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22.236km/ 28.04.2012

April 28, 2012

Bikealltag Volotec: so nach der letzten größeren Schrauberaktion ist erstmal „Ruhe im Busch“. Ich habe das gute Teil jetzt ein paar Tage gefahren und soweit sind keine absonderbaren Geräusche aufgetreten.

Da ja meine neue Löffler GTX AS Vario Jacke noch unterwegs ist, wegen dem nochmaligen Abtapen nach dem aufnähen der Reflektoren, warte ich täglich auf deren Wiedereintreffen. Derweilen habe ich mir gedacht, besser wär, wenn ich den hinteren Spritzschutz optimieren würde. Und das zwar indem ich ihn anders montiere. Und so habe ich heute den SKS Beavertail  „tiefer gelegt“, Bilder gibt es hier <klick>. Ich denke so wird der Schutz vor den anfliegenden Nettigkeiten bessser sein. Man will ja nicht die neue Jacke unnötig strapazieren.

Für die Neumontage mußte aber ein neues Gewindeloch in eine Querstrebe eingebracht werden, da die serienmäßige Gewindebohrung leider zu hoch sitzt. Das man dafür einen Gewindeschneider benötigt war mir klar. Nur leider besaß ich noch keinen. Abhilf durch einen werkzegseitig gut bestückten Arbeitskollegen „war nich“, eine Fahrt in einen örtliche Baumarkt schien mir a. zeitlich zu aufwändig und auch b. räumlich, weil erst nach Hause fahren, duschen umziehen und dann losfahren und kaufen.
Und so kam mir der Blitzgedanke doch mal in den Werkzeugfahcmarkt reinzuschneien, den ich ja täglich passierte.

Gesagt getan, rein in den Laden, freundlich gegrüßt und mit dem schon bereitgelegten Imbusschlüssel aus der Survival Gear Box die Schraube gelöst. Der Fachverkäufer maß schnell nach, griff den Gewindeschneider und fragte noch nach einer Schneideaufnahme. Ich verneinte und die Alternative Bohrmaschiene langsam laufen lassen, traf erwartungsgemäß auf ein Augenrollen. Also gut, dann auch noch eine Schneideaufnahme. Alles deutsche Werkzeugqualität für einmalige Anschaffung, jahrelangen Gebrauch um es dann weiterzuvererben – 23,00 Euro. Kann man nicht meckern, hatte auch gerade das Geld über. Alles eingepackt und ab nach Hause.

Bikebasteln/ Gewinde bohren: man beötigt einen passenden Gewindeschneider samt Schneideaufnahme zum Vorbohren eine entsprechenden Metallbohrer & Bohrmaschine. Zum essen des Schraubendurchmessers empfiehlt sich unbedingt ein Messchieber.

Die Lage des entsprechenden neuen Gewindes sollte klar sein. Das vorbohren sollte mit einem ca. 0,8 mm kleineren Bohrer erfolgen, als das Gewinde „groß“ ist. Beispiel, wie in meinem Falle M5 Gewinde = 4,2mm Bohrer.
Da aber Aluminium relativ „weich“ ist, geht es auch mit einem etwas kleineren Bohrer, wie in meinem Falle also einem 4mm Bohrer. Einen passenden Bohrer habe ichnicht in meinem Set, dort sind Boherdurchmesser-Steigungen nur handelsüblich, je um 0,5mm enthalten.

Was noch zu beachten wäre: dort wo das Gewinde rein soll um ein entsprechendes Bauteil die nötige Statik – für nicht Fachleute – datt mutt richtich schön fest sitzten – sollte auch genug Vollmaterial für das einbringen der Gewindebohrung vorhanden sein. In meinem Falle, was man auf den Bildern recht gut sehen kann, habe ich ein gute 6mm Vollmaterial zur Verfügung. Was auch gute erkennbar ist, wenn der Spritzschutz fertig montiert ist, entsteht eine Hebelwirkung die auf den Gesamtaufbau wirkt und gerade bei voller Fahrt Schwingungen erzeugt.

Selbst wenn diese wahnwitzig gering sein sollten, über die zeit hinweg, wäre eine Gewindebohrung in nur hauschdünem Material, wie es ja im Fahrradbau für Alurahmen gerne Verwendung findet, Stichwort konifizierte Rohre.

Tip am Rande: neben dem üblichen Werkzeug kann auch ein Pinsel zum entfernen der Bohrspähne hilfreich sein und es schadet auch nix vor der Endmontage des Bauteils etwas schmierfähiges-schützendes einzubringen.
Was auch noch geht, hatte ich auch gemacht, weil ich schon länger keine neuen Gewinde mehr gebohrt hatte, irgendein Alustück was man über hat als Testobjekt zu „missbrauchen“, bringt einfach Sicherheit.

Die Arbeitsschritte im einzelnen:

  1. Loch mittels passendem Bohrer vorbohren/ Maße beachten !
  2. erste Gewindebohrung einbringen/ hilfreich ist hier ein Linie die den entsprechenden Boher kennzeichnet ( Bild dazu <klick> )
  3. zweite Gewindebohrung einbringen/ ebenfalls sind hier hilfreich zwei Linie die den entsprechenden Boher kennzeichnet ( Bild dazu <klick> )
  4. Endgewindebohrung
  5. Bohrspähne beseitigen auch am Schneidwerkzeug falls vohanden
  6. entsprechende Schraube einmal seicht einschrauben und wieder auschrauben
  7. Endmontage eventuell etwas schmierfähiges-schützendes einbringen und Schraube je nach Material nicht handfest einschrauben = Gewinde nicht „druchhudeln“ was dann bedeuten würde, daß Gewinde ist überdreht und somit gleich Schrott

Bikealltag: ja gerade eben ist der alte „Arbeitsgaul“ veräußert worden. Nachdem ich die Tage ja mal das gute Stück hervorgholt hatte und noch mal etwas Hand angelegt, war gerade eine nette Arbeitskollegin mit ihrem Sohn zwecks Begutachtung & Testfahrt da. Ihm hatten sie wohl sein MTB gezockt und bis dato fuhr er wohl mit einem Leihrad durch die Weltgeschichte. Die Testfahrt war wohl soweit zufriedenstellend, der Erstsattel vom Volotec und ein noch vorhanden Reserve Bremsset hatte ich beigelegt. Brauche ich ja so nicht und er kann dan beides bei Bedarf umschrauben. Der von mir angestrebte Preis, sich orientierend an der Lichtanlageninvestition, war wohl soweit auch o.k..

…und sonst ?/ Newsticker: habe gerade aufgrund einer „Anfrage“ in meinem Lieblingsforum folgenden Artikel überarbeitet: „Was braucht man noch ?“ unter der Kategorie Tools für Unterwegs.

Ja das war´s soweit dazu…