Aus für das Hinterrad ist, war mir klar.

straßen riss_ergebnis

Da kann man nix reparieren. Und selbst wenn, übernimmt kein Schrauber dieser Welt eine Garantie darauf. Also macht es auch keiner. Finanziell würde sich wohl auch eine neue Felge mit der Werktätigkeit des Einspeichen selbst, sowie einer frischen Nabe und Speichen nicht lohnen. Da bekommt man besser ein komplett neues Laufrad.

Wenn man es denn bekommt…

…also in diesen Zeiten.

Natürlich hat die Geschichte an diesem Punkt noch nicht das Ende erreicht, aber ich mache hier mal einen Schnitt. Nun zum Umwerfer…

Bikebasteln/ Umwerfer einstellen: …und nun die Geschichte hinter der eigentlich gedachten Heimfahrt.

Die angedachten Heimfahrt wurde also aufgrund von Defekt nur einfach über Asphalt abgehandelt. Wie groß ein Risiko eines Felgenbruchs mitsamt Sturz ist, kann niemand sagen.

Die gute Nachricht, am neu angeschafften und ja nun auch montierten Shimano GRX FD-RX810 Umwerfer 2×11-fach (so die komplette Bezeichnung) soll kein Akt sein.

Ich hoffe das Foto zeigt es gut genug. Da wo der gelbe Inbusschlüssel drin steckt ist die vordere Einstellschraube.
Dreht man jene, kann man gut sehen in welche Richtung sich des Kettenleitblech zur Führung der Kette bewegt. So ist es also relativ einfach, also gut für mich als Grobmotoriker das Kettenleitblech oder auch Kettenführung, schleiffrei einzustellen.

Die direkt dahinter liegende Schraube ist dann für die korrekte Stellung des Kettenleitblech wenn die Kette auf dem kleinen Kettenblatt liegt.

Dann hab ich noch den Topeak X-15 Bottle Cage Adapter demontiert und den Flaschenhalter wieder einfach mit einer Inbusschraube in Schräglage fixiert. Die Aufgabe der zweiten Halterung übernehmen zwei Kabelbinder. Erprobt hatte ich da ja schon. Bewährt hatte es sich auch.
Nette wären jetzt noch schwarze Kabelbinder, die ich aber nicht im Hause hatte. Zumindest nicht in der notwendigen Länge.

Ja so war dann der Tagesabschluss einmal anders als gedacht. Monatsabschluss 1.060km im Sack und auf dem Jahreskonto stehen 7.753 Kilometer. Kann man mit leben.

Dann wünsch ich mal der Leserschaft einen nette Tag und macht das Beste draus. Die Portion Gesundheit wird von mir natürlich auch gewünscht!  😉

Der Herr der Ringe/ 29. & 30.08.2021

August 30, 2021

Bikebasteln/ Kette & Antrieb: nachdem der Samstagabend relativ lang und mit dem feierlichen Rumsitzen aber auch eher inaktiv war, stand für den Sonntag mal ein wenig Bewegung auf dem Programm.

Eigentlich wollte ich als erstes mit meinem sportlichen Programm starten. Aber wie ich mich dann an das Rauskramen der dafür wenigen Hilfsmittel begebe, fällt mir Material in die Hand.

Da ich ja schon neulich die Kassette (Zahnräder hinten am Fahrrad) am Laufrad für‘ s Grobe umgebaut hatte wollte ich mal schauen, wie das mit dem anderen Laufrad für die Straße und der dort verbauten Kassette so ausschaut?

Hilfreich dabei war, daß ich in der Verschleißteilbox für das CAADX noch eine bisher wenig genutzte Miche Kassette gefunden hatte. Also wurde zunächst das Fundstück auseinander gebaut und gereinigt. Das gleiche Spiel dann mit der am Straßenlaufradsatz verbaute Kassette. Das sah dann so aus…

Schon beim Reinigen konnte ich zu meiner Freude feststellen, daß ein Aufbau beider Kassetten mit identischer Abstufung nichts im Wege stehen würde.
Einziger Schönheitsfehler, das ja noch bestellte 34 Zahn Ritzel müßte ich bei Lieferung noch an einer Kassette eintauschen (dafür dann das bisher verbaut 32 Zahn Ritzel demontieren).

Ebenfalls gut ist, mit der nun vorhandenen Abstufung werde ich an dem Rad nun eine für mich auch tatsächlich nutzbare Abstufung haben.
Mit bis zu 34 Zahn gut was für Steigungen und unten rum 13 Zahn für die schnelle Fahrten, die aber eher nur mit Gefälle von mir noch getreten werden. Denn ein Ritzel mit nur 11 Zahn, wie bei regulären Kassetten üblich, wuchte ich sowieso nicht rum.
Einzige Ausnahme: ich würde eine Wand runter fahren. Und so habe ich nin aktuell fogende Abstufungen „zur Hand“.

Jetzt also nur noch auf die Lieferung warten und dann fix umbauen. Und damit war der Tag an dem Punkt schon ein Erfolg.

Zusätzlich konnte ich die Kramkiste mit den demontierten Teilen vom großen Umbau schon sichten, die Kettenblätter von der alten Kurbel lösen und ein wenig die Kartonage entsorgen.
Die Idee die Teile zu reinigen scheiterte dann an der offensichtlich leeren Dose WD40. Da werd ich also morgen mal im Baufachmarkt Nachschub holen.

Denn zumindest die Kettenblätter und der Umwerfer sollten für Interessenten noch eine gute Anschaffung sein. Der Umwerfer hat ja trotz der langen Einsatzzeit immer noch bestens, also ohne Mucken seinen Dienst getan.

Das große 46 Zahn Miche Kettenblatt hat gerade mal 945km gelaufen und das kleine mit 33 Zahn bestückte Miche Kettenblatt auch „nur“ 12.043km. „Nur“ weil es ja nicht wirklich viele Bergfahrten gab. Optisch habe ich damit keine Bedenken sie gegen eine Summe X in die Hände eines neuen Eigentümers zu geben.

Die Kurbel, da wird sich zeigen was da rum kommt? Und wenn’s nur ein Zehner zzgl. Versand ist. Laufen tut die auch noch.

Sport: gut, als ich dann den technischen Part zu meiner vollsten Zufriedenheit abgearbeitet hatte, ging es ans Training. Dank meines Regendaches zum abspannen war das auch trocken. Überhaupt hielt sich der Regen aber auch in Grenzen.

Morgengruß: und so geht’s mit den Worten zum Vortag in die nächsten Arbeitsabschnitt. Ich wünsche Euch einen schönen Tag und eine gute Portion Gesundheit!  😉

46.557km/Wow-GRX-Testfahrt/ 22.08.2021

August 23, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Bike- u. Biketouren Bilder/ Test: gleich vorab, ich bin begeistert! Jetzt bei einer ordetlichen Tasse frisch aufgebrühten Caffee…

01. coffee_ergebnis

…weitere Zeilen.

Nach dem üblichen Espresso-Frühstück griff ich mir diverse Kleinwerkzeuge so wie noch ein paar Bauteile, die noch ans Rad wollten.

Da war in erster Linie der WOHO Saddle Bag Stabiliszer nebst zweier weiterer Elite Ala Soft Touche Flachenhalter.
Den ersten Flaschenhalter hatte ich ja für den Werkstattbesuch demontiert und am Stahl Renner geschraubt. Denn insgesamt hat sich dieses Prinzip des zusätzlichen Trinkflaschentransport bewährt und da am Stahl Renner ja sowas nicht dran war, mußte das dort auch dran. Man schraubt ja nicht Einzelteile von einem Fahrrad zum anderen um, nur weil man es dann dort auch gebrauchen kann.

Nachdem dieser Part dann erledigt war, gab es noch ein echtes Frühstück, denn so langsam hatte sich ein kleines Hüngerchen eingeschlichen. Und zur fortschreitender Morgenstunde mit leeren Margen eine Testfahrt, zudem noch auf eine Halde hoch antreten, schien mir nicht die beste Idee zu sein.

Fangen wir mal bei 1. an, die Technik. So schaut das CAADX als Fahrrad in fast blitz-blank geputzt und mit den Neuteilen als Gesamtkunstwerk aus.

10 nice back-up_ergebnis

(die kompletten Bilder hab ich im Tagesalbum <klick>)

Und hier die Einzelteile mal als nettes Gesamtbild.

Kurze Begutachtung, alles soweit gut. Nur der Topeak X-15 Adapter wackelt mit der vollen 1l Pulle doch arg.
Das hat mir zuviel Bruchpotenzial was dann wiederum bedeutet, es muß noch eine andere Lösung her. Man hat da was im Kopf, eine Kollege mit eine Fräse könnte da… . Ich werd ihn mal konsultieren.

Anziehen die Geldbörse, einen Riegel und die Maske in die Lenkertasche werfen, dann ging die Fahrt los.

Bikebasteln/ …hilf anderen !: und wie es eben so ist, die ersten Meters waren dann wieder so, als würde man in eine andere Welt eintauchen.
Das sich das CAADX als Bike so anders anfühlt, hätte ich nicht gedacht. Und so rollte ich zunächst etwas schwerfällig in Richtung Heimatwald.

Keine 10m drin kam mir ein Daddy mit seinem Sohn auf einem Laufrad entgegen. Ich verlangsamt mein Tempo deutlich und vor allem sichtbar. Man guttierte, nickte kurz zum Gruß und dann hielt der Daddy aber an. Es schoss die Frage:„ob ich eine Luftpumpe mit hätte“, aus seinem Mund.

Natürlich hatte er. Und so wurde bei ihm mal ein wenig Luft auf den Hinterreifen gepumpt.

Danach nahm ich aber final Fahrt auf, die Sitzposition auf dem CAADX ist doch eine fast-ganz-andere, als auf dem Stahl Renner. (Dazu aber eventuell ganz um Abschluss noch einen Gedankenzug.) Es ging also langsam von Statten, ich rollte gut an, nahm Tempo auf und innerlich fühlte sich auch die Übersetzung hinten an der frisch bestückten Kassette nicht verkehrt an.

Das Wetter hatte ja inzwischen Formen angenommen, die ich ja nicht ganz so gerne habe.
Aber für eine leasure Testfahrt würde das passen. Zum Glück waren kaum andere Radfahrer unterwegs, ich hatte also freie Bahn.

1 bestes wetter_ergebnis

Dann ging es an die lange und damit auch nicht ganz so heftige Steigung rauf auf die Halde Humbert.

Vorab, ich unterteile den Haldenastig in Stages, also in einzelnen Abschnitten. Zwischen den einzelnen Abschnitten gibt es immer wieder ein kleines Plateau, wo sich der Radler etwas erholen kann oder je nach Fitness noch mal Schwung nehmen.

Interessant ist, das die einzelnen Stages unterschiedliche Steigungen haben. Die erste ist mit 5,9% noch die Harmloseste.
Ab Stage 2. wird’s mit 7,2% interessant, Stage 3. ist mit 8,3% die „beste“ und Stage 4. ist zumindest gefühlt wieder eher soft in der Steigung. Also mal los, das nun kleine 30 Zahn Kettenblatt an der Kurbel  geschaltet und wieder gefühlt komplett entspannt hochgekurbelt. Kurz vor Ende der Stage 1. stieg ich ab um einen Blick auf die Kassette zu werfen.

2 stage one_ergebnis

Unglaublich was so drei Zähne am kleinsten Kettenblatt ausmachen. Ich kurbelte also recht gemütlich hinten auf nur 25 Zahn die knapp über 6% steile Steigung hoch. Mir wurde sofort klar, da ist noch gut Luft nach oben.

Auch die zweite Steigung war kein Problem und das ich in der besseren dritten Passage noch einen Gang höher geschaltet habe, war mehr der Neugierde geschuldet. „Mensch rollt das gut“, dachte ich. Und so ereeichte ich mal wieder das Haldenplateau.

Oben drehte ich meine übliche Runde und erfreute mich das Grünwuchses.

An der letzten Planzstelle ruhte ich mich dann etwas länger aus. Ja gut, ausruhen wovon? Noch keine 5km oder doch schon 6km gefahren, den einen Huckel hoch und dann schon ausruhen?

Neben der Testfahrt sollte das auch was für schön sein. Ein wenig die Mixtur aus der Ruhe, dem Wind und den herbei gewehten Geräuschen lauschen. Wie es wohl nachts auf der Halde wäre?

Dann juckte es aber doch, die fette Rampe mußte her. Mit in der Spitze satten 19,6% und die auch noch kurz vor dem Ende hat das was. Auch nicht zu unterschlagen ist, die bei der langen Anfahrt noch vorhandenen Plateaus sind hier nur wenige Kurbelumdrehungen lang. Groß Luft holen ist da also eher nicht.

Praktisch dabei, ich konnte beim runterrollen die frischen Beläge einbremsen (ein Vorgang der bei frischen Bremsbelägen empfohlen wird. Man nimmt gut Fahrt auf, etwa 25-30km/h und bremst dann kräftig ab, quasi kurz vor dem Blockieren der Räder. Bei dem Vorgang kommen die Beläge gut auf Temperatur und können sich so mit der Bremsscheibe „anfreunden“. Ich hatte gerade heute den Eindruck, daß durch die neue Bremsscheibe hinten, dieser Vorgang echt was brachte.). Dann unten etwas ausgerollt, kehrum gemacht und wieder aufs kleine Kettenblatt.

Und ich muß sagen, auch bei dieser guten Rampe machte sich die Abstimmung der Schaltung gut.
Klar, bei den letzten ü. 19% wird das auch zäh, aber das hatte mit einem anderen Effekt zu tun.

Denn ab einer bestimmten Steigung fängt ein Fahrrad an sich vorne aufzurichten. Das kann man sich wie einem störrische. gaul vorstellen, der versucht sich auf die Hinterbeine zu stellen.
Dann kann man nur noch ein Stück auf dem Sattel nach vorne rutschen, eventuell noch etwas Last vom Lenker nehmen, was aber auch irgendwo seinem natürlichen Ende entgegen kommt.

Dann hilft nur noch ein langes Fahrrad, Stichwort Geometrie des Fahrradrahmens. Aber irgendwann steigt man ja auch ab und schiebt. Für dieses Mal hat es aber gereicht.

4 reach it_ergebnis

Läuft doch, Ziel erreicht und ohne Absteigen. Das war ein wenig innerer Re**hsparteitag.

Nein, insgesamt hat sich damit der ganze Aufwand mit dem Umbau gelohnt. Gut, daß das jetzt mit dem Umbau des Tretlager nicht klappen wollte, lass ich mal außen vor. Denn…

… irgendwann ist ja auch dieses Tretlager aufgebraucht und dann hab ich auch die passende Tretlagerhülse.
Das ich zumindest eine gesteckt bekommen habe, hatte ich ja schon erwähnt. Aber bis das soweit ist.

Unter dem Strich kann ich also sagen, ist gut gelaufen. Auch det Schrauber von Wütec hat sein Bestes gegeben. Ich meine keine fünf Tage und dann fertig. Und das bei den Terminlagen.

Ja und was jetzt? Ich habe wieder zwei gut einsatzfähige Räder und werde natürlich nächste Woche das CAADX gut scheuchen.

Denn es fehlen mir noch 284km bis zu den 1.000km im Monat August. Ich denke-fühle, mit den groben-breiten Reifen und der damit deutlich flexibleren Streckenwahl sollte das nicht die Aufgabenstellung sein.

Dann noch was zu der Andeutung oben, von wegen

Biketechnik/ Bike „Zahnräder“ & Kurbel/ meine Übersetzungen: noch ein wenig technische Zahlen, nix für Nichtradfahrer. Als erstes ein Screenshot meiner nun hinten verbauten Kassette.

Ich würde mal sagen, wenn die anderen noch bestellten Ritzel eingetroffen sind, dann bau ich da auch um. Das steht fest.

Oben rum ginge noch was, auch wenn Shimano als Hersteller das Schaltwerk nur bis 34z technisch frei gibt.
Da kann ich aber durch meine Erfahrung noch mit dem ersten Ultegraschaltwerk am CAADX sagen, auch da gingen die 2 Zahn mehr als zugelassen ohne Probleme.

Das Problem ist nur, Miche als in meinen Augen bester Lieferant der Kassetten (Zahnräder hinten) hat gar kein 36 Zahn Ritzel. Da ist bei 34 Zahn schluss.

Ich wäre aber nicht ich, wenn ich da noch eine Idee hätte. Sram als Hersteller von Kassetten hat da eine Kassette mit maximal 36 Zahn. Wenn man wüsste wie die aufgebaut ist… .

Vorne an einer Gangschaltung ist aber zum aktuellen Zeitpunkt Schluss. Die Übersetzung von 30z auf dem kleinsten Kettenblatt und 46z auf dem Größten hat sich etabliert.
Etabliert bedeutet aber nur, die Hersteller bauen da keine anderen. Die Frage wäre aber, was wenn der Markt, also der Kunde einen Bedarf hätte?

Wobei ich ja aber auch da eine Kurbel wo hinterlegt habe, die mit einer Übersetzung von 28-44 aufwartet.
Bei jener wäre aber wieder die Fingerübung, daß sie einen anderen Achsstandard hat. Sie ist mit einer Vierkantachse ausgestattet. At last, sie ist auf dem BRD-Markt so nicht einfach zu bekommen.

Ein anderer Weg wäre, sich bei den Kurbeln aus dem Mountainbike-Segment um zu schauen. Aber ab dem Punkt bewegt es sich sowieso in eine ganz andere Richtung. Ich sag mal n+1=x.

 

 

 

 

 

…ein Wunschbike?

Speisekarte/ Outdoor/ Café: jetzt hätte ich das fast vergessen. Ich hab ja die ersten Zeilen hier bei einer leckeren aufgebrühten Tasse Caffee getippt.

Mich hat es aber immer genervte, daß es keinen brauchbare Ausguss am Esbit Topf gibt. Das heiße Wasser schwappt also mit einmal rüber.

Also hab ich mit einer Feile eine kleine Kerbe rein gemacht.

Ansonsten, Euch einen schönen Tag und bleibt gesund!  😉

The CAADX is back!/ 20.08.2021

August 21, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Bikebasteln/ Kette & Anrieb/ BB30 – BSA HT-II/ Bikebilder: und glaublich aber auf dem fast letzten Metern von der Jobrunde bimmelte plötzlich mein Mobil. Da ich gerade sowieso stand, wurde das Freisprechdings gedrückt, im Kopf schon die genau Lageposition.
Denn meist kommt ja:„Herr V***e, wo sind sie gerade?“ So kann der Vorgesetzte die Lage einer Person besser einordnen und dann einen Extraauftrag aussprechen. Hin und wieder mag ich so Jobs. Reißt einen aus dem Alltag und bringt einen nach vorne. Doch dieses mal war es anders.

Am anderen Ende der Leitung rief mir der Schrauber seinen Namen zu und mein Kopf brauchte eine kurze Weile, daß jetzt einzuordnen. Es gab eine kurzen Informationsaustausch mit der finalen Info, das Rad sei fahrbereit & fertig.

Also wurde kurz was umorganisiert und ich bin auf einen Sprung hin. Die zuvor schon durchgereichten Infos konnten aufgegliedert werden, so das selbst ich sie verstand. Das das Gebastelt so funktioniert wie sich das gehört, mußte er etwas in die Trickkiste greifen. Aus jener Box, um genauer zu sagen vom Bike seiner Tochter holte er ein oder waren es jetzt ein Paar Bauteile.
Er selbst konnte sie jetzt nirgends bestellen, denn mit den Leuten mit denen er sprach, wussten gar nicht was er wollte.

Erstmal war alles gut, ich sagte zu die Bauteile anzuschaffen, ja der Markt ist zur Zeit höllenleer und man muß halt suchen. Da ich aber zum Glück ein paar mehr Radläden kenne, werd ich da mal rangehen, eventuell hat ja auch einer aus dem Radforum eine Tip. Den Ausdruck zu dem Bauteilensemble hat er mir noch mitgegeben.

Kasse machen.

Da hinten noch einen Bremsscheibe fällig war, hatte er mir aber schon gesagt, hat er die auch gewechselt. Das neue…

  • GRX Schaltwerk ist samt einem frischen…
  • Schaltzug montiert und die…
  • Kurbel ist drin
  • Bremsscheibe hinten (am CX Laufradsatz)
  • Kette (die ich ja noch hier hatte) hat er auch gewechselt

*gerade gesucht & gefunden*

Das Acros A-BB GPX-Adapter Set hatte ich noch für 23,48 Euro inkl. Versand eines bei Bike24.de gefunden und gerade eben bestellt.

Auf dem Weg in die alte Heimat mit dem GOLF werd ich das Bike dann in der Firma abholen. Dorthin hatte ich es verfrachtet und zwischen gelagert.

Macht Euch einen netten Tag und  bleibt bitte gesund!

Bis gleich. 😉

Die unendliche Geschichte: Tretlager 16./ 17.08.2021

August 17, 2021

Bikebasteln/ Antrieb/ BB30 – BSA HT-IIder Tag der Wahrheit, Montagmittag erhielt ich eine Mail, der beauftragte Schrauber meldete sich.

Natürlich enthielt sie eine Meldung, daß was nicht passen würde.

*kurze Funkstille*

Ich hatte zwar das Passtück oder eben den Adapter zum BSA HT II Lager (Durchmesser 46mm) bestellt, daß aber zum einen in Rücksprache mit der ausführenden Instanz und natürlich auch in der Annahme, daß der Hersteller ausnahmsweise mal seinen eigenen Angaben gemäß das verbaut hatte, was ausgewiesen wurde.
Dem war aber nicht so, warum auch immer? Natürlich nicht warum immer, denn der Durchmesser war nicht wie bestellt 46mm sondern hätte in 42mm sein sollen. Aber woher soll man, im speziellen ich das wissen?

Müßig drüber nach zu denken oder sich aufzuregen. Lange Rede kurzer Sinn, ich meldete mich kurz schriftlich zurück, ließ aber auch verlautbaren, daß kurz nach dem Mittag mit meiner Anwesenheit zu rechnen sei.

Also mal kurz vorbei und auf kommunikativer Ebene die Sache geklärt.

Nicht ganz nach meinem Geschmack, es kommt nun doch nicht der Umbau von dem Press-Fit Tretlager zum BSA HT II Lager zum tragen, wie ich das optimistisch dachte.

Letztendlich war mein Level fast ausgereizt was die Tretlagergeschichte anging. Aber ich wollte auch den guten Mann in der Ausführung nicht noch mehr mit irgendwelchen Extrageschichten belasten.
Denn er rief noch eine Homepage mit möglichen Lösungen auf, schön-sinnig betitelt als Dr. Cannondale, aber da zog ich dann die Reißleine.

(Dazu noch ein kurzer Rückblick. Im Vorspiel hatte ich schon ein passendes Stück drehendes Metal ausgesucht. Das schimpft sich Wheels Manufacturing BB30 Innenlager – ABEC – 3 -BB42-68. Man beachte die beiden Ziffern, die da wohl sowohl den Innenlagerdruchmesser mit 42mm besagen als auch die 68mm Gehäusebreite. Hätte also gepasst. Kleiner Schönheitsfehler, um dieses Edelteil für knapp 80 Euro montieren zu können, hätte man noch zwei Werkzeuge von je 30 Euro ordern müssen. Das hätte dann den finanziellen Rahmen doch zu extremste ausgereizt. Oder anderes rum, bei dem Preis wäre ich selbst mit der Anschaffung eines Press-Fit Werzeugs noch billiger bei weg gekommen.)

Ganz nebenbei ist aufgefallen, daß die Bremsbeläge runter sind. Das wusste ich aber auch, hatte sie nur nicht vor der Abgabe gewechselt.

Da die Bremsbeläge aber auf die Bremsscheiben wirken, stellte man auch dort einen deutlichen Verschleiß fest. Da man Bremsscheiben im Hause hat, werden die also auch getauscht. Nach stolzen 46.502km kann das mal sein.

Der Kleinkram der Umlenkröllchen am Schaltwerk, die auch – durch – sind, wird auch mit erledigt.

Insgesamt muß ich mal wider sagen, von von Mann zu Mann lässt sich sowas besser managen als per Mail oder an der Quasselstrippe. Wir sind also guter Dinge.

17.08.2021: ein kleiner Nachtrag, mir wurde eine Quelle für eine diesmal passende Einpresshülse zugespielt. Jener:

  • BB30-BSA Adapter mit weist die besagten 42mm Durchmesser auf bei einer Breite von 68mm und natürlich das Innengewinde BSA 1,37*24T. Kosten lägen bei 20 Okken.

Bikealltag/ Biketouren Bilder: so und nun hab ich mich entschlossen doch noch ein Bild von der gestrigen Rückfahrt zu zeigen. Nachdem die Leserschaft so lieb alle den Schrott hier gelesen hat… *lach*

Titel: verry british, oder die Schönheit der Unschönheit

Ich wünsche dann der Leserschaft einen netten Tag und auf das alle gesund bleiben mögen.

04:30Uhr/ 16.08.2021

August 16, 2021

Bikealltag/ Morgengruß/ : neue Reifen, neues Glück könnte man ein Intro in die nächste Woche nennen. Aufgezogen sind sie ja die neuen Continental Gator Hardshell, aber dazu gleich mehr.

Die nächste Woche gehe ich nicht mit einem Grundbedürfnis an Glück an. Ich geh mehr so durch´s Leben, auf das was da kommen mag und mach dann das beste daraus. Wird also schon, nix wird so heiß gefuttert wie gekocht. Vielleicht bin ich aber auch schon zu alt für zu viel Aufregung? *lach*
Wobei, es kann  ja nett, jung zu sein und sich dann eben auf zu regen. Aber mal ganz ehrlich, wer braucht das?

Und so schlürfe ich halt meinen allmorgendlichen Espresso doppio und verspeise dazu ein wenig Süßkram. Restart, das System hochfahren und dann sehen wie das Wetter so draußen ist?

Gestern hatte es ja dann doch nicht mehr geregnet, was mich ein wenig nachdenklich stimmt. Denn ins geheim hatte ich auf Regen gehofft und zwar für die Grünstellen auf der Halde Humbert.

Bikebasteln/ Rumgelaber: um jetzt nochmals auf die zu 3mm schmalen Reifen sprechen zu kommen. Natürlich sind 3mm weniger Baubreite nicht viel. Oder doch? Kurz erklärt…

…3mm sind für einen Radfahrer der nicht viel oder oft, oder eben gar nicht Rad fährt, natürlich kein Maß. Es ist einfach zu wenig um darüber nach zu denken.

Ich hatte das aber schon mal wo kurz angerissen. Diese 3mm mehr Baubreite, also aufgezogen auf der Felge, bedeuten eben nicht nur 3mm mehr, sondern damit auch ein im Querschnitt größeres Volumen am Reifen. Damit erhöht sich der Fahrkomfort, auch ohne mit einem niedrigen Druck zu fahren.

Ganz so niedrig sollte ja ein Druck im Fahrradreifen nicht sein. Die Hersteller geben in der Regel einen Mindestdruck vor, genauso wie einen Maximaldruck. Was mann dann als Nutzer da rein pumpt, bleibt einem selbst überlassen.

Da ich ja nicht zu den Leichtesten gehöre und auch mal gerne wo fahre, wo eben kein Asphalt ist, kann ein niedrigerer Druck und-oder ein komfortabler Reifen, ergo mit einem größeren Volumen netter sein. Alternativ kann ich ja den Druck auf das Mindestniveau bringen, dann aber kann ein Reife hinten schwammig werden.
Auch diesen Punkt muß dann jeder so für sich selbst heraus finden.

Blöd ist jetzt aber, ist oder eben baut der Reifen eh schon schmal, kann ein halbes bar mehr oder weniger schon viel ausmachen.

Eine andere Sache ist die Montage. Ich hatte schon einige schmale Reifen montiert. Und so kann ich sagen, daß es breiter die Reifen waren, die Montage einfacher wurde, was ja auch logisch ist. Denn je mehr Material vorhanden ist, des so mehr Material kann über eine Engstelle bewegt werden.

Bisher bin ich ja von diesem Problem verschont geblieben, da bei meinen aus dem Hause Continental  (quasi meine Hausmarke) genutzten Reifen stets passten. Die vormals mehrfach montierten Continental GP 4000 S Faltreifen in 28 x 622 bauten eben exakt 28mm breit.
Das konnte ich jetzt bei den Neuen per Augen sehr gut sehen, da sowohl der Michelin als auch der neue Conti noch eine gute Portion Luft zum Rahmen hatten bzw. haben.

Den GP 4000 S bekommt man aber so gar nicht mehr auf dem Markt, er war Ende 2019 schon ein Auslaufmodel. Der Nachfolger sinngemäß als GP 5000 S betitelt, ist aber auf Grund der pandemischen Liefersituation nicht zu bekommen. Oder nur mit viel Glück, suchen und Geduld. Da ich aber nun zwei frische Reifen drauf habe…

…lassen wir das erst mal so. Mal sehen wie die rollen und da ich mit dem Stahl Renner eh etwas vorsichtiger sein will, Thema Lackabnutzung durch Steinschlag & Co., wird’s halt mehr befestigte Untergründe geben.

31.500km/ 13.08.2021

August 14, 2021

Bikealltag/ Stahl Renner/ Singlespeed 54-16/ Bike- & Biketouren Bilder: man möge mir weitere langwierige und langweilige Zeilen vom Fahrradalltag verzeihen.

Donnerstag: es soll wieder wärmer werden, ungut wie ich finde. Warm? Hatten wir das nicht erst dieses Jahr? Um ganz ehrlich zu sagen, vom warm hab ich die Nauze voll. Stichworte Klimawandel. Nun gut…

08:38Uhr der erste Jobanfahrtspunkt ist erreicht, man konnte nett entspannt mit selbst gedeckelten 120km/h über die Bahn rollen.

Die allmorgendliche Jobanfahrt mit dem Stahl Renner war bestens. Angenehme Temperatur, kaum Wind und ebenso kaum Verkehr.
Zudem war ich guter Dinge, strampelte also mit locker ü. 25km/h über die Rennbahn. Auch das Problem vom Vortag hatte sich mit dieser Fahrt als finaler Test erledigt. Kann gerne so bleiben.

Da der Tag lang wird, hab ich mir mal ein gutes Baguette-Frühstück gemacht. Die Obstration ist auch umfassender. Mit dem morgigen letzten Arbeitstag vor dem Wochenende muß das noch weg. Und gesund ist es ja auch.

Speisekarte/ Die Currywurstum dann aber auf das Thema gesund ein zu gehen, ich hatte am Nachmittag mal wieder eine Jobrunde im bekannten Gebiet, leider ganz nah bei Die Currywurst.

Also gab es mal wieder eine Platte der drei Ruhpottköstlichkeiten, Currywurst, Pommes, Mayo. Das dann aber auch nur, weil vom Job her geplant erst mal länger nix in dem Gebiet für mich zu tun sein wird.
Es war übrigens der Schärfegrad Nr. 5. und ich würde sagen, ja gut gewürzt, da geht noch was.

Nein ganz ehrlich, so wirklich scharf fand ich das jetzt nicht und so bin ich mal gespannt auf das nächste Mal. Dann wird der Schärfegrad 6. probiert. Andersrum frag ich mich aber auch, wo lag jetzt der echte Unterschied zwischen der standard Soße und denen bis zur Nr. 5.?

Der Rest vom Tag war dann aber unspektakulär, leider ein wenig zu viel unspektakulär. Denn kurz vorm Stall ein erneuter Rückstau zu einer nahen Schnellstraße, also wie schon am Vortag 20 Minuten oben auf die Arbeitszeit drauf. Da muß man echt alles auffahren um ruhig zu bleiben.
Morgen klinke ich mich aber früh aus.

Und mächtig warm ist es geworden. Ungut, wie ich finde. Sagte ich ja bereits.

Freitag: der letzte Arbeitstag, ich „falle aus dem Bett“. Um eine Uhrzeit an der seit dieser Woche der Wecker bimmelt, hocke ich am Küchenstammplatz und habe den Espresso doppio bereits mit ein wenig Keksware runter gespült. Warum, wieso entzieht sich mir, also warum ich so früh wach war?
Vielleicht weil es so nett kühl draußen ist. Nach der Hitze von gestern nachmittag eine wohltuender Zustand.

Doch was tut man? Nicht viel. Man hockt nun in der Küche und schaut auf den Bildschirm, die Welt um einen herum ruht noch im tiefen Schlummerschlaf. Selbst in der virtuellen, nicht zu verwechseln virtuosen Welt, ist nicht viel los.

Zeit für einen Haldenaufstieg? *denk & schau nach* Wenn es nach dem Onlinewetterfrosch geht, sollte jener um 06:00Uhr sein. So um kurz vor 05:00Uhr könnte das passen.
Ich krame kurz im Kopf, könnte die Halde Humbert oder eventuell sogar die Halde Großes Holz herreichen? Ach ja, da war es wieder.

Halde Großes Holz wird nicht gehen, da ich ja nur ein Rad ohne Gangschaltung habe. Und die ganze Halde hochlaufen wird mir auch zu lang. Dann doch Halde Humbert? Man wird sehen…

*später so um halb neun*

Aus einer Haldenauffahrt wurde ich Ganzen nix. Der Grund ist recht einfach, mag kommen was will, und das meine ich wörtlich, die Halde Humbert wird heute nach dem Schichtende erklommen. Und wenn ich den Stahl Renner in Einzelteilen hochtragen muß (Gott behüte, daß dies nie passieren möge)!

Und so ging es abermals an der Rennbahn entlang, einfach rollen lassen und genießen.

Am Preußenhafen gab es auf halber Höhe der Brückenquerung eine kurze Verschnaufpause.

Natürlich nicht wirklich zum ausruhen (auch zum Becher wegräumen), sondern mehr um überschüssige Kleidung ab zu legen. Wohlig warm war es inzwischen geworden. Es hat was von einem netten Sommerurlaub…
…wenn man nicht arbeiten müßte.

Natürlich bin ich wieder viel zu früh im Stall, kann mich aber so mit noch mehr Ruhe und Gelassenheit unziehen, Schnittchen schmieren und mich dann auf die Jobrunde stürzen. *lach* Ist aber heute nur eine Halbtagsrunde…

…und dann halt entspannt zur Halde Humbert. Als Mittagmahl gibt es eine Neuentdeckung aus dem Hause der beiden Discounter-Brüder.

4 mittag_ergebnis

Ja hat was, ist durchaus schmackhaft, also nichts von den standard Einheitsgeschmack der üblichen Verdächtigen. Und auch an der Portionsgröße kann man durchaus als kleines Mittagmahl Gefallen finden. Überlegungen liegen an, wie man es outdoor ohne Mikrowelle heiß bekommen könnte?
Einfach in den Topf kippen, eventuell noch einen Schuss Wasser zu und über der Flamme unter ständigem Rühren erhitzen sollte gehen.

Dann Abfahrt und rauf auf die Halde. Das es oben schon recht nett, wenn auch trocken ausschaut, hatte ich ja berichtet. Trotzdem nochmal die Bilder, weil´s so schön ist.

Nach der Auffahrt, kam dann auch die Abfahrt. Aber wie schon bei der Auffahrt wurde geschoben. Denn das fährt man nicht einfach so. Spitzenwerte in der Steigung von über 15%, da trittst du keine 54z auf 16z. Da hast du Mühe überhaupt auf dem Bock sitzen zu bleiben.

Man kann die Rampe nur erahnen auf den Bildern, aber schon zu Fuß ist das „nett“. Rüber zur nächsten Meldung, ein gute Weile später, Freitagabend 20:30Uhr, Deutschland sitzt vor der Glotze…

Bikebasteln/ Reifen montieren: …der Fahrradjunkie montiert neue Reifen.

Ich hatte also noch was an Schub über und so konnte ich es nicht lassen. Wohl auch in der Gewissheit, daß die Continental Gator Hardshell noch die guten 3mm mehr Reifenbreite bringen.
Doch dann kam die Ernüchterung. Gemessen waren es bei einer Innenmaulweite der Felge von 19mm tatsächlich auch nur 25mm!

Das hatte ich ja bei einem Reifen aus dem Hause Continental noch nie. Brachte aber alles nix, die Reifen sind nun drauf und werden nun ans Laufen gebracht.
Im Anschluss wurde noch für die frisch montierte Hinterradbremse ein frischer Bremszug eingezogen. Das war zwar nicht ganz so easy wie ich dachte, klappte aber zumindest besser, als das mit der Reifenbreite.

Euch ein nettes und erholsames Wochenende und bleibt bitte gesund!  😉

31.412km/ 11.08.2021

August 12, 2021

Bikealltag/ Stahl Renner/ Singlespeed 54-16/ Bike- & Biketouren Bilder: neue Zeilen braucht das Land! *lach* Die erste Meldung, noch unspektakulär, am Sonntagvormittag hab ich die letzte Klarlackschicht aufgetragen…

…naja und so wie ich schon vermutete, ein gutes Lackierergebnis schaut einfach besser aus. Hat mehr was von einem Hammerschlaglack, wird aber seiner schützenden Funktion gerecht. Erstmal gedanklich Ruhen lassen und dann schauen wir mal weiter.

Hauptsache Lack als Schutzschicht ist drauf und der Bock rollt. Was er dann auch am…

Montag: …tat. Auch wenn es Montagmorgen etwas mehr Montag war. Denn ich hatte meinen Wecker später bimmeln lassen, brauchte keine zusätzlichen Zeitpuffer und bin dann eben insgesamt etwas später raus.

Draußen bestes Wetter, nur leichte Bodenfeuchte, es rollte sich gut. Den Tag über heiterte es deutlich auf, es wurde wärmer und schon gegen Mittag bließ einengute Brise aus Süd Süd-West. Könnte also eine schnellere Heimreise werden. Mir auch recht.

Am Vormittag bekam ich die Infos das zum einen die dann doch noch bestellten Reifen für den Stahl Renner auf dem Sendeweg sind und auch der zweite Trinkflaschenhalter von Bikepacking AT (schon vor dem Sommer bestellt) verschickt wurde. Gerade der Trinkflaschenhalter hatte mich positiv überrascht. Stand da nicht was mit Termin September im Raum? Egal, freuen wir uns.

Die Heimfahrt wurde unspektakulär abgehandelt, dafür stand ja der regelmäßige sportliche Teil der Freizeit an.

Dienstag: eigentlich lohnt es sich nicht für diesen Tag die Zeilen zu bemühen. Es passierte eh nix Großartiges. Außer dem Espresso Macchiato…

…als kleiner Anschub um die Mittagszeit herum. Zum Feierabend hin schlüpfte ich genau in das regenfreie Zeitfenster und konnte so gut nach Hause fahren. Und so gab es auch nur eine Standard Rückfahrt. Aber ein wenig Lippeauen durfte es dann doch noch sein. Ist ja auch nicht wirklich länger die Strecke. Auf der Burg angekommen lagen die frischen Reifen bereit.

Man sieht die Regenwolken noch förmlich am Himmel wie sie nur drauf warten. Kam aber trotzdem nix.

Reifen montiert habe ich aber nix, war mir dann doch zu spät. Denn die letzten Meters auf der Jobrunde hatten es in sich. Megaverkehr und nachdem ich den zweiten Ansatz einer besseren Strecke abgebrochen hatte, wurde die fast ganz große Runde zum Stall gemacht. Mehraufwand an Fahrzeit, gute zwanzig Minuten. Aber was soll’s?

Mittwoch: morgens fast wie immer, außer dem gut über die Landschaft liegenden weißen Schleier. Am Preußenhafen konnte man von der Eisenbahnbrücke nicht mal den gegenüber liegenden Kran sehen.

Angekommen, frisch gemacht und das wieder neu entdeckte Kakao Schubgetränk probiert.

Nicht zu süß und damit angenehm. Dazu gab‘ s eine Lage Obst aus Banane, Birne und zwei Necktarienen. Der Tag kann kommen.

Für den Nachmittag steht die Rückfahrt via Sesekeradroute an. Die Kollegin die mit ihrem E-Bike daher muß sagt, der kurzzeitig gesperrte Abschnitt sei wieder frei. Ich sprach eine gemeinsame Rückfahrt an, könnte also gut was werden.

Wurd´s dann aber auch. In Höhe östlichen Ortsausgang Kamen schwenkte ich dann nördlich raus, während sie weiter gen Osten fuhr. Ein letztes Bild bevor mal wieder was anfing rum zu zicken…

Bikedefekte: ja man sollte es kaum glauben, aber der Plan einer Haldenauffahrt mußte ich knicken. Will ich so eine der letzten Straßen kreuzen, zickt das Dicta Singlespeed Freilaufritzel rum wie Hölle.

Die Sperrklinken greifen nur mäßig bis gar nicht. Bedeutet, die Kette rutscht am Antrieb vorbei und das ganz recht ruckartig. Ich kann nicht mal „einsteigen“ um nur etwas Vortrieb zum rollen zu generieren. Ja klasse, läuft ja mal wieder echt gut. *würg*

Ich drehe um und kreuze die Straße erneut, diesmal fußläufig. Innerlich hab ich mich schon auf ungefähr 5km Fußmarsch eingerichtet, ruckel dann aber doch noch mehrmals weniger zarghaft am Antrieb.

Puh!

Es greift wieder, ich komme also fahrend zur Burg. Dort angekommen greife ich die Verschleißteil-Box vom Stahl Renner und finde zumindest noch einen Dicta Singlespeed Freilaufdings, nur keine Kette.
„Warum nicht“, taucht bei mir als Frage auf. (Die andere Frage war dann, wann hab ich das Teil montiert und wie lange tut es schon seinen Dienst? Die Antwort, am 14.07.2018 bei 23.798km wurde getauscht. Seit dem hat das gute Stück gute 7.623km gedreht. Das ist schon verdammt lange… *rümpf die Nase*)

Ich ärgere mich…
…dann fällt mir ein, in der Box vom Volotec könnte auch noch eine 9-fach Kette lungern. Ich öffne die Box und freue mich wieder ein wenig. Denn noch entschließe ich mich das Dicta Teil mit einer ordentlichen Portion Kettendeo (Spitzbenennung für Kettenöl) zu fluten, beidseitig.

Das Ding ist ja nicht gedichtet, es gibt also an beiden Seiten einen umlaufenden Spalt wo ich „einfüllen“ kann. Ich haue also das Zeug rein, wie schon gesagt und lass es kurz wirken. Dann drehe ich das Rad, mehrmals und richte das Fahrgeschäft auf.

Jetzt nicht zu zarghaft an die Kurbel packen und mal den Simulator spielen. Uff, scheinbar hat es gewirkt.

Ich bin mobil ohne die Verschleißteil Box plündern zu müssen. In diesen Zeiten nicht der verkehrteste Weg. Ersatzteile sind, wenn sie denn überhaupt zu bekommen sind, auch gut teurer als damals. Also vor der Pandemie.

Der Tag kann so nett sein. Nur schade das ich nicht oben auf der Halde war.

Morgengruß & Rumgelaber/ 08.08.2021

August 8, 2021

Morgengruß/ Rumgelaber/ Bikeblder: ich wünsche Euch erstmal einen schönen Sonntag und natürlich viel Gesundheit!

Samstag: wie war das noch, was ist passiert? Viel zunächst mal nicht. Wobei…

…nach der Samstagszeitung und dem hausüblichen Espresso doppio wurde am CAADX für die eine oder andere Stelle nochmals ein Putzlappen bemüht.

Danach wurde das Fahrgerät in den GOLF verladen und ab ging es über noch sehr ruhige Straßen nach Wütec. Dort angekommen wurde es wieder mit den Laufrädern versehen, die man ja zum besseren Transport gut demontieren kann. Mit der Kiste an Neu- u. Austauschteilen (Bild auch mal so für mich als Erinnerungsstütze was alles drin ist)…

…betrat ich die Räumlichkeiten. Dort wurde ich von jenem Herren empfangen, mit dem ich wohl den letzten schriftlichen Austausch hatte.
Ich trug also noch mal die Sachlage vor, wir schauten beide in die große Pappschachtel, worauf die Übergabe erfolgte.

Er gab mir auch gleich die Info, daß der gute Mann mit dem ich vorab das Vorgehen besprochen hatte, noch eine Woche im Urlaub sei. „Hat er sich ja auch verdient“, dachte ich und nickte die Info ab.

„Ihm werde er den Job auch auf’s Auge drücken“, wurde noch als Info durchgereicht.

Ich weiß jetzt nicht, aber irgendwie hatte ich so das Gefühl, daß er mit dieser Vorgehensweise nicht ganz konform ging. Aber eventuell täuschte ich mich auch nur? Für mich steht jedenfalls fest, eine große andere Chance habe ich als Kunde nicht.

Denn mit dem Stahl Renner bin ich ja fahrbereit, die Werkstatt hat damit nicht den massiven Druck und wenn der Schrauber das dann noch macht, mit dem ich das persönlich besprochen hatte, sollte doch alles gut sein.
Jedenfalls werde ich die Flexibilität von Wütec zu schätzen wissen und damit auch gerne anderen Radfahrern diese Qualität weiter reichen.

Ab da machte sich ein gewisser Appetit in mir breit, Heimfahrt war angesagt. Nach der Wiederankunft wurd sich ein kleines Frühstück gemacht und anschließend in ein paar robustere Kleidungsstücke geschlüpft. Garten stand an, wobei nicht genau der Garten innen, sondern erst mal den Grünstreifen vor der Burg mähen. Dabei wieder etwas Müll, wenn auch nur sehr wenig aufgesammelt und ein wenig Unkraut gezogen.

Als ich damit fertig war, betrachtete ich die Außenseite unserer Buchenhecke. An der Ostseite von unserem Anwesen *lach* war über die Jahre hinweg doch stärker gewachsen, als es sollte.

Nein, anders erzählt. Bis vor kurzem hat es niemanden gestört und der alljährliche Heckenschnitt hatte keinen Anstoß gefunden.
Aber wie das eben so ist, die neuen Nachbarn meldeten eine gewisse Unzufriedenheit an.

Auch wenn ich genau diese Seite bestimmt schon drei, vier mal gründlicher geschnitten hatte als den Rest, es stand immer noch gut über den Kantstein (als Markierung für die Grundstücksgrenze).

Der eigentliche Plan die Hecke radikal zu schneiden verwarf ich recht schnell. Denn in der Hecke selbst waren so gut wie keine Äste, die Buchenhecke wäre dann also außen kahl und würde auch kaum nachwachsen. Ungünstig wie ich befand.

Also gab‘ s doch den Plan B., der aber leider arg aufwändig ist. Gedanklich wäre ein grobmaschiger Zaun ideal. Einfach davor setzen und so die Buchenhecke ungeschnitten mit dem Zaun reindrücken. Aber Zaun setzen kommt schon aus finanziellen Gründen nicht in Frage. Zwar wäre dann auch unser Grundstück an der Seite sicherer, aber die Vogelwelt hätte auch so ihre Mühen.
Und so griff ich zum Gartendraht und machte mich ans Werk.

Zunächst noch testweise, aber als ich dann den Dreh raus hatte, auch wenn es mühselig war, beschloss ich das so zu machen. Ast für Ast wurde mittels dem dünnen Gartendraht nach innen gebogen und an einem dicken Stamm fixiert.

Im Endergebnis sieht das zwar zunächst nicht ganz so lecker aus, aber das wird sich mit dem weiteren Wachstum wieder ausrichten.
Im übrigen ging das relativ gut. Denn die allermeisten Äste sind nur sehr dünn und damit auch gut biegsam.
Das es recht aufwändig ist, stört mich eher weniger. Auch das Optische wird wieder. Hauptsache die Hecke bleibt gut dicht und auch die Vogelwelt hat dann ihren gewohnten Unterschlupf.

Aber nach wie viel Stunden war dann essenszeitig? Ich glaube es waren gute zwei bis drei Stunden.
Jedenfalls solange, daß der Gartendraht eh seinem Ende entgegen ging. Also Zeit für Mittagessen. Es gab Reste aus‘ m Kühlschrank. Eine Portion Reis mit Fisch und dann war da noch so eine rote Soße. Könnte auch Bolognese gewesen sein. Hab einfach alles auf einen tiefen Teller gepackt und warm gemacht.

Natürlich habe ich auch den Kleinen vorbereitet. Kann ja nicht ohne sein.

*grins*

Jedenfalls war so der Tag dann mit dem Ende des Gartendrahtes auch vorbei. Also noch ein wenig aufräumen und sich sich fein machen.

Dann wurde sich in der Hängematte ausgeruht und der Zeitpunkt abgewartet um die Älteste ab zu holen. Auf dem Weg zum Hauptbahnhof wurde noch im Baufachmarkt angehalten und zwei Ladungen frischer Gartendraht nachgefasst.

Bikebasteln/ Stahl Renner: den frühen Abend hab ich dann noch mal in der Hängematte verbracht, bin aber nach einer gewissen Auszeit raus gestiegen und hab die erste Lackschicht am Stahl Renner aufgetragen.

Da der Lack ja aus einer nahezu winzigen Dose aus dem Fahrzeugzubehör kommt, ist das mit dem sehr schmalen und kleinen Pinsel natürlich etwas… . Aber der Lack kommt drauf uns sollte genug Schutz bieten.

Innerlich bin ich zwar nicht ganz zufrieden damit und grübel, ob der Stahl Renner tatsächlich weiter so in der Form von mir für den schnöden Alltag genutzt werden sollte? Auf Asphalt und sehr gemäßigten Naturwegen soweit ja kein Problem. Ich muß halt ein wenig aufpassen.

Sonntag: und jetzt hocke ich hier mit dem Wachwerden um knapp nach halbsieben am Küchenstammplatz und habe den ersten Teil vom Frühstück schon rum. Draußen ist es windig und bewölkt, es schaut ein wenig nach Regen aus, aber fürs erste denke ich kommt da mal nichts.

Nach dem Espresso-Frühstück kam die Lage Klarlack am Stahl Renner drauf und vorab geh ich mit diversen Putzhilfsmitteln um oder an die eine oder andere Stelle. Wenn man schon mal dabei ist.

Schaut alles ein wenig gruselig aus, weil der Lack jetzt wie alt ist? Und dann noch mit dem dünnen Pinsel aufgetragen. Richtig dickflüssig ist er auch, aber so wird er wenigstens eine gute Schutzschicht abgeben.
(Innerlich kommen natürlich Gedanken zu einer Neulackierung auf. Ob das wo wie möglich wäre?)

Ich lass das jetzt so mal trocknen, morgen kommt dann das Vorderrad rein und ich bin mobil. Wenn der Lack heute abend durchgehärtet und damit final trocken sein sollte, wird noch ein Schutz aus ollem Fahrradschlauch gebastelt.

Ja und das war’s dann erstmal von der Wochenendfront, wie ich schon sagte in den ersten Zeilen – siehe oben!