Archive for the ‘Schlauch flicken’ Category

Flickzeug Test 1.2

September 14, 2014

Test/ Bikebasteln/ Schlauch flicken: so Zwischenstand, leider etwas dumm gelaufen. Gestern hatte ich ja noch den Schleich-Plattfußschlauch gegen den Flicken-Test-Schlauch getauscht und eigentlich guter Hoffnung. Immerhin hatte der Flicken-Test-Schlauch einige Tage mit Luft befüllt bei mir im Schuppen gehangen und offensichtlich keine Verflüchtigungserscheinungen  sichtbar werden lassen.

Klar war mir aber auch, daß das befüllen mit dem notwendigen Druck für´s Stahl Renner Hinterrad mit mindestens 7,5 bar da noch was anderes bringen könnte.
Naja und heute nach dem Laufen schaute ich so in den Schuppen und bemerkte doch glatt…
…da war die Luft wohl raus !

Aber das Ergebniss, nach dem erneuten Tauschen eines dichten Schlauchs gegen den Flicken-Test-Schlauch war ein anderes, als ich erwartet hatte. Denn gedanklich tippte ich auf ein Versagen des Weldtite Self Seal Puncture Repair Kit, weil er mir irgendwie nicht geheuer vorkam. Klar ist völlig bescheuert und somit auch unbegründet, aber so dachte ich halt eben.

Denn entgegen meine Erwartungen lag der Fehler beim Topeak Kit. Aber so auch nicht direkt. Ich führe das mal aus. Also beim ersten Flicken mit jenem Topeak Kit hatte ich das vorhandene Loch unglücklich fast verfehlt, sodaß der Topeak Kit gerade mal wenige Milimeter des Lochs abdeckte. Der Luftverlust ist mir dann beim Aufpumpen und dem Blasensuchen im Wasserbad aufgefallen. Weil das eben so war, habe ich einfach noch einen zweiten Topeak Kit drüber geklebt.
Das ergab dann zwar nur eine Fastdichtigkeit, die aber wiederum unter dem hohen Realdruck, also nicht blos diese zwei, drei beherzten Standpumpenhübe, nicht standhielt.

Bei dem erneutem Blasensuchen heute im Wasserbad sah man dann die Luftbläschen, wie sie sich klein aber fein, vom Acker machten. Wo war auch schnell klar, genau an der Falte, die ich auch mal fotografisch unten festgehalten hatte.

Also knibbelte ich fein säuberlich beide Topeak Flicken wieder ab. Die Konsestenz jenes Materaials kann man als durchaus wiederspenstig bezeichnen. Es ist in etwa so, wie eine Schicht zähes Pattex, was fast angetrocknet ist, sich aber eben noch runterknibbeln lässt. In diesem Testfall war nur blöd, das ich zwei Flicken übereinader hatte.

Gut jetzt habe ich aber, und diesmal auch zielsicher nur einen Topeak Flicken drüber gemacht. Jetzt hängt der Schlauch wieder mit zwei, drei beherzten Standpumpenhübe im Schuppen.

Bikebilder: …zum Stand der Dinge vor dem erneuten flicken, hier ist die „blöde“ Falte gut zu Erkennen.

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Die Luft entwich dann auch genau an dieser Falte seitlich, kaum zu sehen im Wasserbad, aber immerhin genug.

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Flickzeug Test

August 28, 2014

Test/ Bikebasteln/ Schlauch Flicken/ Tools für unterwegs: da wir auf der letzte Tour mit Flickzeug ausgeholfen haben bin ich mal auf die Idee gekommen, besorg Dir doch mal Nachschub von diesen selbstklebenden Flicken.

Das hier ist natürlich nur ein kurzer erster Test. Genaueres wird dann, wie immer, auf dem Testcenter… Blog zu finden sein.

Überraschender Weise habe ich beim ersten Anlauf in einem Bikeshop eine noch mal andere Marke. Also wurde zugeschlagen. In einem weiteren Shop habe ich dann noch die Marke bekommen, die schon am Samstag zum Einsatz kam.

  • Also das erste Produkt ist von Weldtite Self Seal Puncture Repair Kit. Sechs Stück fette rote runde Flicken, selbstklebend zu 4,99 Euro. Verpackt in einer Kunststoffbox inkl. einer Kurzanweisung und einem passenden Stückchen Schleifpapier 120er Körnung. Gekauft habe ich sie, weil ich neugierig bin.
  • Dann kam im zweiten Shop noch das Topeak FlyPaper Glueless Patch Kit für nur 2,30 Euro. Auch hier alles in einer schmalen Kunstoffbox samt Schleifpapier und Kurzanweisung.

Erster Eindruck: beide selbstklebenden Flicken haben annährend die gleichen Dimensionen von ca. 2x2cm. Topeak halt in quadratisch das von Weldtite halt in rund. Die Topeakbox lässt sich genauso problemlos öffnen, wie die Weldtite Box. Der Unterschied ist aber der, bei Weldtite bekommt man die Flicken etwas fummeliger raus. Ebenso ist die Weldtite Kurzanleitung doch recht winzig. Draußen im Dunkeln für ältere Leute ein No-Go.

Die Handhabung ist so einfach nur irgendwatt. Loch suchen, anschleifen, die Schutzfolie abziehen und draufkleben und andrücken. Bei Topeak steht noch in der Anleitung, das man eine Minuten warten soll, dann erst aufpumpen.

Gut dieser Punkt entfällt erst mal bei mir, da bei mir zu flickende Schläuche stets über Nacht im Schuppen hängen. Eine blöde-gute Angewohntheit, noch aus den Zeiten der Vulkanisierungflüssigkeit. Bisher hatte ich ja nie an diesem Punkt ein Problem, außer das es eben so seine Zeit braucht bis es fix ist und man wieder aufpumpen kann.

Im Laden, also beim Kauf, kam aber das allseits beliebte Problem der eingertrockenetn Vulkanisierung zur Sprache, aber auch, daß sie im Sommer dünnflüssig wie Wasser sein kann und dann nicht funktioniert.

So gerade nach der Ankunft habe ich dann mal den Schlauch rausgefischt wo gestern schon der Topeak-Flicken drauf kam und ein weitere Loch reingemacht. Eine schöne fette 3,5x 4mm Spax war da sehr hilfreich. Man muß schon etwas crazy sein  , aber so iss datt eben. Naja und dann kam da der Weldtite noch drauf.

Morgen wissen wir mehr. Ach ja, iss natürlich ein Rennradschlauch, muß ja richtig Druck drauf.

Bikebilder: so hier die Bilder von den ersten Gehversuchen. Das neue Test-Paar…

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Topeak, kaum größer als 2 x 2 cm

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Welditite ist da deutlich größer und das bei gleicher Packmenge

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Der Testschlauch – bestückt

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mein neustes hobby…

Februar 21, 2011

…reifen flicken/ plattfüße wegmachen !

du hast langeweile, es iss nix los im TVprogramm, dann flick doch mal wieder einen fahrradreifen.

also als ich gestern dann nach dem espresso das OG bad aufsuchte, stand da schon dieser nette reifen samt mit ohne luft ! verdammt dachte ich, kann doch net sein. doch es war so. ich habe ihn gleich wieder aufgepumpt und dann auch schon gehört wo es zischte. also wieder luft rausgemacht, den reifenheber angesetzt und den schlauch an der vermeintilchen stelle rausgefrickelt. dann wieder luft druff und schon konnte man wunderbar hören und auch sehen wo das löchsken war. also das flickzeug nochmal bemüht und die macke – muß wohl bei der wiedermontage passiert sein – abgedichtet. dann war aber auch gut.

und so konnte ich gestern auf dem weg zum job und wieder zurück lockere 55km abrocken. allerdings bei eiseswind und natürlich teilweise echt scharf von vorne.

heute morgen, dann so mir nix dir nix ab in den schuppen, ein kurzer blick, alles o.k. und los zum job. keine zwei kilometer von zu haus denke ich so, mensch geht aber heute trotz leichtem rückenwind schwer und überhaupt dieses komische geräusch, so als hätte ich spikes drauf.
ein paar meter weiter stand eine straßenlaterne ich also runter vom rad und schon beim absteigen merkte ich, das sieht nicht gut aus. den griff zum hinterrad hätte ich mir auch schenken können. da war nicht mehr viel luft drauf. selbst das nach hause fahren war nicht mehr machbar, also 2km geschoben.

zu hause angekommen das hinterrad ausgebaut, die standluftpumpe und das werkzeug in den SMART gepackt und ab zur firma. dort hatte ich dann auch arbeitsmäßig etwas luft um mal nach dem rechten zu schauen.

das übliche prozedre ging mir schon fast locker von der hand. das loch hatte ich schnell gefunden und den allerletzten flicken den ich noch hatte drauf gemacht. leider ist er etwas verutscht, sodaß die luft genau am übergang von flickenrand zum schlauch entweichen konnte. ich habe dann den neuen schlauch reingemacht, natürlich nach dem nochmaligen durchschauen des mantels.
denn kurz vor der einstichstelle saß eine heftzwecke drin. bisher dachte ich immer bei schwalbe die machen das nur aus werbezwecken, aber es war so. gegen feierabend habe ich dann den nun- wieder- plattfuß vorgefunden und fast eine krise bekommen. kein flickzeug mehr und nur noch einen einzigen reserveschlauch zur hand.

den wollte ich aber nicht verballern, weil ich dachte, das mit dem flicken geht ja ansich und wenn da wo noch ein fremdkörper drin ist, hast du noch einen neuen aber wieder defekten schlauch. an der nun neuen einstichstelle konnte ich dann mittels der pinsette aus meinem schweizer messer, welche ich schon oblogatorisch seid gestern im brodwerkzeug habe, etwas weiteres rauspulen. irgend etwas hartes spitzes, keine ahung was. auf dem nach hauseweg habe ich dann wieder flickzeug besorgt und einen weiteren reserveschlauch für unterwegs.

morgen früh also erstmal wieder reifenflicken in der firma und dann schauen was bis zum feierabend iss. vorläufiges ende der story ? ich hoffe ja.

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15.674km/ 20.02.2011

Februar 20, 2011

es geht doch nix über einen schönen espresso und ein stückchen kalte schnauze von muttern als nachtisch. vorab wurden pommes mit majo, chicken nuggets mit curry ketchup und erbsen und möhren „gereicht“. na gut mal ein bischen essen für die kinderchen muß auch mal sein. zumal sich diese art von essen vorzüglich auf einfachste art und weise zubereiten lässt, während man im OG badezimmer sich dem schleichenden plattfuß widmet.

der hatte sich ja die letzten zwei wochen zum dauerzustand entwickelt, störte aber soweit nicht, da ich ja stets geschaut habe und dann einfach nachgepumpt hatte. gestern abend allerdings war dann erstmal die letzte pumpung angesagt. nach der „gartenarbeit“ den letzten part wie immer in der kalten jahreszeit in meinem schuppen gemacht. dort stand auch inzwischen schon wieder mein bike und schaute mich recht mitleidvoll mit diesem plattfuß an. ich also nochmal luft drauf gemacht und heute morgen beim werkzeugstöbern gleich den plattfuß wieder gesehen.

naja und so habe ich gerade quasi ansich praktisch beim essen zubereiten den plattfuß genauer in augenschein genommen. hinterrad vom mantel und schlauch berfreit, die felge mal mit einem feuchten lappen gesäubert, aber dort schon mal nix auffälliges bemerkt. den mantel habe ich dann auch mal gründlich von außen und innen unter fließend wasser gereinigt. wer weiß, grober staub oder gar sand könnte ja auch eine ursache sein. den demontierten schlauch hab ich dann mal aufgepumpt und durch das mit wasser gefüllte waschbecken gezogen um ausschau nach blasen, also entweichender luft, zu halten. und da – tatsächlich – genau an einem flicken entfloh das kostbare gas.
um ehrlich zu sein, ich wusste gar net mehr, daß ich einen geflickten schlauch drinne hatte. bis zu diesem schlauch hatte ich immer neuware montiert, im hinterkopf, daß bei den druckwerten von immerhin guten 4,5 bar, ein flicken nicht die beste lösung sei.

nun gut so einige kilometer hatte er ja ordentlich seinen dienst verrichtet.

frisch mit neuem flicken druff, alles wieder montiert und gleich mal wieder ordentlich luft rein gemacht. doch schon beim wegstellen hörte man dieses leise aber denoch deutlich vernemhbare geräusch…  *tsischschschschschsch*

mit dem ohr und dem auge brauchte ich gar nicht lange suchen, denn die luft entweicht genau dort, wo auch von außen eine deutliche etwa 8mm lange ritze im mantel zu erkennen ist, nicht ganz unweit vom ventil entfernt. ich vermute mal jetzt, entweder der flicken hält dem druck nicht stand oder in dem mantel sitzt ein dorn drin, den man im ausgebauten und luft entleertem zustand so nicht finden würde.

jetzt habe ich erstmal den espresso geschlürft, den kuchen gefuttert und getippt, werde mich also gleich nochmal an die sache machen.

muß ja fettich werden, da ich gleich noch mit dem rad zum job muß und auch wieder heile zurück.

edit: natürlich war die story hier nicht zu ende

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„Reifen“ flicken – wie & Tips

Januar 16, 2010

Bikebasteln/ Schlauch flicken: im grunde genommen flickt man nicht den Reifen sondern den Schlauch. soweit vorhanden, denn in verschiedenen Radkathegorien, setzten sich auch schlauchlose Reifen durch. Da bin ich aber nicht im Thema. Ist auch eher was ambitioniertere Fahrer, für Profis oder Fulltimefreaks.

Der Reifen ist platt, das findet man meist recht schnell herraus – leider. Nun gut alles kein Thema und keine Panik. Eventuell hat nur jemand die Luft so zum Spaß raus gelassen oder die Luft ist auf natürliche Weise ohne Fremdeinwirkung aus dem Schlauch entflohen. Kommt alles vor.
Also als erstes mal schauen ob ein befüllen mit Luft mit einer geeigneten Luftpumpe Abhilfe schafft. Bei einem kleinerem Löchchen könnte man somit eventuell solange die Wegstrecke bis nach Hause bzw. zum nächsten Radhändler überbrücken.
Sollte sich dann aber herausstellen „bringt nix“ muß man ran: also Schlauch flicken.

  1. macht euch keine Hoffnung, die Hände werden schmutzig. Es sei denn man hat ein paar Handschuhe/ Einweghandschuhe dabei.
  2. von Außen schon mal schauen wo das Loch sein könnte. Fremdkörper stecken manch mal noch drin, bei Fahrten durch Glasscherben kann man oft auch einen ( kleinen ) Schnitt erkennen. Wenn noch Luft drin ist, kann man mit einem nassen Finger ( etwas Spucke oder eine Pfütze ) auch fühlen wo´s rauskommt oder sogar hören. Auch hier könnte man noch mal Luft nachpumpen. Hat man die Stelle gefunden, merken oder kennzeichnen wenn möglich, denn dann muß nicht der ganze Schlauch raus = weniger und schnellere Arbeit !
  3. erst mal die gesamte Restluft rauslassen, falls noch etwas drin ist
  4. den Reifen/ Mantel – also das äußere vom Rad – mit der Hand leicht zusammendrücken, damit er nicht an der Felge klebt und ein weiteres vorgehen unnötig erschwert. Reifenheber können hier sehr hilfreich sein. Siehe auch Punkt 6.
  5. mittels Reifenheber solche hier zb. <klick> ( gibt es für kleines Geld beim Radhändler, oft auch als Goodie beim Kauf von neuem/ Ersatztschlauch mit dabei. ) den äußeren Teil des Reifens, also den Reifen/ Mantel selbst von der Felge lösen. Klar an dem Punkt sollte auch sein, wer´s öfters hat, wird bessere Reifenheber zu schätzen wissen. Ich habe mir seinerzeit die von Crankbrothers geholt.
    Warum einen Reifenheber benutzten ?
    Ein Schraubenzieher tut es doch auch ?
    Klar tut er es, nur durch seine scharfkantigen Eigenschaften könnte nicht nur der Schlauch weiter beschädigt werden, sondern auch die Flanken/ Seiten des Reifens oder gar des Laufrades/ Felge. Und das wollen wir doch nicht, oder ?
  6. nun muß der Schlauch raus. Dazu den Ventilring etwas lösen. Aufpassen das man ihn nicht verliert. ( Die Ventilkappe bekommt man auch schon mal umsonst oder für ein paar Cent beim Radhändler.) Das fehlen des Ventilrings könnte aber bei Wiedereinsatz zwecks Fahrt schlecht sein und muß ersetzt werden. Denn sonst sitzt das Ventiel schief drin und der damit verbundene Schlauch könnte beschädigt werden
  7. nun das Loch mittels Flickzeug abdichten. ( Gebrauchsanleitung liegt meist mit dabei./ Dennoch werde ich mal „so kurz“ die zumeist angewandte Vorgehensweise schildern. ) Etwas anrauhen, Schmirgelpapier sollte beim Bordwerkzeug/ Flickzeug mit dabei liegen. Stelle gründlich säubern. ( Lappen/ Taschentuch ) Kleber/ Vulkanisierung flächig auftragen, leicht antrocknen lassen, je nach Produkt = Gebrauchsanleitung. Passenden Flicken aufbringen, anpressen und trocknen lassen/ abbinden lassen. Die Ränder vom Flicken eventuell noch mal mit etwas Vulkanisierung „nachbearbeiten“ ( lösen sich gerne oder es ist nicht genug Vulkanisierung auf die gesamte fläche aufgetragen worden ) und wieder trocknen lassen. Je länger deso besser. Alternativ gibt es aber auch selbstklebendes Flickzeug, was auch gut funktioniert
  8. jetzt erst mal kurz aufpumen und schauen ob der Flicken hält und alles dicht iss. Dann wieder Luft fast raus lassen, zwecks besserer Wiedermontage
  9. Den ganzen Reifen/ Mantel grüdndlich auf noch drin steckende Fremdköper untersuchen. Geht am besten durch Sichtkontrolle oder durch abtasten mit den Fingern = tut´s weh, hat man es gefunden
  10. Schlauch wieder vorsichtig ohne scharfkantige Gegenstände oder Gewallt in den Reifen/ Mantel einlegen. Ist er leicht etwas formstabil aufgepumpt, geht das meist locker von der Hand
  11. Reifen/ Mantel wieder mittels Reifenheber auf die Felge aufbringen und „Sitzt“ prüfen ( Unwucht und Dellen ). Der Schlauch darf auf gar keinen Fall zwischen Felge und Reifen/ Mantel eingeklemmt oder gar verdreht reingewurschtelt werden
  12. Reifen aufpumpen und Ventilring wieder festschrauben
  13. fertig Ihr seid gut !
  14. nach einiger Zeit ruhig noch mal schauen ob alles o.k. ist. Also den Druck prüfen

So grundsätzlich: also das Schlauchflicken ist wirklich unspecktakulär. Man kann ansich wirklich nix falsch machen. Einzig das Flickzeug ist zu alt also aus Urgroßvaters zeiten. Da sind die Flicken selbst und der Vulkanisierer/ Kleber nicht mehr ganz so gut.

Die Vulkanisierung trocknet aber auch schon mal ganz gerne ein. Gerade wenn der Deckel von der Tube nicht gut verschraubt war, oder die Metaltube Risse hatte und so Luft über die Zeit eindringen konnte. Was auch passieren kann, im Sommer, wenn es brütend heiß ist, das die Vulkanisierung dünnflüssig wie Wasser ist.

Was meist „komliziert“ ist, ist die Technik drumherum. Ein Plattfuß am Vorderad ist meist ein sehr geringes Problem. Hinterräder können schon mal eher etwas Versiertheit verlangen.

Ein Rad ohne Schaltung = wenig Probleme.

Eine Schaltung dran, kommt es drauf an was für eine.

Kettenschaltung ( man sieht die verschiedenen „Zahnräder“ und den Schaltmechanismus am Hinterrad ) ist nur ein kleines Hinderniss.

Eine Nabenschaltung, sehr beliebt bei „Frauen“- u. Hollandrädern, weil so „schön sauber“, bereiten schon mal eher Probleme, wenn man nicht weiß wie. Da ist dann erstmal fachkundiger Rat & Wissen wie angesagt, da es hier auch Bauart-u. Modellunterschiede gibt. Gerade bei Hollandräder, wo ja die Hinterräder zum teil verkleidet sind, stellen Fummelarbeit quasi zum Nulltarif sicher.
Eventuell, was dan auch sher viele machen, wenn man denn weiß wo das Loch sitzt, lässt man dann das Rad montiert und holt nur den Schluahc dort raus, wo das Loch ist.

Da ich kein Rad mit Nabenschaltung habe, würde damit also zum Verkäufer/ Radhändler oder Fachmann gehen und platt fragen. Es ist nicht schlimm zu sagen: „ich habe davon keine Ahnung. sag mir oder zeig mir wie.“ Schlimm ist sich nicht dafür dafür zu interessieren. Es sei denn man hat genug Geld und stellt ihm das Rad hin und sagt „einmal bitte fertig machen.“

Finde ich auch völlig in Ordnung, die sollen ja auch ihr Geld verdienen und mein Gott wer das Geld hat, warum nicht ? Doch es gibt einen kleine Nachteil bei der ganzen Sache, eventuell noch einen zweiten !

Der erste ist: man lernt es nie selbst. Und wer weiß schon was mal kommt. Die nächste spontane Radtour mit den Freunden, man steht in der Pampas, kein Mobiltelefon zur Hand. keiner der weiß wie und das nächste Ziel noch kilometerweit weg. Will man doch auch nicht haben oder ?
Der zweite eventuell Nachteil ist die Sache mit dem Radhändler „des Vertrauens“. Nicht jeder Radhändler muß ein Meister seines Fachs sein. Der Umgang mit fremden Eigentum ist nicht jedermanns Sache. Kontrolle ist besser.
Und auch nicht jeder Radhändler hat sofort Zeit einen Plattfuß zu flicken.

Damit man diesem Problem in geeigneter Weise als Unwissender und/ oder ungeschickter Mensch begegnen kann würde ich mal umhören ob es nicht irgendwo einen Bekannten gibt der das kann oder ein „Radschrauberkurs“ angeboten wird.
Die VHS oder der Radhändler selbst bietet sowas eventuell an.

Auch hier wieder, hat man den Radhändler gefunden und einen guten Draht zu ihm, fragen ob er das einem nicht mal in Ruhe zeigen kann – gegen Entgeld versteht sich. Dem einen oder anderem reicht es ja auch schon mal zu zuschauen wie´s gemacht wird. Was übrigens auch für einige andere Radschrauberdinge am Fahrrad gilt.

Warum sollte ma(n)n oder besser Frau es doch können ? Ich erwähnte es schon: Pampas, keiner kann etc.. und es sei gesagt, meist sind das nur die schönen Umstände. Man könnte sich hinsetzten und warten bis ein anderer Radler kommt und freundlich fragen. Vielleicht fragt er ja auch schon.
Aber ! die Chance ist nicht all zu gering, daß es anfängt dunkel zu werden, es beginnt zu regnen, es wird kalt und natürlich hat man keine Regenjacke nur so zur Not im Gepäck, das Mobiltelefon, das man doch mit hat, wo dann der Akku versagt oder es hat kein Netz, der netter Helfer ist gerade nicht zu erreichen… .

Tja dann iss aber dumm gelaufen.

Außerdem, wie ich es schon erwähnte, die Finger werden beim flicken schmutzig. Eventuelle Abhilfe habe ich ja schon beschrieben.
Ganz clever ist, einen Ersatzschlauch mit zu haben, den Alten defekten einfach rauszunehmen, den neuen Ersatzrundumsorglosschlauch reinzumachen, Luft rein und losfahren. und zu Hause kann man dann im Trockenen, warmen in aller Ruhe mal schauen, was mit dem Alten so ist.
Noch besser ist unplattbare Reifen drauf zu haben. Wobei diese auch keinen 100% Schutz bieten. Angeboten werden diese zb. von Schwalbe und von Continental der Touring Plus.

Also anbei einen Checkliste:

  • Flickzeug klassisch mit Vulkanisierer oder neumodisch selbstklebend
  • alternativ „clever“ Erstzschlauch
  • Reifenheber
  • Luftpunpe
  • passendes Werkzeug für Lauf-Rad-Demontage wenn man keine Schnellspanner hat

gut wenn noch mit dabei, also nicht ganz verkehrt

  • kleine Helm oder Stirnlampe wenn es dunkel wird
  • Einweghandschuhe oder „Bastel“handschuhe für sauberer Finger