Archive for the ‘Reifen montieren’ Category

Bikebasteln & Rumgelaber – 01.03.2020

März 1, 2020

Bikealltag/ Rumgelaber/ Bikebasteln/ Kette & Antrieb/ Reifen montieren/ Bikebilder: ich roll die Sache mal wider von hinten auf, will oder kann auch den gestrigen Teil des Tages gar nicht so im Detail wiedergeben. Zumindest nicht den „geschraubten Teil“.
Aber eine Hoffnung das dieser Beitrag leichte Kost, zumal für den Nichteingeweihten wird, kann ich getrost zerschlagen. *lach* Weshalb ich den ursprünglichen Beitrag auch aufteile, sprich der Rest der dann heutigen Ausfahrt kommt später.

Wer da also keinen Bock drauf hat, überspringt den ganzen Mist hier einfach.

Am gestrigen Tag schien die Sonne, es war heiter und nach einem gemeinsamen Besuch mit der holden Burgdame des schwedischen Möbelhauses zog ich das CAADX auf die Burgterrasse.

Tagesziel war, mit einer gehörigen Portion Ruhe und potentieller Gelassenheit das hintere inzwischen in die Jahre gekommene Shimano Ultegra Schaltwerk in der kurzen Ausführung gegen ein Shimano GRX RD-RX810-GS Kettenwechsler zu wechseln, den dafür notwendigen Schaltzug sowie dann sinniger Weise auch die Kette.

Der Hintergrund dazu ist jener, daß der ursprüngliche hintere Ultegra Kettenwechsler nicht mehr so sauber seiner Arbeit nachkam und eigentlich auch nur offiziell für Kassetten bis max. 28 Zahn geeignet war.

Das mit dem nicht mehr sauber schalten war so ein Ding. Jenes Schaltwerk ist eigentlich ein Kettenwechsel, wie ihn offiziell Shimano bezeichnet, der fürs Rennrad gedacht ist. Soweit so gut. Doch Rennräder werden selten bei echt miesen Wetter geschweige denn auf gröberen Untergründen bewegt. Ob das dann die besten technischen Voraussetzungen für den Einsatz an einem Cyclocrossrad sind, wage ich zu bezweifeln?

Gut jetzt kann man sagen, damals, also in 2015 gab es weder von Shimano noch Sram Cyclocross/ Gravel Technik, man hätte was aus dem Mountainbike Bereich nehmen müssen. Doch die Kettenwechsler waren damals nicht kompatibel mit den Brems-Schaltwerkgeschichten am Lenker. Ende-aus-Mick-Maus.

Heute sieht die Sache anders aus. Bei mir war vor allem aufgefallen, das sich in der eher kompakten Bauweise im Inneren immer wieder jede Menge Dreck und Ranz verfing und so die Beweglichkeit einschränkte. Reinigungsmaßnahmen waren somit bei entsprechendem Fahrgebrauch immer irgendwie Alltag. Blöd war aber auch, das diese nicht sehr einfach waren und somit auch nicht immer so effektiv. Die eher kleine Bauweise erschwerte einfach den Zugang mit diversen Bürsten und Co., Abhilfe schaffte eigentlich nur ein satter Wasserstrahl. Das ist aber auch nicht das Beste für so ein Teil.

Und wenn man halt so dabei ist, dann wird auch der am Ende ausgefranste Schaltzug erneuert und die Kette ist dann auch fällig. Was soll man das bis zugletzten herauszögern, zumal dann ja mit dem neuen Shimano GRX Kettenwechsler auch eine noch bergfähigere Kassette montiert wurde.
Für die bisherigen Miche Primato 11-fach 13- 30 zählenden Kassette kam nun einen ebenfalls aus dem Hause kommende Miche Primato 11-fach mit 12- 32 an das Hinterrad (Wechselintervall 2020-2021).

Da ich die Tage ja schon das kleine 34 Zahn Kettenblatt gegen ein 33 Zahn zählendes getauscht hatte, hab ich so nun eine nochmalige Optimierung für steilere Strecken. Für den Nichteingeweihten. Vorne da wo man tritt hatte ich eine Übersetzung von ehemals 34 Zahn auf hinten nur 30 Zahn. Mit der neuen Konfiguration habe ich nun 33 Zahn vorne und hinten eben 32 Zahn zur Verfügung.
Das ist jetzt nicht der Megasprung, weshalb es auch etwas unsinnig erscheint, aber auf Grund der technisch zu habenden Bauteile mit denen die ich am CAADX habe, daß maximale was ich rausholen kann. Wenn der bisherige Ultegra Kettenwechsler auch nicht so angefangen hätte rum zu spinnen, wäre das so auch nicht gekommen.

Ich denke auch auf Grund der technisch maximalen ausgereizten Umsetzung, werd ich damit klar kommen müssen. Mehr ließe sich noch durch einen Umbau der Kurbel, also auch ganz neu machen. Das käme dann aber auch wider ein paar Euro mehr, wobei…
…mich da stört, daß die Auswahl an auch optisch netten Kurbeln nicht so prall ist. Ich denke aber, für das was ich fahre und auch fahren werde, die Augen gehen in Richtung Sauerland, muß das reichen. Auch wenn ich mit Sack & Pack unterwegs sein sollte um die Natur und deren Wälder zu erkunden. Soviel also zu den Grundlagen.

Umsetzung der Schrauberaktion

Das Wechseln des Schaltzuges machte mir von Anfang an die meisten Sorgen. Hatte ich so noch nie gemacht. Zunächst mal runter schalten das die Kette sowohl vorne an der Kurbel als auch am Hinterrad auf dem kleinsten Zahnrad liegt, den ollen Schaltzug gelöst, rausgefädelt und gut war. Dann das Päckchen mit dem neuen Schaltzug genommen und erstmal große Augen gemacht. Da ist ja nicht nur ein Schaltzug drin, sondern ein Paar.
Nun gut, hab ich jetzt Reserveschaltzüge in mehr als ausreichender Menge hier liegen. Übrigens samt deren noch zu verbauender Schaltzughüllen. Aber die waren ja noch gut.

Das einfädeln wie und wo hatte ich mir via der ja nun heute üblichen Medien angeeignet und stellte fast kein Problem dar. Einzig die Biegung direkt am Schaltgriff, wo es recht direkt um 90° um die Ecke geht (sieht man recht gut auf dem Bild), war etwas tricky.
Hier kam dann auch erstmal bei dieser Schrauberaktion der Wunsch nach einem wirklich gescheiten Montageständer auf. Der Rest war dann aber echte Spielerei. Am Tretlagerbereich wurde an der Zugführung noch sauber gemacht, etwas Schmiere dran und ab in Richtung Schaltwerk. Fettich iss.

Auch die reinen Montage des neuen GRX Kettenwechslers war jetzt bei weitem kein Hexenwerk. Doch darüber hatte ich mir eigentlich soweit keinen großen Kopp gemacht. Doch dann kamen die Leckerli.

 

Das Anbringen des Schaltzuges und dem Vorlängen jenes wurde auch gut abgehandelt. Das Einstellen der unteren Anschlagschrauben gelang mir auch recht gut. Verlangte nur etwas Umdenken, da ich zwischen dem bereit stehenden MacBook Air mit der dortigen GRX Montageanleitung (<klick>) das in meinem Schädel umsetzten mußte. Die dortigen Beschreibung allgemein half mir sehr, wenn es auch Abschnitte gab, die dem deutschen Forumlarwesen recht nahe kommen.
Denn spätestens bei dem Part der Kettenlängenbestimmung war bei mir Schluss. Das könnte aber auch daran gelegen haben, das man bei Shimano von einem Nietenverschluss der Kette ausgeht, ich aber ja ein Kettenschloss nutze. Vielleicht. Ist aber auch egal, erstmal Hauptsache läuft. Via dem Radforum hab ich aber auch schon den Tipp bekommen, Kette kann noch deutlich kürzer.

Mit dem Abschluss wurden erstmal Bilder gemacht (eines davon hier auf dem Blog/ der Rest für´s Radforum für die Tips)…

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…und natürlich eine kleine Probefahrt aber wirklich nur hier um den Block gemacht und alles mal ausprobiert. Soweit so gut, scheint zu fluppen, wobei…
…so ganz mundet es mir dann doch nicht. Beim runterschalten auf die kleinen-schnelleren Gänge klickt das Schaltwerk/ der Kettenwechsler sauber um. Beim hochschalten und die größeren-langsameren Gänge ist das nicht ganz so wie ich mir das dachte. Denn irgendwie hängt dann die Kette wieder zwischen den Gängen und ich muß den Kettenwechsler mittels nachschalten korrigieren. Das dumme ist, es ist nicht bei allen Gängen immer so und ich habe auch keinen Plan warum?

Ach ja, die Cyclocrossreifen habe ich natürlich auch gewechselt.

Im Radforum wurden dann natürlich auch insgesamt ein paar Tips eingeholt und so meldete sich dann der Bekannte BIKEPHREAK um bot sich im Rahmen einer Tour für Schützenhilfe an.
Da ich Gewissheit habe das der gute Mann nicht mal bloß eben ein paar Tips zur Hand hat, sondern auch selbst gut und reichlich schraubt, werde ich als diese Chance nutzen und ihm über die Schulter schauen.

Currywurst-Pommes-Mayo oder Café-Kuchen für ihn ist dann natürlich inklusive. Die Tour wird auch bestimmt nett. Das wird dann aber die nächste Story.

Wo ich jetzt so im Nachhinein noch am knobeln bin, wie bekomme ich die Laufleistung der vorherig montierten Miche Primato 13-30 Kassette raus? Ich hab da mal wo was gemacht, blick das aber selber nicht mehr.

 

Spikereifen selber bauen III & Rumgealber

Dezember 10, 2017

Bikebasteln/ Reifen ( montieren )/ (Bike)bilder: gut dann war gerade noch etwas Endarbeit angesagt ( nach dem gestrigen Vorarbeiten ). Die vorbereitet Pelle mußte auf das Hinterrad am Volotec. Vorab einen ollen Schlauch vom Ventil befreit ( einfach ausgeschnitten ) und jenen als zusätzlichen Druckschutz eingelegt.

Das entpuppte sich dann bei der Montage als etwas tricky. Denn Druckschutz, 32er Reifenformat und der angepumpte Schlauch, das war beim aufziehen der Pelle schon knartsch eng. Ging dann aber doch. Et voila…

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Schaut schonmal imposant und somit fast brauchbar aus. Fast, denn es zeigte sich, die Spax ragen da um gut 5mm+ raus. Damit auf Asphalt fahren ? Wohl eher nicht. Etwas Sackgasse.

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Ja, soweit bin ich bis jetzt gekommen. Nächster Plan wäre kürzere Spax, potentiellen in 2VA, zu besorgen. Das dürfte aber schwer werden, bis gar nicht möglich sein. Also doch eher Neukauf geeigneter Spikereifen ? Wäre auf jeden Fall mal weniger arbeitsintensiv.

Bikealltag/ MacBook Air: auch hin dem Thema gibt’s ein paar aktuelle Zeilen. Mache ich heute Vormittag so mein Menthaltraining und will dabei Musik hören, stell ich dann doch wieder fest, iss doch nicht alles in I-Tunes gelandet. Jetzt fragt mich nicht warum ?
Da werd ich dann gleich via USB-Stick vom guten alten MacBook, die einzelnen Alben runterladen und eben hier aufspielen. Hoffentlich klappt das. Was ich aber an der Sache jetzt nicht verstehe, es sind noch nicht mal Alben die ich im I-Tunes Store erworben habe, sondern welche die ich seinerzeit noch per CD, meist gebraucht gekauft, aufgespielt hatte. Unschöner-unnötiger Bastelkram.

Dann werd ich nochmal eine Datensicherung machen, was ja über die Time-Machine recht geflissentlich geht. Meine fette Excel-Datei hab ich schon gerade auf einen externen Stick gesichert. Man kann ja nie wissen.

Dann muß noch eine App in Schwung gebracht werden. Mal sehen wie das so klappt. Soll ja recht einfach sein, meine Mom hat’s an ihrem Mac auch hinbekommen, da werd ich das Ding wohl auch knacken.

Inzwischen schneit es sich hier ein. Sieht zwar schön aus…

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…aber das wird morgen früh ein arges Gestrampel mit den Conti Nordic Spike zum Job. Ergo, Wecker nochmal ein viertel Stündchen früher bimmeln lassen.

So und nun, GO !

Spikereifen selber bauen II

Dezember 10, 2017

Bikebasteln/ Reifen/ (Bike)bilder/ Reifen ( montieren ): gut zum Thema Spikereifenbau bin ich dann mal im örtlichen Baufachmarkt gewesen und habe da ein Päckchen 3x10mm Schrauben mit Rundkopf/ Kreuz-Schlitz erworben.

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Womit ich dann die neulich begonnenen Ideezüge mal etwas Form vergleichen konnte. Der Grund für diesen Start war schlichtweg das Wetter. Es hatte über Nacht guten Schneeniederschlag gegeben und die Temperaturen liegen um die 0c°. Spikereifenwetter also und da die noch im Hause befindlichen etwas schwerer sind…

Also ab in die Fitness-Garage, ein paar Dinge rausgeholt und dann in unseren Wäscheraum sich zurückgezogen. Dort verweilt mein Akkuschrauber im Winter, damit er nicht der Kälte ausgesetzt ist. Das würde den Akkus langfristig nicht gut tun.

Mit einem weißen Edding wurden erstmal ein paar augenscheinlich sinnige Markierungen auf dem zwar schon genutzten aber für einen Testlauf noch ausreichend erscheinenden Conti MountainKing CX  Reifen gemacht. Ein paar an den Reifenaußenseiten und noch ein paar fast mittig. Je ein Stollen wurde dafür auserkoren. Dann mal die erste Spax reingezaubert und siehe da…

…jenen schaut schon noch arg raus. Haftung, oder auch ein Festkrallen im Eis, dürfte damit mehr als ausreichend gegeben sein. Als nächstes wurde fleißig weiter gebohrt.
Übrigens, bei den im Durchmesser 3mm bauenden Schrauben habe ich einen 1,5mm Bohrer genutzt. Ein paar Versuche mit dem 2mm Bohrer scheitereten. Der ist wohl in der Spitze zu stumpf und ich konnte nicht anbohren. Der Bohrer rutschte immer auf dem Stollen umher. Bedenken das die 1,5mm zu dünn wären konnte ich nach dem ersten Festschrauben bei Seite legen. Die Spaxschraube zog sich sehr gut durch´s Gummi und saß bombenfest.

Das sich die Schraube beim Fahren eindrückt kann ich mir jetzt so nicht vorstellen. Denn selbst als ich mit einem Gegenstand von außen Druck auf die Schraube ausübte, da hat sich nix bewegt. Aber, hier wird ein Fahrtest mehr zeigen. Hinterlegt ( alter Schlauch, Pannenschutzband oder ähnliches wird aber trotzdem ). Nach gut 20 Minuten Bohren und Schrauben waren alle 30 Stück Schrauben verbaut. Mehr hatte ich erstmal nicht geholt. Ist ja nur ein Test.

So, oder so ähnlich wird das dann wohl demnächst weiter laufen. Ich werde also noch weitere Schrauben besorgen, wobei 3mm, oder auch 2,5mm Schrauben in kürzer nicht schlecht wären. Denn da schauen ja gute 4mm raus, was doch etwas heftig sein könnte. Dann wird der Reifen auf dem Hinterrad des Volotec montiert. Mit dem Bike kann ich dann ein paar Testfahrten machen und schauen wie das so geht. ( Zum Volotec  gleich aber unten noch ein paar Textzeilen. )

Ach ja, am Vormittag hatte ich noch einen Unhold aus dem Hinterreifen des CAADX geholt, den Schlauch geflickt und für die weiteren Fahrten einen frischen Schlauch montiert. Womit dann auch meine offizielle Statistik aufgebessert wurde.

Idee !: eigentlich hängt das Volotec ja nur im Schuppen rum und kommt nur für gelegentlichere Fahrten zum Einsatz. Uneigentlich könnte man doch mal schauen ob man nicht irgendwo einen Rahmen her bekommt, der die noch gut zu gebrauchenden Technik aufnehmen könnte. Laufräder, Bremsen und Gangschaltung sollten machbar sein, Federgabel müßte noch nicht mal weiter genutzt werden. Aber mit Federgabel bräuchte man eben auch keine normale Gabel.

So könnte man dem Rad noch eine Daseinberechtigung spendieren und es zum Beispiel als Winterrad nutzen, oder so halt. *grübel*

Weiter geht’s hier mit dem Spikereifen selber bauen III.

Reifen montieren u. Plattfuß beheben

Dezember 28, 2011

…wieder ein Artikel der hier in meiner „Vorlage“ geschlummert hat.

Benötigt werden:

  • intakter Schlauch also neu oder geflickt
  • Luftpumpe ( unten noch ein paar Worte dazu )
  • Reifenheber
  • etwas „Flutsch“ ( dazu gleich unten mehr )
  • eventuell geeignetes Werkzeug um das Laufrad aus dem Fahrrad auszubauen, wenn keine Schnellspanner vorhanden sind
  • Geduld und Ruhe

Der Vorgang im einzelnen

  • Nach der Demontage des Laufrades den Reifen mittels Reifenheber lösen und zur Sicherheit ganz entfernen. Zur Sicherheit, um einer möglichen Ursache des Plattfußes genauer auf den Grund zu gehen.            Reifenheber ( oder ähnliches nicht scharfkantiges Hilfswerkzeug ) sind unbedingt notwendig, weil sie zum einen eben nicht scharfkantig sind und so weder den intakten Schlauch noch den Reifen beschädigen können und zum anderen eine optimierte Form haben um die richtigen Hebel ausführen zu können.
    Schraubenzieher, wie man es „früher gemacht hat“ hingegen sind genau das Gegenteil davon – scharfkantig. Was aber nicht bedeuten muß, daß es Spezis in diesem Universum gegeben wird, die es trotzdem können.
  • Also Fremdkörper suchen und finden. Dazu gibt es zwei mir erprobte Methoden. Methode Nr. 1.  die Sichtkontrolle von Außen und Innen, die aber ansich nur Erfolg verspricht, wenn man es mit offensichtlichen Schäden zu hat ( es gerade nicht Regnet und Stürmt und man hat Zeit und Muse ). Der Nagel, die Schraube stecken noch drin oder man ist zum Beispiel über einen abgebrochenen Glasflaschenhals gefahren ( Bild Nr. 1 ). Blöd ist´s natürlich wenn beides nicht zutrifft. Methode Nr. 2. die Tastkontrolle, wobei man das Reifeninnere sowie das Äußere mit den Fingern vorsichtig druchstreift um mit den noch innen steckenden Fremdkörpern Kontakt aufzunehmen. Vorsichtig, weil man kann sich so auch leicht selbst verletzten.

Merke 1.: so ein Plattfuß kommt nicht von ungefähr. Meistens durchfährt man widrige und spitze Gegenstände in Form von Metall- oder Glassplittern aber auch dorniges Buschwerk. Solche Fremdgegenstände bohren sich nicht nur ganz gerne in den Reifen und verursachen so den rapiden oder schleichenden Luftverlust, sondern verbleiben auch ganz gerne in der äußeren Schutzhülle. Und wenn sie dies auch nur Teilweise tun, kann man schon fast sicher sein, daß der nächste Plattfuß ansteht. Das Problem ansich ist also nicht den Plattfuß zu beheben, sondern den Fremdkörper ausfindig zu machen und zu entfernen.

  • Schlauch entfernen, dazu zunächst die Luft über das Ventil entweichen lassen, eventuell den Schlauch leerdrücken. Noch teilweise befüllte Schläuche stellen sich ganz gerne widrig an. Die Ventilrändelschraube zum festsetzten des Ventils im Laufrad muß außerdem dazu entfernt werden. Die Ventilrändelschrauber sicher weglegen. Nun den defekten Schlauch ganz entfernen.
  • Laurfadkontaktflächen zum Schlauch auf mögliche Ursachen für den Plattfuß untersuchen. Das geht am besten durch sauberwischen mit Finger, oder auch falls vorhanden mit einem Lappen und Sichtkontrolle. Die „Fingermethode“ ist natürlich genauso feinfühlig wie schon bei der Kontrolle des Reifens – also obacht !
  • Den Reifen wieder auf das Laufrad bringen, aber nur einseitig, da man ja sonst den Schlauch nicht hineinbekommt.
  • Methode 1.: den intakten Schlauch sauber einsezten ( Bild Nr. 2 ). Dazu den sauber aufgerollten Schlauch ( Bild Nr. 3 ), wie man ihn auch im Neuzustand vorfindet, glatt und nicht verknotet ( Bild Nr. 4 ). Was beim aufpumpen unweigerlich zum platzten des Schlauchs führt. Das geht am besten vom Ventil weg, wo man eh beginnt indem man das Ventil durch die Ventilöffnung steckt und lose mit der Ventilrändelschrauber fixiert. Dann je zu beiden Seiten abwechselnd, weg vom Ventil mit einem Finger/ Daumen in den Reifen hineindrückt. Die Gegenseite, also welche man nicht akkut „drückt“, mit dem Finger/ Daumen fixieren. Sonst fällt die nicht bewegte Gegenseite gerne wieder raus. Anschließend mit den Reifenhebern den Reifen komplett aufziehen. Oder…  –>
  • Methode 2.: noch besser bewährt hat sich an dem Punkt, den intakten Schlauch leicht angepumpt, also nur knapp mit Luft befüllt, zwischen den Felgenflanken und den Reifen sauber einlegen. So kann garantiert nichts mehr verwurschteln oder gar verknoten. Um den Rest des Reifens dann draufzuziehen empfiehlt sich…
  • Die letzten Meters“ der Reifenflnaken von innen mit etwas von dem oben erwähnten „Flutsch“ einzupinseln. Kann man dann unterwegs mit dem Finger und dem Duschgel machen oder eben zu Hause mit dem Pinsel. Das kann bei etlichen Reifen-Felgenkombinationen einiges erleichtern. Unten dazu noch mehr.

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  • Sitz des Reifens kontrollieren. Denn wenn der Reifen nicht richtig sitzt, poltert es durch eine Unwucht beim Fahren. Der Reifen rollt nicht rund, sondern eher wie ein Ei. Wenn es schnell gehen muß, kann man damit noch leben, aber auf die Dauer ist es nicht richtig. Damit der Reifen aber nun bei der folgenden Kontrolle und dem entsprechenden zurechtrücken mit der Hand nicht wieder verrutscht, kann man den Schlauch im Laufrad leicht aufpumpen. Hat der Reifen einen umlaufenden Reflexstreifen, kann man sich daran orientieren. Bei Bild 5 sieht man den Zustand mit etwas Luft noch nicht ausgerichtet und bei und Bild 6 ist „alles im Lack“. Hat er nicht so einen Reflexstreifen sucht man sich einen gleichmäßigen umlaufenden Orientierungspunkt. Die meisten Reifen haben eine bauseits abgegrenzte Kontaktfläche zu den Felgen.

Merke 2.: sitzt der Reifen nicht perfekt, nervt es einfach nur.

  • Zu guter letzt noch den Rest Luft rein und das komplette Laufrad wieder montieren. Ventilränderschraube nicht vergessen. 😉

Bild Nr. 1/ Plattfuß druch einen pannensicheren Reifen druch einen abgebrochenen Flaschenhals.

Bild Nr. 2, 3 u. Bild Nr. 4

Bild Nr. 5 u. Bild Nr. 6

Noch was zu den Passformen bei diversen Reifenkombis zu den Felgen. Bei meinem Stahl Renner ist es zwar noch machbar einen Rennradreifen wie den aktuell montierten Continental Grand Prix 4000 S  in 23 x622 über die her traditionelle, weil eben auch gut 30 Jahre alte Felgenflanke drüber zu wuchten, aber leicht ist was anderes. Am CAADX, mit den eher hochen Felgenflanken und den Continental Grand Prix 4 Seasons in 25 x 622 echt schonw as zu wuchten hatte und selbst der mit 28 x 622 dimensionierten  Continental Grand Prix 4000 S II noch gut zu schaffen hatte.

Eher stressfrei ist dagegen das Aufziehen von breiteren Reifendimensionen. Da hab eich bisher mit dem Continental MountainKing CX oder dem Continental CycloXKing, beide in den Dimensionen 32 x622, kaum Stress gehabt.

 

Und noch, sind die Reifen neu, also quasi frisch aus der Packung, dann ist das oft schwerer, als wenn sie schon gute Kilometers gerollt haben. Außerdem, im Winter, also wenn das Gummi kalt ist, geht das auch schwerer als wenn man im Hochsommer bei brühtenden Temperaturen wo einen Reifen aufziehen muß.

Thema Luftpunpe: generell sollten jene so gut wie möglich sein. Hier meine bisherigen Modelle im Test. Am besten ist, wenn die Luftpumpe mittels einer Schlach-Schraubverbindung mit dem Reifen verbunden werden kann. So entfällt ein oft mit klammen Fingern festhalten oder eben immer wieder den Klemmhebel nue fixieren, weil er dann doch wieder verutscht ist. Gut ist auch, gerade bei Rennradreifen, wenn die Pumpe noch ein gut ablesbares Manometer hat.

Einen schönen Tag noch.